Diti

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1. Diti (Sanskrit: दिति diti f.) Das Sanskrit-Wort Diti hat viele Bedeutungen. Unter anderem heißt es die Begrenzte, ihr Gegenteil ist Aditi, die Unbegrenzte, die Ursprüngliche. Es kann auch heißen, Verteilung, Austeilung; Freigebigkeit (Dana); das Haben, Besitzen; das Zerteilen. Diti ist auch Name einer Tochter Dakshas und Gemahlin des Kashyapa, die im Hinduismus als die Mutter der Dämonen (Daitya) gilt. Eine Göttin oder Personifikation, die, wie sie in den Veden beschrieben wird, mit Aditi verbunden ist. Diese scheint einen Gegensatz oder eine Ergänzung zu Diti zu sein.

Mala zum Rezitieren des heiligen Namens

2. Diti erscheint im Rigveda gemeinsam mit der Göttin Aditi und tritt neben den Adityas Savitri und Bhaga als Gottheit auf, von der Wohlstand und Glück erwartet werden.


3. Diti , Sanskrit दिति diti, Verteilung, Spende. Diti ist weibliches Sanskrit Substantiv, welches auf Deutsch übersetzt werden kann mit Verteilung, Spende.

Sukadev über Diti

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Diti

Diti heißt "die Begrenzte". Diti ist auch die Mutter der Daityas, und Daitya ist ein Name für die Asuras, für eine Gruppe von Dämonen. Diti, also die Begrenzte. Letztlich, wenn man in der Begrenztheit ist und aus der Begrenztheit heraus handelt, dann handelt man nicht im Guten. Wenn man aus der Bewusstheit heraus handelt, im Unendlichen und Ewigen verankert zu sein, wenn man sich bewusst macht, letztlich, tief im Inneren ist das Ewige, das Unendliche, tief im Inneren sind wir alle miteinander verbunden, dann sind die Handlungen automatisch gut. Wenn man sich begrenzt fühlt, getrennt von anderen, dann ist Angst da, und aus Angst kommt dann auch Aggression, und aus Angst und Aggression und Wünschen usw. kommen alle möglichen schwierigen Dinge. Deshalb, Diti heißt "die Begrenzte". Und aus der Begrenztheit heraus kommt Daitya, und Daitya ist dann eben ein Name für Dämon. Und Dämonen sind diejenigen, die aus der Begrenztheit heraus handeln.

Diti in der Ramayana

In dem Ramayana und in den Puranas ist sie die Tochter von Daksha, die Frau von Kashyapa und die Mutter der Daityas. Die Vishnu Purana erzählt, dass sie ihre Kinder verloren hatte und sie Kashyapa um einen Sohn bat, der unwiderstehlichen Heldenmut hatte und der Indra töten sollte. Dieser Segen wurde ihr unter einer Bedingung versprochen: "Wenn du mit gänzlich frommen Gedanken und einer unverfälschten Natur vorsichtig das Baby für hundert Jahre in deinem Mutterleib trägst, dann soll dir dieser Wunsch erfüllt werden." Gewissenhaft beobachtete sie ihre Verfassung, aber Indra wusste, was sie für ihn vorbereitete. Also kam er mit äußerster Bescheidenheit zu Diti und wartete seine Gelegenheit ab. In dem letzten Jahr des Jahrhunderts zog sich Diti eine Nacht zurück, ohne ihre Füße vorher gewaschen zu haben. Mit einem Blitzstrahl teilte Indra das Embryo in dem Mutterleib in sieben Stücke. So verstümmelt, weinte das Baby bitterlich und Indra, der das Kind nicht beschwichtigen konnte, wurde sehr verärgert, und teilte dann noch einmal jedes der sieben Teile in sieben Stücke. Diese formten die sich schnell bewegenden Gottheiten, die Maruts gennant werden. Das Wort leitet sich von "Marodih", "weine nicht", ab.

Siehe auch

Literatur

  • Dowson, John: A Classical Dictionary of Hindu Mythology and Religion – Geography, History and Religion; D.K.Printworld Ltd., New Delhi, India, 2005
  • Volker Moeller: Diti. In: Hans Wilhelm Haussig (Hrsg.) Götter und Mythen des indischen Subkontinents (= Wörterbuch der Mythologie, Abteilung 1, Die alten Kulturvölker Band 5). Klett-Cotta, 1984. ISBN 312909850X, S. 63.
  • Götter und Göttinnen im Hinduismus von Swami Sivananda
  • Die Bildersprache des Hinduismus
  • Hinduismus
  • Wilfried Huchzermeyer: Die heiligen Schriften Indiens - Geschichte der Sanskrit-Literatur.(edition-sawitri.de) ISBN 3-931172-22-8
  • Moritz Winternitz: Geschichte der Indischen Literatur, Leipzig, 1905 - 1922, Vol. I - III. Reprint in englischer Übersetzung: Maurice Winternitz: History of Indian Literatur, Motilal Barnarsidass, Delhi, 1985, Vol I - III
  • Aurobindo: Das Geheimnis des Veda, 2. Auflage 1997, Hinder + Deelmann, ISBN 3-873481-65-0
  • * Carl Capeller: Sanskrit Wörterbuch, nach den Petersburger Wörterbüchern bearbeitet, Strassburg : Trübner, 1887

Weblinks

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