Schlechte Gesellschaft

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Schlechte Gesellschaft bedeutet schlechter Umgang, das Umgeben mit Menschen, die für die eigene Entwicklung nicht förderlich sind. Schlechte Gesellschaft wird in der Hatha Yoga Pradipika als ein Haupthindernis für den Fortschritt im Yoga angesehen. Ein Sanskrit Wort für schlechte Gesellschaft ist Dutsang - und ist das Gegenteil von Satsang - Umgang mit Menschen, die der eigenen Entwicklung förderlich sind. Eine zu starke Unterscheidung zwischen guter und schlechter Gesellschaft kann allerdings zu Dünkel, Ängsten und Trennungen führen. Eine gewisse Unterscheidung kann hilfreich sein, insbesondere auf den ersten Stufen der spirituellen Entwicklung.

Swami Sivananda über schlechte Gesellschaft

Swami Sivananda schrieb über die Auswirkung von schlechter Gesellschaft die folgenden Sätze. Verstehe diese jedoch im Zusammenhang mit seinen anderen Werken, in denen er schreibt: „Alle Menschen sind Teil einer Familie. Überwinde alle Grenzen, die Mensch von Mensch trennen“.

Schlechte Gesellschaft ist von höchst verheerender Auswirkung. Der Schüler sollte deshalb schlechte Gesellschaft jeder Art vermeiden. Sie erfüllt sein Bewußtsein mit bösen Gedanken, und er verliert auch den letzten Glauben an Gott und die Schriften. Man erkennt den Menschen an seiner Begleitung. Vögel von gleichem Gefieder halten zusammen. Das sind sehr wahre Sprichworte. Wie eine Kinderstube gut geschützt sein sollte, so muß sich der Schüler sorgfältig vor bösen Einflüssen Fremder hüten. Zusammensein mit Lügnern, Ehebrechern, Dieben, Betrügern, Doppelzüngigen, Gierigen, leeren Schwätzern, Verleumdern, Klatschbasen, mit Menschen, die nicht an Gott und die Schriften glauben, werden ihn verderben und sollten deshalb streng vermieden werden. Auch die Begleitung von Frauen oder von Männern, die sich mit Frauen einlassen, ist gefährlich. Obszöne Bilder und Gesänge, Liebesromane, Filme, Theater, der Anblick sich paarender Tiere, Worte, die schlechte Gedanken aufkommen lassen, kurz alles, was böse Gedanken verursacht, ist schlechte Gesellschaft.

Schüler, die sich beklagen, fünfzehn Jahre lang geistige Schulung (Sadhana) geübt zu haben, ohne gefestigte geistige Haltung zu erreichen, werden offensichtlich die schlechte Gesellschaft nicht vollkommen aufgegeben haben. Zeitungen beschäftigen sich mit aller Art von weltlichem Geschwätz. Schüler sollten sie nicht lesen, um nicht weltlicher Verstrickung zu verfallen und ihre Gedanken auf sensationelle Art zu erregen. Es wird der Eindruck geschaffen, als sei die Welt eine feste Wirklichkeit, und die Wahrheit wird vergessen, die jenseits ihrer Namen und Formen liegt.

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