Chudakarana – Erste Haarschur mit Kindessegen gemäß Apastamba Purva Prayoga

Aus Yogawiki

Chudakarana – Erste Haarschur mit Kindessegen gemäß Apastamba Purva Prayoga begleitet das erste feierliche Schneiden der Haare eines Kindes mit Gebeten für ein langes, unversehrtes Leben. Die Eltern danken für sein Heranwachsen und bitten darum, dass es die Welt noch lange mit offenen Augen sehen möge. Bevor ein geübter Barbier die Haare schneidet, werden vier kleine Haarpartien mit Gras zusammengefasst und unter Segensworten abgeschnitten. Die Haare erhalten einen geschützten Platz in der Erde; ein Bad und frische Kleidung beschließen den Übergang.

Eine Familie mit ihrem Kind. Chudakarana begleitet einen Übergang in der Kindheit mit Fürsorge und Segen.

Die hier ausgeführte Chudakarana-Feier, auch Chaula genannt, folgt dem Apastamba Purva Prayoga von Sri Rama Ramanuja Acharya. Sie ist eine priestergeleitete Familienfeier des Hindu Dharma und gehört zu den Samskaras der Kindheit. Der Apastamba Grihyasutra nennt das dritte Lebensjahr und den Nakshatra Punarvasu als traditionellen Termin; eine feste Uhrzeit legt der hier verwendete Handbuchabschnitt nicht fest. Eltern und Purohita vereinbaren den konkreten Tag. Die Feier kann an einem vorbereiteten Platz am Haus oder in einem dafür eingerichteten Ritualraum mit Feuerstelle stattfinden; für die heutige Durchführung werden zusätzlich ein ruhiger Haarschneideplatz und eine Waschmöglichkeit benötigt.

Vorbereitung

Der Vater beziehungsweise eine andere in der Familienüberlieferung festgelegte verantwortliche Person vollzieht den Sankalpa und die ersten symbolischen Schnitte unter Anleitung des Purohita. Die Mutter oder eine andere vertraute Bezugsperson hält die Auffangschale für die Haare und begleitet das Kind. Ein geübter Barbier oder Friseur übernimmt die eigentliche Haarschur. Die hier ausgeschriebenen Sanskritformulare entsprechen der männlichen Grundfassung des Handbuches; sie sind nicht stillschweigend als grammatische Mädchenfassung ausgegeben. Die vedisch kundige Leitung trägt die Rezitationen; Angehörige helfen mit den Gaben und sprechen die bezeichneten Antworten. Für die Saatweihe sieht diese Fassung vier mitwirkende Brahmanen zur Pflanzenrezitation und verheiratete Frauen für die Aussaat vor; diese Rollen werden vorab vereinbart. Die Brahmanen können zugleich bei den Segensantworten mitwirken.

Der Vorlauf umfasst die Ganesha Puja, den kurzen Wassersegen, Saatgaben und das Anlegen des Schutzfadens. Danach folgen Feuereröffnung, acht besondere Darbringungen und der vollständige Jayadi-Abschluss. Erst anschließend wird das Kind zur Haarschur gesetzt. Diese Ordnung folgt dem modernen Handbuch mit seinem ausdrücklich als Bodhayanokta bezeichneten kurzen Wasserrahmen; sie ist keine behauptete wortgetreue Wiedergabe des gesamten alten Grihyasutra.

Bereitlegen: Ganesha-Bild oder kleine Murti, Wasserkrug (Kalasha) auf einem Reisteller, sauberes Trinkwasser und Auffangschalen, Darbha-Gras und ein vorbereitetes Pavitra, Akshata, Sandelpaste, Blüten, zwei Opferschnüre als Gaben für Ganesha und Varuna, Räucherwerk, sicher stehende Öllampe und kleine Lampe für die Lichtgabe, vegetarische Speise und Betelblätter; fünf kleine Saatschalen mit sauberer Erde und Sand, keimfähiges Getreide und etwas Milch (bzw. Pflanzenmilch); ein gut passender weicher Schutzfaden, kleines Tuch und weitere Duft- und Blütengaben. Die Saatart legt diese Passage nicht fest; Gerste oder Weizen sind eine heutige praktische Wahl. Pflanzenmilch ist die heutige Alternative zum überlieferten Saatbad in Milch.

Für das Homa: feuerfeste Kunda, trockene unbehandelte Hölzer, ein Bündel aus zwölf kleinen Brennhölzern, drei Begrenzungshölzer, großer und kleiner Opferlöffel, Gefäß für Ghee (bzw. Pflanzenöl), Sprengwassergefäß (Prokshani Patra) und eigenes Pranita Patra. Pflanzenöl ist eine ausdrücklich heutige Praxisalternative. Für die Haarschur: lauwarmes und kühles Wasser, ein sauberer Kamm, zwölf getrennte Darbha-Halme für die vier symbolischen Schnitte, hygienische Schere beziehungsweise professionelles Schneidegerät, eine Auffangschale mit weichem Teig, Handtücher und frische Kleidung. Lege eine vereinbarte Dankesgabe für die Leitung und eine Vergütung für die schneidende Person bereit.

Das Handbuch nennt zum Kämmen einen Stachelschweinstachel mit drei weißen Stellen, drei Darbha-Büschel und eine Traube unreifer Udumbara-Früchte sowie Kuhdung zum Aufnehmen der Haare. In dieser heutigen Ausführung ersetzt ein sauberer Kamm den Stachel, und sauberer Teig nimmt die Haare auf. Die Darbha-Halme der vier Schnitte bleiben erhalten. Eine weiche Haarsträhne wird jeweils von der Kopfhaut abgehoben und mit stumpfer Spitze oder professionellem Gerät sicher geschnitten; es wird nicht an der Haut rasiert, während das Kind sich bewegt. Das Kind bleibt bei einer vertrauten Person; Pausen für Trost oder Versorgung sind selbstverständlich. Die Quellenformel „Nimm ihm nicht das Leben“ wird als Bitte um sorgfältigen, schonenden Umgang hörbar.

Die Angaben in geschweiften Klammern werden vor Beginn von der Leitung passend eingesetzt. Kalenderformeln benennen den tatsächlichen Tag und Ort. Sie sind keine fehlenden Rezitationen. Für die fünf Saatschalen und den Schutzfaden reichen die hier ausdrücklich gewählten kurzen Gastgaben; ihre Formeln stammen aus dem gleichen Handbuch.


Eröffnung und Wassersegen

1. Sammlung, Guru-Gruß und Bitte um Segen
Der Ritualleiter beginnt; die Eltern hören aufmerksam zu oder sprechen die ihnen vertrauten Verse mit. Für den Guru-Gruß werden die Hände vor dem Herzen zusammengelegt.

Guru-Gruß
gurur brahmā gurur viṣṇur gurur devo maheśvaraḥ |
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrīgurave namaḥ ||

Dem verehrten Guru sei Ehrerbietung: Guru ist Brahma, Vishnu und Maheshvara; Guru ist unmittelbar das höchste Brahman.

Alle nehmen in den folgenden Segenswunsch das Kind, die Familie und andere Lebewesen mit auf.

Gutes hören und sehen
bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devā bhadraṃ paśyemākṣibhir yajatrāḥ |
sthirair aṅgais tuṣṭuvāṃsas tanūbhir vyaśema devahitaṃ yad āyuḥ ||
svasti na indro vṛddhaśravāḥ | svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nas tārkṣyo ariṣṭanemiḥ | svasti no bṛhaspatir dadhātu ||

Ihr Götter, mögen wir mit unseren Ohren Gutes hören und mit unseren Augen Gutes sehen, ihr Verehrungswürdigen. Mit kräftigen Gliedern und Körpern mögen wir euch preisend die uns bestimmte Lebenszeit erfüllen. Indra, dessen Ruhm gewachsen ist, schenke uns Wohlergehen; ebenso Pushan, der alles kennt, Tarkshya mit unversehrtem Rad und Brihaspati.

Wachsen in Gemeinschaft
ṛdhyāsma havyair namasopasadya | mitraṃ devaṃ mitradheyaṃ no astu |
anurādhān haviṣā vardhayantaḥ | śataṃ jīvema śaradaḥ savīrāḥ ||

Mögen wir mit Gaben gedeihen, nachdem wir uns ehrerbietig genähert haben. Der göttliche Mitra sei uns Freundschaft und Stütze. Die Anuradhas mit Opfergabe stärkend, mögen wir hundert Herbste leben, mit tüchtigen Nachkommen und Gefährten.

Die Eltern begrüßen die versammelten Ritualkundigen und bringen einen Teller mit Früchten, Blüten, Betelblättern und einer Geldgabe dar. Die Bitte gilt der nun anstehenden Haarschur mit ihren vorbereitenden Handlungen.

Gruß an die Versammlung
namaḥ sadase namaḥ sadasaspataye namaḥ sakhīnām |
purogāṇāṃ cakṣuṣe namo dive namaḥ pṛthivyai ||
saprathā sabhāṃ me gopāya | ye ca sabhyāḥ sabhāsadaḥ |
tān indriyāvataḥ kuru | sarvam āyur upāsatām ||

Ehrerbietung der Versammlung, ihrem Vorsteher und den vorangehenden Freunden; Ehrerbietung dem sehenden Licht, dem Himmel und der Erde. Weitreichender Schutz, behüte meine Versammlung und ihre Mitglieder. Stärke ihre Kräfte; mögen sie ihre ganze Lebenszeit erfüllen.

Bitte um Zustimmung
aśeṣa he pariṣad bhavatpādamūle mayā samarpitām imāṃ sauvarṇīṃ yatkiñcid dakṣiṇām api yathokta-dakṣiṇām iva svīkṛtya caula-karma kartuṃ yogyatā-siddhim anugṛhāṇa ||

Verehrte ganze Versammlung: Nehmt diese zu euren Füßen dargebrachte Geldgabe, wie gering sie auch sei, als angemessene Dakshina an und gewährt mir euren Segen, die Haarschur auszuführen.

Die vorbereiteten Empfangsgaben werden überreicht. Danach bestimmt ein Elternteil den Ritualleiter ausdrücklich; dieser antwortet.

Beauftragung und Antwort
asmin caula-karmaṇi sakalaṃ kartum ācārya tvāṃ vṛṇe |
vṛto'smi | bhaviṣyāmi |
yathā vihitaṃ karma kuru |
kariṣyāmi ||

Elternteil: Für sämtliche Handlungen dieser Haarschur wähle ich dich zum Acharya. – Ritualleiter: Ich bin gewählt; ich werde diese Aufgabe übernehmen. – Elternteil: Führe die Handlung nach der überlieferten Ordnung aus. – Ritualleiter: Ich werde es tun.

2. Sankalpa: Ort, Zeit und Vorhaben benennen
Der Ritualleiter spricht die vorab ausgefüllte Formel vor, die Eltern sprechen die Absicht mit. Die Anrufung verwendet die Smarta-Form des Handbuches.

Sammlung vor der Absicht
śuklāmbaradharaṃ viṣṇuṃ śaśivarṇaṃ caturbhujam |
prasannavadanaṃ dhyāyet sarvavighnopaśāntaye ||

Man meditiere auf den alles durchdringenden Herrn: weiß gekleidet, mondfarben, vierarmig und mit freundlichem Gesicht, damit alle Hindernisse zur Ruhe kommen.

Kalender- und Ortsformel
hariḥ oṃ tat sat | śrī govinda | śrī govinda | śrī govinda |
śubhe śobhane muhūrte adya śrībhagavato mahāpuruṣasya śrīviṣṇor ājñayā pravartamānasya ādya-brahmaṇo dvitīya-parārdhe śrīśveta-varāha-kalpe vaivasvata-manvantare aṣṭāviṃśatitame kaliyuge kaliyugasya prathama-pāde jambūdvīpe meroḥ {Richtung} digbhāge hiraṇmaya-varṣe hiraṇmaya-deśe {Land} deśe {Ort} mahānagary-antargate vyāvahārikāṇāṃ prabhavādi-ṣaṣṭi-saṃvatsarāṇāṃ madhye {Jahr} nāma saṃvatsare {Ayana} ayane {Jahreszeit} ṛtau māsottame {Monat} māse {Paksha} pakṣe {Tithi} tithau {Wochentag} vāsara-yuktāyāṃ {Nakshatra des Tages} nakṣatra-yuktāyāṃ śrīviṣṇuyoge śrīviṣṇukaraṇe śubhayoga-śubhakaraṇe sakala-graha-guṇa-viśeṣaṇa-viśiṣṭāyām ||

Hari, Om, Das ist die Wirklichkeit. Shri Govinda, Shri Govinda, Shri Govinda. In dieser günstigen Zeit, innerhalb der durch Vishnus Ordnung getragenen Weltzeit – in der zweiten Hälfte von Brahmas Leben, im weißen Varaha-Kalpa, im Vaivasvata-Manvantara, im achtundzwanzigsten Kali-Yuga und dessen erstem Abschnitt – an dem genannten Ort und zu dem genannten Jahr, Sonnenhalbjahr, der Jahreszeit, dem Monat, der Mondhälfte, dem Mondtag, Wochentag und Mondhaus: Mögen die zeitlichen Bedingungen günstig sein. Die kosmischen und geographischen Bezeichnungen sind die traditionelle Perspektive dieser Gebetsformel.

Absicht und vorbereitende Handlungen
asyāṃ śubha-tithau mama upātta-samasta-durita-kṣaya-dvārā śrīparameśvara-prītyarthaṃ {Nakshatra des Feiernden} nakṣatre {Gotra des Feiernden} gotra {Name des Feiernden} nāma aham caula-saṃskāraṃ kariṣye |
tad-aṅgatvena nirvighnena parisamāptyartham ādau vighneśvara-pūjāṃ kariṣye |
tad-aṅgatvena antaḥkaraṇa-śuddhyarthaṃ śarīra-śuddhyarthaṃ maṇḍapa-śuddhyarthaṃ sarvopakaraṇa-śuddhyarthaṃ svasti-puṇyāha-vācanaṃ kariṣye ||

An diesem günstigen Tag werde ich zur Überwindung angesammelter Verfehlungen und zur Freude des höchsten Herrn den Chudakarana-Samskara ausführen: Ich nenne dabei mein Geburts-Nakshatra, meine Gotra und meinen Namen. Damit er ohne Hindernisse vollendet werde, beginne ich mit der Verehrung Vighneshvaras. Zur inneren Reinigung und zur Weihe von Körper, Ritualplatz und sämtlichen Gegenständen werde ich den günstigen Tag durch den Wassersegen ausrufen.

3. Ganesha-Puja als Eröffnung
Die Eltern wenden sich dem Bild oder der Murti von Ganesha zu. Der Ritualleiter spricht die beiden Meditationsverse; danach werden Sandelholzpaste, Akshata und Blüten dargebracht.

Ganesha betrachten und anrufen
gaṇānāṃ tvā gaṇapatiṃ havāmahe kaviṃ kavīnām upamaśravastamam |
jyeṣṭharājaṃ brahmaṇāṃ brahmaṇaspata ā naḥ śṛṇvann ūtibhiḥ sīda sādanam ||
ekadantaṃ śūrpakarṇaṃ gajavaktraṃ mahodaram |
pāśāṅkuśadharaṃ devaṃ dhyāyet siddhivināyakam ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ śrīmahāgaṇapataye namaḥ |
dhyāyāmi | āvāhayāmi | sthāpayāmi | gandhākṣata-puṣpāṇi samarpayāmi ||

Wir rufen dich, Herrn der Scharen, Weisen unter den Weisen, höchst Berühmten, erhabenen König der heiligen Gebete. Herr des Gebets, höre uns und nimm mit deinen Hilfen diesen Sitz ein. Man betrachte Siddhivinayaka: einzahnig, mit großen Ohren, Elefantengesicht und rundem Bauch, Schlinge und Stachel führend. Om, Erde, Zwischenraum und Himmelswelt: Ehrerbietung dem großen Ganapati. Ich meditiere, lade ein und vergegenwärtige dich; Duft, ungebrochene Reiskörner und Blüten bringe ich dar.

Die einleitenden Gastgaben
Jede Wasserhandlung geschieht symbolisch mit einem Löffel Wasser in das dafür bestimmte Auffangschälchen; das Bild wird nicht übergossen. Sitz und Gewand können durch Akshata angezeigt werden.

Sitz anbieten.

Sitz anbieten
āsanaṃ samarpayāmi ||

Ich bringe einen Sitz dar.

Ehrenwasser darbringen.

Ehrenwasser darbringen
arghyaṃ samarpayāmi ||

Ich bringe Ehrenwasser dar.

Wasser für die Füße darbringen.

Wasser für die Füße darbringen
pādyaṃ samarpayāmi ||

Ich bringe Wasser zum Waschen der Füße dar.

Wasser zum Mundspülen darbringen.

Wasser zum Mundspülen darbringen
ācamanaṃ samarpayāmi ||

Ich bringe Wasser zum Mundspülen dar.

Symbolisches Bad darbringen.

Symbolisches Bad darbringen
snānaṃ samarpayāmi ||

Ich bringe das Bad dar.

Akshata als Gewandgabe darbringen.

Akshata als Gewandgabe darbringen
vastrārtham akṣatān samarpayāmi ||

Ich bringe ungebrochene Reiskörner als Gewandgabe dar.

Die bereitliegende Opferschnur darbringen.

Die bereitliegende Opferschnur darbringen
upavītaṃ samarpayāmi ||

Ich bringe die Opferschnur dar.

Sandelholzpaste darbringen.

Sandelholzpaste darbringen
gandhaṃ samarpayāmi ||

Ich bringe duftende Paste dar.

Blüten zu den achtzehn Namen
Bei jedem Namen eine Blüte oder einige Blütenblätter zu Füßen des Bildes niederlegen.

Achtzehn Namensanrufungen
oṃ sumukhāya namaḥ |
oṃ ekadantāya namaḥ |
oṃ kapilāya namaḥ |
oṃ gajakarṇakāya namaḥ |
oṃ lambodarāya namaḥ |
oṃ vikaṭāya namaḥ |
oṃ vighnarājāya namaḥ |
oṃ vināyakāya namaḥ |
oṃ dhūmaketave namaḥ |
oṃ gaṇādhyakṣāya namaḥ |
oṃ bālacandrāya namaḥ |
oṃ gajānanāya namaḥ |
oṃ vakratuṇḍāya namaḥ |
oṃ śūrpakarṇāya namaḥ |
oṃ herambāya namaḥ |
oṃ skandapūrvajāya namaḥ |
oṃ siddhivināyakāya namaḥ |
oṃ vighneśvarāya namaḥ |

Ehrerbietung dem mit dem schönen Gesicht; dem Einzahnigen; dem Goldbraunen; dem mit Elefantenohren; dem mit dem großen Bauch; dem Gewaltigen; dem Herrn der Hindernisse; dem selbstständigen Führer; dem mit dem Rauchbanner; dem Oberhaupt der Scharen; dem mit dem jungen Mond; dem Elefantengesichtigen; dem mit dem gebogenen Rüssel; dem mit den breiten Ohren; Heramba; dem älteren Bruder Skandas; dem Führer zur Vollendung; dem Herrn über die Hindernisse.

Räucherwerk kurz zeigen, die Lampe darbieten, die Speise auf einem Teller niederstellen und Betelblätter danebenlegen. Die Gaben bleiben bei den Bildern und werden nicht dem Kind gegeben.

Duft, Licht, Speise und Betelgabe
dhūpam āghrāpayāmi |
dīpaṃ darśayāmi |
naivedyaṃ samarpayāmi |
tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

Ich lasse den Räucherduft wahrnehmen. Ich zeige das Licht. Ich bringe die Speisegabe dar. Ich bringe die Betelgabe dar.

Mit der kleinen Arati-Lampe in ruhiger kreisender Bewegung vor dem Bild das Licht darbringen. Die Quelle nennt Kampferlicht; eine Öllampe ist hier als praktische heutige Alternative eingesetzt, daher wird in der Gabenformel nur Nirajana gesprochen.

Lichtgabe an Ganesha
candrādityau ca dharaṇī vidyudagnī sāthaiva ca |
tvam eva sarvajyotīṃṣi nīrājanaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ ekadantāya vidmahe vakratuṇḍāya dhīmahi tanno dantiḥ pracodayāt |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ ānanda-nīrājanaṃ sandarśayāmi ||

Mond und Sonne, Erde, Blitz und Feuer: Du bist alle Lichter; nimm diese Lichtgabe an. Wir suchen den Einzahnigen zu erkennen und meditieren auf den mit dem gebogenen Rüssel; der Elefantenzahnige möge unser Verstehen anregen. Om Gam, Ehrerbietung Ganapati: Ich zeige das freudige Licht.

Drei Löffel Wasser in das Auffanggefäß geben; die Formel wird während dieser Gabe einmal gesprochen.

Wasser nach dem Licht
nīrājanānantaraṃ punar-ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

Nach der Lichtgabe bringe ich erneut Wasser zum Mundspülen dar.

Blüten in den hohlen Händen halten. Der folgende Vers macht aus den äußeren Blumen konkrete innere Gaben. Nach dem letzten Vers werden die Blüten vor Ganesha abgelegt.

Die acht inneren Blüten
ahiṃsā prathamaṃ puṣpaṃ puṣpam indriyanigrahaḥ |
sarvabhūtadayā puṣpaṃ kṣamā puṣpaṃ viśeṣataḥ ||
śāntiḥ puṣpaṃ tapaḥ puṣpaṃ jñānaṃ puṣpaṃ tathaiva ca |
satyam aṣṭavidhaṃ puṣpaṃ devaprītikaraṃ bhavet ||

Nichtverletzen ist die erste Blüte, Beherrschung der Sinne eine weitere. Mitgefühl mit allen Wesen ist eine Blüte und besonders auch Vergebung. Frieden, innere Disziplin, Erkenntnis und Wahrhaftigkeit: Diese achtfache Blütengabe erfreue das Göttliche.

Bitte und Abschluss der Ganesha-Verehrung
vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha |
nirvighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
oṃ vighneśvarāya varadāya surapriyāya lambodarāya sakalāya jagaddhitāya |
nāgānanāya śrutiyajñavibhūṣitāya gaurīsutāya gaṇanātha namo namaste ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ vināyaka |
yat kṛtaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||

Du mit gebogenem Rüssel und großem Leib, strahlend wie Millionen Sonnen: Lass meine Handlungen stets ohne Hindernisse gelingen. Wieder und wieder Ehrerbietung dir, Ganapati, Sohn Gauris, Herrn der Hindernisse, Gabenschenkendem, den Göttern Lieben, rundbäuchigen, umfassenden Wohltäter der Welt, Elefantengesichtigen, mit Veda und Opfer Verehrten. Wenn mein Tun an Mantra, Handlung oder Hingabe unvollkommen war, Vinayaka, nimm das von mir Vollzogene als vollständig an.

Die Eltern verneigen sich. Das dauerhafte Ganesha-Bild bleibt am Andachtsplatz. 4. Die besondere Haarschur-Absicht
Der Vater nennt nun das Kind und die konkrete Chaula-Handlung. Name, Gotra und Geburtsangaben stehen bereits fest.


hariḥ oṃ tat sat | govinda govinda govinda |
asyāṃ śubhatithau {Gotra} gotrodbhavaḥ {Name des Vaters} śarmāham {Nakshatra} nakṣatre {Rashi} rāśau jātaṃ {Name des Kindes} nāma mama kumāraṃ caulakarmaṇā saṃskariṣyāmi ||

Bedeutung: Hari, Om, das ist die Wahrheit. Govinda, Govinda, Govinda. An diesem günstigen Tag werde ich, {Name des Vaters} aus {Gotra}, meinen Sohn {Name des Kindes}, geboren unter {Nakshatra} in {Rashi}, durch die Haarschur feierlich segnen.

5. Laghu Punyaha: Wasserweihung und Segensdialog
Der Purohita stellt das vorbereitete Wassergefäß vor sich. Die Eltern bleiben beim Kind. Kusha, Wasserlöffel, Auffangschalen und die Gaben werden so bereitgelegt, dass die Handlungen ruhig ineinandergreifen. Diese vollständige kurze Ordnung heißt im Handbuch ausdrücklich Bodhayanokta; sie ist dessen Baudhayana zugeschriebene Rahmenvariante.

Absicht des Wassersegens
adya mama upātta-samasta-durita-kṣaya-dvārā śrīparameśvara-prītyartham ātma-śuddhyarthaṃ śarīra-śuddhyarthaṃ gṛha-śuddhyarthaṃ sarvopakaraṇa-śuddhyarthaṃ śuddhi-puṇyāha-vācanaṃ kariṣye ||

Heute werde ich zur Überwindung angesammelter Verfehlungen, zur Freude des höchsten Herrn und zur inneren Weihe von uns, unserem Körper, dem Haus und sämtlichen Gegenständen den reinigenden Wassersegen vollziehen.

Varuna im Wassergefäß einladen
Der Ritualleiter betrachtet Varuna, den göttlichen Hüter der Wasser, und spricht:

Anrufung Varunas
imaṃ me varuṇa śrudhī havam adyā ca mṛḍaya | tvām avasyur ācake ||
tat tvā yāmi brahmaṇā vandamānas tad āśāste yajamāno havirbhiḥ |
aheḍamāno varuṇeha bodhy uruśaṃsa mā na āyuḥ pramoṣīḥ ||
asmin kumbhe varuṇaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Varuna, höre heute meinen Ruf und sei gnädig. Dich rufe ich an, Schutz suchend. Mit heiligem Gebet und Gaben suche ich dich ehrfürchtig auf. Sei uns hier aufmerksam, du weithin Gepriesener; verkürze nicht unser Leben. In diesem Gefäß meditiere ich auf Varuna und lade ihn ein.

Gastgaben für Varuna
Die gleichen Gesten werden jetzt dem Kalasha zugeordnet. Wasser wird auf dem zugehörigen Teller aufgefangen; das geweihte Wasser im Gefäß bleibt sauber. Zu jeder Formel wird die bezeichnete Gabe einmal ausgeführt.

Sitz anbieten am Wassergefäß.

Varuna: Sitz anbieten
āsanaṃ samarpayāmi ||

Ich bringe einen Sitz dar.

Ehrenwasser darbringen am Wassergefäß.

Varuna: Ehrenwasser darbringen
arghyaṃ samarpayāmi ||

Ich bringe Ehrenwasser dar.

Wasser für die Füße darbringen am Wassergefäß.

Varuna: Wasser für die Füße darbringen
pādyaṃ samarpayāmi ||

Ich bringe Wasser zum Waschen der Füße dar.

Wasser zum Mundspülen darbringen am Wassergefäß.

Varuna: Wasser zum Mundspülen darbringen
ācamanaṃ samarpayāmi ||

Ich bringe Wasser zum Mundspülen dar.

Symbolisches Bad darbringen am Wassergefäß.

Varuna: Symbolisches Bad darbringen
snānaṃ samarpayāmi ||

Ich bringe das Bad dar.

Akshata als Gewandgabe darbringen am Wassergefäß.

Varuna: Akshata als Gewandgabe darbringen
vastrārtham akṣatān samarpayāmi ||

Ich bringe ungebrochene Reiskörner als Gewandgabe dar.

Die bereitliegende Opferschnur darbringen am Wassergefäß.

Varuna: Die bereitliegende Opferschnur darbringen
upavītaṃ samarpayāmi ||

Ich bringe die Opferschnur dar.

Sandelholzpaste darbringen am Wassergefäß.

Varuna: Sandelholzpaste darbringen
gandhaṃ samarpayāmi ||

Ich bringe duftende Paste dar.

Acht Blütengaben begleiten die acht ausgeschriebenen Namen.

Varunas Namensanrufungen
oṃ varuṇāya namaḥ |
oṃ pracetase namaḥ |
oṃ surūpiṇe namaḥ |
oṃ apāṃ pataye namaḥ |
oṃ makaravāhanāya namaḥ |
oṃ jalādhipataye namaḥ |
oṃ pāśahastāya namaḥ |
oṃ varuṇāya namaḥ |

Ehrerbietung Varuna; dem Einsichtigen; dem Wohlgestalteten; dem Herrn der Wasser; dem auf dem Makara Reitenden; dem Gebieter der Wasser; dem mit der Schlinge in der Hand; Varuna.

Duft, Licht, Speise und Betelblätter dem Wassergefäß darbieten. Die Wasseroberfläche wird dabei nicht mit Räucherwerk, Nahrung oder Lampenöl berührt.

Duft, Licht, Speise und Betelgabe
dhūpam āghrāpayāmi |
dīpaṃ darśayāmi |
naivedyaṃ samarpayāmi |
tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

Ich lasse den Räucherduft wahrnehmen. Ich zeige das Licht. Ich bringe die Speisegabe dar. Ich bringe die Betelgabe dar.

Die kleine Lampe vor dem Kalasha zeigen und danach sicher abstellen. Die Öllampe ersetzt auch hier das im Handbuch genannte Kampferlicht.

Varunas Lichtgabe
nīrājanaṃ samarpayāmi |
oṃ jalabimbāya vidmahe nīlapuruṣāya dhīmahi | tanno varuṇaḥ pracodayāt ||

Ich bringe das Licht dar. Wir suchen den im Wasser Vergegenwärtigten zu erkennen und meditieren auf den blauen göttlichen Menschen; Varuna möge unser Verstehen anregen.

Die Versammlung antwortet
Der Purohita berührt das Gefäß mit dem Kusha-Büschel. Er spricht jeweils den ersten Satz, die mitwirkenden Ritualkundigen antworten mit dem zweiten. Jeder Dialog erfolgt einmal.

Wasser und Wohl
śivā āpaḥ santu |
santu śivā āpaḥ ||

Leitung: Mögen die Wasser heilsam sein. – Antwort: Heilsam seien die Wasser.

Friedliches Gemüt
saumanasyam astu |
astu saumanasyam ||

Leitung: Ein gutes, friedliches Gemüt sei da. – Antwort: Es sei ein friedliches Gemüt da.

Unversehrtheit
akṣataṃ cāriṣṭaṃ cāstu |
astv akṣatam ariṣṭam ||

Leitung: Unversehrtheit und Freiheit von Unheil seien da. – Antwort: Unversehrtheit und Freiheit von Unheil seien da.

Zustimmung zur Verkündigung
bhavadbhir anujñātaḥ puṇyāhaṃ vācayiṣye |
vācyatām ||

Leitung: Mit eurer Zustimmung werde ich den günstigen Tag ausrufen. – Antwort: Er werde ausgerufen.

Der Purohita spricht den folgenden Vers einmal. Die Feuerbilder sind hier Bestandteil des Segensverses; an dieser Stelle wird kein Feuer entzündet und kein Ghee geopfert.

Erneuerung und Wunsch
punas tvādityā rudrā vasavaḥ samindhatām |
punar brahmāṇo vasunītha yajñaiḥ |
ghṛtena tvaṃ tanvaṃ vardhayasva |
satyāḥ santu yajamānasya kāmāḥ ||

Wieder mögen die Adityas, Rudras und Vasus dich entfachen, wieder die Brahmanen mit ihren Opfern, du Güterbringer. Stärke deinen Leib durch die geklärte Butter. Mögen die Wünsche des Feiernden wahr werden.

Ausruf des günstigen Tages
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya puṇyāhaṃ bhavanto bruvantu |
oṃ puṇyāham astu ||

Leitung: Verehrte Brahmanen, ruft für diesen Feiernden den günstigen Tag aus. – Antwort: Om, ein günstiger Tag sei es.

Die Antwort oṃ puṇyāham astu wird insgesamt dreimal gesprochen, die Bitte einmal. Danach rezitiert der Purohita:

Segen der göttlichen Mächte
svasti mitrāvaruṇā svasti pathye revati |
svasti na indraś cāgniś ca svasti no adite kṛdhi ||

Wohlergehen von Mitra und Varuna; Wohlergehen von der reichen Hüterin des Weges. Indra und Agni schenken uns Wohlergehen; Aditi, bewirke unser Wohlergehen.

Bitte um Wohlergehen
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya svasti bhavanto bruvantu |
oṃ svastir astu ||

Leitung: Verehrte Brahmanen, sprecht für diesen Feiernden Wohlergehen aus. – Antwort: Om, Wohlergehen sei da.

Die Antwort oṃ svastir astu wird insgesamt dreimal gesprochen. Danach folgt der bereits zu Beginn gesprochene Vers erneut vollständig:

Wachsen in Gemeinschaft
ṛdhyāsma havyair namasopasadya | mitraṃ devaṃ mitradheyaṃ no astu |
anurādhān haviṣā vardhayantaḥ | śataṃ jīvema śaradaḥ savīrāḥ ||

Mögen wir mit Gaben gedeihen, nachdem wir uns ehrerbietig genähert haben. Der göttliche Mitra sei uns Freundschaft und Stütze. Die Anuradhas mit Opfergabe stärkend, mögen wir hundert Herbste leben, mit tüchtigen Nachkommen und Gefährten.

Bitte um Gedeihen
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya ṛddhiṃ bhavanto bruvantu |
oṃ ṛddhir astu ||

Leitung: Verehrte Brahmanen, sprecht für diesen Feiernden Gedeihen aus. – Antwort: Om, Gedeihen sei da.

Die Antwort oṃ ṛddhir astu wird insgesamt dreimal gesprochen. Der folgende überlieferte Segensvers bittet im gesellschaftlichen und bäuerlichen Bild seiner Entstehungswelt um Wissen, Schutz, Nahrung und Fortbestand. Seine historischen Rollenbilder werden als Text bewahrt; daraus wird keine soziale Rangordnung für die heutige Familie abgeleitet.

Segen für die Lebensgemeinschaft
ā brahman brāhmaṇo brahmavarcasī jāyatām asmin rāṣṭre rājanya iṣavyaḥ śūro mahāratho jāyatāṃ dogdhrī dhenur voḍhānaḍvān āśuḥ saptiḥ purandhrir yoṣā jiṣṇū ratheṣṭhāḥ sabheyo yuvāsya yajamānasya vīro jāyatāṃ nikāme nikāme naḥ parjanyo varṣatu phalinyo na oṣadhayaḥ pacyantāṃ yogakṣemo naḥ kalpatām ||

O Brahman, in diesem Gemeinwesen möge ein Brahmane mit dem Glanz geistigen Wissens heranwachsen und ein Herrscher, als Bogenschütze und Wagenkämpfer tüchtig und tapfer. Mögen eine milchgebende Kuh, ein tragfähiger Ochse, ein schnelles Pferd, eine tatkräftige Frau und ein siegreicher Kämpfer gedeihen. Dem Feiernden möge ein tüchtiger junger Mensch heranwachsen, geeignet für die Versammlung. Parjanya lasse nach Bedarf Regen fallen; fruchttragende Pflanzen mögen für uns reifen. Erwerb und Bewahrung des Lebensnotwendigen mögen gelingen.

Bitte um Reinigung
indraḥ sunītī saha mā punātu | somaḥ svastyā varuṇaḥ samīcyā |
yamo rājā pramṛṇābhiḥ punātu mā | jātavedā morjayantyā punātu |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ ||

Indra reinige mich durch gute Führung; Soma durch Wohlergehen, Varuna durch rechte Ordnung. König Yama reinige mich durch seine bereinigenden Kräfte; Jatavedas, der alles kennende Agni, reinige mich durch belebende Kraft. Om, Erde, Zwischenraum und Himmelswelt.

Friedensgebet
tac chaṃ yor āvṛṇīmahe | gātuṃ yajñāya | gātuṃ yajñapataye |
daivī svastir astu naḥ | svastir mānuṣebhyaḥ | ūrdhvaṃ jigātu bheṣajam |
śaṃ no astu dvipade | śaṃ catuṣpade |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

Wir erbitten Heil und Wohlergehen: Gelingen dem Opfer und dem Herrn des Opfers. Göttliches Wohlergehen sei uns, Wohlergehen den Menschen. Heilendes möge aufwachsen. Frieden sei den Zweibeinigen, Frieden den Vierbeinigen. Om, Frieden, Frieden, Frieden.

Varuna verabschieden und Wasser verteilen
Der Purohita nimmt eine Blüte vom Gefäß, legt sie daneben und spricht die ausdrückliche Entlassung. Das Wasser bleibt als gesegnetes Wasser verfügbar.

Varuna verabschieden
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi |
śobhanārthāya kṣemāya punarāgamanāya ca ||

Om Vam, Ehrerbietung Varuna. Ich geleite dich an deinen eigenen Ort – zum Segen, zum Wohlergehen und zur erneuten Wiederkehr.

Mit dem Kusha-Büschel wird wenig Wasser auf die Ritualgegenstände und zum Andachtsplatz gesprengt. Erwachsene können die Besprengung empfangen. Am Kind legt die Bezugsperson einen einzelnen Wassertropfen auf die Hand. Dazu wird der folgende vollständige Text gesprochen; die abschließende Formel steht bereits dreimal ausgeschrieben.

Besprengung
devasya tvā savituḥ prasave 'śvinor bāhubhyāṃ pūṣṇo hastābhyāṃ sarasvatyai vāco yantur yantreṇāgnes tvā sāmrājyena abhiṣiñcāmi |
drupadād iva mumucānaḥ | svinnaḥ snāto malād iva |
pūtaṃ pavitreṇevājyam | āpaḥ śundhantu mainasaḥ |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ | oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ | oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ ||

Durch den Antrieb Savitris, mit den Armen der Ashvins und den Händen Pushans, durch die bindende Kraft Sarasvatis, der Sprache, weihe ich dich mit Agnis Herrschaft. Wie einer, der aus einer Fessel befreit wird, wie ein Verschwitzter nach dem Waschen vom Schmutz und wie Butter durch einen Filter gereinigt wird, mögen die Wasser mich von Verfehlung reinigen. Om, Erde, Zwischenraum und Himmelswelt – dreimal.

Das erste Wassergefäß wird beiseitegestellt. In der hier gewählten Laghu-Fassung gehört kein Trinken von Ritualwasser zur Schlussfolge.

Saatgaben und Schutzfaden

6. Ankurarpana vorbereiten
Stelle die fünf Saatschalen mit Erde auf: eine in der Mitte, die weiteren im Osten, Süden, Westen und Norden. Besprenge sie, beginnend in der Mitte. Der Vater spricht den auf die heutige Haarschur bezogenen Vorsatz.


mama upāttasamastaduritakṣayadvārā śrīparameśvaraprītyarthaṃ {Nakshatra} nakṣatre {Rashi} rāśau jātasya asya kumārasya adya kariṣyamāṇacaulakarmāṅgam aṅkurārpaṇakarma kariṣye ||

Bedeutung: Zur Auflösung angesammelter Verfehlung und zur Freude des höchsten Herrn vollziehe ich die Saatgabe als Bestandteil der heute für dieses unter {Nakshatra} in {Rashi} geborene Kind stattfindenden Haarschur.

7. Saatgefäß: Mitte
Der Purohita berührt die betreffende Schale mit einer Blüte. Er lädt die Gottheit in ihren vier Anreden ein und legt etwas Reis als Sitzgabe hin.


oṃ bhūḥ brahmāṇam āvāhayāmi |
oṃ bhuvaḥ prajāpatim āvāhayāmi |
oṃ suvaḥ hiraṇyagarbham āvāhayāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ caturmukham āvāhayāmi |
brahmaṇe idam āsanam ||

Bedeutung: Mit den Worten Erde, Zwischenwelt, Himmel und den drei Welten zusammen lade ich Brahma, Prajapati, den goldenen Keim und den Viergesichtigen ein. Dies ist dein Sitz.

8. Saatgefäß: Osten
Der Purohita berührt die betreffende Schale mit einer Blüte. Er lädt die Gottheit in ihren vier Anreden ein und legt etwas Reis als Sitzgabe hin.


oṃ bhūḥ indram āvāhayāmi |
oṃ bhuvaḥ vajriṇam āvāhayāmi |
oṃ suvaḥ śatakratum āvāhayāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ śacipatim āvāhayāmi |
indrāya idam āsanam ||

Bedeutung: Mit den Worten Erde, Zwischenwelt, Himmel und den drei Welten zusammen lade ich Indra, den Donnerkeilträger, den hundertfach Tatkräftigen und den Gemahl Shachis ein. Dies ist dein Sitz.

9. Saatgefäß: Süden
Der Purohita berührt die betreffende Schale mit einer Blüte. Er lädt die Gottheit in ihren vier Anreden ein und legt etwas Reis als Sitzgabe hin.


oṃ bhūḥ yamam āvāhayāmi |
oṃ bhuvaḥ vaivasvatam āvāhayāmi |
oṃ suvaḥ pitṛpatim āvāhayāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ dharmarājam āvāhayāmi |
yamāya idam āsanam ||

Bedeutung: Mit den Worten Erde, Zwischenwelt, Himmel und den drei Welten zusammen lade ich Yama, den Sohn Vivasvans, den Herrn der Ahnen und König des Dharma ein. Dies ist dein Sitz.

10. Saatgefäß: Westen
Der Purohita berührt die betreffende Schale mit einer Blüte. Er lädt die Gottheit in ihren vier Anreden ein und legt etwas Reis als Sitzgabe hin.


oṃ bhūḥ varuṇam āvāhayāmi |
oṃ bhuvaḥ pracetasam āvāhayāmi |
oṃ suvaḥ surūpiṇam āvāhayāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ apāṃ patim āvāhayāmi |
varuṇāya idam āsanam ||

Bedeutung: Mit den Worten Erde, Zwischenwelt, Himmel und den drei Welten zusammen lade ich Varuna, den Einsichtigen, Wohlgestalteten und Herrn der Wasser ein. Dies ist dein Sitz.

11. Saatgefäß: Norden
Der Purohita berührt die betreffende Schale mit einer Blüte. Er lädt die Gottheit in ihren vier Anreden ein und legt etwas Reis als Sitzgabe hin.


oṃ bhūḥ somam āvāhayāmi |
oṃ bhuvaḥ indum āvāhayāmi |
oṃ suvaḥ niśākaram āvāhayāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ oṣadhīśam āvāhayāmi |
somāya idam āsanam ||

Bedeutung: Mit den Worten Erde, Zwischenwelt, Himmel und den drei Welten zusammen lade ich Soma, Indu, den Nachtgestalter und Herrn der Pflanzen ein. Dies ist dein Sitz.

12. Gastgaben für die Saatgottheiten
Biete den fünf Schalen gemeinsam Ehrenwasser, Fußwasser, Mundspülwasser und ein symbolisches Bad an. Stelle Duft, Blüten, Lampe und eine kleine Speisegabe dazu. Wasser wird neben den Schalen aufgefangen.


brahmādibhyo namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi | pādyaṃ samarpayāmi |
ācamanīyaṃ samarpayāmi | snānaṃ samarpayāmi | samastopacārān samarpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung Brahma und den weiteren angerufenen Gottheiten. Ich bringe Ehrenwasser, Fußwasser, Mundspülwasser, Bad und sämtliche Gastgaben dar.

13. Das Saatgut benetzen
Gib das Saatgut in eine saubere Schale und mische wenig Milch (bzw. Pflanzenmilch) darunter. Der Purohita spricht die Bitte an die Richtungsgebieter.


diśāṃ patīn namasyāmi sarvakāmaphalapradān |
kurvantu saphalaṃ karma satataṃ śubham ||

Bedeutung: Ich verneige mich vor den Herren der Richtungen, die die Frucht der Anliegen schenken. Sie mögen die Handlung fruchtbar und beständig heilsam machen.

14. Die Pflanzenverse rezitieren
Die vier mitwirkenden Brahmanen sprechen die drei im Handbuch gewählten Pflanzenverse. Die Saat liegt währenddessen bereit; der Ausdruck „drei Zeitalter“ gehört zum mythischen Lob der uranfänglichen Lebenskraft der Pflanzen.


yā jātā oṣadhayo devebhyas triyugaṃ purā |
mandāmi babhrūṇām ahaṃ śataṃ dhāmāni sapta ca ||
yāḥ phalinīr yā aphalā apuṣpā yāś ca puṣpiṇīḥ |
bṛhaspatiprasūtās tā no muñcantv aṃhasaḥ ||
oṣadhayaḥ saṃ vadante somena saha rājñā |
yasmai karoti brāhmaṇas taṃ rājan pārayāmasi ||

Bedeutung: Die Pflanzen, die drei Zeitalter vor den Göttern entstanden: Ich preise die hundert und sieben Stätten der bräunlichen Gewächse. Fruchttragende und fruchtlose, blütenlose und blühende Pflanzen, von Brihaspati hervorgebracht, mögen uns aus Bedrängnis befreien. Die Pflanzen sprechen mit ihrem König Soma: Für wen der Brahmane uns bereitet, den bringen wir, o König, heil hindurch.

15. Die fünf Schalen besäen
Die im Handbuch genannten verheirateten Frauen geben das Saatgut in die Schalen, in der Reihenfolge Mitte, Osten, Süden, Westen und Norden. Bedecke die Samen leicht mit Sand und besprenge sie mit Wasser. Anschließend werden die Schalen locker mit Darbha oder einem Tuch bedeckt.


oṃ brahmaṇe namaḥ | ayaṃ bījāvāpaḥ ||
oṃ indrāya namaḥ | ayaṃ bījāvāpaḥ ||
oṃ yamāya namaḥ | ayaṃ bījāvāpaḥ ||
oṃ varuṇāya namaḥ | ayaṃ bījāvāpaḥ ||
oṃ somāya namaḥ | ayaṃ bījāvāpaḥ ||

Bedeutung: Verehrung Brahma: Dies ist die Aussaat. Verehrung Indra: Dies ist die Aussaat. Verehrung Yama: Dies ist die Aussaat. Verehrung Varuna: Dies ist die Aussaat. Verehrung Soma: Dies ist die Aussaat.

Die Keimlinge erinnern daran, dass der ausgesprochene Segen Pflege braucht. Die Schalen bleiben bis zum fünften oder siebten Tag stehen; gib Erde und unbehandelte Saat danach an einen geeigneten Platz im Garten oder Kompost.

16. Pratisara Bandhana erklären
Lege den weichen Schutzfaden auf ein kleines Tuch. Der Vater erklärt die kurze Schutzfadenweihe. Die auf „morgen“ beziehungsweise „heute“ ausfüllbare Quellformel wird hier passend zur Feier am selben Tag gesprochen.


hariḥ oṃ tat sat | śubhe śobhane muhūrte {Nakshatra} nakṣatre {Rashi} rāśau jātasya {Name des Kindes} śarmaṇaḥ mama putrasya adya kariṣyamāṇacaulakarmāṅgaṃ pratisarabandhanakarma laghurūpeṇa kariṣye ||

Bedeutung: Hari, Om, das ist die Wahrheit. Zu dieser günstigen Stunde vollziehe ich für meinen Sohn {Name des Kindes}, geboren unter {Nakshatra} in {Rashi}, die kurze Schutzfadenhandlung als Teil der heute stattfindenden Haarschur.

17. Den Schutzfaden verehren
Biete dem Faden mit einer Blüte wenig Wasser an, lege etwas Sandelpaste und eine Blüte dazu und zeige die Lampe. Die Gastgaben werden vor dem Faden ausgeführt; er wird nicht in Speise oder Öl getaucht. Die Gastgaben gelten der im Faden angerufenen Schutzkraft.


āsanaṃ samarpayāmi | arghyaṃ samarpayāmi | pādyaṃ samarpayāmi |
ācamanīyaṃ samarpayāmi | snānaṃ samarpayāmi | gandhaṃ samarpayāmi |
puṣpaṃ samarpayāmi | dhūpam āghrāpayāmi | dīpaṃ darśayāmi |
naivedyaṃ samarpayāmi | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Sitz, Ehrenwasser, Fußwasser, Mundspülwasser, Bad, Duft und Blüte dar; lasse Räucherduft wahrnehmen und zeige Licht; bringe Speise und Betelgabe dar.


ye devāḥ puraḥsado agninetrā rakṣohaṇas te naḥ pāntu |
te no 'vantu tebhyo namas tebhyaḥ svāhā ||

Bedeutung: Die Götter vorn, von Agni geführt und das Schädliche abwehrend, mögen uns schützen und uns beistehen. Ihnen Verehrung, ihnen Svaha.


ye devāḥ dakṣiṇasado yamanetrā rakṣohaṇas te naḥ pāntu |
te no 'vantu tebhyo namas tebhyaḥ svāhā ||

Bedeutung: Die Götter rechts, von Yama geführt und das Schädliche abwehrend, mögen uns schützen und uns beistehen. Ihnen Verehrung, ihnen Svaha.


ye devāḥ paścātsadaḥ savitṛnetrā rakṣohaṇas te naḥ pāntu |
te no 'vantu tebhyo namas tebhyaḥ svāhā ||

Bedeutung: Die Götter hinten, von Savitar geführt und das Schädliche abwehrend, mögen uns schützen und uns beistehen. Ihnen Verehrung, ihnen Svaha.


ye devāḥ uttarasado varuṇanetrā rakṣohaṇas te naḥ pāntu |
te no 'vantu tebhyo namas tebhyaḥ svāhā ||

Bedeutung: Die Götter links, von Varuna geführt und das Schädliche abwehrend, mögen uns schützen und uns beistehen. Ihnen Verehrung, ihnen Svaha.


ye devāḥ upariṣado bṛhaspatinetrā rakṣohaṇas te naḥ pāntu |
te no 'vantu tebhyo namas tebhyaḥ svāhā ||

Bedeutung: Die Götter oben, von Brihaspati geführt und das Schädliche abwehrend, mögen uns schützen und uns beistehen. Ihnen Verehrung, ihnen Svaha.


agnaye rakṣoghne svāhā | yamāya rakṣoghne svāhā | savitre rakṣoghne svāhā |
varuṇāya rakṣoghne svāhā | bṛhaspataye rakṣoghne svāhā ||

Bedeutung: Svaha dem Unheil abwehrenden Agni, dem Unheil abwehrenden Yama, dem Unheil abwehrenden Savitar, dem Unheil abwehrenden Varuna und dem Unheil abwehrenden Brihaspati.

Hier bezeichnet svāhā die verehrende Rezitation über dem Faden; das Handbuch verlangt an dieser Stelle keine Feuerdarbringung.

18. Lebenssegen über dem Faden
Der Purohita hält den Faden zum Kind und spricht die fünf Lebenswünsche vollständig. Das Kind wird dabei behutsam begleitet.


agnir āyuṣmān sa vanaspatibhir āyuṣmān tena tvāyuṣāyuṣmantaṃ karomi |
soma āyuṣmān sa oṣadhībhir āyuṣmān tena tvāyuṣāyuṣmantaṃ karomi |
yajña āyuṣmān sa dakṣiṇābhir āyuṣmān tena tvāyuṣāyuṣmantaṃ karomi |
brahmāyuṣmat tad brāhmaṇair āyuṣmat tena tvāyuṣāyuṣmantaṃ karomi |
devā āyuṣmantas te 'mṛtenāyuṣmantas tena tvāyuṣāyuṣmantaṃ karomi ||

Bedeutung: Agni ist voller Leben, mit den Bäumen voller Leben: Mit diesem Leben segne ich dich zu einem langen Leben. Soma ist voller Leben, mit den Pflanzen voller Leben: Mit diesem Leben segne ich dich. Das Opfer ist voller Leben, mit den Dankesgaben voller Leben: Mit diesem Leben segne ich dich. Das heilige Wissen ist voller Leben, mit seinen Trägern voller Leben: Mit diesem Leben segne ich dich. Die Götter sind voller Leben durch das Unsterbliche: Mit diesem Leben segne ich dich zu einem langen Leben.

19. Den Faden anlegen
Binde den Faden locker an das rechte Handgelenk des Kindes; eine vertraute Person hilft. Kein Knoten soll drücken. Der Faden wird nach der Feier abgenommen, sobald er beim Spielen oder Schlafen stört; dies ist eine heutige praktische Handhabung.


jitaṃ te dakṣiṇato vṛṣabha edhi havyaḥ |
indro jayāti na parā jayātā adhirāje rājasu rājayāti ||

Bedeutung: Dein ist der Sieg im Süden; sei der kraftvolle, angerufene Beschützer. Indra siegt und wird nicht besiegt; als Oberherr unter den Königen herrscht er.


Feuereröffnung und die acht Hauptgaben

20. Feuerplatz und Linien
Der Vater sitzt westlich der Feuerstelle mit Blick nach Osten; das Kind bleibt in sicherem Abstand bei einer vertrauten Person. Glätte den sauberen Boden der Kunda, streue wenig Reismehl darauf und ziehe mit dem Opferlöffelstiel drei Linien von Westen nach Osten sowie drei kreuzende Linien von Süden nach Norden. Lege eine kleine Erdprise aus der Mitte südwestlich außerhalb ab und besprenge die Fläche mit einer wassergetauchten Blüte. Dies ist das Agnimukha des Handbuches.

21. Sabhya-Agni entzünden
Lege kleine trockene Hölzer in die Kunda. Die Leitung entzündet wenig Kampfer in einem geeigneten feuerfesten Träger, führt diesen dreimal um den vorgesehenen Feuerplatz und überträgt die Flamme auf die Hölzer. Der Name dieses Ritualfeuers ist Sabhya.


candramā manaso jātaḥ | cakṣoḥ sūryo ajāyata |
mukhād indraścāgniśca | prāṇād vāyur ajāyata ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ sabhyanāmānam agnim āvāhayāmi sthāpayāmi |
oṃ sabhyanāmne agnaye namaḥ | supratiṣṭho varado bhava ||

Bedeutung: Aus seinem Geist entstand der Mond, aus seinem Auge die Sonne; aus seinem Mund Indra und Agni, aus seinem Atem Vayu. Om, Erde, Zwischenwelt und Himmel: Ich rufe das Feuer mit dem Namen Sabhya an und errichte es. Verehrung diesem Agni; sei fest gegründet und Segen spendend.

Besprenge den nun leeren Flammenträger mit Wasser und Akshata und stelle ihn sicher ab. Nähre die Flamme mit kleinen Hölzern. Lege Darbha in drei oder fünf Lagen um die Kunda: im Osten und Westen die Spitzen nach Norden, im Süden und Norden nach Osten. Nördlich liegen auf Darbha die Gefäße zunächst umgedreht und paarweise: Opferlöffel, Gheegefäß, Sprenggefäß und Pranita-Gefäß; daneben das Bündel von zwölf Hölzern. Dieser Paristarana und die Anordnung der Geräte bereiten die Darbringungen vor.

22. Brahma-Sitz
Wenn eine zweite ritualkundige Person die Brahma-Rolle übernimmt, bitte sie, auf dem Sitz südlich des Feuers Platz zu nehmen. Fehlt sie, lege dort ein Darbha-Bündel oder eine Blüte hin und sprich die zweite Formel als stellvertretende Anrufung. Diese Alternative ist im Handbuch selbst vorgesehen.

asmin caulahomakarmaṇi brahmāṇaṃ tvāṃ vṛṇe |
oṃ khaṃ brahmaṇe namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam ||

Bedeutung: Ich wähle dich für die Brahma-Aufgabe in diesem Chudakarana-Homa. Om, Kham, Verehrung Brahma; möge die Verehrung durch alle Darbringungen angenommen sein. Bei einer anwesenden Brahma-Person wird nur die erste, beim symbolischen Sitz nur die zweite Formel gesprochen.

23. Wasser und Pranita-Gefäß
Fülle das Besprenggefäß. Führe zwei unbeschädigte, etwa eine Handspanne lange Darbha-Spitzen durch das Wasser, gieße es in das östlich bereitgestellte Pranita-Patra und fülle das Besprenggefäß erneut. Lege Akshata und eine Blüte ins Pranita-Patra und rufe Varuna darin an. Dieses Gefäß bleibt bis zum Abschluss stehen.

oṃ varuṇāya namaḥ ||

Bedeutung: Om, Verehrung Varuna.

Prüfe das Ghee (bzw. Pflanzenöl) auf Fremdkörper. Führe den aus zwei Halmen gebildeten Darbha-Reinigungsring mit Daumen und Ringfinger beider Hände durch das Ghee (bzw. Pflanzenöl); löse den Knoten und gib die Halme ins Feuer. Stelle das Gefäß für Ghee (bzw. Pflanzenöl) kurz über eine südöstlich herausgenommene Glut beziehungsweise an eine dort bereitgestellte Wärmequelle, führe einen brennenden Darbha-Halm oder dünnen Span darum und zeige die Dhenu-Mudra. Bilde die Dhenu-Mudra: Die Spitze des linken kleinen Fingers berührt den rechten Ringfinger, die des rechten kleinen Fingers den linken Ringfinger; der linke Zeigefinger berührt den rechten Mittelfinger und der rechte Zeigefinger den linken Mittelfinger. Die Daumen berühren sich. Halte die miteinander verschränkten Hände über das Ghee (bzw. Pflanzenöl); die vier Fingerpaare bilden das Bild eines Euters. Stelle das Gefäß wieder ab und bringe die Glut mit der Zange zurück. Wärme die Opferlöffel über dem Feuer, streife sie mit Darbha ab, wärme sie erneut, besprenge sie und lege sie rechts bereit. Lege je ein Begrenzungsholz südlich, westlich und nördlich des Feuers. Diese drei Hölzer werden im Abschluss ausdrücklich dargebracht.

24. Zustimmung der göttlichen Kräfte
Besprenge mit einer wassergetauchten Blüte zuerst den südlichen, dann den westlichen, dann den nördlichen Rand und zuletzt rings um das Feuer.

oṃ adite ’numanyasva |
oṃ anumate ’numanyasva |
oṃ sarasvate ’numanyasva |
oṃ deva savitaḥ prasuva ||

Bedeutung: Aditi, erteile deine Zustimmung. Anumati, erteile deine Zustimmung. Sarasvati, erteile deine Zustimmung. Göttlicher Savitar, setze das Opfer in Bewegung.

oṃ raṃ agnaye namaḥ ||

Bedeutung: Om, Ram, Verehrung Agni. Vergegenwärtige seine Gegenwart im Herzen.

25. Agni betrachten
Sitze ruhig vor der Flamme und vergegenwärtige Agnis im Vers geschilderte Gestalt.

meṣārūḍhaṃ ca vakrāṅgaṃ jātavedasamanvayam |
dviśīrṣaṃ saptahastaṃ tripādaṃ saptajihvakam ||
varadaṃ śaktipāṇiṃ ca bibhrāṇaṃ sruksruvau tathā |
abhītidaṃ carmadharaṃ vāme cājyadharaṃ kare ||
catvāri śṛṅgā trayo 'sya pādā dve śīrṣe sapta hastāso 'sya |
tridhā baddho vṛṣabho roravīti maho devo martyān āviveśa |
eṣa hi devaḥ pradiśo 'nu sarvāḥ pūrvo hi jātaḥ sa u garbhe antaḥ |
sa vijāyamānaḥ sa janiṣyamāṇaḥ pratyaṅmukhās tiṣṭhati viśvatomukhaḥ |
he agne prāṅmukho deva mamābhimukho bhava ||

Bedeutung: Ich betrachte Agni auf dem Widder, mit zwei Köpfen, sieben Händen, drei Füßen und sieben Zungen: Er gewährt Gaben und Furchtlosigkeit, trägt Speer, Opferlöffel, Schild und Gheegefäß. Der vedische Vers schaut das heilige Feuer als viergehörnten, dreifüßigen, zweiköpfigen, siebenhändigen Stier, dreifach gebunden und in die Sterblichen eingegangen. Die Gottheit durchdringt alle Richtungen, war vor allem Geborenen und ist in jedem werdenden Leben gegenwärtig. Agni, wende dich mir freundlich zu. Die bildreichen Verse lassen Agni als Träger der heiligen Worte und Gaben gegenwärtig werden. 26. Hüter der Richtungen
Lege je eine Blüte in Osten, Südosten, Süden, Südwesten, Westen, Nordwesten, Norden und Nordosten.

oṃ indrāya namaḥ | oṃ agnaye namaḥ | oṃ yamāya namaḥ | oṃ nirṛtaye namaḥ |
oṃ varuṇāya namaḥ | oṃ vāyave namaḥ | oṃ somāya namaḥ | oṃ īśānāya namaḥ ||

Bedeutung: Verehrung Indra, Agni, Yama, Nirriti, Varuna, Vayu, Soma und Ishana als Hütern der acht Richtungen. 27. Acht Feueraspekte und die Anwesenden
Gib bei den ersten acht Namen Akshata um das Feuer, beginnend im Osten und weiter im Uhrzeigersinn. Die folgenden Verehrungen richten sich an das Opferwesen, das eigene Selbst und die Gemeinschaft.

oṃ agnaye namaḥ | oṃ jātavedase namaḥ | oṃ sahojase namaḥ | oṃ ajirāprabhave namaḥ |
oṃ vaiśvānarāya namaḥ | oṃ naryāpase namaḥ | oṃ paṅktirādhase namaḥ | oṃ visarpiṇe namaḥ |
oṃ śrīyajñapuruṣāya namaḥ | oṃ ātmane namaḥ |
sarvebhyo mahājanebhyo namaḥ ||

Bedeutung: Verehrung Agni, dem Kenner der Geburten, dem Machtvollen, dem rasch Aufleuchtenden, dem allen Menschen Zugehörigen, dem für die Menschen Wirkenden, dem die Opferreihe Gedeihen Lassenden und dem Sich-Ausbreitenden. Verehrung dem Opfer-Purusha, dem Atman, allen ehrwürdigen Menschen. 28. Brennholz darbringen
Der Yajamana erhebt sich, wendet sich zum Brahma-Sitz und spricht die erste Zeile. Die anwesende Brahma-Person antwortet mit der zweiten. Beim symbolischen Sitz spricht die Ritualleitung beide Teile als Ritualdialog. Lege das vorbereitete, vom Faden gelöste Bündel behutsam ins Feuer.

asmin caulahomakarmaṇi brahmann idhmam ādhāsye |
ādhatsva ||

Bedeutung: Brahman, in diesem Chudakarana-Homa werde ich das Brennholz einlegen. – Lege es ein.

29. Erste Ghee-Ströme und Gaben
Gieße einen dünnen Strahl Ghee (bzw. Pflanzenöl) von Nordosten nach Südosten, während du Prajapati innerlich anrufst; den zweiten von Südwesten nach Nordosten für Indra. Danach folgen zwei kleine Gaben für Agni und Soma. Jede Gabe fällt auf svaha; die anschließende Formel spricht den Verzicht auf Eigentum an der Gabe aus.

oṃ prajāpataye svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ indrāya svāhā | indrāyedaṃ na mama |
oṃ agnaye svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ somāya svāhā | somāyedaṃ na mama ||

Bedeutung: Prajapati, Indra, Agni und Soma gilt die jeweilige Darbringung. Ihnen gehört diese Gabe, nicht mir.

30. Drei Welten und vorbereitende Bereinigung
Bringe eine kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) im südlichen, eine im nördlichen und eine im mittleren Feuerteil dar. Dann sprich den Vorsatz zur Bereinigung und bringe eine weitere Gabe in der Mitte dar; berühre anschließend sauberes Wasser.

oṃ bhūḥ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyava idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāyedaṃ na mama |
asmin caulahomakarmaṇi saṅkalpaprabhṛti etatkṣaṇaparyantaṃ madhye sambhāvitasamastadoṣaprāyaścittārthaṃ sarvaprāyaścittaṃ hoṣyāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama ||

Bedeutung: Erde – Agni; Zwischenraum – Vayu; Himmel – Surya: Dies ist ihnen dargebracht, nicht mein. Für mögliche Unzulänglichkeiten seit dem Vorsatz bis zu diesem Augenblick vollziehe ich die bereinigende Darbringung. Erde, Zwischenraum und Himmel: Prajapati gilt diese Gabe, nicht mir. Für die acht folgenden Hauptgaben verwendet der Purohita jeweils eine kleine Menge Ghee (bzw. Pflanzenöl). Sie fällt bei svāhā ins Feuer. Die erste Vierergruppe gilt Dhata, die nächste Zweiergruppe Agni als Träger des Lebens und die letzte Indra. Die alten Bitten um Söhne, Vieh und Ansehen werden in ihrer überlieferten Bedeutung hörbar; die Familie verbindet damit heute ihren Wunsch nach einem getragenen, guten Leben für das Kind.

31. Dhata: Fülle
Bringe mit dem vollständigen Vers die nächste Gabe dar.


dhātā dadātu no rayim īśāno jagataspatiḥ | sa naḥ pūrṇena vāvanat svāhā | dhātra idaṃ na mama ||

Bedeutung: Dhata, der gebietende Herr der Welt, möge uns Lebensgüter schenken; er möge uns mit Fülle wohlgesinnt sein. Svaha; diese Gabe gehört der angerufenen Gottheit, nicht mir.

32. Dhata: Nachkommenschaft
Bringe mit dem vollständigen Vers die nächste Gabe dar.


dhātā prajāyā uta rāya īśe dhātedaṃ viśvaṃ bhuvanaṃ jajāna |
dhātā putraṃ yajamānāya dātā tasmā u havyaṃ ghṛtavad vidhema svāhā | dhātra idaṃ na mama ||

Bedeutung: Dhata gebietet über Nachkommenschaft und Besitz; er hat diese ganze Welt hervorgebracht. Dhata schenkt dem Opfernden einen Sohn; ihm wollen wir eine von Ghee erfüllte Gabe darbringen. Svaha; diese Gabe gehört der angerufenen Gottheit, nicht mir.

33. Dhata: bleibender Lebensunterhalt
Bringe mit dem vollständigen Vers die nächste Gabe dar.


dhātā dadātu no rayiṃ prācīṃ jīvātum akṣitām |
vayaṃ devasya dhīmahi sumatiṃ satyarādhasaḥ svāhā | dhātra idaṃ na mama ||

Bedeutung: Dhata möge uns beständigen, nicht versiegenden Lebensunterhalt schenken. Wir nehmen den guten Sinn des Gottes in uns auf, dessen Gaben wahrhaftig sind. Svaha; diese Gabe gehört der angerufenen Gottheit, nicht mir.

34. Dhata: Eintracht der Gottheiten
Bringe mit dem vollständigen Vers die nächste Gabe dar.


dhātā dadātu dāśuṣe vasūni prajākāmāya mīḍhuṣe duroṇe |
tasmai devā amṛtāḥ saṃ vyayantāṃ viśve devāso aditiḥ sajoṣāḥ svāhā | dhātra idaṃ na mama ||

Bedeutung: Dhata möge dem spendenden, Nachkommenschaft erhoffenden Verehrer Schätze im Hause schenken. Die unsterblichen Götter mögen sich ihm zuwenden, alle Götter mit Aditi in einmütigem Wohlwollen. Svaha; diese Gabe gehört der angerufenen Gottheit, nicht mir.

35. Agni: Fortleben durch die Kinder
Bringe mit dem vollständigen Vers die nächste Gabe dar.


yas tvā hṛdā kīriṇā manyamāno 'martyaṃ martyo johavīmi |
jātavedo yaśo asmāsu dhehi prajābhir agne amṛtatvam aśyām svāhā | agnaye putravata idaṃ na mama ||

Bedeutung: Als Sterblicher rufe ich dich, den Unsterblichen, mit preisendem, achtsamem Herzen an. Jatavedas, lege Ansehen in uns; durch unsere Nachkommen möge ich, Agni, am Unvergänglichen teilhaben. Svaha; diese Gabe gehört der angerufenen Gottheit, nicht mir.

36. Agni: ein guter Lebensraum
Bringe mit dem vollständigen Vers die nächste Gabe dar.


yasmai tvaṃ sukṛte jātaveda u lokaṃ agne kṛṇavaḥ syonam |
aśvinaṃ sa putriṇaṃ vīravantaṃ gomantaṃ rayiṃ naśate svasti svāhā | agnaye putravata idaṃ na mama ||

Bedeutung: Wem du, Agni Jatavedas, als einem Gutwirkenden einen freundlichen Lebensraum bereitest, der erlangt heilbringenden Reichtum an Pferden, Söhnen, tatkräftigen Menschen und Rindern. Svaha; diese Gabe gehört der angerufenen Gottheit, nicht mir.

37. Indra: Kraft für die Anliegen
Bringe mit dem vollständigen Vers die nächste Gabe dar.


tve su putra śavaso 'vṛtran kāmakātayaḥ | na tvām indrāti ricyate svāhā | indrāya putriṇa idaṃ na mama ||

Bedeutung: In dir, Sohn der Kraft, haben die nach Erfüllung ihrer Wünsche Suchenden Halt gefunden. Niemand übertrifft dich, Indra. Svaha; diese Gabe gehört der angerufenen Gottheit, nicht mir.

38. Indra: Hilfe wie von einem Vater
Bringe mit dem vollständigen Vers die nächste Gabe dar.


uktha-ukthe soma indraṃ mamāda nīthe-nīthe maghavānaṃ sutāsaḥ |
yad īṃ sabādhaḥ pitaraṃ na putrāḥ samānadakṣā avase havante svāhā | indrāya putriṇa idaṃ na mama ||

Bedeutung: Bei jedem Lob hat Soma Indra erfreut, bei jeder Liedführung erfreuen die gepressten Säfte den Freigebigen. In Bedrängnis rufen ihn die gleichgesinnten Verehrer um Hilfe, wie Söhne ihren Vater. Svaha; diese Gabe gehört der angerufenen Gottheit, nicht mir.


Jayadi und vollständiger Feuerabschluss

39. Den Jayadi-Abschluss beginnen
Nimm den Opferlöffel auf. Die anschließenden drei Folgen umfassen zusammen dreiundfünfzig Gaben Ghee (bzw. Pflanzenöl).

hariḥ oṃ tat sat | asyāṃ śubhatithau etat caulahomakarmasamṛddhyarthaṃ jayādihomaṃ kariṣye ||

Bedeutung: Hari, Om, das ist die Wirklichkeit. An diesem günstigen Tag vollziehe ich Jayadi-Homa zur Erfüllung dieses Chudakarana-Homa.

40. Zwölf Jaya-Gaben
Bringe bei jedem Svaha eine kleine Gabe dar. Die Kräfte des Denkens, die Zeit und die heiligen Gesänge werden in die Vollendung der Handlung einbezogen.

Jayadi-Gabe 1
cittañ ca svāhā | cittāyedaṃ na mama ||

Bedeutung: Dem Gedankeninhalt gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.

Jayadi-Gabe 2
cittiś ca svāhā | cittyā idaṃ na mama ||

Bedeutung: Dem Denken gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.

Jayadi-Gabe 3
ākūtañ ca svāhā | ākūtāyedaṃ na mama ||

Bedeutung: Dem Vorsatz gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.

Jayadi-Gabe 4
ākūtiś ca svāhā | ākūtyā idaṃ na mama ||

Bedeutung: Der Absicht gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.

Jayadi-Gabe 5
vijñātañ ca svāhā | vijñātāyedaṃ na mama ||

Bedeutung: Dem Erkannten gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.

Jayadi-Gabe 6
vijñānañ ca svāhā | vijñānāyedaṃ na mama ||

Bedeutung: Der Erkenntnis gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.

Jayadi-Gabe 7
manaś ca svāhā | manasa idaṃ na mama ||

Bedeutung: Dem Geist gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.

Jayadi-Gabe 8
śakvarīś ca svāhā | śakvarībhya idaṃ na mama ||

Bedeutung: Den Shakvari-Versen gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.

Jayadi-Gabe 9
darśaś ca svāhā | darśāyedaṃ na mama ||

Bedeutung: Dem Neumond gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.

Jayadi-Gabe 10
pūrṇamāsaś ca svāhā | pūrṇamāsāyedaṃ na mama ||

Bedeutung: Dem Vollmond gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.

Jayadi-Gabe 11
bṛhañ ca svāhā | bṛhata idaṃ na mama ||

Bedeutung: Dem Brihat-Gesang gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.

Jayadi-Gabe 12
rathantarañ ca svāhā | rathantarāyedaṃ na mama ||

Bedeutung: Dem Rathantara-Gesang gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.

41. Prajapatis Gabe des Sieges verehren
Bringe die dreizehnte Jayadi-Gabe dar.

prajāpatir jayān indrāya vṛṣṇe prāyacchad ugraḥ pṛtanājyeṣu |
tasmai viśaḥ samanam amanta sarvāḥ sa ugraḥ sa hi havyo babhūva svāhā |
prajāpataya idaṃ na mama ||

Bedeutung: Prajapati verlieh dem kraftvollen Indra Siege, dem Gewaltigen in den Schlachten. Alle Völker beugten sich ihm in Achtung; er wurde mächtig und der Gabe würdig. Svaha; dies gilt Prajapati, nicht mir.

42. Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
Bringe zu jeder Formel einmal Ghee (bzw. Pflanzenöl) dar. Nach der Rudra-Gabe 27 und nach der Ahnen-Gabe 31 berühre jeweils sauberes Wasser.

Jayadi-Gabe 14: Agni
agnir bhūtānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | agnaya idaṃ ||

Bedeutung: Agni ist Herr der Wesen. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Agni.

Jayadi-Gabe 15: Indra
indro jyeṣṭhānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | indrāyedaṃ ||

Bedeutung: Indra ist Herr der Höchsten. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Indra.

Jayadi-Gabe 16: Yama
yamaḥ pṛthivyā adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | yamāyedaṃ ||

Bedeutung: Yama ist Herr der Erde. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Yama.

Jayadi-Gabe 17: Vayu
vāyur antarikṣasya adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | vāyava idaṃ ||

Bedeutung: Vayu ist Herr des Zwischenraums. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Vayu.

Jayadi-Gabe 18: Surya
sūryo divo adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | sūryāyedaṃ ||

Bedeutung: Surya ist Herr des Himmels. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Surya.

Jayadi-Gabe 19: Chandra
candramā nakṣatrāṇām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | candramasa idaṃ ||

Bedeutung: Chandra ist Herr der Sterne. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Chandra.

Jayadi-Gabe 20: Brihaspati
bṛhaspatir brahmaṇo adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | bṛhaspataya idaṃ ||

Bedeutung: Brihaspati ist Herr des heiligen Wortes. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Brihaspati.

Jayadi-Gabe 21: Mitra
mitraḥ satyānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | mitrāyedaṃ ||

Bedeutung: Mitra ist Herr der Wahrheiten. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Mitra.

Jayadi-Gabe 22: Varuna
varuṇo 'pām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | varuṇāyedaṃ ||

Bedeutung: Varuna ist Herr der Wasser. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Varuna.

Jayadi-Gabe 23: Samudra
samudraḥ srotyānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | samudrāyedaṃ ||

Bedeutung: Samudra ist Herr der Flüsse. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Samudra.

Jayadi-Gabe 24: Nahrung
annaṃ sāmrājyānām adhipatis tan mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | annāyedaṃ ||

Bedeutung: Nahrung ist Herr der Herrschaften. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Nahrung.

Jayadi-Gabe 25: Soma
soma oṣadhīnām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | somāyedaṃ na mama ||

Bedeutung: Soma ist Herr der Pflanzen. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Soma, nicht mir.

Jayadi-Gabe 26: Savitar
savitā prasavānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | savitra idaṃ ||

Bedeutung: Savitar ist Herr der Antriebe. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Savitar.

Jayadi-Gabe 27: Rudra
rudraḥ paśūnām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | rudrāyedaṃ ||

Bedeutung: Rudra ist Herr der Lebewesen. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Rudra.

Jayadi-Gabe 28: Tvashtar
tvaṣṭā rūpāṇām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | tvaṣṭra idaṃ ||

Bedeutung: Tvashtar ist Herr der Gestalten. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Tvashtar.

Jayadi-Gabe 29: Vishnu
viṣṇuḥ parvatānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | viṣṇava idaṃ ||

Bedeutung: Vishnu ist Herr der Berge. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Vishnu.

Jayadi-Gabe 30: Maruts
maruto gaṇānām adhipatayas te mām avantu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | marudbhya idaṃ ||

Bedeutung: Die Maruts sind die Herren der Scharen. Sie mögen mich behüten in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Maruts.

Jayadi-Gabe 31: Ahnen
pitaraḥ pitāmahāḥ pare 'vare tatās tatāmahā idam āvata | asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | pitṛbhya idaṃ ||

Bedeutung: Väter, Großväter, fernere und nähere Ahnen, Urväter: Steht uns hier bei. Schützt uns in geistlicher und weltlicher Kraft, in Segensgebet, priesterlichem Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; dies gilt den Ahnen.

43. Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
Bringe je eine kleine Gabe bei Svaha dar. Gandharva und Apsaras erscheinen in diesen Versen als göttliche Kräfte von Feuer, Sonne, Mond, Opfer, Geist, Wind, Welt, Regen, Tod und Verlangen; sie werden um Schutz der geistlichen und weltlichen Ordnung gebeten.

Jayadi-Gabe 32
ṛtāṣāḍ ṛtadhāmāgnir gandharvas tasyauṣadhayo apsarasa ūrjo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | agnaye gandharvāyedaṃ ||

Bedeutung: Agni, der die Ordnung durchsetzt und in Wahrheit ruht, ist Gandharva. Die Pflanzen sind seine Apsaras, genannt die Nährenden. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.

Jayadi-Gabe 33
tābhyaḥ svāhā | oṣadhībhyo apsarobhya idaṃ ||

Bedeutung: Svaha; diese Gabe gilt den Pflanzen als Apsaras.

Jayadi-Gabe 34
saṃhito viśvasāmā sūryo gandharvas tasya marīcayo apsarasa āyuvo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | sūryāya gandharvāyedaṃ ||

Bedeutung: Surya, der Verbundene und vom All Besungene, ist Gandharva. Seine Strahlen sind Apsaras, genannt die Lebenskräfte. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.

Jayadi-Gabe 35
tābhyaḥ svāhā | marīcibhyo apsarobhya idaṃ ||

Bedeutung: Svaha; diese Gabe gilt den Sonnenstrahlen als Apsaras.

Jayadi-Gabe 36
suṣumnaḥ sūryaraśmiś candramā gandharvas tasya nakṣatrāṇy apsaraso bekurayo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | candramase gandharvāyedaṃ ||

Bedeutung: Der huldvolle, von Sonnenstrahlen erhellte Mond ist Gandharva. Die Sterne sind seine Apsaras, genannt Bekuraya. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.

Jayadi-Gabe 37
tābhyaḥ svāhā | nakṣatrebhyo apsarobhya idaṃ ||

Bedeutung: Svaha; diese Gabe gilt den Sternen als Apsaras.

Jayadi-Gabe 38
bhujyuḥ suparṇo yajño gandharvas tasya dakṣiṇā apsarasas stavā nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | yajñāya gandharvāyedaṃ ||

Bedeutung: Das schützende, gut geflügelte Opfer ist Gandharva. Die Dankesgaben sind seine Apsaras, genannt die Lobpreisungen. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.

Jayadi-Gabe 39
tābhyaḥ svāhā | dakṣiṇābhyo apsarobhya idaṃ ||

Bedeutung: Svaha; diese Gabe gilt den Dankesgaben als Apsaras.

Jayadi-Gabe 40
prajāpatir viśvakarmā mano gandharvas tasyark-sāmāny apsaraso vahnayo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | manase gandharvāyedaṃ ||

Bedeutung: Der Geist als Prajapati, der alles gestaltet, ist Gandharva. Die Rik- und Saman-Verse sind seine Apsaras, genannt die Tragenden. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.

Jayadi-Gabe 41
tābhyaḥ svāhā | ṛksāmebhyo apsarobhya idaṃ ||

Bedeutung: Svaha; diese Gabe gilt den Rik- und Saman-Versen als Apsaras.

Jayadi-Gabe 42
iṣiro viśvavyacā vāto gandharvas tasyāpo apsaraso mudā nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | vātāya gandharvāyedaṃ ||

Bedeutung: Der kräftige, allumfassende Wind ist Gandharva. Die Wasser sind seine Apsaras, genannt die Freuden. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.

Jayadi-Gabe 43
tābhyaḥ svāhā | adbhyo apsarobhya idaṃ ||

Bedeutung: Svaha; diese Gabe gilt den Wassern als Apsaras.

Jayadi-Gabe 44
bhuvanasya pate yasya ta upari gṛhā iha ca |
sa no rāśvājyāniṃ rāyaspoṣaṃ suvīryaṃ saṃvatsarīṇāṃ svastiṃ svāhā | bhuvanasya pataya idaṃ ||

Bedeutung: Herr der Welt, dessen Wohnstätten oben und hier sind: Schenke uns unvermindertes Gedeihen, Fülle, Heldenkraft und Wohlergehen durch das Jahr. Svaha; diese Gabe gilt dem Herrn der Welt.

Jayadi-Gabe 45
parameṣṭhy adhipatir mṛtyur gandharvas tasya viśvam apsaraso bhuvo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | mṛtyave gandharvāyedaṃ ||

Bedeutung: Der höchste Gebieter, Mrityu, ist Gandharva. Das All ist seine Apsaras, genannt die Welten. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.

Jayadi-Gabe 46
tābhyaḥ svāhā | viśvasmā apsarobhya idaṃ ||

Bedeutung: Svaha; diese Gabe gilt den Welten als Apsaras.

Jayadi-Gabe 47
sukṣitiḥ subhūtir bhadrakṛt suvarvān parjanyo gandharvas tasya vidyuto apsaraso ruco nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | parjanyāya gandharvāyedaṃ ||

Bedeutung: Parjanya, mit guter Wohnstatt und gutem Gedeihen, heilwirkend und lichtvoll, ist Gandharva. Die Blitze sind seine Apsaras, genannt die Leuchtenden. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.

Jayadi-Gabe 48
tābhyaḥ svāhā | vidyudbhyo apsarobhya idaṃ ||

Bedeutung: Svaha; diese Gabe gilt den Blitzen als Apsaras.

Jayadi-Gabe 49
dūrehetir amṛḍayo mṛtyur gandharvas tasya prajā apsaraso bhīruvo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | mṛtyave gandharvāyedaṃ ||

Bedeutung: Der fern treffende, unerbittliche Tod ist Gandharva. Die Geschöpfe sind seine Apsaras, genannt die Furchtsamen. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.

Jayadi-Gabe 50
tābhyaḥ svāhā | prajābhyo apsarobhya idaṃ ||

Bedeutung: Svaha; diese Gabe gilt den Geschöpfen als Apsaras.

Jayadi-Gabe 51
cāruḥ kṛpaṇakāśī kāmo gandharvas tasyādhayo apsarasaḥ śocayantīr nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | kāmāya gandharvāyedaṃ ||

Bedeutung: Der anziehende, verlangend blickende Kama ist Gandharva. Die bekümmernden Gedanken sind seine Apsaras, genannt die Brennenden. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.

Jayadi-Gabe 52
tābhyaḥ svāhā | ādhibhyo apsarobhya idaṃ ||

Bedeutung: Svaha; diese Gabe gilt den bekümmernden Gedanken als Apsaras.

Jayadi-Gabe 53
sa no bhuvanasya pate yasya ta upari gṛhā iha ca |
uru brahmaṇe 'smai kṣatrāya mahi śarma yaccha svāhā | bhuvanasya pataye brahmaṇa idaṃ ||

Bedeutung: Herr der Welt, dessen Wohnstätten oben und hier sind: Gewähre dieser geistlichen und weltlichen Kraft weiten, großen Schutz. Svaha; dies gilt Brahman, dem Herrn der Welt.

44. Prajapati und die drei Welten
Bringe zuerst Ghee (bzw. Pflanzenöl) für Prajapati dar; danach folgen drei kleine Gaben Ghee (bzw. Pflanzenöl) für Agni, Vayu und Surya.

prajāpate na tvad etāny anyo viśvā jātāni pari tā babhūva |
yatkāmās te juhumas tan no astu vayaṃ syāma patayo rayīṇāṃ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ bhūḥ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyava idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāyedaṃ na mama ||

Bedeutung: Prajapati, niemand außer dir umfasst alle diese entstandenen Wesen. Was wir mit dieser Darbringung erbitten, möge uns zuteilwerden; mögen wir über die für unser Leben nötigen Güter verfügen. Diese Gabe gilt dir, nicht mir. Erde, Zwischenraum und Himmel: Die weiteren Gaben gelten Agni, Vayu und Surya, nicht mir.

45. Svishtakrit
Bringe bei svaha eine weitere kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) ins Feuer dar. Die in diesem Homa gewählte Opfersubstanz wird auch für Svishtakrit verwendet.

yad asya karmaṇo 'tyarīricaṃ yad vā nyūnam ihākaram |
agniṣ ṭat sviṣṭakṛd vidvān sarvaṃ sviṣṭaṃ suhutaṃ karotu svāhā |
agnaye sviṣṭakṛta idaṃ na mama ||

Bedeutung: Was ich bei dieser Handlung übermäßig oder unvollständig getan habe: Agni, der alles weiß und die Opfergabe gut vollendet, möge es zu einer wohl dargebrachten Gabe machen. Agni Svishtakrit gehört diese Gabe, nicht mir.

46. Begrenzungshölzer und gemeinsamer Ghee-Strom
Bestreiche die drei Begrenzungshölzer mit etwas Ghee (bzw. Pflanzenöl). Gib zuerst das mittlere, westliche Holz ins Feuer, dann die beiden anderen. Fülle den größeren Opferlöffel mit vier kleinen Schöpflöffeln Ghee (bzw. Pflanzenöl), halte den kleinen darüber und lasse einen ruhigen Strom ins Feuer fließen. Danach folgt die zweite, einzelne Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl).

svāhā | vasubhyo rudrebhya ādityebhyaḥ saṃsrāvabhāgebhya idaṃ na mama |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama ||

Bedeutung: Svaha: Den Vasus, Rudras und Adityas als Empfängern des gemeinsamen Ghee-Stroms gehört diese Gabe, nicht mir. Erde, Zwischenraum und Himmel: Prajapati gehört diese Gabe, nicht mir.

47. Nicht bemerkte Fehler übergeben
Der Yajamana spricht den Vorsatz. Bringe zuerst drei kleine Gaben Ghee (bzw. Pflanzenöl) mit den drei Ausgleichsversen dar; anschließend folgen drei weitere Gaben mit den Weltenworten. Jede Gabe fällt auf Svaha.

asmin caulahomakarmaṇy avijñātaprāyaścittādīni kariṣye |
anājñātaṃ yad ajñātaṃ yajñasya kriyate mithu |
agne tad asya kalpaya tvaṃ hi vettha yathātathaṃ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
puruṣasaṃmito yajño yajñaḥ puruṣasaṃmitaḥ |
agne tad asya kalpaya tvaṃ hi vettha yathātathaṃ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
yat pākatra manasā dīnadakṣā na yajñasya manvate martāsaḥ |
agniṣ ṭad dhotā kratuvid vijānan yajiṣṭho devān kratuśo yajāti svāhā | agnaya idaṃ na mama ||
oṃ bhūḥ svāhā | agnaye idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyave idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāya idaṃ na mama ||

Bedeutung: In diesem Chudakarana-Homa vollziehe ich die Bereinigung für nicht erkannte Unzulänglichkeiten. Was beim Opfer wissentlich oder unwissentlich verkehrt geschieht, bringe du, Agni, in Ordnung; du kennst es, wie es wirklich ist. Das Opfer entspricht dem Purusha und der Purusha dem Opfer. Was wir Sterblichen mit unreifem Geist und begrenztem Können nicht richtig verstehen, möge Agni als kundiger Opfernder zur rechten Zeit den Göttern darbringen. Jede dieser Gaben gilt Agni, nicht mir. Danach: Om, Erde, Svaha; Agni gilt dies, nicht mir. Om, Zwischenraum, Svaha; Vayu gilt dies, nicht mir. Om, Himmel, Svaha; Surya gilt dies, nicht mir. 48. Abschließende Ausgleichsgaben
Nach dem Vorsatz folgen drei kleine Gaben: für Prajapati, für Vishnu und für Rudra als Pashupati.


asmin caulahomakarmaṇi madhye saṃbhāvitasamastadoṣaprāyaścittārthaṃ sarvaprāyaścittaṃ hoṣyāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ śrīviṣṇave svāhā | viṣṇave paramātmana idaṃ na mama |
oṃ rudrāya paśupataye svāhā | rudrāya paśupataya idaṃ na mama ||

Bedeutung: Für alle möglicherweise während dieses Chudakarana-Homa entstandenen Mängel bringe ich den abschließenden Ausgleich dar. Om, Erde, Zwischenwelt, Himmel: Svaha; Prajapati gehört dies, nicht mir. Svaha dem ehrwürdigen Vishnu als höchstem Selbst; ihm gehört dies, nicht mir. Svaha Rudra, dem Herrn der Geschöpfe; ihm gehört dies, nicht mir.

49. Purnahuti
Fülle den größeren Opferlöffel mit der abschließenden Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl). Sprich den Text und bringe die Gabe einmal bei agnaye vauṣaṭ dar; beim vorausgehenden svāhā wird nicht schon eine zweite Gabe gegossen.

asya caulahomakarmaṇaḥ sampūrṇaphalaprāptyarthaṃ sabhyanāmāgnau pūrṇāhutiṃ hoṣyāmi |
tadanantaraṃ sāṅgatasiddhyarthaṃ vasordhārāṃ hoṣyāmi |
oṃ pūrṇāhutim uttamāṃ juhoti | sarvaṃ vai pūrṇāhutiḥ | sarvam evāpnoti |
atho iyaṃ vai pūrṇāhutiḥ | asyām eva pratitiṣṭhati svāhā | agnaye vauṣaṭ ||

Bedeutung: Für die vollständige Frucht dieses Chudakarana-Homa bringe ich im Feuer Sabhya die volle Schlussgabe dar; danach den Ghee-Strom zur Ganzheit des Rituals. Die höchste volle Gabe wird dargebracht. Die volle Gabe ist das Ganze; sie erreicht das Ganze, und in ihr gründet die Vollendung. Svaha; dem Agni die Darbringung!

50. Vasordhara
Lasse mit dem folgenden Vers einen dünnen, gleichmäßigen Strom Ghee (bzw. Pflanzenöl) ins Feuer fließen; beende ihn mit svaha.

oṃ sapta te agne samidhaḥ sapta jihvāḥ sapta ṛṣayaḥ sapta dhāma priyāṇi |
sapta hotrāḥ saptadhā tvā yajanti sapta yonīr āpṛṇasva ghṛtena svāhā |
agnaye saptavata idaṃ na mama ||

Bedeutung: Sieben sind deine Brennhölzer, Agni, sieben deine Zungen, sieben die Seher und sieben die geliebten Stätten. Sieben Opfernde verehren dich siebenfach; erfülle die sieben Ursprungsstätten mit Ghee. Dem siebenfachen Agni gilt diese Gabe, nicht mir.

51. Abschließendes Besprengen
Sammle den Atem ruhig, ohne erzwungenes Anhalten. Besprenge mit einer Blüte den südlichen, westlichen und nördlichen Rand und zuletzt rings um das Feuer.

adite 'nvamaṃsthāḥ |
anumate 'nvamaṃsthāḥ |
sarasvate 'nvamaṃsthāḥ |
deva savitaḥ prāsāvīḥ ||

Bedeutung: Aditi, du hast zugestimmt. Anumati, du hast zugestimmt. Sarasvati, du hast zugestimmt. Göttlicher Savitar, du hast das Opfer in Bewegung gesetzt.

52. Varuna aus dem Pranita-Patra entlassen
Lege eine Blüte zum Pranita-Gefäß und sprich die Entlassung.

varuṇāya namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam |
yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||

Bedeutung: Verehrung Varuna; möge die Verehrung angenommen sein. Ich verabschiede dich an deinen eigenen Ort: zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.

53. Wasser in die Richtungen geben
Gieße jeweils ein wenig Pranita-Wasser nach Osten, Süden, Westen und Norden in geeignete Auffangschalen oder auf sauberen Boden. Bei der fünften Formel sprenge etwas nach oben, ohne andere zu treffen. Die praktische Verwendung von Auffangschalen dient dem sauberen Ablauf.

prācyāṃ diśi devā ṛtvijo mārjayantām |
dakṣiṇasyāṃ diśi māsāḥ pitaro mārjayantām |
pratīcyāṃ diśi gṛhāḥ paśavo mārjayantām |
udīcyāṃ diśy āpa oṣadhayo mārjayantām |
ūrdhvāyāṃ diśi yajñaḥ saṃvatsaro yajñapatir mārjayantām ||

Bedeutung: Im Osten mögen Götter und Opferpriester läutern; im Süden die Monate und Ahnen; im Westen die Häuser und Tiere; im Norden Wasser und Pflanzen; in der oberen Richtung das Opfer, das Jahr und der Herr des Opfers.

54. Agni danken und nach innen zurücknehmen
Schaue noch einmal auf das Feuer. Sprich Agnis Gayatri und das Gebet um den guten Weg; führe dann die Hände zum Herzen.

oṃ vaiśvānarāya vidmahe lālīlāya dhīmahi tan no 'gniḥ pracodayāt |
agne naya supathā rāye asmān viśvāni deva vayunāni vidvan |
yuyodhy asmaj juhurāṇam eno bhūyiṣṭhāṃ te nama uktiṃ vidhema ||
oṃ agnaye namaḥ | agnim ātmany udvāsayāmi ||

Bedeutung: Wir erkennen Vaishvanara, den allen Wesen gegenwärtigen Agni, und meditieren über den Flammenden; Agni möge uns erleuchten. Agni, führe uns auf gutem Weg zur Fülle; du kennst alle Wege. Halte die krumme Verfehlung von uns fern; dir bringen wir reichen Dank dar. Verehrung Agni: Ich nehme deine rituell angerufene Gegenwart in mein Inneres zurück. 55. Den Herrn des Opfers ehren
Falte die Hände. Diese Schlussgebete richten die ausgeführte Handlung auf Hingabe und Ganzheit aus.


kāṇḍadvayopapādyāya karmabrahmasvarūpiṇe |
svargāpavargarūpāya yajñeśāya namo namaḥ ||
yajñeśācyuta govinda mādhavānanta keśava |
kṛṣṇa viṣṇo hṛṣīkeśa vāsudeva namo 'stu te ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ hutāśana |
yad dhutaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||
prāyaścittāny aśeṣāṇi tapaḥkarmātmakāni vai |
yāni teṣām aśeṣāṇāṃ kṛṣṇānusmaraṇaṃ param ||
yasya smṛtyā ca nāmoktyā tapoyajñakriyādiṣu |
nyūnaṃ sampūrṇatāṃ yāti sadyo vande tam acyutam ||
oṃ śrīkṛṣṇa kṛṣṇa kṛṣṇa ||

Bedeutung: Verehrung dem Herrn des Opfers, den die beiden Bereiche des Veda erschließen, dessen Wesen Handlung und Brahman ist und der Himmel und Befreiung bedeutet. Herr des Opfers, Achyuta, Govinda, Madhava, Ananta, Keshava, Krishna, Vishnu, Hrishikesha, Vasudeva: Dir meine Verehrung. Feuer, was ich unvollkommen an Wort, Ausführung oder Hingabe dargebracht habe, möge vor dir vollständig sein. Unter allen bereinigenden Übungen und Werken ist das Gedenken an Krishna das Höchste. Ich verehre Achyuta, durch dessen Erinnerung und Namensnennung das Unvollständige in Übung, Opfer und weiteren Handlungen sogleich zur Ganzheit gelangt. Om, heiliger Krishna, Krishna, Krishna.

Danke der Person am Brahma-Sitz. Falls ein symbolischer Sitz verwendet wurde, lege dort eine letzte Blüte nieder und verabschiede die angerufene Gegenwart mit der folgenden, auch beim Wassersegen verwendeten Entlassungsformel.


oṃ brahmaṇe namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi | śobhanārthāya kṣemāya punarāgamanāya ca ||

Bedeutung: Verehrung Brahma. Ich verabschiede dich an deinen eigenen Ort: zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.


Die erste Haarschur und der Kindessegen

56. Das Kind für die Haarschur setzen
Setze das Kind westlich des inzwischen ruhig brennenden Feuers mit dem Gesicht nach Osten, in ausreichendem Abstand zu Hitze und Rauch. Die Mutter beziehungsweise vertraute Begleitperson hält die Schale mit dem vorbereiteten Teig. Kämme die Haare still; die ersten vier kleinen Haarsträhnen werden getrennt von der späteren vollständigen Haarschur behandelt. Im traditionellen Gerät stehen Stachel, Darbha und Udumbara zusammen; hier dient der saubere Kamm dem gleichen praktischen Vorbereitungsschritt.

57. Die Haare befeuchten
Mische warmes und kühles Wasser zu angenehm lauwarmem Wasser. Befeuchte damit die Haare nahe dem rechten Ohr. Die ersten Worte rufen Vayu und Aditi an.


uṣṇena vāyav udakenehy aditiḥ keśān vapatu |
āpa undantu jīvase dīrghāyutvāya varcase | jyok ca sūryaṃ dṛśe ||

Bedeutung: Vayu, komm mit warmem Wasser; Aditi möge die Haare schneiden. Die Wasser mögen befeuchten zum Leben, für lange Lebenszeit und Ausstrahlung, damit das Kind noch lange die Sonne sehe.

58. Das Schneidegerät unter den Schutz des Segens stellen
Die Leitung hält das saubere Schneidegerät sichtbar, ohne es an die Haut des Kindes zu setzen. Die überlieferte Anrede an das Rasiermesser begleitet hier die schonende Schere beziehungsweise das professionelle Schneidegerät.


yat kṣureṇa marcayatā supeśasā vaptrā vapasi keśān |
śundhi śiro māsya āyuḥ pramoṣīḥ ||

Bedeutung: Mit dem scharfen, wohlgeformten Rasiergerät, mit dem du die Haare schneidest: Reinige den Kopf und raube diesem Kind nicht seine Lebenszeit.

59. Vorn: der erste symbolische Schnitt
Nimm vorn eine sehr kleine Haarsträhne zusammen mit drei Darbha-Halmen auf. Halte alles klar von der Kopfhaut abgehoben und schneide die Enden sicher ab. Haare und Gras fallen in den Teig. Das ist der östliche Schnitt des Digvapana.


yenāvapat savitā kṣureṇa somasya rājño varuṇasya vidvān |
tena brahmāṇo vapatedam asyāyuṣmāñ jaradaṣṭir yathāsad ayam {Name des Kindes} śarmā ||

Bedeutung: Mit dem Rasiergerät, mit dem Savitar wissend das Haar des Königs Soma und Varunas schnitt, schneidet, ihr Brahmanen, diesem Kind das Haar: damit dieser {Name des Kindes} ein langes Leben habe und das hohe Alter erreiche.

60. Rechts: der zweite symbolische Schnitt
Nimm an der rechten, südlichen Kopfseite die nächste kleine Strähne mit drei frischen Darbha-Halmen. Schneide die abgehobenen Enden ab und lege sie ebenfalls in die Auffangschale.


yena pūṣā bṛhaspater agner indrasya cāyuṣe 'vapat |
tenāsyāyuṣe vapa sauślokyāya svastaye ||

Bedeutung: Mit dem Gerät, mit dem Pushan das Haar Brihaspatis, Agnis und Indras für ihr langes Leben schnitt, schneide diesem Kind das Haar: für sein Leben, guten Ruf und Wohlergehen.

61. Hinten: der dritte symbolische Schnitt
Fasse am Hinterkopf, der westlichen Seite, eine kleine Strähne und drei neue Darbha-Halme zusammen. Schneide die Enden behutsam ab und bewahre sie bei den anderen Haaren.


yena bhūyaś carāty ayaṃ jyok ca paśyāti sūryam |
tenāsyāyuṣe vapa sauślokyāya svastaye ||

Bedeutung: Wodurch dieses Kind noch lange umhergehen und die Sonne sehen möge: Damit schneide ihm das Haar, für sein Leben, guten Ruf und Wohlergehen.

62. Links: der vierte symbolische Schnitt
Nimm links, auf der nördlichen Seite, die letzte kleine Strähne mit den letzten drei Darbha-Halmen. Schneide sie in gleicher Weise. Der Name wird nun als Anrede eingesetzt.


yena pūṣā bṛhaspater agner indrasya cāyuṣe 'vapat |
tena te vapāmi {Name des Kindes in der Anrede} śarmann āyuṣā varcasā yathā jyok sumanā asāḥ ||

Bedeutung: Mit dem Gerät, mit dem Pushan das Haar Brihaspatis, Agnis und Indras für ihr Leben schnitt, schneide ich dir das Haar, {Name des Kindes}: auf dass du lange mit Lebenskraft, Ausstrahlung und frohem Sinn lebst.

63. Die Haarsträhnen der Erde übergeben
Lege die vier Haargaben mit dem Auffangteig unter einem geeigneten Baum in eine kleine Vertiefung und bedecke sie mit Erde. Im Handbuch ist auch ein Platz im Kuhstall vorgesehen. Verwende einen erlaubten, geschützten Platz; nicht verrottende Dekorationen werden nicht eingegraben.


uptvāsya keśān varuṇasya rājño bṛhaspatiḥ savitā somo agniḥ |
tebhyo nidhānaṃ bahudhānv avindann antarā dyāvāpṛthivī apaḥ suvaḥ ||

Bedeutung: Nachdem Brihaspati, Savitar, Soma und Agni dem König Varuna die Haare geschnitten hatten, fanden sie auf vielfältige Weise für diese Haare eine Ruhestätte zwischen Himmel und Erde, den Wassern und dem Lichtraum.

64. Die Haarschur vollenden und baden
Nun übernimmt der Barbier oder Friseur die vollständige Haarschur. In der hier ausgewählten Fassung bleibt die Shikha, das Haarbüschel am Hinterkopf, stehen. Besprich deren Lage vor Beginn. Danach badet das Kind beziehungsweise wird altersgerecht gründlich gewaschen und erhält frische Kleidung. Für diesen Abschnitt nennt das Handbuch keine weitere Rezitation.

65. Dem Kind den Lebenssegen zusprechen
Die Eltern schauen das Kind an, und die Leitung spricht den Segensvers aus dem Segensanhang des Handbuches. Überreiche anschließend die vereinbarte Dakshina und danke allen, die das Kind begleitet haben.


akṣataṃ cāstu te puṇyaṃ dīrgham āyur yaśo balam |
yad yac chreyaskaraṃ loke tat tad astu sadā tava ||

Bedeutung: Dein heilsames Verdienst möge unversehrt bleiben; langes Leben, Anerkennung und Kraft seien dir geschenkt. Was in der Welt zu deinem wahren Wohl beiträgt, möge dir immer zuteilwerden.

Gib dem Kind Ruhe, Nähe und nach Bedarf Essen oder Trinken. Die Familie teilt die Speisegaben als Prasad. Feuer und Lampen bleiben bis zum vollständigen Erlöschen unter Aufsicht. Frisches unvermischtes Ritualwasser kann an Pflanzen gegeben werden; mit Öl oder anderen Rückständen vermischtes Auffangwasser wird getrennt entsorgt. Die Saatgefäße werden weiterhin gepflegt. Der Wunsch, das Kind möge lange die Sonne sehen, nimmt im Alltag Gestalt an: in liebevoller Aufmerksamkeit, Schutz und Raum zum Wachsen.

Quellen und verwandte Artikel

  • Sri Rama Ramanuja Acharya: Apastamba Purva Prayoga, Fassung vom 24. Januar 2025, Abschnitte „Pūrvāṅgam“, „Gaṇeśa Pūjanam“, „Bodhāyanokta Laghu Puṇyāha Vācanam“, „Aṅkūrārpaṇam“, „Pratisarbandhanam“, „Agni-mukham“, „Cauḷa-karma“, „Jayādi Homaḥ“ und Segensanhang; S. 6–9, 11–12, 17–30, 52–54, 79–86. Volltext. Die acht Hauptverse und die Haarschurformeln sind in einer akzentlosen Lesefassung wiedergegeben.
  • Srinivasa Deshika: Apastamba Grihya Prayoga, Pūrva-prayoga, Abschnitt „Caulam“, mit den Regeln des Apastamba Grihyasutra 16. Sanskritvergleich der Hauptverse und Schnittformeln sowie Beleg für drittes Lebensjahr und Punarvasu. Sanskrittext. Diese ältere Feierordnung unterscheidet sich bei den Begrenzungshölzern und einzelnen Vorhandlungen; die Anleitung folgt hierin der oben genannten modernen Handbuchfassung.
  • Taittiriya Samhita 3.3.11 und die im Handbuch tradierten Ekagni-Kanda-Verse zur Haarschur; Taittiriya Samhita 4.2.6 für die drei Pflanzenverse, Text; parallel Rigveda 10.97.

Siehe auch: Chudakarana, Samskara, Namakarana, Annaprashana, Karnavedha, Shikha, Kindessegen, Homa, Sattvika Tyaga.


Zusammenhängende Rezitation

Die Texte folgen der Reihenfolge des Ablaufs. Die fortlaufende Rezitationsnummer ist ein eigener Index; der jeweils genannte Schritt führt zur zugehörigen Handlung. Wiederholungen und Sprecherrollen stehen bei den Handlungen. Angaben in geschweiften Klammern werden vor Beginn eingesetzt und nicht mitgesprochen. Die Devanagari-Wiedergabe ist eine Übertragung derselben akzentlosen Lesefassung.

IAST

1. Schritt 1: Guru-Gruß
gurur brahmā gurur viṣṇur gurur devo maheśvaraḥ |
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrīgurave namaḥ ||

2. Schritt 1: Gutes hören und sehen
bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devā bhadraṃ paśyemākṣibhir yajatrāḥ |
sthirair aṅgais tuṣṭuvāṃsas tanūbhir vyaśema devahitaṃ yad āyuḥ ||
svasti na indro vṛddhaśravāḥ | svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nas tārkṣyo ariṣṭanemiḥ | svasti no bṛhaspatir dadhātu ||

3. Schritt 1: Wachsen in Gemeinschaft
ṛdhyāsma havyair namasopasadya | mitraṃ devaṃ mitradheyaṃ no astu |
anurādhān haviṣā vardhayantaḥ | śataṃ jīvema śaradaḥ savīrāḥ ||

4. Schritt 1: Gruß an die Versammlung
namaḥ sadase namaḥ sadasaspataye namaḥ sakhīnām |
purogāṇāṃ cakṣuṣe namo dive namaḥ pṛthivyai ||
saprathā sabhāṃ me gopāya | ye ca sabhyāḥ sabhāsadaḥ |
tān indriyāvataḥ kuru | sarvam āyur upāsatām ||

5. Schritt 1: Bitte um Zustimmung
aśeṣa he pariṣad bhavatpādamūle mayā samarpitām imāṃ sauvarṇīṃ yatkiñcid dakṣiṇām api yathokta-dakṣiṇām iva svīkṛtya caula-karma kartuṃ yogyatā-siddhim anugṛhāṇa ||

6. Schritt 1: Beauftragung und Antwort
asmin caula-karmaṇi sakalaṃ kartum ācārya tvāṃ vṛṇe |
vṛto'smi | bhaviṣyāmi |
yathā vihitaṃ karma kuru |
kariṣyāmi ||

7. Schritt 2: Sammlung vor der Absicht
śuklāmbaradharaṃ viṣṇuṃ śaśivarṇaṃ caturbhujam |
prasannavadanaṃ dhyāyet sarvavighnopaśāntaye ||

8. Schritt 2: Kalender- und Ortsformel
hariḥ oṃ tat sat | śrī govinda | śrī govinda | śrī govinda |
śubhe śobhane muhūrte adya śrībhagavato mahāpuruṣasya śrīviṣṇor ājñayā pravartamānasya ādya-brahmaṇo dvitīya-parārdhe śrīśveta-varāha-kalpe vaivasvata-manvantare aṣṭāviṃśatitame kaliyuge kaliyugasya prathama-pāde jambūdvīpe meroḥ {Richtung} digbhāge hiraṇmaya-varṣe hiraṇmaya-deśe {Land} deśe {Ort} mahānagary-antargate vyāvahārikāṇāṃ prabhavādi-ṣaṣṭi-saṃvatsarāṇāṃ madhye {Jahr} nāma saṃvatsare {Ayana} ayane {Jahreszeit} ṛtau māsottame {Monat} māse {Paksha} pakṣe {Tithi} tithau {Wochentag} vāsara-yuktāyāṃ {Nakshatra des Tages} nakṣatra-yuktāyāṃ śrīviṣṇuyoge śrīviṣṇukaraṇe śubhayoga-śubhakaraṇe sakala-graha-guṇa-viśeṣaṇa-viśiṣṭāyām ||

9. Schritt 2: Absicht und vorbereitende Handlungen
asyāṃ śubha-tithau mama upātta-samasta-durita-kṣaya-dvārā śrīparameśvara-prītyarthaṃ {Nakshatra des Feiernden} nakṣatre {Gotra des Feiernden} gotra {Name des Feiernden} nāma aham caula-saṃskāraṃ kariṣye |
tad-aṅgatvena nirvighnena parisamāptyartham ādau vighneśvara-pūjāṃ kariṣye |
tad-aṅgatvena antaḥkaraṇa-śuddhyarthaṃ śarīra-śuddhyarthaṃ maṇḍapa-śuddhyarthaṃ sarvopakaraṇa-śuddhyarthaṃ svasti-puṇyāha-vācanaṃ kariṣye ||

10. Schritt 3: Ganesha betrachten und anrufen
gaṇānāṃ tvā gaṇapatiṃ havāmahe kaviṃ kavīnām upamaśravastamam |
jyeṣṭharājaṃ brahmaṇāṃ brahmaṇaspata ā naḥ śṛṇvann ūtibhiḥ sīda sādanam ||
ekadantaṃ śūrpakarṇaṃ gajavaktraṃ mahodaram |
pāśāṅkuśadharaṃ devaṃ dhyāyet siddhivināyakam ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ śrīmahāgaṇapataye namaḥ |
dhyāyāmi | āvāhayāmi | sthāpayāmi | gandhākṣata-puṣpāṇi samarpayāmi ||

11. Schritt 3: Sitz anbieten
āsanaṃ samarpayāmi ||

12. Schritt 3: Ehrenwasser darbringen
arghyaṃ samarpayāmi ||

13. Schritt 3: Wasser für die Füße darbringen
pādyaṃ samarpayāmi ||

14. Schritt 3: Wasser zum Mundspülen darbringen
ācamanaṃ samarpayāmi ||

15. Schritt 3: Symbolisches Bad darbringen
snānaṃ samarpayāmi ||

16. Schritt 3: Akshata als Gewandgabe darbringen
vastrārtham akṣatān samarpayāmi ||

17. Schritt 3: Die bereitliegende Opferschnur darbringen
upavītaṃ samarpayāmi ||

18. Schritt 3: Sandelholzpaste darbringen
gandhaṃ samarpayāmi ||

19. Schritt 3: Achtzehn Namensanrufungen
oṃ sumukhāya namaḥ |
oṃ ekadantāya namaḥ |
oṃ kapilāya namaḥ |
oṃ gajakarṇakāya namaḥ |
oṃ lambodarāya namaḥ |
oṃ vikaṭāya namaḥ |
oṃ vighnarājāya namaḥ |
oṃ vināyakāya namaḥ |
oṃ dhūmaketave namaḥ |
oṃ gaṇādhyakṣāya namaḥ |
oṃ bālacandrāya namaḥ |
oṃ gajānanāya namaḥ |
oṃ vakratuṇḍāya namaḥ |
oṃ śūrpakarṇāya namaḥ |
oṃ herambāya namaḥ |
oṃ skandapūrvajāya namaḥ |
oṃ siddhivināyakāya namaḥ |
oṃ vighneśvarāya namaḥ |

20. Schritt 3: Duft, Licht, Speise und Betelgabe
dhūpam āghrāpayāmi |
dīpaṃ darśayāmi |
naivedyaṃ samarpayāmi |
tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

21. Schritt 3: Lichtgabe an Ganesha
candrādityau ca dharaṇī vidyudagnī sāthaiva ca |
tvam eva sarvajyotīṃṣi nīrājanaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ ekadantāya vidmahe vakratuṇḍāya dhīmahi tanno dantiḥ pracodayāt |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ ānanda-nīrājanaṃ sandarśayāmi ||

22. Schritt 3: Wasser nach dem Licht
nīrājanānantaraṃ punar-ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

23. Schritt 3: Die acht inneren Blüten
ahiṃsā prathamaṃ puṣpaṃ puṣpam indriyanigrahaḥ |
sarvabhūtadayā puṣpaṃ kṣamā puṣpaṃ viśeṣataḥ ||
śāntiḥ puṣpaṃ tapaḥ puṣpaṃ jñānaṃ puṣpaṃ tathaiva ca |
satyam aṣṭavidhaṃ puṣpaṃ devaprītikaraṃ bhavet ||

24. Schritt 3: Bitte und Abschluss der Ganesha-Verehrung
vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha |
nirvighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
oṃ vighneśvarāya varadāya surapriyāya lambodarāya sakalāya jagaddhitāya |
nāgānanāya śrutiyajñavibhūṣitāya gaurīsutāya gaṇanātha namo namaste ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ vināyaka |
yat kṛtaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||

25. Schritt 4: Die besondere Haarschur-Absicht
hariḥ oṃ tat sat | govinda govinda govinda |
asyāṃ śubhatithau {Gotra} gotrodbhavaḥ {Name des Vaters} śarmāham {Nakshatra} nakṣatre {Rashi} rāśau jātaṃ {Name des Kindes} nāma mama kumāraṃ caulakarmaṇā saṃskariṣyāmi ||

26. Schritt 5: Absicht des Wassersegens
adya mama upātta-samasta-durita-kṣaya-dvārā śrīparameśvara-prītyartham ātma-śuddhyarthaṃ śarīra-śuddhyarthaṃ gṛha-śuddhyarthaṃ sarvopakaraṇa-śuddhyarthaṃ śuddhi-puṇyāha-vācanaṃ kariṣye ||

27. Schritt 5: Anrufung Varunas
imaṃ me varuṇa śrudhī havam adyā ca mṛḍaya | tvām avasyur ācake ||
tat tvā yāmi brahmaṇā vandamānas tad āśāste yajamāno havirbhiḥ |
aheḍamāno varuṇeha bodhy uruśaṃsa mā na āyuḥ pramoṣīḥ ||
asmin kumbhe varuṇaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

28. Schritt 5: Varuna: Sitz anbieten
āsanaṃ samarpayāmi ||

29. Schritt 5: Varuna: Ehrenwasser darbringen
arghyaṃ samarpayāmi ||

30. Schritt 5: Varuna: Wasser für die Füße darbringen
pādyaṃ samarpayāmi ||

31. Schritt 5: Varuna: Wasser zum Mundspülen darbringen
ācamanaṃ samarpayāmi ||

32. Schritt 5: Varuna: Symbolisches Bad darbringen
snānaṃ samarpayāmi ||

33. Schritt 5: Varuna: Akshata als Gewandgabe darbringen
vastrārtham akṣatān samarpayāmi ||

34. Schritt 5: Varuna: Die bereitliegende Opferschnur darbringen
upavītaṃ samarpayāmi ||

35. Schritt 5: Varuna: Sandelholzpaste darbringen
gandhaṃ samarpayāmi ||

36. Schritt 5: Varunas Namensanrufungen
oṃ varuṇāya namaḥ |
oṃ pracetase namaḥ |
oṃ surūpiṇe namaḥ |
oṃ apāṃ pataye namaḥ |
oṃ makaravāhanāya namaḥ |
oṃ jalādhipataye namaḥ |
oṃ pāśahastāya namaḥ |
oṃ varuṇāya namaḥ |

37. Schritt 5: Duft, Licht, Speise und Betelgabe
dhūpam āghrāpayāmi |
dīpaṃ darśayāmi |
naivedyaṃ samarpayāmi |
tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

38. Schritt 5: Varunas Lichtgabe
nīrājanaṃ samarpayāmi |
oṃ jalabimbāya vidmahe nīlapuruṣāya dhīmahi | tanno varuṇaḥ pracodayāt ||

39. Schritt 5: Wasser und Wohl
śivā āpaḥ santu |
santu śivā āpaḥ ||

40. Schritt 5: Friedliches Gemüt
saumanasyam astu |
astu saumanasyam ||

41. Schritt 5: Unversehrtheit
akṣataṃ cāriṣṭaṃ cāstu |
astv akṣatam ariṣṭam ||

42. Schritt 5: Zustimmung zur Verkündigung
bhavadbhir anujñātaḥ puṇyāhaṃ vācayiṣye |
vācyatām ||

43. Schritt 5: Erneuerung und Wunsch
punas tvādityā rudrā vasavaḥ samindhatām |
punar brahmāṇo vasunītha yajñaiḥ |
ghṛtena tvaṃ tanvaṃ vardhayasva |
satyāḥ santu yajamānasya kāmāḥ ||

44. Schritt 5: Ausruf des günstigen Tages
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya puṇyāhaṃ bhavanto bruvantu |
oṃ puṇyāham astu ||

45. Schritt 5: Segen der göttlichen Mächte
svasti mitrāvaruṇā svasti pathye revati |
svasti na indraś cāgniś ca svasti no adite kṛdhi ||

46. Schritt 5: Bitte um Wohlergehen
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya svasti bhavanto bruvantu |
oṃ svastir astu ||

47. Schritt 5: Wachsen in Gemeinschaft
ṛdhyāsma havyair namasopasadya | mitraṃ devaṃ mitradheyaṃ no astu |
anurādhān haviṣā vardhayantaḥ | śataṃ jīvema śaradaḥ savīrāḥ ||

48. Schritt 5: Bitte um Gedeihen
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya ṛddhiṃ bhavanto bruvantu |
oṃ ṛddhir astu ||

49. Schritt 5: Segen für die Lebensgemeinschaft
ā brahman brāhmaṇo brahmavarcasī jāyatām asmin rāṣṭre rājanya iṣavyaḥ śūro mahāratho jāyatāṃ dogdhrī dhenur voḍhānaḍvān āśuḥ saptiḥ purandhrir yoṣā jiṣṇū ratheṣṭhāḥ sabheyo yuvāsya yajamānasya vīro jāyatāṃ nikāme nikāme naḥ parjanyo varṣatu phalinyo na oṣadhayaḥ pacyantāṃ yogakṣemo naḥ kalpatām ||

50. Schritt 5: Bitte um Reinigung
indraḥ sunītī saha mā punātu | somaḥ svastyā varuṇaḥ samīcyā |
yamo rājā pramṛṇābhiḥ punātu mā | jātavedā morjayantyā punātu |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ ||

51. Schritt 5: Friedensgebet
tac chaṃ yor āvṛṇīmahe | gātuṃ yajñāya | gātuṃ yajñapataye |
daivī svastir astu naḥ | svastir mānuṣebhyaḥ | ūrdhvaṃ jigātu bheṣajam |
śaṃ no astu dvipade | śaṃ catuṣpade |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

52. Schritt 5: Varuna verabschieden
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi |
śobhanārthāya kṣemāya punarāgamanāya ca ||

53. Schritt 5: Besprengung
devasya tvā savituḥ prasave 'śvinor bāhubhyāṃ pūṣṇo hastābhyāṃ sarasvatyai vāco yantur yantreṇāgnes tvā sāmrājyena abhiṣiñcāmi |
drupadād iva mumucānaḥ | svinnaḥ snāto malād iva |
pūtaṃ pavitreṇevājyam | āpaḥ śundhantu mainasaḥ |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ | oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ | oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ ||

54. Schritt 6: Ankurarpana vorbereiten
mama upāttasamastaduritakṣayadvārā śrīparameśvaraprītyarthaṃ {Nakshatra} nakṣatre {Rashi} rāśau jātasya asya kumārasya adya kariṣyamāṇacaulakarmāṅgam aṅkurārpaṇakarma kariṣye ||

55. Schritt 7: Saatgefäß: Mitte
oṃ bhūḥ brahmāṇam āvāhayāmi |
oṃ bhuvaḥ prajāpatim āvāhayāmi |
oṃ suvaḥ hiraṇyagarbham āvāhayāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ caturmukham āvāhayāmi |
brahmaṇe idam āsanam ||

56. Schritt 8: Saatgefäß: Osten
oṃ bhūḥ indram āvāhayāmi |
oṃ bhuvaḥ vajriṇam āvāhayāmi |
oṃ suvaḥ śatakratum āvāhayāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ śacipatim āvāhayāmi |
indrāya idam āsanam ||

57. Schritt 9: Saatgefäß: Süden
oṃ bhūḥ yamam āvāhayāmi |
oṃ bhuvaḥ vaivasvatam āvāhayāmi |
oṃ suvaḥ pitṛpatim āvāhayāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ dharmarājam āvāhayāmi |
yamāya idam āsanam ||

58. Schritt 10: Saatgefäß: Westen
oṃ bhūḥ varuṇam āvāhayāmi |
oṃ bhuvaḥ pracetasam āvāhayāmi |
oṃ suvaḥ surūpiṇam āvāhayāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ apāṃ patim āvāhayāmi |
varuṇāya idam āsanam ||

59. Schritt 11: Saatgefäß: Norden
oṃ bhūḥ somam āvāhayāmi |
oṃ bhuvaḥ indum āvāhayāmi |
oṃ suvaḥ niśākaram āvāhayāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ oṣadhīśam āvāhayāmi |
somāya idam āsanam ||

60. Schritt 12: Gastgaben für die Saatgottheiten
brahmādibhyo namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi | pādyaṃ samarpayāmi |
ācamanīyaṃ samarpayāmi | snānaṃ samarpayāmi | samastopacārān samarpayāmi ||

61. Schritt 13: Das Saatgut benetzen
diśāṃ patīn namasyāmi sarvakāmaphalapradān |
kurvantu saphalaṃ karma satataṃ śubham ||

62. Schritt 14: Die Pflanzenverse rezitieren
yā jātā oṣadhayo devebhyas triyugaṃ purā |
mandāmi babhrūṇām ahaṃ śataṃ dhāmāni sapta ca ||
yāḥ phalinīr yā aphalā apuṣpā yāś ca puṣpiṇīḥ |
bṛhaspatiprasūtās tā no muñcantv aṃhasaḥ ||
oṣadhayaḥ saṃ vadante somena saha rājñā |
yasmai karoti brāhmaṇas taṃ rājan pārayāmasi ||

63. Schritt 15: Die fünf Schalen besäen
oṃ brahmaṇe namaḥ | ayaṃ bījāvāpaḥ ||
oṃ indrāya namaḥ | ayaṃ bījāvāpaḥ ||
oṃ yamāya namaḥ | ayaṃ bījāvāpaḥ ||
oṃ varuṇāya namaḥ | ayaṃ bījāvāpaḥ ||
oṃ somāya namaḥ | ayaṃ bījāvāpaḥ ||

64. Schritt 16: Pratisara Bandhana erklären
hariḥ oṃ tat sat | śubhe śobhane muhūrte {Nakshatra} nakṣatre {Rashi} rāśau jātasya {Name des Kindes} śarmaṇaḥ mama putrasya adya kariṣyamāṇacaulakarmāṅgaṃ pratisarabandhanakarma laghurūpeṇa kariṣye ||

65. Schritt 17: Den Schutzfaden verehren
āsanaṃ samarpayāmi | arghyaṃ samarpayāmi | pādyaṃ samarpayāmi |
ācamanīyaṃ samarpayāmi | snānaṃ samarpayāmi | gandhaṃ samarpayāmi |
puṣpaṃ samarpayāmi | dhūpam āghrāpayāmi | dīpaṃ darśayāmi |
naivedyaṃ samarpayāmi | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

66. Schritt 17: Schutz vorn
ye devāḥ puraḥsado agninetrā rakṣohaṇas te naḥ pāntu |
te no 'vantu tebhyo namas tebhyaḥ svāhā ||

67. Schritt 17: Schutz rechts
ye devāḥ dakṣiṇasado yamanetrā rakṣohaṇas te naḥ pāntu |
te no 'vantu tebhyo namas tebhyaḥ svāhā ||

68. Schritt 17: Schutz hinten
ye devāḥ paścātsadaḥ savitṛnetrā rakṣohaṇas te naḥ pāntu |
te no 'vantu tebhyo namas tebhyaḥ svāhā ||

69. Schritt 17: Schutz links
ye devāḥ uttarasado varuṇanetrā rakṣohaṇas te naḥ pāntu |
te no 'vantu tebhyo namas tebhyaḥ svāhā ||

70. Schritt 17: Schutz oben
ye devāḥ upariṣado bṛhaspatinetrā rakṣohaṇas te naḥ pāntu |
te no 'vantu tebhyo namas tebhyaḥ svāhā ||

71. Schritt 17: Die fünf Schutzmächte
agnaye rakṣoghne svāhā | yamāya rakṣoghne svāhā | savitre rakṣoghne svāhā |
varuṇāya rakṣoghne svāhā | bṛhaspataye rakṣoghne svāhā ||

72. Schritt 18: Lebenssegen über dem Faden
agnir āyuṣmān sa vanaspatibhir āyuṣmān tena tvāyuṣāyuṣmantaṃ karomi |
soma āyuṣmān sa oṣadhībhir āyuṣmān tena tvāyuṣāyuṣmantaṃ karomi |
yajña āyuṣmān sa dakṣiṇābhir āyuṣmān tena tvāyuṣāyuṣmantaṃ karomi |
brahmāyuṣmat tad brāhmaṇair āyuṣmat tena tvāyuṣāyuṣmantaṃ karomi |
devā āyuṣmantas te 'mṛtenāyuṣmantas tena tvāyuṣāyuṣmantaṃ karomi ||

73. Schritt 19: Den Faden anlegen
jitaṃ te dakṣiṇato vṛṣabha edhi havyaḥ |
indro jayāti na parā jayātā adhirāje rājasu rājayāti ||

74. Schritt 21: Sabhya-Agni entzünden
candramā manaso jātaḥ | cakṣoḥ sūryo ajāyata |
mukhād indraścāgniśca | prāṇād vāyur ajāyata ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ sabhyanāmānam agnim āvāhayāmi sthāpayāmi |
oṃ sabhyanāmne agnaye namaḥ | supratiṣṭho varado bhava ||

75. Schritt 22: Brahma-Sitz
asmin caulahomakarmaṇi brahmāṇaṃ tvāṃ vṛṇe |
oṃ khaṃ brahmaṇe namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam ||

76. Schritt 23: Wasser und Pranita-Gefäß
oṃ varuṇāya namaḥ ||

77. Schritt 24: Zustimmung der göttlichen Kräfte
oṃ adite 'numanyasva |
oṃ anumate 'numanyasva |
oṃ sarasvate 'numanyasva |
oṃ deva savitaḥ prasuva ||

78. Schritt 24: Agni im Herzen
oṃ raṃ agnaye namaḥ ||

79. Schritt 25: Agni betrachten
meṣārūḍhaṃ ca vakrāṅgaṃ jātavedasamanvayam |
dviśīrṣaṃ saptahastaṃ tripādaṃ saptajihvakam ||
varadaṃ śaktipāṇiṃ ca bibhrāṇaṃ sruksruvau tathā |
abhītidaṃ carmadharaṃ vāme cājyadharaṃ kare ||
catvāri śṛṅgā trayo 'sya pādā dve śīrṣe sapta hastāso 'sya |
tridhā baddho vṛṣabho roravīti maho devo martyān āviveśa |
eṣa hi devaḥ pradiśo 'nu sarvāḥ pūrvo hi jātaḥ sa u garbhe antaḥ |
sa vijāyamānaḥ sa janiṣyamāṇaḥ pratyaṅmukhās tiṣṭhati viśvatomukhaḥ |
he agne prāṅmukho deva mamābhimukho bhava ||

80. Schritt 26: Hüter der Richtungen
oṃ indrāya namaḥ | oṃ agnaye namaḥ | oṃ yamāya namaḥ | oṃ nirṛtaye namaḥ |
oṃ varuṇāya namaḥ | oṃ vāyave namaḥ | oṃ somāya namaḥ | oṃ īśānāya namaḥ ||

81. Schritt 27: Acht Feueraspekte und die Anwesenden
oṃ agnaye namaḥ | oṃ jātavedase namaḥ | oṃ sahojase namaḥ | oṃ ajirāprabhave namaḥ |
oṃ vaiśvānarāya namaḥ | oṃ naryāpase namaḥ | oṃ paṅktirādhase namaḥ | oṃ visarpiṇe namaḥ |
oṃ śrīyajñapuruṣāya namaḥ | oṃ ātmane namaḥ |
sarvebhyo mahājanebhyo namaḥ ||

82. Schritt 28: Brennholz darbringen
asmin caulahomakarmaṇi brahmann idhmam ādhāsye |
ādhatsva ||

83. Schritt 29: Erste Ghee-Ströme und Gaben
oṃ prajāpataye svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ indrāya svāhā | indrāyedaṃ na mama |
oṃ agnaye svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ somāya svāhā | somāyedaṃ na mama ||

84. Schritt 30: Drei Welten und vorbereitende Bereinigung
oṃ bhūḥ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyava idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāyedaṃ na mama |
asmin caulahomakarmaṇi saṅkalpaprabhṛti etatkṣaṇaparyantaṃ madhye sambhāvitasamastadoṣaprāyaścittārthaṃ sarvaprāyaścittaṃ hoṣyāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama ||

85. Schritt 31: Dhata: Fülle
dhātā dadātu no rayim īśāno jagataspatiḥ | sa naḥ pūrṇena vāvanat svāhā | dhātra idaṃ na mama ||

86. Schritt 32: Dhata: Nachkommenschaft
dhātā prajāyā uta rāya īśe dhātedaṃ viśvaṃ bhuvanaṃ jajāna |
dhātā putraṃ yajamānāya dātā tasmā u havyaṃ ghṛtavad vidhema svāhā | dhātra idaṃ na mama ||

87. Schritt 33: Dhata: bleibender Lebensunterhalt
dhātā dadātu no rayiṃ prācīṃ jīvātum akṣitām |
vayaṃ devasya dhīmahi sumatiṃ satyarādhasaḥ svāhā | dhātra idaṃ na mama ||

88. Schritt 34: Dhata: Eintracht der Gottheiten
dhātā dadātu dāśuṣe vasūni prajākāmāya mīḍhuṣe duroṇe |
tasmai devā amṛtāḥ saṃ vyayantāṃ viśve devāso aditiḥ sajoṣāḥ svāhā | dhātra idaṃ na mama ||

89. Schritt 35: Agni: Fortleben durch die Kinder
yas tvā hṛdā kīriṇā manyamāno 'martyaṃ martyo johavīmi |
jātavedo yaśo asmāsu dhehi prajābhir agne amṛtatvam aśyām svāhā | agnaye putravata idaṃ na mama ||

90. Schritt 36: Agni: ein guter Lebensraum
yasmai tvaṃ sukṛte jātaveda u lokaṃ agne kṛṇavaḥ syonam |
aśvinaṃ sa putriṇaṃ vīravantaṃ gomantaṃ rayiṃ naśate svasti svāhā | agnaye putravata idaṃ na mama ||

91. Schritt 37: Indra: Kraft für die Anliegen
tve su putra śavaso 'vṛtran kāmakātayaḥ | na tvām indrāti ricyate svāhā | indrāya putriṇa idaṃ na mama ||

92. Schritt 38: Indra: Hilfe wie von einem Vater
uktha-ukthe soma indraṃ mamāda nīthe-nīthe maghavānaṃ sutāsaḥ |
yad īṃ sabādhaḥ pitaraṃ na putrāḥ samānadakṣā avase havante svāhā | indrāya putriṇa idaṃ na mama ||

93. Schritt 39: Den Jayadi-Abschluss beginnen
hariḥ oṃ tat sat | asyāṃ śubhatithau etat caulahomakarmasamṛddhyarthaṃ jayādihomaṃ kariṣye ||

94. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
cittañ ca svāhā | cittāyedaṃ na mama ||

95. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
cittiś ca svāhā | cittyā idaṃ na mama ||

96. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
ākūtañ ca svāhā | ākūtāyedaṃ na mama ||

97. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
ākūtiś ca svāhā | ākūtyā idaṃ na mama ||

98. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
vijñātañ ca svāhā | vijñātāyedaṃ na mama ||

99. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
vijñānañ ca svāhā | vijñānāyedaṃ na mama ||

100. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
manaś ca svāhā | manasa idaṃ na mama ||

101. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
śakvarīś ca svāhā | śakvarībhya idaṃ na mama ||

102. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
darśaś ca svāhā | darśāyedaṃ na mama ||

103. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
pūrṇamāsaś ca svāhā | pūrṇamāsāyedaṃ na mama ||

104. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
bṛhañ ca svāhā | bṛhata idaṃ na mama ||

105. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
rathantarañ ca svāhā | rathantarāyedaṃ na mama ||

106. Schritt 41: Prajapatis Gabe des Sieges verehren
prajāpatir jayān indrāya vṛṣṇe prāyacchad ugraḥ pṛtanājyeṣu |
tasmai viśaḥ samanam amanta sarvāḥ sa ugraḥ sa hi havyo babhūva svāhā |
prajāpataya idaṃ na mama ||

107. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
agnir bhūtānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | agnaya idaṃ ||

108. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
indro jyeṣṭhānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | indrāyedaṃ ||

109. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
yamaḥ pṛthivyā adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | yamāyedaṃ ||

110. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
vāyur antarikṣasya adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | vāyava idaṃ ||

111. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
sūryo divo adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | sūryāyedaṃ ||

112. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
candramā nakṣatrāṇām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | candramasa idaṃ ||

113. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
bṛhaspatir brahmaṇo adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | bṛhaspataya idaṃ ||

114. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
mitraḥ satyānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | mitrāyedaṃ ||

115. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
varuṇo 'pām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | varuṇāyedaṃ ||

116. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
samudraḥ srotyānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | samudrāyedaṃ ||

117. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
annaṃ sāmrājyānām adhipatis tan mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | annāyedaṃ ||

118. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
soma oṣadhīnām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | somāyedaṃ na mama ||

119. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
savitā prasavānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | savitra idaṃ ||

120. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
rudraḥ paśūnām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | rudrāyedaṃ ||

121. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
tvaṣṭā rūpāṇām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | tvaṣṭra idaṃ ||

122. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
viṣṇuḥ parvatānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | viṣṇava idaṃ ||

123. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
maruto gaṇānām adhipatayas te mām avantu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | marudbhya idaṃ ||

124. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
pitaraḥ pitāmahāḥ pare 'vare tatās tatāmahā idam āvata | asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | pitṛbhya idaṃ ||

125. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
ṛtāṣāḍ ṛtadhāmāgnir gandharvas tasyauṣadhayo apsarasa ūrjo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | agnaye gandharvāyedaṃ ||

126. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
tābhyaḥ svāhā | oṣadhībhyo apsarobhya idaṃ ||

127. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
saṃhito viśvasāmā sūryo gandharvas tasya marīcayo apsarasa āyuvo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | sūryāya gandharvāyedaṃ ||

128. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
tābhyaḥ svāhā | marīcibhyo apsarobhya idaṃ ||

129. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
suṣumnaḥ sūryaraśmiś candramā gandharvas tasya nakṣatrāṇy apsaraso bekurayo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | candramase gandharvāyedaṃ ||

130. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
tābhyaḥ svāhā | nakṣatrebhyo apsarobhya idaṃ ||

131. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
bhujyuḥ suparṇo yajño gandharvas tasya dakṣiṇā apsarasas stavā nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | yajñāya gandharvāyedaṃ ||

132. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
tābhyaḥ svāhā | dakṣiṇābhyo apsarobhya idaṃ ||

133. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
prajāpatir viśvakarmā mano gandharvas tasyark-sāmāny apsaraso vahnayo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | manase gandharvāyedaṃ ||

134. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
tābhyaḥ svāhā | ṛksāmebhyo apsarobhya idaṃ ||

135. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
iṣiro viśvavyacā vāto gandharvas tasyāpo apsaraso mudā nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | vātāya gandharvāyedaṃ ||

136. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
tābhyaḥ svāhā | adbhyo apsarobhya idaṃ ||

137. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
bhuvanasya pate yasya ta upari gṛhā iha ca |
sa no rāśvājyāniṃ rāyaspoṣaṃ suvīryaṃ saṃvatsarīṇāṃ svastiṃ svāhā | bhuvanasya pataya idaṃ ||

138. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
parameṣṭhy adhipatir mṛtyur gandharvas tasya viśvam apsaraso bhuvo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | mṛtyave gandharvāyedaṃ ||

139. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
tābhyaḥ svāhā | viśvasmā apsarobhya idaṃ ||

140. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
sukṣitiḥ subhūtir bhadrakṛt suvarvān parjanyo gandharvas tasya vidyuto apsaraso ruco nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | parjanyāya gandharvāyedaṃ ||

141. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
tābhyaḥ svāhā | vidyudbhyo apsarobhya idaṃ ||

142. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
dūrehetir amṛḍayo mṛtyur gandharvas tasya prajā apsaraso bhīruvo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | mṛtyave gandharvāyedaṃ ||

143. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
tābhyaḥ svāhā | prajābhyo apsarobhya idaṃ ||

144. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
cāruḥ kṛpaṇakāśī kāmo gandharvas tasyādhayo apsarasaḥ śocayantīr nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | kāmāya gandharvāyedaṃ ||

145. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
tābhyaḥ svāhā | ādhibhyo apsarobhya idaṃ ||

146. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
sa no bhuvanasya pate yasya ta upari gṛhā iha ca |
uru brahmaṇe 'smai kṣatrāya mahi śarma yaccha svāhā | bhuvanasya pataye brahmaṇa idaṃ ||

147. Schritt 44: Prajapati und die drei Welten
prajāpate na tvad etāny anyo viśvā jātāni pari tā babhūva |
yatkāmās te juhumas tan no astu vayaṃ syāma patayo rayīṇāṃ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ bhūḥ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyava idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāyedaṃ na mama ||

148. Schritt 45: Svishtakrit
yad asya karmaṇo 'tyarīricaṃ yad vā nyūnam ihākaram |
agniṣ ṭat sviṣṭakṛd vidvān sarvaṃ sviṣṭaṃ suhutaṃ karotu svāhā |
agnaye sviṣṭakṛta idaṃ na mama ||

149. Schritt 46: Begrenzungshölzer und gemeinsamer Ghee-Strom
svāhā | vasubhyo rudrebhya ādityebhyaḥ saṃsrāvabhāgebhya idaṃ na mama |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama ||

150. Schritt 47: Nicht bemerkte Fehler übergeben
asmin caulahomakarmaṇy avijñātaprāyaścittādīni kariṣye |
anājñātaṃ yad ajñātaṃ yajñasya kriyate mithu |
agne tad asya kalpaya tvaṃ hi vettha yathātathaṃ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
puruṣasaṃmito yajño yajñaḥ puruṣasaṃmitaḥ |
agne tad asya kalpaya tvaṃ hi vettha yathātathaṃ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
yat pākatra manasā dīnadakṣā na yajñasya manvate martāsaḥ |
agniṣ ṭad dhotā kratuvid vijānan yajiṣṭho devān kratuśo yajāti svāhā | agnaya idaṃ na mama ||
oṃ bhūḥ svāhā | agnaye idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyave idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāya idaṃ na mama ||

151. Schritt 48: Abschließende Ausgleichsgaben
asmin caulahomakarmaṇi madhye saṃbhāvitasamastadoṣaprāyaścittārthaṃ sarvaprāyaścittaṃ hoṣyāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ śrīviṣṇave svāhā | viṣṇave paramātmana idaṃ na mama |
oṃ rudrāya paśupataye svāhā | rudrāya paśupataya idaṃ na mama ||

152. Schritt 49: Purnahuti
asya caulahomakarmaṇaḥ sampūrṇaphalaprāptyarthaṃ sabhyanāmāgnau pūrṇāhutiṃ hoṣyāmi |
tadanantaraṃ sāṅgatasiddhyarthaṃ vasordhārāṃ hoṣyāmi |
oṃ pūrṇāhutim uttamāṃ juhoti | sarvaṃ vai pūrṇāhutiḥ | sarvam evāpnoti |
atho iyaṃ vai pūrṇāhutiḥ | asyām eva pratitiṣṭhati svāhā | agnaye vauṣaṭ ||

153. Schritt 50: Vasordhara
oṃ sapta te agne samidhaḥ sapta jihvāḥ sapta ṛṣayaḥ sapta dhāma priyāṇi |
sapta hotrāḥ saptadhā tvā yajanti sapta yonīr āpṛṇasva ghṛtena svāhā |
agnaye saptavata idaṃ na mama ||

154. Schritt 51: Abschließendes Besprengen
adite 'nvamaṃsthāḥ |
anumate 'nvamaṃsthāḥ |
sarasvate 'nvamaṃsthāḥ |
deva savitaḥ prāsāvīḥ ||

155. Schritt 52: Varuna aus dem Pranita-Patra entlassen
varuṇāya namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam |
yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||

156. Schritt 53: Wasser in die Richtungen geben
prācyāṃ diśi devā ṛtvijo mārjayantām |
dakṣiṇasyāṃ diśi māsāḥ pitaro mārjayantām |
pratīcyāṃ diśi gṛhāḥ paśavo mārjayantām |
udīcyāṃ diśy āpa oṣadhayo mārjayantām |
ūrdhvāyāṃ diśi yajñaḥ saṃvatsaro yajñapatir mārjayantām ||

157. Schritt 54: Agni danken und nach innen zurücknehmen
oṃ vaiśvānarāya vidmahe lālīlāya dhīmahi tan no 'gniḥ pracodayāt |
agne naya supathā rāye asmān viśvāni deva vayunāni vidvan |
yuyodhy asmaj juhurāṇam eno bhūyiṣṭhāṃ te nama uktiṃ vidhema ||
oṃ agnaye namaḥ | agnim ātmany udvāsayāmi ||

158. Schritt 55: Den Herrn des Opfers ehren
kāṇḍadvayopapādyāya karmabrahmasvarūpiṇe |
svargāpavargarūpāya yajñeśāya namo namaḥ ||
yajñeśācyuta govinda mādhavānanta keśava |
kṛṣṇa viṣṇo hṛṣīkeśa vāsudeva namo 'stu te ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ hutāśana |
yad dhutaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||
prāyaścittāny aśeṣāṇi tapaḥkarmātmakāni vai |
yāni teṣām aśeṣāṇāṃ kṛṣṇānusmaraṇaṃ param ||
yasya smṛtyā ca nāmoktyā tapoyajñakriyādiṣu |
nyūnaṃ sampūrṇatāṃ yāti sadyo vande tam acyutam ||
oṃ śrīkṛṣṇa kṛṣṇa kṛṣṇa ||

159. Schritt 55: Brahma verabschieden
oṃ brahmaṇe namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi | śobhanārthāya kṣemāya punarāgamanāya ca ||

160. Schritt 57: Die Haare befeuchten
uṣṇena vāyav udakenehy aditiḥ keśān vapatu |
āpa undantu jīvase dīrghāyutvāya varcase | jyok ca sūryaṃ dṛśe ||

161. Schritt 58: Das Schneidegerät unter den Schutz des Segens stellen
yat kṣureṇa marcayatā supeśasā vaptrā vapasi keśān |
śundhi śiro māsya āyuḥ pramoṣīḥ ||

162. Schritt 59: Vorn: der erste symbolische Schnitt
yenāvapat savitā kṣureṇa somasya rājño varuṇasya vidvān |
tena brahmāṇo vapatedam asyāyuṣmāñ jaradaṣṭir yathāsad ayam {Name des Kindes} śarmā ||

163. Schritt 60: Rechts: der zweite symbolische Schnitt
yena pūṣā bṛhaspater agner indrasya cāyuṣe 'vapat |
tenāsyāyuṣe vapa sauślokyāya svastaye ||

164. Schritt 61: Hinten: der dritte symbolische Schnitt
yena bhūyaś carāty ayaṃ jyok ca paśyāti sūryam |
tenāsyāyuṣe vapa sauślokyāya svastaye ||

165. Schritt 62: Links: der vierte symbolische Schnitt
yena pūṣā bṛhaspater agner indrasya cāyuṣe 'vapat |
tena te vapāmi {Name des Kindes in der Anrede} śarmann āyuṣā varcasā yathā jyok sumanā asāḥ ||

166. Schritt 63: Die Haarsträhnen der Erde übergeben
uptvāsya keśān varuṇasya rājño bṛhaspatiḥ savitā somo agniḥ |
tebhyo nidhānaṃ bahudhānv avindann antarā dyāvāpṛthivī apaḥ suvaḥ ||

167. Schritt 65: Dem Kind den Lebenssegen zusprechen
akṣataṃ cāstu te puṇyaṃ dīrgham āyur yaśo balam |
yad yac chreyaskaraṃ loke tat tad astu sadā tava ||

Devanagari

1. Schritt 1: Guru-Gruß
गुरुर् ब्रह्मा गुरुर् विष्णुर् गुरुर् देवो महेश्वरः ।
गुरुः साक्षात् परं ब्रह्म तस्मै श्रीगुरवे नमः ॥

2. Schritt 1: Gutes hören und sehen
भद्रं कर्णेभिः शृणुयाम देवा भद्रं पश्येमाक्षिभिर् यजत्राः ।
स्थिरैर् अङ्गैस् तुष्टुवांसस् तनूभिर् व्यशेम देवहितं यद् आयुः ॥
स्वस्ति न इन्द्रो वृद्धश्रवाः । स्वस्ति नः पूषा विश्ववेदाः ।
स्वस्ति नस् तार्क्ष्यो अरिष्टनेमिः । स्वस्ति नो बृहस्पतिर् दधातु ॥

3. Schritt 1: Wachsen in Gemeinschaft
ऋध्यास्म हव्यैर् नमसोपसद्य । मित्रं देवं मित्रधेयं नो अस्तु ।
अनुराधान् हविषा वर्धयन्तः । शतं जीवेम शरदः सवीराः ॥

4. Schritt 1: Gruß an die Versammlung
नमः सदसे नमः सदसस्पतये नमः सखीनाम् ।
पुरोगाणां चक्षुषे नमो दिवे नमः पृथिव्यै ॥
सप्रथा सभां मे गोपाय । ये च सभ्याः सभासदः ।
तान् इन्द्रियावतः कुरु । सर्वम् आयुर् उपासताम् ॥

5. Schritt 1: Bitte um Zustimmung
अशेष हे परिषद् भवत्पादमूले मया समर्पिताम् इमां सौवर्णीं यत्किञ्चिद् दक्षिणाम् अपि यथोक्त-दक्षिणाम् इव स्वीकृत्य चौल-कर्म कर्तुं योग्यता-सिद्धिम् अनुगृहाण ॥

6. Schritt 1: Beauftragung und Antwort
अस्मिन् चौल-कर्मणि सकलं कर्तुम् आचार्य त्वां वृणे ।
वृतोऽस्मि । भविष्यामि ।
यथा विहितं कर्म कुरु ।
करिष्यामि ॥

7. Schritt 2: Sammlung vor der Absicht
शुक्लाम्बरधरं विष्णुं शशिवर्णं चतुर्भुजम् ।
प्रसन्नवदनं ध्यायेत् सर्वविघ्नोपशान्तये ॥

8. Schritt 2: Kalender- und Ortsformel
हरिः ॐ तत् सत् । श्री गोविन्द । श्री गोविन्द । श्री गोविन्द ।
शुभे शोभने मुहूर्ते अद्य श्रीभगवतो महापुरुषस्य श्रीविष्णोर् आज्ञया प्रवर्तमानस्य आद्य-ब्रह्मणो द्वितीय-परार्धे श्रीश्वेत-वराह-कल्पे वैवस्वत-मन्वन्तरे अष्टाविंशतितमे कलियुगे कलियुगस्य प्रथम-पादे जम्बूद्वीपे मेरोः {Richtung} दिग्भागे हिरण्मय-वर्षे हिरण्मय-देशे {Land} देशे {Ort} महानगर्य्-अन्तर्गते व्यावहारिकाणां प्रभवादि-षष्टि-संवत्सराणां मध्ये {Jahr} नाम संवत्सरे {Ayana} अयने {Jahreszeit} ऋतौ मासोत्तमे {Monat} मासे {Paksha} पक्षे {Tithi} तिथौ {Wochentag} वासर-युक्तायां {Nakshatra des Tages} नक्षत्र-युक्तायां श्रीविष्णुयोगे श्रीविष्णुकरणे शुभयोग-शुभकरणे सकल-ग्रह-गुण-विशेषण-विशिष्टायाम् ॥

9. Schritt 2: Absicht und vorbereitende Handlungen
अस्यां शुभ-तिथौ मम उपात्त-समस्त-दुरित-क्षय-द्वारा श्रीपरमेश्वर-प्रीत्यर्थं {Nakshatra des Feiernden} नक्षत्रे {Gotra des Feiernden} गोत्र {Name des Feiernden} नाम अहम् चौल-संस्कारं करिष्ये ।
तद्-अङ्गत्वेन निर्विघ्नेन परिसमाप्त्यर्थम् आदौ विघ्नेश्वर-पूजां करिष्ये ।
तद्-अङ्गत्वेन अन्तःकरण-शुद्ध्यर्थं शरीर-शुद्ध्यर्थं मण्डप-शुद्ध्यर्थं सर्वोपकरण-शुद्ध्यर्थं स्वस्ति-पुण्याह-वाचनं करिष्ये ॥

10. Schritt 3: Ganesha betrachten und anrufen
गणानां त्वा गणपतिं हवामहे कविं कवीनाम् उपमश्रवस्तमम् ।
ज्येष्ठराजं ब्रह्मणां ब्रह्मणस्पत आ नः शृण्वन्न् ऊतिभिः सीद सादनम् ॥
एकदन्तं शूर्पकर्णं गजवक्त्रं महोदरम् ।
पाशाङ्कुशधरं देवं ध्यायेत् सिद्धिविनायकम् ॥
ॐ भूर् भुवः सुवः श्रीमहागणपतये नमः ।
ध्यायामि । आवाहयामि । स्थापयामि । गन्धाक्षत-पुष्पाणि समर्पयामि ॥

11. Schritt 3: Sitz anbieten
आसनं समर्पयामि ॥

12. Schritt 3: Ehrenwasser darbringen
अर्घ्यं समर्पयामि ॥

13. Schritt 3: Wasser für die Füße darbringen
पाद्यं समर्पयामि ॥

14. Schritt 3: Wasser zum Mundspülen darbringen
आचमनं समर्पयामि ॥

15. Schritt 3: Symbolisches Bad darbringen
स्नानं समर्पयामि ॥

16. Schritt 3: Akshata als Gewandgabe darbringen
वस्त्रार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥

17. Schritt 3: Die bereitliegende Opferschnur darbringen
उपवीतं समर्पयामि ॥

18. Schritt 3: Sandelholzpaste darbringen
गन्धं समर्पयामि ॥

19. Schritt 3: Achtzehn Namensanrufungen
ॐ सुमुखाय नमः ।
ॐ एकदन्ताय नमः ।
ॐ कपिलाय नमः ।
ॐ गजकर्णकाय नमः ।
ॐ लम्बोदराय नमः ।
ॐ विकटाय नमः ।
ॐ विघ्नराजाय नमः ।
ॐ विनायकाय नमः ।
ॐ धूमकेतवे नमः ।
ॐ गणाध्यक्षाय नमः ।
ॐ बालचन्द्राय नमः ।
ॐ गजाननाय नमः ।
ॐ वक्रतुण्डाय नमः ।
ॐ शूर्पकर्णाय नमः ।
ॐ हेरम्बाय नमः ।
ॐ स्कन्दपूर्वजाय नमः ।
ॐ सिद्धिविनायकाय नमः ।
ॐ विघ्नेश्वराय नमः ।

20. Schritt 3: Duft, Licht, Speise und Betelgabe
धूपम् आघ्रापयामि ।
दीपं दर्शयामि ।
नैवेद्यं समर्पयामि ।
ताम्बूलं समर्पयामि ॥

21. Schritt 3: Lichtgabe an Ganesha
चन्द्रादित्यौ च धरणी विद्युदग्नी साथैव च ।
त्वम् एव सर्वज्योतींषि नीराजनं प्रतिगृह्यताम् ॥
ॐ एकदन्ताय विद्महे वक्रतुण्डाय धीमहि तन्नो दन्तिः प्रचोदयात् ।
ॐ गं गणपतये नमः आनन्द-नीराजनं सन्दर्शयामि ॥

22. Schritt 3: Wasser nach dem Licht
नीराजनानन्तरं पुनर्-आचमनीयं समर्पयामि ॥

23. Schritt 3: Die acht inneren Blüten
अहिंसा प्रथमं पुष्पं पुष्पम् इन्द्रियनिग्रहः ।
सर्वभूतदया पुष्पं क्षमा पुष्पं विशेषतः ॥
शान्तिः पुष्पं तपः पुष्पं ज्ञानं पुष्पं तथैव च ।
सत्यम् अष्टविधं पुष्पं देवप्रीतिकरं भवेत् ॥

24. Schritt 3: Bitte und Abschluss der Ganesha-Verehrung
वक्रतुण्ड महाकाय कोटिसूर्यसमप्रभ ।
निर्विघ्नं कुरु मे देव सर्वकार्येषु सर्वदा ॥
ॐ विघ्नेश्वराय वरदाय सुरप्रियाय लम्बोदराय सकलाय जगद्धिताय ।
नागाननाय श्रुतियज्ञविभूषिताय गौरीसुताय गणनाथ नमो नमस्ते ॥
मन्त्रहीनं क्रियाहीनं भक्तिहीनं विनायक ।
यत् कृतं तु मया देव परिपूर्णं तद् अस्तु ते ॥

25. Schritt 4: Die besondere Haarschur-Absicht
हरिः ॐ तत् सत् । गोविन्द गोविन्द गोविन्द ।
अस्यां शुभतिथौ {Gotra} गोत्रोद्भवः {Name des Vaters} शर्माहम् {Nakshatra} नक्षत्रे {Rashi} राशौ जातं {Name des Kindes} नाम मम कुमारं चौलकर्मणा संस्करिष्यामि ॥

26. Schritt 5: Absicht des Wassersegens
अद्य मम उपात्त-समस्त-दुरित-क्षय-द्वारा श्रीपरमेश्वर-प्रीत्यर्थम् आत्म-शुद्ध्यर्थं शरीर-शुद्ध्यर्थं गृह-शुद्ध्यर्थं सर्वोपकरण-शुद्ध्यर्थं शुद्धि-पुण्याह-वाचनं करिष्ये ॥

27. Schritt 5: Anrufung Varunas
इमं मे वरुण श्रुधी हवम् अद्या च मृडय । त्वाम् अवस्युर् आचके ॥
तत् त्वा यामि ब्रह्मणा वन्दमानस् तद् आशास्ते यजमानो हविर्भिः ।
अहेडमानो वरुणेह बोध्य् उरुशंस मा न आयुः प्रमोषीः ॥
अस्मिन् कुम्भे वरुणं ध्यायामि आवाहयामि ॥

28. Schritt 5: Varuna: Sitz anbieten
आसनं समर्पयामि ॥

29. Schritt 5: Varuna: Ehrenwasser darbringen
अर्घ्यं समर्पयामि ॥

30. Schritt 5: Varuna: Wasser für die Füße darbringen
पाद्यं समर्पयामि ॥

31. Schritt 5: Varuna: Wasser zum Mundspülen darbringen
आचमनं समर्पयामि ॥

32. Schritt 5: Varuna: Symbolisches Bad darbringen
स्नानं समर्पयामि ॥

33. Schritt 5: Varuna: Akshata als Gewandgabe darbringen
वस्त्रार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥

34. Schritt 5: Varuna: Die bereitliegende Opferschnur darbringen
उपवीतं समर्पयामि ॥

35. Schritt 5: Varuna: Sandelholzpaste darbringen
गन्धं समर्पयामि ॥

36. Schritt 5: Varunas Namensanrufungen
ॐ वरुणाय नमः ।
ॐ प्रचेतसे नमः ।
ॐ सुरूपिणे नमः ।
ॐ अपां पतये नमः ।
ॐ मकरवाहनाय नमः ।
ॐ जलाधिपतये नमः ।
ॐ पाशहस्ताय नमः ।
ॐ वरुणाय नमः ।

37. Schritt 5: Duft, Licht, Speise und Betelgabe
धूपम् आघ्रापयामि ।
दीपं दर्शयामि ।
नैवेद्यं समर्पयामि ।
ताम्बूलं समर्पयामि ॥

38. Schritt 5: Varunas Lichtgabe
नीराजनं समर्पयामि ।
ॐ जलबिम्बाय विद्महे नीलपुरुषाय धीमहि । तन्नो वरुणः प्रचोदयात् ॥

39. Schritt 5: Wasser und Wohl
शिवा आपः सन्तु ।
सन्तु शिवा आपः ॥

40. Schritt 5: Friedliches Gemüt
सौमनस्यम् अस्तु ।
अस्तु सौमनस्यम् ॥

41. Schritt 5: Unversehrtheit
अक्षतं चारिष्टं चास्तु ।
अस्त्व् अक्षतम् अरिष्टम् ॥

42. Schritt 5: Zustimmung zur Verkündigung
भवद्भिर् अनुज्ञातः पुण्याहं वाचयिष्ये ।
वाच्यताम् ॥

43. Schritt 5: Erneuerung und Wunsch
पुनस् त्वादित्या रुद्रा वसवः समिन्धताम् ।
पुनर् ब्रह्माणो वसुनीथ यज्ञैः ।
घृतेन त्वं तन्वं वर्धयस्व ।
सत्याः सन्तु यजमानस्य कामाः ॥

44. Schritt 5: Ausruf des günstigen Tages
भो ब्राह्मणाः अस्य यजमानस्य पुण्याहं भवन्तो ब्रुवन्तु ।
ॐ पुण्याहम् अस्तु ॥

45. Schritt 5: Segen der göttlichen Mächte
स्वस्ति मित्रावरुणा स्वस्ति पथ्ये रेवति ।
स्वस्ति न इन्द्रश् चाग्निश् च स्वस्ति नो अदिते कृधि ॥

46. Schritt 5: Bitte um Wohlergehen
भो ब्राह्मणाः अस्य यजमानस्य स्वस्ति भवन्तो ब्रुवन्तु ।
ॐ स्वस्तिर् अस्तु ॥

47. Schritt 5: Wachsen in Gemeinschaft
ऋध्यास्म हव्यैर् नमसोपसद्य । मित्रं देवं मित्रधेयं नो अस्तु ।
अनुराधान् हविषा वर्धयन्तः । शतं जीवेम शरदः सवीराः ॥

48. Schritt 5: Bitte um Gedeihen
भो ब्राह्मणाः अस्य यजमानस्य ऋद्धिं भवन्तो ब्रुवन्तु ।
ॐ ऋद्धिर् अस्तु ॥

49. Schritt 5: Segen für die Lebensgemeinschaft
आ ब्रह्मन् ब्राह्मणो ब्रह्मवर्चसी जायताम् अस्मिन् राष्ट्रे राजन्य इषव्यः शूरो महारथो जायतां दोग्ध्री धेनुर् वोढानड्वान् आशुः सप्तिः पुरन्ध्रिर् योषा जिष्णू रथेष्ठाः सभेयो युवास्य यजमानस्य वीरो जायतां निकामे निकामे नः पर्जन्यो वर्षतु फलिन्यो न ओषधयः पच्यन्तां योगक्षेमो नः कल्पताम् ॥

50. Schritt 5: Bitte um Reinigung
इन्द्रः सुनीती सह मा पुनातु । सोमः स्वस्त्या वरुणः समीच्या ।
यमो राजा प्रमृणाभिः पुनातु मा । जातवेदा मोर्जयन्त्या पुनातु ।
ॐ भूर् भुवः सुवः ॥

51. Schritt 5: Friedensgebet
तच् छं योर् आवृणीमहे । गातुं यज्ञाय । गातुं यज्ञपतये ।
दैवी स्वस्तिर् अस्तु नः । स्वस्तिर् मानुषेभ्यः । ऊर्ध्वं जिगातु भेषजम् ।
शं नो अस्तु द्विपदे । शं चतुष्पदे ।
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥

52. Schritt 5: Varuna verabschieden
ॐ वं वरुणाय नमः यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि ।
शोभनार्थाय क्षेमाय पुनरागमनाय च ॥

53. Schritt 5: Besprengung
देवस्य त्वा सवितुः प्रसवे ऽश्विनोर् बाहुभ्यां पूष्णो हस्ताभ्यां सरस्वत्यै वाचो यन्तुर् यन्त्रेणाग्नेस् त्वा साम्राज्येन अभिषिञ्चामि ।
द्रुपदाद् इव मुमुचानः । स्विन्नः स्नातो मलाद् इव ।
पूतं पवित्रेणेवाज्यम् । आपः शुन्धन्तु मैनसः ।
ॐ भूर् भुवः सुवः । ॐ भूर् भुवः सुवः । ॐ भूर् भुवः सुवः ॥

54. Schritt 6: Ankurarpana vorbereiten
मम उपात्तसमस्तदुरितक्षयद्वारा श्रीपरमेश्वरप्रीत्यर्थं {Nakshatra} नक्षत्रे {Rashi} राशौ जातस्य अस्य कुमारस्य अद्य करिष्यमाणचौलकर्माङ्गम् अङ्कुरार्पणकर्म करिष्ये ॥

55. Schritt 7: Saatgefäß: Mitte
ॐ भूः ब्रह्माणम् आवाहयामि ।
ॐ भुवः प्रजापतिम् आवाहयामि ।
ॐ सुवः हिरण्यगर्भम् आवाहयामि ।
ॐ भूर् भुवः सुवः चतुर्मुखम् आवाहयामि ।
ब्रह्मणे इदम् आसनम् ॥

56. Schritt 8: Saatgefäß: Osten
ॐ भूः इन्द्रम् आवाहयामि ।
ॐ भुवः वज्रिणम् आवाहयामि ।
ॐ सुवः शतक्रतुम् आवाहयामि ।
ॐ भूर् भुवः सुवः शचिपतिम् आवाहयामि ।
इन्द्राय इदम् आसनम् ॥

57. Schritt 9: Saatgefäß: Süden
ॐ भूः यमम् आवाहयामि ।
ॐ भुवः वैवस्वतम् आवाहयामि ।
ॐ सुवः पितृपतिम् आवाहयामि ।
ॐ भूर् भुवः सुवः धर्मराजम् आवाहयामि ।
यमाय इदम् आसनम् ॥

58. Schritt 10: Saatgefäß: Westen
ॐ भूः वरुणम् आवाहयामि ।
ॐ भुवः प्रचेतसम् आवाहयामि ।
ॐ सुवः सुरूपिणम् आवाहयामि ।
ॐ भूर् भुवः सुवः अपां पतिम् आवाहयामि ।
वरुणाय इदम् आसनम् ॥

59. Schritt 11: Saatgefäß: Norden
ॐ भूः सोमम् आवाहयामि ।
ॐ भुवः इन्दुम् आवाहयामि ।
ॐ सुवः निशाकरम् आवाहयामि ।
ॐ भूर् भुवः सुवः ओषधीशम् आवाहयामि ।
सोमाय इदम् आसनम् ॥

60. Schritt 12: Gastgaben für die Saatgottheiten
ब्रह्मादिभ्यो नमः । अर्घ्यं समर्पयामि । पाद्यं समर्पयामि ।
आचमनीयं समर्पयामि । स्नानं समर्पयामि । समस्तोपचारान् समर्पयामि ॥

61. Schritt 13: Das Saatgut benetzen
दिशां पतीन् नमस्यामि सर्वकामफलप्रदान् ।
कुर्वन्तु सफलं कर्म सततं शुभम् ॥

62. Schritt 14: Die Pflanzenverse rezitieren
या जाता ओषधयो देवेभ्यस् त्रियुगं पुरा ।
मन्दामि बभ्रूणाम् अहं शतं धामानि सप्त च ॥
याः फलिनीर् या अफला अपुष्पा याश् च पुष्पिणीः ।
बृहस्पतिप्रसूतास् ता नो मुञ्चन्त्व् अंहसः ॥
ओषधयः सं वदन्ते सोमेन सह राज्ञा ।
यस्मै करोति ब्राह्मणस् तं राजन् पारयामसि ॥

63. Schritt 15: Die fünf Schalen besäen
ॐ ब्रह्मणे नमः । अयं बीजावापः ॥
ॐ इन्द्राय नमः । अयं बीजावापः ॥
ॐ यमाय नमः । अयं बीजावापः ॥
ॐ वरुणाय नमः । अयं बीजावापः ॥
ॐ सोमाय नमः । अयं बीजावापः ॥

64. Schritt 16: Pratisara Bandhana erklären
हरिः ॐ तत् सत् । शुभे शोभने मुहूर्ते {Nakshatra} नक्षत्रे {Rashi} राशौ जातस्य {Name des Kindes} शर्मणः मम पुत्रस्य अद्य करिष्यमाणचौलकर्माङ्गं प्रतिसरबन्धनकर्म लघुरूपेण करिष्ये ॥

65. Schritt 17: Den Schutzfaden verehren
आसनं समर्पयामि । अर्घ्यं समर्पयामि । पाद्यं समर्पयामि ।
आचमनीयं समर्पयामि । स्नानं समर्पयामि । गन्धं समर्पयामि ।
पुष्पं समर्पयामि । धूपम् आघ्रापयामि । दीपं दर्शयामि ।
नैवेद्यं समर्पयामि । ताम्बूलं समर्पयामि ॥

66. Schritt 17: Schutz vorn
ये देवाः पुरःसदो अग्निनेत्रा रक्षोहणस् ते नः पान्तु ।
ते नो ऽवन्तु तेभ्यो नमस् तेभ्यः स्वाहा ॥

67. Schritt 17: Schutz rechts
ये देवाः दक्षिणसदो यमनेत्रा रक्षोहणस् ते नः पान्तु ।
ते नो ऽवन्तु तेभ्यो नमस् तेभ्यः स्वाहा ॥

68. Schritt 17: Schutz hinten
ये देवाः पश्चात्सदः सवितृनेत्रा रक्षोहणस् ते नः पान्तु ।
ते नो ऽवन्तु तेभ्यो नमस् तेभ्यः स्वाहा ॥

69. Schritt 17: Schutz links
ये देवाः उत्तरसदो वरुणनेत्रा रक्षोहणस् ते नः पान्तु ।
ते नो ऽवन्तु तेभ्यो नमस् तेभ्यः स्वाहा ॥

70. Schritt 17: Schutz oben
ये देवाः उपरिषदो बृहस्पतिनेत्रा रक्षोहणस् ते नः पान्तु ।
ते नो ऽवन्तु तेभ्यो नमस् तेभ्यः स्वाहा ॥

71. Schritt 17: Die fünf Schutzmächte
अग्नये रक्षोघ्ने स्वाहा । यमाय रक्षोघ्ने स्वाहा । सवित्रे रक्षोघ्ने स्वाहा ।
वरुणाय रक्षोघ्ने स्वाहा । बृहस्पतये रक्षोघ्ने स्वाहा ॥

72. Schritt 18: Lebenssegen über dem Faden
अग्निर् आयुष्मान् स वनस्पतिभिर् आयुष्मान् तेन त्वायुषायुष्मन्तं करोमि ।
सोम आयुष्मान् स ओषधीभिर् आयुष्मान् तेन त्वायुषायुष्मन्तं करोमि ।
यज्ञ आयुष्मान् स दक्षिणाभिर् आयुष्मान् तेन त्वायुषायुष्मन्तं करोमि ।
ब्रह्मायुष्मत् तद् ब्राह्मणैर् आयुष्मत् तेन त्वायुषायुष्मन्तं करोमि ।
देवा आयुष्मन्तस् ते ऽमृतेनायुष्मन्तस् तेन त्वायुषायुष्मन्तं करोमि ॥

73. Schritt 19: Den Faden anlegen
जितं ते दक्षिणतो वृषभ एधि हव्यः ।
इन्द्रो जयाति न परा जयाता अधिराजे राजसु राजयाति ॥

74. Schritt 21: Sabhya-Agni entzünden
चन्द्रमा मनसो जातः । चक्षोः सूर्यो अजायत ।
मुखाद् इन्द्रश्चाग्निश्च । प्राणाद् वायुर् अजायत ॥
ॐ भूर् भुवः सुवः सभ्यनामानम् अग्निम् आवाहयामि स्थापयामि ।
ॐ सभ्यनाम्ने अग्नये नमः । सुप्रतिष्ठो वरदो भव ॥

75. Schritt 22: Brahma-Sitz
अस्मिन् चौलहोमकर्मणि ब्रह्माणं त्वां वृणे ।
ॐ खं ब्रह्मणे नमः । सकलाराधनैः स्वर्चितम् ॥

76. Schritt 23: Wasser und Pranita-Gefäß
ॐ वरुणाय नमः ॥

77. Schritt 24: Zustimmung der göttlichen Kräfte
ॐ अदिते ऽनुमन्यस्व ।
ॐ अनुमते ऽनुमन्यस्व ।
ॐ सरस्वते ऽनुमन्यस्व ।
ॐ देव सवितः प्रसुव ॥

78. Schritt 24: Agni im Herzen
ॐ रं अग्नये नमः ॥

79. Schritt 25: Agni betrachten
मेषारूढं च वक्राङ्गं जातवेदसमन्वयम् ।
द्विशीर्षं सप्तहस्तं त्रिपादं सप्तजिह्वकम् ॥
वरदं शक्तिपाणिं च बिभ्राणं स्रुक्स्रुवौ तथा ।
अभीतिदं चर्मधरं वामे चाज्यधरं करे ॥
चत्वारि शृङ्गा त्रयो ऽस्य पादा द्वे शीर्षे सप्त हस्तासो ऽस्य ।
त्रिधा बद्धो वृषभो रोरवीति महो देवो मर्त्यान् आविवेश ।
एष हि देवः प्रदिशो ऽनु सर्वाः पूर्वो हि जातः स उ गर्भे अन्तः ।
स विजायमानः स जनिष्यमाणः प्रत्यङ्मुखास् तिष्ठति विश्वतोमुखः ।
हे अग्ने प्राङ्मुखो देव ममाभिमुखो भव ॥

80. Schritt 26: Hüter der Richtungen
ॐ इन्द्राय नमः । ॐ अग्नये नमः । ॐ यमाय नमः । ॐ निरृतये नमः ।
ॐ वरुणाय नमः । ॐ वायवे नमः । ॐ सोमाय नमः । ॐ ईशानाय नमः ॥

81. Schritt 27: Acht Feueraspekte und die Anwesenden
ॐ अग्नये नमः । ॐ जातवेदसे नमः । ॐ सहोजसे नमः । ॐ अजिराप्रभवे नमः ।
ॐ वैश्वानराय नमः । ॐ नर्यापसे नमः । ॐ पङ्क्तिराधसे नमः । ॐ विसर्पिणे नमः ।
ॐ श्रीयज्ञपुरुषाय नमः । ॐ आत्मने नमः ।
सर्वेभ्यो महाजनेभ्यो नमः ॥

82. Schritt 28: Brennholz darbringen
अस्मिन् चौलहोमकर्मणि ब्रह्मन्न् इध्मम् आधास्ये ।
आधत्स्व ॥

83. Schritt 29: Erste Ghee-Ströme und Gaben
ॐ प्रजापतये स्वाहा । प्रजापतय इदं न मम ।
ॐ इन्द्राय स्वाहा । इन्द्रायेदं न मम ।
ॐ अग्नये स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
ॐ सोमाय स्वाहा । सोमायेदं न मम ॥

84. Schritt 30: Drei Welten und vorbereitende Bereinigung
ॐ भूः स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
ॐ भुवः स्वाहा । वायव इदं न मम ।
ॐ सुवः स्वाहा । सूर्यायेदं न मम ।
अस्मिन् चौलहोमकर्मणि सङ्कल्पप्रभृति एतत्क्षणपर्यन्तं मध्ये सम्भावितसमस्तदोषप्रायश्चित्तार्थं सर्वप्रायश्चित्तं होष्यामि ।
ॐ भूर् भुवः सुवः स्वाहा । प्रजापतय इदं न मम ॥

85. Schritt 31: Dhata: Fülle
धाता ददातु नो रयिम् ईशानो जगतस्पतिः । स नः पूर्णेन वावनत् स्वाहा । धात्र इदं न मम ॥

86. Schritt 32: Dhata: Nachkommenschaft
धाता प्रजाया उत राय ईशे धातेदं विश्वं भुवनं जजान ।
धाता पुत्रं यजमानाय दाता तस्मा उ हव्यं घृतवद् विधेम स्वाहा । धात्र इदं न मम ॥

87. Schritt 33: Dhata: bleibender Lebensunterhalt
धाता ददातु नो रयिं प्राचीं जीवातुम् अक्षिताम् ।
वयं देवस्य धीमहि सुमतिं सत्यराधसः स्वाहा । धात्र इदं न मम ॥

88. Schritt 34: Dhata: Eintracht der Gottheiten
धाता ददातु दाशुषे वसूनि प्रजाकामाय मीढुषे दुरोणे ।
तस्मै देवा अमृताः सं व्ययन्तां विश्वे देवासो अदितिः सजोषाः स्वाहा । धात्र इदं न मम ॥

89. Schritt 35: Agni: Fortleben durch die Kinder
यस् त्वा हृदा कीरिणा मन्यमानो ऽमर्त्यं मर्त्यो जोहवीमि ।
जातवेदो यशो अस्मासु धेहि प्रजाभिर् अग्ने अमृतत्वम् अश्याम् स्वाहा । अग्नये पुत्रवत इदं न मम ॥

90. Schritt 36: Agni: ein guter Lebensraum
यस्मै त्वं सुकृते जातवेद उ लोकं अग्ने कृणवः स्योनम् ।
अश्विनं स पुत्रिणं वीरवन्तं गोमन्तं रयिं नशते स्वस्ति स्वाहा । अग्नये पुत्रवत इदं न मम ॥

91. Schritt 37: Indra: Kraft für die Anliegen
त्वे सु पुत्र शवसो ऽवृत्रन् कामकातयः । न त्वाम् इन्द्राति रिच्यते स्वाहा । इन्द्राय पुत्रिण इदं न मम ॥

92. Schritt 38: Indra: Hilfe wie von einem Vater
उक्थ-उक्थे सोम इन्द्रं ममाद नीथे-नीथे मघवानं सुतासः ।
यद् ईं सबाधः पितरं न पुत्राः समानदक्षा अवसे हवन्ते स्वाहा । इन्द्राय पुत्रिण इदं न मम ॥

93. Schritt 39: Den Jayadi-Abschluss beginnen
हरिः ॐ तत् सत् । अस्यां शुभतिथौ एतत् चौलहोमकर्मसमृद्ध्यर्थं जयादिहोमं करिष्ये ॥

94. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
चित्तञ् च स्वाहा । चित्तायेदं न मम ॥

95. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
चित्तिश् च स्वाहा । चित्त्या इदं न मम ॥

96. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
आकूतञ् च स्वाहा । आकूतायेदं न मम ॥

97. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
आकूतिश् च स्वाहा । आकूत्या इदं न मम ॥

98. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
विज्ञातञ् च स्वाहा । विज्ञातायेदं न मम ॥

99. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
विज्ञानञ् च स्वाहा । विज्ञानायेदं न मम ॥

100. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
मनश् च स्वाहा । मनस इदं न मम ॥

101. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
शक्वरीश् च स्वाहा । शक्वरीभ्य इदं न मम ॥

102. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
दर्शश् च स्वाहा । दर्शायेदं न मम ॥

103. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
पूर्णमासश् च स्वाहा । पूर्णमासायेदं न मम ॥

104. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
बृहञ् च स्वाहा । बृहत इदं न मम ॥

105. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
रथन्तरञ् च स्वाहा । रथन्तरायेदं न मम ॥

106. Schritt 41: Prajapatis Gabe des Sieges verehren
प्रजापतिर् जयान् इन्द्राय वृष्णे प्रायच्छद् उग्रः पृतनाज्येषु ।
तस्मै विशः समनम् अमन्त सर्वाः स उग्रः स हि हव्यो बभूव स्वाहा ।
प्रजापतय इदं न मम ॥

107. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
अग्निर् भूतानाम् अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । अग्नय इदं ॥

108. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
इन्द्रो ज्येष्ठानाम् अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । इन्द्रायेदं ॥

109. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
यमः पृथिव्या अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । यमायेदं ॥

110. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
वायुर् अन्तरिक्षस्य अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । वायव इदं ॥

111. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
सूर्यो दिवो अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । सूर्यायेदं ॥

112. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
चन्द्रमा नक्षत्राणाम् अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । चन्द्रमस इदं ॥

113. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
बृहस्पतिर् ब्रह्मणो अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । बृहस्पतय इदं ॥

114. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
मित्रः सत्यानाम् अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । मित्रायेदं ॥

115. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
वरुणो ऽपाम् अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । वरुणायेदं ॥

116. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
समुद्रः स्रोत्यानाम् अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । समुद्रायेदं ॥

117. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
अन्नं साम्राज्यानाम् अधिपतिस् तन् माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । अन्नायेदं ॥

118. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
सोम ओषधीनाम् अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । सोमायेदं न मम ॥

119. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
सविता प्रसवानाम् अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । सवित्र इदं ॥

120. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
रुद्रः पशूनाम् अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । रुद्रायेदं ॥

121. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
त्वष्टा रूपाणाम् अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । त्वष्ट्र इदं ॥

122. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
विष्णुः पर्वतानाम् अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । विष्णव इदं ॥

123. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
मरुतो गणानाम् अधिपतयस् ते माम् अवन्तु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । मरुद्भ्य इदं ॥

124. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
पितरः पितामहाः परे ऽवरे ततास् ततामहा इदम् आवत । अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । पितृभ्य इदं ॥

125. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
ऋताषाड् ऋतधामाग्निर् गन्धर्वस् तस्यौषधयो अप्सरस ऊर्जो नाम । स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा । अग्नये गन्धर्वायेदं ॥

126. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
ताभ्यः स्वाहा । ओषधीभ्यो अप्सरोभ्य इदं ॥

127. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
संहितो विश्वसामा सूर्यो गन्धर्वस् तस्य मरीचयो अप्सरस आयुवो नाम । स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा । सूर्याय गन्धर्वायेदं ॥

128. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
ताभ्यः स्वाहा । मरीचिभ्यो अप्सरोभ्य इदं ॥

129. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
सुषुम्नः सूर्यरश्मिश् चन्द्रमा गन्धर्वस् तस्य नक्षत्राण्य् अप्सरसो बेकुरयो नाम । स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा । चन्द्रमसे गन्धर्वायेदं ॥

130. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
ताभ्यः स्वाहा । नक्षत्रेभ्यो अप्सरोभ्य इदं ॥

131. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
भुज्युः सुपर्णो यज्ञो गन्धर्वस् तस्य दक्षिणा अप्सरसस् स्तवा नाम । स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा । यज्ञाय गन्धर्वायेदं ॥

132. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
ताभ्यः स्वाहा । दक्षिणाभ्यो अप्सरोभ्य इदं ॥

133. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
प्रजापतिर् विश्वकर्मा मनो गन्धर्वस् तस्यर्क्-सामान्य् अप्सरसो वह्नयो नाम । स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा । मनसे गन्धर्वायेदं ॥

134. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
ताभ्यः स्वाहा । ऋक्सामेभ्यो अप्सरोभ्य इदं ॥

135. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
इषिरो विश्वव्यचा वातो गन्धर्वस् तस्यापो अप्सरसो मुदा नाम । स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा । वाताय गन्धर्वायेदं ॥

136. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
ताभ्यः स्वाहा । अद्भ्यो अप्सरोभ्य इदं ॥

137. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
भुवनस्य पते यस्य त उपरि गृहा इह च ।
स नो राश्वाज्यानिं रायस्पोषं सुवीर्यं संवत्सरीणां स्वस्तिं स्वाहा । भुवनस्य पतय इदं ॥

138. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
परमेष्ठ्य् अधिपतिर् मृत्युर् गन्धर्वस् तस्य विश्वम् अप्सरसो भुवो नाम । स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा । मृत्यवे गन्धर्वायेदं ॥

139. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
ताभ्यः स्वाहा । विश्वस्मा अप्सरोभ्य इदं ॥

140. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
सुक्षितिः सुभूतिर् भद्रकृत् सुवर्वान् पर्जन्यो गन्धर्वस् तस्य विद्युतो अप्सरसो रुचो नाम । स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा । पर्जन्याय गन्धर्वायेदं ॥

141. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
ताभ्यः स्वाहा । विद्युद्भ्यो अप्सरोभ्य इदं ॥

142. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
दूरेहेतिर् अमृडयो मृत्युर् गन्धर्वस् तस्य प्रजा अप्सरसो भीरुवो नाम । स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा । मृत्यवे गन्धर्वायेदं ॥

143. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
ताभ्यः स्वाहा । प्रजाभ्यो अप्सरोभ्य इदं ॥

144. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
चारुः कृपणकाशी कामो गन्धर्वस् तस्याधयो अप्सरसः शोचयन्तीर् नाम । स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा । कामाय गन्धर्वायेदं ॥

145. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
ताभ्यः स्वाहा । आधिभ्यो अप्सरोभ्य इदं ॥

146. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
स नो भुवनस्य पते यस्य त उपरि गृहा इह च ।
उरु ब्रह्मणे ऽस्मै क्षत्राय महि शर्म यच्छ स्वाहा । भुवनस्य पतये ब्रह्मण इदं ॥

147. Schritt 44: Prajapati und die drei Welten
प्रजापते न त्वद् एतान्य् अन्यो विश्वा जातानि परि ता बभूव ।
यत्कामास् ते जुहुमस् तन् नो अस्तु वयं स्याम पतयो रयीणां स्वाहा । प्रजापतय इदं न मम ।
ॐ भूः स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
ॐ भुवः स्वाहा । वायव इदं न मम ।
ॐ सुवः स्वाहा । सूर्यायेदं न मम ॥

148. Schritt 45: Svishtakrit
यद् अस्य कर्मणो ऽत्यरीरिचं यद् वा न्यूनम् इहाकरम् ।
अग्निष् टत् स्विष्टकृद् विद्वान् सर्वं स्विष्टं सुहुतं करोतु स्वाहा ।
अग्नये स्विष्टकृत इदं न मम ॥

149. Schritt 46: Begrenzungshölzer und gemeinsamer Ghee-Strom
स्वाहा । वसुभ्यो रुद्रेभ्य आदित्येभ्यः संस्रावभागेभ्य इदं न मम ।
ॐ भूर् भुवः सुवः स्वाहा । प्रजापतय इदं न मम ॥

150. Schritt 47: Nicht bemerkte Fehler übergeben
अस्मिन् चौलहोमकर्मण्य् अविज्ञातप्रायश्चित्तादीनि करिष्ये ।
अनाज्ञातं यद् अज्ञातं यज्ञस्य क्रियते मिथु ।
अग्ने तद् अस्य कल्पय त्वं हि वेत्थ यथातथं स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
पुरुषसंमितो यज्ञो यज्ञः पुरुषसंमितः ।
अग्ने तद् अस्य कल्पय त्वं हि वेत्थ यथातथं स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
यत् पाकत्र मनसा दीनदक्षा न यज्ञस्य मन्वते मर्तासः ।
अग्निष् टद् धोता क्रतुविद् विजानन् यजिष्ठो देवान् क्रतुशो यजाति स्वाहा । अग्नय इदं न मम ॥
ॐ भूः स्वाहा । अग्नये इदं न मम ।
ॐ भुवः स्वाहा । वायवे इदं न मम ।
ॐ सुवः स्वाहा । सूर्याय इदं न मम ॥

151. Schritt 48: Abschließende Ausgleichsgaben
अस्मिन् चौलहोमकर्मणि मध्ये संभावितसमस्तदोषप्रायश्चित्तार्थं सर्वप्रायश्चित्तं होष्यामि ।
ॐ भूर् भुवः सुवः स्वाहा । प्रजापतय इदं न मम ।
ॐ श्रीविष्णवे स्वाहा । विष्णवे परमात्मन इदं न मम ।
ॐ रुद्राय पशुपतये स्वाहा । रुद्राय पशुपतय इदं न मम ॥

152. Schritt 49: Purnahuti
अस्य चौलहोमकर्मणः सम्पूर्णफलप्राप्त्यर्थं सभ्यनामाग्नौ पूर्णाहुतिं होष्यामि ।
तदनन्तरं साङ्गतसिद्ध्यर्थं वसोर्धारां होष्यामि ।
ॐ पूर्णाहुतिम् उत्तमां जुहोति । सर्वं वै पूर्णाहुतिः । सर्वम् एवाप्नोति ।
अथो इयं वै पूर्णाहुतिः । अस्याम् एव प्रतितिष्ठति स्वाहा । अग्नये वौषट् ॥

153. Schritt 50: Vasordhara
ॐ सप्त ते अग्ने समिधः सप्त जिह्वाः सप्त ऋषयः सप्त धाम प्रियाणि ।
सप्त होत्राः सप्तधा त्वा यजन्ति सप्त योनीर् आपृणस्व घृतेन स्वाहा ।
अग्नये सप्तवत इदं न मम ॥

154. Schritt 51: Abschließendes Besprengen
अदिते ऽन्वमंस्थाः ।
अनुमते ऽन्वमंस्थाः ।
सरस्वते ऽन्वमंस्थाः ।
देव सवितः प्रासावीः ॥

155. Schritt 52: Varuna aus dem Pranita-Patra entlassen
वरुणाय नमः । सकलाराधनैः स्वर्चितम् ।
यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि शोभनार्थे क्षेमाय पुनरागमनाय च ॥

156. Schritt 53: Wasser in die Richtungen geben
प्राच्यां दिशि देवा ऋत्विजो मार्जयन्ताम् ।
दक्षिणस्यां दिशि मासाः पितरो मार्जयन्ताम् ।
प्रतीच्यां दिशि गृहाः पशवो मार्जयन्ताम् ।
उदीच्यां दिश्य् आप ओषधयो मार्जयन्ताम् ।
ऊर्ध्वायां दिशि यज्ञः संवत्सरो यज्ञपतिर् मार्जयन्ताम् ॥

157. Schritt 54: Agni danken und nach innen zurücknehmen
ॐ वैश्वानराय विद्महे लालीलाय धीमहि तन् नो ऽग्निः प्रचोदयात् ।
अग्ने नय सुपथा राये अस्मान् विश्वानि देव वयुनानि विद्वन् ।
युयोध्य् अस्मज् जुहुराणम् एनो भूयिष्ठां ते नम उक्तिं विधेम ॥
ॐ अग्नये नमः । अग्निम् आत्मन्य् उद्वासयामि ॥

158. Schritt 55: Den Herrn des Opfers ehren
काण्डद्वयोपपाद्याय कर्मब्रह्मस्वरूपिणे ।
स्वर्गापवर्गरूपाय यज्ञेशाय नमो नमः ॥
यज्ञेशाच्युत गोविन्द माधवानन्त केशव ।
कृष्ण विष्णो हृषीकेश वासुदेव नमो ऽस्तु ते ॥
मन्त्रहीनं क्रियाहीनं भक्तिहीनं हुताशन ।
यद् धुतं तु मया देव परिपूर्णं तद् अस्तु ते ॥
प्रायश्चित्तान्य् अशेषाणि तपःकर्मात्मकानि वै ।
यानि तेषाम् अशेषाणां कृष्णानुस्मरणं परम् ॥
यस्य स्मृत्या च नामोक्त्या तपोयज्ञक्रियादिषु ।
न्यूनं सम्पूर्णतां याति सद्यो वन्दे तम् अच्युतम् ॥
ॐ श्रीकृष्ण कृष्ण कृष्ण ॥

159. Schritt 55: Brahma verabschieden
ॐ ब्रह्मणे नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि । शोभनार्थाय क्षेमाय पुनरागमनाय च ॥

160. Schritt 57: Die Haare befeuchten
उष्णेन वायव् उदकेनेह्य् अदितिः केशान् वपतु ।
आप उन्दन्तु जीवसे दीर्घायुत्वाय वर्चसे । ज्योक् च सूर्यं दृशे ॥

161. Schritt 58: Das Schneidegerät unter den Schutz des Segens stellen
यत् क्षुरेण मर्चयता सुपेशसा वप्त्रा वपसि केशान् ।
शुन्धि शिरो मास्य आयुः प्रमोषीः ॥

162. Schritt 59: Vorn: der erste symbolische Schnitt
येनावपत् सविता क्षुरेण सोमस्य राज्ञो वरुणस्य विद्वान् ।
तेन ब्रह्माणो वपतेदम् अस्यायुष्माञ् जरदष्टिर् यथासद् अयम् {Name des Kindes} शर्मा ॥

163. Schritt 60: Rechts: der zweite symbolische Schnitt
येन पूषा बृहस्पतेर् अग्नेर् इन्द्रस्य चायुषे ऽवपत् ।
तेनास्यायुषे वप सौश्लोक्याय स्वस्तये ॥

164. Schritt 61: Hinten: der dritte symbolische Schnitt
येन भूयश् चरात्य् अयं ज्योक् च पश्याति सूर्यम् ।
तेनास्यायुषे वप सौश्लोक्याय स्वस्तये ॥

165. Schritt 62: Links: der vierte symbolische Schnitt
येन पूषा बृहस्पतेर् अग्नेर् इन्द्रस्य चायुषे ऽवपत् ।
तेन ते वपामि {Name des Kindes in der Anrede} शर्मन्न् आयुषा वर्चसा यथा ज्योक् सुमना असाः ॥

166. Schritt 63: Die Haarsträhnen der Erde übergeben
उप्त्वास्य केशान् वरुणस्य राज्ञो बृहस्पतिः सविता सोमो अग्निः ।
तेभ्यो निधानं बहुधान्व् अविन्दन्न् अन्तरा द्यावापृथिवी अपः सुवः ॥

167. Schritt 65: Dem Kind den Lebenssegen zusprechen
अक्षतं चास्तु ते पुण्यं दीर्घम् आयुर् यशो बलम् ।
यद् यच् छ्रेयस्करं लोके तत् तद् अस्तु सदा तव ॥

Deutsch

1. Schritt 1: Guru-Gruß
Dem verehrten Guru sei Ehrerbietung: Guru ist Brahma, Vishnu und Maheshvara; Guru ist unmittelbar das höchste Brahman.

2. Schritt 1: Gutes hören und sehen
Ihr Götter, mögen wir mit unseren Ohren Gutes hören und mit unseren Augen Gutes sehen, ihr Verehrungswürdigen. Mit kräftigen Gliedern und Körpern mögen wir euch preisend die uns bestimmte Lebenszeit erfüllen. Indra, dessen Ruhm gewachsen ist, schenke uns Wohlergehen; ebenso Pushan, der alles kennt, Tarkshya mit unversehrtem Rad und Brihaspati.

3. Schritt 1: Wachsen in Gemeinschaft
Mögen wir mit Gaben gedeihen, nachdem wir uns ehrerbietig genähert haben. Der göttliche Mitra sei uns Freundschaft und Stütze. Die Anuradhas mit Opfergabe stärkend, mögen wir hundert Herbste leben, mit tüchtigen Nachkommen und Gefährten.

4. Schritt 1: Gruß an die Versammlung
Ehrerbietung der Versammlung, ihrem Vorsteher und den vorangehenden Freunden; Ehrerbietung dem sehenden Licht, dem Himmel und der Erde. Weitreichender Schutz, behüte meine Versammlung und ihre Mitglieder. Stärke ihre Kräfte; mögen sie ihre ganze Lebenszeit erfüllen.

5. Schritt 1: Bitte um Zustimmung
Verehrte ganze Versammlung: Nehmt diese zu euren Füßen dargebrachte Geldgabe, wie gering sie auch sei, als angemessene Dakshina an und gewährt mir euren Segen, die Haarschur auszuführen.

6. Schritt 1: Beauftragung und Antwort
Elternteil: Für sämtliche Handlungen dieser Haarschur wähle ich dich zum Acharya. – Ritualleiter: Ich bin gewählt; ich werde diese Aufgabe übernehmen. – Elternteil: Führe die Handlung nach der überlieferten Ordnung aus. – Ritualleiter: Ich werde es tun.

7. Schritt 2: Sammlung vor der Absicht
Man meditiere auf den alles durchdringenden Herrn: weiß gekleidet, mondfarben, vierarmig und mit freundlichem Gesicht, damit alle Hindernisse zur Ruhe kommen.

8. Schritt 2: Kalender- und Ortsformel
Hari, Om, Das ist die Wirklichkeit. Shri Govinda, Shri Govinda, Shri Govinda. In dieser günstigen Zeit, innerhalb der durch Vishnus Ordnung getragenen Weltzeit – in der zweiten Hälfte von Brahmas Leben, im weißen Varaha-Kalpa, im Vaivasvata-Manvantara, im achtundzwanzigsten Kali-Yuga und dessen erstem Abschnitt – an dem genannten Ort und zu dem genannten Jahr, Sonnenhalbjahr, der Jahreszeit, dem Monat, der Mondhälfte, dem Mondtag, Wochentag und Mondhaus: Mögen die zeitlichen Bedingungen günstig sein. Die kosmischen und geographischen Bezeichnungen sind die traditionelle Perspektive dieser Gebetsformel.

9. Schritt 2: Absicht und vorbereitende Handlungen
An diesem günstigen Tag werde ich zur Überwindung angesammelter Verfehlungen und zur Freude des höchsten Herrn den Chudakarana-Samskara ausführen: Ich nenne dabei mein Geburts-Nakshatra, meine Gotra und meinen Namen. Damit er ohne Hindernisse vollendet werde, beginne ich mit der Verehrung Vighneshvaras. Zur inneren Reinigung und zur Weihe von Körper, Ritualplatz und sämtlichen Gegenständen werde ich den günstigen Tag durch den Wassersegen ausrufen.

10. Schritt 3: Ganesha betrachten und anrufen
Wir rufen dich, Herrn der Scharen, Weisen unter den Weisen, höchst Berühmten, erhabenen König der heiligen Gebete. Herr des Gebets, höre uns und nimm mit deinen Hilfen diesen Sitz ein. Man betrachte Siddhivinayaka: einzahnig, mit großen Ohren, Elefantengesicht und rundem Bauch, Schlinge und Stachel führend. Om, Erde, Zwischenraum und Himmelswelt: Ehrerbietung dem großen Ganapati. Ich meditiere, lade ein und vergegenwärtige dich; Duft, ungebrochene Reiskörner und Blüten bringe ich dar.

11. Schritt 3: Sitz anbieten
Ich bringe einen Sitz dar.

12. Schritt 3: Ehrenwasser darbringen
Ich bringe Ehrenwasser dar.

13. Schritt 3: Wasser für die Füße darbringen
Ich bringe Wasser zum Waschen der Füße dar.

14. Schritt 3: Wasser zum Mundspülen darbringen
Ich bringe Wasser zum Mundspülen dar.

15. Schritt 3: Symbolisches Bad darbringen
Ich bringe das Bad dar.

16. Schritt 3: Akshata als Gewandgabe darbringen
Ich bringe ungebrochene Reiskörner als Gewandgabe dar.

17. Schritt 3: Die bereitliegende Opferschnur darbringen
Ich bringe die Opferschnur dar.

18. Schritt 3: Sandelholzpaste darbringen
Ich bringe duftende Paste dar.

19. Schritt 3: Achtzehn Namensanrufungen
Ehrerbietung dem mit dem schönen Gesicht; dem Einzahnigen; dem Goldbraunen; dem mit Elefantenohren; dem mit dem großen Bauch; dem Gewaltigen; dem Herrn der Hindernisse; dem selbstständigen Führer; dem mit dem Rauchbanner; dem Oberhaupt der Scharen; dem mit dem jungen Mond; dem Elefantengesichtigen; dem mit dem gebogenen Rüssel; dem mit den breiten Ohren; Heramba; dem älteren Bruder Skandas; dem Führer zur Vollendung; dem Herrn über die Hindernisse.

20. Schritt 3: Duft, Licht, Speise und Betelgabe
Ich lasse den Räucherduft wahrnehmen. Ich zeige das Licht. Ich bringe die Speisegabe dar. Ich bringe die Betelgabe dar.

21. Schritt 3: Lichtgabe an Ganesha
Mond und Sonne, Erde, Blitz und Feuer: Du bist alle Lichter; nimm diese Lichtgabe an. Wir suchen den Einzahnigen zu erkennen und meditieren auf den mit dem gebogenen Rüssel; der Elefantenzahnige möge unser Verstehen anregen. Om Gam, Ehrerbietung Ganapati: Ich zeige das freudige Licht.

22. Schritt 3: Wasser nach dem Licht
Nach der Lichtgabe bringe ich erneut Wasser zum Mundspülen dar.

23. Schritt 3: Die acht inneren Blüten
Nichtverletzen ist die erste Blüte, Beherrschung der Sinne eine weitere. Mitgefühl mit allen Wesen ist eine Blüte und besonders auch Vergebung. Frieden, innere Disziplin, Erkenntnis und Wahrhaftigkeit: Diese achtfache Blütengabe erfreue das Göttliche.

24. Schritt 3: Bitte und Abschluss der Ganesha-Verehrung
Du mit gebogenem Rüssel und großem Leib, strahlend wie Millionen Sonnen: Lass meine Handlungen stets ohne Hindernisse gelingen. Wieder und wieder Ehrerbietung dir, Ganapati, Sohn Gauris, Herrn der Hindernisse, Gabenschenkendem, den Göttern Lieben, rundbäuchigen, umfassenden Wohltäter der Welt, Elefantengesichtigen, mit Veda und Opfer Verehrten. Wenn mein Tun an Mantra, Handlung oder Hingabe unvollkommen war, Vinayaka, nimm das von mir Vollzogene als vollständig an.

25. Schritt 4: Die besondere Haarschur-Absicht
Hari, Om, das ist die Wahrheit. Govinda, Govinda, Govinda. An diesem günstigen Tag werde ich, {Name des Vaters} aus {Gotra}, meinen Sohn {Name des Kindes}, geboren unter {Nakshatra} in {Rashi}, durch die Haarschur feierlich segnen.

26. Schritt 5: Absicht des Wassersegens
Heute werde ich zur Überwindung angesammelter Verfehlungen, zur Freude des höchsten Herrn und zur inneren Weihe von uns, unserem Körper, dem Haus und sämtlichen Gegenständen den reinigenden Wassersegen vollziehen.

27. Schritt 5: Anrufung Varunas
Varuna, höre heute meinen Ruf und sei gnädig. Dich rufe ich an, Schutz suchend. Mit heiligem Gebet und Gaben suche ich dich ehrfürchtig auf. Sei uns hier aufmerksam, du weithin Gepriesener; verkürze nicht unser Leben. In diesem Gefäß meditiere ich auf Varuna und lade ihn ein.

28. Schritt 5: Varuna: Sitz anbieten
Ich bringe einen Sitz dar.

29. Schritt 5: Varuna: Ehrenwasser darbringen
Ich bringe Ehrenwasser dar.

30. Schritt 5: Varuna: Wasser für die Füße darbringen
Ich bringe Wasser zum Waschen der Füße dar.

31. Schritt 5: Varuna: Wasser zum Mundspülen darbringen
Ich bringe Wasser zum Mundspülen dar.

32. Schritt 5: Varuna: Symbolisches Bad darbringen
Ich bringe das Bad dar.

33. Schritt 5: Varuna: Akshata als Gewandgabe darbringen
Ich bringe ungebrochene Reiskörner als Gewandgabe dar.

34. Schritt 5: Varuna: Die bereitliegende Opferschnur darbringen
Ich bringe die Opferschnur dar.

35. Schritt 5: Varuna: Sandelholzpaste darbringen
Ich bringe duftende Paste dar.

36. Schritt 5: Varunas Namensanrufungen
Ehrerbietung Varuna; dem Einsichtigen; dem Wohlgestalteten; dem Herrn der Wasser; dem auf dem Makara Reitenden; dem Gebieter der Wasser; dem mit der Schlinge in der Hand; Varuna.

37. Schritt 5: Duft, Licht, Speise und Betelgabe
Ich lasse den Räucherduft wahrnehmen. Ich zeige das Licht. Ich bringe die Speisegabe dar. Ich bringe die Betelgabe dar.

38. Schritt 5: Varunas Lichtgabe
Ich bringe das Licht dar. Wir suchen den im Wasser Vergegenwärtigten zu erkennen und meditieren auf den blauen göttlichen Menschen; Varuna möge unser Verstehen anregen.

39. Schritt 5: Wasser und Wohl
Leitung: Mögen die Wasser heilsam sein. – Antwort: Heilsam seien die Wasser.

40. Schritt 5: Friedliches Gemüt
Leitung: Ein gutes, friedliches Gemüt sei da. – Antwort: Es sei ein friedliches Gemüt da.

41. Schritt 5: Unversehrtheit
Leitung: Unversehrtheit und Freiheit von Unheil seien da. – Antwort: Unversehrtheit und Freiheit von Unheil seien da.

42. Schritt 5: Zustimmung zur Verkündigung
Leitung: Mit eurer Zustimmung werde ich den günstigen Tag ausrufen. – Antwort: Er werde ausgerufen.

43. Schritt 5: Erneuerung und Wunsch
Wieder mögen die Adityas, Rudras und Vasus dich entfachen, wieder die Brahmanen mit ihren Opfern, du Güterbringer. Stärke deinen Leib durch die geklärte Butter. Mögen die Wünsche des Feiernden wahr werden.

44. Schritt 5: Ausruf des günstigen Tages
Leitung: Verehrte Brahmanen, ruft für diesen Feiernden den günstigen Tag aus. – Antwort: Om, ein günstiger Tag sei es.

45. Schritt 5: Segen der göttlichen Mächte
Wohlergehen von Mitra und Varuna; Wohlergehen von der reichen Hüterin des Weges. Indra und Agni schenken uns Wohlergehen; Aditi, bewirke unser Wohlergehen.

46. Schritt 5: Bitte um Wohlergehen
Leitung: Verehrte Brahmanen, sprecht für diesen Feiernden Wohlergehen aus. – Antwort: Om, Wohlergehen sei da.

47. Schritt 5: Wachsen in Gemeinschaft
Mögen wir mit Gaben gedeihen, nachdem wir uns ehrerbietig genähert haben. Der göttliche Mitra sei uns Freundschaft und Stütze. Die Anuradhas mit Opfergabe stärkend, mögen wir hundert Herbste leben, mit tüchtigen Nachkommen und Gefährten.

48. Schritt 5: Bitte um Gedeihen
Leitung: Verehrte Brahmanen, sprecht für diesen Feiernden Gedeihen aus. – Antwort: Om, Gedeihen sei da.

49. Schritt 5: Segen für die Lebensgemeinschaft
O Brahman, in diesem Gemeinwesen möge ein Brahmane mit dem Glanz geistigen Wissens heranwachsen und ein Herrscher, als Bogenschütze und Wagenkämpfer tüchtig und tapfer. Mögen eine milchgebende Kuh, ein tragfähiger Ochse, ein schnelles Pferd, eine tatkräftige Frau und ein siegreicher Kämpfer gedeihen. Dem Feiernden möge ein tüchtiger junger Mensch heranwachsen, geeignet für die Versammlung. Parjanya lasse nach Bedarf Regen fallen; fruchttragende Pflanzen mögen für uns reifen. Erwerb und Bewahrung des Lebensnotwendigen mögen gelingen.

50. Schritt 5: Bitte um Reinigung
Indra reinige mich durch gute Führung; Soma durch Wohlergehen, Varuna durch rechte Ordnung. König Yama reinige mich durch seine bereinigenden Kräfte; Jatavedas, der alles kennende Agni, reinige mich durch belebende Kraft. Om, Erde, Zwischenraum und Himmelswelt.

51. Schritt 5: Friedensgebet
Wir erbitten Heil und Wohlergehen: Gelingen dem Opfer und dem Herrn des Opfers. Göttliches Wohlergehen sei uns, Wohlergehen den Menschen. Heilendes möge aufwachsen. Frieden sei den Zweibeinigen, Frieden den Vierbeinigen. Om, Frieden, Frieden, Frieden.

52. Schritt 5: Varuna verabschieden
Om Vam, Ehrerbietung Varuna. Ich geleite dich an deinen eigenen Ort – zum Segen, zum Wohlergehen und zur erneuten Wiederkehr.

53. Schritt 5: Besprengung
Durch den Antrieb Savitris, mit den Armen der Ashvins und den Händen Pushans, durch die bindende Kraft Sarasvatis, der Sprache, weihe ich dich mit Agnis Herrschaft. Wie einer, der aus einer Fessel befreit wird, wie ein Verschwitzter nach dem Waschen vom Schmutz und wie Butter durch einen Filter gereinigt wird, mögen die Wasser mich von Verfehlung reinigen. Om, Erde, Zwischenraum und Himmelswelt – dreimal.

54. Schritt 6: Ankurarpana vorbereiten
Zur Auflösung angesammelter Verfehlung und zur Freude des höchsten Herrn vollziehe ich die Saatgabe als Bestandteil der heute für dieses unter {Nakshatra} in {Rashi} geborene Kind stattfindenden Haarschur.

55. Schritt 7: Saatgefäß: Mitte
Mit den Worten Erde, Zwischenwelt, Himmel und den drei Welten zusammen lade ich Brahma, Prajapati, den goldenen Keim und den Viergesichtigen ein. Dies ist dein Sitz.

56. Schritt 8: Saatgefäß: Osten
Mit den Worten Erde, Zwischenwelt, Himmel und den drei Welten zusammen lade ich Indra, den Donnerkeilträger, den hundertfach Tatkräftigen und den Gemahl Shachis ein. Dies ist dein Sitz.

57. Schritt 9: Saatgefäß: Süden
Mit den Worten Erde, Zwischenwelt, Himmel und den drei Welten zusammen lade ich Yama, den Sohn Vivasvans, den Herrn der Ahnen und König des Dharma ein. Dies ist dein Sitz.

58. Schritt 10: Saatgefäß: Westen
Mit den Worten Erde, Zwischenwelt, Himmel und den drei Welten zusammen lade ich Varuna, den Einsichtigen, Wohlgestalteten und Herrn der Wasser ein. Dies ist dein Sitz.

59. Schritt 11: Saatgefäß: Norden
Mit den Worten Erde, Zwischenwelt, Himmel und den drei Welten zusammen lade ich Soma, Indu, den Nachtgestalter und Herrn der Pflanzen ein. Dies ist dein Sitz.

60. Schritt 12: Gastgaben für die Saatgottheiten
Verehrung Brahma und den weiteren angerufenen Gottheiten. Ich bringe Ehrenwasser, Fußwasser, Mundspülwasser, Bad und sämtliche Gastgaben dar.

61. Schritt 13: Das Saatgut benetzen
Ich verneige mich vor den Herren der Richtungen, die die Frucht der Anliegen schenken. Sie mögen die Handlung fruchtbar und beständig heilsam machen.

62. Schritt 14: Die Pflanzenverse rezitieren
Die Pflanzen, die drei Zeitalter vor den Göttern entstanden: Ich preise die hundert und sieben Stätten der bräunlichen Gewächse. Fruchttragende und fruchtlose, blütenlose und blühende Pflanzen, von Brihaspati hervorgebracht, mögen uns aus Bedrängnis befreien. Die Pflanzen sprechen mit ihrem König Soma: Für wen der Brahmane uns bereitet, den bringen wir, o König, heil hindurch.

63. Schritt 15: Die fünf Schalen besäen
Verehrung Brahma: Dies ist die Aussaat. Verehrung Indra: Dies ist die Aussaat. Verehrung Yama: Dies ist die Aussaat. Verehrung Varuna: Dies ist die Aussaat. Verehrung Soma: Dies ist die Aussaat.

64. Schritt 16: Pratisara Bandhana erklären
Hari, Om, das ist die Wahrheit. Zu dieser günstigen Stunde vollziehe ich für meinen Sohn {Name des Kindes}, geboren unter {Nakshatra} in {Rashi}, die kurze Schutzfadenhandlung als Teil der heute stattfindenden Haarschur.

65. Schritt 17: Den Schutzfaden verehren
Ich bringe Sitz, Ehrenwasser, Fußwasser, Mundspülwasser, Bad, Duft und Blüte dar; lasse Räucherduft wahrnehmen und zeige Licht; bringe Speise und Betelgabe dar.

66. Schritt 17: Schutz vorn
Die Götter vorn, von Agni geführt und das Schädliche abwehrend, mögen uns schützen und uns beistehen. Ihnen Verehrung, ihnen Svaha.

67. Schritt 17: Schutz rechts
Die Götter rechts, von Yama geführt und das Schädliche abwehrend, mögen uns schützen und uns beistehen. Ihnen Verehrung, ihnen Svaha.

68. Schritt 17: Schutz hinten
Die Götter hinten, von Savitar geführt und das Schädliche abwehrend, mögen uns schützen und uns beistehen. Ihnen Verehrung, ihnen Svaha.

69. Schritt 17: Schutz links
Die Götter links, von Varuna geführt und das Schädliche abwehrend, mögen uns schützen und uns beistehen. Ihnen Verehrung, ihnen Svaha.

70. Schritt 17: Schutz oben
Die Götter oben, von Brihaspati geführt und das Schädliche abwehrend, mögen uns schützen und uns beistehen. Ihnen Verehrung, ihnen Svaha.

71. Schritt 17: Die fünf Schutzmächte
Svaha dem Unheil abwehrenden Agni, dem Unheil abwehrenden Yama, dem Unheil abwehrenden Savitar, dem Unheil abwehrenden Varuna und dem Unheil abwehrenden Brihaspati.

72. Schritt 18: Lebenssegen über dem Faden
Agni ist voller Leben, mit den Bäumen voller Leben: Mit diesem Leben segne ich dich zu einem langen Leben. Soma ist voller Leben, mit den Pflanzen voller Leben: Mit diesem Leben segne ich dich. Das Opfer ist voller Leben, mit den Dankesgaben voller Leben: Mit diesem Leben segne ich dich. Das heilige Wissen ist voller Leben, mit seinen Trägern voller Leben: Mit diesem Leben segne ich dich. Die Götter sind voller Leben durch das Unsterbliche: Mit diesem Leben segne ich dich zu einem langen Leben.

73. Schritt 19: Den Faden anlegen
Dein ist der Sieg im Süden; sei der kraftvolle, angerufene Beschützer. Indra siegt und wird nicht besiegt; als Oberherr unter den Königen herrscht er.

74. Schritt 21: Sabhya-Agni entzünden
Aus seinem Geist entstand der Mond, aus seinem Auge die Sonne; aus seinem Mund Indra und Agni, aus seinem Atem Vayu. Om, Erde, Zwischenwelt und Himmel: Ich rufe das Feuer mit dem Namen Sabhya an und errichte es. Verehrung diesem Agni; sei fest gegründet und Segen spendend.

75. Schritt 22: Brahma-Sitz
Ich wähle dich für die Brahma-Aufgabe in diesem Chudakarana-Homa. Om, Kham, Verehrung Brahma; möge die Verehrung durch alle Darbringungen angenommen sein. Bei einer anwesenden Brahma-Person wird nur die erste, beim symbolischen Sitz nur die zweite Formel gesprochen.

76. Schritt 23: Wasser und Pranita-Gefäß
Om, Verehrung Varuna.

77. Schritt 24: Zustimmung der göttlichen Kräfte
Aditi, erteile deine Zustimmung. Anumati, erteile deine Zustimmung. Sarasvati, erteile deine Zustimmung. Göttlicher Savitar, setze das Opfer in Bewegung.

78. Schritt 24: Agni im Herzen
Om, Ram, Verehrung Agni. Vergegenwärtige seine Gegenwart im Herzen.

79. Schritt 25: Agni betrachten
Ich betrachte Agni auf dem Widder, mit zwei Köpfen, sieben Händen, drei Füßen und sieben Zungen: Er gewährt Gaben und Furchtlosigkeit, trägt Speer, Opferlöffel, Schild und Gheegefäß. Der vedische Vers schaut das heilige Feuer als viergehörnten, dreifüßigen, zweiköpfigen, siebenhändigen Stier, dreifach gebunden und in die Sterblichen eingegangen. Die Gottheit durchdringt alle Richtungen, war vor allem Geborenen und ist in jedem werdenden Leben gegenwärtig. Agni, wende dich mir freundlich zu. Die bildreichen Verse lassen Agni als Träger der heiligen Worte und Gaben gegenwärtig werden.

80. Schritt 26: Hüter der Richtungen
Verehrung Indra, Agni, Yama, Nirriti, Varuna, Vayu, Soma und Ishana als Hütern der acht Richtungen.

81. Schritt 27: Acht Feueraspekte und die Anwesenden
Verehrung Agni, dem Kenner der Geburten, dem Machtvollen, dem rasch Aufleuchtenden, dem allen Menschen Zugehörigen, dem für die Menschen Wirkenden, dem die Opferreihe Gedeihen Lassenden und dem Sich-Ausbreitenden. Verehrung dem Opfer-Purusha, dem Atman, allen ehrwürdigen Menschen.

82. Schritt 28: Brennholz darbringen
Brahman, in diesem Chudakarana-Homa werde ich das Brennholz einlegen. – Lege es ein.

83. Schritt 29: Erste Ghee-Ströme und Gaben
Prajapati, Indra, Agni und Soma gilt die jeweilige Darbringung. Ihnen gehört diese Gabe, nicht mir.

84. Schritt 30: Drei Welten und vorbereitende Bereinigung
Erde – Agni; Zwischenraum – Vayu; Himmel – Surya: Dies ist ihnen dargebracht, nicht mein. Für mögliche Unzulänglichkeiten seit dem Vorsatz bis zu diesem Augenblick vollziehe ich die bereinigende Darbringung. Erde, Zwischenraum und Himmel: Prajapati gilt diese Gabe, nicht mir.

85. Schritt 31: Dhata: Fülle
Dhata, der gebietende Herr der Welt, möge uns Lebensgüter schenken; er möge uns mit Fülle wohlgesinnt sein. Svaha; diese Gabe gehört der angerufenen Gottheit, nicht mir.

86. Schritt 32: Dhata: Nachkommenschaft
Dhata gebietet über Nachkommenschaft und Besitz; er hat diese ganze Welt hervorgebracht. Dhata schenkt dem Opfernden einen Sohn; ihm wollen wir eine von Ghee erfüllte Gabe darbringen. Svaha; diese Gabe gehört der angerufenen Gottheit, nicht mir.

87. Schritt 33: Dhata: bleibender Lebensunterhalt
Dhata möge uns beständigen, nicht versiegenden Lebensunterhalt schenken. Wir nehmen den guten Sinn des Gottes in uns auf, dessen Gaben wahrhaftig sind. Svaha; diese Gabe gehört der angerufenen Gottheit, nicht mir.

88. Schritt 34: Dhata: Eintracht der Gottheiten
Dhata möge dem spendenden, Nachkommenschaft erhoffenden Verehrer Schätze im Hause schenken. Die unsterblichen Götter mögen sich ihm zuwenden, alle Götter mit Aditi in einmütigem Wohlwollen. Svaha; diese Gabe gehört der angerufenen Gottheit, nicht mir.

89. Schritt 35: Agni: Fortleben durch die Kinder
Als Sterblicher rufe ich dich, den Unsterblichen, mit preisendem, achtsamem Herzen an. Jatavedas, lege Ansehen in uns; durch unsere Nachkommen möge ich, Agni, am Unvergänglichen teilhaben. Svaha; diese Gabe gehört der angerufenen Gottheit, nicht mir.

90. Schritt 36: Agni: ein guter Lebensraum
Wem du, Agni Jatavedas, als einem Gutwirkenden einen freundlichen Lebensraum bereitest, der erlangt heilbringenden Reichtum an Pferden, Söhnen, tatkräftigen Menschen und Rindern. Svaha; diese Gabe gehört der angerufenen Gottheit, nicht mir.

91. Schritt 37: Indra: Kraft für die Anliegen
In dir, Sohn der Kraft, haben die nach Erfüllung ihrer Wünsche Suchenden Halt gefunden. Niemand übertrifft dich, Indra. Svaha; diese Gabe gehört der angerufenen Gottheit, nicht mir.

92. Schritt 38: Indra: Hilfe wie von einem Vater
Bei jedem Lob hat Soma Indra erfreut, bei jeder Liedführung erfreuen die gepressten Säfte den Freigebigen. In Bedrängnis rufen ihn die gleichgesinnten Verehrer um Hilfe, wie Söhne ihren Vater. Svaha; diese Gabe gehört der angerufenen Gottheit, nicht mir.

93. Schritt 39: Den Jayadi-Abschluss beginnen
Hari, Om, das ist die Wirklichkeit. An diesem günstigen Tag vollziehe ich Jayadi-Homa zur Erfüllung dieses Chudakarana-Homa.

94. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
Dem Gedankeninhalt gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.

95. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
Dem Denken gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.

96. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
Dem Vorsatz gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.

97. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
Der Absicht gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.

98. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
Dem Erkannten gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.

99. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
Der Erkenntnis gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.

100. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
Dem Geist gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.

101. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
Den Shakvari-Versen gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.

102. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
Dem Neumond gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.

103. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
Dem Vollmond gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.

104. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
Dem Brihat-Gesang gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.

105. Schritt 40: Zwölf Jaya-Gaben
Dem Rathantara-Gesang gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.

106. Schritt 41: Prajapatis Gabe des Sieges verehren
Prajapati verlieh dem kraftvollen Indra Siege, dem Gewaltigen in den Schlachten. Alle Völker beugten sich ihm in Achtung; er wurde mächtig und der Gabe würdig. Svaha; dies gilt Prajapati, nicht mir.

107. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
Agni ist Herr der Wesen. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Agni.

108. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
Indra ist Herr der Höchsten. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Indra.

109. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
Yama ist Herr der Erde. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Yama.

110. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
Vayu ist Herr des Zwischenraums. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Vayu.

111. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
Surya ist Herr des Himmels. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Surya.

112. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
Chandra ist Herr der Sterne. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Chandra.

113. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
Brihaspati ist Herr des heiligen Wortes. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Brihaspati.

114. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
Mitra ist Herr der Wahrheiten. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Mitra.

115. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
Varuna ist Herr der Wasser. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Varuna.

116. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
Samudra ist Herr der Flüsse. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Samudra.

117. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
Nahrung ist Herr der Herrschaften. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Nahrung.

118. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
Soma ist Herr der Pflanzen. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Soma, nicht mir.

119. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
Savitar ist Herr der Antriebe. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Savitar.

120. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
Rudra ist Herr der Lebewesen. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Rudra.

121. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
Tvashtar ist Herr der Gestalten. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Tvashtar.

122. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
Vishnu ist Herr der Berge. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Vishnu.

123. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
Die Maruts sind die Herren der Scharen. Sie mögen mich behüten in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Maruts.

124. Schritt 42: Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
Väter, Großväter, fernere und nähere Ahnen, Urväter: Steht uns hier bei. Schützt uns in geistlicher und weltlicher Kraft, in Segensgebet, priesterlichem Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; dies gilt den Ahnen.

125. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
Agni, der die Ordnung durchsetzt und in Wahrheit ruht, ist Gandharva. Die Pflanzen sind seine Apsaras, genannt die Nährenden. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.

126. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
Svaha; diese Gabe gilt den Pflanzen als Apsaras.

127. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
Surya, der Verbundene und vom All Besungene, ist Gandharva. Seine Strahlen sind Apsaras, genannt die Lebenskräfte. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.

128. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
Svaha; diese Gabe gilt den Sonnenstrahlen als Apsaras.

129. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
Der huldvolle, von Sonnenstrahlen erhellte Mond ist Gandharva. Die Sterne sind seine Apsaras, genannt Bekuraya. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.

130. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
Svaha; diese Gabe gilt den Sternen als Apsaras.

131. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
Das schützende, gut geflügelte Opfer ist Gandharva. Die Dankesgaben sind seine Apsaras, genannt die Lobpreisungen. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.

132. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
Svaha; diese Gabe gilt den Dankesgaben als Apsaras.

133. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
Der Geist als Prajapati, der alles gestaltet, ist Gandharva. Die Rik- und Saman-Verse sind seine Apsaras, genannt die Tragenden. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.

134. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
Svaha; diese Gabe gilt den Rik- und Saman-Versen als Apsaras.

135. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
Der kräftige, allumfassende Wind ist Gandharva. Die Wasser sind seine Apsaras, genannt die Freuden. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.

136. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
Svaha; diese Gabe gilt den Wassern als Apsaras.

137. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
Herr der Welt, dessen Wohnstätten oben und hier sind: Schenke uns unvermindertes Gedeihen, Fülle, Heldenkraft und Wohlergehen durch das Jahr. Svaha; diese Gabe gilt dem Herrn der Welt.

138. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
Der höchste Gebieter, Mrityu, ist Gandharva. Das All ist seine Apsaras, genannt die Welten. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.

139. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
Svaha; diese Gabe gilt den Welten als Apsaras.

140. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
Parjanya, mit guter Wohnstatt und gutem Gedeihen, heilwirkend und lichtvoll, ist Gandharva. Die Blitze sind seine Apsaras, genannt die Leuchtenden. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.

141. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
Svaha; diese Gabe gilt den Blitzen als Apsaras.

142. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
Der fern treffende, unerbittliche Tod ist Gandharva. Die Geschöpfe sind seine Apsaras, genannt die Furchtsamen. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.

143. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
Svaha; diese Gabe gilt den Geschöpfen als Apsaras.

144. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
Der anziehende, verlangend blickende Kama ist Gandharva. Die bekümmernden Gedanken sind seine Apsaras, genannt die Brennenden. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.

145. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
Svaha; diese Gabe gilt den bekümmernden Gedanken als Apsaras.

146. Schritt 43: Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
Herr der Welt, dessen Wohnstätten oben und hier sind: Gewähre dieser geistlichen und weltlichen Kraft weiten, großen Schutz. Svaha; dies gilt Brahman, dem Herrn der Welt.

147. Schritt 44: Prajapati und die drei Welten
Prajapati, niemand außer dir umfasst alle diese entstandenen Wesen. Was wir mit dieser Darbringung erbitten, möge uns zuteilwerden; mögen wir über die für unser Leben nötigen Güter verfügen. Diese Gabe gilt dir, nicht mir. Erde, Zwischenraum und Himmel: Die weiteren Gaben gelten Agni, Vayu und Surya, nicht mir.

148. Schritt 45: Svishtakrit
Was ich bei dieser Handlung übermäßig oder unvollständig getan habe: Agni, der alles weiß und die Opfergabe gut vollendet, möge es zu einer wohl dargebrachten Gabe machen. Agni Svishtakrit gehört diese Gabe, nicht mir.

149. Schritt 46: Begrenzungshölzer und gemeinsamer Ghee-Strom
Svaha: Den Vasus, Rudras und Adityas als Empfängern des gemeinsamen Ghee-Stroms gehört diese Gabe, nicht mir. Erde, Zwischenraum und Himmel: Prajapati gehört diese Gabe, nicht mir.

150. Schritt 47: Nicht bemerkte Fehler übergeben
In diesem Chudakarana-Homa vollziehe ich die Bereinigung für nicht erkannte Unzulänglichkeiten. Was beim Opfer wissentlich oder unwissentlich verkehrt geschieht, bringe du, Agni, in Ordnung; du kennst es, wie es wirklich ist. Das Opfer entspricht dem Purusha und der Purusha dem Opfer. Was wir Sterblichen mit unreifem Geist und begrenztem Können nicht richtig verstehen, möge Agni als kundiger Opfernder zur rechten Zeit den Göttern darbringen. Jede dieser Gaben gilt Agni, nicht mir. Danach: Om, Erde, Svaha; Agni gilt dies, nicht mir. Om, Zwischenraum, Svaha; Vayu gilt dies, nicht mir. Om, Himmel, Svaha; Surya gilt dies, nicht mir.

151. Schritt 48: Abschließende Ausgleichsgaben
Für alle möglicherweise während dieses Chudakarana-Homa entstandenen Mängel bringe ich den abschließenden Ausgleich dar. Om, Erde, Zwischenwelt, Himmel: Svaha; Prajapati gehört dies, nicht mir. Svaha dem ehrwürdigen Vishnu als höchstem Selbst; ihm gehört dies, nicht mir. Svaha Rudra, dem Herrn der Geschöpfe; ihm gehört dies, nicht mir.

152. Schritt 49: Purnahuti
Für die vollständige Frucht dieses Chudakarana-Homa bringe ich im Feuer Sabhya die volle Schlussgabe dar; danach den Ghee-Strom zur Ganzheit des Rituals. Die höchste volle Gabe wird dargebracht. Die volle Gabe ist das Ganze; sie erreicht das Ganze, und in ihr gründet die Vollendung. Svaha; dem Agni die Darbringung!

153. Schritt 50: Vasordhara
Sieben sind deine Brennhölzer, Agni, sieben deine Zungen, sieben die Seher und sieben die geliebten Stätten. Sieben Opfernde verehren dich siebenfach; erfülle die sieben Ursprungsstätten mit Ghee. Dem siebenfachen Agni gilt diese Gabe, nicht mir.

154. Schritt 51: Abschließendes Besprengen
Aditi, du hast zugestimmt. Anumati, du hast zugestimmt. Sarasvati, du hast zugestimmt. Göttlicher Savitar, du hast das Opfer in Bewegung gesetzt.

155. Schritt 52: Varuna aus dem Pranita-Patra entlassen
Verehrung Varuna; möge die Verehrung angenommen sein. Ich verabschiede dich an deinen eigenen Ort: zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.

156. Schritt 53: Wasser in die Richtungen geben
Im Osten mögen Götter und Opferpriester läutern; im Süden die Monate und Ahnen; im Westen die Häuser und Tiere; im Norden Wasser und Pflanzen; in der oberen Richtung das Opfer, das Jahr und der Herr des Opfers.

157. Schritt 54: Agni danken und nach innen zurücknehmen
Wir erkennen Vaishvanara, den allen Wesen gegenwärtigen Agni, und meditieren über den Flammenden; Agni möge uns erleuchten. Agni, führe uns auf gutem Weg zur Fülle; du kennst alle Wege. Halte die krumme Verfehlung von uns fern; dir bringen wir reichen Dank dar. Verehrung Agni: Ich nehme deine rituell angerufene Gegenwart in mein Inneres zurück.

158. Schritt 55: Den Herrn des Opfers ehren
Verehrung dem Herrn des Opfers, den die beiden Bereiche des Veda erschließen, dessen Wesen Handlung und Brahman ist und der Himmel und Befreiung bedeutet. Herr des Opfers, Achyuta, Govinda, Madhava, Ananta, Keshava, Krishna, Vishnu, Hrishikesha, Vasudeva: Dir meine Verehrung. Feuer, was ich unvollkommen an Wort, Ausführung oder Hingabe dargebracht habe, möge vor dir vollständig sein. Unter allen bereinigenden Übungen und Werken ist das Gedenken an Krishna das Höchste. Ich verehre Achyuta, durch dessen Erinnerung und Namensnennung das Unvollständige in Übung, Opfer und weiteren Handlungen sogleich zur Ganzheit gelangt. Om, heiliger Krishna, Krishna, Krishna.

159. Schritt 55: Brahma verabschieden
Verehrung Brahma. Ich verabschiede dich an deinen eigenen Ort: zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.

160. Schritt 57: Die Haare befeuchten
Vayu, komm mit warmem Wasser; Aditi möge die Haare schneiden. Die Wasser mögen befeuchten zum Leben, für lange Lebenszeit und Ausstrahlung, damit das Kind noch lange die Sonne sehe.

161. Schritt 58: Das Schneidegerät unter den Schutz des Segens stellen
Mit dem scharfen, wohlgeformten Rasiergerät, mit dem du die Haare schneidest: Reinige den Kopf und raube diesem Kind nicht seine Lebenszeit.

162. Schritt 59: Vorn: der erste symbolische Schnitt
Mit dem Rasiergerät, mit dem Savitar wissend das Haar des Königs Soma und Varunas schnitt, schneidet, ihr Brahmanen, diesem Kind das Haar: damit dieser {Name des Kindes} ein langes Leben habe und das hohe Alter erreiche.

163. Schritt 60: Rechts: der zweite symbolische Schnitt
Mit dem Gerät, mit dem Pushan das Haar Brihaspatis, Agnis und Indras für ihr langes Leben schnitt, schneide diesem Kind das Haar: für sein Leben, guten Ruf und Wohlergehen.

164. Schritt 61: Hinten: der dritte symbolische Schnitt
Wodurch dieses Kind noch lange umhergehen und die Sonne sehen möge: Damit schneide ihm das Haar, für sein Leben, guten Ruf und Wohlergehen.

165. Schritt 62: Links: der vierte symbolische Schnitt
Mit dem Gerät, mit dem Pushan das Haar Brihaspatis, Agnis und Indras für ihr Leben schnitt, schneide ich dir das Haar, {Name des Kindes}: auf dass du lange mit Lebenskraft, Ausstrahlung und frohem Sinn lebst.

166. Schritt 63: Die Haarsträhnen der Erde übergeben
Nachdem Brihaspati, Savitar, Soma und Agni dem König Varuna die Haare geschnitten hatten, fanden sie auf vielfältige Weise für diese Haare eine Ruhestätte zwischen Himmel und Erde, den Wassern und dem Lichtraum.

167. Schritt 65: Dem Kind den Lebenssegen zusprechen
Dein heilsames Verdienst möge unversehrt bleiben; langes Leben, Anerkennung und Kraft seien dir geschenkt. Was in der Welt zu deinem wahren Wohl beiträgt, möge dir immer zuteilwerden.

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