Typhus

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Typhus (abgeleitet vom griechischen typhos- Nebel, Rauch, Dunst, Dampf; im übertragenen Sinne als Schwindel, benebelter Geisteszustand zu deuten) ist eine schwere bakterielle Infektion. Sie wird meist durch verseuchtes Trinkwasser und Nahrungsmittel verursacht. Die Erkrankung zeigt sich zunächst durch Bauchschmerzen, Übelkeit und Fieber. Es kann aber auch Komplikationen geben: Hirnhautentzündung oder Perforation des Darmes. Man kann die Krankheit durch Antibiotika behandeln, eine Impfung ist möglich. Südamerika, Afrika und Südostasien sind heutzutage Risikogebiete. [1]

Sivananda zu Typhus

Swami Sivananda über Typhus

Auszug aus dem Buch "Practice of Nature Cure" (1951) von Swami Sivananda,S.234-237. Divine Life Society

Typhus ist eine Erkrankung des Darms, auch bekannt als Darmfieber. Das Fieber ist tückisch und dauerhaft. Die Symptome im Bauchraum gehen auf die Bildung von Geschwüren im Darm zurück. Es kommt zu Hautausschlag, die Dauer ist ungewiss, es kann zu Rückfällen kommen. Kleine Drüsen im Dick- und Dünndarm entzünden sich.

Typhus entwickelt sich in einem Körper, in dem sich viele Giftstoffen und faulendes Material im Darm angesammelt haben. Menschen leiden aufgrund ihrer schlechten Lebensweise unter Verstopfung. Die Fäkalien zersetzen sich und weiche Materialien sammeln sich im Darm an. Wenn man Fleisch isst, dann zersetzt sich diese Nahrung und fault sofort im Darm. Die Keime von Typhus blühen in diesem sich zersetzenden Material. Die Keime sind harmlos ohne diesen Nährboden.

Alle mit Abwasser in Häusern und Dörfern verbundenen ungesunden Zustände sind die Hauptursache für die Verbreitung der Krankheit. Das Beste, was man tun kann, ist der Verunreinigung von Wasser, Nahrung, Milch usw. durch persönliche Reinlichkeit und die Suche nach möglichen Keimquellen vorzubeugen.

Mücken können die Krankheit übertragen, wenn sie sich zwischen den nicht abgedeckten Fäkalien und den Speisen bewegen. Die Krankheit kann sich auch über Staub im Wind ausbreiten. Das kann über direkten Kontakt, über verschmutzte Kleidung oder andere verschmutzte Gegenstände des Patienten geschehen.

Die Ausscheidungen können auf Wasserstellen treffen und sie kontaminieren. Es gibt Menschen, die gegen Typhus immun sind. Die Keime sind in ihrem Stuhl. Solche Menschen sind Träger der Krankheit. Sie verbreiten die Krankheit. Die Menschen, die von der Krankheit genesen, werden auch zu Trägern der Krankheit. Die Inkubationszeit beträgt üblicherweise zehn bis vierzehn Tage.

Symptome

Ein generelles Gefühl von Trägheit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Appetitverlust und Schmerzen in den Gliedmaßen sind die Symptome während der Inkubationszeit. Dann steigt die Temperatur. In der ersten Woche erfolgt der Temperaturanstieg stufenweise, jeden Tag etwas höher. Die Temperatur steigt im Laufe des Tages, am Morgen ist sie niedriger.

Die Zunge ist belegt. Es kommt zu häufigem Durchfall. Der Stuhlgang hat die Farbe von Erbsensuppe. In der ersten Woche erscheinen rote Flecke auf dem Bauch und auf der Brust.

In der zweiten Woche bleibt die Temperatur bei 40 Grad. Am Morgen ist die Temperatur etwas niedriger. In ernsten Fällen manifestiert sich das Typhus-Stadium. Der Patient versinkt im Delirium. Die Augen sinken ein, die Hände zittern. Das kann zu Herzfehlern, Koma oder zum Tod führen.

In der dritten Woche sinkt die Temperatur. Besserung tritt ein, vor allem morgens. In der vierten Woche beginnt die Genesung, und die Temperatur mormalisiert sich.

Behandlung

Vollständige Bettruhe ist notwendig. Sorgfältige Betreuung ist noch wichtiger. Überlasse den Patienten der Natur und erhalte seine Kraft. Man kann einen Einlauf mit geringem Druck machen durch eine Darmdusche.Arjuna und Knoblauch sind sehr nützlich. Ein oder zwei Mal täglich tupfe den Patienten mit einem warmen Schwamm ab. Halte den Mund sauber, indem du ihn mit Salzwasser gurgeln lässt. Leichte Bewegungen sind gut gegen die Geschwüre, die sich im Darm gebildet haben. Jedes Zucken kann fatal sein. Selbst im Bett sollte man sich nicht bewegen.

Wund gelegenen Stellen kann man vorbeugen, indem man den Rücken mit Brennspiritus einreibt. Weiche Kissen oder Luftkissen können benutzt werden, um Druck von den Stellen zu nehmen, wo die Haut schwach ist. Der Gebrauch einer Bettpfanne ist unumgänglich.Hohe Temperatur bei Typhus ist schlecht. Sie sollte gesenkt werden. Eisbeutel sollten auf Nacken und Kopf gelegt werden. Eisbeutel können bis zu einer Stunde aufliegen, dann sollte eine Pause erfolgen, dann legt man wieder Eisbeutel auf. Bei einer Temperatur von 40 Grad oder höher sind Eisbeutel notwendig.

Gib dem Patienten viel Wasser zu trinken. Wasser spült den Körper durch und sorgt für die Ausscheidung des Gifts. Lauwarme Packungen und Tupfen mit einem warmem Schwamm sind auch gut. Fasten ist hilfreich und sehr effektiv. Gerste mit Glukose ist gut. Man kann täglich 120 g mit Wasser verdünnte Glukose trinken. Obstsaft ist gut. Während der Genesung sollte man kein Obst essen, das Rückstände hinterlässt.

Während dieser Zeit sollte man keine feste Nahrung zu sich nehmen. Wenn man zu früh feste Nahrung zu sich nimmt, können die Wände des Dünndarms durchbohrt werden. Die Folgen sind fatal.Typhus-Patienten brauchen eine lange und sorgfältige Betreuung, bis sie vollständig genesen sind.

Siehe auch

Fußnoten

  1. Tropeninstitut: Typhus

Literatur

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