Jammern

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Jammern - Gedanken und Überlegungen. Jammern bedeutet wehklagen, sich über etwas beschweren, sich sorgen, sein Los beklagen. Man kann auch sagen: Jemand oder etwas jammert mich, d.h. er oder es erregt mein Mitleid. So kann auch das Elend eines Menschen Mitleid erregen. Jammern hat aber auch eine abfällige Konnotation. Man kann jemandem sagen: "Hör auf zu jammern, deine Jammerei geht mir auf die Nerven."

Lachen ist die beste Medizin, manchmal auch hilfreich bei Jammern

Hilft Jammern bei drohender Depression?

Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz

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Die Frage ist, hilft Jammern bei drohender Depression? Da kann man unterschiedlicher Meinung sein. Meine Überlegung ist, manchmal ist Jammern gut, manchmal ist Jammern nicht so gut. Wann ist Jammern gut? Also z.B. angenommen, Du bist jemand, der immer alles selbst machen will. Du bist jemand, der denkt, ich kriege alles alleine hin. Da kann es hilfreich sein, auch mal zu jammern. Dann werden Dir andere Menschen helfen.

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Wenn Du mit anderen Menschen sprichst, wenn Du an anderen Menschen denkst, wenn Du Dich verbindest mit anderen Menschen, dann bekommst Du Hilfe von anderen Menschen. Geteiltes Leid ist halbes Leid und mit anderen Menschen erkennst Du, dass Du irgendwo Hilfe brauchst, da ist es auch hilfreich, wenn sie wissen, dass es Dir nicht so gut geht. Daher, Jammern kann durchaus hilfreich sein.

Gibt zu, wenn du hilfe brauchst

Wenn es Dir also nicht gut geht, brauchst Du nicht den starken Mann, die starke Frau zu markieren. Sondern, gib offen zu, ja, mir geht es nicht so gut. Ja, ich kann Hilfe gebrauchen. Wenn Du mir helfen kannst, dann wäre ich Dir dankbar. So kannst Du durchaus selbst zugeben und sagen, ich kann Hilfe gebrauchen. Geteiltes Leid ist halbes Leid.

Wenn es Dir nicht so gut geht, überlege, bist Du jemand, der aus Angst davor, als Jammerer dargestellt zu werden, vielleicht Dein Leid nicht ausreichend anderen mitteilst. Vielleicht bist Du jemand, der/die ständig versucht, immer stark zu sein. Du musst nicht stark erscheinen. Du kannst Dein Leid mit anderen teilen, und sie werden Dir helfen.

In diesem Sinne überlege, ob Du soziale Unterstützung, Unterstützung von Freunden, Bekannten, Kollegen, Familie, Partner, Partnerin, Kinder, Eltern, den Geschwister usw bekommen kannst, indem Du auch mal jammerst.

Aber ständiges Jammern ist auch nicht gut

Aber, wenn Du ständig jammerst, das ständige Jammern kann Dich auch in eine Depressivität hinein bringen. Ständig die negativen Seiten des Lebens zu sehen, das verstärkt diese. Deshalb, schaue auch die positiven Aspekte an. Sprich auch darüber. Frage andere, was gut in ihrem Leben ist. Erzähle auch selbst, was ist gut in Deinem Leben ist.

Wofür bist du dankbar? Eine Frage die hilft

In Amerika gibt es das Sprichwort "count your blessings". Zähle seine Segenswünsche auf oder Deine Segnungen. All das Großartige ist in Deinem Leben. Auch das ist Teil Deines Lebens. Und wenn Du Dir der guten Dinge bewusst wirst kannst Du auch aus einer Niedergeschlagenheit heraus kommen. Also die Doppelempfehlung: Wenn es Dir wirklich schlecht geht, dann lass andere auch darüber wissen, so bekommst Du Unterstützung. Aber jammere nicht ständig im Alltag, sondern bemühe Dich auch, die Dinge von ihrer positiven Seite aus zu sehen.

Statt Gejammere zu hören, lenke Gespräche zum Positiven

Höre Dir auch nicht ständig das Gejammere anderer an, sondern sorge dafür, dass Du auch die positiven Dinge im Leben siehst. Du kannst auch selbst andere darum bitten. Was hast Du heute schönes erlebt? Was war heute besonders toll? Was hast Du heute geleistet? Wenn Du solche Fragen stellst, bekommst Du von anderen auch das Gegenteil von Jammern.

Und Du selbst kannst auch sagen: "Du ich möchte Dir sagen, was ich heute schönes erlebt habe." Du könntest sogar mit Deinem Partner / Deiner Partnerin oder Deiner besten Freundin verabreden, dass ihr euch gegenseitig erzählt, was ihr heute gemacht habt, tolles erlebt habt und was heute so großartig war. Raus aus der Jammerfalle. Und dann wird manchmal, wenn es wirklich nicht so gut ist, das Jammern hilfreich sein können.

Das waren ein paar Gedanken zum Thema "Hilft Jammern bei drohender Depression"? Und diese Doppelantwort ist, manchmal ja und manchmal nein. Mehr Informationen, Umgang mit Depressionen, Umgang mit drohender Depression, Depressivität auf unseren Internetseiten www.yoga-vidya.de.

Umgang mit Jammern anderer

Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz

Vielleicht gibt es in deiner Umgebung jemanden, der ständig jammert. Und dieses Jammern nervt dich. Du findest, man sollte immer optimistisch und fröhlich sein, die positive Seite der Dinge sehen, und andere jammern immer. Was kannst du tun?

Zum einen kannst du dich von der Diktatur des positiven Denkens befreien. Menschen müssen nicht ständig nur positiv sein. Für manche ist es einfach nur notwendig dass sie jammern. Wenn jemand jammern will über das was alles zu tun ist, soll er es doch tun. Hauptsache er oder sie tut das was zu tun ist und manchmal wollen Menschen erst jammern, wollen ihren Unmut kundtun und dann legen sie los. Wenn sie nachher etwas erreicht haben, dann freuen sie sich und ziehen daraus das Selbstwertgefühl.

Also, wenn es zu Menschen in deiner Umgebung einfach dazugehört, dass sie mal jammern, aber ansonsten tun sie was sie zu tun ist, dann ist doch alles in Ordnung. Manchmal ist jammern aber auch ein Zeichen, dass Menschen nicht gehört werden. Vielleicht solltest du irgendwo etwas koordinieren wo jeder etwas sagen kann, eine Kreisrunde hat sich dafür bewährt. Alle sitzen in einem Kreis oder an einem großen Tisch und dann sagt jeder etwas. Wenn jeder die Gelegenheit hat seine Vorstellungen, Ideen, seine Bedenken auszudrücken und er dafür gewürdigt wird, vielleicht seine Bedenken sogar notiert werden. Und wenn man nachher darüber spricht, wie man mit diesen berechtigten Anliegen und Bedenken umgeht, dann brauchen Menschen nicht mehr so zu jammern. Also beim kollektiven jammern, ist das vielleicht ein Zeichen, dass Menschen nicht ausführlich gehört werden. Vielleicht schaffst du es irgendeine Form zu finden, wo jeder mal gehört wird.

Jammern in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Jammern gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Jammern - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Jammern sind zum Beispiel verzweifeln, lamentieren, klagen, .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Antonyme Jammern - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Jammern sind zum Beispiel freuen, lachen, genießen, begeistern, . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Jammern, die eine positive Konnotation haben:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Jammern stehen:

Eigenschaftsgruppe

Jammern kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Jammern sind zum Beispiel das Adjektiv jämmerlich, das Verb jammern, sowie das Substantiv Jammerer.

Wer Jammern hat, der ist jämmerlich beziehungsweise ein Jammerer.

Siehe auch

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