Durga Hauspuja – Schutz und Zuversicht bei der göttlichen Mutter finden
Durga Hauspuja – Schutz und Zuversicht bei der göttlichen Mutter finden ist eine häusliche Verehrung für Menschen, die in einer bedrängenden Lebenssituation Beistand suchen und ihre Sorgen Durga, der auf dem Löwen sitzenden göttlichen Mutter, anvertrauen möchten. Die Göttin wird als Mahakali, Mahalakshmi und Mahasarasvati empfangen: kraftvoll gegen Bedrängnis, nährend und Erkenntnis schenkend. Wasser, Kleidung, Schmuck, 108 Namensgaben und eine Mahlzeit lassen die Bitte um Beistand zu einem liebevollen Empfang werden; die sieben Verse der Durga Saptashloki führen die Feier in ein ausdrückliches Zufluchtgebet.
Diese vollständige Shodashopachara Puja folgt der von Stotra Nidhi veröffentlichten häuslichen Ordnung mit Versen des Shri Sukta. Sie verbindet Göttinnenverehrung mit Smarta-Vorriten. Sie kann zu Hause zu einer ungestörten Zeit für ein persönliches Anliegen oder im Rahmen eines Göttinnenfestes ausgeführt werden; die Liturgie verlangt weder eine bestimmte Uhrzeit noch ein mehrtägiges Fasten. Eine mit den Gebeten und der vedischen Aussprache vertraute Person leitet; Angehörige können Gaben reichen und die Namen gemeinsam sprechen. Heilungs- und Schutzworte bleiben religiöse Bitten.

Vorbereitung
Richte einen sauberen Hausaltar mit Sitz ein. Verwende eine wasserfeste kleine Hauptgestalt in einer Auffangschale; bei einem nicht abwaschbaren Bild werden die Badegaben in einer davorstehenden Schale angeboten. Berühre kein Papier mit Flüssigkeiten. Ein Tuch zum Trocknen liegt bereit. Für die vorbereitende Haridra Ganapati Puja liegen Kurkumapulver, Wasser und ein eigener Teller bereit; die kleine Gestalt wird erst beim betreffenden Schritt geformt.
Für die Vorriten: Sandelpaste, Kumkum, reichlich ganze Reiskörner, getrennte frische Blüten, ein Wassergefäß, Ritualmuschel mit Tulasi-Blatt, Glocke, Löffel und Auffangschalen sowie eigenes sauberes Trinkwasser für Achamana und Tirtha. Für Ganapati außerdem ein kleines Tuch, ein Schmuckstück, eine gesonderte vegetarische Speiseportion, Betelblatt, Arekanuss und eine Münze. Bereite eine Standlampe mit einem Docht und eine dreidochtige Ganapati-Lampe mit Ghee (bzw. Pflanzenöl) vor; Streichhölzer und pflanzliches Räucherwerk mit Halter liegen daneben. Die Hauptverehrung verwendet eine eigene, unten beschriebene Lampe. Brennende Lampen werden nicht nachgefüllt.
Bereite mit der kundigen Ritualleitung die persönlichen Orts-, Kalender- und Namensfelder des Sankalpa vor. Der vollständige geografische Satz wird außerhalb Indiens durch die ausdrücklich heutige deutsche Ortsangabe im betreffenden Schritt ersetzt. Angaben zur Ehepartnerin werden nur gesprochen, wenn sie zutreffen. Pranayama und vedische Rezitation erfolgen entsprechend der erlernten Praxis; die gedruckte IAST-Fassung ersetzt keine Ausspracheeinweisung. Die Namenlisten können ruhig gemeinsam gesprochen werden.
Pflanzenmilch, Pflanzenjoghurt, Pflanzenöl und Pflanzensirup sind heutige Praxisalternativen, keine Änderung der Sanskritverse. Tierische Duftstoffe wie Moschus werden durch Pflanzendüfte vertreten. Kostbare Throne und goldene Gefäße werden mit den vorhandenen sauberen Gegenständen versinnbildlicht; Schirm, Wedel, Tanz und Reittiere sind innere Gaben. Tambula wird als unverzehrte Gabe niedergelegt; Kampfer und Perlenpulver, soweit in den Versen genannt, werden dabei innerlich angeboten. Ritualkampfer für die Flamme bleibt von Speisen und Trinkwasser getrennt.
Für Durga: zwei Tücher und ein kleines Oberteil, eine schmückende Glücksschnur, Schmuck, Sandelpaste, kosmetisches Kumkum, Sindur und Kajal, Kurkuma, eine Blütengirlande sowie reichlich Blüten und ganze Reiskörner. Halte mindestens 108 Einzelgaben für die Namen und 18 weitere für die Gliederverehrung sowie zusätzliche Gaben für die Gastdienste bereit. Bereite eine eigene Durga-Lampe mit drei Dochten und Ghee (bzw. Pflanzenöl), eine feuerfeste Kampferschale mit wenig Ritualkampfer und eine weitere Münze als Dakshina vor.
Der Madhuparka in dieser Fassung besteht aus Joghurt (bzw. Pflanzenjoghurt) und Honig (bzw. Pflanzensirup). Die getrennte Panchamrita-Bademischung besteht aus Milch (bzw. Pflanzenmilch), Joghurt (bzw. Pflanzenjoghurt), Ghee (bzw. Pflanzenöl), Zucker und Honig (bzw. Pflanzensirup). Stelle eine vegetarische Hauptmahlzeit mit festen und weichen Speisen sowie gesonderte saisonale Früchte bereit. Betelblatt, Arekanuss, Kardamom und Nelke bilden die symbolische, unverzehrte Mundgabe. Die Sanskritverse und ihre Bedeutungen bleiben unverändert; die pflanzlichen Alternativen sind heutige Anpassungen.
Vollständiger Ablauf
1. Anfang und Reinigung
Setze dich vor die vorbereiteten Gottesbilder. Sprich den Gruß und benetze danach Kopf und Körper leicht mit sauberem Wasser. Das ist die vorbereitende Shuddhi.
śrī mahāgaṇādhipataye namaḥ |
śrī gurubhyo namaḥ |
hariḥ om |
apavitraḥ pavitro vā sarvāvasthāṃ gato'pi vā |
yaḥ smaret puṇḍarīkākṣaṃ sa bāhyābhyantaraḥ śuciḥ ||
puṇḍarīkākṣa puṇḍarīkākṣa puṇḍarīkākṣāya namaḥ ||
Bedeutung: Verehrung dem großen Herrn der Scharen, Verehrung den Lehrern. Hari, Om. Ob unrein oder rein, in welchem Zustand man auch sei: Wer des Lotusäugigen gedenkt, ist außen und innen rein. Lotusäugiger, Lotusäugiger, Verehrung dem Lotusäugigen.
2. Gebete und Ehrung der Überlieferung
Falte die Hände zur Prarthana. Die folgenden Gebete verbinden die Bitte um Hindernisfreiheit mit der Verehrung von Vach, Shiva, Vishnu, der Devi und des Guru.
śuklāmbaradharaṃ viṣṇuṃ śaśivarṇaṃ caturbhujam |
prasannavadanaṃ dhyāyet sarvavighnopaśāntaye ||
agajānana padmārkaṃ gajānanamaharniśam |
anekadaṃ taṃ bhaktānāṃ ekadantamupāsmahe ||
devīṃ vācamajanayanta devāstāṃ viśvarūpāḥ paśavo vadanti |
sā no mandreṣamūrjaṃ duhānā dhenurvāgasmānupa suṣṭutaitu ||
yaḥ śivo nāma rūpābhyāṃ yā devī sarvamaṅgalā |
tayoḥ saṃsmaraṇānnityaṃ sarvadā jaya maṅgalam ||
tadeva lagnaṃ sudinaṃ tadeva
tārābalaṃ candrabalaṃ tadeva |
vidyābalaṃ daivabalaṃ tadeva
lakṣmīpate te'ṅghriyugaṃ smarāmi ||
gururbrahmā gururviṣṇuḥ gururdevo maheśvaraḥ |
guruḥ sākṣāt parabrahma tasmai śrīgurave namaḥ ||
lābhasteṣāṃ jayasteṣāṃ kutasteṣāṃ parābhavaḥ |
eṣāmindīvaraśyāmo hṛdayastho janārdanaḥ ||
sarvamaṅgala māṅgalye śive sarvārthasādhike |
śaraṇye tryambake gaurī nārāyaṇi namo'stu te ||
śrīlakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ |
umāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |
vāṇīhiraṇyagarbhābhyāṃ namaḥ |
śacīpurandarābhyāṃ namaḥ |
arundhatīvasiṣṭhābhyāṃ namaḥ |
śrīsītārāmābhyāṃ namaḥ |
mātāpitṛbhyo namaḥ |
sarvebhyo mahājanebhyo namaḥ |
Bedeutung: Man vergegenwärtige sich den weiß Gekleideten, Allgegenwärtigen, Mondfarbenen, Vierarmigen mit freundlichem Antlitz, damit alle Hindernisse zur Ruhe kommen. Tag und Nacht verehren wir den Elefantengesichtigen, die Sonne für den Lotus des Antlitzes der Bergtochter, den Einzähnigen, der den Verehrenden viel gewährt. Die Götter brachten die Göttin Sprache hervor; vielgestaltige Wesen sprechen sie. Möge diese wohllautende, nährende Kuh, die Sprache, uns mit gutem Lob nahekommen. Wer durch Namen und Gestalt der Gütige ist, und die Göttin, die alles Glück verkörpert: Ihr beständiges Gedenken bringt Gelingen und Segen. Jener Augenblick ist günstig, jener Tag ist gut; darin liegen Sternen-, Mond-, Wissens- und Götterkraft: Herr der Lakshmi, ich gedenke deiner beiden Füße. Der Guru ist Brahma, Vishnu und Maheshvara; der Guru ist unmittelbar das höchste Brahman: Verehrung diesem heiligen Guru. Gewinn und Sieg gehören denen, in deren Herzen der dunkelblaue Janardana wohnt; woher könnte ihre Niederlage kommen? Glückbringendste unter allem Glück, Gütige, die alle Ziele erfüllt, Zuflucht, Dreiäugige, Gauri, Narayani: Verehrung dir. Verehrung Lakshmi und Narayana, Uma und Maheshvara, Vani und Hiranyagarbha, Shachi und Purandara, Arundhati und Vasishtha, Sita und Rama, Mutter und Vater sowie allen ehrwürdigen Menschen.
3. Achamana mit Vishnus Namen
Gib etwas Trinkwasser in die rechte Hand und trinke zu den ersten drei Formeln je einen kleinen Schluck. Sprich danach die übrigen Namen. Die Quelle schreibt hier keine einzelnen Körperberührungen vor. Halte das Trinkwasser von dem für andere Gaben bestimmten Wasser getrennt.
oṃ keśavāya svāhā |
oṃ nārāyaṇāya svāhā |
oṃ mādhavāya svāhā |
oṃ govindāya namaḥ |
oṃ viṣṇave namaḥ |
oṃ madhusūdanāya namaḥ |
oṃ trivikramāya namaḥ |
oṃ vāmanāya namaḥ |
oṃ śrīdharāya namaḥ |
oṃ hṛṣīkeśāya namaḥ |
oṃ padmanābhāya namaḥ |
oṃ dāmodarāya namaḥ |
oṃ saṅkarṣaṇāya namaḥ |
oṃ vāsudevāya namaḥ |
oṃ pradyumnāya namaḥ |
oṃ aniruddhāya namaḥ |
oṃ puruṣottamāya namaḥ |
oṃ adhokṣajāya namaḥ |
oṃ nārasiṃhāya namaḥ |
oṃ acyutāya namaḥ |
oṃ janārdanāya namaḥ |
oṃ upendrāya namaḥ |
oṃ haraye namaḥ |
oṃ śrīkṛṣṇāya namaḥ |
Bedeutung: Om, Keśava, Nārāyaṇa und Mādhava: euch sei diese Gabe geweiht. Om, Verehrung Govinda, Vishnu, Madhusudana, Trivikrama, Vamana, Shridhara, Hrishikesha, Padmanabha, Damodara, Sankarshana, Vasudeva, Pradyumna, Aniruddha, Purushottama, Adhokshaja, Narasimha, Achyuta, Janardana, Upendra, Hari und Shri Krishna. Diese Namen ehren Vishnu als Bewahrer, Herrn der Sinne, Lotusnabeligen, Unvergänglichen und Zuflucht aller Wesen.
4. Die Lampe entzünden
Entzünde den Docht der bereits vorbereiteten Standlampe mit Ghee (bzw. Pflanzenöl). Verehre die Lampe mit Kurkuma und Kumkum am Lampenfuß. Sie bleibt während der Verehrung standsicher stehen.
dīpastvaṃ brahmarūpo'si jyotiṣāṃ prabhuravyayaḥ |
saubhāgyaṃ dehi putrāṃśca sarvānkāmāṃśca dehi me ||
bho dīpa devi rūpastvaṃ karmasākṣī hyavighnakṛt |
yāvatpūjāṃ kariṣyāmi tāvattvaṃ susthiro bhava ||
dīpārādhana muhūrtaḥ sumuhūrto'stu ||
pūjārthe haridrā kuṅkuma vilepanaṃ kariṣye ||
Bedeutung: Du Lampe bist Brahmans Gestalt, unvergänglicher Herr der Lichter. Gib mir Wohlergehen, Kinder und die Erfüllung guter Wünsche. O Lampe, du bist göttliche Gestalt, Zeugin der Handlung und Beseitigerin von Hindernissen. Bleibe fest, solange ich die Puja ausführe. Möge der Augenblick der Lichtverehrung günstig sein. Zur Verehrung werde ich Kurkuma und Kumkum auftragen.
5. Den Ritualraum freigeben
Sprich das Gebet zum Weichen störender Wesen. Die Handlung ist eine Bitte um einen ungestörten heiligen Raum; zusätzliche aggressive Gesten schreibt diese Quelle nicht vor.
uttiṣṭhantu bhūtapiśācāḥ ya ete bhūmi bhārakāḥ |
eteṣāmavirodhena brahmakarma samārabhe ||
apasarpantu te bhūtā ye bhūtā bhūmisaṃsthitāḥ |
ye bhūtā vighnakartāraste gacchantu śivā'jñayā ||
Bedeutung: Mögen die Geister und ruhelosen Wesen, die auf der Erde lasten, aufstehen und fortgehen. Ohne Widerstreit mit ihnen beginne ich die heilige Handlung. Die Wesen, die sich hier auf der Erde aufhalten und Hindernisse bereiten, sollen auf Shivas Geheiß weichen.
6. Atem und Gayatri sammeln
Vollziehe Pranayama entsprechend deiner Einweisung und sprich die Formel ruhig. Die Quelle legt hier keine Atemzählung fest; erzwinge keine langen Atempausen.
oṃ bhūḥ oṃ bhuvaḥ ogṃ suvaḥ oṃ mahaḥ oṃ janaḥ oṃ tapaḥ ogṃ satyam |
oṃ tatsaviturvareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi |
dhiyo yo naḥ pracodayāt |
omāpo jyotī raso'mṛtaṃ brahma bhūrbhuvassuvarom ||
Bedeutung: Om: Erde, Zwischenraum, Himmel, die große Welt, die Welt der Geschöpfe, die Welt der Glut und die Welt der Wahrheit. Wir versenken uns in den erwählenswerten Glanz des göttlichen Savitar; möge er unsere Einsicht anregen. Om, Wasser, Licht, Wesenhaftigkeit, Unsterblichkeit und Brahman; Erde, Zwischenraum und Himmel, Om.
7. Sankalpa – Ort, Zeit, Person und Anliegen
Nenne mit Wasser und einer Blüte in der Hand den vorbereiteten Sankalpa. Alle Einsetzfelder werden vor Beginn mit der Ritualleitung passend zu Ort, Kalender und Person ausgefüllt. Die Ortsformel der südindischen Vorlage lautet für ihren ursprünglichen Rahmen: „jambūdvīpe bhāratavarṣe bharatakhaṇḍe meroḥ dakṣiṇa digbhāge śrīśailasya … pradeśe … nadyoḥ madhyapradeśe lakṣmīnivāsagṛhe“. Die Felder Richtung, Region und beide Flussnamen müssen zum tatsächlichen indischen Ort passen. Für einen Ort außerhalb Indiens wird als ausdrücklich heutige Anpassung dieser gesamte geografische Teilsatz durch die wahrheitsgemäße deutsche Ansage ersetzt: „Auf der Erde, in {Land}, in {Region}, in {Ort}, in diesem Haus.“ Der anschließende Sanskrittext wird danach fortgesetzt. So wird keine unzutreffende indische Ortsangabe gesprochen. Der Klammerteil zur Ehepartnerin wird nur verwendet, wenn er zutrifft. Verwende als Gottheitsnamen in diesem gemeinsamen Anfang „mahāgaṇapati“; der besondere Hauptentschluss folgt vor der Hauptpuja. Gib am Ende das Wasser in die Auffangschale und die Blüte auf den Altar.
mama upātta samasta duritakṣaya dvārā śrīparameśvaramuddiśya śrīparameśvara prītyarthaṃ śubhābhyāṃ śubhe śobhane muhūrte śrīmahāviṣṇorājñayā pravartamānasya adya brahmaṇaḥ dvitīyaparārthe śvetavarāhakalpe vaivasvatamanvantare kaliyuge prathamapāde jambūdvīpe bhāratavarṣe bharatakhaṇḍe meroḥ {Richtung} digbhāge śrīśailasya {Region} pradeśe {Fluss eins}, {Fluss zwei} nadyoḥ madhyapradeśe lakṣmīnivāsagṛhe samasta devatā brāhmaṇa ācārya hari hara guru caraṇa sannidhau asmin vartamane vyāvaharika cāndramānena śrī {Jahresname} nāma saṃvatsare {Halbjahr} ayane {Jahreszeit} ṛtau {Monat} māse {Mondhälfte} pakṣe {Mondtag} tithau {Wochentag} vāsare {Nakshatra} nakṣatre {Yoga} yoge {Karana} karaṇa evaṃ guṇa viśeṣaṇa viśiṣṭāyāṃ śubhatithau śrīmān {Gotra} gotrodbhavasya {Name} nāmadheyasya (mama dharmapatnī śrīmataḥ {Gotra der Partnerin} gotrasya {Name der Partnerin} nāmadheyaḥ sametasya) mama sahakuṭumbasya kṣema sthairya dhairya vīrya vijaya abhaya āyuḥ ārogya aiśvara abhivṛddhyarthaṃ dharma artha kāma mokṣa caturvidha puruṣārtha phala siddhyarthaṃ dhana kanaka vastu vāhana samṛddhyarthaṃ sarvābhīṣṭa siddhyarthaṃ śrī mahāgaṇapati uddiśya śrī mahāgaṇapati prītyarthaṃ sambhavadbhiḥ dravyaiḥ sambhavadbhiḥ upacāraiśca sambhavatā niyamena sambhavitā prakāreṇa yāvacchakti dhyāna āvāhanādi ṣoḍaśopacāra pūjāṃ kariṣye ||
nirvighna pūjā parisamāptyarthaṃ ādau śrīmahāgaṇapati pūjāṃ kariṣye |
tadaṅga kalaśārādhanaṃ kariṣye |
Bedeutung: Zur Aufhebung meiner angesammelten Verfehlungen richte ich mich auf den höchsten Herrn und handle zu seinem Wohlgefallen. In diesem günstigen Augenblick, unter der Ordnung Mahavishnus, im zweiten Parardha Brahmas, im Shvetavaraha-Kalpa, im Vaivasvata-Manvantara, im ersten Abschnitt des Kali-Yuga, am genannten Ort, in Gegenwart der Gottheiten, Brahmanen, Lehrer, Haris, Haras und des Guru: Im genannten Jahr, Halbjahr, in Jahreszeit, Monat, Mondhälfte, Mondtag, Wochentag, Nakshatra, Yoga und Karana, mit den genannten persönlichen Angaben, gegebenenfalls zusammen mit meiner Ehepartnerin, vollziehe ich mit meiner Familie diese Verehrung. Sie dient Wohlergehen, Beständigkeit, Mut, Kraft, Gelingen, Furchtlosigkeit, Leben, Gesundheit und Gedeihen; der Erfüllung von Dharma, Artha, Kama und Moksha; guter Versorgung und der Erfüllung guter Anliegen. Mit verfügbaren Materialien und Diensten, nach meinen Möglichkeiten, werde ich die sechzehnteilige Puja von Vergegenwärtigung und Anrufung an ausführen. Zur hindernisfreien Vollendung beginne ich mit der Verehrung Mahaganapatis; dazu werde ich das Wassergefäß verehren.
8. Kalasha und Wasser segnen
Fülle den Kalasha mit sauberem Wasser. Gib Sandelpaste, Blüte und ungebrochene Reiskörner hinzu; lege die Hand über die Öffnung. Sprich die Verse; in der Flussanrufung ist Mahaganapati als Gottheit des vorbereitenden Dienstes eingesetzt. Sprich zuletzt dreimal Om und besprenge mit wenig Gefäßwasser die Materialien, das Gottesbild und dich selbst.
kalaśasya mukhe viṣṇuḥ kaṇṭhe rudraḥ samāśritaḥ |
mūle tvasya sthito brahmā madhye mātṛgaṇāḥ smṛtā ||
kukṣau tu sāgarāḥ sarve saptadvīpā vasundharā |
ṛgvedo'tha yajurvedo sāmavedo hyatharvaṇaḥ ||
aṅgaiśca sahitāḥ sarve kalaśāmbu samāśritāḥ |
oṃ ākalaśeṣu dhāvati pavitre pariṣicyate |
ukthairyajñeṣu vardhate |
āpo vā idagṃ sarvaṃ viśvā bhūtānyāpaḥ
prāṇā vā āpaḥ paśava āpo'nnamāpo'mṛtamāpaḥ
samrāḍāpo virāḍāpaḥ svarāḍāpaśchandāgsyāpo
jyotīgṣyāpo yajūgṣyāpaḥ satyamāpaḥ
sarvā devatā āpo bhūrbhuvaḥ suvarāpa om ||
gaṅge ca yamune caiva godāvarī sarasvatī |
narmade sindhu kāverī jale'smin sannidhiṃ kuru ||
kāverī tuṅgabhadrā ca kṛṣṇaveṇī ca gautamī |
bhāgīrathīti vikhyātāḥ pañcagaṅgāḥ prakīrtitāḥ ||
āyāntu śrī mahāgaṇapati pūjārthaṃ mama duritakṣayakārakāḥ |
oṃ oṃ oṃ |
Bedeutung: An der Öffnung des Gefäßes ist Vishnu, am Hals Rudra, am Fuß Brahma und in der Mitte die Schar der Mütter. In seinem Inneren sind alle Meere und die Erde mit ihren sieben Weltteilen. Rigveda, Yajurveda, Samaveda und Atharvaveda mit ihren Gliedern sind im Wasser gegenwärtig. Om, er strömt in die Gefäße, wird über das Reinigungssieb gegossen und wächst durch Lobgesänge in den Opfern. Alles dieses ist Wasser: alle Wesen, Lebenskräfte, Tiere, Nahrung und Unsterblichkeit; Herrschaft, Strahlkraft, Selbstherrschaft, Versmaße, Lichter, Opferformeln und Wahrheit. Alle Gottheiten sind Wasser: Erde, Zwischenraum und Himmel, Om. Ganga, Yamuna, Godavari, Sarasvati, Narmada, Sindhu und Kaveri, seid in diesem Wasser gegenwärtig. Kaveri, Tungabhadra, Krishnaveni, Gautami und Bhagirathi heißen die fünf Gangas. Mögen sie zur Verehrung Mahaganapatis kommen und meine Verfehlungen tilgen. Om, Om, Om.
9. Muschel verehren
Fülle die Ritualmuschel mit etwas Kalasha-Wasser. Schmücke ihren Rand mit Sandelpaste, Kumkum, einer Blüte und einem Tulasi-Blatt. Sprich die Verse und Namen und gib zum Abschluss einige Reiskörner als gemeinsame Verehrung. Reserviere weitere Blüten für die folgenden Gaben.
śaṅkhaṃ candrārka daivataṃ madhye varuṇa devatām |
pṛṣṭhe prajāpatiṃ vindyādagre gaṅgā sarasvatīm ||
trailokyeyāni tīrthāni vāsudevasya cājñayā |
śaṅkhe tiṣṭhantu viprendrā tasmāt śaṅkhaṃ prapūjayet ||
tvaṃ purā sāgarotpanno viṣṇunā vidhṛtaḥ kare |
pūjitaḥ sarvadevaiśca pāñcajanya namo'stu te ||
garbhādevārinārīṇāṃ viśīryante sahasradhā |
navanādenapātāle pāñcajanya namo'stu te ||
oṃ śaṅkhāya namaḥ |
oṃ dhavalāya namaḥ |
oṃ pāñcajanyāya namaḥ |
oṃ śaṅkhadevatābhyo namaḥ |
sakalapūjārthe akṣatān samarpayāmi ||
Bedeutung: An der Muschel sind Mond und Sonne göttlich gegenwärtig, in ihrer Mitte Varuna, am Rücken Prajapati, vorn Ganga und Sarasvati. Mögen die heiligen Badeorte der drei Welten auf Vasudevas Geheiß in der Muschel bleiben; darum soll man sie verehren. Einst aus dem Meer geboren, von Vishnu in seiner Hand gehalten und von allen Göttern verehrt: Panchajanya, Verehrung dir. Die folgende überlieferte Zeile beschreibt die erschütternde Macht ihres Tones mit dem Bild, dass die Leibesfrüchte der Frauen der Feinde zerfallen; sie ist ein altes Siegesbild und keine Handlungsanweisung gegen Menschen. Panchajanya, Verehrung dir. Om, Verehrung der Muschel, der Weißen, Panchajanya und den Muschelgottheiten. Als gemeinsame Verehrung bringe ich Reiskörner dar.
10. Glocke und Ruf zur Verehrung
Gib Reiskörner an den Fuß der Glocke. Sprich das erste Gebet, dann läute sie während des zweiten Verses. Stelle sie griffbereit für weitere Gaben ab.
oṃ jayadhvani mantramātaḥ svāhā |
ghaṇṭadevatābhyo namaḥ |
sakalopacāra pūjārthe akṣatān samarpayāmi |
āgamārthaṃ tu devānāṃ gamanārthaṃ tu rākṣasām |
ghaṇṭāravaṃ karomyādau devatāhvāna lāñchanam ||
Bedeutung: Om, Siegesklang, Mutter der Mantras: Svaha. Verehrung den Gottheiten der Glocke. Als Verehrung mit allen Diensten bringe ich Reiskörner dar. Zum Kommen der Götter und zum Fortgehen störender Mächte lasse ich zu Beginn die Glocke erklingen: Sie ist das Zeichen der Einladung der Gottheiten.
11. Ganapati in der Kurkuma-Gestalt willkommen heißen
Forme aus dem bereitgelegten Kurkuma und wenig Wasser die kleine Ganapati-Gestalt auf ihrem eigenen Teller. Rufe ihn an und berühre die Gestalt behutsam beim Gebet der Prana Pratishtha.
asmin haridrābimbe śrīmahāgaṇapatiṃ āvāhayāmi, sthāpayāmi, pūjayāmi ||
oṃ asunīte punarasmāsu cakṣuḥ
punaḥ prāṇamiha no dhehi bhogam |
jyokpaśyema sūryamuccaranta
manumate mṛḍayā naḥ svasti ||
amṛtaṃ vai prāṇā amṛtamāpaḥ
prāṇāneva yathāsthānamupahvayate ||
śrī mahāgaṇapataye namaḥ |
sthiro bhava varado bhava |
sumukho bhava suprasanno bhava |
sthirāsanaṃ kuru |
Bedeutung: In dieser Kurkuma-Gestalt rufe ich Shri Mahaganapati an, stelle ihn auf und verehre ihn. O Lebensspenderin, gib uns wieder Sehvermögen, Lebenskraft und Freude; mögen wir die Sonne lange aufgehen sehen. Wohlgesinnte, gewähre uns Wohlergehen. Unsterblich sind die Lebenskräfte, unsterblich ist das Wasser; man ruft die Lebenskräfte an ihren jeweiligen Ort. Verehrung Mahaganapati. Bleibe fest, gewähre Segen, sei freundlich und sehr gnädig; nimm deinen Sitz beständig ein.
12. Ganapati vergegenwärtigen und anrufen
Betrachte Ganapati innerlich in der goldgelben Kurkuma-Farbe. Falte die Hände zu Dhyana und Avahana.
haridrābhaṃ caturbāhuṃ haridrāvadanaṃ prabhum |
pāśāṅkuśadharaṃ devaṃ modakaṃ dantameva ca |
bhaktā'bhayapradātāraṃ vande vighnavināśanam |
oṃ haridrā gaṇapataye namaḥ |
agajānana padmārkaṃ gajānanamaharniśaṃ
anekadaṃ taṃ bhaktānāṃ ekadantamupāsmahe ||
oṃ gaṇānāṃ tvā gaṇapatigṃ havāmahe
kaviṃ kavīnāmupamaśravastamam |
jyeṣṭharājaṃ brahmaṇāṃ brahmaṇaspata
ā naḥ śṛṇvannūtibhissīda sādanam ||
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ |
dhyāyāmi | dhyānam samarpayāmi | 1 ||
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ |
āvāhayāmi | āvāhanaṃ samarpayāmi | 2 ||
Bedeutung: Ich verehre den kurkumafarbenen, vierarmigen Herrn mit goldenem Gesicht, der Schlinge, Stachelstock, Modaka und Stoßzahn trägt, den Verehrenden Furchtlosigkeit schenkt und Hindernisse zerstört. Verehrung Haridra Ganapati. Tag und Nacht verehren wir den Elefantengesichtigen, die Sonne für den Lotus des Antlitzes der Bergtochter, den Einzähnigen, der seinen Verehrenden vieles schenkt. Wir rufen dich als Herrn der Scharen an, als Seher unter Sehern, dessen Ruhm unvergleichlich ist, den ältesten König der heiligen Worte: Brahmanaspati, höre uns und setze dich mit deiner Hilfe hier nieder. Verehrung Mahaganapati; ich vergegenwärtige dich und bringe die Sammlung dar. Ich rufe dich an und bringe die Einladung dar.
13. Sitz und drei Wassergaben
Gib eine Blüte als Sitzgabe vor die Gestalt. Reiche dann je etwas Wasser in einem kleinen Löffel und gieße es in die Auffangschale: für die Füße, die Hände und den Mund. Diese Gastdienste werden als Padya, Arghya und Achamaniya dargebracht.
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ |
navaratnakhacita divya hema siṃhāsanaṃ samarpayāmi | 3 ||
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ |
pādayoḥ pādyaṃ samarpayāmi | 4 ||
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ |
hastayoḥ arghyaṃ samarpayāmi | 5 ||
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ |
mukhe ācamanīyaṃ samarpayāmi | 6 ||
Bedeutung: Om, Verehrung Mahaganapati. Ich bringe den göttlichen goldenen Thron dar, mit neun Edelsteinen besetzt. Ich bringe Wasser für deine Füße, ehrendes Wasser für deine Hände und Wasser zum Mundspülen dar.
14. Bad und frisches Mundwasser
Sprenge wenig sauberes Wasser auf die Kurkuma-Gestalt, ohne sie zu zerstören, und fange ablaufendes Wasser auf. Sprich den Wasserhymnus. Gib danach gesondert Wasser zum Mundspülen in die Auffangschale.
āpo hiṣṭhā mayobhuvastā na ūrje dadhātana |
mahe raṇāya cakṣase ||
yo vaḥ śivatamo rasastasya bhājayateha naḥ |
uśatīriva mātaraḥ ||
tasmā araṃ gamāma vo yasya kṣayāya jinvatha |
āpo janayathā ca naḥ ||
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ |
śuddhodaka snānaṃ samarpayāmi | 7 ||
snānānantaraṃ ācamanīyaṃ samarpayāmi |
Bedeutung: Ihr Wasser seid Quellen der Freude; gebt uns Kraft und großes, klares Schauen. Lasst uns an eurem segensreichsten Saft teilhaben wie liebende Mütter. Zu eurem belebenden Bereich wollen wir gelangen; ihr Wasser, bringt uns neu hervor. Om, Verehrung Mahaganapati. Ich bringe das Bad mit reinem Wasser dar; nach dem Bad reiche ich Mundwasser.
15. Gewand und heilige Schnur
Lege ein kleines sauberes Tuch zur Gestalt. Bringe danach ausdrücklich Reiskörner als Ersatz für eine heilige Schnur dar, wie die Quelle es vorsieht.
abhi vastrā suvasanānyarṣābhi dhenūḥ sudughāḥ pūyamānaḥ |
abhi candrā bhartave no hiraṇyābhyaśvānrathino deva soma ||
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ |
vastraṃ samarpayāmi | 8 ||
oṃ yajñopavītaṃ paramaṃ pavitraṃ
prajāpateryatsahajaṃ purastāt |
āyuṣyamagryaṃ prati muñca śubhraṃ
yajñopavītaṃ balamastu tejaḥ ||
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ |
yajñopavītārthaṃ akṣatān samarpayāmi | |
Bedeutung: Ströme uns gute Gewänder zu und reichlich Milch spendende Kühe, du dich läuternder Soma; bringe strahlendes Gold zur Erhaltung und Rosse, die den Wagen ziehen. Om, Verehrung Mahaganapati; ich bringe ein Gewand dar. Lege die höchste heilige Schnur an, die einst mit Prajapati zugleich entstand, die reine, ausgezeichnete und lebensfördernde; möge diese Schnur Kraft und Glanz sein. Verehrung Mahaganapati; für die heilige Schnur bringe ich Reiskörner dar.
16. Duft und Schmuck
Gib etwas Sandelpaste an die Gestalt und lege ein kleines Schmuckstück dazu. Diese Gegenstände werden als Gandha und Abharana verehrt.
gandhadvārāṃ durādharṣāṃ nityapuṣṭāṃ karīṣiṇīm |
īśvarīgṃ sarvabhūtānāṃ tāmihopahvaye śriyam ||
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ |
divya śrī gandhaṃ samarpayāmi | 9 ||
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ |
ābharaṇaṃ samarpayāmi | 10 ||
Bedeutung: Ich rufe hier Shri an, die durch Duft zugänglich ist, die Unüberwindliche, stets Genährte, Fruchtbare, Herrin aller Wesen. Om, Verehrung Mahaganapati; ich bringe heiligen Duft und Schmuck dar.
17. Ganapati mit Namen und Blüten ehren
Sprich jeden Namen und lege jeweils eine frische Blüte, ein Blatt oder einige Reiskörner vor die Gestalt. Die Quelle nennt sechzehn bekannte Namen und anschließend Sarvasiddhiprada sowie Mahaganapati; alle achtzehn Anrufungen bleiben erhalten.
puṣpaiḥ pūjayāmi |
oṃ sumukhāya namaḥ | oṃ ekadantāya namaḥ |
oṃ kapilāyanamaḥ | oṃ gajakarṇakāya namaḥ |
oṃ lambodarāyanamaḥ | oṃ vikaṭāya namaḥ |
oṃ vighnarājāya namaḥ | oṃ gaṇādhipāyanamaḥ |
oṃ dhūmaketave namaḥ | oṃ gaṇādhyakṣāya namaḥ |
oṃ phālacandrāya namaḥ | oṃ gajānanāya namaḥ |
oṃ vakratuṇḍāya namaḥ | oṃ śūrpakarṇāya namaḥ |
oṃ herambāya namaḥ | oṃ skandapūrvajāya namaḥ |
oṃ sarvasiddhipradāya namaḥ |
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ |
nānāvidha parimala patra puṣpāṇi samarpayāmi | 11 ||
Bedeutung: Mit Blüten verehre ich dich. Om, Verehrung dem Freundlichgesichtigen, Einzähnigen, Goldbraunen, Elefantenohrigen, Großbäuchigen, Außergewöhnlichen, König der Hindernisse, Herrn der Scharen, Rauchbannertragenden, Aufseher der Scharen, Mondgeschmückten, Elefantengesichtigen, mit gebogenem Rüssel, mit Ohren wie Worfelschwingen, Heramba, älteren Bruder Skandas, Geber aller Vollkommenheiten und großen Herrn der Scharen. Verschiedene duftende Blätter und Blüten bringe ich dar.
18. Räucherduft, dreidochtiges Licht und Mundwasser
Entzünde pflanzliches Räucherwerk und zeige den Duft. Entzünde danach die drei Dochte der vorbereiteten Ganapati-Lampe mit Ghee (bzw. Pflanzenöl) und zeige ihr Licht vor Ganapati. Reiche anschließend wenig Mundwasser in die Auffangschale.
vanaspatyudbhavirdivyaiḥ nānā gandhaiḥ susamyutaḥ |
āghreyaḥ sarvadevānāṃ dhūpo'yaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ |
dhūpaṃ āghrāpayāmi | 12 ||
sājyaṃ trivarti samyuktaṃ vahninā yojitaṃ priyam |
gṛhāṇa maṅgalaṃ dīpaṃ trailokya timirāpaha ||
bhaktyā dīpaṃ prayacchāmi devāya paramātmane |
trāhimāṃ narakādghorāt divya jyotirnamo'stu te ||
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ |
pratyakṣa dīpaṃ samarpayāmi | 13 ||
dhūpa dīpānantaraṃ ācamanīyaṃ samarpayāmi |
Bedeutung: Dieser aus Pflanzen hervorgebrachte, mit verschiedenen Düften verbundene Weihrauch möge als Duft für alle Gottheiten angenommen werden. Om, Verehrung Mahaganapati; ich reiche Räucherduft. Nimm das segensreiche Licht an, mit Ghee und drei Dochten versehen, durch Feuer entzündet, du Vertreiber der Finsternis der drei Welten. Mit Hingabe bringe ich dem höchsten göttlichen Selbst dieses Licht dar. Bewahre mich vor der schrecklichen Hölle; Verehrung dem göttlichen Licht. Verehrung Mahaganapati; ich bringe sichtbares Licht dar und danach Mundwasser.
19. Speise und Wasser darbringen
Stelle eine kleine Portion vegetarischer Speise auf einem eigenen Teller vor Ganapati. Sprich die Gayatri und sprenge etwas Wasser um den Speiseteller. Wähle die unten ausdrücklich bezeichnete Tages- oder Abendformel. Reiche danach mit den fünf Svaha-Formeln die Speise innerlich den Lebenskräften und lasse sie einen stillen Augenblick stehen. Gib Wasser zum Trinken, zum Abschluss der Mahlzeit, für Hände und Füße und zum Mundspülen jeweils gesondert in die Auffangschale. Trinkwasser zum späteren Verzehr bleibt in einem eigenen sauberen Gefäß.
oṃ bhūrbhuvassuvaḥ | tatsaviturvareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi |
dhiyo yo naḥ pracodayāt ||
satyaṃ tvā ṛtena pariṣiñcāmi |
(sāyaṅkāle – ṛtaṃ tvā satyena pariṣiñcāmi)
amṛtamastu | amṛtopastaraṇamasi |
śrī mahāgaṇapataye namaḥ naivedyaṃ samarpayāmi |
oṃ prāṇāya svāhā | oṃ apānāya svāhā |
oṃ vyānāya svāhā | oṃ udānāya svāhā |
oṃ samānāya svāhā |
madhye madhye pānīyaṃ samarpayāmi |
amṛtāpidhānamasi | uttarāpośanaṃ samarpayāmi |
hastau prakṣālayāmi | pādau prakṣālayāmi |
śuddhācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ |
naivedyaṃ samarpayāmi | 14 ||
Bedeutung: Om, Erde, Zwischenraum, Himmel. Wir versenken uns in den erwählenswerten Glanz des göttlichen Savitar; möge er unsere Einsicht anregen. Tagsüber: Ich umgieße dich, die Wahrheit, mit der rechten Ordnung. Abends: Ich umgieße dich, die rechte Ordnung, mit der Wahrheit. Möge es unsterblicher Nektar sein; du bist die Unterlage des Nektars. Verehrung Mahaganapati; ich bringe Speise dar. Om, geweiht Prana, Apana, Vyana, Udana und Samana. Zwischendurch reiche ich Trinkwasser. Du bist die schützende Decke des Nektars. Ich reiche Wasser nach der Mahlzeit, wasche Hände und Füße und reiche reines Mundwasser. Verehrung Mahaganapati; ich bringe die Speisegabe dar.
20. Tambula und abschließendes Licht
Lege ein Betelblatt mit Arekanuss als rituelle Tambula-Gabe vor Ganapati; sie wird nicht verzehrt. Perlenpulver und Kampfer werden im überlieferten Vers genannt; die heutige praktische Gabe beschränkt sich auf Blatt und Nuss. Zeige anschließend das brennende Licht zur Nirajana.
pūgīphalaśca karpūraiḥ nāgavallīdalairyutam |
muktācūrṇasamyuktaṃ tāmbūlaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ |
tāmbūlaṃ samarpayāmi | 15 ||
vedāhametaṃ puruṣaṃ mahāntam |
ādityavarṇaṃ tamasastu pāre |
sarvāṇi rūpāṇi vicitya dhīraḥ |
nāmāni kṛtvā'bhivadan, yadāste |
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ |
nīrājanaṃ samarpayāmi | 16 ||
Bedeutung: Nimm die Mundgabe an: Arekanuss mit Kampfer, Betelblättern und Perlenkalk. Verehrung Mahaganapati; ich bringe Tambula dar. Ich kenne diesen großen Purusha, sonnenfarben jenseits der Dunkelheit, den Weisen, der alle Gestalten gestaltet, Namen gibt und sie anspricht. Verehrung Mahaganapati; ich bringe die Lichtverehrung dar.
21. Blumengebet und Umrundung
Nimm eine neue Blüte und eine Münze als sinnbildliche Goldgabe in die Hände; lege beide nach dem Mantrapushpa vor Ganapati. Vollziehe danach eine achtsame Umrundung im Uhrzeigersinn und verneige dich. Die Quelle legt keine Wiederholungszahl fest.
sumukhaścaikadantaśca kapilo gajakarṇakaḥ
lambodaraśca vikaṭo vighnarājo gaṇādhipaḥ ||
dhūmaketurgaṇādhyakṣaḥ phālacandro gajānanaḥ
vakratuṇḍaśśūrpakarṇo herambasskandapūrvajaḥ ||
ṣoḍaśaitāni nāmāni yaḥ paṭhecchṛṇuyādapi
vidyārambhe vivāhe ca praveśe nirgame tathā
saṅgrāme sarvakāryeṣu vighnastasya na jāyate ||
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ |
suvarṇa mantrapuṣpaṃ samarpayāmi |
yānikāni ca pāpāni janmāntarakṛtāni ca |
tāni tāni praṇaśyanti pradakṣiṇa pade pade ||
pāpo'haṃ pāpakarmā'haṃ pāpātmā pāpasambhavaḥ |
trāhi māṃ kṛpayā deva śaraṇāgatavatsala ||
anyadhā śaraṇaṃ nāsti tvameva śaraṇaṃ mama |
tasmātkāruṇya bhāvena rakṣa rakṣa gaṇādhipa ||
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ |
pradakṣiṇā namaskārān samarpayāmi |
Bedeutung: Sumukha, Ekadanta, Kapila, Gajakarna, Lambodara, Vikata, Vighnaraja, Ganadhipa, Dhumaketu, Ganadhyaksha, Phalachandra, Gajanana, Vakratunda, Shurpakarna, Heramba und Skandapurvaja: Wer diese sechzehn Namen liest oder hört, erfährt beim Lernbeginn, bei der Hochzeit, beim Eintreten, Fortgehen, im Kampf und in seinen Tätigkeiten keine Hindernisse. Verehrung Mahaganapati; ich bringe Gold und das Blumengebet dar. Was immer in früheren Geburten an Verfehlungen entstand, möge mit jedem Schritt der Umrundung vergehen. Ich bin mit Verfehlungen und ihren Folgen belastet: Bewahre mich in deiner Güte, du Freund der Zufluchtsuchenden. Eine andere Zuflucht habe ich nicht; du bist meine Zuflucht. Darum schütze mich mit Mitgefühl, Herr der Scharen. Verehrung Mahaganapati; ich bringe Umrundung und Verneigung dar.
22. Königliche Dienste, Vergebung und Segen
Vergegenwärtige dir Schirm und Wedel als königliche Dienste. Sprich das Vergebungsgebet. Bei gemeinsamem Ritual bittet die Leitung um den Segen für den folgenden Hauptdienst; die anderen antworten mit der letzten Zeile. Allein sprichst du Bitte und Antwort.
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ |
chatra cāmarādi samasta rājopacārān samarpayāmi ||
yasya smṛtyā ca nāmoktyā tapaḥ pūjā kriyādiṣu |
nyūnaṃ sampūrṇatāṃ yāti sadyo vande gajānanam ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ gaṇādhipa |
yatpūjitaṃ mayādeva paripūrṇaṃ tadastu te ||
oṃ vakratuṇḍa mahākāya sūrya koṭi samaprabha |
nirvighnaṃ kuru me deva sarva kāryeṣu sarvadā ||
anayā dhyāna āvāhanādi ṣoḍaśopacāra pūjayā bhagavān sarvātmakaḥ śrī mahāgaṇapati suprīto suprasanno varado bhavantu ||
uttare śubhakarmaṇyavighnamastu iti bhavanto bruvantu |
uttare śubhakarmaṇi avighnamastu ||
Bedeutung: Verehrung Mahaganapati; alle königlichen Dienste, Schirm und Wedel, bringe ich dar. Ich verehre den Elefantengesichtigen, durch dessen Gedenken und Namensnennung Mangel in Askese, Puja und Handlung vollständig wird. Herr der Scharen, was ich ohne vollkommene Mantras, Handlung oder Hingabe verehrt habe, möge für dich vollständig werden. Du mit gebogenem Rüssel und mächtigem Leib, strahlend wie Millionen Sonnen: Mache stets alle meine Handlungen frei von Hindernissen. Möge der alles beseelende Mahaganapati durch diese sechzehnteilige Verehrung erfreut, gnädig und segenspendend sein. Sprecht: Möge das folgende glückverheißende Werk ohne Hindernis sein. Antwort: Möge das folgende glückverheißende Werk ohne Hindernis sein.
23. Tirtha, Prasad und Verabschiedung
Berühre den Kopf ehrfürchtig mit etwas sauberem, zum Verzehr geeignetem heiligem Wasser oder nimm einen kleinen Schluck. Trinke kein mit Kurkumagestalt, Schmuck, Duftstoffen oder Räucherresten verunreinigtes Wasser; für die Annahme ist ein eigenes sauberes Trinkgefäß vorgesehen. Nimm Ganapatis Prasad ehrfürchtig an und stelle die Speise zum späteren Teilen beiseite. Verabschiede die angerufene Gegenwart mit Udvasana und bewege die Kurkuma-Gestalt leicht. Sie wird nach dem gesamten Ritual mit den pflanzlichen Gaben an einem sauberen geeigneten Platz der Erde übergeben.
akālamṛtyuharaṇaṃ sarvavyādhinivāraṇam |
samastapāpakṣayakaraṃ śrī mahāgaṇapati pādodakaṃ pāvanaṃ śubham ||
śrī mahāgaṇapati prasādaṃ śirasā gṛhṇāmi ||
oṃ yajñena yajñamayajanta devāḥ |
tāni dharmāṇi prathamānyāsan |
te ha nākaṃ mahimānassacante |
yatra pūrve sādhyāssanti devāḥ ||
oṃ śrī mahāgaṇapati namaḥ yathāsthānaṃ udvāsayāmi ||
śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ |
Bedeutung: Das heilige Fußwasser Mahaganapatis gilt als reinigend und glückverheißend, als Abwehr unzeitigen Todes, von Krankheit und Verfehlung. Ich nehme Shri Mahaganapatis Gnade ehrfürchtig mit dem Haupt an. Durch das Opfer verehrten die Götter das Opfer; dies waren die ersten heiligen Ordnungen. Durch diese Größe erreichten sie den Himmel, wo die früheren Sadhya-Götter wohnen. Om, Verehrung Shri Mahaganapati; ich verabschiede dich an deinen eigenen Ort: zum Segen, zum Wohlergehen und zur Wiederkehr. Om, Frieden, Frieden, Frieden.
24. Sankalpa – Schutz und Wohlergehen erbitten
Halte einige Reiskörner in der rechten Hand, sprich den besonderen Entschluss und lege sie vor die Durga-Gestalt. Die zuvor genannten Orts-, Zeit- und Namensangaben gelten weiter.
pūrvokta evaṃ guṇa viśeṣaṇa viśiṣṭāyāṃ śubha tithau śrī jagadambā prasādena sarvāpannivṛtyarthaṃ manovāñchāphala siddhyarthaṃ, mama samasta vyādhināśanadvārā kṣipramevārogyaprāptyarthaṃ, grahapīḍānivāraṇārthaṃ, piśācopadravādi sarvāriṣṭa nivāraṇārthaṃ kṣemāyuḥ sakalaiśvarya siddhyarthaṃ śrīmahākālī śrīmahālakṣmī śrīmahāsarasvatī svarūpiṇī śrī durgā parādevī prītyarthaṃ, sambhavadbhiḥ dravyaiḥ sambhavadbhiḥ upacāraiśca sambhavatā niyamena sambhavitā prākāreṇa śrīsūkta vidhānena yāvacchakti dhyānāvāhanādi ṣoḍaśopacāra pūjāṃ kariṣye ||
Bedeutung: Am zuvor näher bestimmten guten Mondtag werde ich durch die Gnade der Weltenmutter, zur Abwendung aller Bedrängnis, zur Erfüllung meiner Herzenswünsche, zur Beseitigung von Krankheit und zum raschen Erlangen von Gesundheit, zur Linderung bedrängender Planeteneinflüsse und aller als Geisterstörung bezeichneten Widrigkeiten, für Wohlergehen, Lebensdauer und Fülle die höchste Göttin Durga erfreuen. Sie ist Mahakali, Mahalakshmi und Mahasarasvati. Mit den verfügbaren Dingen und Diensten, nach meinen Möglichkeiten und in angemessener Ordnung vollziehe ich die sechzehnfache Verehrung mit Meditation und Einladung gemäß dem Shri Sukta.
25. Prana Pratishtha – die lebendige Gegenwart begrüßen
Berühre die Gestalt mit einer frischen Blüte. Bitte um ihre Gegenwart während der Feier und lege die Blüte vor ihr nieder.
oṃ asunīte punarasmāsu cakṣuḥ
punaḥ prāṇamiha no dhehi bhogam |
jyokpaśyema sūryamuccaranta
manumate mṛḍayā naḥ svasti ||
amṛtaṃ vai prāṇā amṛtamāpaḥ
prāṇāneva yathāsthānamupahvayate ||
asmin bimbe sāṅgāṃ sāyudhāṃ savāhanāṃ saśaktiṃ patiputraparivāra sametaṃ śrīmahākālī śrīmahālakṣmī śrīmahāsarasvatī svarūpiṇī śrīdurgā parādevī āvāhitā bhava sthāpitā bhava | suprasanno bhava varadā bhava | sthirāsanaṃ kuru prasīda prasīda ||
svāmini śrījaganmātā yāvatpūjāvasānakam |
tāvattvaṃ prītibhāvena bimbe'smin sannidhiṃ kuru ||
Bedeutung: Lebensspenderin, gib uns erneut Sehvermögen, Leben und Freude; mögen wir lange die Sonne aufgehen sehen. Wohlgesinnte, schenke uns Wohlergehen. Unsterblich sind die Lebenskräfte, unsterblich die Wasser; man ruft die Lebenskräfte an ihren jeweiligen Ort. In dieser Gestalt sei Durga, deren Wesen Mahakali, Mahalakshmi und Mahasarasvati ist, mit Gliedern, Waffen, Reittier, Kraft, Gemahl, Kindern und Gefolge eingeladen und fest gegenwärtig. Sei freundlich, gewähre Segen, nimm deinen Sitz ein und sei gnädig. Herrin, Weltenmutter, bleibe in dieser Gestalt liebevoll gegenwärtig, solange die Puja dauert.
26. Dhyana – die drei großen Göttinnen und Durga schauen
Falte die Hände. Vergegenwärtige nacheinander Mahakali, Mahalakshmi, Mahasarasvati und Durga auf dem Löwen. Die Waffen und abgeschlagenen Häupter sind Bildsprache der überlieferten Gestalten; als Gaben werden sie nicht benötigt.
khaḍgaṃ cakragadeṣu cāpaparighān śūlaṃ bhuśuṇḍīṃ śiraḥ
śaṅkhaṃ sandadhatīṃ karaistrinayanāṃ sarvāṅgabhūṣāvṛtām |
nīlāśmadyutimāsyapādadaśakāṃ seve mahākālikāṃ
yāmastaut svapite harau kamalajo hantuṃ madhuṃ kaiṭabham ||
akṣasrakparaśūgadeṣukuliśaṃ padmaṃ dhanuḥ kuṇḍikāṃ
daṇḍaṃ śaktimasiṃ ca carma jalajaṃ ghaṇṭāṃ surābhājanam |
śūlaṃ pāśasudarśane ca dadhatīṃ hastaiḥ pravālaprabhāṃ
seve sairibhamardinīmiha mahālakṣmīṃ sarojasthitām ||
ghaṇṭāśūlahalāni śaṅkhamusale cakraṃ dhanuḥ sāyakaṃ
hastābjairdadhatīṃ ghanāntavilasacchītāṃśutulyaprabhām |
gaurīdehasamudbhavāṃ trijagatāmādhārabhūtāṃ mahāpūrvāmatra sarasvatīmanubhaje śumbhādidaityārdinīm ||
siṃhasthā śaśiśekharā marakataprakhyaiścaturbhirbhujaiḥ
śaṅkhaṃ cakra dhanuḥ śarāṃśca dadhatī netraistribhiḥ śobhitā |
āmuktāṅgada hāra kaṅkaṇaraṇatkāñcīraṇannūpurā
durgā durgatihāriṇī bhavatu no ratnollasatkuṇḍalā ||
oṃ śrīmahākālī śrīmahālakṣmī śrīmahāsarasvatī svarūpiṇī śrīdurgā parādevyai namaḥ dhyāyāmi |
Bedeutung: Ich verehre die dreiaugige Mahakali, dunkelblau wie ein Edelstein, mit zehn Gesichtern und zehn Füßen, ganz mit Schmuck bedeckt. Ihre Hände tragen Schwert, Diskus, Keule, Pfeile, Bogen, Eisenstange, Dreizack, Bhushundi-Waffe, Haupt und Muschel. Brahma pries sie, als Hari schlief, damit Madhu und Kaitabha überwunden würden. Ich verehre die korallenfarben leuchtende, auf einem Lotus sitzende Mahalakshmi, die den Büffeldämon bezwingt. Sie trägt Gebetskette, Axt, Keule, Pfeile, Donnerkeil, Lotus, Bogen, Wassergefäß, Stab, Speer, Schwert, Schild, Muschel, Glocke, Gefäß mit berauschendem Trank, Dreizack, Schlinge und Sudarshana-Diskus. Ich verehre Mahasarasvati, aus Gauris Körper hervorgegangen, Grundlage der drei Welten und Bezwingerin Shumbhas und anderer Dämonen. Sie leuchtet wie der Mond zwischen den Wolken und trägt Glocke, Dreizack, Pflug, Muschel, Stampfer, Diskus, Bogen und Pfeil. Möge Durga unser Unglück wegnehmen: auf dem Löwen sitzend, den Mond am Haupt, mit smaragdgrün leuchtenden vier Armen, Muschel, Diskus, Bogen und Pfeilen, drei Augen, Armreifen, Halsketten, klingendem Gürtel, Fußringen und strahlenden Edelsteinohrringen. Om, Verehrung der höchsten Göttin Durga im Wesen dieser drei Göttinnen: Ich meditiere.
27. Avahana – die Göttin einladen
Lege eine frische Blüte vor Durga.
hiraṇyavarṇāṃ hariṇīṃ suvarṇa rajatasrajām |
candrāṃ hiraṇmayīṃ lakṣmīṃ jātavedo mamāvaha ||
āgaccha varade devi daityadarpavināśini |
pūjāṃ gṛhāṇa sumukhi namaste śaṅkarapriye ||
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ āvāhayāmi |
Bedeutung: Jatavedas, bringe mir Lakshmi, die golden leuchtende, bewegliche Göttin mit goldenen und silbernen Ketten, mondgleich und voller Goldglanz. Komm, segnende Göttin, die den Stolz der Dämonen vernichtet. Freundliche, Geliebte Shankaras, nimm meine Verehrung an; ich verneige mich vor dir. Om, Verehrung der höchsten Göttin Durga: Ich lade dich ein.
28. Asana – einen Sitz anbieten
Lege eine Blüte oder einige Reiskörner an den Sockel. Vergegenwärtige den kostbaren Sitz.
tāṃ ma ā vaha jātavedo lakṣmīmanapagāminīm |
yasyāṃ hiraṇyaṃ vindeyaṃ gāmaśvaṃ puruṣānaham ||
anekaratnasamyuktaṃ nānāmaṇigaṇānvitam |
idaṃ hemamayaṃ divyamāsanaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ navaratnakhacita suvarṇasiṃhāsanaṃ samarpayāmi |
Bedeutung: Jatavedas, bringe mir die nicht wieder weichende Lakshmi, durch die ich Gold, Kühe, Pferde und Menschen als helfende Gemeinschaft erlange. Nimm diesen göttlichen goldenen Sitz mit vielen Edelsteinen an. Om, Verehrung der höchsten Göttin Durga: Ich bringe den mit neun Edelsteinen geschmückten goldenen Thron dar.
29. Padya – Fußwasser reichen
Reiche einen Löffel Wasser vor den Füßen der Gestalt und lasse ihn in die Auffangschale fließen.
aśvapūrvāṃ rathamadhyāṃ hastināda prabodhinīm |
śriyaṃ devīmupahvaye śrīrmā devī juṣatām ||
gaṅgādisarvatīrthebhya ānītaṃ toyamuttamam |
pādyārthaṃ te pradāsyāmi gṛhāṇa parameśvari ||
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ pādayoḥ pādyaṃ samarpayāmi |
Bedeutung: Ich rufe Shri, die Göttin, deren Zug Pferde anführen, in dessen Mitte ein Wagen steht und die Elefantenrufe wecken. Möge Shri mich beglücken. Aus Ganga und allen heiligen Badeorten herbeigebrachtes Wasser reiche ich für deine Füße; höchste Herrin, nimm es an. Om, Verehrung der höchsten Göttin Durga: Ich bringe Fußwasser dar.
30. Arghya – Ehrenwasser reichen
Mische Wasser mit Sandelpaste, einer Blüte und ganzen Reiskörnern. Zeige es vor den Händen der Gestalt und gieße es in die Auffangschale.
kāṃ sosmitāṃ hiraṇyaprākārāmārdrāṃ jvalantīṃ tṛptāṃ tarpayantīm |
padmesthitāṃ padmavarṇāṃ tāmihopahvaye śriyam ||
gandha puṣpākṣatairyuktamarghyaṃ sampāditaṃ mayā |
gṛhāṇa tvaṃ mahādevi prasannā bhava sarvadā ||
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ hastayoḥ arghyaṃ samarpayāmi |
Bedeutung: Ich rufe hier Shri an, die Lächelnde, von Gold umgeben, feucht und lebenspendend, leuchtend, erfüllt und Erfüllung schenkend, auf dem Lotus sitzend und lotusfarben. Das Ehrenwasser habe ich mit Duft, Blüten und Reiskörnern bereitet; große Göttin, nimm es an und sei stets gnädig. Om, Verehrung der höchsten Göttin Durga: Ich bringe Ehrenwasser an den Händen dar.
31. Achamaniya – Mundwasser reichen
Zeige wenig sauberes Wasser vor dem Mund der Gestalt und gieße es in die Auffangschale. Den im Vers genannten Kampfer biete innerlich als Duft an.
candrāṃ prabhāsāṃ yaśasā jvalantīṃ śriyaṃ loke devajuṣṭāmudārām |
tāṃ padminīmīṃ śaraṇamahaṃ prapadye'lakṣmīrme naśyatāṃ tvāṃ vṛṇe ||
karpūreṇa sugandhena vāsitaṃ svādu śītalam |
toyamācamanīyārthaṃ gṛhāṇa parameśvari ||
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ mukhe ācamanīyaṃ samarpayāmi |
Bedeutung: Ich nehme Zuflucht bei Shri, der mondgleichen, leuchtenden, ruhmreichen, von den Göttern geliebten, großherzigen Lotusgöttin. Unglück möge schwinden; dich wähle ich. Höchste Herrin, nimm dieses süße, kühle, mit Kampfer beduftete Wasser für die Mundspülung an. Om, Verehrung der höchsten Göttin Durga: Ich bringe Mundwasser dar.
32. Madhuparka – eine süße Ehrengabe anbieten
Stelle eine eigene kleine Schale Joghurt (bzw. Pflanzenjoghurt) mit Honig (bzw. Pflanzensirup) vor die Gestalt.
kāpilaṃ dadhi kundendudhavalaṃ madhusamyutam |
svarṇapātrasthitaṃ devi madhuparkaṃ gṛhāṇa bhoḥ ||
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ madhuparkaṃ samarpayāmi |
Bedeutung: Göttin, nimm diesen Madhuparka im goldenen Gefäß an: Joghurt einer braunen Kuh, weiß wie Jasmin und Mond, mit Honig verbunden. Om, Verehrung der höchsten Göttin Durga: Ich bringe Madhuparka dar.
33. Panchamrita – mit fünf süßen Gaben baden
Bade die wasserfeste Gestalt mit wenig Milch (bzw. Pflanzenmilch), Joghurt (bzw. Pflanzenjoghurt), Ghee (bzw. Pflanzenöl), Zucker und Honig (bzw. Pflanzensirup), gemeinsam als Panchamrita gemischt. Vor einem Papierbild biete die Mischung nur in einer Schale an.
payo dadhi ghṛtaṃ caiva śarkarā madhu samyutam |
pañcāmṛtaṃ mayā'nītaṃ snānārthaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ pañcāmṛtasnānaṃ samarpayāmi |
Bedeutung: Milch, Joghurt, Ghee, Zucker und Honig habe ich als Panchamrita gebracht; nimm es zum Baden an. Om, Verehrung der höchsten Göttin Durga: Ich bringe das Bad mit den fünf Nektaren dar.
34. Snana – mit klarem Wasser nachspülen
Spüle die wasserfeste Gestalt mit frischem Wasser nach und trockne sie. Reiche anschließend einen Löffel Mundwasser in die Auffangschale.
ādityavarṇe tapaso'dhi jāto vanaspatistava vṛkṣo'tha bilvaḥ |
tasya phalāni tapasā nudantu mā yāntarāyāśca bāhyā alakṣmīḥ ||
śuddhaṃ yatsalilaṃ divyaṃ gaṅgājalasamaṃ smṛtam |
samarpitaṃ mayā bhaktyā snānārthaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ śuddhodaka snānaṃ samarpayāmi |
snānānantaraṃ śuddhācamanīyaṃ samarpayāmi |
Bedeutung: Sonnengleiche, durch deine geistige Glut entstand der Baum, dein Bilva-Baum. Seine Früchte mögen durch diese Kraft äußeres Unglück und innere Hindernisse entfernen. Nimm dieses reine göttliche Wasser an, das als Ganga-Wasser gilt und von mir hingebungsvoll zum Bad dargebracht wird. Om, Verehrung der höchsten Göttin Durga: Ich bringe klares Badewasser und danach reines Mundwasser dar.
35. Vastra – die Göttin kleiden
Lege zwei frische Tücher und ein kleines Oberteil an oder vor die trockene Gestalt.
upaitu māṃ devasakhaḥ kīrtiśca maṇinā saha |
prādurbhūto'smi rāṣṭre'smin kīrtimṛddhiṃ dadātu me ||
abhi vastrā suvasanānyarṣābhi dhenūḥ sudughāḥ pūyamānaḥ |
abhi candrā bhartave no hiraṇyābhyaśvānrathino deva soma ||
paṭṭayugmaṃ mayā dattaṃ kañcukena samanvitam |
paridhehi kṛpāṃ kṛtvā mātardurgārtināśinī ||
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ vastrayugmaṃ samarpayāmi |
Bedeutung: Mögen der Freund der Götter und Ruhm mit Kostbarkeit zu mir kommen. In diesem Land bin ich geboren; mögen sie mir Ansehen und Gedeihen geben. Geläuterter Soma, ströme uns gute Gewänder, reichlich Milch spendende Kühe, glänzendes Gold und Wagenpferde zu. Mutter, die Not beseitigt, ziehe gnädig das von mir gegebene Gewandpaar mit Oberteil an. Om, Verehrung der höchsten Göttin Durga: Ich bringe das Gewandpaar dar.
36. Saubhagya Sutra – eine Glücksschnur schenken
Lege eine schmückende Schnur an den Hals der Gestalt oder vor das Bild.
kṣutpipāsāmalāṃ jyeṣṭhāmalakṣmīrnāśayāmyaham |
abhūtimasamṛddhiṃ ca sarvān nirṇuda me gṛhāt ||
saubhāgyasūtraṃ varade suvarṇamaṇisamyutam |
kaṇṭhe'rpayāmi deveśi saubhāgyaṃ dehi me sadā ||
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ saubhāgyasūtraṃ samarpayāmi |
Bedeutung: Ich vertreibe die ältere Alakshmi, deren Unreinheit Hunger und Durst sind; vertreibe Mangel und Armut aus meinem Haus. Segnende Herrin, ich lege dir die mit Gold und Edelstein verbundene Glücksschnur an den Hals; schenke mir stets Wohlergehen. Om, Verehrung der höchsten Göttin Durga: Ich bringe die Glücksschnur dar.
37. Gandha – Sandelduft anbieten
Trage wenig pflanzliche Sandelpaste an der Stirn oder am Sockel auf. Bei empfindlichem Material stelle ein Schälchen davor.
gandhadvārāṃ durādharṣāṃ nityapuṣṭāṃ karīṣiṇīm |
īśvarīgṃ sarvabhūtānāṃ tāmihopahvaye śriyam ||
gandham –
śrīkhaṇḍaṃ candanaṃ divyaṃ gandhāḍhyaṃ sumanoharam |
vilepanaṃ suraśreṣṭhe candanaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ candanaṃ samarpayāmi |
Bedeutung: Ich rufe hier Shri an, die durch Duft wahrnehmbare, unbezwingbare, stets genährte, fruchtbare Herrin aller Wesen. Beste unter den Göttlichen, nimm diese köstliche, duftreiche Sandelpaste zur Salbung an. Om, Verehrung der höchsten Göttin Durga: Ich bringe Sandel dar.
38. Haridra – Schmuck darbringen
Biete etwas Kurkuma in einem Schälchen an.
haridrārañjite devi sukhasaubhāgyadāyini |
tasmāttvāṃ pūjayāmyatra sukhaṃ śāntiṃ prayaccha me ||
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ haridrācūrṇaṃ samarpayāmi |
Bedeutung: Mit Kurkuma geschmückte Göttin, die Glück und Wohlergehen schenkt, ich verehre dich hier; gib mir Glück und Frieden. Om, Verehrung der höchsten Göttin Durga: Ich bringe Kurkumapulver dar.
39. Kumkum – Schmuck darbringen
Biete kosmetisches Kumkum als Stirnschmuck an.
kuṅkumaṃ kāmadaṃ divyaṃ kāminīkāmasambhavam |
kuṅkumenārcitā devī kuṅkumaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ kuṅkumaṃ samarpayāmi |
Bedeutung: Nimm dieses göttliche, Wünsche erfüllende Kumkum an, das mit liebendem Verlangen verbunden ist. Mit Kumkum wird die Göttin verehrt. Om, Verehrung der höchsten Göttin Durga: Ich bringe Kumkum dar.
40. Sindur – Schmuck darbringen
Stelle das Schälchen mit kosmetischem Sindur vor die Göttin.
sindūramaruṇābhāsaṃ japākusumasannibham |
arpitaṃ te mayā bhaktyā prasīda parameśvari ||
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ sindūraṃ samarpayāmi |
Bedeutung: Höchste Herrin, ich bringe hingebungsvoll Sindur dar, rot leuchtend wie eine Hibiskusblüte; sei gnädig. Om, Verehrung der höchsten Göttin Durga: Ich bringe Sindur dar.
41. Kajal – Schmuck darbringen
Biete kosmetischen Kajal im Schälchen als Augenschmuck an.
cakṣubhyāṃ kajjalaṃ ramyaṃ subhage śāntikārakam |
karpūrajyotimutpannaṃ gṛhāṇa parameśvari ||
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ kajjalaṃ samarpayāmi |
Bedeutung: Glückverheißende höchste Herrin, nimm den schönen, friedvollen Augenschmuck an, der aus dem Licht des Kampfers hervorgegangen ist. Om, Verehrung der höchsten Göttin Durga: Ich bringe Kajal dar.
42. Abharana – Schmuck anlegen
Lege vorhandenen Schmuck an oder vor die Göttin; kostbare Edelsteine werden innerlich vergegenwärtigt.
manasaḥ kāmamākūtiṃ vācaḥ satyamaśīmahi |
paśūnāgṃ rūpamannasya mayi śrīḥ śrayatāṃ yaśaḥ ||
hāra kaṅkaṇa keyūra mekhalā kuṇḍalādibhiḥ |
ratnāḍhyaṃ hīrakopetaṃ bhūṣaṇaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ ābharaṇāni samarpayāmi |
Bedeutung: Mögen wir Herzenswunsch, Absicht und wahrhaftige Rede erlangen. Mögen die Gestaltfülle der Tiere, Nahrung, Shri und Ansehen bei mir wohnen. Nimm den mit Edelsteinen und Diamanten besetzten Schmuck an: Halskette, Armreifen, Oberarmbänder, Gürtel und Ohrringe. Om, Verehrung der höchsten Göttin Durga: Ich bringe Schmuck dar.
43. Pushpa Mala – mit Blüten schmücken
Lege eine frische Girlande an oder vor die Gestalt.
kardamena prajābhūtā mayi sambhava kardama |
śriyaṃ vāsaya me kule mātaraṃ padmamālinīm ||
mālyādīni sugandhīni mālatyādīni bhaktitaḥ |
mayā'hṛtāni puṣpāṇi pūjārthaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ puṣpamālāṃ samarpayāmi |
Bedeutung: Kardama, durch dich entstand Nachkommenschaft; sei in mir gegenwärtig. Lass Shri, die Mutter mit der Lotusgirlande, in meiner Familie wohnen. Nimm die duftenden Girlanden und Blüten wie Jasmin an, die ich hingebungsvoll zur Verehrung gebracht habe. Om, Verehrung der höchsten Göttin Durga: Ich bringe eine Blütengirlande dar.
44. Anga Puja – die ganze Gestalt verehren
Lege bei jeder der folgenden 18 Anrufungen eine frische Blüte oder einige Reiskörner an das genannte Glied; bei einem Bild genügt die Gabe vor dem Sockel mit entsprechender Aufmerksamkeit.
oṃ durgāyai namaḥ – pādau pūjayāmi |
oṃ girijāyai namaḥ – gulphau pūjayāmi |
oṃ aparṇāyai namaḥ – jānūnī pūjayāmi |
oṃ harapriyāyai namaḥ – ūrū pūjayāmi |
oṃ pārvatyai namaḥ – kaṭiṃ pūjayāmi |
oṃ āryāyai namaḥ – nābhiṃ pūjayāmi |
oṃ jaganmātre namaḥ – udaraṃ pūjayāmi |
oṃ maṅgalāyai namaḥ – kukṣiṃ pūjayāmi |
oṃ śivāyai namaḥ – hṛdayaṃ pūjayāmi |
oṃ maheśvaryai namaḥ – kaṇṭhaṃ pūjayāmi |
oṃ viśvavandyāyai namaḥ – skandhau pūjayāmi |
oṃ kālyai namaḥ – bāhū pūjayāmi |
oṃ ādyāyai namaḥ – hastau pūjayāmi |
oṃ varadāyai namaḥ – mukhaṃ pūjayāmi |
oṃ suvāṇyai namaḥ – nāsikāṃ pūjayāmi |
oṃ kamalākṣyai namaḥ – netre pūjayāmi |
oṃ ambikāyai namaḥ – śiraḥ pūjayāmi |
oṃ parādevyai namaḥ – sarvāṇyaṅgāni pūjayāmi |
Bedeutung: Om, Verehrung: Durga – ich verehre die Füße; Girija – die Knöchel; Aparna – die Knie; Harapriya – die Oberschenkel; Parvati – die Taille; Arya – den Nabel; Jaganmata – den Bauch; Mangala – die Seiten; Shiva – das Herz; Maheshvari – den Hals; Vishvavandya – die Schultern; Kali – die Arme; Adya – die Hände; Varada – das Gesicht; Suvani – die Nase; Kamalakshi – die Augen; Ambika – das Haupt; Paradevi – alle Glieder.
45. Ashtottara Shatanamavali – 108 Namen Durgas
Bringe zu jeder der 108 Zeilen eine frische Blüte oder einige Reiskörner dar. Der Name Nirguna steht in dieser überlieferten Fassung zweimal. Name 89, Svadhanari-Madhyagata, wird wegen seiner unsicheren Bedeutung als Eigenname wiedergegeben.
oṃ durgāyai namaḥ |
oṃ śivāyai namaḥ |
oṃ mahālakṣmyai namaḥ |
oṃ mahāgauryai namaḥ |
oṃ caṇḍikāyai namaḥ |
oṃ sarvajñāyai namaḥ |
oṃ sarvalokeśyai namaḥ |
oṃ sarvakarmaphalapradāyai namaḥ |
oṃ sarvatīrthamayyai namaḥ |
oṃ puṇyāyai namaḥ |
oṃ devayonaye namaḥ |
oṃ ayonijāyai namaḥ |
oṃ bhūmijāyai namaḥ |
oṃ nirguṇāyai namaḥ |
oṃ ādhāraśaktyai namaḥ |
oṃ anīśvaryai namaḥ |
oṃ nirguṇāyai namaḥ |
oṃ nirahaṅkārāyai namaḥ |
oṃ sarvagarvavimardinyai namaḥ |
oṃ sarvalokapriyāyai namaḥ |
oṃ vāṇyai namaḥ |
oṃ sarvavidyādhidevatāyai namaḥ |
oṃ pārvatyai namaḥ |
oṃ devamātre namaḥ |
oṃ vanīśāyai namaḥ |
oṃ vindhyavāsinyai namaḥ |
oṃ tejovatyai namaḥ |
oṃ mahāmātre namaḥ |
oṃ koṭisūryasamaprabhāyai namaḥ |
oṃ devatāyai namaḥ |
oṃ vahnirūpāyai namaḥ |
oṃ sadaujase namaḥ |
oṃ varṇarūpiṇyai namaḥ |
oṃ guṇāśrayāyai namaḥ |
oṃ guṇamayyai namaḥ |
oṃ guṇatrayavivarjitāyai namaḥ |
oṃ karmajñānapradāyai namaḥ |
oṃ kāntāyai namaḥ |
oṃ sarvasaṃhārakāriṇyai namaḥ |
oṃ dharmajñānāyai namaḥ |
oṃ dharmaniṣṭhāyai namaḥ |
oṃ sarvakarmavivarjitāyai namaḥ |
oṃ kāmākṣyai namaḥ |
oṃ kāmasaṃhartryai namaḥ |
oṃ kāmakrodhavivarjitāyai namaḥ |
oṃ śāṅkaryai namaḥ |
oṃ śāmbhavyai namaḥ |
oṃ śāntāyai namaḥ |
oṃ candrasūryāgnilocanāyai namaḥ |
oṃ sujayāyai namaḥ |
oṃ jayabhūmiṣṭhāyai namaḥ |
oṃ jāhnavyai namaḥ |
oṃ janapūjitāyai namaḥ |
oṃ śāstrāyai namaḥ |
oṃ śāstramayāyai namaḥ |
oṃ nityāyai namaḥ |
oṃ śubhāyai namaḥ |
oṃ candrārdhamastakāyai namaḥ |
oṃ bhāratyai namaḥ |
oṃ bhrāmaryai namaḥ |
oṃ kalpāyai namaḥ |
oṃ karālyai namaḥ |
oṃ kṛṣṇapiṅgalāyai namaḥ |
oṃ brāhmyai namaḥ |
oṃ nārāyaṇyai namaḥ |
oṃ raudryai namaḥ |
oṃ candrāmṛtapariśrutāyai namaḥ |
oṃ jyeṣṭhāyai namaḥ |
oṃ indirāyai namaḥ |
oṃ mahāmāyāyai namaḥ |
oṃ jagatsṛṣṭyādikāriṇyai namaḥ |
oṃ brahmāṇḍakoṭisaṃsthānāyai namaḥ |
oṃ kāminyai namaḥ |
oṃ kamalālayāyai namaḥ |
oṃ kātyāyanyai namaḥ |
oṃ kalātītāyai namaḥ |
oṃ kālasaṃhārakāriṇyai namaḥ |
oṃ yoganiṣṭhāyai namaḥ |
oṃ yogigamyāyai namaḥ |
oṃ yogidhyeyāyai namaḥ |
oṃ tapasvinyai namaḥ |
oṃ jñānarūpāyai namaḥ |
oṃ nirākārāyai namaḥ |
oṃ bhaktābhīṣṭaphalapradāyai namaḥ |
oṃ bhūtātmikāyai namaḥ |
oṃ bhūtamātre namaḥ |
oṃ bhūteśāyai namaḥ |
oṃ bhūtadhāriṇyai namaḥ |
oṃ svadhānārīmadhyagatāyai namaḥ |
oṃ ṣaḍādhārādivartinyai namaḥ |
oṃ mohadāyai namaḥ |
oṃ aṃśubhavāyai namaḥ |
oṃ śubhrāyai namaḥ |
oṃ sūkṣmāyai namaḥ |
oṃ mātrāyai namaḥ |
oṃ nirālasāyai namaḥ |
oṃ nimnagāyai namaḥ |
oṃ nīlasaṅkāśāyai namaḥ |
oṃ nityānandāyai namaḥ |
oṃ harāyai namaḥ |
oṃ parāyai namaḥ |
oṃ sarvajñānapradāyai namaḥ |
oṃ anantāyai namaḥ |
oṃ satyāyai namaḥ |
oṃ durlabharūpiṇyai namaḥ |
oṃ sarasvatyai namaḥ |
oṃ sarvagatāyai namaḥ |
oṃ sarvābhīṣṭapradāyinyai namaḥ |
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ aṣṭottaraśatanāma pūjāṃ samarpayāmi |
Bedeutung: Om, Verehrung: 1. Durga, die schwer Zugängliche; 2. Shiva, die Heilvolle; 3. Mahalakshmi, die große Fülle; 4. Mahagauri, die große Helle; 5. Chandika, die Entschlossene; 6. Allwissende; 7. Herrin aller Welten; 8. Spenderin der Früchte aller Handlungen; 9. Wesen aller heiligen Badeorte; 10. Heilige; 11. Ursprung der Götter; 12. ohne Mutterschoß Geborene; 13. aus der Erde Geborene; 14. jenseits der Eigenschaften; 15. tragende Kraft; 16. die keine Herrin über sich hat; 17. jenseits der Eigenschaften; 18. ohne Ichdünkel; 19. Zerstörerin allen Stolzes; 20. allen Welten Liebe; 21. Vani, die Rede; 22. Gottheit aller Wissensgebiete; 23. Parvati, die Bergtochter; 24. Mutter der Götter; 25. Herrin des Waldes; 26. im Vindhya-Gebirge Wohnende; 27. Lichtvolle; 28. große Mutter; 29. wie Millionen Sonnen Strahlende; 30. Göttin; 31. Feuergestaltige; 32. stets Kraftvolle; 33. Gestalt der Laute und Farben; 34. Grundlage der Eigenschaften; 35. aus Eigenschaften Bestehende; 36. von den drei Gunas Freie; 37. Spenderin von Handeln und Erkenntnis; 38. Liebliche; 39. Bewirkerin der Auflösung von allem; 40. Kennerin des Dharma; 41. im Dharma Feststehende; 42. von allen Handlungen Freie; 43. Kamakshi, die mit begehrenswerten Augen; 44. Überwinderin des Begehrens; 45. von Begehren und Zorn Freie; 46. Shankari, die zu Shankara gehört; 47. Shambhavi, die zu Shambhu gehört; 48. Friedvolle; 49. deren Augen Mond, Sonne und Feuer sind; 50. Siegreiche; 51. auf Siegesgrund Stehende; 52. Jahnavi, die Ganga; 53. von Menschen Verehrte; 54. Verkörperung der Lehre; 55. aus heiliger Lehre Bestehende; 56. Ewige; 57. Glückverheißende; 58. mit dem Halbmond am Haupt; 59. Bharati, Göttin der Rede; 60. Bhramari, die Bienengestaltige; 61. Fähige und Schöpferische; 62. Furchterregende; 63. Dunkelbraune; 64. Brahmi, Kraft Brahmas; 65. Narayani, Kraft Narayanas; 66. Raudri, Kraft Rudras; 67. von Mondnektar Überströmte; 68. Älteste; 69. Indira, die Schöne; 70. Mahamaya, große Erscheinungsmacht; 71. Bewirkerin von Weltschöpfung und den folgenden Vorgängen; 72. in Millionen Welt-Eiern Bestehende; 73. Liebende; 74. im Lotus Wohnende; 75. Katyayani; 76. jenseits der begrenzten Kräfte Stehende; 77. Auflöserin der Zeit; 78. im Yoga Feststehende; 79. durch Yogis Erreichbare; 80. von Yogis zu Meditierende; 81. Askese Übende; 82. Gestalt der Erkenntnis; 83. Gestaltlose; 84. Spenderin der von Gläubigen ersehnten Früchte; 85. Selbst der Wesen; 86. Mutter der Wesen; 87. Herrin der Wesen; 88. Trägerin der Wesen; 89. Svadhanari-Madhyagata; 90. in den sechs Stützen und weiteren Zentren Wohnende; 91. Spenderin der Verblendung; 92. aus Strahlen Hervorgegangene; 93. Reine und Helle; 94. Feine; 95. Maß und Grundeinheit; 96. Unermüdliche; 97. als Fluss Herabströmende; 98. dunkelblau Erscheinende; 99. ewige Freude; 100. die Hinwegnehmende; 101. Höchste; 102. Spenderin allen Wissens; 103. Unendliche; 104. Wahre; 105. in ihrer Gestalt schwer Erreichbare; 106. Sarasvati; 107. Allgegenwärtige; 108. Spenderin alles Ersehnten. Om, Verehrung der höchsten Göttin Durga: Ich bringe die Verehrung mit 108 Namen dar.
46. Dhupa – Räucherduft anbieten
Entzünde pflanzliches Räucherwerk, lösche eine etwaige offene Flamme und zeige den aufsteigenden Duft.
āpaḥ sṛjantu snigdhāni ciklīta vasa me gṛhe |
ni ca devīṃ mātaraṃ śriyaṃ vāsaya me kule ||
vanaspatirasodbhūto gandhāḍhyo gandha uttamaḥ |
āghreyaḥ sarvadevānāṃ dhūpo'yaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ dhūpaṃ āghrāpayāmi |
Bedeutung: Mögen die Wasser nährende Feuchtigkeit hervorbringen. Chiklita, wohne in meinem Haus und lass auch die göttliche Mutter Shri in meiner Familie wohnen. Nimm diesen vorzüglichen, aus Baumharz entstandenen, duftreichen Weihrauch an, den alle Götter gern riechen. Om, Verehrung der höchsten Göttin Durga: Ich lasse dich Räucherduft empfangen.
47. Dipa – das Licht zeigen
Entzünde die drei Dochte der eigenen Durga-Lampe mit Ghee (bzw. Pflanzenöl). Zeige das Licht vor der Göttin; reiche danach Mundwasser gesondert in die Auffangschale.
ārdrāṃ puṣkariṇīṃ puṣṭiṃ piṅgalāṃ padmamālinīm |
candrāṃ hiraṇmayīṃ lakṣmīṃ jātavedo mamāvaha ||
sājyaṃ trivartisamyuktaṃ vahninā yojitaṃ mayā |
dīpaṃ gṛhāṇa deveśi trailokyatimirāpaham ||
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ dīpaṃ darśayāmi |
dhūpa dīpānantaraṃ śuddhācamanīyaṃ samarpayāmi |
Bedeutung: Jatavedas, bringe mir die lebenspendende, lotustragende, nährende, goldbraune, lotusbekränzte, mondgleiche, goldglänzende Lakshmi. Göttliche Herrin, nimm die von mir mit Ghee und drei Dochten bereitete, entzündete Lampe an, die das Dunkel der drei Welten vertreibt. Om, Verehrung der höchsten Göttin Durga: Ich zeige Licht und bringe nach Duft und Licht reines Mundwasser dar.
48. Naivedya – die Speise weihen
Stelle eine eigene vegetarische Speiseportion aus festen und weichen Speisen, Zuckergebäck, Milch (bzw. Pflanzenmilch), Joghurt (bzw. Pflanzenjoghurt) und Ghee (bzw. Pflanzenöl) vor die Göttin. Beim Gayatri-Gebet sprenge Wasser um den Teller; wähle nur die passende Tages- oder Abendformel. Die fünf Svaha-Rufe weihen die Speise den Lebenskräften; es sind keine Feueropfer. Lass einen stillen Augenblick Zeit. Reiche die genannten Wassergaben zum Trinken, Mahlabschluss, für Hände, Füße und Mund nacheinander in die Auffangschale.
ārdrāṃ yaḥ kariṇīṃ yaṣṭiṃ suvarṇāṃ hemamālinīm |
sūryāṃ hiraṇmayīṃ lakṣmīṃ jātavedo mamāvaha ||
śarkarākhaṇḍakhādyāni dadhikṣīraghṛtāni ca |
āhārārthaṃ bhakṣyabhojyaṃ naivedyaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ naivedyaṃ samarpayāmi |
oṃ bhūrbhuvassuvaḥ | tatsaviturvareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi |
dhiyo yo naḥ pracodayāt ||
satyaṃ tvā ṛtena pariṣiñcāmi |
(Am Abend: ṛtaṃ tvā satyena pariṣiñcāmi)
amṛtamastu | amṛtopastaraṇamasi |
oṃ prāṇāya svāhā | oṃ apānāya svāhā |
oṃ vyānāya svāhā | oṃ udānāya svāhā |
oṃ samānāya svāhā |
madhye madhye pānīyaṃ samarpayāmi |
amṛtāpidhānamasi | uttarāpośanaṃ samarpayāmi |
hastau prakṣālayāmi | pādau prakṣālayāmi |
śuddhācamanīyaṃ samarpayāmi |
Bedeutung: Jatavedas, bringe mir die lebenspendende, kraftvolle, stützende, goldfarbene, goldbekränzte, sonnengleiche und goldglänzende Lakshmi. Nimm Zuckergebäck, Joghurt, Milch, Ghee sowie feste und weiche Speisen als Mahlzeit an. Om, Verehrung der höchsten Göttin Durga: Ich bringe Speise dar. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel; wir meditieren auf den verehrungswürdigen Glanz des göttlichen Savitar, möge er unsere Einsicht anregen. Wahrheit, ich umsprenge dich mit kosmischer Ordnung. Am Abend: Kosmische Ordnung, ich umsprenge dich mit Wahrheit. Möge es Nektar sein; du bist die Unterlage der Unsterblichkeit. Om, Prana, Apana, Vyana, Udana und Samana: Svaha. Dazwischen reiche ich Trinkwasser. Du bist die Bedeckung der Unsterblichkeit; ich reiche Wasser zum Mahlabschluss, wasche Hände und Füße und biete reines Mundwasser an.
49. Rituphala – Früchte schenken
Lege eine gesonderte Portion saisonaler Früchte vor Durga.
idaṃ phalaṃ mayā devi sthāpitaṃ puratastava |
tena me saphalāvāptirbhavejjanmani janmani ||
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ ṛtuphalaṃ samarpayāmi |
Bedeutung: Göttin, diese Frucht habe ich vor dich gelegt. Möge dadurch mein Leben Geburt für Geburt gute Frucht tragen. Om, Verehrung der höchsten Göttin Durga: Ich bringe jahreszeitliche Früchte dar.
50. Tambula – eine abschließende Mundgabe anbieten
Lege Betelblatt, Arekanuss, Kardamom und Nelke auf einem eigenen Teller als symbolische Gabe nieder; sie wird nicht verzehrt.
tāṃ ma ā vaha jātavedo lakṣmīmanapagāminīm |
yasyāṃ hiraṇyaṃ prabhūtaṃ gāvo dāsyo'śvānvindeyaṃ puruṣānaham ||
pūgīphalaṃ mahaddivyaṃ nāgavallīdalairyutam |
elālavaṅgasamyuktaṃ tāmbūlaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ tāmbūlaṃ samarpayāmi |
Bedeutung: Jatavedas, bringe mir die nicht wieder weichende Lakshmi, durch die ich reichlich Gold, Kühe, Dienerinnen, Pferde und Menschen erlange. Nimm die kostbare Arekanuss mit Betelblättern, Kardamom und Nelken als Tambula an. Om, Verehrung der höchsten Göttin Durga: Ich bringe Tambula dar.
51. Dakshina – eine Gabe widmen
Lege eine Münze als symbolische Goldgabe vor die Göttin. Gib sie nach der Feier als Gabe an die Ritualleitung oder als Spende weiter.
hiraṇyagarbhagarbhasthaṃ hemabījaṃ vibhāvasoḥ |
anantapuṇyaphaladaṃ ataḥ śāntiṃ prayaccha me ||
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ dakṣiṇāṃ samarpayāmi |
Bedeutung: Gold, im Schoß Hiranyagarbhas geborgener Same des Feuers, du spendest endlose Frucht guten Handelns; schenke mir Frieden. Om, Verehrung der höchsten Göttin Durga: Ich bringe Dakshina dar.
52. Nirajana – abschließende Lichtverehrung
Entzünde wenig Ritualkampfer in der vorgesehenen feuerfesten Schale und führe das Licht ruhig kreisend vor Durga. Reiche anschließend Mundwasser und verneige dich.
samrājaṃ ca virājaṃ cābhiśrīryā ca no gṛhe |
lakṣmī rāṣṭrasya yā mukhe tayā mā sagṃ sṛjāmasi ||
kadalīgarbhasambhūtaṃ karpūraṃ tu pradīpitam |
ārārtikamahaṃ kurve paśya māṃ varadā bhava ||
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ karpūra nīrājanaṃ samarpayāmi |
nīrājanānantaraṃ śuddhācamanīyaṃ samarpayāmi | namaskaromi |
Bedeutung: Mit der herrschenden und strahlenden Shri unseres Hauses und mit Lakshmi, die das Antlitz des Landes ziert, verbinden wir uns. Ich entzünde Kampfer, der dem Inneren der Banane entstammt, und vollziehe die Lichtverehrung. Sieh mich an und gewähre Segen. Om, Verehrung der höchsten Göttin Durga: Ich bringe Kampferlicht, danach reines Mundwasser und meine Verneigung dar. Die Herkunftsangabe des Verses wird als traditionelle Bild- und Stoffbezeichnung wiedergegeben.
53. Mantrapushpa – das Blumengebet darbringen
Halte frische Blüten in den Händen. Sprich das Gebet und lege sie danach nieder.
oṃ kātyāyanāya vidmahe kanyakumāri dhīmahi |
tanno durgiḥ pracodayāt ||
śraddhayā siktayā bhaktyā hyārdrapremṇā samarpitaḥ |
mantrapuṣpāñjaliścāyaṃ kṛpayā pratigṛhyatām ||
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ mantrapuṣpaṃ samarpayāmi |
Bedeutung: Om, wir erkennen die zu Katyayana gehörende Göttin und meditieren auf die jungfräuliche Kumari; möge Durgi uns anregen. Nimm gnädig diese mit Vertrauen, Hingabe und inniger Liebe dargebrachte Mantra-Blumengabe an. Om, Verehrung der höchsten Göttin Durga: Ich bringe das Blumengebet dar.
54. Atmapradakshina – sich in Ehrfurcht wenden
Wende dich an deinem Platz achtsam im Uhrzeigersinn und verneige dich. Eine bestimmte Wiederholungszahl nennt diese Fassung nicht.
yāni kāni ca pāpāni janmāntarakṛtāni ca |
tāni tāni praṇaśyanti pradakṣiṇa pade pade |
pāpo'haṃ pāpakarmā'haṃ pāpātmā pāpasambhava |
trāhi māṃ kṛpayā devī śaraṇāgatavatsale |
anyathā śaraṇaṃ nāsti tvameva śaraṇaṃ mama |
tasmātkāruṇya bhāvena rakṣa rakṣa maheśvari |
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ ātmapradakṣiṇa namaskārān samarpayāmi |
Bedeutung: Welche Verfehlungen auch in anderen Geburten begangen wurden, mögen sie mit jedem Schritt der Umrundung vergehen. Ich bin von Verfehlung geprägt, handle fehlbar und bin aus Verfehlung hervorgegangen; rette mich in deiner Gnade, Göttin, die den Zuflucht Suchenden liebevoll zugewandt ist. Keine andere Zuflucht habe ich; du allein bist meine Zuflucht. Darum beschütze mich aus Mitgefühl, große Herrin. Om, Verehrung der höchsten Göttin Durga: Ich bringe Umwendung und Verneigung dar.
55. Sashtanga Namaskara – sich ganz verneigen
Verneige dich mit dem ganzen Körper, soweit möglich; andernfalls tief im Sitzen.
urasā śirasā dṛṣṭyā manasā vacasā tathā |
padbhyāṃ karābhyāṃ karṇābhyāṃ praṇāmo'ṣṭāṅgamucyate ||
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ sāṣṭāṅganamaskārān samarpayāmi |
Bedeutung: Mit Brust, Haupt, Blick, Geist, Rede, Füßen, Händen und Ohren wird die achtgliedrige Verneigung vollzogen. Om, Verehrung der höchsten Göttin Durga: Ich bringe die Verneigung mit acht Gliedern dar.
56. Rajopachara – königliche Dienste anbieten
Vollziehe die genannten Dienste innerlich. Schirm, Wedel, Tanz, Gesang, Schaukel sowie Pferde- und Elefantenritt werden als liebevolle Vorstellungen angeboten.
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ chatraṃ ācchādayāmi |
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ cāmarairvījayāmi |
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ nṛtyaṃ darśayāmi |
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ gītaṃ śrāvayāmi |
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ āndolikānnārohayāmi |
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ aśvānārohayāmi |
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ gajānārohayāmi |
yadyaddravyamapūrvaṃ ca pṛthivyāmatidurlabham |
devabhūpārhabhogyaṃ ca taddravyaṃ devi gṛhyatām ||
oṃ śrīdurgāparādevyai namaḥ samasta rājñīyopacārān devyopacārān samarpayāmi |
Bedeutung: Om, Verehrung der höchsten Göttin Durga: Ich beschirme dich, fächere mit Wedeln, zeige Tanz, lasse Gesang hören, setze dich auf eine Schaukel und lasse dich auf Pferden und Elefanten reiten. Alles neuartige, auf Erden seltene und einer göttlichen Königin würdige Gut mögest du annehmen. Ich bringe alle königlichen und göttlichen Ehrendienste dar.
57. Durga Saptashloki – sieben Verse der Zuflucht
Falte die Hände und sprich das vollständige Gebet mit seiner kurzen Einleitung und Zuordnung.
śiva uvāca |
devī tvaṃ bhaktasulabhe sarvakāryavidhāyini |
kalau hi kāryasiddhyarthamupāyaṃ brūhi yatnataḥ ||
devyuvāca |
śṛṇu deva pravakṣyāmi kalau sarveṣṭasādhanam |
mayā tavaiva snehenāpyambāstutiḥ prakāśyate ||
asya śrī durgā saptaślokī stotramantrasya nārāyaṇa ṛṣiḥ, anuṣṭup chandaḥ, śrī mahākālī mahālakṣmī mahāsarasvatyo devatāḥ, śrī durgā prītyarthaṃ saptaślokī durgāpāṭhe viniyogaḥ |
jñānināmapi cetāṃsi devī bhagavatī hi sā |
balādākṛṣya mohāya mahāmāyā prayacchati || 1 ||
durge smṛtā harasi bhītimaśeṣajantoḥ
svasthaiḥ smṛtā matimatīva śubhāṃ dadāsi |
dāridryaduḥkha bhayahāriṇi kā tvadanyā
sarvopakārakaraṇāya sadārdra cittā || 2 ||
sarvamaṅgalamāṅgalye śive sarvārthasādhike |
śaraṇye tryambake gaurī nārāyaṇi namo'stu te || 3 ||
śaraṇāgatadīnārtaparitrāṇaparāyaṇe |
sarvasyārtihare devi nārāyaṇi namo'stu te || 4 ||
sarvasvarūpe sarveśe sarvaśaktisamanvite |
bhayebhyastrāhi no devi durge devi namo'stu te || 5 ||
rogānaśeṣānapahaṃsi tuṣṭā-
ruṣṭā tu kāmān sakalānabhīṣṭān |
tvāmāśritānāṃ na vipannarāṇāṃ
tvāmāśritā hyāśrayatāṃ prayānti || 6 ||
sarvabādhāpraśamanaṃ trailokyasyākhileśvari |
evameva tvayā kāryamasmadvairi vināśanam || 7 ||
Bedeutung: Shiva sprach: Göttin, die du den Gläubigen leicht zugänglich bist und alle Werke vollendest, sage sorgfältig, welches Mittel im Kali-Zeitalter zum Gelingen führt. Die Göttin sprach: Höre, Gott, ich werde dir das Mittel zu allen guten Zielen nennen. Aus Liebe zu dir offenbare ich dieses Lob der Mutter. Für das Mantra der sieben Durga-Verse ist Narayana der Seher, Anushtubh das Versmaß; Mahakali, Mahalakshmi und Mahasarasvati sind die Gottheiten. Die Anwendung ist die Rezitation der sieben Verse, um Durga zu erfreuen. 1. Die erhabene Göttin Mahamaya zieht selbst den Geist der Wissenden machtvoll an und übergibt ihn der Verblendung. 2. Durga, deiner gedenkend verliert jedes Wesen seine Furcht; von Menschen in ruhigen Zeiten erinnert, schenkst du besonders heilsame Einsicht. Wer außer dir, die Armut, Leid und Furcht hinwegnimmt, ist stets so zartfühlend darauf bedacht, allen zu helfen? 3. Glück aller Glückszeichen, Heilvolle, die alle Ziele verwirklicht, Zuflucht, Dreiäugige, Gauri, Narayani, Verehrung dir. 4. Du bist ganz darauf gerichtet, die bedrängten, armen und leidenden Zuflucht Suchenden zu retten; du nimmst das Leid aller hinweg, Göttin Narayani, Verehrung dir. 5. Allgestaltige, Herrin aller, mit allen Kräften Verbundene: Rette uns aus Ängsten, Göttin Durga, Verehrung dir. 6. Zufrieden nimmst du alle Krankheiten hinweg, erzürnt vernichtest du alle ersehnten Wünsche. Wer bei dir Zuflucht sucht, geht nicht zugrunde; solche Menschen werden selbst anderen zur Zuflucht. 7. Herrin des ganzen Alls, so mögest du alle Bedrängnis der drei Welten lindern und das uns Feindliche überwinden.
58. Prarthana – um den Schutz Chandis bitten
Sprich das Schlusslob. Vertraue der Göttin an, was dich bedrängt.
yā devī madhukaiṭabhapramathinī yā māhiṣonmūlinī
yā dhūmrekṣaṇacaṇḍamuṇḍaśamanī yā raktabījāśinī |
yā śumbhādiniśumbhadaityadamanī yā siddhalakṣmī parā
sā caṇḍī navakoṭiśaktisahitā māṃ pātu viśveśvarī ||
Bedeutung: Die Göttin, die Madhu und Kaitabha zermalmt, Mahisha entwurzelt, Dhumralochana, Chanda und Munda befriedet und Raktabija verschlingt; die Shumbha, Nishumbha und andere Dämonen bezwingt und die höchste Siddhalakshmi ist: Diese Chandi, die Herrin des Alls mit neunzig Millionen Kräften, möge mich schützen.
59. Kshamapana und Samarpana – die Verehrung der Gnade anvertrauen
Falte die Hände zur Bitte um Vergebung und widme die ganze Feier.
aparādhasahasrāṇi kriyante'harniśaṃ mayā |
dāso'yamiti māṃ matvā kṣamasva parameśvari ||
āvāhanaṃ na jānāmi na jānāmi visarjanam |
pūjāṃ caiva na jānāmi kṣamyatāṃ parameśvari ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ sureśvari |
yatpūjitaṃ mayā devi paripūrṇaṃ tadastu me ||
anayā śrīsūkta vidhānena dhyānāvāhanādi ṣoḍaśopacāra pūjanena bhagavatī sarvātmikā śrīmahākālī śrīmahālakṣmī śrīmahāsarasvatī svarūpiṇī śrīdurgā parādevī suprītā suprasannā varadā bhavantu ||
Bedeutung: Tausende Fehler begehe ich Tag und Nacht. Sieh mich als deinen Diener an und vergib mir, höchste Herrin. Ich kenne weder richtiges Einladen noch Verabschieden und auch nicht die Puja; vergib mir. Was ich mit unvollkommenen Mantras, Handlungen und unvollkommener Hingabe verehrt habe, möge vollständig sein. Möge die erhabene Durga, Selbst aller Wesen, deren Wesen Mahakali, Mahalakshmi und Mahasarasvati ist, durch diese sechzehnfache Verehrung gemäß dem Shri Sukta, mit Meditation und Einladung, erfreut, gnädig und segnend sein.
60. Tirtha und Prasad – den Segen empfangen
Berühre sauberes, eigens zum Trinken bereitgehaltenes Weihwasser ehrfürchtig am Kopf und empfange nach Hausbrauch einen kleinen Schluck. Badewasser mit Kosmetika bleibt in der Auffangschale. Nimm die gesegneten Speisen an und teile sie mit den Mitfeiernden. Die Quelle schließt mit Frieden; die Hausgestalt bleibt am Altar.
akālamṛtyaharaṇaṃ sarvavyādhinivāraṇam |
samastapāpakṣayakaraṃ śrīdurgāparādevī pādodakaṃ pāvanaṃ śubham ||
śrīmahākālī śrīmahālakṣmī śrīmahāsarasvatī svarūpiṇī śrīdurgā parādevyai namaḥ prasādaṃ śirasā gṛhṇāmi |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
Bedeutung: Das heilige Fußwasser Durgas nimmt vorzeitigen Tod hinweg, lindert alle Krankheit und tilgt alle Verfehlung; es ist reinigend und heilvoll. Der höchsten Göttin Durga, deren Wesen Mahakali, Mahalakshmi und Mahasarasvati ist, Verehrung: Ich empfange den Segen mit meinem Haupt. Om, Frieden, Frieden, Frieden.
Die empfangene Zuversicht weitergeben
Die Durga Saptashloki spricht davon, dass Menschen, die Zuflucht erfahren, selbst anderen Zuflucht bieten können. Nimm diesen Gedanken beim Teilen des Prasad ernst: Wem kannst du heute Ruhe, Gehör oder konkrete Hilfe geben? So bekommt die Bitte um Schutz eine fürsorgliche Antwort im eigenen Handeln.
Devanagari-Rezitation
Die Nummern entsprechen den Schritten der Durchführung. Persönliche Angaben in geschweiften Klammern werden wie dort erläutert eingesetzt.
1. Anfang und Reinigung
श्री महागणाधिपतये नमः ।
श्री गुरुभ्यो नमः ।
हरिः ॐ ।
अपवित्रः पवित्रो वा सर्वावस्थां गतोऽपि वा ।
यः स्मरेत् पुण्डरीकाक्षं स बाह्याभ्यन्तरः शुचिः ॥
पुण्डरीकाक्ष पुण्डरीकाक्ष पुण्डरीकाक्षाय नमः ॥
2. Gebete und Ehrung der Überlieferung
शुक्लाम्बरधरं विष्णुं शशिवर्णं चतुर्भुजम् ।
प्रसन्नवदनं ध्यायेत् सर्वविघ्नोपशान्तये ॥
अगजानन पद्मार्कं गजाननमहर्निशम् ।
अनेकदं तं भक्तानां एकदन्तमुपास्महे ॥
देवीं वाचमजनयन्त देवास्तां विश्वरूपाः पशवो वदन्ति ।
सा नो मन्द्रेषमूर्जं दुहाना धेनुर्वागस्मानुप सुष्टुतैतु ॥
यः शिवो नाम रूपाभ्यां या देवी सर्वमङ्गला ।
तयोः संस्मरणान्नित्यं सर्वदा जय मङ्गलम् ॥
तदेव लग्नं सुदिनं तदेव
ताराबलं चन्द्रबलं तदेव ।
विद्याबलं दैवबलं तदेव
लक्ष्मीपते तेऽङ्घ्रियुगं स्मरामि ॥
गुरुर्ब्रह्मा गुरुर्विष्णुः गुरुर्देवो महेश्वरः ।
गुरुः साक्षात् परब्रह्म तस्मै श्रीगुरवे नमः ॥
लाभस्तेषां जयस्तेषां कुतस्तेषां पराभवः ।
एषामिन्दीवरश्यामो हृदयस्थो जनार्दनः ॥
सर्वमङ्गल माङ्गल्ये शिवे सर्वार्थसाधिके ।
शरण्ये त्र्यम्बके गौरी नारायणि नमोऽस्तु ते ॥
श्रीलक्ष्मीनारायणाभ्यां नमः ।
उमामहेश्वराभ्यां नमः ।
वाणीहिरण्यगर्भाभ्यां नमः ।
शचीपुरन्दराभ्यां नमः ।
अरुन्धतीवसिष्ठाभ्यां नमः ।
श्रीसीतारामाभ्यां नमः ।
मातापितृभ्यो नमः ।
सर्वेभ्यो महाजनेभ्यो नमः ।
3. Achamana mit Vishnus Namen
ॐ केशवाय स्वाहा ।
ॐ नारायणाय स्वाहा ।
ॐ माधवाय स्वाहा ।
ॐ गोविन्दाय नमः ।
ॐ विष्णवे नमः ।
ॐ मधुसूदनाय नमः ।
ॐ त्रिविक्रमाय नमः ।
ॐ वामनाय नमः ।
ॐ श्रीधराय नमः ।
ॐ हृषीकेशाय नमः ।
ॐ पद्मनाभाय नमः ।
ॐ दामोदराय नमः ।
ॐ सङ्कर्षणाय नमः ।
ॐ वासुदेवाय नमः ।
ॐ प्रद्युम्नाय नमः ।
ॐ अनिरुद्धाय नमः ।
ॐ पुरुषोत्तमाय नमः ।
ॐ अधोक्षजाय नमः ।
ॐ नारसिंहाय नमः ।
ॐ अच्युताय नमः ।
ॐ जनार्दनाय नमः ।
ॐ उपेन्द्राय नमः ।
ॐ हरये नमः ।
ॐ श्रीकृष्णाय नमः ।
4. Die Lampe entzünden
दीपस्त्वं ब्रह्मरूपोऽसि ज्योतिषां प्रभुरव्ययः ।
सौभाग्यं देहि पुत्रांश्च सर्वान्कामांश्च देहि मे ॥
भो दीप देवि रूपस्त्वं कर्मसाक्षी ह्यविघ्नकृत् ।
यावत्पूजां करिष्यामि तावत्त्वं सुस्थिरो भव ॥
दीपाराधन मुहूर्तः सुमुहूर्तोऽस्तु ॥
पूजार्थे हरिद्रा कुङ्कुम विलेपनं करिष्ये ॥
5. Den Ritualraum freigeben
उत्तिष्ठन्तु भूतपिशाचाः य एते भूमि भारकाः ।
एतेषामविरोधेन ब्रह्मकर्म समारभे ॥
अपसर्पन्तु ते भूता ये भूता भूमिसंस्थिताः ।
ये भूता विघ्नकर्तारस्ते गच्छन्तु शिवाऽज्ञया ॥
6. Atem und Gayatri sammeln
ॐ भूः ॐ भुवः ओग्ं सुवः ॐ महः ॐ जनः ॐ तपः ओग्ं सत्यम् ।
ॐ तत्सवितुर्वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि ।
धियो यो नः प्रचोदयात् ।
ओमापो ज्योती रसोऽमृतं ब्रह्म भूर्भुवस्सुवरोम् ॥
7. Sankalpa – Ort, Zeit, Person und Anliegen
मम उपात्त समस्त दुरितक्षय द्वारा श्रीपरमेश्वरमुद्दिश्य श्रीपरमेश्वर प्रीत्यर्थं शुभाभ्यां शुभे शोभने मुहूर्ते श्रीमहाविष्णोराज्ञया प्रवर्तमानस्य अद्य ब्रह्मणः द्वितीयपरार्थे श्वेतवराहकल्पे वैवस्वतमन्वन्तरे कलियुगे प्रथमपादे जम्बूद्वीपे भारतवर्षे भरतखण्डे मेरोः {Richtung} दिग्भागे श्रीशैलस्य {Region} प्रदेशे {Fluss eins}, {Fluss zwei} नद्योः मध्यप्रदेशे लक्ष्मीनिवासगृहे समस्त देवता ब्राह्मण आचार्य हरि हर गुरु चरण सन्निधौ अस्मिन् वर्तमने व्यावहरिक चान्द्रमानेन श्री {Jahresname} नाम संवत्सरे {Halbjahr} अयने {Jahreszeit} ऋतौ {Monat} मासे {Mondhälfte} पक्षे {Mondtag} तिथौ {Wochentag} वासरे {Nakshatra} नक्षत्रे {Yoga} योगे {Karana} करण एवं गुण विशेषण विशिष्टायां शुभतिथौ श्रीमान् {Gotra} गोत्रोद्भवस्य {Name} नामधेयस्य (मम धर्मपत्नी श्रीमतः {Gotra der Partnerin} गोत्रस्य {Name der Partnerin} नामधेयः समेतस्य) मम सहकुटुम्बस्य क्षेम स्थैर्य धैर्य वीर्य विजय अभय आयुः आरोग्य ऐश्वर अभिवृद्ध्यर्थं धर्म अर्थ काम मोक्ष चतुर्विध पुरुषार्थ फल सिद्ध्यर्थं धन कनक वस्तु वाहन समृद्ध्यर्थं सर्वाभीष्ट सिद्ध्यर्थं श्री महागणपति उद्दिश्य श्री महागणपति प्रीत्यर्थं सम्भवद्भिः द्रव्यैः सम्भवद्भिः उपचारैश्च सम्भवता नियमेन सम्भविता प्रकारेण यावच्छक्ति ध्यान आवाहनादि षोडशोपचार पूजां करिष्ये ॥
निर्विघ्न पूजा परिसमाप्त्यर्थं आदौ श्रीमहागणपति पूजां करिष्ये ।
तदङ्ग कलशाराधनं करिष्ये ।
8. Kalasha und Wasser segnen
कलशस्य मुखे विष्णुः कण्ठे रुद्रः समाश्रितः ।
मूले त्वस्य स्थितो ब्रह्मा मध्ये मातृगणाः स्मृता ॥
कुक्षौ तु सागराः सर्वे सप्तद्वीपा वसुन्धरा ।
ऋग्वेदोऽथ यजुर्वेदो सामवेदो ह्यथर्वणः ॥
अङ्गैश्च सहिताः सर्वे कलशाम्बु समाश्रिताः ।
ॐ आकलशेषु धावति पवित्रे परिषिच्यते ।
उक्थैर्यज्ञेषु वर्धते ।
आपो वा इदग्ं सर्वं विश्वा भूतान्यापः
प्राणा वा आपः पशव आपोऽन्नमापोऽमृतमापः
सम्राडापो विराडापः स्वराडापश्छन्दाग्स्यापो
ज्योतीग्ष्यापो यजूग्ष्यापः सत्यमापः
सर्वा देवता आपो भूर्भुवः सुवराप ॐ ॥
गङ्गे च यमुने चैव गोदावरी सरस्वती ।
नर्मदे सिन्धु कावेरी जलेऽस्मिन् सन्निधिं कुरु ॥
कावेरी तुङ्गभद्रा च कृष्णवेणी च गौतमी ।
भागीरथीति विख्याताः पञ्चगङ्गाः प्रकीर्तिताः ॥
आयान्तु श्री महागणपति पूजार्थं मम दुरितक्षयकारकाः ।
ॐ ॐ ॐ ।
9. Muschel verehren
शङ्खं चन्द्रार्क दैवतं मध्ये वरुण देवताम् ।
पृष्ठे प्रजापतिं विन्द्यादग्रे गङ्गा सरस्वतीम् ॥
त्रैलोक्येयानि तीर्थानि वासुदेवस्य चाज्ञया ।
शङ्खे तिष्ठन्तु विप्रेन्द्रा तस्मात् शङ्खं प्रपूजयेत् ॥
त्वं पुरा सागरोत्पन्नो विष्णुना विधृतः करे ।
पूजितः सर्वदेवैश्च पाञ्चजन्य नमोऽस्तु ते ॥
गर्भादेवारिनारीणां विशीर्यन्ते सहस्रधा ।
नवनादेनपाताले पाञ्चजन्य नमोऽस्तु ते ॥
ॐ शङ्खाय नमः ।
ॐ धवलाय नमः ।
ॐ पाञ्चजन्याय नमः ।
ॐ शङ्खदेवताभ्यो नमः ।
सकलपूजार्थे अक्षतान् समर्पयामि ॥
10. Glocke und Ruf zur Verehrung
ॐ जयध्वनि मन्त्रमातः स्वाहा ।
घण्टदेवताभ्यो नमः ।
सकलोपचार पूजार्थे अक्षतान् समर्पयामि ।
आगमार्थं तु देवानां गमनार्थं तु राक्षसाम् ।
घण्टारवं करोम्यादौ देवताह्वान लाञ्छनम् ॥
11. Ganapati in der Kurkuma-Gestalt willkommen heißen
अस्मिन् हरिद्राबिम्बे श्रीमहागणपतिं आवाहयामि, स्थापयामि, पूजयामि ॥
ॐ असुनीते पुनरस्मासु चक्षुः
पुनः प्राणमिह नो धेहि भोगम् ।
ज्योक्पश्येम सूर्यमुच्चरन्त
मनुमते मृडया नः स्वस्ति ॥
अमृतं वै प्राणा अमृतमापः
प्राणानेव यथास्थानमुपह्वयते ॥
श्री महागणपतये नमः ।
स्थिरो भव वरदो भव ।
सुमुखो भव सुप्रसन्नो भव ।
स्थिरासनं कुरु ।
12. Ganapati vergegenwärtigen und anrufen
हरिद्राभं चतुर्बाहुं हरिद्रावदनं प्रभुम् ।
पाशाङ्कुशधरं देवं मोदकं दन्तमेव च ।
भक्ताऽभयप्रदातारं वन्दे विघ्नविनाशनम् ।
ॐ हरिद्रा गणपतये नमः ।
अगजानन पद्मार्कं गजाननमहर्निशं
अनेकदं तं भक्तानां एकदन्तमुपास्महे ॥
ॐ गणानां त्वा गणपतिग्ं हवामहे
कविं कवीनामुपमश्रवस्तमम् ।
ज्येष्ठराजं ब्रह्मणां ब्रह्मणस्पत
आ नः शृण्वन्नूतिभिस्सीद सादनम् ॥
ॐ महागणपतये नमः ।
ध्यायामि । ध्यानम् समर्पयामि । १ ॥
ॐ महागणपतये नमः ।
आवाहयामि । आवाहनं समर्पयामि । २ ॥
13. Sitz und drei Wassergaben
ॐ महागणपतये नमः ।
नवरत्नखचित दिव्य हेम सिंहासनं समर्पयामि । ३ ॥
ॐ महागणपतये नमः ।
पादयोः पाद्यं समर्पयामि । ४ ॥
ॐ महागणपतये नमः ।
हस्तयोः अर्घ्यं समर्पयामि । ५ ॥
ॐ महागणपतये नमः ।
मुखे आचमनीयं समर्पयामि । ६ ॥
14. Bad und frisches Mundwasser
आपो हिष्ठा मयोभुवस्ता न ऊर्जे दधातन ।
महे रणाय चक्षसे ॥
यो वः शिवतमो रसस्तस्य भाजयतेह नः ।
उशतीरिव मातरः ॥
तस्मा अरं गमाम वो यस्य क्षयाय जिन्वथ ।
आपो जनयथा च नः ॥
ॐ महागणपतये नमः ।
शुद्धोदक स्नानं समर्पयामि । ७ ॥
स्नानानन्तरं आचमनीयं समर्पयामि ।
15. Gewand und heilige Schnur
अभि वस्त्रा सुवसनान्यर्षाभि धेनूः सुदुघाः पूयमानः ।
अभि चन्द्रा भर्तवे नो हिरण्याभ्यश्वान्रथिनो देव सोम ॥
ॐ महागणपतये नमः ।
वस्त्रं समर्पयामि । ८ ॥
ॐ यज्ञोपवीतं परमं पवित्रं
प्रजापतेर्यत्सहजं पुरस्तात् ।
आयुष्यमग्र्यं प्रति मुञ्च शुभ्रं
यज्ञोपवीतं बलमस्तु तेजः ॥
ॐ महागणपतये नमः ।
यज्ञोपवीतार्थं अक्षतान् समर्पयामि । ।
16. Duft und Schmuck
गन्धद्वारां दुराधर्षां नित्यपुष्टां करीषिणीम् ।
ईश्वरीग्ं सर्वभूतानां तामिहोपह्वये श्रियम् ॥
ॐ महागणपतये नमः ।
दिव्य श्री गन्धं समर्पयामि । ९ ॥
ॐ महागणपतये नमः ।
आभरणं समर्पयामि । १० ॥
17. Ganapati mit Namen und Blüten ehren
पुष्पैः पूजयामि ।
ॐ सुमुखाय नमः । ॐ एकदन्ताय नमः ।
ॐ कपिलायनमः । ॐ गजकर्णकाय नमः ।
ॐ लम्बोदरायनमः । ॐ विकटाय नमः ।
ॐ विघ्नराजाय नमः । ॐ गणाधिपायनमः ।
ॐ धूमकेतवे नमः । ॐ गणाध्यक्षाय नमः ।
ॐ फालचन्द्राय नमः । ॐ गजाननाय नमः ।
ॐ वक्रतुण्डाय नमः । ॐ शूर्पकर्णाय नमः ।
ॐ हेरम्बाय नमः । ॐ स्कन्दपूर्वजाय नमः ।
ॐ सर्वसिद्धिप्रदाय नमः ।
ॐ महागणपतये नमः ।
नानाविध परिमल पत्र पुष्पाणि समर्पयामि । ११ ॥
18. Räucherduft, dreidochtiges Licht und Mundwasser
वनस्पत्युद्भविर्दिव्यैः नाना गन्धैः सुसम्युतः ।
आघ्रेयः सर्वदेवानां धूपोऽयं प्रतिगृह्यताम् ॥
ॐ महागणपतये नमः ।
धूपं आघ्रापयामि । १२ ॥
साज्यं त्रिवर्ति सम्युक्तं वह्निना योजितं प्रियम् ।
गृहाण मङ्गलं दीपं त्रैलोक्य तिमिरापह ॥
भक्त्या दीपं प्रयच्छामि देवाय परमात्मने ।
त्राहिमां नरकाद्घोरात् दिव्य ज्योतिर्नमोऽस्तु ते ॥
ॐ महागणपतये नमः ।
प्रत्यक्ष दीपं समर्पयामि । १३ ॥
धूप दीपानन्तरं आचमनीयं समर्पयामि ।
19. Speise und Wasser darbringen
ॐ भूर्भुवस्सुवः । तत्सवितुर्वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि ।
धियो यो नः प्रचोदयात् ॥
सत्यं त्वा ऋतेन परिषिञ्चामि ।
(सायङ्काले – ऋतं त्वा सत्येन परिषिञ्चामि)
अमृतमस्तु । अमृतोपस्तरणमसि ।
श्री महागणपतये नमः नैवेद्यं समर्पयामि ।
ॐ प्राणाय स्वाहा । ॐ अपानाय स्वाहा ।
ॐ व्यानाय स्वाहा । ॐ उदानाय स्वाहा ।
ॐ समानाय स्वाहा ।
मध्ये मध्ये पानीयं समर्पयामि ।
अमृतापिधानमसि । उत्तरापोशनं समर्पयामि ।
हस्तौ प्रक्षालयामि । पादौ प्रक्षालयामि ।
शुद्धाचमनीयं समर्पयामि ।
ॐ महागणपतये नमः ।
नैवेद्यं समर्पयामि । १४ ॥
20. Tambula und abschließendes Licht
पूगीफलश्च कर्पूरैः नागवल्लीदलैर्युतम् ।
मुक्ताचूर्णसम्युक्तं ताम्बूलं प्रतिगृह्यताम् ॥
ॐ महागणपतये नमः ।
ताम्बूलं समर्पयामि । १५ ॥
वेदाहमेतं पुरुषं महान्तम् ।
आदित्यवर्णं तमसस्तु पारे ।
सर्वाणि रूपाणि विचित्य धीरः ।
नामानि कृत्वाऽभिवदन्, यदास्ते ।
ॐ महागणपतये नमः ।
नीराजनं समर्पयामि । १६ ॥
21. Blumengebet und Umrundung
सुमुखश्चैकदन्तश्च कपिलो गजकर्णकः
लम्बोदरश्च विकटो विघ्नराजो गणाधिपः ॥
धूमकेतुर्गणाध्यक्षः फालचन्द्रो गजाननः
वक्रतुण्डश्शूर्पकर्णो हेरम्बस्स्कन्दपूर्वजः ॥
षोडशैतानि नामानि यः पठेच्छृणुयादपि
विद्यारम्भे विवाहे च प्रवेशे निर्गमे तथा
सङ्ग्रामे सर्वकार्येषु विघ्नस्तस्य न जायते ॥
ॐ महागणपतये नमः ।
सुवर्ण मन्त्रपुष्पं समर्पयामि ।
यानिकानि च पापानि जन्मान्तरकृतानि च ।
तानि तानि प्रणश्यन्ति प्रदक्षिण पदे पदे ॥
पापोऽहं पापकर्माऽहं पापात्मा पापसम्भवः ।
त्राहि मां कृपया देव शरणागतवत्सल ॥
अन्यधा शरणं नास्ति त्वमेव शरणं मम ।
तस्मात्कारुण्य भावेन रक्ष रक्ष गणाधिप ॥
ॐ महागणपतये नमः ।
प्रदक्षिणा नमस्कारान् समर्पयामि ।
22. Königliche Dienste, Vergebung und Segen
ॐ महागणपतये नमः ।
छत्र चामरादि समस्त राजोपचारान् समर्पयामि ॥
यस्य स्मृत्या च नामोक्त्या तपः पूजा क्रियादिषु ।
न्यूनं सम्पूर्णतां याति सद्यो वन्दे गजाननम् ॥
मन्त्रहीनं क्रियाहीनं भक्तिहीनं गणाधिप ।
यत्पूजितं मयादेव परिपूर्णं तदस्तु ते ॥
ॐ वक्रतुण्ड महाकाय सूर्य कोटि समप्रभ ।
निर्विघ्नं कुरु मे देव सर्व कार्येषु सर्वदा ॥
अनया ध्यान आवाहनादि षोडशोपचार पूजया भगवान् सर्वात्मकः श्री महागणपति सुप्रीतो सुप्रसन्नो वरदो भवन्तु ॥
उत्तरे शुभकर्मण्यविघ्नमस्तु इति भवन्तो ब्रुवन्तु ।
उत्तरे शुभकर्मणि अविघ्नमस्तु ॥
23. Tirtha, Prasad und Verabschiedung
अकालमृत्युहरणं सर्वव्याधिनिवारणम् ।
समस्तपापक्षयकरं श्री महागणपति पादोदकं पावनं शुभम् ॥
श्री महागणपति प्रसादं शिरसा गृह्णामि ॥
ॐ यज्ञेन यज्ञमयजन्त देवाः ।
तानि धर्माणि प्रथमान्यासन् ।
ते ह नाकं महिमानस्सचन्ते ।
यत्र पूर्वे साध्यास्सन्ति देवाः ॥
ॐ श्री महागणपति नमः यथास्थानं उद्वासयामि ॥
शोभनार्थे क्षेमाय पुनरागमनाय च ।
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ।
24. Sankalpa – Schutz und Wohlergehen erbitten
पूर्वोक्त एवं गुण विशेषण विशिष्टायां शुभ तिथौ श्री जगदम्बा प्रसादेन सर्वापन्निवृत्यर्थं मनोवाञ्छाफल सिद्ध्यर्थं, मम समस्त व्याधिनाशनद्वारा क्षिप्रमेवारोग्यप्राप्त्यर्थं, ग्रहपीडानिवारणार्थं, पिशाचोपद्रवादि सर्वारिष्ट निवारणार्थं क्षेमायुः सकलैश्वर्य सिद्ध्यर्थं श्रीमहाकाली श्रीमहालक्ष्मी श्रीमहासरस्वती स्वरूपिणी श्री दुर्गा परादेवी प्रीत्यर्थं, सम्भवद्भिः द्रव्यैः सम्भवद्भिः उपचारैश्च सम्भवता नियमेन सम्भविता प्राकारेण श्रीसूक्त विधानेन यावच्छक्ति ध्यानावाहनादि षोडशोपचार पूजां करिष्ये ॥
25. Prana Pratishtha – die lebendige Gegenwart begrüßen
ॐ असुनीते पुनरस्मासु चक्षुः
पुनः प्राणमिह नो धेहि भोगम् ।
ज्योक्पश्येम सूर्यमुच्चरन्त
मनुमते मृडया नः स्वस्ति ॥
अमृतं वै प्राणा अमृतमापः
प्राणानेव यथास्थानमुपह्वयते ॥
अस्मिन् बिम्बे साङ्गां सायुधां सवाहनां सशक्तिं पतिपुत्रपरिवार समेतं श्रीमहाकाली श्रीमहालक्ष्मी श्रीमहासरस्वती स्वरूपिणी श्रीदुर्गा परादेवी आवाहिता भव स्थापिता भव । सुप्रसन्नो भव वरदा भव । स्थिरासनं कुरु प्रसीद प्रसीद ॥
स्वामिनि श्रीजगन्माता यावत्पूजावसानकम् ।
तावत्त्वं प्रीतिभावेन बिम्बेऽस्मिन् सन्निधिं कुरु ॥
26. Dhyana – die drei großen Göttinnen und Durga schauen
खड्गं चक्रगदेषु चापपरिघान् शूलं भुशुण्डीं शिरः
शङ्खं सन्दधतीं करैस्त्रिनयनां सर्वाङ्गभूषावृताम् ।
नीलाश्मद्युतिमास्यपाददशकां सेवे महाकालिकां
यामस्तौत् स्वपिते हरौ कमलजो हन्तुं मधुं कैटभम् ॥
अक्षस्रक्परशूगदेषुकुलिशं पद्मं धनुः कुण्डिकां
दण्डं शक्तिमसिं च चर्म जलजं घण्टां सुराभाजनम् ।
शूलं पाशसुदर्शने च दधतीं हस्तैः प्रवालप्रभां
सेवे सैरिभमर्दिनीमिह महालक्ष्मीं सरोजस्थिताम् ॥
घण्टाशूलहलानि शङ्खमुसले चक्रं धनुः सायकं
हस्ताब्जैर्दधतीं घनान्तविलसच्छीतांशुतुल्यप्रभाम् ।
गौरीदेहसमुद्भवां त्रिजगतामाधारभूतां महापूर्वामत्र सरस्वतीमनुभजे शुम्भादिदैत्यार्दिनीम् ॥
सिंहस्था शशिशेखरा मरकतप्रख्यैश्चतुर्भिर्भुजैः
शङ्खं चक्र धनुः शरांश्च दधती नेत्रैस्त्रिभिः शोभिता ।
आमुक्ताङ्गद हार कङ्कणरणत्काञ्चीरणन्नूपुरा
दुर्गा दुर्गतिहारिणी भवतु नो रत्नोल्लसत्कुण्डला ॥
ॐ श्रीमहाकाली श्रीमहालक्ष्मी श्रीमहासरस्वती स्वरूपिणी श्रीदुर्गा परादेव्यै नमः ध्यायामि ।
27. Avahana – die Göttin einladen
हिरण्यवर्णां हरिणीं सुवर्ण रजतस्रजाम् ।
चन्द्रां हिरण्मयीं लक्ष्मीं जातवेदो ममावह ॥
आगच्छ वरदे देवि दैत्यदर्पविनाशिनि ।
पूजां गृहाण सुमुखि नमस्ते शङ्करप्रिये ॥
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः आवाहयामि ।
28. Asana – einen Sitz anbieten
तां म आ वह जातवेदो लक्ष्मीमनपगामिनीम् ।
यस्यां हिरण्यं विन्देयं गामश्वं पुरुषानहम् ॥
अनेकरत्नसम्युक्तं नानामणिगणान्वितम् ।
इदं हेममयं दिव्यमासनं प्रतिगृह्यताम् ॥
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः नवरत्नखचित सुवर्णसिंहासनं समर्पयामि ।
29. Padya – Fußwasser reichen
अश्वपूर्वां रथमध्यां हस्तिनाद प्रबोधिनीम् ।
श्रियं देवीमुपह्वये श्रीर्मा देवी जुषताम् ॥
गङ्गादिसर्वतीर्थेभ्य आनीतं तोयमुत्तमम् ।
पाद्यार्थं ते प्रदास्यामि गृहाण परमेश्वरि ॥
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः पादयोः पाद्यं समर्पयामि ।
30. Arghya – Ehrenwasser reichen
कां सोस्मितां हिरण्यप्राकारामार्द्रां ज्वलन्तीं तृप्तां तर्पयन्तीम् ।
पद्मेस्थितां पद्मवर्णां तामिहोपह्वये श्रियम् ॥
गन्ध पुष्पाक्षतैर्युक्तमर्घ्यं सम्पादितं मया ।
गृहाण त्वं महादेवि प्रसन्ना भव सर्वदा ॥
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः हस्तयोः अर्घ्यं समर्पयामि ।
31. Achamaniya – Mundwasser reichen
चन्द्रां प्रभासां यशसा ज्वलन्तीं श्रियं लोके देवजुष्टामुदाराम् ।
तां पद्मिनीमीं शरणमहं प्रपद्येऽलक्ष्मीर्मे नश्यतां त्वां वृणे ॥
कर्पूरेण सुगन्धेन वासितं स्वादु शीतलम् ।
तोयमाचमनीयार्थं गृहाण परमेश्वरि ॥
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः मुखे आचमनीयं समर्पयामि ।
32. Madhuparka – eine süße Ehrengabe anbieten
कापिलं दधि कुन्देन्दुधवलं मधुसम्युतम् ।
स्वर्णपात्रस्थितं देवि मधुपर्कं गृहाण भोः ॥
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः मधुपर्कं समर्पयामि ।
33. Panchamrita – mit fünf süßen Gaben baden
पयो दधि घृतं चैव शर्करा मधु सम्युतम् ।
पञ्चामृतं मयाऽनीतं स्नानार्थं प्रतिगृह्यताम् ॥
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः पञ्चामृतस्नानं समर्पयामि ।
34. Snana – mit klarem Wasser nachspülen
आदित्यवर्णे तपसोऽधि जातो वनस्पतिस्तव वृक्षोऽथ बिल्वः ।
तस्य फलानि तपसा नुदन्तु मा यान्तरायाश्च बाह्या अलक्ष्मीः ॥
शुद्धं यत्सलिलं दिव्यं गङ्गाजलसमं स्मृतम् ।
समर्पितं मया भक्त्या स्नानार्थं प्रतिगृह्यताम् ॥
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः शुद्धोदक स्नानं समर्पयामि ।
स्नानानन्तरं शुद्धाचमनीयं समर्पयामि ।
35. Vastra – die Göttin kleiden
उपैतु मां देवसखः कीर्तिश्च मणिना सह ।
प्रादुर्भूतोऽस्मि राष्ट्रेऽस्मिन् कीर्तिमृद्धिं ददातु मे ॥
अभि वस्त्रा सुवसनान्यर्षाभि धेनूः सुदुघाः पूयमानः ।
अभि चन्द्रा भर्तवे नो हिरण्याभ्यश्वान्रथिनो देव सोम ॥
पट्टयुग्मं मया दत्तं कञ्चुकेन समन्वितम् ।
परिधेहि कृपां कृत्वा मातर्दुर्गार्तिनाशिनी ॥
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः वस्त्रयुग्मं समर्पयामि ।
36. Saubhagya Sutra – eine Glücksschnur schenken
क्षुत्पिपासामलां ज्येष्ठामलक्ष्मीर्नाशयाम्यहम् ।
अभूतिमसमृद्धिं च सर्वान् निर्णुद मे गृहात् ॥
सौभाग्यसूत्रं वरदे सुवर्णमणिसम्युतम् ।
कण्ठेऽर्पयामि देवेशि सौभाग्यं देहि मे सदा ॥
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः सौभाग्यसूत्रं समर्पयामि ।
37. Gandha – Sandelduft anbieten
गन्धद्वारां दुराधर्षां नित्यपुष्टां करीषिणीम् ।
ईश्वरीग्ं सर्वभूतानां तामिहोपह्वये श्रियम् ॥
गन्धम् –
श्रीखण्डं चन्दनं दिव्यं गन्धाढ्यं सुमनोहरम् ।
विलेपनं सुरश्रेष्ठे चन्दनं प्रतिगृह्यताम् ॥
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः चन्दनं समर्पयामि ।
38. Haridra – Schmuck darbringen
हरिद्रारञ्जिते देवि सुखसौभाग्यदायिनि ।
तस्मात्त्वां पूजयाम्यत्र सुखं शान्तिं प्रयच्छ मे ॥
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः हरिद्राचूर्णं समर्पयामि ।
39. Kumkum – Schmuck darbringen
कुङ्कुमं कामदं दिव्यं कामिनीकामसम्भवम् ।
कुङ्कुमेनार्चिता देवी कुङ्कुमं प्रतिगृह्यताम् ॥
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः कुङ्कुमं समर्पयामि ।
40. Sindur – Schmuck darbringen
सिन्दूरमरुणाभासं जपाकुसुमसन्निभम् ।
अर्पितं ते मया भक्त्या प्रसीद परमेश्वरि ॥
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः सिन्दूरं समर्पयामि ।
41. Kajal – Schmuck darbringen
चक्षुभ्यां कज्जलं रम्यं सुभगे शान्तिकारकम् ।
कर्पूरज्योतिमुत्पन्नं गृहाण परमेश्वरि ॥
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः कज्जलं समर्पयामि ।
42. Abharana – Schmuck anlegen
मनसः काममाकूतिं वाचः सत्यमशीमहि ।
पशूनाग्ं रूपमन्नस्य मयि श्रीः श्रयतां यशः ॥
हार कङ्कण केयूर मेखला कुण्डलादिभिः ।
रत्नाढ्यं हीरकोपेतं भूषणं प्रतिगृह्यताम् ॥
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः आभरणानि समर्पयामि ।
43. Pushpa Mala – mit Blüten schmücken
कर्दमेन प्रजाभूता मयि सम्भव कर्दम ।
श्रियं वासय मे कुले मातरं पद्ममालिनीम् ॥
माल्यादीनि सुगन्धीनि मालत्यादीनि भक्तितः ।
मयाऽहृतानि पुष्पाणि पूजार्थं प्रतिगृह्यताम् ॥
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः पुष्पमालां समर्पयामि ।
44. Anga Puja – die ganze Gestalt verehren
ॐ दुर्गायै नमः – पादौ पूजयामि ।
ॐ गिरिजायै नमः – गुल्फौ पूजयामि ।
ॐ अपर्णायै नमः – जानूनी पूजयामि ।
ॐ हरप्रियायै नमः – ऊरू पूजयामि ।
ॐ पार्वत्यै नमः – कटिं पूजयामि ।
ॐ आर्यायै नमः – नाभिं पूजयामि ।
ॐ जगन्मात्रे नमः – उदरं पूजयामि ।
ॐ मङ्गलायै नमः – कुक्षिं पूजयामि ।
ॐ शिवायै नमः – हृदयं पूजयामि ।
ॐ महेश्वर्यै नमः – कण्ठं पूजयामि ।
ॐ विश्ववन्द्यायै नमः – स्कन्धौ पूजयामि ।
ॐ काल्यै नमः – बाहू पूजयामि ।
ॐ आद्यायै नमः – हस्तौ पूजयामि ।
ॐ वरदायै नमः – मुखं पूजयामि ।
ॐ सुवाण्यै नमः – नासिकां पूजयामि ।
ॐ कमलाक्ष्यै नमः – नेत्रे पूजयामि ।
ॐ अम्बिकायै नमः – शिरः पूजयामि ।
ॐ परादेव्यै नमः – सर्वाण्यङ्गानि पूजयामि ।
45. Ashtottara Shatanamavali – 108 Namen Durgas
ॐ दुर्गायै नमः ।
ॐ शिवायै नमः ।
ॐ महालक्ष्म्यै नमः ।
ॐ महागौर्यै नमः ।
ॐ चण्डिकायै नमः ।
ॐ सर्वज्ञायै नमः ।
ॐ सर्वलोकेश्यै नमः ।
ॐ सर्वकर्मफलप्रदायै नमः ।
ॐ सर्वतीर्थमय्यै नमः ।
ॐ पुण्यायै नमः ।
ॐ देवयोनये नमः ।
ॐ अयोनिजायै नमः ।
ॐ भूमिजायै नमः ।
ॐ निर्गुणायै नमः ।
ॐ आधारशक्त्यै नमः ।
ॐ अनीश्वर्यै नमः ।
ॐ निर्गुणायै नमः ।
ॐ निरहङ्कारायै नमः ।
ॐ सर्वगर्वविमर्दिन्यै नमः ।
ॐ सर्वलोकप्रियायै नमः ।
ॐ वाण्यै नमः ।
ॐ सर्वविद्याधिदेवतायै नमः ।
ॐ पार्वत्यै नमः ।
ॐ देवमात्रे नमः ।
ॐ वनीशायै नमः ।
ॐ विन्ध्यवासिन्यै नमः ।
ॐ तेजोवत्यै नमः ।
ॐ महामात्रे नमः ।
ॐ कोटिसूर्यसमप्रभायै नमः ।
ॐ देवतायै नमः ।
ॐ वह्निरूपायै नमः ।
ॐ सदौजसे नमः ।
ॐ वर्णरूपिण्यै नमः ।
ॐ गुणाश्रयायै नमः ।
ॐ गुणमय्यै नमः ।
ॐ गुणत्रयविवर्जितायै नमः ।
ॐ कर्मज्ञानप्रदायै नमः ।
ॐ कान्तायै नमः ।
ॐ सर्वसंहारकारिण्यै नमः ।
ॐ धर्मज्ञानायै नमः ।
ॐ धर्मनिष्ठायै नमः ।
ॐ सर्वकर्मविवर्जितायै नमः ।
ॐ कामाक्ष्यै नमः ।
ॐ कामसंहर्त्र्यै नमः ।
ॐ कामक्रोधविवर्जितायै नमः ।
ॐ शाङ्कर्यै नमः ।
ॐ शाम्भव्यै नमः ।
ॐ शान्तायै नमः ।
ॐ चन्द्रसूर्याग्निलोचनायै नमः ।
ॐ सुजयायै नमः ।
ॐ जयभूमिष्ठायै नमः ।
ॐ जाह्नव्यै नमः ।
ॐ जनपूजितायै नमः ।
ॐ शास्त्रायै नमः ।
ॐ शास्त्रमयायै नमः ।
ॐ नित्यायै नमः ।
ॐ शुभायै नमः ।
ॐ चन्द्रार्धमस्तकायै नमः ।
ॐ भारत्यै नमः ।
ॐ भ्रामर्यै नमः ।
ॐ कल्पायै नमः ।
ॐ कराल्यै नमः ।
ॐ कृष्णपिङ्गलायै नमः ।
ॐ ब्राह्म्यै नमः ।
ॐ नारायण्यै नमः ।
ॐ रौद्र्यै नमः ।
ॐ चन्द्रामृतपरिश्रुतायै नमः ।
ॐ ज्येष्ठायै नमः ।
ॐ इन्दिरायै नमः ।
ॐ महामायायै नमः ।
ॐ जगत्सृष्ट्यादिकारिण्यै नमः ।
ॐ ब्रह्माण्डकोटिसंस्थानायै नमः ।
ॐ कामिन्यै नमः ।
ॐ कमलालयायै नमः ।
ॐ कात्यायन्यै नमः ।
ॐ कलातीतायै नमः ।
ॐ कालसंहारकारिण्यै नमः ।
ॐ योगनिष्ठायै नमः ।
ॐ योगिगम्यायै नमः ।
ॐ योगिध्येयायै नमः ।
ॐ तपस्विन्यै नमः ।
ॐ ज्ञानरूपायै नमः ।
ॐ निराकारायै नमः ।
ॐ भक्ताभीष्टफलप्रदायै नमः ।
ॐ भूतात्मिकायै नमः ।
ॐ भूतमात्रे नमः ।
ॐ भूतेशायै नमः ।
ॐ भूतधारिण्यै नमः ।
ॐ स्वधानारीमध्यगतायै नमः ।
ॐ षडाधारादिवर्तिन्यै नमः ।
ॐ मोहदायै नमः ।
ॐ अंशुभवायै नमः ।
ॐ शुभ्रायै नमः ।
ॐ सूक्ष्मायै नमः ।
ॐ मात्रायै नमः ।
ॐ निरालसायै नमः ।
ॐ निम्नगायै नमः ।
ॐ नीलसङ्काशायै नमः ।
ॐ नित्यानन्दायै नमः ।
ॐ हरायै नमः ।
ॐ परायै नमः ।
ॐ सर्वज्ञानप्रदायै नमः ।
ॐ अनन्तायै नमः ।
ॐ सत्यायै नमः ।
ॐ दुर्लभरूपिण्यै नमः ।
ॐ सरस्वत्यै नमः ।
ॐ सर्वगतायै नमः ।
ॐ सर्वाभीष्टप्रदायिन्यै नमः ।
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः अष्टोत्तरशतनाम पूजां समर्पयामि ।
46. Dhupa – Räucherduft anbieten
आपः सृजन्तु स्निग्धानि चिक्लीत वस मे गृहे ।
नि च देवीं मातरं श्रियं वासय मे कुले ॥
वनस्पतिरसोद्भूतो गन्धाढ्यो गन्ध उत्तमः ।
आघ्रेयः सर्वदेवानां धूपोऽयं प्रतिगृह्यताम् ॥
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः धूपं आघ्रापयामि ।
47. Dipa – das Licht zeigen
आर्द्रां पुष्करिणीं पुष्टिं पिङ्गलां पद्ममालिनीम् ।
चन्द्रां हिरण्मयीं लक्ष्मीं जातवेदो ममावह ॥
साज्यं त्रिवर्तिसम्युक्तं वह्निना योजितं मया ।
दीपं गृहाण देवेशि त्रैलोक्यतिमिरापहम् ॥
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः दीपं दर्शयामि ।
धूप दीपानन्तरं शुद्धाचमनीयं समर्पयामि ।
48. Naivedya – die Speise weihen
आर्द्रां यः करिणीं यष्टिं सुवर्णां हेममालिनीम् ।
सूर्यां हिरण्मयीं लक्ष्मीं जातवेदो ममावह ॥
शर्कराखण्डखाद्यानि दधिक्षीरघृतानि च ।
आहारार्थं भक्ष्यभोज्यं नैवेद्यं प्रतिगृह्यताम् ॥
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः नैवेद्यं समर्पयामि ।
ॐ भूर्भुवस्सुवः । तत्सवितुर्वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि ।
धियो यो नः प्रचोदयात् ॥
सत्यं त्वा ऋतेन परिषिञ्चामि ।
(Am Abend: ऋतं त्वा सत्येन परिषिञ्चामि)
अमृतमस्तु । अमृतोपस्तरणमसि ।
ॐ प्राणाय स्वाहा । ॐ अपानाय स्वाहा ।
ॐ व्यानाय स्वाहा । ॐ उदानाय स्वाहा ।
ॐ समानाय स्वाहा ।
मध्ये मध्ये पानीयं समर्पयामि ।
अमृतापिधानमसि । उत्तरापोशनं समर्पयामि ।
हस्तौ प्रक्षालयामि । पादौ प्रक्षालयामि ।
शुद्धाचमनीयं समर्पयामि ।
49. Rituphala – Früchte schenken
इदं फलं मया देवि स्थापितं पुरतस्तव ।
तेन मे सफलावाप्तिर्भवेज्जन्मनि जन्मनि ॥
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः ऋतुफलं समर्पयामि ।
50. Tambula – eine abschließende Mundgabe anbieten
तां म आ वह जातवेदो लक्ष्मीमनपगामिनीम् ।
यस्यां हिरण्यं प्रभूतं गावो दास्योऽश्वान्विन्देयं पुरुषानहम् ॥
पूगीफलं महद्दिव्यं नागवल्लीदलैर्युतम् ।
एलालवङ्गसम्युक्तं ताम्बूलं प्रतिगृह्यताम् ॥
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः ताम्बूलं समर्पयामि ।
51. Dakshina – eine Gabe widmen
हिरण्यगर्भगर्भस्थं हेमबीजं विभावसोः ।
अनन्तपुण्यफलदं अतः शान्तिं प्रयच्छ मे ॥
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः दक्षिणां समर्पयामि ।
52. Nirajana – abschließende Lichtverehrung
सम्राजं च विराजं चाभिश्रीर्या च नो गृहे ।
लक्ष्मी राष्ट्रस्य या मुखे तया मा सग्ं सृजामसि ॥
कदलीगर्भसम्भूतं कर्पूरं तु प्रदीपितम् ।
आरार्तिकमहं कुर्वे पश्य मां वरदा भव ॥
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः कर्पूर नीराजनं समर्पयामि ।
नीराजनानन्तरं शुद्धाचमनीयं समर्पयामि । नमस्करोमि ।
53. Mantrapushpa – das Blumengebet darbringen
ॐ कात्यायनाय विद्महे कन्यकुमारि धीमहि ।
तन्नो दुर्गिः प्रचोदयात् ॥
श्रद्धया सिक्तया भक्त्या ह्यार्द्रप्रेम्णा समर्पितः ।
मन्त्रपुष्पाञ्जलिश्चायं कृपया प्रतिगृह्यताम् ॥
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः मन्त्रपुष्पं समर्पयामि ।
54. Atmapradakshina – sich in Ehrfurcht wenden
यानि कानि च पापानि जन्मान्तरकृतानि च ।
तानि तानि प्रणश्यन्ति प्रदक्षिण पदे पदे ।
पापोऽहं पापकर्माऽहं पापात्मा पापसम्भव ।
त्राहि मां कृपया देवी शरणागतवत्सले ।
अन्यथा शरणं नास्ति त्वमेव शरणं मम ।
तस्मात्कारुण्य भावेन रक्ष रक्ष महेश्वरि ।
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः आत्मप्रदक्षिण नमस्कारान् समर्पयामि ।
55. Sashtanga Namaskara – sich ganz verneigen
उरसा शिरसा दृष्ट्या मनसा वचसा तथा ।
पद्भ्यां कराभ्यां कर्णाभ्यां प्रणामोऽष्टाङ्गमुच्यते ॥
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः साष्टाङ्गनमस्कारान् समर्पयामि ।
56. Rajopachara – königliche Dienste anbieten
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः छत्रं आच्छादयामि ।
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः चामरैर्वीजयामि ।
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः नृत्यं दर्शयामि ।
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः गीतं श्रावयामि ।
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः आन्दोलिकान्नारोहयामि ।
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः अश्वानारोहयामि ।
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः गजानारोहयामि ।
यद्यद्द्रव्यमपूर्वं च पृथिव्यामतिदुर्लभम् ।
देवभूपार्हभोग्यं च तद्द्रव्यं देवि गृह्यताम् ॥
ॐ श्रीदुर्गापरादेव्यै नमः समस्त राज्ञीयोपचारान् देव्योपचारान् समर्पयामि ।
57. Durga Saptashloki – sieben Verse der Zuflucht
शिव उवाच ।
देवी त्वं भक्तसुलभे सर्वकार्यविधायिनि ।
कलौ हि कार्यसिद्ध्यर्थमुपायं ब्रूहि यत्नतः ॥
देव्युवाच ।
शृणु देव प्रवक्ष्यामि कलौ सर्वेष्टसाधनम् ।
मया तवैव स्नेहेनाप्यम्बास्तुतिः प्रकाश्यते ॥
अस्य श्री दुर्गा सप्तश्लोकी स्तोत्रमन्त्रस्य नारायण ऋषिः, अनुष्टुप् छन्दः, श्री महाकाली महालक्ष्मी महासरस्वत्यो देवताः, श्री दुर्गा प्रीत्यर्थं सप्तश्लोकी दुर्गापाठे विनियोगः ।
ज्ञानिनामपि चेतांसि देवी भगवती हि सा ।
बलादाकृष्य मोहाय महामाया प्रयच्छति ॥ १ ॥
दुर्गे स्मृता हरसि भीतिमशेषजन्तोः
स्वस्थैः स्मृता मतिमतीव शुभां ददासि ।
दारिद्र्यदुःख भयहारिणि का त्वदन्या
सर्वोपकारकरणाय सदार्द्र चित्ता ॥ २ ॥
सर्वमङ्गलमाङ्गल्ये शिवे सर्वार्थसाधिके ।
शरण्ये त्र्यम्बके गौरी नारायणि नमोऽस्तु ते ॥ ३ ॥
शरणागतदीनार्तपरित्राणपरायणे ।
सर्वस्यार्तिहरे देवि नारायणि नमोऽस्तु ते ॥ ४ ॥
सर्वस्वरूपे सर्वेशे सर्वशक्तिसमन्विते ।
भयेभ्यस्त्राहि नो देवि दुर्गे देवि नमोऽस्तु ते ॥ ५ ॥
रोगानशेषानपहंसि तुष्टा-
रुष्टा तु कामान् सकलानभीष्टान् ।
त्वामाश्रितानां न विपन्नराणां
त्वामाश्रिता ह्याश्रयतां प्रयान्ति ॥ ६ ॥
सर्वबाधाप्रशमनं त्रैलोक्यस्याखिलेश्वरि ।
एवमेव त्वया कार्यमस्मद्वैरि विनाशनम् ॥ ७ ॥
58. Prarthana – um den Schutz Chandis bitten
या देवी मधुकैटभप्रमथिनी या माहिषोन्मूलिनी
या धूम्रेक्षणचण्डमुण्डशमनी या रक्तबीजाशिनी ।
या शुम्भादिनिशुम्भदैत्यदमनी या सिद्धलक्ष्मी परा
सा चण्डी नवकोटिशक्तिसहिता मां पातु विश्वेश्वरी ॥
59. Kshamapana und Samarpana – die Verehrung der Gnade anvertrauen
अपराधसहस्राणि क्रियन्तेऽहर्निशं मया ।
दासोऽयमिति मां मत्वा क्षमस्व परमेश्वरि ॥
आवाहनं न जानामि न जानामि विसर्जनम् ।
पूजां चैव न जानामि क्षम्यतां परमेश्वरि ॥
मन्त्रहीनं क्रियाहीनं भक्तिहीनं सुरेश्वरि ।
यत्पूजितं मया देवि परिपूर्णं तदस्तु मे ॥
अनया श्रीसूक्त विधानेन ध्यानावाहनादि षोडशोपचार पूजनेन भगवती सर्वात्मिका श्रीमहाकाली श्रीमहालक्ष्मी श्रीमहासरस्वती स्वरूपिणी श्रीदुर्गा परादेवी सुप्रीता सुप्रसन्ना वरदा भवन्तु ॥
60. Tirtha und Prasad – den Segen empfangen
अकालमृत्यहरणं सर्वव्याधिनिवारणम् ।
समस्तपापक्षयकरं श्रीदुर्गापरादेवी पादोदकं पावनं शुभम् ॥
श्रीमहाकाली श्रीमहालक्ष्मी श्रीमहासरस्वती स्वरूपिणी श्रीदुर्गा परादेव्यै नमः प्रसादं शिरसा गृह्णामि ।
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥
Quellen und weiterführende Artikel
- Stotra Nidhi: Sri Durga Devi Shodashopachara Puja, vollständige Hauptliturgie. Die traditionellen Sanskrittexte werden in IAST und Devanagari mit eigener deutscher Bedeutungswiedergabe ausgeführt; vedische Tonzeichen sind hier nicht gesetzt.
- Stotra Nidhi: Puja Vidhanam – Poorvangam, Smartha Paddhati und Haridra Ganapati Puja, vollständig einbezogene Vorriten.
- Durga Ashtottara Shatanamavali, Fassung 2: 108 Namen bei Stotra Nidhi. Die Doppelung nirguṇā sowie der schwer deutbare Eigenname svadhānārīmadhyagatā bleiben entsprechend der Vorlage erhalten.
- Durga Saptashloki: Sanskrittext mit Einleitung und Viniyoga bei Stotra Nidhi.
Siehe auch: Durga, Devi Mahatmya, Shri Sukta, Bhakti Yoga, Shodashopachara Puja.
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