Daitya

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Daitya (Sanskrit: दैत्य daitya m.) Oberbegriff für die Dämonen im Hinduismus, die als Nachkommen der Diti gelten. Diti ist die Gegenspielerin von Aditi, die Mutter der Engel. Daitya ist der Oberbegriff für verschiedenste Dämonen, Asuras, Rakshasas etc. Die Daityas sind die Gegenspieler der Aditis. Erfahre in diesem Vortragsvideo mehr über die Bedeutung von Daitya.

Varaha, Avatar von Vishnu, tötet den Rakshasa Hiranyaksha und hebt die Erde aus den tiefen des Ozeans wieder an ihren vorgesehenen Platz hoch.

Sukadev über Daitya

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Daitya

Daitya ist ein Sanskrit-Ausdruck und Daitya ist einer der vielen Namen für Dämon. Daitya kommt von Diti und Diti heißt Begrenztheit. Vielleicht hast du schon von Aditi gehört, Aditi ist die Unbegrenztheit. Und aus Aditi, aus der Ursprünglichen, kommt die ganze Welt. Aus Diti folgen dann die Daityas. So ähnlich wie aus Aditi die Adityas kommen,so kommen auch die verschiedenen indischen Götter, wie zum BeispielIndra, Varuna, Agni. Und im engeren Sinne ist Aditya die Sonne, die aus dem Unendlichen kommt. Diti ist Begrenztheit. Und die aus dem Begrenzten kommen bezeichnet man dann als Daityas. Und warum werden dann Daityas als Dämonen bezeichnet?

Die Dämonen in der indischen Literatur sind oft diejenigen, die Yoga-Praktiken geübt haben, intensiv Tapas, intensive spirituelle Praxis geübt haben, oft meditiert haben, manchmal sogar Mantras rezitiert haben, meistens Pranayama geübt haben, sehr oft gefastet haben oder ihre Ernährung sehr stark kontrolliert haben. Sie haben aber diese intensive spirituelle Praxis nicht genutzt, um Aditi, das Unendliche, zu erfahren, sondern sie wollten diese spirituelle Kraft nutzen im Diti, im Begrenzten. Und wenn man seine außergewöhnlichen Kräfte und Fähigkeiten für Begrenztes nutzt, dann wird man letztlich zum Daitya und damit zum Dämon. Und letztlich, der Daitya fällt irgendwann auch runter, so wie man sagt, „Hochmut kommt vor dem Fall“. Daher, ein Daitya hat außergewöhnliche Fähigkeiten und Kräften, noch nicht mal notwendigerweise nur auf dem spirituellen Gebiet, nicht nur auf dem Yoga-Gebiet. Aber er setzt seine außergewöhnlichen Fähigkeiten und Kräfte, sein Charisma, seine Ausstrahlung, seine Intelligenz usw. im Begrenzten ein, anstatt anderen zu helfen und zu dienen, will er nur selbst mehr Macht, Ansehen, Geld haben und vielleicht sogar andere versklaven oder letztlich selbst viel Macht bekommen. Daher sollte man nicht zum Daitya werden, weder zum kleinen, noch zum großen. Es ist gut, nach Vollkommenheit sich zu bemühen, es ist gut, seine Fähigkeiten zu entwickeln, aber alles, was man hat, sollte man mit anderen teilen. So hat Swami Sivananda immer gesagt: „Share what you have with others. Teile, was du hast, mit anderen.” Entwickle deine Fähigkeiten und nutze sie zum Guten, so wirst du zum Aditya und nicht zum Daitya.

Siehe auch

Rama tötet den Rakshasa Taraka.

Literatur

Weblinks

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