Krishna Homa

Aus Yogawiki

Krishna Homa widmet die Feuerverehrung Krishna als göttlichem Freund und Geliebten des Herzens. Im Mittelpunkt steht der Krishna-Mantra mit den Keimsilben hrīṃ, śrīṃ und klīṃ. Diese Kombination ist im Purohita-Handbuch ausdrücklich als Homa-Hauptmantra genannt. Die hier beschriebene abgeschlossene Feier verwendet dafür die Homa-Grundform derselben Tradition; sie eignet sich für eine gemeinsame Krishna-Andacht und für die Vertiefung von Liebe und Hingabe.

Vorbereitung und Materialien

Eine geeignete Feuerschale auf feuerfestem Untergrund aufstellen. Trockenes unbehandeltes Holz, gegebenenfalls die in der Tradition verwendeten gereinigten Kuhdungfladen, Anzündmaterial, Streichhölzer, einen langen Opferlöffel sowie Kokosfett bereitstellen. In der Yoga-Vidya-Praxis wird dieses feste Fett „Kokos-Ghee“ genannt; traditionell kann auch Ghee verwendet werden. Das Fett vor der Gabe bei Bedarf vorsichtig verflüssigen. Wasser und Löffel für Achamana, Asche, Sandelholzpaste, Kumkum, Blüten, Räucherwerk, Lampe und Prasad bereithalten.

Die Ritualleitung führt die Rezitation; eine Assistenz kann Feuer und Material betreuen. Die Feuerstelle braucht ausreichenden Abstand zu brennbaren Gegenständen, einen zugfreien und gut belüfteten Platz und eine geeignete Löschmöglichkeit. Nur kleine, kontrollierte Gaben verwenden. Das Feuer bis zum vollständigen Erlöschen beaufsichtigen. Bei einer Gruppe vorab erklären, wer wann an die Feuerstelle tritt und wie der Löffel übergeben wird.

Vollständiger Ablauf

1. Einstimmen und dreimal Om

Die Ritualleitung verneigt sich vor dem Altar. Eine Assistenz kann die Glocke läuten und, wenn vorhanden, das Muschelhorn blasen. Alle singen gemeinsam:

oṃ oṃ oṃ

Übersetzung: Om, der heilige Urklang; dreimal zur Sammlung gesungen.

2. Achamana – innere und äußere Reinigung

Für Achamana mit dem Löffel jeweils eine kleine Menge Trinkwasser in die rechte Hand geben. Die Ritualleitung spricht die folgenden Anrufungen und führt die jeweils beschriebene Handlung aus. Die Geste macht die innere Ausrichtung auch körperlich erfahrbar.

Einen kleinen Schluck aus der rechten Hand trinken.

oṃ keśavāya namaḥ

Übersetzung: Verehrung Keshava.

Einen kleinen Schluck aus der rechten Hand trinken.

oṃ acyutāya namaḥ

Übersetzung: Verehrung Achyuta, dem Unvergänglichen.

Einen kleinen Schluck trinken; danach mit der Hand über den Scheitel, das Sahasrara Chakra, streichen.

oṃ anantāya namaḥ

Übersetzung: Verehrung Ananta, dem Unendlichen.

Wasser in die rechte Hand geben und nach oben und unten sprenkeln.

oṃ govindāya namaḥ

Übersetzung: Verehrung Govinda.

Wasser in die rechte Hand geben und in die vier Himmelsrichtungen sprenkeln.

oṃ nārāyaṇāya namaḥ

Übersetzung: Verehrung Narayana.

Nochmals etwas Wasser in die rechte Hand geben, die Hand über dem Kopf kreisen lassen und anschließend mit den Fingern schnippen. Dazu das Gebet an die heiligen Flüsse sprechen:

oṃ gaṅge ca yamune caiva godāvari sarasvati /
narmade sindhu kāveri namas tubhyaṃ namo namaḥ //

Übersetzung: O Ganga, Yamuna, Godavari, Saraswati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Verehrung euch, immer wieder Verehrung.

3. Tilaka – die heiligen Zeichen auftragen

Beim Tilaka zuerst mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger der rechten Hand drei Streifen Asche auf die Stirn auftragen:

oṃ tatpuruṣāya vidmahe mahādevāya dhīmahi /
tan no rudraḥ pracodayāt //

Übersetzung: Om. Wir wollen jenes höchste Wesen erkennen und über den großen Gott meditieren. Möge Rudra unseren Geist anregen und erleuchten.

Mit dem rechten Ringfinger etwas Sandelholzpaste zwischen den Augenbrauen auftragen, am Ajna Chakra:

oṃ gandha-dvārāṃ durādharṣāṃ nitya-puṣṭāṃ karīṣiṇīm /
īśvarīṃ sarva-bhūtānāṃ tām ihopahvaye śriyam //
gandhān dhārayāmi

Übersetzung: Ich rufe hier Shri, die Herrin aller Wesen, herbei: durch Duft zugänglich, unüberwindlich, stets genährt und Fruchtbarkeit spendend. Ich trage die duftende Gabe auf.

Mit dem rechten Ringfinger einen Punkt Kumkum auf die Sandelholzpaste setzen:

oṃ aiṃ tripurā-devyai ca vidmahe klīṃ kāmeśvaryai ca dhīmahi /
sauṃ tan naḥ klinne pracodayāt //

Übersetzung: Om. Mit den Keimsilben aiṃ, klīṃ und sauṃ verehren wir Tripura Devi und meditieren über Kameshvari. Möge die von göttlicher Liebe erfüllte Göttin unseren Geist anregen. Die Keimsilben sind heilige Laute und werden nicht wie gewöhnliche Wörter übersetzt.

4. Avahana – Gottheiten und Lehrer begrüßen

Zur Avahana die Glocke läuten und zu jeder der folgenden Anrufungen eine Blüte darbringen. Die Anrufung öffnet die Verehrung für die verschiedenen göttlichen Kräfte und die Lehrer der Sivananda Tradition.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ

Übersetzung: Verehrung Ganesha, dem Herrn der Scharen.

oṃ śaravaṇabhavāya namaḥ

Übersetzung: Verehrung Subrahmanya, dem im Schilfwald Geborenen.

oṃ aiṃ sarasvatyai namaḥ

Übersetzung: Verehrung Saraswati, mit der Keimsilbe aiṃ.

oṃ guṃ gurubhyo namaḥ

Übersetzung: Verehrung den spirituellen Lehrern, mit der Keimsilbe guṃ.

oṃ namo bhagavate śivānandāya

Übersetzung: Verehrung dem erhabenen Swami Sivananda.

oṃ namo bhagavate viṣṇu-devānandāya

Übersetzung: Verehrung dem erhabenen Swami Vishnudevananda.

oṃ ādi-śaktyai namaḥ

Übersetzung: Verehrung der ursprünglichen göttlichen Kraft, Adi Shakti.

5. Dhyana und Sankalpa

Ein bis zwei Minuten in Meditation sitzen. Sich an die Gegenwart des Göttlichen erinnern und einen klaren, wohlwollenden Entschluss fassen. Das Anliegen innerlich formulieren und den Segen der Handlung allen Wesen widmen.

6. Agni anrufen und das Feuer entzünden

Das folgende Mantra fünfmal sprechen:

oṃ agnaye namaḥ

Übersetzung: Verehrung Agni, dem göttlichen Feuer.

hrīṃ vahni-mūrtaye namaḥ

Übersetzung: Mit der Keimsilbe hrīṃ: Verehrung der Gestalt des Feuers.

vaṃ vahni-caitanyāya namaḥ

Übersetzung: Mit der Keimsilbe vaṃ: Verehrung dem Bewusstsein des Feuers.

Das Anzündmaterial an einer vorbereiteten Flamme entzünden und in die Feuerschale legen. Dabei dreimal die Feuer-Keimsilbe sprechen:

raṃ raṃ raṃ

Übersetzung: Dreimal die Keimsilbe raṃ, die hier das Feuer anruft.

oṃ cit piṅgala hana hana daha daha paca paca sarvaṃ jñāpaya svāhā

Übersetzung: Om, Bewusstseinsfeuer, goldbraun Leuchtender: Zerschlage, verbrenne und verwandle; lass alles erkannt werden. Svaha: Diese Gabe sei dargebracht. Die kraftvollen Verben werden in dieser Praxis auf Unwissenheit und innere Begrenzungen bezogen.

oṃ agniṃ prajvalitaṃ vande jātavedaṃ hutāśanam /
suvarṇa-varṇam amalaṃ samiddhaṃ viśvato-mukham //

Übersetzung: Ich verehre das entflammte Feuer, Jatavedas, den Verzehrer der Opfergaben: goldfarben, rein, hell entfacht, mit Gesichtern nach allen Richtungen.

7. Einleitende Ahutis

Zu jedem svāhā einen kleinen Löffel Fett in die Flamme geben. Die Gaben werden dem innerlich vorgestellten rechten, linken und dritten Auge sowie dem Mund Agnis zugewendet.

oṃ agnaye svāhā

Übersetzung: Darbringung an Agni.

oṃ somāya svāhā

Übersetzung: Darbringung an Soma.

oṃ agni-ṣomābhyāṃ svāhā

Übersetzung: Darbringung an Agni und Soma.

oṃ agnaye sviṣṭakṛte svāhā

Übersetzung: Darbringung an Agni, der das Opfer zum guten Abschluss bringt.

Den folgenden Vers zweimal mit je einer Gabe sprechen:

oṃ vaiśvānara jātavedaḥ ihā vaha lohitākṣa /
sarva-karmāṇi sādhaya svāhā //

Übersetzung: Om, Vaishvanara, Jatavedas, Rotäugiger: Bringe hierher und lass alle rituellen Handlungen gelingen. Diese Gabe sei dargebracht.

Anschließend dreimal mit je einer Gabe:

oṃ mahā-gaṇapataye svāhā

Übersetzung: Diese Gabe gilt dem großen Ganapati, Ganesha.

8. Ganesha und Krishna

3-mal rezitieren; bei jedem svāhā eine kleine Gabe in die Flamme geben.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ /
svāhā //

Übersetzung: Verehrung Ganesha. Svaha bezeichnet die Hingabe der Gabe ins Feuer.

Vor Beginn 27, 54 oder 108 Wiederholungen oder eine gemeinsam vereinbarte Zeit wählen. Krishna innerlich als Gegenwart von Liebe und Freude vergegenwärtigen. Alle rezitieren; bei jedem svāhā erfolgt eine kleine Gabe:

oṃ hrīṃ śrīṃ klīṃ kṛṣṇāya govindāya gopī-jana-vallabhāya svāhā

Übersetzung: Mit den Keimsilben hrīṃ, śrīṃ und klīṃ gilt diese Darbringung Krishna, Govinda, dem Geliebten der Gopis.

Die Bitte darf sich auf liebevolle Beziehungen, das Öffnen des Herzens und die spirituelle Entwicklung richten. Auch persönliche Anliegen können still dargebracht werden.

9. Segenswünsche und Stille

Dreimal sprechen und den Segen der ganzen Menschheit und allen Lebewesen widmen:

lokāḥ samastāḥ sukhino bhavantu

Übersetzung: Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.

Ein bis zwei Minuten still werden und den eingangs gefassten Sankalpa erneut vergegenwärtigen.

10. Kshama – die Unvollkommenheit hingeben

yad akṣaraṃ paribhraṣṭaṃ mātrā-hīnaṃ ca yad bhavet /
pūrṇaṃ bhavatu tat sarvaṃ tvat-prasādān maheśvari //
mantra-hīnaṃ kriyā-hīnaṃ bhakti-hīnaṃ sureśvari /
yat pūjitaṃ mayā devi paripūrṇaṃ tad astu me //

Übersetzung: Was an Silben entfallen ist oder an richtiger Lautdauer fehlt: Möge durch deine Gnade alles vollständig werden, große Herrin. Was ich verehrt habe, obwohl es an Mantra, Handlung oder Hingabe mangelte, möge durch dich vollkommen sein, Göttin und Herrin der Götter.

11. Räucherwerk, Licht und Speise darbringen

Für Dhupa Räucherwerk entzünden und im Uhrzeigersinn vor dem Altar schwenken. Dazu die Glocke läuten.

dhūpaṃ samarpayāmi

Übersetzung: Ich bringe Räucherwerk dar.

Für Dipa eine Kerze oder Öllampe ebenso schwenken und anschließend sicher abstellen.

dīpaṃ samarpayāmi

Übersetzung: Ich bringe Licht dar.

Die Prasad-Schale vor den Altar stellen. Für Naivedya mit einer Blüte oder der rechten Hand etwas Wasser über die Speise sprenkeln und dazu den Gayatri-Mantra dreimal sprechen.

oṃ bhūr bhuvaḥ svaḥ /
tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi /
dhiyo yo naḥ pracodayāt //

Übersetzung: Om. Erde, Zwischenraum und Himmelswelt. Wir meditieren über den verehrungswürdigen Glanz des göttlichen Savitar. Möge er unsere Einsicht anregen und erleuchten.

Ein oder mehrere Stücke der Speise auf einem eigenen Teller am Altar darbringen; der Rest wird nach der Feier geteilt.

12. Arati

Die brennende Lampe vor dem Altar im Uhrzeigersinn schwenken. Alle stehen, soweit dies möglich ist. Glocke und Muschelhorn können die Arati begleiten.

oṃ rājādhirājāya prasahya-sāhine namo vayaṃ vaiśravaṇāya kurmahe /
sa me kāmān kāma-kāmāya mahyaṃ kāmeśvaro vaiśravaṇo dadātu /
kuberāya vaiśravaṇāya mahā-rājāya namaḥ //

Übersetzung: Wir erweisen Vaishravana Verehrung, dem König der Könige, dessen Kraft überwindet. Möge Vaishravana, Herr der Wünsche, mir die ersehnten Gaben gewähren. Verehrung dem großen König Kubera Vaishravana.

oṃ na tatra sūryo bhāti na candra-tārakaṃ nemā vidyuto bhānti kuto 'yam agniḥ /
tam eva bhāntam anubhāti sarvaṃ tasya bhāsā sarvam idaṃ vibhāti //

Übersetzung: Dort leuchtet weder die Sonne noch Mond und Sterne, auch diese Blitze nicht – wie dann dieses Feuer? Alles leuchtet, indem es seinem Leuchten folgt; durch sein Licht erstrahlt dies alles.

oṃ gaṅge ca yamune caiva godāvari sarasvati /
narmade sindhu kāveri namas tubhyaṃ namo namaḥ //

Übersetzung: O Ganga, Yamuna, Godavari, Saraswati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Verehrung euch, immer wieder Verehrung.

Die Lichtkraft dreimal symbolisch dem Altar zuwenden. Anschließend das Licht den Anwesenden reichen; sie führen ihre Hände mit Abstand über die Flamme und streichen deren Wärme über Kopf oder Gesicht. Danach die Lampe sicher abstellen.

13. Widmung

tvam eva mātā ca pitā tvam eva /
tvam eva bandhuś ca sakhā tvam eva /
tvam eva vidyā draviṇaṃ tvam eva /
tvam eva sarvaṃ mama deva-deva //

Übersetzung: Du allein bist Mutter und Vater; du bist Verwandter und Freund. Du bist Wissen und Reichtum; du bist mein Alles, o Gott der Götter.

kāyena vācā manasendriyair vā buddhyātmanā vā prakṛteḥ svabhāvāt /
karomi yad yat sakalaṃ parasmai nārāyaṇāyeti samarpayāmi //

Übersetzung: Was immer ich mit Körper, Sprache, Geist und Sinnen, mit Vernunft und innerem Wesen oder aus meiner natürlichen Veranlagung heraus tue: All dies bringe ich dem höchsten Narayana dar.

sarva-dharmān parityajya mām ekaṃ śaraṇaṃ vraja /
ahaṃ tvā sarva-pāpebhyo mokṣayiṣyāmi mā śucaḥ //

Übersetzung: Lass alle Pflichten los und nimm allein bei mir Zuflucht. Ich werde dich von allen Verfehlungen befreien; sorge dich nicht. Diese Worte Krishnas stammen aus der Bhagavad Gita, Vers 18.66.

Verneigen, das Prasad teilen und noch etwas in Stille verweilen. Die betreuende Person bleibt bei der Feuerstelle, bis keine Flamme und keine gefährliche Glut mehr vorhanden ist. Asche erst nach dem vollständigen Erkalten berühren oder wegräumen.

Siehe auch

Quellen

  • Yoga Vidya Purohita Handbuch, 3. erweiterte Auflage, Januar 2025, Teil 2: Durchführung von allgemeinen Ritualen, Abschnitt „Homa“.
  • Yoga Vidya Purohita Handbuch, 3. erweiterte Auflage, Januar 2025, Teil 2: Durchführung von allgemeinen Ritualen. Abschnitt „Großer 108 Stunden Yajna“, dort genannte Krishna-Hauptrezitation.

Rezitationen in Devanagari

Die folgenden Texte entsprechen den ausgeschriebenen IAST-Rezitationen der Anleitung. Wiederholungszahlen und gleichzeitige Handlungen stehen beim jeweiligen Ritualschritt. Die Schriftübertragung enthält keine zusätzlichen vedischen Tonzeichen.

Om

ॐ ॐ ॐ

Achamana: Keshava

ॐ केशवाय नमः

Achamana: Achyuta, dem Unvergänglichen

ॐ अच्युताय नमः

Achamana: Ananta, dem Unendlichen

ॐ अनन्ताय नमः

Achamana: Govinda

ॐ गोविन्दाय नमः

Achamana: Narayana

ॐ नारायणाय नमः

Flussgebet

ॐ गङ्गे च यमुने चैव गोदावरि सरस्वति /
नर्मदे सिन्धु कावेरि नमस् तुभ्यं नमो नमः //

Shiva Gayatri

ॐ तत्पुरुषाय विद्महे महादेवाय धीमहि /
तन् नो रुद्रः प्रचोदयात् //

Sandelholzgebet

ॐ गन्ध-द्वारां दुराधर्षां नित्य-पुष्टां करीषिणीम् /
ईश्वरीं सर्व-भूतानां ताम् इहोपह्वये श्रियम् //
गन्धान् धारयामि

Tripura Gayatri

ॐ ऐं त्रिपुरा-देव्यै च विद्महे क्लीं कामेश्वर्यै च धीमहि /
सौं तन् नः क्लिन्ने प्रचोदयात् //

Anrufung 1

ॐ गं गणपतये नमः

Anrufung 2

ॐ शरवणभवाय नमः

Anrufung 3

ॐ ऐं सरस्वत्यै नमः

Anrufung 4

ॐ गुं गुरुभ्यो नमः

Anrufung 5

ॐ नमो भगवते शिवानन्दाय

Anrufung 6

ॐ नमो भगवते विष्णु-देवानन्दाय

Anrufung 7

ॐ आदि-शक्त्यै नमः

Agni

ॐ अग्नये नमः

Feuergestalt

ह्रीं वह्नि-मूर्तये नमः

Feuerbewusstsein

वं वह्नि-चैतन्याय नमः

Feuerbija

रं रं रं

Cit Pingala

ॐ चित् पिङ्गल हन हन दह दह पच पच सर्वं ज्ञापय स्वाहा

Agni Lobpreis

ॐ अग्निं प्रज्वलितं वन्दे जातवेदं हुताशनम् /
सुवर्ण-वर्णम् अमलं समिद्धं विश्वतो-मुखम् //

Rechtes Auge

ॐ अग्नये स्वाहा

Linkes Auge

ॐ सोमाय स्वाहा

Drittes Auge

ॐ अग्नि-षोमाभ्यां स्वाहा

Mund

ॐ अग्नये स्विष्टकृते स्वाहा

Vaishvanara

ॐ वैश्वानर जातवेदः इहा वह लोहिताक्ष /
सर्व-कर्माणि साधय स्वाहा //

Maha Ganapati

ॐ महा-गणपतये स्वाहा

Ganesha – Feuergabe

ॐ गं गणपतये नमः /
स्वाहा //

Krishna Liebe – Feuergabe

ॐ ह्रीं श्रीं क्लीं कृष्णाय गोविन्दाय गोपी-जन-वल्लभाय स्वाहा

Lokah Samastah

लोकाः समस्ताः सुखिनो भवन्तु

Kshama Devi

यद् अक्षरं परिभ्रष्टं मात्रा-हीनं च यद् भवेत् /
पूर्णं भवतु तत् सर्वं त्वत्-प्रसादान् महेश्वरि //
मन्त्र-हीनं क्रिया-हीनं भक्ति-हीनं सुरेश्वरि /
यत् पूजितं मया देवि परिपूर्णं तद् अस्तु मे //

Duftgabe

धूपं समर्पयामि

Lichtgabe

दीपं समर्पयामि

Gayatri

ॐ भूर् भुवः स्वः /
तत् सवितुर् वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि /
धियो यो नः प्रचोदयात् //

Rajadhirajaya

ॐ राजाधिराजाय प्रसह्य-साहिने नमो वयं वैश्रवणाय कुर्महे /
स मे कामान् काम-कामाय मह्यं कामेश्वरो वैश्रवणो ददातु /
कुबेराय वैश्रवणाय महा-राजाय नमः //

Na Tatra Suryo

ॐ न तत्र सूर्यो भाति न चन्द्र-तारकं नेमा विद्युतो भान्ति कुतो ऽयम् अग्निः /
तम् एव भान्तम् अनुभाति सर्वं तस्य भासा सर्वम् इदं विभाति //

Tvam Eva

त्वम् एव माता च पिता त्वम् एव /
त्वम् एव बन्धुश् च सखा त्वम् एव /
त्वम् एव विद्या द्रविणं त्वम् एव /
त्वम् एव सर्वं मम देव-देव //

Kayena Vacha

कायेन वाचा मनसेन्द्रियैर् वा बुद्ध्यात्मना वा प्रकृतेः स्वभावात् /
करोमि यद् यत् सकलं परस्मै नारायणायेति समर्पयामि //

Sarva Dharman

सर्व-धर्मान् परित्यज्य माम् एकं शरणं व्रज /
अहं त्वा सर्व-पापेभ्यो मोक्षयिष्यामि मा शुचः //