Animalische Liebe

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Animalische Liebe ist ungezügelte, leidenschaftliche Liebe. Der Ausdruck animalische Liebe wird meist im Kontext mit sexueller Liebe gebraucht: Im Ausdruck animalische Liebe schwingt Bewunderung, aber auch Angst mit: Animalische Liebe ist ungezügelt, urpsrünglich.

Darstellung des Geschlechtsverkehrs aus dem Kamasutra

Herkunft des Ausdrucks animalische Liebe

Animalische Liebe kommt vom Lateinischen Animal, Tier. Animalische Liebe ist also tierische Liebe. Tiere haben keine oder nur eine rudimentäre Vernunft: Wenn sie einen Wunsch haben, geben sie diesem ganz spontan nach, ohne lange über die Folgen zu denken. Sie leben ihren Wunsch so aus, wie sie es von innen her spüren.

Animalische Liebe und Ethik

Stehendes Liebespaar - Otto Müller

Animalische Liebe ist also eine Liebe bzw. eine Sexualität, wie sie Tiere haben: Leidenschaftliche Liebe, spontane Liebe, eine Liebe, die ganz im hier und jetzt ist. Animalische Liebe heißt auch Liebe ohne Steuerung der Ethik - und kann daher auch zu großem Leid führen.

Animalische Liebe kann belebend wirken, aus Erstarrungen lösen, Energien zum Fließen bringen. Bevor man aber die Kontrolle durch Vernunft und Werte über seine Triebe aufgibt, gilt es den Kontext zu beachten. Auch bei animalischer Liebe gilt das Prinzip von Ahimsa, Nichtverletzen, sowie Brahmacharya, verstanden im Sinne von Vermeiden von sexuellem Fehlverhalten.

Animalische Liebe in der Ehe

Wenn Ehepartner bemerken, dass beim Sex nicht mehr viel läuft, können sie sich vornehmen, mehr Kontakt zu ihren Trieben zu bekommen. Sie können sich absprechen, dass sie einfach dem folgen, was die Triebe, die Instinkte ihnen vorgeben. Eventuell bricht es dann aus den Partnern hervor - eine animalische Liebe füllt die Sexualität wieder mit neuer Kraft und Frische.

Hilfreich ist aber auch, ein "Notfall-Wort" zu vereinbaren, z.B. "Stopp". Wenn ein Partner etwas nicht will, was der andere in der Inszenierung der animalischen Liebe macht, sollte er einfach "Stopp" sagen - und der andere hört auf. Es ist wichtig, wirklich auszumachen, welches Wort zum Aufhören führen soll. Denn ansonsten ist ja gerade der Reiz der animalischen Liebe, dass man sich gehen lässt, nicht darüber nachdenkt, was angemessen ist, was der andere mag oder nicht mag.

Natürlich kann animalische Liebe nur ein Aspekt der sexuellen Liebe sein. Zärtliche Liebe, einfühlsame Liebe ist das, was die meisten Paare langfristig lieber haben.

Siehe auch

Literatur

  • Stephan Hachtmann, Berührt vom Klang der Liebe: Wege zum Herzensgebet (2012)
  • Thich Nhat Hanh, Jesus und Buddha - Ein Dialog der Liebe (2010)
  • Johannes XXIII., Das Herz muss voll Liebe sein (2013)
  • Ayya Khema, Das Größte ist die Liebe: Die Bergpredigt und das Hohelied der Liebe aus buddhistischer Sicht (2009)
  • John Ortberg u.a., Die Liebe, nach der du dich sehnst: Vom Kopf ins Herz - Gottes Liebe fühlen lernen (2001)
  • Swami Sivananda, Göttliche Erkenntnis (2001)

Weblinks

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