Svapna

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Svapna (Sanskrit: स्वप्न svapna m.) Schlaf; Traum, Traumzustand; einer der vier Avasthas oder Bewusstseinszustände. Svapna, auch geschrieben Svapna, ist der Traum, der Traumschlaf. Es ist einer der drei Zustände des Bewusstseins, einer der drei Avasthas. Die drei Avasthas sind Jagrat, Wachzustand, Svapna, Traumschlaf und Sushupti, Tiefschlaf.

Josephine Wall: Tanz der Träume, Quelle

Sukadev über Svapna

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Svapna

Svapna heißt Traum, Traumschlaf. Svapna ist eine der drei bzw. vier Bewusstseinsebenen. Es gibt Jagrat – Wachzustand, Svapna – Traumzustand und Sushupti – Tiefschlafzustand. Das sind die drei Ebenen des Bewusstseins im Alltag. Es gibt noch eine vierte, Turiya – das Überbewusstsein. Das Nachdenken über diese drei Bewusstseinsebenen hilft, das Höchste zu verstehen und letztlich zu verwirklichen. In der Wachwelt, in Jagrat, siehst du eine Welt, du hörst die Welt, du spürst, riechst, fühlst die Welt usw. Du bist als Individuum, du bist in Kontakt mit anderen Menschen, mit anderen Wesen, mit der Welt, du kannst auch mit Gott kommunizieren. Du bist aber nicht getrennt von der Welt, du bist Teil dieser Welt.

Aber im Moment des Traumschlafes, also im Moment von Svapna, verschwindet die Wachwelt, du trittst ein in die Traumwelt. Die Traumwelt besteht jetzt aus deinen eigenen Gedanken und letztlich aus deinem eigenen Bewusstsein. In Svapna, in der Traumwelt, scheint eine ganz normale Welt zu sein. Du siehst Menschen, du siehst eine Welt, trittst in Kontakt damit, du hast Emotionen, Gefühle, du kannst kommunizieren usw. Manchmal weißt du, dass du träumst, manchmal weißt du es aber auch nicht. In diesem Svapna bist du in deiner eigenen Welt. Was auch heißt, die Wachwelt ist nur relativ, jede Nacht gehst du mehrmals in unterschiedliche Svapna-Welten, neue Traumwelten, und du wachst dann wieder auf.

Schließlich gibt es Sushupti, den Tiefschlafzustand. Und im Tiefschlafzustand verschwinden alle Welten, es bleibt nur reines Sein, keine Dualität, keine Subjekt-Objekt-Beziehungen, keine Zeit, Raum, Kausalität. Aber das Problem bei Sushupti ist, du bist dir dessen nicht bewusst, es ist ein unbewusster Zustand, deshalb führt Sushupti auch nicht zur Befreiung, sondern nur zur Regeneration. In Sushupti bist du zwar deinem wahren Wesen nahe, deshalb regenerierst du dich, aber du verwirklichst nicht dein wahres Wesen. So ist es gut, manchmal über Svapna nachzudenken und dir bewusst zu machen, auch die Welt ist letztlich nur eine Art Traum.

Der Wachzustand, Jagrat, ist auch nicht so wirklich, wie er erscheint. Und du kannst auch immer Trost daraus ziehen, du lebst nicht nur im Wachzustand, nachts bist du im Traumzustand und nachts bist du auch im Tiefschlaf. So ist die Wachwelt nur ein Teil deiner Erfahrung. Wenn du das weißt, kannst du auch die Wachwelt etwas gelassener sehen, du kannst sie gelassener gestalten, und du kannst sie gelassener hinnehmen. Und du musst sie nicht ganz so ernst nehmen, denn auch die Wachwelt ist ähnlich aufgebaut wie Svapna, die Traumwelt. Auch auf die Traumwelt kannst du Einfluss nehmen. Es gibt auch den Traum Yoga. Es gibt vieles, was du mit Träumen anstellen kannst.

Ich habe jetzt bisher über Jnana Yoga gesprochen, wo du durch die Analyse der drei Bewusstseinszustände die Relativität der Welt erkennst und danach strebst, zu Turiya zu kommen, zum vierten Bewusstseinszustand, zur Erfahrung des reinen Selbst, wo auch dort keine Zeit, Raum, Kausalität ist, keine Subjekt-Objekt-Beziehung ist, aber volle Bewusstheit, Chid, und volle Freude, Ananda. Bei Patanjali wird gesagt, dass du durch Meditation auf das Wissen aus dem Schlaf, Hindernisse überwinden kannst.

Und es gibt einen eigenen Traum Yoga, man könnte auch "Svapna Yoga" sagen, wo du die Erkenntnisse von Träumen auch nutzen kannst, um dich selbst besser zu verstehen und auch dein Leben geschickter, schöner, spiritueller zu gestalten, auf dem spirituellen Weg voranzukommen. Darüber findest du mehr auf unseren Internetseiten, auf www.yoga-vidya.de. Gib dort oben im Suchfeld ein, „Traum“ oder „Traum-Yoga“ oder „Traum-Yoga Seminar“ und so findest du einige Seminare zum Thema „Traum-Yoga“.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Seminare

Jnana Yoga, Philosophie

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Chitra Sukhu,

Indische Schriften

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Atman Shanti Hoche,
14. Jul 2017 - 23. Jul 2017 - Yogalehrer Weiterbildung Intensiv A6 - Aparoksha Anubhuti - Die direkte Verwirklichung des Selbst
Jnana Yoga, Vedanta und der direkte Weg zur Verwirklichung der Einheit. Anhand des „Aparoksha Anubhuti“, „direkte intuitive Gotteserfahrung“, einem prägnanten genialen Werk mit 144 Sutras,…
Chandra Cohen,Kay Hadamietz,