Godavari

Aus Yogawiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

1.Godavari (Sanskrit: गोदावरी Godāvarī f.) Name des, nach Gaṅgā, zweitlängsten Flusses Indiens; Godavari, manchmal auch geschrieben Godaveri, ist ein heiliger Fluss im Osten Indiens, in Südindien. Wofür aber steht das Wort Godaveri/Godavari? Godavari heißt als Sanskrit Begriff "der Fluss, der Wasser und Wohlstand bringt". Godavari ist auch ein spiritueller Name. Der folgende Vortrag von und mit Sukadev Bretz ist Teil des Yoga Vidya Lexikons zu Yoga, Meditation, Ayurveda, indischer Philosophie, indischer Mythologie und Spiritualität.

2.Godavari, (Sanskrit गोदावरी godāvarī f), ist ein Spiritueller Name und bedeutet Name eines Flusses in Mittelindie. Godavari kann Aspirantinnen gegeben werden mit Soham Mantra.

Sukadev über Godavari

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Godavari

Godavari ist der Name eines indischen Flusses. Godavari heißt „Wohlstand gebend“, heißt „Wasser bringend“, ist einer der sieben heiligen Flüsse. Godavari ist auch ein beliebter spiritueller Name, denn die heiligen Flüsse sind eben auch Manifestationen von göttlichen Kräften. So ist Ganga, der Fluss Ganges, auch Sitz von Ganga Devi, also der Göttin Ganga. Und genauso ist Godavari zum einen der Fluss, zum anderen aber auch eine Flussgöttin und eine Manifestation der göttlichen Mutter. Godavari, also Wasser bringend, Wohlstand gebend, Name eines südindischen Flusses, gehört auch zu den sieben heiligen Reinigungsenergien. Es gibt ja dieses Achmanya Mantra, das lautet: „Om Gange Cha Yamune Chaiva Godavari Saraswati Narmade Sindhu Kaveri Namastubhyam Namo Namah.“ In dieser Hymne werden zum einen alle sieben heiligen Flüsse verehrt, darunter Godavari, aber es werden nicht wirklich die sieben Flüsse verehrt, sondern die sieben Flüsse stehen auch für sieben heilige Reinigungsenergien. Und Godavari ist eine davon.

Wenn du dieses Achmanya Mantra rezitierst, kannst du dir auch vorstellen, dass sieben heilige Ströme dich durchfließen, dich ganz reinigen und dich verbinden mit göttlichem Segen. Auch dafür stehen die Flüsse, als göttlicher Segen. Flüsse gehören ja zu den verschiedenen Teilen in der Natur, die für die Inder göttlichen Ursprungs sind und Manifestationen göttlichen Ursprungs. Letztlich sind der klassische Hinduismus und damit auch die Urformen des Yoga Naturspiritualität, Gott wird verehrt in der Natur. Und gerade die älteren Schriften erwähnen gar nichts von Tempeln, noch nicht mal von Tempel-Murtis, also von heiligen Figuren, so wie hier diese wunderschöne Krishna und Radha Murti. Sie waren im indischen Altertum unbekannt. Gott wurde verehrt in den Naturkräften. Gott wurde verehrt in Flüssen, Gott wurde verehrt in heiligen Bäumen, Gott wurde verehrt in Giris, in heiligen Bergen, Gott wurde verehrt in Quellen und in Tälern und im Meer. Und so wurde er auch im besonderen Maße verehrt im Feuer, in Agni, und in den Naturgewalten. Er wurde besonders verehrt in heiligen Flüssen, darunter Godavari.

Übrigens, es ist interessant, wie die Verehrung Gottes mit Murtis in Indien höchstwahrscheinlich historisch entstand. Die alten Griechen haben Teile von Nordwestindien erobert, also das Indus-Tal, und haben dort die griechische Kultur eingeführt um 300 v.Chr. Dabei haben sie auch ihre griechischen Götter in Form von großen Steinfiguren dargestellt. Die Buddhisten haben das übernommen und haben dann Buddha so dargestellt wie die griechischen Götter.

Das haben dann auch die anderen in Indien übernommen und so gibt es die ersten größeren Darstellungen von Shiva, Vishnu, Krishna usw. erst ein paar hundert Jahre vor Christus. Und das hat sich dann weiter entwickelt, weil man festgestellt hat, dass sich die Energie in den Murtis gut ansammeln kann. Man hat festgestellt, bestimmte Materialien haben die Eigenschaft, dass das Prana, die Lebensenergie, sich dort gut hält. Man hat Prana Pratishta Zeremonien gemacht, wo die Murtis, also die Götterfiguren, mit Prana ausgestattet werden und wo die Götterfigur wie zu einem Kanal wird, durch den göttliche Energie durchfließen und den Bhakta, den Gottesverehrer, durchdringen kann.

Bis heute bleibt es aber auch dabei, dass Gott besonders gut verehrt werden kann in der Natur, über Flüsse, wie Godavari, über Berge, über Himmel, über Pflanzen, Bäume usw. Godavari – Wasser schenkend, Reichtum spendend, Name eines südindischen Flusses.


Die sieben heiligen Flüsse im Hinduismus (Saptasindhavas)



Der spirituelle Name Godavari

Godavari ist ein spiritueller Name für Meditierende mit Soham Mantra

Der spirituelle Name Godavari. Godavari heißt: Diejenige, die Wasser bringt und auch diejenige, die Wohlstand bringt. Godavari ist auch der Name eines Flusses in Südindien. Wenn Du Godavari heißt, dann soll das heißen: Du weißt, Gott gibt Dir Wohlstand, Gott gibt Dir alles, was Du brauchst und Du willst auch für Andere da sein. Du willst anderen helfen und dienen. So wie in Indien Flüsse das ganze Land bewässern, so, dass Menschen davon leben können, so möchtest auch Du eine positive Kraft in dem Leben anderer sein. Und so wie ein Fluss immer fließt und nichts beständig ist, so weißt Du auch, der Fluss des Lebens geht immer weiter, nichts ist beständig. Du brauchst Dich an nichts festzuhalten. Und so, wie ein Fluss letztlich irgendwann im Meer landet, so ähnlich weißt Du, irgendwann wirst Du im Ozean des reines Bewusstseins wieder landen aus dem Du letztlich kommst. Du kommst aus Gott, Du bist in Gott, Du wirst verschmelzen in Gott. Und auf dem Weg dorthin kannst Du einiges Gutes bewirken.

Ähnliche Spirituelle Namen

Siehe auch


Literatur

Weblinks

Seminare

27. Aug 2017 - 01. Sep 2017 - Lerne Harmonium und Kirtan im klassischen indischen Stil
Dies ist eine großartige einzigartige Gelegenheit, von einem professionellen indischen Nada-Meister und Sanskritgelehrten Kirtans und Mantras m klassischen indischen Stil zu lernen. Du lernst- Kir…
Ram Vakkalanka,
10. Nov 2017 - 12. Nov 2017 - Sanskrit
Du lernst die Grundprinzipien für die korrekte Aussprache von Mantras und von häufigen Yoga Fachbegriffen, den Aufbau des Sanskrit-Alphabets und die Schriftzeichen (Devanagari). So ist dieses Woc…
Dr. phil. Oliver Hahn,