Faravahar

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Faravahar, das Symbol des Zoroastrismus, ist der menschliche Geist, der bereits vor der Geburt eines Menschen existiert. Man kann sagen, dass der menschliche Geist bereits vor der Geburt des Menschen existierte und dass er auch nach seinem Tod weiterhin existieren wird. Es ist wichtig zu wissen, dass Faravahar nicht mit Ahura Mazda verwechselt werden sollte.

Faravahar in Persepolis

Zarathustra sagt: "Oh Mazda, als ich dich mit meiner Weisheit und meiner Vermutung suchte und versuchte Dich mit den Augen meines Herzens zu finden, da stellte ich fest, dass Du der Anfang und das Ende von allem bist, Du bist die Quelle der Weisheit und der Reflektion, und Du bist der Schöpfer der Wahrhaftigkeit und Reinheit, das Recht und die Gerechtigkeit für alles menschliche Verhalten. Aufgrund der Tatsache, dass die Figur des Faravahars sowohl "Sepanta Minu", das göttliche Symbol, und "Ankareh Minu" das Symbol der Bösartigkeit verkörpert, so scheint man zu glauben, dass Ahura Mazda und Ankareh Minu gegeneinander kämpfen.

Symbol

Faravahar Symbol in einem Feuertempel (Atashkadeh) in Yazd, Iran, Copyright

Faravahars Gesicht ähnelt dem Gesicht eines menschlichen Wesens und zeigt daher seine Verbindung zur Menschheit. Auf dem Bild gibt es zwei Flügel auf zwei Seiten, die drei Hauptfedern haben. Diese Hauptfedern verkörpern drei Symbole, das der "guten Reflektion", "gute Worte" und "gute Taten", die gleichzeitig das Motiv für Fortschritt verkörpern. Der untere Teil von Faravahar besteht aus drei Teilen, der die "negative Reflektion", "schlechte Worte" und "schlechte Taten" repräsentiert, wodurch Not und Unglück beim Menschen verursacht werden. An beiden Seiten des Faravahar gibt es zwei Spiralen, die "Sepanta Minu" und "Ankareh Minu" repräsentieren.

Der Erste richtet sich zum Gesicht aus und der Letztere kommt am Rücken zum Vorschein. Das deutet auch darauf hin, dass wir im Guten vorangehen und uns vom Schlechten abwenden sollten. In der Mitte von Faravahars Stamm befindet sich ein Kreis. Dieses Symbol weist darauf hin, dass unser Geist unsterblich ist, weder ohne Anfang noch ohne Ende. Die eine Hand von Faravahar zeigt aufwärts, was bedeutet, dass wir uns für unser Wachstum einsetzen müssen. Die andere Hand hält einen Ring. Einige Textausleger betrachten ihn als Bündnissring, welcher Loyalität und Treue repräsentiert, was die Basis von Zarathustras Philosophie ist. Im Zoroastrianismus verkörpert der Faravahar oder der menschliche Geist zwei entgegenesetzte Pole von Gut und Böse.

Der Faravahar ist ein klarer Indikator der Zarathustra Philosophie, dass jeder versuchen sollte, seine Sepanta Minu (positive Kraft) zu fördern und seine Ankareh Minu (negative Kraft) zu unterdrücken. Als Ergebnis eines solchen spirituellen Kampfes zwischen Gut und Böse (nach Gutem streben und das Böse vermeidend), wird jeder in der Lage sein, in allen Lebenslagen das Beste zum Erblühen zu bringen.

Da der Bündnisring, der im Zentrum des Faravahrs zu sehen ist, der das Symbol des unsterblichen Geistes darstellt, kann man sagen, dass mehr Menschen versuchen, ihren Faravahar zu fördern und mehr mit erhöhtem Geist in die andere Welt gehen werden, nachdem sie entschlafen sind. Daher hätten Iraner in früheren Zeiten niemals den Tod einer geliebten Person beklagt, da sie daran glaubten, dass deren Geist in der anderen Welt auf ein höheres Niveau erhoben wurde.

Spenta Mainyu

Spenta Mainyu ist die Erscheinungsform und Projektion des kreativen Willens und Gedankens von Ahura Mazda. Die zwei sind gleichrangig und ewiglich. Eine ist nicht-manifest und Spenta Mainyu ist die manifeste Form von Ahura Mazda. Spenta Mainyu repräsentiert den guten Gedanken, den positiven Willen und das kreative Handeln von Ahura Mazda. Ahura Mazda kann nur durch Spenta Mainyu angebetet werden und kann als Stadthalter Gottes bezeichnet werden. Auch Zarathustra gibt seinen Anhänger, die ihn durch Spenta Mainyu anbeteten, seinen Segen. Spenta Mainyu ist der kreative, erhaltende und führende Geist des ganzen Universums.

Ahura Mazdas Engel

Ahura Mazdas sechs Haupttugenden sind Vohu Manafi (gute Gedanken), Asha (Gerechtigkeit), Khshathra (Gottes Königreich), Arpiaiti (Hingabe), Haurvatat (Perfektion) und Ainerctat (Unsterblichkeit). Schon bald wurden diese abstrakten und spirituellen Eigenschaften von Ahura Mazda personifiziert und wurden zu heiligen Engeln und Gefährten Gottes. Vohu Manah, Asha und Khshathra sind männliche Mitglieder in der göttlichen Hierarchie und Armaiti, Haurvatat und Ameretat sind weibliche Namen.

Vohu Manah wurden in Vohu Mainyu (guter Geist) personifiziert. Aber Vohu Mainyu sollte nicht mit Spenta Mainy verwechselt werden, der der höchste manfestierte Geist von Ahura Mazda ist. Vohu Mainyu fördert das Königreich Gottes. Asha symbolisiert die Einheit der Natur, ordnungsgemäßes Arbeiten und steht für die moralische Erneuerung der Menschen.

Khshatra symbolisiert Gottes Macht und Kraft. Armaiti symbolisiert die Ergebenheit zu Ahura Mazda. Haurvatat (Perfektion) und Ameretat (Unsterblichkeit) sind personifizierte Eigenschaften von Ahura Mazda.

Unter all den Attributen sind Vohu Manah und Asha die wichtigsten. Die mächtige Kraft von Vohu Manah wird am offensichtlichsten werden, wenn alle Menschen die Brücke Chinvat zu überwinden haben. Vohu Manah wird der Gerechtigkeit zu Hilfe kommen; wohingegen das Böse geahndet wird. Es wird das Feuer sein, das die Gerechtigkeit belohnt und die Bösen werden durch das Feuer heimgesucht und zerstört.

Asha steht für Gerechtigkeit, die die Mitte und die Seele des ethnischen Ziels von Zarathustra ist. Es ist der Weg der Gerechtigkeit, den Zarathustra suchte und lehrte.

Angra Mainyu of Ahriman

Kreativ bedeutet, dass etwas zerstört wird und neuere Dinge existent werden. Folglich ist Unvollkommenheit das unvermeidliche Ergebnis von Kreativität. Als Spenta Mainyu versuchte, eine gute Welt zu schaffen, brachte sein Gegenspieler in Form von Ahriman oder Angara Mainyu den Teufel in die Welt. Alle Probleme und Katastrophen wie Hochwasser und Epidemien und so weiter kommen alle von Ahriman und seinen Verbündeten.

Ganz zu Beginn stellte man sich Devas als Teufel vor und lange Zeit wurde Indra der Kriegsgott der Indoarier als Erzteufel angesehen. So wurde auch berichtet, dass schon der erste Prophet des Zoroastrismus genannt "Zarathurstra" - wie schon Buddha und Jesus Christus – von dem Teufel Ahriman in Versuchung gebracht wurde. Wieder schaffte es Zarathustra erfolgreich, den Versuchungen von Ahriman zu widerstehen.

Der Teufel wird als Teil des Lebens akzeptiert. Dem Zoroastrismus zufolge vergiftet Ahriman die ganze Kreatur, lullt das Bewusstsein von Menschen ein und ködert ihre Gedanken, Sprache und Aktionen für den Teufel. Folglich erschafft Ahriman einen negativen Geist im Menschen und verfälscht komplett die menschliche Natur. Es ist die negative Natur des Menschen, die durch Gebete und Rituale gereinigt werden muss.

Es ist sehr anstrengend gegen das Böse zu kämpfen. Zarathustra zufolge ist das Böse eine Tatsache des wahren Lebens. Er rät seinen Anhängern ein Soldat zu werden, um gegen das Böse zu kämpfen. Es besteht ein Kampf zwischen dem Bösen und dem Guten sogar in der Seele des Menschen. Gott Ahura Mazda rief die Menschen auf, gegen ihren inneren und äußeren Teufel zu kämpfen, selbst gegen den bösen Geist von Ahriman und gegen Ahriman selbst. Folglich wurde der Kampf gegen alles Böse in der Natur und im Menschen von Ahura Mazda selbst angeordnet. Durch den Kampf gegen das Böse werden Menschen zu Ahura Mazdas Mitstreitern. Die Aufopferung macht einen Menschen aktiv im Konflikt mit dem Bösen. Aufopferung ist mehr als Verehrung. Es ist eine Form der Gottesassistenz im Kampf mit dem Bösen.

Es gibt keinen Zweifel daran, dass das Böse böse ist, aber es stellt für den Menschen eine Herausforderung dar, so dass er durch die Überwindung des Bösen dazu befähigt wird, in den Himmel einzutreten. Deshalb ist das Böse ein notwendiger Test und eine Probe für den Menschen. Dieses wurde von Gott bestimmt, so dass der Mensch höher als sogar die Engel aufsteigen könnte. Dieses Weltbild wurde vom Islam durch lqbal übernommen. Der Mensch hat die Wahl, entweder das Böse oder das Gute zu wählen. Wenn er freiwillig das Gute wählt, dann wird er höher aufsteigen als die Engel. Wenn nicht, dann wird er mit der Hölle und seinen Qualen konfrontiert werden.

Der Zoroastrismus führt zwei Dinge ganz klar aus, nämlich, dass das Böse im Menschen eine größere Herausforderung darstellt, als das Böse außerhalb des Menschen. Deshalb kann ein Mensch das Böse durch gute Gedanken, gute Sprechweise und durch ehrenhafte Taten bekämpfen. Weiterhin muss beachtet werden, dass das Böse nicht das Letzte ist. Letztendlich werden Ahriman und alle seine Gefährten besiegt und zerstört werden und eine große Erneuerung wird mit der letzten Abrechnung der Dinge erfolgen. Das bedeutet, dass das Böse nur ein vorübergehendes Phänomen ist und allein das Gute das Letzte ist. Deshalb ist der Dualismus im Zoroastrismus nur relativ zu sehen und Ahura Mazda bleibt die alleinige Realität. Deshalb wird der Dualismus im absoluten Monotheismus verschluckt.