Spießbürgerlichkeit

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Spießbürgerlichkeit - Umgang mit einer der Schattenseiten der menschlichen Existenz. Spießbürgerlichkeit ist eine abwertende Bezeichnung für ein konservatives, bürgerliches Leben, das von Ruhe im Kleinen, von einer gewissen Engstirnigkeit, Sauberkeit und Geordnetheit gekennzeichnet ist. Spießbürgerlichkeit gilt als Schimpfwort: Diese Spießbürgerlichkeit halte ich nicht mehr aus. Der Ausdruck Spießbürgerlichkeit kommt vom Adjektiv spießbürgerlich, das die Bedeutung hat kleinbürgerlich, philisterhaft, borniert, spießig eben. Das Adjektiv spießbürgerlich kommt vom Substantiv Spießbürger. Das Substantiv Spießbürger war ein studentisches Schimpfwort des 17. Jahrhundert, das sich bis heute gehalten hat und im 18. Jahrhundert Eingang in die Literatursprache gefunden hat. Das Wort Spießbürger hat die ursprüngliche Bedeutung der mit dem Spieß bewaffnete, zu Fuß kämpfende Bürger. Im Mittelalter haben die Zünfte ihre Mitglieder auch bewaffnen müssen. Die Adligen ritten zu Ross, auch in der Neuzeit. Die einfachen Bürger in den Bürgerwehren kämpften zu Fuß, mit Spieß oder auch mit Gewehr. Bis heute sind Schützenfeste Ausdruck der bürgerlichen Gemütlichkeit und Wehrhaftigkeit - aber auch der Spießbürgerlichkeit. Für die Romantiker des 18./19. Jahrhundert war die bürgerliche Gemütlichkeit mit dem wirtschaftlichen Fleiß und der Staatstreue, alles symbolisiert durch den Spieß, ein Greuel. Und für die Studenten, die oft genug adliger Herkunft waren, war das spießbürgerliche Pflichtbewusstsein, das geregelte Leben und die kleinbürgerliche Ethik ein Dorn im Auge. So haben Studenten und Dichter immer wieder über die Spießbürgerlichkeit gespottet - und sind letztendlich doch recht häufig irgendwann selbst zum Spießbürger geworden.

Barmherzigkeit, nicht immer einfach im Umgang mit Spießbürgerlichkeit

Spießbürgerlichkeit in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Spießbürgerlichkeit gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Spießbürgerlichkeit - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Spießbürgerlichkeit sind zum Beispiel Kleinkariertheit, Kleinlichkeit, Pingeligkeit,, Gründlichkeit, Präzision, Ehrgeiz, Spitzfindigkeit .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Spießbürgerlichkeit - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Spießbürgerlichkeit sind zum Beispiel Großzügigkeit, Weitherzigkeit, Toleranz, Weite, Oberflächlichkeit, Ungenauigkeit, Gleichgültigkeit, Stumpfsinnigkeit . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Spießbürgerlichkeit, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Spießbürgerlichkeit, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Spießbürgerlichkeit stehen:

Eigenschaftsgruppe

Spießbürgerlichkeit kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Spießbürgerlichkeit sind zum Beispiel das Adjektiv spießbürgerlich , sowie das Substantiv Spießbürger.

Wer Spießbürgerlichkeit hat, der ist spießbürgerlich beziehungsweise ein Spießbürger.

Siehe auch

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