Trauerpuja Laghu Pretakarma für Verstorbene

Aus Yogawiki

Trauerpuja Laghu Pretakarma für Verstorbene gestaltet den Abschied durch Wasser, Blüten, Licht und die Verehrung Shivas. Das gemeinsame Tryambakam verbindet die Bitte um einen guten Übergang mit dem Wunsch nach Frieden für alle Trauernden. Diese Yoga-Vidya-Form bietet sich an, wenn eine Feuerzeremonie am Ort der Feier nicht möglich ist oder die Angehörigen eine Puja wünschen.

Vorbereitung

Einen Altar mit Guru- oder Götterbild, eine standsichere Kerze, Wasser mit Löffel, Asche, Sandelholzpaste, Kumkum und Blüten vorbereiten. Eine ruhige Sitzmöglichkeit für die zu segnende Person und Begleitende schaffen. Den Ablauf vorher erklären und gegebenenfalls vereinbaren, wer persönliche Worte sprechen möchte. Zusätzlich ein Bild der verstorbenen Person, eine wasserfeste Shiva-Darstellung, Auffangschale, Pflanzenmilch, Wasser, Tuch, möglichst weiße Blüten, Schmuck und Prasad bereitlegen.

Würdigung und gemeinsames Anliegen

Die Leitung begrüßt die Angehörigen und erinnert anhand vorher abgestimmter Angaben an das Leben der verstorbenen Person. Persönliche Erinnerungen, wichtige Beziehungen und das, was weiterwirkt, dürfen Raum bekommen. Die spirituelle Deutung wird als Glaube der Yoga-Tradition ausgesprochen: Der Tod wird als Übergang verstanden; das Ritual bittet um Licht für die verstorbene Seele und um Trost für die Hinterbliebenen. Trauer, Liebe und Dankbarkeit dürfen nebeneinander stehen.

Mögliche Worte: „Wir nehmen Abschied und vertrauen dich der göttlichen Gnade an. Mögest du Frieden und Licht erfahren. Mögen alle, die um dich trauern, Kraft, Verbundenheit und Trost finden.“

Shiva-Puja und Gedenken

1. Einstimmen und dreimal Om

Die Ritualleitung verneigt sich vor dem Altar. Eine Assistenz kann die Glocke läuten und, wenn vorhanden, das Muschelhorn blasen. Alle singen gemeinsam:

oṃ oṃ oṃ

Übersetzung: Om, der heilige Urklang; dreimal zur Sammlung gesungen.

2. Achamana – innere und äußere Reinigung

Für Achamana mit dem Löffel jeweils eine kleine Menge Trinkwasser in die rechte Hand geben. Die Ritualleitung spricht die folgenden Anrufungen und führt die jeweils beschriebene Handlung aus. Die Geste macht die innere Ausrichtung auch körperlich erfahrbar.

Einen kleinen Schluck aus der rechten Hand trinken.

oṃ keśavāya namaḥ

Übersetzung: Verehrung Keshava.

Einen kleinen Schluck aus der rechten Hand trinken.

oṃ acyutāya namaḥ

Übersetzung: Verehrung Achyuta, dem Unvergänglichen.

Einen kleinen Schluck trinken; danach mit der Hand über den Scheitel, das Sahasrara Chakra, streichen.

oṃ anantāya namaḥ

Übersetzung: Verehrung Ananta, dem Unendlichen.

Wasser in die rechte Hand geben und nach oben und unten sprenkeln.

oṃ govindāya namaḥ

Übersetzung: Verehrung Govinda.

Wasser in die rechte Hand geben und in die vier Himmelsrichtungen sprenkeln.

oṃ nārāyaṇāya namaḥ

Übersetzung: Verehrung Narayana.

Nochmals etwas Wasser in die rechte Hand geben, die Hand über dem Kopf kreisen lassen und anschließend mit den Fingern schnippen. Dazu das Gebet an die heiligen Flüsse sprechen:

oṃ gaṅge ca yamune caiva godāvari sarasvati /
narmade sindhu kāveri namas tubhyaṃ namo namaḥ //

Übersetzung: O Ganga, Yamuna, Godavari, Saraswati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Verehrung euch, immer wieder Verehrung.

3. Tilaka – die heiligen Zeichen auftragen

Beim Tilaka zuerst mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger der rechten Hand drei Streifen Asche auf die Stirn auftragen:

oṃ tatpuruṣāya vidmahe mahādevāya dhīmahi /
tan no rudraḥ pracodayāt //

Übersetzung: Om. Wir wollen jenes höchste Wesen erkennen und über den großen Gott meditieren. Möge Rudra unseren Geist anregen und erleuchten.

Mit dem rechten Ringfinger etwas Sandelholzpaste zwischen den Augenbrauen auftragen, am Ajna Chakra:

oṃ gandha-dvārāṃ durādharṣāṃ nitya-puṣṭāṃ karīṣiṇīm /
īśvarīṃ sarva-bhūtānāṃ tām ihopahvaye śriyam //
gandhān dhārayāmi

Übersetzung: Ich rufe hier Shri, die Herrin aller Wesen, herbei: durch Duft zugänglich, unüberwindlich, stets genährt und Fruchtbarkeit spendend. Ich trage die duftende Gabe auf.

Mit dem rechten Ringfinger einen Punkt Kumkum auf die Sandelholzpaste setzen:

oṃ aiṃ tripurā-devyai ca vidmahe klīṃ kāmeśvaryai ca dhīmahi /
sauṃ tan naḥ klinne pracodayāt //

Übersetzung: Om. Mit den Keimsilben aiṃ, klīṃ und sauṃ verehren wir Tripura Devi und meditieren über Kameshvari. Möge die von göttlicher Liebe erfüllte Göttin unseren Geist anregen. Die Keimsilben sind heilige Laute und werden nicht wie gewöhnliche Wörter übersetzt.

4. Avahana – Gottheiten und Lehrer begrüßen

Zur Avahana die Glocke läuten und zu jeder der folgenden Anrufungen eine Blüte darbringen. Die Anrufung öffnet die Verehrung für die verschiedenen göttlichen Kräfte und die Lehrer der Sivananda Tradition.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ

Übersetzung: Verehrung Ganesha, dem Herrn der Scharen.

oṃ śaravaṇabhavāya namaḥ

Übersetzung: Verehrung Subrahmanya, dem im Schilfwald Geborenen.

oṃ aiṃ sarasvatyai namaḥ

Übersetzung: Verehrung Saraswati, mit der Keimsilbe aiṃ.

oṃ guṃ gurubhyo namaḥ

Übersetzung: Verehrung den spirituellen Lehrern, mit der Keimsilbe guṃ.

oṃ namo bhagavate śivānandāya

Übersetzung: Verehrung dem erhabenen Swami Sivananda.

oṃ namo bhagavate viṣṇu-devānandāya

Übersetzung: Verehrung dem erhabenen Swami Vishnudevananda.

oṃ ādi-śaktyai namaḥ

Übersetzung: Verehrung der ursprünglichen göttlichen Kraft, Adi Shakti.

5. Gajananam – Ganesha, Subrahmanya, Saraswati, Guru und Devi

gajānanaṃ bhūta-gaṇādi-sevitaṃ kapittha-jambū-phala-sāra-bhakṣitam /
umā-sutaṃ śoka-vināśa-kāraṇaṃ namāmi vighneśvara-pāda-paṅkajam //

Übersetzung: Ich verneige mich vor den Lotusfüßen des Herrn der Hindernisse: elefantengesichtig, von den Scharen der Wesen verehrt, der das Fruchtfleisch von Kapittha und Jambu genießt, Sohn Umas und Ursache der Auflösung des Kummers.

ṣaḍ-ānanaṃ kuṅkuma-rakta-varṇaṃ mahā-matiṃ divya-mayūra-vāhanam /
rudrasya sūnuṃ sura-sainya-nāthaṃ guhaṃ sadāhaṃ śaraṇaṃ prapadye //

Übersetzung: Stets nehme ich Zuflucht bei Guha: sechsgesichtig, rot wie Kumkum, von großer Weisheit, auf einem göttlichen Pfau reitend, Sohn Rudras und Heerführer der Götter.

yā kundendu-tuṣāra-hāra-dhavalā yā śubhra-vastrāvṛtā /
yā vīṇā-vara-daṇḍa-maṇḍita-karā yā śveta-padmāsanā /
yā brahmācyuta-śaṅkara-prabhṛtibhir devaiḥ sadā pūjitā /
sā māṃ pātu sarasvatī bhagavatī niḥśeṣa-jāḍyāpahā //

Übersetzung: Möge die erhabene Saraswati mich beschützen und alle Trägheit der Erkenntnis beseitigen: weiß wie Jasmin, Mond, Schnee und eine helle Girlande, in weiße Gewänder gehüllt, mit der schönen Vina in den Händen, auf einem weißen Lotus sitzend und stets von Brahma, Achyuta, Shankara und den anderen Göttern verehrt.

oṃ namaḥ śivāya gurave sac-cid-ānanda-mūrtaye /
niṣ-prapañcāya śāntāya śivānandāya te namaḥ //

Übersetzung: Verehrung dem glückverheißenden Guru, der Verkörperung von Sein, Bewusstsein und Glückseligkeit, jenseits der Welt der Vielheit, friedvoll: Verehrung dir, Sivananda.

sarva-maṅgala-māṅgalye śive sarvārtha-sādhike /
śaraṇye tryambake gauri nārāyaṇi namo 'stu te //

Übersetzung: Du Heil unter allem Heilsamen, Glückverheißende, die alle guten Ziele verwirklicht, Zuflucht, Dreiäugige, Gauri, Narayani: Dir sei Verehrung.

6. Die Hauptverehrung eröffnen und das Anliegen sammeln

Die folgende Anrufung neunmal sprechen. Eine Blüte darbringen, sich verneigen und ein bis zwei Minuten mit geschlossenen Augen in Dhyana verweilen. Sich die Gegenwart des Göttlichen vergegenwärtigen. Beim Sankalpa das eigene Anliegen innerlich darbringen oder die Puja aus reiner Hingabe widmen. Avahana, Anbieten eines Sitzes und Meditation sind in dieser Kurzform zusammengefasst.

oṃ namaḥ śivāya

Übersetzung: Verehrung Shiva.

7. Abhisheka und persönliche Erinnerungen

Die Shiva-Darstellung über der Auffangschale mit Milch (bzw. Pflanzenmilch) baden. Alle dürfen nacheinander einige Löffel darbringen. Gemeinsam 27-, 54- oder 108-mal rezitieren:

oṃ tryambakaṃ yajāmahe sugandhiṃ puṣṭi-vardhanam /
urvārukam iva bandhanān mṛtyor mukṣīya māmṛtāt //

Übersetzung: Wir verehren den Dreiäugigen, der duftet und Gedeihen fördert. Wie eine reife Frucht sich von ihrem Stiel löst, möge ich von der Bindung des Todes frei werden, nicht aber von der Unsterblichkeit.

Anschließend kann jede Person, die es möchte, eine Erinnerung oder einen Abschiedsgruß aussprechen. Nach jedem Beitrag singen alle den Tryambakam-Mantra einmal. Zum Abschluss des Bades dreimal Tryambakam rezitieren und die Darstellung mit klarem Wasser abspülen. Vorsichtig trocknen und auf das trockene Tablett stellen.

8. Alankara – Zeichen, Blüten und Schmuck

Bei Alankara die gereinigte Darstellung mit den heiligen Zeichen versehen. Asche mit den mittleren drei Fingern auftragen:

oṃ tatpuruṣāya vidmahe mahādevāya dhīmahi /
tan no rudraḥ pracodayāt //

Übersetzung: Om. Wir wollen jenes höchste Wesen erkennen und über den großen Gott meditieren. Möge Rudra unseren Geist anregen und erleuchten.

Sandelholzpaste mit dem Ringfinger auftragen:

oṃ gandha-dvārāṃ durādharṣāṃ nitya-puṣṭāṃ karīṣiṇīm /
īśvarīṃ sarva-bhūtānāṃ tām ihopahvaye śriyam //
gandhān dhārayāmi

Übersetzung: Ich rufe hier Shri, die Herrin aller Wesen, herbei: durch Duft zugänglich, unüberwindlich, stets genährt und Fruchtbarkeit spendend. Ich trage die duftende Gabe auf.

Darauf mit dem Ringfinger einen Kumkum-Punkt setzen. In dieser Stufe der Puja wird gemäß den Einzelanleitungen das folgende Chamunda-Mantra gesprochen:

oṃ aiṃ hrīṃ klīṃ cāmuṇḍāyai vicce namaḥ

Übersetzung: Verehrung der Göttin Chamunda mit den heiligen Mantrasilben aiṃ hrīṃ klīṃ und vicce.

Anschließend die Darstellung mit der Girlande, Blüten und gegebenenfalls einer Mala schmücken. Dazu gemeinsam das folgende Gebet rezitieren. Wenn das Schmücken länger dauert, darf das Hauptmantra weitergesungen werden.

oṃ tatpuruṣāya vidmahe mahādevāya dhīmahi /
tan no rudraḥ pracodayāt //

Übersetzung: Om. Wir wollen jenes höchste Wesen erkennen und über den großen Gott meditieren. Möge Rudra unseren Geist anregen und erleuchten.

9. Frieden für die Seele und die Angehörigen

Die Shanti Mantras aus dem Yoga-Vidya-Kirtanheft, Nummer 670, für Frieden der Seele und der Angehörigen vollständig rezitieren:

oṃ śan no mitraḥ śaṃ varuṇaḥ śan no bhavatv aryamā /
śan na indro bṛhaspatiḥ śan no viṣṇur uru-kramaḥ //

Übersetzung: Mitra sei uns günstig, Varuna sei uns günstig, Aryaman sei uns günstig. Indra und Brihaspati seien uns günstig; Vishnu mit den weiten Schritten sei uns günstig.

namo brahmaṇe namas te vāyo /
tvam eva pratyakṣaṃ brahmāsi /
tvām eva pratyakṣaṃ brahma vadiṣyāmi /
ṛtaṃ vadiṣyāmi satyaṃ vadiṣyāmi /
tan mām avatu tad vaktāram avatu /
avatu mām avatu vaktāram /
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ //

Übersetzung: Verehrung Brahman, Verehrung dir, Vayu. Du bist unmittelbar wahrnehmbares Brahman. Dich werde ich als unmittelbar wahrnehmbares Brahman verkünden. Ich werde die kosmische Ordnung und die Wahrheit aussprechen. Möge es mich schützen; möge es den Sprechenden schützen. Schütze mich, schütze den Sprechenden. Frieden, Frieden, Frieden.

oṃ saha nāv avatu /
saha nau bhunaktu /
saha vīryaṃ karavāvahai /
tejasvi nāv adhītam astu mā vidviṣāvahai /
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ //

Übersetzung: Möge das Göttliche uns beide beschützen und nähren. Mögen wir gemeinsam kraftvoll wirken. Möge unser Lernen lichtvoll sein; mögen wir einander nicht feind sein. Om. Frieden, Frieden, Frieden.

oṃ āpyāyantu mamāṅgāni vāk prāṇaś cakṣuḥ śrotram atho balam indriyāṇi ca sarvāṇi /
sarvaṃ brahmaupaniṣadam /
māhaṃ brahma nirākuryāṃ mā mā brahma nirākarod anirākaraṇam astv anirākaraṇaṃ me 'stu /
tadātmani nirate ya upaniṣatsu dharmās te mayi santu te mayi santu /
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ //

Übersetzung: Mögen meine Glieder gedeihen, ebenso Rede, Atem, Auge, Ohr, Kraft und alle Sinne. Alles ist Brahman, wie es die Upanishaden lehren. Möge ich Brahman nicht zurückweisen; möge Brahman mich nicht zurückweisen. Möge keine Trennung sein, möge mir keine Trennung widerfahren. Mögen die in den Upanishaden gelehrten Eigenschaften in mir sein, der ich mich dem Selbst widme; mögen sie in mir sein. Frieden, Frieden, Frieden.

oṃ bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devāḥ /
bhadraṃ paśyemākṣabhir yajatrāḥ /
sthirair aṅgais tuṣṭuvāṃsas tanūbhir vyaśema deva-hitaṃ yad āyuḥ /
svasti na indro vṛddha-śravāḥ svasti naḥ pūṣā viśva-vedāḥ /
svasti nas tārkṣyo ariṣṭa-nemiḥ svasti no bṛhaspatir dadhātu /
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ //

Übersetzung: Götter, mögen wir mit den Ohren Gutes hören und mit den Augen Gutes sehen, ihr Verehrungswürdigen. Mit festen Gliedern und Körpern lobpreisend mögen wir die uns göttlich zugemessene Lebenszeit verbringen. Indra von großem Ruhm, der allwissende Pushan, Tarkshya mit unversehrtem Rad und Brihaspati mögen uns Wohlergehen schenken. Frieden, Frieden, Frieden.

oṃ yaś chandasām ṛṣabho viśvarūpaḥ /
chandobhyo 'dhy amṛtāt sambabhūva /
sa mendro medhayā spṛṇotu /
amṛtasya deva dhāraṇo bhūyāsam /
śarīraṃ me vicarṣaṇam /
jihvā me madhumattamā /
karṇābhyāṃ bhūri viśruvam /
brahmaṇaḥ kośo 'si medhayāpihitaḥ /
śrutaṃ me gopāya /
oṃ śāntiḥ oṃ śāntiḥ oṃ śāntiḥ //

Übersetzung: Der Stärkste der heiligen Verse, dessen Gestalt das All ist, ist aus den unsterblichen Versen hervorgegangen. Möge dieser Indra mich mit Einsicht erfüllen. Gott, möge ich Träger der Unsterblichkeit sein. Mein Körper sei tüchtig, meine Zunge überaus lieblich. Mit beiden Ohren möge ich viel hören. Du bist die Hülle Brahmans, vom Denken verhüllt. Bewahre, was ich gehört und gelernt habe. Frieden, Frieden, Frieden.

oṃ ahaṃ vṛkṣasya rerivā /
kīrtiḥ pṛṣṭhaṃ girer iva /
ūrdhva-pavitro vājinīva svamṛtam asmi /
draviṇaṃ savarcasam /
sumedhā amṛtokṣitaḥ /
iti triśaṅkor vedānuvacanam /
oṃ śāntiḥ oṃ śāntiḥ oṃ śāntiḥ //

Übersetzung: Ich bin der, der den Baum des Daseins bewegt. Mein Ruhm gleicht dem Gipfel eines Berges. Hoch und rein bin ich, unsterblich wie die kraftvolle Sonne. Ich bin strahlender Reichtum, voll Einsicht, mit Unsterblichkeit besprengt. Dies ist Trishankus vedische Verkündigung. Frieden, Frieden, Frieden.

oṃ vāṅ me manasi pratiṣṭhitā /
mano me vāci pratiṣṭhitam /
āvir āvir ma edhi /
vedasya ma āṇī sthaḥ /
śrutaṃ me mā prahāsīr anenādhītenāhorātrān sandadhāmy amṛtaṃ vadiṣyāmi /
satyaṃ vadiṣyāmi /
tan mām avatu tad vaktāram avatu /
avatu mām avatu vaktāram avatu vaktāram /
oṃ śāntiḥ oṃ śāntiḥ oṃ śāntiḥ //

Übersetzung: Meine Rede sei im Geist gegründet, mein Geist in der Rede. Werde mir offenbar, werde offenbar! Ihr beide seid mir die Befestigung des Veda. Das Gehörte verlasse mich nicht; mit diesem Studium verbinde ich Tage und Nächte. Ich werde das Unsterbliche verkünden, ich werde Wahrheit sprechen. Möge es mich schützen und den Sprechenden schützen. Schütze mich, schütze den Sprechenden, schütze den Sprechenden. Frieden, Frieden, Frieden.

oṃ bhadraṃ no api vātaya manaḥ /
oṃ śāntiḥ oṃ śāntiḥ oṃ śāntiḥ //

Übersetzung: Lass uns einen heilsamen Geist zuwehen. Frieden, Frieden, Frieden.

oṃ yo brahmāṇaṃ vidadhāti pūrvaṃ /
yo vai vedāṃś ca prahiṇoti tasmai /
taṃ ha devam ātma-buddhi-prakāśaṃ /
mumukṣur vai śaraṇam ahaṃ prapadye /
oṃ śāntiḥ oṃ śāntiḥ oṃ śāntiḥ //

Übersetzung: Bei jenem Gott nehme ich als Befreiungssuchender Zuflucht: Er schuf zuerst Brahma und übermittelte ihm die Veden; er erhellt die Erkenntnis des Selbst. Frieden, Frieden, Frieden.

10. Archana – Blüten oder Reis darbringen

Für Archanam eine Blüte, ein Blütenblatt oder etwas Reis mit der rechten Hand zum Herzen führen und dann auf die Darstellung legen. Zu jeder Anrufung eine Gabe darbringen. Die Hauptfassung verwendet neun, 27 oder 108 Wiederholungen des folgenden Mantras; auch die Teilnehmenden können nacheinander ihre Gaben darbringen.

oṃ namaḥ śivāya

Übersetzung: Verehrung Shiva.

11. Dhupa – Räucherwerk darbringen

Für Dhupa ein Räucherstäbchen entzünden, im Uhrzeigersinn vor der Darstellung schwenken und in den Halter stellen. Dabei die Glocke läuten.

oṃ śivāya namaḥ /
dhūpaṃ samarpayāmi //

Übersetzung: Verehrung Shiva. Ich bringe Räucherwerk dar.

12. Dipa – Licht darbringen

Für Dipa die brennende Kerze oder Öllampe im Uhrzeigersinn vor der Darstellung schwenken, dazu klingeln und sie anschließend sicher abstellen.

oṃ śivāya namaḥ /
dīpaṃ samarpayāmi //

Übersetzung: Verehrung Shiva. Ich bringe Licht dar.

13. Naivedya – die Speise weihen

Die Schale mit Obst oder Süßigkeiten vor den Altar stellen. Bei Naivedya mit einer Blüte oder der rechten Hand etwas sauberes Wasser im Uhrzeigersinn über die Speise sprenkeln und den Gayatri Mantra dreimal vollständig rezitieren.

oṃ bhūr bhuvaḥ svaḥ /
tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi /
dhiyo yo naḥ pracodayāt //

Übersetzung: Om. Erde, Zwischenraum und Himmelswelt. Wir meditieren über den verehrungswürdigen Glanz des göttlichen Savitar. Möge er unsere Einsicht anregen und erleuchten.

oṃ śivāya namaḥ /
naivedyaṃ samarpayāmi //

Übersetzung: Verehrung Shiva. Ich bringe die Speise dar.

Ein oder mehrere Stücke der Speise auf einer eigenen kleinen Schale am Altar darbringen. Die übrige Gabe wird nach der Feier als Prasad geteilt.

14. Arati – die Lichtzeremonie

Alle stehen, soweit dies gut möglich ist. Die Ritualleitung oder eine Assistenz schwenkt die Lampe im Uhrzeigersinn vor dem Altar. Dazu kann die Glocke erklingen und das Muschelhorn geblasen werden. Die folgende Arati-Fassung gemeinsam singen:

jaya jaya āratī vighna-vināyaka, vighna-vināyaka śrī-gaṇeśa //
jaya jaya āratī gaurī-manohara, gaurī-manohara bhavānī śaṅkara,
sāmba-sadāśiva umā-maheśvara //
jaya jaya āratī sadguru-nātha, sad-guru-nātha śivānanda //
jaya jaya āratī veṇu-gopāla //

Übersetzung: Ehre sei der Lichtverehrung: Ganesha, der Hindernisse beseitigt; Shiva, dem Geliebten Gauris und Herrn Umas; dem wahren Lehrer Sivananda. Ehre der Lichtverehrung des Flöte spielenden Gopala.

Nach dem Gesang mit der rechten Hand dreimal die Lichtkraft zum Altar hin zuwenden. Dann das Licht den Anwesenden reichen. Sie führen die Hände mit Abstand über die Flamme und streichen die empfangene Wärme symbolisch über Kopf oder Gesicht. Die Lampe bleibt dabei unter sicherer Führung.

15. Segenswünsche und Widmung

Den Segen der Verehrung allen Wesen widmen. Dreimal gemeinsam sprechen:

lokāḥ samastāḥ sukhino bhavantu

Übersetzung: Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.

tvam eva mātā ca pitā tvam eva /
tvam eva bandhuś ca sakhā tvam eva /
tvam eva vidyā draviṇaṃ tvam eva /
tvam eva sarvaṃ mama deva-deva //

Übersetzung: Du allein bist Mutter und Vater; du bist Verwandter und Freund. Du bist Wissen und Reichtum; du bist mein Alles, o Gott der Götter.

kāyena vācā manasendriyair vā buddhyātmanā vā prakṛteḥ svabhāvāt /
karomi yad yat sakalaṃ parasmai nārāyaṇāyeti samarpayāmi //

Übersetzung: Was immer ich mit Körper, Sprache, Geist und Sinnen, mit Vernunft und innerem Wesen oder aus meiner natürlichen Veranlagung heraus tue: All dies bringe ich dem höchsten Narayana dar.

sarva-dharmān parityajya mām ekaṃ śaraṇaṃ vraja /
ahaṃ tvā sarva-pāpebhyo mokṣayiṣyāmi mā śucaḥ //

Übersetzung: Lass alle Pflichten los und nimm allein bei mir Zuflucht. Ich werde dich von allen Verfehlungen befreien; sorge dich nicht. Diese Worte Krishnas stammen aus der Bhagavad Gita, Vers 18.66.

Vor dem Altar verneigen und einige Minuten in Stille sitzen. Die Ritualleitung kündigt die Meditation kurz an und lässt ausreichend Zeit, damit die Verehrung nachklingen kann.

oṃ tat sat /
brahmārpaṇam astu //

Übersetzung: Om, Das ist die Wahrheit. Möge alles Brahman dargebracht sein.

Prasad teilen und in stillem Gedenken verweilen.

oṃ oṃ oṃ

Übersetzung: Om, der heilige Urklang; dreimal zur Sammlung gesungen.

16. Universelles Gebet

Oh anbetungswürdiger Gott, voll Barmherzigkeit und Liebe,
Gruß Dir, in Demut gebeugt.
Sein ist Dein Wesen, Wissen und Seligkeit.
Allgegenwärtig bist Du, allmächtig, allwissend.
Im Innern aller Wesen wohnst Du.
Gib uns ein verstehendes Herz, die rechte Einsicht,
ausgeglichenes Gemüt, Vertrauen, Hingebung und Weisheit.
Lege in uns geistige Kraft, Versuchungen zu widerstehen,
und Denken und Wollen zu beherrschen.
Befreie uns von Selbstsucht, Gier, Zorn und Hass.
Erfülle unser Herz mit göttlichen Tugenden.
Lass uns Dich erschauen
in all den Namen und Gestalten.
Lass uns Dir dienen
in all den Namen und Gestalten.
Lass uns allezeit Deiner gedenken.
Lass uns stets Deine Herrlichkeit singen.
Lass Deinen Namen stets auf unseren Lippen sein.
Lass uns in Dir bleiben allezeit.

Siehe auch

Quellen

  • Yoga Vidya Purohita Handbuch, 3. erweiterte Auflage, Januar 2025, Teil 4: Durchführung von Kasualien, Ritualen zu bestimmten Anlässen. Abschnitt „Kleine Trauerfeier mit Puja“.
  • Śivapūjā – Kurzform, Yoga Vidya, IAST-Fassung von 2022, als ausgeschriebener Grundablauf.
  • Shanti-Mantras, Kirtanheft 670, vollständige Sanskrit-Rezitation.

Rezitationen in Devanagari

Die folgenden Texte entsprechen den ausgeschriebenen IAST-Rezitationen der Anleitung. Wiederholungszahlen und gleichzeitige Handlungen stehen beim jeweiligen Ritualschritt. Die Schriftübertragung enthält keine zusätzlichen vedischen Tonzeichen.

Ganesha – Gajananam

गजाननं भूत-गणादि-सेवितं कपित्थ-जम्बू-फल-सार-भक्षितम् /
उमा-सुतं शोक-विनाश-कारणं नमामि विघ्नेश्वर-पाद-पङ्कजम् //

Subrahmanya – Gajananam

षड्-आननं कुङ्कुम-रक्त-वर्णं महा-मतिं दिव्य-मयूर-वाहनम् /
रुद्रस्य सूनुं सुर-सैन्य-नाथं गुहं सदाहं शरणं प्रपद्ये //

Saraswati – Gajananam

या कुन्देन्दु-तुषार-हार-धवला या शुभ्र-वस्त्रावृता /
या वीणा-वर-दण्ड-मण्डित-करा या श्वेत-पद्मासना /
या ब्रह्माच्युत-शङ्कर-प्रभृतिभिर् देवैः सदा पूजिता /
सा मां पातु सरस्वती भगवती निःशेष-जाड्यापहा //

Sivananda Guru

ॐ नमः शिवाय गुरवे सच्-चिद्-आनन्द-मूर्तये /
निष्-प्रपञ्चाय शान्ताय शिवानन्दाय ते नमः //

Sarva Mangala

सर्व-मङ्गल-माङ्गल्ये शिवे सर्वार्थ-साधिके /
शरण्ये त्र्यम्बके गौरि नारायणि नमो ऽस्तु ते //

Om

ॐ ॐ ॐ

Achamana: Keshava

ॐ केशवाय नमः

Achamana: Achyuta, dem Unvergänglichen

ॐ अच्युताय नमः

Achamana: Ananta, dem Unendlichen

ॐ अनन्ताय नमः

Achamana: Govinda

ॐ गोविन्दाय नमः

Achamana: Narayana

ॐ नारायणाय नमः

Flussgebet

ॐ गङ्गे च यमुने चैव गोदावरि सरस्वति /
नर्मदे सिन्धु कावेरि नमस् तुभ्यं नमो नमः //

Shiva Gayatri

ॐ तत्पुरुषाय विद्महे महादेवाय धीमहि /
तन् नो रुद्रः प्रचोदयात् //

Sandelholzgebet

ॐ गन्ध-द्वारां दुराधर्षां नित्य-पुष्टां करीषिणीम् /
ईश्वरीं सर्व-भूतानां ताम् इहोपह्वये श्रियम् //
गन्धान् धारयामि

Tripura Gayatri

ॐ ऐं त्रिपुरा-देव्यै च विद्महे क्लीं कामेश्वर्यै च धीमहि /
सौं तन् नः क्लिन्ने प्रचोदयात् //

Anrufung 1

ॐ गं गणपतये नमः

Anrufung 2

ॐ शरवणभवाय नमः

Anrufung 3

ॐ ऐं सरस्वत्यै नमः

Anrufung 4

ॐ गुं गुरुभ्यो नमः

Anrufung 5

ॐ नमो भगवते शिवानन्दाय

Anrufung 6

ॐ नमो भगवते विष्णु-देवानन्दाय

Anrufung 7

ॐ आदि-शक्त्यै नमः

Shiva-Anrufung

ॐ नमः शिवाय

Shiva – Vers zum Bad 1

ॐ त्र्यम्बकं यजामहे सुगन्धिं पुष्टि-वर्धनम् /
उर्वारुकम् इव बन्धनान् मृत्योर् मुक्षीय मामृतात् //

Chamunda Mantra

ॐ ऐं ह्रीं क्लीं चामुण्डायै विच्चे नमः

Shiva – Räucherwerk

ॐ शिवाय नमः /
धूपं समर्पयामि //

Shiva – Licht

ॐ शिवाय नमः /
दीपं समर्पयामि //

Gayatri

ॐ भूर् भुवः स्वः /
तत् सवितुर् वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि /
धियो यो नः प्रचोदयात् //

Shiva – Speisegabe

ॐ शिवाय नमः /
नैवेद्यं समर्पयामि //

Shiva – Arati

जय जय आरती विघ्न-विनायक, विघ्न-विनायक श्री-गणेश //
जय जय आरती गौरी-मनोहर, गौरी-मनोहर भवानी शङ्कर,
साम्ब-सदाशिव उमा-महेश्वर //
जय जय आरती सद्गुरु-नाथ, सद्-गुरु-नाथ शिवानन्द //
जय जय आरती वेणु-गोपाल //

Lokah Samastah

लोकाः समस्ताः सुखिनो भवन्तु

Tvam Eva

त्वम् एव माता च पिता त्वम् एव /
त्वम् एव बन्धुश् च सखा त्वम् एव /
त्वम् एव विद्या द्रविणं त्वम् एव /
त्वम् एव सर्वं मम देव-देव //

Kayena Vacha

कायेन वाचा मनसेन्द्रियैर् वा बुद्ध्यात्मना वा प्रकृतेः स्वभावात् /
करोमि यद् यत् सकलं परस्मै नारायणायेति समर्पयामि //

Sarva Dharman

सर्व-धर्मान् परित्यज्य माम् एकं शरणं व्रज /
अहं त्वा सर्व-पापेभ्यो मोक्षयिष्यामि मा शुचः //

Om Tat Sat

ॐ तत् सत् /
ब्रह्मार्पणम् अस्तु //

Shanti-Mantras 670, Abschnitt 1

ॐ शन् नो मित्रः शं वरुणः शन् नो भवत्व् अर्यमा /
शन् न इन्द्रो बृहस्पतिः शन् नो विष्णुर् उरु-क्रमः //

Shanti-Mantras 670, Abschnitt 2

नमो ब्रह्मणे नमस् ते वायो /
त्वम् एव प्रत्यक्षं ब्रह्मासि /
त्वाम् एव प्रत्यक्षं ब्रह्म वदिष्यामि /
ऋतं वदिष्यामि सत्यं वदिष्यामि /
तन् माम् अवतु तद् वक्तारम् अवतु /
अवतु माम् अवतु वक्तारम् /
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः //

Shanti-Mantras 670, Abschnitt 3

ॐ सह नाव् अवतु /
सह नौ भुनक्तु /
सह वीर्यं करवावहै /
तेजस्वि नाव् अधीतम् अस्तु मा विद्विषावहै /
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः //

Shanti-Mantras 670, Abschnitt 4

ॐ आप्यायन्तु ममाङ्गानि वाक् प्राणश् चक्षुः श्रोत्रम् अथो बलम् इन्द्रियाणि च सर्वाणि /
सर्वं ब्रह्मौपनिषदम् /
माहं ब्रह्म निराकुर्यां मा मा ब्रह्म निराकरोद् अनिराकरणम् अस्त्व् अनिराकरणं मे ऽस्तु /
तदात्मनि निरते य उपनिषत्सु धर्मास् ते मयि सन्तु ते मयि सन्तु /
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः //

Shanti-Mantras 670, Abschnitt 5

ॐ भद्रं कर्णेभिः शृणुयाम देवाः /
भद्रं पश्येमाक्षभिर् यजत्राः /
स्थिरैर् अङ्गैस् तुष्टुवांसस् तनूभिर् व्यशेम देव-हितं यद् आयुः /
स्वस्ति न इन्द्रो वृद्ध-श्रवाः स्वस्ति नः पूषा विश्व-वेदाः /
स्वस्ति नस् तार्क्ष्यो अरिष्ट-नेमिः स्वस्ति नो बृहस्पतिर् दधातु /
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः //

Shanti-Mantras 670, Abschnitt 6

ॐ यश् छन्दसाम् ऋषभो विश्वरूपः /
छन्दोभ्यो ऽध्य् अमृतात् सम्बभूव /
स मेन्द्रो मेधया स्पृणोतु /
अमृतस्य देव धारणो भूयासम् /
शरीरं मे विचर्षणम् /
जिह्वा मे मधुमत्तमा /
कर्णाभ्यां भूरि विश्रुवम् /
ब्रह्मणः कोशो ऽसि मेधयापिहितः /
श्रुतं मे गोपाय /
ॐ शान्तिः ॐ शान्तिः ॐ शान्तिः //

Shanti-Mantras 670, Abschnitt 7

ॐ अहं वृक्षस्य रेरिवा /
कीर्तिः पृष्ठं गिरेर् इव /
ऊर्ध्व-पवित्रो वाजिनीव स्वमृतम् अस्मि /
द्रविणं सवर्चसम् /
सुमेधा अमृतोक्षितः /
इति त्रिशङ्कोर् वेदानुवचनम् /
ॐ शान्तिः ॐ शान्तिः ॐ शान्तिः //

Shanti-Mantras 670, Abschnitt 8

ॐ वाङ् मे मनसि प्रतिष्ठिता /
मनो मे वाचि प्रतिष्ठितम् /
आविर् आविर् म एधि /
वेदस्य म आणी स्थः /
श्रुतं मे मा प्रहासीर् अनेनाधीतेनाहोरात्रान् सन्दधाम्य् अमृतं वदिष्यामि /
सत्यं वदिष्यामि /
तन् माम् अवतु तद् वक्तारम् अवतु /
अवतु माम् अवतु वक्तारम् अवतु वक्तारम् /
ॐ शान्तिः ॐ शान्तिः ॐ शान्तिः //

Shanti-Mantras 670, Abschnitt 9

ॐ भद्रं नो अपि वातय मनः /
ॐ शान्तिः ॐ शान्तिः ॐ शान्तिः //

Shanti-Mantras 670, Abschnitt 10

ॐ यो ब्रह्माणं विदधाति पूर्वं /
यो वै वेदांश् च प्रहिणोति तस्मै /
तं ह देवम् आत्म-बुद्धि-प्रकाशं /
मुमुक्षुर् वै शरणम् अहं प्रपद्ये /
ॐ शान्तिः ॐ शान्तिः ॐ शान्तिः //