Viradha

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Viradha, ( Sanskrit विराध vi-rādha m. ) Widerstand, Belästigung, Name eines von Rāma erschlagenen Dämons; Opposition, Gegnerschaft; Dämon, der im Dandaka Wald lebte. Er war ein furchtbares menschenverzehrender Rakshasa, der Sohn von Kala und Satahrida. Durch seine Buße erhielt er von Brahma den Segen der Unverletzbarkeit. Es heißt, dass er "wie der Gipfel eines Berges war, er war ein menschenverzehrender, stimmgewaltiger, hohläugiger, großbauchiger, furchtbarer, gemeiner, langer, entstellter Dämon mit einen großen Mund und von schrecklichen Anblick. So trug er die Haut eines Tigers, war fetttriefend, von Blut benetzt, und für alle Kreaturen ungeheuerlich. Er war wie der Tod mit einem offenem Mund, er trug drei Löwen, vier Tiger, zwei Wölfe, zehn Rehe und den großen Kopf eines Elefanten in seinen Stoßzähnen. Er war von Fett verschmiert und auf einer eisernen Bergspitze schrie er mit gewaltiger Stimme".

Rama und Lakshmana kämpften mit ihm, doch ihre Pfeile gingen durch ihn hindurch und verletzten ihn nicht (Aranyakada, Sarga 3). Da Dämon hatte von Brahma die Gunst erlangt hatte, dass er durch keine Waffe getötet werden konnte, töteten die Brüder ihn, indem sie ihm die Arme brachen und ihn lebendig begruben. Als ihm die Arme gebrochen waren, bat er die Brüder, ihn frei zu lassen. In einem früheren Leben war er ein göttliches Wesen mit Namen Tumburu oder Agandharva und wurde von Kubera verwünscht, ein ängstlicher Dämon zu sein, bis zu dem Tag an dem er von Rama getötet werde. Die Brüder gruben ihn ein, und er kehrte zurück in sein früheres himmlisches Reich.

Rama und Lakshmana begraben Viradha bei lebendigem Leib.

Sukadev über Viradha

Niederschrift eines Vortragsvideos (2015) von Sukadev über Viradha

Viradha heißt Opposition und Gegnerschaft. Viradha ist auch der Name eines Dämons, den Rama beseitigt hat. Vielleicht noch ein paar Informationen über Viradha aus dem Buch von Martin Mittwede, "Spirituelles Wörterbuch“. Dort steht: "Viradha heißt Opposition und Gegnerschaft. Viradha ist aber auch der Name eines Dämons, der in schwerem Kampf von Rama und Lakshmana besiegt wurde. Da er die Gabe der Unverwundbarkeit erlangt hatte, wurde er lebendig begraben. An dieser Stelle erschien ein wunderschöner Gandharva, der verwunschen worden war und sich für seine Befreiung bei Rama bedankte.“

In dieser Geschichte von Viradha steckt eine Menge dahinter. Viradha, also zunächst mal ein Dämon, der Schlimmes getan hat, Schlimmes bewirkt hat. Menschen konnten nicht mit ihm umgehen, Gott musste gerufen werden, Rama manifestierte sich, Rama mit seinem Bruder Lakshmana. Rama besiegte dann diesen Dämon und dann wurde aus diesem Dämon ein Gandharva, ein himmlisches Wesen, ein Engelswesen. Da steckt eine ganze Menge dahinter.

Manchmal hast du äußere Gegner, die anscheinend dir das Leben schwer machen. Du kämpfst mit ihnen und du versuchst, sie zu besiegen, dir gelingt es nicht, diese Dämonen zu überwinden. Du betest zu Gott und dann spürst du, wie Gott hilft, dass diese äußeren Hindernisse, diese äußeren Gegnerschaften dir helfen, auf dem spirituellen Weg voranzukommen. Du erfährst plötzlich, dass dadurch, dass du diese Menschen oder diese Dinge oder diese Schwierigkeiten hattest, dich spirituell entwickeln konntest. So wird manchmal das, was wie Radha ist, also dein Gegner, zu einer Ursache, dass du zum Engel wirst.

Du kannst auch Dinge unterschiedlich interpretieren. Du kannst Viradhas als Gegner sehen, als Dämonen und dagegen kämpfen, und manchmal ist das notwendig, und manchmal kannst du sehen, da ist ein Engelswesen, das sich irgendwo verkleidet. Dann kannst du damit umgehen. Letztlich ist alles gut, letztlich ist alles Brahman und Atman. Aber manchmal ist dieses Brahman scheinbar verkehrt in etwas Schlimmes, manchmal ist das scheinbar Gute verkehrt.

Viradha heißt ja auch "verkehrt“, "Gegenteil“. Aber es bleibt immer noch Gandharva, Engel, in Verkleidung, selbst wenn es sich jetzt manifestiert als Asura. Du kannst aber auch etwas lernen, wie das Ganze vor sich gegangen ist. Zuerst haben die Menschen sich bemüht, gegen Viradha zu kämpfen. Es ist manchmal auch gut, zu kämpfen. Dann haben sie sich an Gott gewandt. Manchmal, wenn du nicht weiter kommst, musst du dich an Gott wenden. Schließlich kommt die Verwirklichung, dass das, wogegen du gekämpft hast, in Wahrheit in der Tiefe etwas Gutes war und dir hilft, dich zu entwickeln, und allen Beteiligten hilft und geholfen hat, sich zu entwickeln. Soweit zu Viradha, Gegnerschaft und Opposition, und die Bedeutung dieses Mythos um Viradha in der Ramayana.

Die Tötung von Viradha

Auszug aus der Übersetzung des Ramayana von Swami Sivananda, Divine Life Society, 1996.

Rama betrat den Dandaka Wald. Er sah dort die Einsiedeleien von Asketen. Die Einsiedler sagten zu ihm: "Du bist unser König, beschütze uns, das ist deine Pflicht. Wir haben unsere Leidenschaften überwunden, wir tun niemandem etwas zuleide. Wir werden durch Rakshasas drangsaliert. Sie töten Asketen und essen ihr Fleisch.“

Rama traf einen furchtbaren Rakshasa. Er stürzte sich auf Rama und Sita. Sein Name war Viradha. Sein Vater war Yuva, Shataprada war seine Mutter. Er hat viele Jahre lang Askese geübt und erhielt dafür eine Gunst von Brahma, die besagte, dass niemand in der Lage sein wird, ihn mit irgendeiner Waffe zu verletzen. Im Kampf brach Lakshmana den linke Arm des Monsters, Rama brach seinen rechten. Lakshmana warf ihn in eine Grube und trat mit seinem Fuß in seinen Nacken. Viradha sprach: "O Herr, ich sterbe jetzt, ich wurde wegen eines Fluchs zum Rakshasa. Mein wahrer Name ist Tumburu. Ich bin ein Gandharva. Ich habe einst Kubera beleidigt, und er hat mich verflucht. Ich habe ihn angefleht, den Fluch aufzuheben. Er sagte zu mir: "Einst wird Rama dich töten, danach wirst du deine frühere Form wiedererlangen.“

"O Herr, durch deine Gnade bin ich vom Fluch erlöst. Ich gehe jetzt zu Kubera zurück. Werft meinen Körper in einen Graben. Tote Rakshasas werden auf diese Weise begraben, das ist der Weg der Erlösung für uns.“ Sie entsprachen seiner Bitte. Lakshmana hob eine Grube aus und warf ihn hinein.

Siehe auch

Literatur

  • Ramayana
  • Swami Sivananda: Beauties of Ramayana Divine Life Society, 1996.
  • Ramayana
  • Dowson, John: A Classical Dictionary of Hindu Mythology and Religion – Geography, History and Religion; D.K.Printworld Ltd., New Delhi, India, 2005

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