Maria

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Maria, Mariam, Mirjam, Madonna, die Gottesgebärerin oder auch die Heilige Jungfrau Maria von Nazaret wird im neuen Testament als die Mutter von Jesus Christus von Nazaret erwähnt. Ihre Eltern, der Sankt Joachim und die Sankt Anna werden in der Bibel nicht aufgeführt, aber in einigen apokryphischen Schriften, wie zum Beispiel dem Protoevangelium von Jakobus wird über sie geschrieben. Maria lebte in der Stadt Nazaret in Galiläa zusammen mit ihrem Mann Josef und weiteren Angehörigen.

Rafael - Madonna Sixtina (1512-1514), eine der bekanntesten Darstellungen von Maria

Im Christentum wird die Heilige Jungfrau Maria als die Mutter von Jesus Christus verehrt. Auch im Koran wird Maria als jungfräuliche Mutter von Jesus Christus beschrieben und als einzige Frau namentlich erwähnt. Außerhalb der evangelischen Quellen wurde historisch gesehen praktisch nichts über die Eltern von Jesus Christus überliefert, weil nach der aktuellen Meinung der Forschung alle späteren Quellen vom neuen Testament abhängig waren. Die Existenz von Josef und Maria werden trotzdem von der Mehrheit als wahr angesehen und nicht bezweifelt.

Die Legende über Maria

Maria, die Mutter Gottes

Maria und Jesus

Maria folgte ihrem Sohn Jesus Christus während er predigte und die viereinhalb Jahre, die er Wunder vollbrachte, war sie gewöhnlich bei ihm. Sie war auch an seiner Seite, als man ihn kreuzigte und litt dabei mehr als jede andere Mutter. Am dritten Tag nach seiner Auferstehung tröstete Jesus seine Mutter und zeigte ihr seine Vollkommenheit. Danach blieb sie vierzig Tage bei den Freunden ihres Sohnes, bis sie am Auffahrttag zusammen mit den Jüngern sah, wie Jesus in den Himmel aufstieg. Danach ging sie mit den Jüngern und anderen Frauen nach Jerusalem in ein Haus, wo sie zusammen im Gebet versenkt blieben, bis zum heiligen Pfingsten. Ab dem Tag, an dem die zwölf Apostel in die Welt aufbrachen, blieb die Jungfrau Maria in dem Haus von Sankt Johannes und wohnte dort dreizehn Jahre, während derer sich Johannes mit all seiner Aufopferung um sie kümmerte.

Maria in Demut

Maria war stets um Tiefe in ihrem Gebet bemüht und fühlte sich verpflichtet, Gott zu dienen. Zu Mittag stand sie auf und begab sich zutiefst in göttliche Liebe und Andacht, beim Beten und Lesen. Sie kniete und weinte teilweise. Die heiligen Engel stiegen oft vom Himmel zu ihr herab und hoben sie von der Erde, so dass es Sankt Johannes sah. An jedem Tag ließ sie alles Gute Revue passieren, dass ihr lieber Sohn mit ihr geteilt hatte, und erinnerte sich daran, dass sie ihn neun Monde bei sich trug, und wie er ohne Schmerze geboren wurde.

Danach sprach ihr Pfleger Sankt Johannes täglich die Messe und gab ihr jeden Tag "Fronleichnam". Und wenn er nicht bei ihr sein konnte, dann befahl sie es jemand anderem. Und nach der Nachmittagsmesse gedachte sie bis zum Ende der Freuden, die im Himmel sind. Es heißt, sie hätte ihr Himmelbrot währenddessen von einem Engel bekommen. Andere Engel waren bei ihr, trösteten sie und dienten ihr. Und nachdem sie gegessen hatte, arbeitete sie mit zarten Händen im Tempel bis zur Nachtruhe. Dann hörte sie mit aller Arbeit auf und vertiefte sich ins Gebet, ins Lesen und in die innige Andacht, bis sie einschlief.

Die Jungfrau Maria trug ein Hemd unter ihrem Rock und über ihrem Rock einen Mantel, wie es damals üblich war. Ihre Kleider waren nicht besonders in Mode, aber niemand ärgerte sich darüber. Meistens trug sie einen reinen Schleier, der ihre Schultern bedeckte und ihr Haar verbarg. Auch trug sie einen Gürtel um den Leib und meistens ein paar Schuhe. Sie schlief auf Stroh und hatte ein kleines Kissen unter ihrem Kopf.

Dienst für die Gemeinde

Heilige Jungrau Maria und Jesus

Es gab einmal einen Einsiedler, der sich von ganzem Herzen wünschte, Maria zu treffen. Da hörte er eine Stimme, die zu ihm sprach: "Du sollst nach Jerusalem gehen, da wirst du das Angesicht meiner lieben Mutter sehen." Daraufhin kam der Einsiedler nach Jerusalem und fragte mit großem Ernst nach der Adresse von Maria. Sankt Johannes traf ihn und fragte ihn, was er wolle. Da sagte er ihm, dass er Gott gelobt hätte, die Mutter Maria von Angesicht zu Angesicht zu sehen, und fragte, wie er hieße. Da sprach Johannes: "Das will ich tun, wenn sie will. Wart bis zum Mittag, dann ist sie fertg mit ihrem Gebet."

Und als Maria von ihrem Gebet kam, da sprach Sankt Johannes zu ihr: "Du liebe Frau, dein Sohn, unser Herr Jesus Christus, hat einen Mann zu dir gesandt, und hat ihm gelobt, er solle dein Angesicht sehen." Da wandte sich Maria zu dem Einsiedler und sprach: "Nun sieh das Angesicht der Dienerin Gottes." Da war der Mann verzaubert von der überschwänglichen schönen Klarheit des Angesichts und wurde mit großer Freude erfüllt. Er spracht: "Mutter der Barmherzigkeit, wenn dein zartes Angesicht hier auf Erden also gnadenreich ist, wie gnadenreich wird es dann sein in den Ewigen Freuden?" Daraufhin dankte der Einsiedler Gott und Maria und ging wieder heim.

Nachdem Sankt Dionisus zum Christentum bekehrt wurde, kam er zu Sankt Johannes und bat ihn, dass auch er Maria, die Mutter Gottes, zu sehen bekäme. Da sprach er: "Sie ist jetzt in ihrem Gebet, ich lasse sie ungern jemand stören, bis zur Mittagszeit." Die Kammer von Maria blieb also versperrt, auch das Fenster, nur ein Tüchlein hing davor. Da war Sankt Dionisus etwas betrübt, denn er hätte sie gern gesehen. Da sprach Sankt Johannes: "Komm zu dem Fenster!" und hob ihm das Tuch auf und zeigte ihm dahinter Maria. Da sah er hinein und hörte die Engel darin singen, und sah ein großes Licht scheinen um das Angesicht von Maria, wie die klare Sonne. Die Engel boten ihr ihren Dienst an und setzten ihr eine schöne Krone auf. Ein edler Geruch ging von Marias Kammer aus, den Sankt Dionisus bemerkte und sich davon gekräftigt fühlte. Und nachdem er sie lange angesehen hatte, machte Johannes das Fenster wieder zu. Da sprach Dionisus zu ihm: "Du hast Glück, dass du sie sehen darfst, denn dadurch hast du immer genug vom Himmelreich hier auf der Erde."

Vorkunde des Todes

Als Maria zweiundsechzig Jahre als war, war sie allein in ihrer Herberge und hatte große Sehnsucht nach ihrem Sohn. Da sandte ihr Sohn den Erzengel Gabriel, der zu ihr sprach: "Gegrüßt seist du, Maria!" und ihr einen Palmzweig aus dem Paradies brachte, der sehr leuchtend war, wie der Morgenstern. Und der Engel sprach zu ihr: "Maria, dein Sohn hat deine Wünsche bemerkt und will dich zu den Ewigen Freuden nehmen, zu denen er dich einläd. Er selbst wartet auch auf dich und das ganze himmlische Heer mit ihm und diesen Palmzweig soll man vor deinem Sarg tragen." Da sprach Maria: "Über diese Botschaft bin ich vom Herzen froh, und ich begehre drei Dinge: 1. Das mein Sohn zu meinem Abschied kommt, 2. Das auch die zwölf Apostel kommen und 3. Dass ich keinen bösen Geist sehe." Da sprach der Engel: "Was du bittest, das wird dir gewährt von deinem Sohn." Und er flog davon.

Versammlung der zwölf Apostel

Michelangelos Pieta - eine der bekanntesten Darstellungen von Maria Magdalena mit Jesus

In derselben Stunde als Sankt Johannes in Ephesus zum Volk predigte erschallte Donner und Blitz am Himmel und bald kam eine schöne weiße Wolke, die Sankt Johannes emporhob, vor den Augen der Zuschauer, und ihn vor der Tür von Maria wieder absetzte. Also ging er ins Haus und grüßte sie. Da war sie froh und sprach: "Johannes, mein lieber Sohn, mein Kind mich eingeladen zu den ewigen Freuden zu kommen, und diese Palme, die soll man vor meinen Sarg tragen und legen, wenn ich gestorben bin." Als er hörte, dass die Mutter Gottes sterben würde, begann er innerlich zu weinen. Und als er mit ihr redete, da kam ein Engel überall in die Lande, und brachte die Jünger in einer hellen Wolke vor Marias Tür. Da fragte einer den anderen, ob er nicht wisse, warum sie an jenen Ort gesandt worden seien.

Da sprach Petrus zu Paulus: "Du bist ein auserwähltes Gefäß, darum sollst du Gott bitten, dass er uns zu erkennen gebe, was sein Wille ist." Dieser antwortete: "Das solltest du vielleicht lieber tun, weil du ein Führer in der Gruppe bist." Da sprach Sankt Peter: "Wir sollten alle Gott anrufen, dass er uns seinen Willen bekannt gibt." Das gefiel ihnen allen ganz gut, und während sie noch miteinander redeten, trat Johannes aus dem Haus und teilte ihnen mit, was Maria ihm gesagt hatte, nämlich, dass sie sterben würde. Das tat ihnen sehr leid. Danach gingen die zwölf Boten in das Haus, wo Maria sie fröhlich empfing. "Du bist gesegnet über allen Frauen von deinem Sohn, der Himmel und Erde erschaffen hat." Einige fielen vor ihr nieder und weinten sehr.

Tod von Maria

Maria Magdalenas Tod

Da sprach sie: "Gottes Segen, der sei mit euch und ihr sollt bei mir sein, wenn ich dahinscheide." Das taten sie gerne. Spät am dritten Tag kam Gott in einem großen Licht zu ihnen herab mit einem süßen Schall. Da fielen die zwölf Boten vor ihm nieder. Der Herr grüßte sie und sprach: "Liebe Brüder, Frieden sei mit euch!" Und sprach zu Maria: "Komm, meine liebe Mutter, des Himmels und der Erde, eine Königin, in mein Reich zu der ewigen Freude und Wonne."

Da sprach Maria: "Mein eigener Sohn, ich übergebe dir meinen Geist." Langsam neigte sie sich, und dann fuhr ihre Seele aus ihrem Körper, ohne jeden Schmerz, mit einer großen Süße. Da sahen die zwölf Apostel ihre Seele in unmäßiger Klarheit, und ihr Körper war so hell und leuchtend, dass ihn niemand mehr anschauen konnte, und er duftete nach Balsam und der Lilienblume. Da nahm unser lieber Herr seine Mutter seelenfreundlich in seinen Arm und sprach zu den Jüngern: "Ihr sollt den Leichnam meiner Mutter behüten und ihn nach Josaphat in das Tal tragen und ihr sollt dort auf mich warten bis zum dritten Tag, an dem ich dann wieder zu euch kommen werde."

Die Himmelfahrt von Maria

Mit diesen Worten fuhr Jesus Christus zusammen mit der Seele seiner Mutter und dem himmlischen Heer in den Himmel und dabei sangen sie dem Allmächtigen einen Lobgesang. Danach legten die zwölf Apostel den Leichnam von Maria auf eine Bahre. Sankt Johannes ging vor der Bahre und trug den Palmzweig, und die zwölf Boten trugen die Bahren und brennende Kerzen. Dabei sangen die Engel im Himmel einen neuen Gesang. Sie trugen die Frau zu einem neuen Grab und legten sie da rein. Dabei lobten sie Gott und blieben dort bis zum dritten Tag. An diesem Tag kam unser Herr mit seinen himmlischen Scharen vom Himmel herab und brachte die Seele wieder.

Er grüßte seine Jünger und sprach: "Es wäre unangemessen, wenn meine Mutter länger auf der Erde wäre. Ich will, dass sie eine Herrin ist über den Himmel und die Erde!" Und er gab die Seele dem Leichnam wieder und sprach: "Steh auf, meine liebe Mutter! Du sollst nicht länger hier sein, du musst mit mir fahren zu den ewigen Freuden!" Da stand Maria auf aus dem Grab und verneigte sich vor ihrem Sohn. Unser Herr segnete seine Jünger und fuhr mit seiner Mutter fröhlich in den Himmel mit dem ganzen himmlischen Heer in einem klaren Licht.

Dabei sangen sie einem lobreichen und süßen Gesang. Da wurde Maria erhöht über alle Chöre aller Engel und über alle Heiligen und wurde gekrönt zu einer Königin des Erd- und Himmelreichs und ihr Sohn setzte sie auf den Thron seiner göttlichen Majestät. So bekam sie die Macht über den Himmel und die Erde und den Schatz der Gnaden und die Schlüssel der Himmel, damit sie ewig mit ihm herrscht, mit Freude und Würde über alle Engel. Die heiligen zwölf Apostel zweifelten nicht daran. Es war Maria mit Leib und Seele in den Himmel gefahren. Danach führten die Engel die zwölf Apostel zurück in die Länder, aus denen sie gekommen waren.

Siehe auch

Weblinks

Literatur

  • Das Leben der Heiligen, eine Auswahl aus der ältesten deutschen Druckausgabe von Heiligenlegenden "Das Passional", Insel Verlag, 1986, S. 212 - 219.
  • Swami Sivananda: Die Kraft der Gedanken; Books. ISBN 3-922477-94-1
  • Swami Sivananda: Shrimad Bhagavad Gita, Erläuternder Text und Kommentar von Swami Sivananda; Mangalam Books. ISBN 3-922477-06-2
  • Swami Sivananda: Hatha-Yoga / Der sichere Weg zu guter Gesundheit, langem Leben und Erweckung der höheren Kräfte; Heinrich Schwab Verlag. ISBN 3-7964-0097-3
  • Swami Sivananda: Göttliche Erkenntnis; Mangalam Books. ISBN 3-922477-00-3
  • Swami Sivananda: Sadhana; Mangalam Books. ISBN 3-922477-07-0
  • Swami Sivananda: Autobiographie von Swami Sivananda; Bad Mainberg 1999. ISBN 3-931854-24-8

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