Samvatsarika Ekoddishta Shraddha – jährliches Gedenken für den verstorbenen Vater
Samvatsarika Ekoddishta Shraddha – jährliches Gedenken für den verstorbenen Vater richtet den jährlichen Gedenktag auf einen einzelnen geliebten Menschen: den verstorbenen Vater. Seine bevorzugten Speisen werden bereitet, er wird mit Ehrenwasser und Gastgaben empfangen, und Reisgaben verbinden die Erinnerung mit dem Wunsch nach Sättigung und Frieden. Das Samvatsarika Ekoddishta Shraddha im Shraddha Prayoga Sangraha unterscheidet sich damit von einer Feier für drei Ahnengenerationen.
Ein Angehöriger führt die Zeremonie als Yajamana am jährlichen familiären Gedenktermin zuhause oder an einem geeigneten Ritualplatz unter priesterlicher Leitung aus. Der Termin richtet sich nach der Tithi der Familienüberlieferung; der betreffende Abschnitt schreibt keine feste Tagesstunde vor. Diese vollständige Hauptfassung folgt der ausdrücklich zugelassenen Durchführung ohne einen während des Ritus essenden rituellen Speisegast. Die Begleitung durch einen kundigen Priester und dessen Dankesgabe bleiben vorgesehen. Die nur während der Mahlzeit eines Bhokta vorgeschriebene Schriftrezitation entfällt in dieser Wahl.
Vorbereitung
Bereite einen Ahnensitz nach Süden, einen Platz mit einem Bild von Vishnu und eine kleine Fläche für die spätere Reisgabenstätte vor. Halte Darbha für Sitz, Ringe und Reisgaben bereit, mindestens zwei Pavitra-Ringe, einen weiteren Darbha-Halm für das Ehrenwasser, weiße Blüten, Sandelpaste, Kumkum, schwarze Sesamsamen, ungebrochenen Reis, Reismehl, ein Tuch für den Ahnenempfang und einen Faden für die spätere Pinda-Bekleidung, eine heilige Schnur, Räucherduft, eine Lampe mit Ghee (bzw. Pflanzenöl), eine kleine Kampferlichtschale und etwas Kampfer, Früchte, Betelblatt und Betelnuss sowie die Dakshina.
Nötig sind außerdem getrenntes Trink- und Ritualwasser, Löffel, Auffangschalen, ein Ritualwassergefäß, ein Ehrenwasserschälchen, mehrere Blatt- oder kleine Speiseschalen und Unterlagen für die Gaben. Bereite eine vegetarische Auswahl der Speisen, die der Verstorbene gern aß. Honig wird beim Speisenritus verwendet; in einer heutigen veganen Fassung kann er durch Pflanzensirup ersetzt werden. Pflanzenöl und Pflanzensirup sind heutige Alternativen.
Für den anfänglichen Ahnenempfang und die spätere ausdrückliche Pinda-Darbringung wird jeweils eine Reisgabe benötigt: Das Handbuch führt diese beiden Handlungsabschnitte getrennt aus. Hinzu kommen eine kleine Streugabe, Vikira, und fünf kleine Portionen gekochten Reises auf fünf Blättern für Pancha Bali. Die Reisgaben können unter Anleitung aus dem bereitgelegten Reismehl und Wasser geformt werden; eine eigene Mischungsformel nennt dieser Abschnitt nicht. Etwas Ghee (bzw. Pflanzenöl) wird sowohl für die Speiseverehrung als auch für die Vikira-Gabe zurückbehalten.
Die heilige Schnur liegt bei Gotteshandlungen über der linken Schulter, Savya, und bei Ahnenhandlungen über der rechten, Apasavya. Der Nivita-Zustand für eine der abschließenden Gaben bedeutet, dass die Schnur wie eine Halskette um den Hals liegt. Namen, Familienlinie und heutiges Datum werden vorab festgelegt. Die variablen persönlichen Widmungen stehen als deutsche Praxisansagen bei der jeweiligen Handlung. Für die Mutter verwendet das Handbuch eigene weibliche Formen; die hier gewählte Vaterfassung wird dafür nicht unverändert rezitiert.
Den Vater als geehrten Gast empfangen
1. Sammlung, heiliges Gras und Licht
Lege die Schnur links an. Vollziehe Achamana; zu jeder Anrufung nimm einen kleinen Schluck Wasser:
oṁ acyutāya namaḥ |
oṁ anantāya namaḥ |
oṁ govindāya namaḥ |
ओं अच्युताय नमः ।
ओं अनन्ताय नमः ।
ओं गोविन्दाय नमः ।
Ehre Acyuta, dem Unvergänglichen; Ehre Ananta, dem Unendlichen; Ehre Govinda. Zu jedem Namen einen kleinen Schluck sauberes Wasser nehmen.
Stecke den ersten Pavitra-Ring an den rechten Ringfinger und sprich:
pavitre stho vaiṣṇavyau savitur vaḥ prasava utpunāmy-acchidreṇa pavitreṇa sūryasya raśmibhiḥ |
tasya te pavitra-pate pavitra pūtasya yat kāmāḥ pune tacchakeyam ||
पवित्रे स्थो वैष्णव्यौ सवितुर् वः प्रसव उत्पुनाम्य्-अच्छिद्रेण पवित्रेण सूर्यस्य रश्मिभिः ।
तस्य ते पवित्र-पते पवित्र पूतस्य यत् कामाः पुने तच्छकेयम् ॥
Ihr seid Vishnu zugehörige Reiniger. Auf Savitars Antrieb reinige ich mit unversehrter Reinigungskraft und Sonnenstrahlen. Herr der Reinigung: Gereinigt durch dich möge ich das verwirklichen, wonach ich in dieser Reinigung strebe.
Entzünde die Schutzlampe, Raksha Dipa, und sprich:
bho dīpa brahma rūpas tvaṁ karma-sākṣī hyavighna-kṛta |
yāvat karma samāptiḥ syāt tāvat tvam susthiro bhava ||
भो दीप ब्रह्म रूपस् त्वं कर्म-साक्षी ह्यविघ्न-कृत ।
यावत् कर्म समाप्तिः स्यात् तावत् त्वम् सुस्थिरो भव ॥
O Licht, du bist eine Gestalt des Brahman, Zeuge der Handlung und Helfer gegen Hindernisse. Bleibe beständig, bis die Zeremonie vollendet ist.
śrāddha bhūmau gayāṁ dhyātvā dhyātvā devaṁ gadādharam |
svapitṛn manasā dhyātvā tataḥ śrāddhaṁ samācaret ||
श्राद्ध भूमौ गयां ध्यात्वा ध्यात्वा देवं गदाधरम् ।
स्वपितृन् मनसा ध्यात्वा ततः श्राद्धं समाचरेत् ॥
Am Ort des Shraddha vergegenwärtige man Gaya, den Gott Gadadhara und im Herzen die eigenen Ahnen; dann führe man die Ahnenfeier aus.
Sprich „Hari Om Tat Sat, Govinda, Govinda, Govinda“. Lege die Schnur rechts an und nenne als Sankalpa Datum, Ort, Name und Familienlinie des Vaters: „Heute vollziehe ich die jährliche Gedenkfeier für meinen verstorbenen Vater. Möge sie ihm die in der Überlieferung verheißenen guten Früchte und mir eine aufrichtige, liebevolle Erinnerung schenken.“ Lege die Schnur wieder links an und sprich:
devatābhyaḥ pitṛbhyaśca mahāyogibhya eva ca |
namaḥ svadhāyai svāhāyai nityam eva namo namaḥ ||
देवताभ्यः पितृभ्यश्च महायोगिभ्य एव च ।
नमः स्वधायै स्वाहायै नित्यम् एव नमो नमः ॥
Ehre den Gottheiten, den Ahnen und den großen Yogis. Ehre Svadha und Svaha, den heiligen Gabenrufen; immer wieder Verehrung.
2. Das Ritualwasser bereiten
Stelle das Karma Patra auf etwas Reis, fülle es mit Wasser und füge eine Blüte und etwas Duft hinzu. Schmücke seine vier Seiten mit Sandelpaste und Kumkum. Bedecke die Öffnung mit der rechten Hand und sprich:
gaṅge ca yamune caiva godāvarī sarasvatī |
narmade sindhu kāveri jale'smin sannidhiṁ kuru ||
puṣkārādyāni tīrthāṇi gaṅgādyas saritas tathā |
āyantu loka śāntyārthaṁ durita kṣaya kārakāḥ ||
गङ्गे च यमुने चैव गोदावरी सरस्वती ।
नर्मदे सिन्धु कावेरि जलेऽस्मिन् सन्निधिं कुरु ॥
पुष्काराद्यानि तीर्थाणि गङ्गाद्यस् सरितस् तथा ।
आयन्तु लोक शान्त्यार्थं दुरित क्षय कारकाः ॥
Ganga, Yamuna, Godavari, Sarasvati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Seid in diesem Wasser gegenwärtig. Mögen die heiligen Orte, angefangen mit Pushkara, und die Flüsse, angefangen mit Ganga, zum Frieden der Welt und zur Minderung des Unheils kommen.
yad deva deva heḍanaṁ devāsaś cakṛmā vayam |
agnir mā tasmād enaso viśvān muñcatvaguṁ hasaḥ ||
yadi divā yadi naktam enāguṁsi cakṛmā vayam |
vāyur mā tasmād enaso viśvān muñcatvaguṁ hasaḥ ||
yadi jāgrad yadi svapna enāguṁsi cakṛmā vayam |
sūryo mā tasmād enaso viśvān muñcatvaguṁ hasaḥ ||
यद् देव देव हेडनं देवासश् चकृमा वयम् ।
अग्निर् मा तस्माद् एनसो विश्वान् मुञ्चत्वगुं हसः ॥
यदि दिवा यदि नक्तम् एनागुंसि चकृमा वयम् ।
वायुर् मा तस्माद् एनसो विश्वान् मुञ्चत्वगुं हसः ॥
यदि जाग्रद् यदि स्वप्न एनागुंसि चकृमा वयम् ।
सूर्यो मा तस्माद् एनसो विश्वान् मुञ्चत्वगुं हसः ॥
Was wir an Verfehlungen gegenüber dem Göttlichen begingen, davon befreie mich Agni. Was wir am Tag oder in der Nacht verfehlten, davon befreie mich Vayu. Was wir wachend oder im Traum verfehlten, davon befreie mich Surya. Möge alles Belastende gelöst werden.
Besprenge dich und die Ritualgegenstände leicht:
apavitraḥ pavitro vā sarvāvasthaṁ-gatopi vā |
yas-smaret puṇḍarikākṣaṁ sa bāhyābhyantaraś-śuciḥ ||
अपवित्रः पवित्रो वा सर्वावस्थं-गतोपि वा ।
यस्-स्मरेत् पुण्डरिकाक्षं स बाह्याभ्यन्तरश्-शुचिः ॥
Ob unrein oder rein und in welcher Lage auch immer: Wer des Lotusäugigen gedenkt, wird äußerlich und innerlich rein.
3. Den Raum schützen und Vishnu grüßen
Stehe für Dik Rakshana auf. Grüße nacheinander Osten, Süden, Westen und Norden, danach Zwischenraum und Erde sowie Brahma, Vishnu und Rudra:
oṁ prācyai diśe namaḥ | oṁ dakṣiṇasyai diśe namaḥ |
oṁ pratīcyai diśe namaḥ | oṁ udīcyai diśe namaḥ |
oṁ antarikṣāya namaḥ | oṁ bhūmyai namaḥ |
oṁ brahmaṇe namaḥ | oṁ viṣṇave namaḥ | oṁ rudrāya namaḥ ||
ओं प्राच्यै दिशे नमः । ओं दक्षिणस्यै दिशे नमः ।
ओं प्रतीच्यै दिशे नमः । ओं उदीच्यै दिशे नमः ।
ओं अन्तरिक्षाय नमः । ओं भूम्यै नमः ।
ओं ब्रह्मणे नमः । ओं विष्णवे नमः । ओं रुद्राय नमः ॥
Ehre der östlichen, südlichen, westlichen und nördlichen Richtung; dem Zwischenraum und der Erde; Brahma, Vishnu und Rudra.
pūrve nārāyaṇaḥ pātu vārijāsastu dakṣiṇe |
pradyumaḥ paścime pātu vāsudevas tathottare |
ūrdhvaṁ govardhano rakṣed adhastācca trivikramaḥ ||
पूर्वे नारायणः पातु वारिजासस्तु दक्षिणे ।
प्रद्युमः पश्चिमे पातु वासुदेवस् तथोत्तरे ।
ऊर्ध्वं गोवर्धनो रक्षेद् अधस्ताच्च त्रिविक्रमः ॥
Im Osten schütze Narayana, im Süden der Lotusgeborene, im Westen Pradyumna, im Norden Vasudeva, oben Govardhana und unten Trivikrama.
Lege die Schnur rechts an und streue einige Sesamsamen am Ritualplatz:
apahatā asurā rakṣāguṁsi vediṣadaḥ ||
अपहता असुरा रक्षागुंसि वेदिषदः ॥
Die störenden Asuras und Rakshasas seien vom Opferplatz ferngehalten.
Die Quelle erlaubt für Bhumi Sahita Vishnu Pujana ausdrücklich einen Betrachtungsvers mit einer Blüte als kurze vollständige Form. Vergegenwärtige Vishnu, sprich den Vers und lege die Blüte vor sein Bild:
śāntākāraṁ bhujagaśayanaṁ padmanābhaṁ sureśaṁ |
viśvādhāraṁ gaganasadṛśaṁ meghavarṇaṁ śubhāmgam |
laksmīkāntaṁ kamalanayanaṁ yogibhir-dhyānagamyaṁ |
vande viṣṇuṁ bhava-bhaya-haraṁ sarva-lokaikanātham ||
oṁ bhūmi-patnī sahitāya viṣṇave namaḥ |
शान्ताकारं भुजगशयनं पद्मनाभं सुरेशं ।
विश्वाधारं गगनसदृशं मेघवर्णं शुभाम्गम् ।
लक्स्मीकान्तं कमलनयनं योगिभिर्-ध्यानगम्यं ।
वन्दे विष्णुं भव-भय-हरं सर्व-लोकैकनाथम् ॥
ओं भूमि-पत्नी सहिताय विष्णवे नमः ।
Ich verehre Vishnu, die Gestalt des Friedens, auf der Schlange ruhend, mit dem Lotus aus dem Nabel, den Herrn der Götter und Träger des Alls. Er ist dem Himmel gleich, wolkenfarben und heilvoll, Lakshmis Geliebter, lotusäugig und in Meditation erfahrbar; er nimmt die Furcht vor dem Dasein. Ehre Vishnu mit seiner Gemahlin Bhumi.
4. Die Ahnengegenwart einladen
Vergegenwärtige die Ahnen, Pitri Dhyana, und lade sie in die bereitgelegten Blüten ein:
pitarāḥ pīta-varṇābhā dvibhujāḥ śveta vāsasaḥ |
yajña-sūtra samāyuktās saumya dṛg vadanānvitāḥ |
kuśa padma viṣṭarasthāḥ pitaraḥ piṇda-pātriṇaḥ ||
ime puṣpayoḥ pitṛṇ āvāhayāmi |
पितराः पीत-वर्णाभा द्विभुजाः श्वेत वाससः ।
यज्ञ-सूत्र समायुक्तास् सौम्य दृग् वदनान्विताः ।
कुश पद्म विष्टरस्थाः पितरः पिण्द-पात्रिणः ॥
इमे पुष्पयोः पितृण् आवाहयामि ।
Die Ahnen erscheinen mit goldgelblichem Glanz, zwei Armen, weißen Gewändern und heiliger Schnur, mit freundlichem Blick und Gesicht. Sie sitzen auf heiligem Gras und Lotussitzen und tragen die Gefäße für Reisgaben. In diese Blüten lade ich die Ahnen ein.
Die Schnur liegt rechts. Lege drei Darbha-Halme mit den Spitzen nach Süden auf den Ahnensitz und sprich:
ayantu naḥ pitaraḥ somyāso 'gniṣvāttāḥ pathibhir deva-yānaiḥ |
asmin yajñe svadhayā madantu adhibruvantu te avantvasmān ||
अयन्तु नः पितरः सोम्यासो ऽग्निष्वात्ताः पथिभिर् देव-यानैः ।
अस्मिन् यज्ञे स्वधया मदन्तु अधिब्रुवन्तु ते अवन्त्वस्मान् ॥
Mögen die somaliebenden Ahnen, die Agnishvattas, auf den göttlichen Wegen zu uns kommen. Mögen sie sich an der Ahnengabe erfreuen, uns wohlwollend ansprechen und beschützen.
Streue Sesam auf diesen Sitz:
apahatā asurā rakṣāguṁsi vediṣadaḥ ||
अपहता असुरा रक्षागुंसि वेदिषदः ॥
Die störenden Asuras und Rakshasas seien vom Opferplatz ferngehalten.
5. Ehrenwasser darbringen
Lege einen Darbha-Halm in das Arghya-Schälchen:
pavitre stho vaiṣṇavyau savitur vaḥ prasava utpunāmy-acchidreṇa pavitreṇa sūryasya raśmibhiḥ ||
पवित्रे स्थो वैष्णव्यौ सवितुर् वः प्रसव उत्पुनाम्य्-अच्छिद्रेण पवित्रेण सूर्यस्य रश्मिभिः ॥
Ihr seid Vishnu zugehörige Reiniger. Auf Savitars Antrieb reinige ich mit unversehrter Reinigungskraft und mit den Strahlen der Sonne.
Gieße Wasser hinein:
śanno devīr abhiṣṭaya āpo bhavantu pītaye | śaṁyor abhisravantu naḥ ||
शन्नो देवीर् अभिष्टय आपो भवन्तु पीतये । शंयोर् अभिस्रवन्तु नः ॥
Die göttlichen Wasser mögen uns zum Trinken und zum Wohl dienen; sie mögen heilend und wohltuend zu uns fließen.
Gib Sesam hinzu:
tilo’si soma devatyaḥ gosavo deva nirmitaḥ |
pratnavadbhiḥ pṛktaḥ svadhayā pitṛn lokā prīṇāhi naḥ svadhā ||
तिलो’सि सोम देवत्यः गोसवो देव निर्मितः ।
प्रत्नवद्भिः पृक्तः स्वधया पितृन् लोका प्रीणाहि नः स्वधा ॥
Du bist Sesam, Soma zugehörig und göttlich bereitet. Mit den Früheren und der Ahnengabe verbunden, erfreue unsere Ahnen und ihre Welten. Svadha.
Gib Sandelpaste hinzu:
gandha-dvārāṁ durādharṣāṁ nitya puṣṭāṁ karīṣiṇīm |
īśvarīguṁ sarva bhūtānāṁ tām ihopahvaye śriyam ||
गन्ध-द्वारां दुराधर्षां नित्य पुष्टां करीषिणीम् ।
ईश्वरीगुं सर्व भूतानां ताम् इहोपह्वये श्रियम् ॥
Ich rufe Shri herbei: durch Duft zugänglich, unüberwindlich, immer genährt, fruchtbar und Herrin aller Wesen.
Gib Blüten hinzu:
hrīś ca te lakṣmīś ca patnyau | aho rātre pārśve | nakṣatrāṇi rūpam |
aśvinau vyāttam | iṣṭaṁ maniṣāṇa | amuṁ maniṣāṇa | sarvaṁ maniṣāṇaḥ ||
ह्रीश् च ते लक्ष्मीश् च पत्न्यौ । अहो रात्रे पार्श्वे । नक्षत्राणि रूपम् ।
अश्विनौ व्यात्तम् । इष्टं मनिषाण । अमुं मनिषाण । सर्वं मनिषाणः ॥
Würde und Glück sind deine Gefährtinnen, Tag und Nacht deine Seiten, die Sterne deine Gestalt und die Ashvins dein geöffneter Mund. Gewähre das Erwünschte, das Jenseitige und alles Heilvolle.
Hebe das Schälchen an, nimm den Darbha-Halm heraus und lege ihn mit der Spitze nach Norden auf den bereitstehenden Speiseteller. Sprich:
oṁ namo nārāyaṇāya |
ओं नमो नारायणाय ।
Om, Verehrung Narayana.
Bedecke das Arghya-Schälchen mit der rechten Hand:
yā divyā āpaḥ payasā saṁbabhūvuḥ | yā antarikṣa uta pārthivīryāḥ |
yāsām aṣāḍhā anuyanti kāmam | tā na āpaś śaggas syonā bhavantu ||
या दिव्या आपः पयसा संबभूवुः । या अन्तरिक्ष उत पार्थिवीर्याः ।
यासाम् अषाढा अनुयन्ति कामम् । ता न आपश् शग्गस् स्योना भवन्तु ॥
Die himmlischen Wasser, aus nährender Fülle entstanden, die Wasser im Zwischenraum und auf der Erde, deren wunschgewährende Kraft die Ashadha-Sterne suchen: Mögen diese Wasser uns Frieden und Wohlergehen schenken.
Nenne den Vater: „Mein Vater [Name und Gotra], dir gilt dieses Ehrenwasser bei deiner heutigen jährlichen Gedenkfeier. Ehre dir.“ Gieße etwas Wasser über den Darbha-Halm auf dem Speiseteller. Lege den Halm wieder in das Arghya-Schälchen, jetzt mit der Spitze nach Süden, und stelle es auf den Ahnensitz. Es bleibt bis zum ausdrücklich genannten Abschluss unberührt:
oṁ pitre sthānam asi |
ओं पित्रे स्थानम् असि ।
Du bist der Platz für den Vater und die Ahnengegenwart.
6. Die erste Reisgabe und die Gastdienste
Die Schnur liegt rechts. Sprich: „Für meinen Vater [Name und Gotra] bringe ich in dieser jährlichen Gedenkfeier die Reisgabe dar.“ Nimm eine Schale mit Wasser, Sandelpaste, Sesam und weißen Blüten in beide Hände. Gieße etwas davon auf den Platz der ersten Reisgabe: „Mein Vater, an diesem Platz gebe ich dir reinigendes Wasser; möge es dich erreichen.“
Lege die erste Reisgabe von der Daumenseite der rechten Hand, dem Pitri Tirtha, auf den vorbereiteten Platz: „Mein Vater [Name und Gotra], diese Reisgabe gilt dir bei deiner jährlichen Gedenkfeier. Svadha.“ Gieße das restliche Wasser aus der kleinen Schale auf die Gabe: „Mein Vater, diese Erfrischung über der Reisgabe bringe ich dir dar; möge sie dich erreichen.“ Sprich:
arcata prārcata priyamedhaso arcata |
arcantu putrakā uta puraṁ na dhṛṣṇavarcata || idaṁ vo 'rcanaṁ |
अर्चत प्रार्चत प्रियमेधसो अर्चत ।
अर्चन्तु पुत्रका उत पुरं न धृष्णवर्चत ॥ इदं वो ऽर्चनं ।
Verehrt, verehrt mit ganzem Herzen, ihr Einsichtigen; auch die Kinder mögen verehren, kraftvoll und entschlossen. Dies ist eure Verehrung.
Bringe nun die Gastdienste an dieser Reisgabe dar. Symbolisches Waschwasser wird in einer Auffangschale gesammelt; das auf dem Ahnensitz stehende Arghya-Schälchen bleibt unberührt. Wasser zum Nippen anbieten.
idaṁ ācamanīyaṁ |
इदं आचमनीयं ।
Dies ist Wasser zum Nippen.
Wasser für ein symbolisches Bad anbieten.
idaṁ snānīyam |
इदं स्नानीयम् ।
Dies ist Wasser zum Baden.
Erneut Wasser zum Nippen anbieten.
idaṁ ācamanīyaṁ |
इदं आचमनीयं ।
Dies ist Wasser zum Nippen.
Das vorbereitete Tuch darlegen.
ācchādana arthaṁ idaṁ vastram |
आच्छादन अर्थं इदं वस्त्रम् ।
Dieses Gewand dient deiner Bekleidung.
Wasser zum Nippen anbieten.
idaṁ ācamanīyaṁ |
इदं आचमनीयं ।
Dies ist Wasser zum Nippen.
Die heilige Schnur darlegen.
ime yajñopavītam |
इमे यज्ञोपवीतम् ।
Dies ist die heilige Schnur.
Wasser zum Nippen anbieten.
idaṁ ācamanīyaṁ |
इदं आचमनीयं ।
Dies ist Wasser zum Nippen.
Sandelpaste darbringen.
eṣa gandhaḥ |
एष गन्धः ।
Dies ist Duft.
Sesam und ungebrochene Reiskörner darbringen.
ime tilākṣatāḥ |
इमे तिलाक्षताः ।
Dies sind Sesam und ungebrochene Reiskörner.
Eine Girlande oder Blüten darbringen.
idaṁ mālyaṁ |
इदं माल्यं ।
Dies ist die Blumengabe.
Den entzündeten Räucherduft zeigen.
ghrāṇa tṛpti arthaṁ ayaṁ vo dhūpaḥ |
घ्राण तृप्ति अर्थं अयं वो धूपः ।
Zu deiner Freude am Duft wird dieser Räucherduft dargebracht.
Das Licht der bereits brennenden Schutzlampe zeigen.
avalokana arthaṁ ayaṁ vo dīpaḥ |
अवलोकन अर्थं अयं वो दीपः ।
Dieses Licht wird dir zum Sehen dargebracht.
Wasser zum Waschen der Hände anbieten.
hasta-prakṣālanam |
हस्त-प्रक्षालनम् ।
Dies ist das Waschen der Hände.
Die vorbereitete Speisegabe hinstellen.
idaṁ naivedyam |
इदं नैवेद्यम् ।
Dies ist die Speisegabe.
Eine Frucht darlegen.
idaṁ phalam |
इदं फलम् ।
Dies ist die Frucht.
Wasser zum Nippen anbieten.
idaṁ ācamanīyaṁ |
इदं आचमनीयं ।
Dies ist Wasser zum Nippen.
Betelblatt und Betelnuss darlegen.
idaṁ tāmbūlam |
इदं ताम्बूलम् ।
Dies ist Betel.
Die Dakshina darlegen.
eṣa dakṣiṇā |
एष दक्षिणा ।
Dies ist die Dankesgabe.
Sprich: „Mein Vater [Name und Gotra], bei deiner jährlichen Gedenkfeier gelten dir diese Dienste mit Duft, Blüten, Räucherduft, Licht und Betel. Svadha.“
Speisegabe und Reisgabe zum Abschluss
7. Den Speiseplatz und die Nahrung weihen
Lege die Schnur links an, wende dich nach Osten und vollziehe Achamana:
oṁ acyutāya namaḥ |
oṁ anantāya namaḥ |
oṁ govindāya namaḥ |
ओं अच्युताय नमः ।
ओं अनन्ताय नमः ।
ओं गोविन्दाय नमः ।
Ehre Acyuta, dem Unvergänglichen; Ehre Ananta, dem Unendlichen; Ehre Govinda. Zu jedem Namen einen kleinen Schluck sauberes Wasser nehmen.
Lege die Schnur rechts an, wende dich nach Süden und ziehe mit wenig Wasser einen Kreis gegen den Uhrzeigersinn um den Speiseteller:
yathā cakrāyudho viṣṇustrailokyaṁ pari-rakṣati |
evaṁ maṇḍala toyaṁ tu sarvabhūtāni rakṣatu ||
यथा चक्रायुधो विष्णुस्त्रैलोक्यं परि-रक्षति ।
एवं मण्डल तोयं तु सर्वभूतानि रक्षतु ॥
Wie Vishnu, dessen Waffe das Rad ist, die drei Welten schützt, so möge dieses kreisförmig gegebene Wasser alle Wesen beschützen.
Gib für Bhusvami Anna Pradana etwas Speise auf eine gesonderte Schale und stelle sie ab:
oṁ idam annam etad bhūsvāmi pitṛbhyo namaḥ |
ओं इदम् अन्नम् एतद् भूस्वामि पितृभ्यो नमः ।
Diese Speise gilt den Ahnen, denen dieses Land zugehört. Verehrung ihnen.
Lege die Schnur links an, wende dich nach Osten und vollziehe Achamana:
oṁ acyutāya namaḥ |
oṁ anantāya namaḥ |
oṁ govindāya namaḥ |
ओं अच्युताय नमः ।
ओं अनन्ताय नमः ।
ओं गोविन्दाय नमः ।
Ehre Acyuta, dem Unvergänglichen; Ehre Ananta, dem Unendlichen; Ehre Govinda. Zu jedem Namen einen kleinen Schluck sauberes Wasser nehmen.
Bereite nun den eigentlichen Speiseteller mit allen vorgesehenen Speisen. Halte das Honiggefäß mit beiden Händen und gib etwas Honig beziehungsweise Pflanzensirup über die Nahrung. Sprich die drei Madhu-Verse:
madhuvātā ṛtāyate madhu kṣaranti sindhavaḥ | mādhvīrnas-santvoṣadhīḥ ||
madhu naktaṁ utoṣasi madhumat pārthivaguṁ rajaḥ | madhu dyaur astu naḥ pitā ||
madhu mānno vanaspatir madhumāguṁ astu sūryaḥ | mādhvīr gāvo bhavantu ||
मधुवाता ऋतायते मधु क्षरन्ति सिन्धवः । माध्वीर्नस्-सन्त्वोषधीः ॥
मधु नक्तं उतोषसि मधुमत् पार्थिवगुं रजः । मधु द्यौर् अस्तु नः पिता ॥
मधु मान्नो वनस्पतिर् मधुमागुं अस्तु सूर्यः । माध्वीर् गावो भवन्तु ॥
Süß und wohltuend weht der Wind dem zu, der in der heiligen Ordnung lebt; süß strömen die Flüsse, wohltuend seien uns die Heilpflanzen. Nacht und Morgen, die Erde und der väterliche Himmel seien uns freundlich. Die Bäume, die Sonne und die Kühe mögen uns wohltuend sein.
Knie auf dem linken Knie und umfasse den Teller mit der linken Hand darunter und der rechten darüber, Patralambhana:
pṛthivī te pātraṁ dyaur apidhānaṁ brahmaṇastvā mukhe juhomi svāhā |
idaṁ viṣṇur vicakrame tredhā ni dadhe padam | samūḍham asya pāṁsure ||
viṣṇo havyaguṁ rakṣasva |
पृथिवी ते पात्रं द्यौर् अपिधानं ब्रह्मणस्त्वा मुखे जुहोमि स्वाहा ।
इदं विष्णुर् विचक्रमे त्रेधा नि दधे पदम् । समूढम् अस्य पांसुरे ॥
विष्णो हव्यगुं रक्षस्व ।
Die Erde ist dein Gefäß, der Himmel dein Deckel. In den Mund des Brahman gebe ich dich als Opfer. Vishnu hat dies durchschritten und seinen Schritt dreifach gesetzt; in seiner Spur ist alles enthalten. Vishnu, schütze die Gabe.
Zeige mit dem rechten Daumen auf die jeweils genannte Gabe. Bei der Nennung des Ghee wird in der veganen Praxis auf die bereitgestellte Pflanzenöl-Alternative gezeigt; der überlieferte Mantrawortlaut bleibt unverändert:
oṁ idaṁ annaṁ | oṁ imā āpaḥ | oṁ idaṁ ājyam |
oṁ idaṁ haviḥ | oṁ etānyupakaraṇāni ||
ओं इदं अन्नं । ओं इमा आपः । ओं इदं आज्यम् ।
ओं इदं हविः । ओं एतान्युपकरणानि ॥
Dies ist die Nahrung. Dies ist das Wasser. Dies ist das Ghee. Dies ist die Opfergabe. Dies sind die Beigaben.
apahatā asurā rakṣāguṁsi vediṣadaḥ ||
अपहता असुरा रक्षागुंसि वेदिषदः ॥
Die störenden Asuras und Rakshasas seien vom Opferplatz ferngehalten.
Halte Wasser und Sesam in der rechten Hand. Sprich: „Mein Vater [Name und Gotra], dir gilt bei deiner jährlichen Gedenkfeier diese Nahrung mit ihren Beigaben. Svadha.“ Gieße Wasser und Sesam neben dem Teller nieder. Sprich:
anna-hīnaṁ kriyā-hīnaṁ vidhi-hīnaṁ ca yad bhavet |
acchidram astu tat sarvaṁ pitrādīnāṁ prasādataḥ ||
अन्न-हीनं क्रिया-हीनं विधि-हीनं च यद् भवेत् ।
अच्छिद्रम् अस्तु तत् सर्वं पित्रादीनां प्रसादतः ॥
Was an Nahrung, Handlung oder Ausführung fehlte, möge durch das Wohlwollen der Ahnen heil und vollständig werden.
devatābhyaḥ pitṛbhyaśca mahāyogibhya eva ca |
namas svāhāyai svadhāyai nityam eva namo namaḥ ||
देवताभ्यः पितृभ्यश्च महायोगिभ्य एव च ।
नमस् स्वाहायै स्वधायै नित्यम् एव नमो नमः ॥
Ehre den Gottheiten, den Ahnen und den großen Yogis. Ehre Svadha und Svaha, den heiligen Gabenrufen; immer wieder Verehrung.
In der hier gewählten Form ohne essenden Bhokta folgt jetzt unmittelbar die Streugabe; der bedingte Rezitationsabschnitt während einer Brahmanenmahlzeit gehört nicht zu dieser Hauptfassung.
8. Die Streugabe für sonst unversorgte Verstorbene
Lege die Schnur rechts an und wende dich nach Süden. Besprenge den Boden im Südosten des Ritualplatzes, der Agni-Richtung, mit Wasser; lege drei Darbha-Halme und darauf ein kleines Grasbündel, Motaka. Halte Wasser, Sesam und etwas Ghee (bzw. Pflanzenöl) in der rechten Hand, sprich die beiden Verse und gieße die Gabe über die Daumenseite in das Bündel:
asaṁskṛta pramītānāṁ tyāgināṁ kula-bhāginām |
ucchiṣṭa bhāga dheyānāṁ darbheṣu vikirāsanam ||
agnidagdhāśca ye jīvā ye’pyadagdhāḥ kule mama |
bhūmau dattena tṛpyantu tṛptā yāntu parāṁ gatim ||
असंस्कृत प्रमीतानां त्यागिनां कुल-भागिनाम् ।
उच्छिष्ट भाग धेयानां दर्भेषु विकिरासनम् ॥
अग्निदग्धाश्च ये जीवा ये’प्यदग्धाः कुले मम ।
भूमौ दत्तेन तृप्यन्तु तृप्ता यान्तु परां गतिम् ॥
Für Verstorbene ohne vollzogene Bestattungsriten, für Entsagende und die zur Familie Gehörenden, denen eine Restgabe gebührt, sei auf dem heiligen Gras dieser Platz der Streugabe. Die Angehörigen meiner Familie, deren Leiber verbrannt oder nicht verbrannt wurden, mögen durch diese Erdgabe Sättigung finden und zum höchsten Ziel gelangen.
Nimm den Pavitra-Ring vom Finger und lege ihn an die Stelle der Streugabe. Wasche Hände und Füße. Lege die Schnur links an, wende dich nach Osten und vollziehe Achamana:
oṁ acyutāya namaḥ |
oṁ anantāya namaḥ |
oṁ govindāya namaḥ |
ओं अच्युताय नमः ।
ओं अनन्ताय नमः ।
ओं गोविन्दाय नमः ।
Ehre Acyuta, dem Unvergänglichen; Ehre Ananta, dem Unendlichen; Ehre Govinda. Zu jedem Namen einen kleinen Schluck sauberes Wasser nehmen.
Stecke einen neuen Pavitra-Ring an und sprich:
eko viṣṇur mahad bhūtaṁ pṛthak bhūtāny anekaśaḥ |
trīn lokān vyāpya bhūtātmā bhuṅkte viśvabhug avyayaḥ ||
एको विष्णुर् महद् भूतं पृथक् भूतान्य् अनेकशः ।
त्रीन् लोकान् व्याप्य भूतात्मा भुङ्क्ते विश्वभुग् अव्ययः ॥
Der eine Vishnu ist das große Sein und tritt als die vielen einzelnen Wesen hervor. Als Selbst aller Wesen durchdringt er die drei Welten; unvergänglich trägt und genießt er das All.
9. Den Platz für die abschließende Pinda-Darbringung bereiten
Lege die Schnur rechts an, wende dich nach Süden und richte die vorbereitete Pinda-Vedi-Fläche her. Streue Sesam:
apahatā asurā rakṣāguṁsi vediṣadaḥ ||
अपहता असुरा रक्षागुंसि वेदिषदः ॥
Die störenden Asuras und Rakshasas seien vom Opferplatz ferngehalten.
Zeige ein kleines Kampferlicht in seiner hitzefesten Schale um die Reisgabenstätte:
ye rūpāṇi pratimuñcamānā asurāḥ santaḥ svadhayā caranti |
parāpuro nipuro ye bharanty-agniṣṭāṁllokāt praṇudāty-asmāt ||
ये रूपाणि प्रतिमुञ्चमाना असुराः सन्तः स्वधया चरन्ति ।
परापुरो निपुरो ये भरन्त्य्-अग्निष्टांल्लोकात् प्रणुदात्य्-अस्मात् ॥
Die störenden Kräfte, die wechselnde Gestalten annehmen und sich an der Ahnengabe bewegen, die diesen Ort bedrängen: Agni möge sie aus diesem Bereich fernhalten.
Nimm eine frische Schale mit Wasser, Sandelpaste, Sesam und weißen Blüten in beide Hände. Sprich: „Mein Vater [Name und Gotra], am Ort der Reisgabe deiner heutigen jährlichen Gedenkfeier bringe ich dir reinigendes Wasser dar. Ehre dir.“ Gieße die Hälfte des Wassers auf die Pinda Vedi und stelle die Schale mit dem Rest ab; dies ist Avanejana.
Lege drei Darbha-Halme auf den Platz und bringe darauf die für diese abschließende Pinda-Darbringung vorbereitete Reisgabe dar: „Mein Vater [Name und Gotra], diese Reisgabe gilt dir in deiner jährlichen Gedenkfeier. Svadha.“
Lege die Schnur links an, wende dich nach Osten und vollziehe Achamana:
oṁ acyutāya namaḥ |
oṁ anantāya namaḥ |
oṁ govindāya namaḥ |
ओं अच्युताय नमः ।
ओं अनन्ताय नमः ।
ओं गोविन्दाय नमः ।
Ehre Acyuta, dem Unvergänglichen; Ehre Ananta, dem Unendlichen; Ehre Govinda. Zu jedem Namen einen kleinen Schluck sauberes Wasser nehmen.
eko viṣṇur mahad bhūtaṁ pṛthak bhūtāny anekaśaḥ |
trīn lokān vyāpya bhūtātmā bhuṅkte viśvabhug avyayaḥ ||
एको विष्णुर् महद् भूतं पृथक् भूतान्य् अनेकशः ।
त्रीन् लोकान् व्याप्य भूतात्मा भुङ्क्ते विश्वभुग् अव्ययः ॥
Der eine Vishnu ist das große Sein und tritt als die vielen einzelnen Wesen hervor. Als Selbst aller Wesen durchdringt er die drei Welten; unvergänglich trägt und genießt er das All.
Nimm die zurückgestellte Schale auf. Sprich: „Mein Vater [Name und Gotra], über diese Reisgabe gebe ich dir erneuerndes Wasser. Ehre dir.“ Gieße das restliche Wasser auf den Pinda, Pratyavanejana. Mit der Schnur links wende dich nach Osten und vollziehe Achamana:
oṁ acyutāya namaḥ |
oṁ anantāya namaḥ |
oṁ govindāya namaḥ |
ओं अच्युताय नमः ।
ओं अनन्ताय नमः ।
ओं गोविन्दाय नमः ।
Ehre Acyuta, dem Unvergänglichen; Ehre Ananta, dem Unendlichen; Ehre Govinda. Zu jedem Namen einen kleinen Schluck sauberes Wasser nehmen.
10. Den Pinda bekleiden und die Jahreszeiten grüßen
Lege die Schnur rechts an, wende dich nach Süden und halte den für Sutra Dana vorbereiteten Faden. Sprich und lege ihn auf den Pinda:
namo vaḥ pitaro rasāya namo vaḥ pitaraś śoṣāya |
namo vaḥ pitaro jīvāya namo vaḥ pitaras svadhāyai |
namo vaḥ pitaro ghorāya namo vaḥ pitaro manyave |
namo vaḥ pitaraḥ pitaro namo vo gṛhānnaḥ pitaro data |
sato vaḥ pitaro deṣma oṁ etad vaḥ pitaro vāsa ādatta ||
नमो वः पितरो रसाय नमो वः पितरश् शोषाय ।
नमो वः पितरो जीवाय नमो वः पितरस् स्वधायै ।
नमो वः पितरो घोराय नमो वः पितरो मन्यवे ।
नमो वः पितरः पितरो नमो वो गृहान्नः पितरो दत ।
सतो वः पितरो देष्म ओं एतद् वः पितरो वास आदत्त ॥
Ehre euch, Ahnen, als Lebenssaft und als Kraft des Austrocknens; als Leben und als Ahnengabe; in eurer furchtgebietenden und zürnenden Kraft. Ehre euch, Ahnen. Gebt uns ein Zuhause; aus unserem Besitz wollen wir euch geben. Nehmt dieses Gewand an.
Nenne den Vater: „Mein Vater [Name und Gotra], auf der Reisgabe deiner jährlichen Gedenkfeier gebe ich dir dieses Gewand. Svadha.“ Lege die Schnur links an und grüße die Jahreszeiten:
oṁ vasantāya namaḥ | oṁ ghrīṣmāya namaḥ | oṁ varṣābhyo namaḥ |
oṁ śarade namaḥ | oṁ hemantāya namaḥ | oṁ śiśirāya namaḥ ||
ओं वसन्ताय नमः । ओं घ्रीष्माय नमः । ओं वर्षाभ्यो नमः ।
ओं शरदे नमः । ओं हेमन्ताय नमः । ओं शिशिराय नमः ॥
Ehre dem Frühling, dem Sommer, den Regenzeiten, dem Herbst, dem frühen und dem späten Winter.
11. Um bleibende Nahrung und Großzügigkeit bitten
Lege die Schnur rechts an. Für Akshayyodaka Dana gib zuerst etwas Wasser auf die Reisgabenstätte, dann eine Blüte und dann einige ungebrochene Reiskörner; sprich jeweils:
śivā āpaḥ santu |
saumanasyam astu |
akṣataṁ cāriṣṭam astu ||
शिवा आपः सन्तु ।
सौमनस्यम् अस्तु ।
अक्षतं चारिष्टम् अस्तु ॥
Die Wasser seien heilvoll. Freundliche Gesinnung sei gegenwärtig. Unversehrtheit und Wohlergehen mögen bestehen.
Sprich: „Mein Vater [Name und Gotra], Nahrung, Wasser und alle Gaben dieser jährlichen Gedenkfeier mögen für dich unvergänglich sein.“ Lege die Schnur links an und gieße etwas Wasser auf den Pinda:
oṁ aghorāḥ pitaraḥ santu |
ओं अघोराः पितरः सन्तु ।
Mögen die Ahnen freundlich und ohne Schrecken sein.
Wende dich nach Osten und bete:
gotran no vardhatām | dātāro no 'bhivardhantāṁ |
vedās santatir eva na | śraddhā ca no mā vyagamat |
bahu deyaṁ ca no astu | annaṁ ca no bahu bhaved |
atithīguṁś ca labhemahi | yācitāraś ca nas santu |
mā ca yāciṣma kañcana etā satyā āśiṣas santu ||
गोत्रन् नो वर्धताम् । दातारो नो ऽभिवर्धन्तां ।
वेदास् सन्ततिर् एव न । श्रद्धा च नो मा व्यगमत् ।
बहु देयं च नो अस्तु । अन्नं च नो बहु भवेद् ।
अतिथीगुंश् च लभेमहि । याचितारश् च नस् सन्तु ।
मा च याचिष्म कञ्चन एता सत्या आशिषस् सन्तु ॥
Möge unsere Familie gedeihen; mögen die Gebenden, das Wissen und die Nachkommenschaft wachsen. Das Vertrauen möge uns nicht verlassen. Viel zum Weitergeben und reichlich Nahrung seien vorhanden. Gäste mögen zu uns kommen und Hilfesuchende bei uns Unterstützung finden. Mögen wir selbst niemanden anbetteln müssen. Diese Segenswünsche mögen wahr werden.
Lege die Schnur rechts an und lege drei Darbha-Halme auf den Pinda. Übergieße ihn mit Wasser; dies ist eine der ausdrücklich zugelassenen Flüssigkeiten:
ūrjaṁ vahantīr amṛtaṁ ghṛtaṁ payaḥ kīlālaṁ |
parisrutaggas svadhāstha tarpayata me pitṛn ||
ऊर्जं वहन्तीर् अमृतं घृतं पयः कीलालं ।
परिस्रुतग्गस् स्वधास्थ तर्पयत मे पितृन् ॥
Ihr bringt Kraft, Unsterblichkeitstrank, Butter, Milch und süße Getränke: Als erquickende Ahnengabe sättigt meine Ahnen.
Hebe den Pinda behutsam an und rieche daran. Für seine spätere Übergabe wird hier die vom Handbuch zugelassene Krähenfütterung gewählt. Bewege jetzt das bis dahin unberührte Arghya-Schälchen leicht.
12. Die Dankesgabe überreichen
Lege die Schnur links an und übergib dem leitenden Brahmanen die Dakshina mit der persönlichen Ansage: „Zur Vollendung der jährlichen Gedenkfeier für meinen Vater [Name und Gotra] übergebe ich dir [Name des Empfängers] diese Dankesgabe.“
Fünf Gaben und friedlicher Abschied
13. Die fünf Speisegaben auslegen
Bereite aus dem zurückbehaltenen gekochten Reis fünf kleine Gaben auf fünf Blättern. Die fünf Balis folgen dem im Handbuch ausdrücklich genannten Abschnitt Pancha Bali Prayoga. Die Gaben werden an geeigneten, zugänglichen Plätzen ausgelegt, an denen weder Gefäße noch Verpackungen zurückbleiben.
Für Go Bali liegt die Schnur links. Lege die erste Gabe außerhalb des Ritualkreises auf der Westseite nieder:
saurabheyya sarva-hitāḥ pavitrāḥ puṇyā-rāśayaḥ |
pratigṛhṇantu me grāsaṁ gāvas trailokya mātaraḥ || idaṁ gobhyo namaḥ |
सौरभेय्य सर्व-हिताः पवित्राः पुण्या-राशयः ।
प्रतिगृह्णन्तु मे ग्रासं गावस् त्रैलोक्य मातरः ॥ इदं गोभ्यो नमः ।
Die von Surabhi herkommenden, allen wohltuenden und heiligen Kühe, Mütter der drei Welten, mögen diese Speise annehmen. Dies gilt den Kühen; Verehrung ihnen.
Für Shvana Bali lege die Schnur als Nivita um den Hals und lege die zweite Gabe nieder:
dvau śvānau śyāma-śabalau vaivasvata kulodbhavau |
tābhyām annaṁ prayacchāmi syātām etāvahiṁsakau || idaṁ śvabhyāṁ namaḥ |
द्वौ श्वानौ श्याम-शबलौ वैवस्वत कुलोद्भवौ ।
ताभ्याम् अन्नं प्रयच्छामि स्याताम् एतावहिंसकौ ॥ इदं श्वभ्यां नमः ।
Den beiden Hunden, dem dunklen und dem gefleckten, die zu Vaivasvata gehören, gebe ich Nahrung. Mögen beide friedlich sein. Dies gilt den beiden Hunden; Verehrung ihnen.
Für Kaka Bali liegt die Schnur rechts. Lege die dritte Gabe für Krähen nieder:
endrāvaruṇa vāyavyā yāmyā vai nairṛtās tathā |
vāyasāḥ pratigṛhṇantu bhūmau piṇḍaṁ mayojjhatam ||
idaṁ annaṁ vāyasebhyo na mama ||
एन्द्रावरुण वायव्या याम्या वै नैरृतास् तथा ।
वायसाः प्रतिगृह्णन्तु भूमौ पिण्डं मयोज्झतम् ॥
इदं अन्नं वायसेभ्यो न मम ॥
Mögen die Krähen der Richtungen Indras, Varunas, Vayus, Yamas und Nirritis die Reisgabe annehmen, die ich auf die Erde gelegt habe. Diese Speise gehört den Krähen, nicht mir.
Für Devadi Bali liegt die Schnur links. Lege die vierte Gabe nieder:
devā manuṣyāḥ paśavo-vayāṁsi siddhāḥ sa-yakṣo-raga daitya saṅghāḥ |
pretāḥ piśācās taravaḥ samastā ye cānnam icchanti mayā pradattam ||
idaṁ annaṁ devādibhyo na mama ||
देवा मनुष्याः पशवो-वयांसि सिद्धाः स-यक्षो-रग दैत्य सङ्घाः ।
प्रेताः पिशाचास् तरवः समस्ता ये चान्नम् इच्छन्ति मया प्रदत्तम् ॥
इदं अन्नं देवादिभ्यो न मम ॥
Gottheiten, Menschen, Tiere und Vögel, Vollendete, Yakshas, Schlangenwesen und Daityas, Verstorbene, unstete Wesen und Bäume: Alle, die Nahrung wünschen, mögen an meiner Gabe teilhaben. Diese Speise gehört ihnen, nicht mir.
Für Pipilikadi Bali bleibt die Schnur links. Lege die fünfte kleine Gabe für Ameisen und andere kleine Lebewesen nieder:
pipīlikāḥ kīṭa pataṅgakādyā bubhukṣitāḥ karma nibandha baddhāḥ |
teṣāṁ hi tṛptyartham idaṁ mayānnaṁ tebhyo visṛṣṭaṁ sukhino bhavantu ||
idaṁ annaṁ pipīlikādibhyo na mama ||
पिपीलिकाः कीट पतङ्गकाद्या बुभुक्षिताः कर्म निबन्ध बद्धाः ।
तेषां हि तृप्त्यर्थम् इदं मयान्नं तेभ्यो विसृष्टं सुखिनो भवन्तु ॥
इदं अन्नं पिपीलिकादिभ्यो न मम ॥
Ameisen, Insekten, geflügelte kleine Wesen und andere Hungrige, durch die Bedingungen des Karma gebunden: Zu ihrer Sättigung gebe ich diese Nahrung frei. Mögen sie glücklich sein. Diese Speise gehört ihnen, nicht mir.
14. Die Ahnen verabschieden und die Lampe löschen
Lege die Schnur rechts an, wende dich nach Süden und sprich die Verabschiedung:
oṁ abhiramyatām ||
ओं अभिरम्यताम् ॥
Möget ihr in Frieden und Freude verweilen.
Lege die Schnur links an, bleibe nach Süden gewandt und vollziehe Achamana:
oṁ acyutāya namaḥ |
oṁ anantāya namaḥ |
oṁ govindāya namaḥ |
ओं अच्युताय नमः ।
ओं अनन्ताय नमः ।
ओं गोविन्दाय नमः ।
Ehre Acyuta, dem Unvergänglichen; Ehre Ananta, dem Unendlichen; Ehre Govinda. Zu jedem Namen einen kleinen Schluck sauberes Wasser nehmen.
Sprich den folgenden Vers dreimal:
devatābhyaḥ pitṛbhyaśca mahāyogibhya eva ca |
namas svāhāyai svadhāyai nityam eva namo namaḥ ||
देवताभ्यः पितृभ्यश्च महायोगिभ्य एव च ।
नमस् स्वाहायै स्वधायै नित्यम् एव नमो नमः ॥
Ehre den Gottheiten, den Ahnen und den großen Yogis. Ehre Svadha und Svaha, den heiligen Gabenrufen; immer wieder Verehrung.
Lege die Schnur rechts an und lösche nach Süden gewandt die Schutzlampe. Lege die Schnur wieder links an und vollziehe nach Süden gewandt Achamana:
oṁ acyutāya namaḥ |
oṁ anantāya namaḥ |
oṁ govindāya namaḥ |
ओं अच्युताय नमः ।
ओं अनन्ताय नमः ।
ओं गोविन्दाय नमः ।
Ehre Acyuta, dem Unvergänglichen; Ehre Ananta, dem Unendlichen; Ehre Govinda. Zu jedem Namen einen kleinen Schluck sauberes Wasser nehmen.
anena kṛta sāṁvatsarika ekoddiṣṭa śrāddhena pitṛ-rūpī janardanaḥ prīyatāṁ na mama |
अनेन कृत सांवत्सरिक एकोद्दिष्ट श्राद्धेन पितृ-रूपी जनर्दनः प्रीयतां न मम ।
Durch diese jährliche Ekoddishta-Ahnenfeier möge Janardana in der Gestalt der Ahnen erfreut sein. Die Handlung gehört nicht mir.
Sprich die abschließenden Gebete an Vishnu, Krishna und Shiva:
pramādāt kurvitam karma pracyavetādhvareṣu yat |
smaraṇād eva tad viṣṇoḥ saṁpūrṇa syāt iti śrutiḥ ||
प्रमादात् कुर्वितम् कर्म प्रच्यवेताध्वरेषु यत् ।
स्मरणाद् एव तद् विष्णोः संपूर्ण स्यात् इति श्रुतिः ॥
Was bei einer heiligen Handlung durch Unachtsamkeit unvollkommen wird, gelangt durch das Gedenken an Vishnu zur Vollständigkeit, so lehrt die Überlieferung.
prāyaścitta anya śeṣāṇi tapaḥ karmātma kāni vai |
yāni teṣām aśeṣāṇāṁ kṛṣṇa anusmaraṇaṁ param ||
प्रायश्चित्त अन्य शेषाणि तपः कर्मात्म कानि वै ।
यानि तेषाम् अशेषाणां कृष्ण अनुस्मरणं परम् ॥
Unter den Handlungen der Wiedergutmachung und der geistigen Disziplin gilt das Gedenken an Krishna als die höchste heilende Ergänzung.
yasya smṛtyā ca nāmoktyā tapo yajña kriyādiṣu |
nyūnam saṁpūrṇatāṁ yāti sado vande tam acyutam ||
यस्य स्मृत्या च नामोक्त्या तपो यज्ञ क्रियादिषु ।
न्यूनम् संपूर्णतां याति सदो वन्दे तम् अच्युतम् ॥
Ich verehre Acyuta: Durch sein Gedenken und das Sprechen seines Namens gelangt das Unvollkommene in geistiger Übung, Opfer und Handlung zur Fülle.
yat pāda paṅkaja smaraṇād yasya nāma japād api |
nyūnam karma bhavet pūrṇaṁ taṁ vande sāṁbam īśvaram ||
यत् पाद पङ्कज स्मरणाद् यस्य नाम जपाद् अपि ।
न्यूनम् कर्म भवेत् पूर्णं तं वन्दे सांबम् ईश्वरम् ॥
Durch das Gedenken an seine Lotusfüße und das Wiederholen seines Namens wird eine unvollkommene Handlung vollständig: Ich verehre den Herrn Shiva mit Amba.
oṁ viṣṇave namaḥ | oṁ viṣṇave namaḥ | oṁ viṣṇave namaḥ |
oṁ sāṁba-sadā-śivāya namaḥ | oṁ sāṁba-sadā-śivāya namaḥ | oṁ sāṁba-sadā-śivāya namaḥ |
ओं विष्णवे नमः । ओं विष्णवे नमः । ओं विष्णवे नमः ।
ओं सांब-सदा-शिवाय नमः । ओं सांब-सदा-शिवाय नमः । ओं सांब-सदा-शिवाय नमः ।
Dreimal Verehrung Vishnu, dreimal Verehrung Sadashiva mit Amba.
Bitte die anwesende Ritualleitung auf Deutsch: „Verehrte Anwesende, trotz möglicher Lücken bei Rezitation, Gaben oder Ausführung möge die heute vollzogene jährliche Gedenkfeier meines Vaters als aufrichtig und vollständig angenommen sein. Segnet sie mit eurem Wohlwollen.“ Die Antwort lautet:
tathāstu ||
तथास्तु ॥
So möge es sein.
Übergib die dafür vorgesehene Reisgabe an einem geeigneten Ort den Krähen. Die übrigen Speisegaben werden nach dem zuvor mit der Ritualleitung vereinbarten Brauch versorgt; die Gefäße werden gereinigt. Eine stille Erinnerung an eine konkrete Geste der Güte des Vaters kann den persönlichen Abschluss bilden. Was er an Zuwendung gab, kann in der eigenen Großzügigkeit weiterleben.
Die kurze Achamana-Ausführung folgt ergänzend dem Puja Sangraha, S. 3 (Volltext). Die fünf Bali-Gaben sind nach der ausdrücklichen Verweisung des Hauptabschnitts aus S. 27 desselben Shraddha-Handbuchs vollständig eingefügt. In der Bitte nach der Speisegabe wird prasādataḥ, „durch das Wohlwollen“, gemäß dem gedruckten Devanagari gelesen. Die übrigen ungewöhnlichen Lesungen der IAST-Fassung bleiben im Wesentlichen erhalten; vedische Tonzeichen sind nicht abgebildet.
Quelle
- Sri Rama Ramanuja Acharya: Shraddha Prayoga Sangraha; Abschnitt 4: Sāṁvatsarika Ekoddiṣṭha Śrāddha, S. 30–43; Pancha Bali gemäß ausdrücklicher Verweisung aus S. 27; erlaubte Durchführung ohne Bhokta. Volltext.
Seminare
- 20.12.2026 - 20.12.2026 Gita Jayanti
Die Bhagavad Gita hat Geburtstag. Immer Ende November bis Mitte Dezember, abhängig von der Mondphase, wird Gita Jayanti gefeiert. Wir wollen den Geburt…- Vani Devi Beldzik
- 26.12.2026 - 02.01.2027 Indische Rituale Ausbildung
Du interessierst dich für indische Rituale? Du hast die einzigartige Gelegenheit, in dieser Rituale Ausbildung bei Yoga Vidya die kleine Puja, große P…- Sukadev Bretz, Shankari Winkelbauer