Muni

Aus Yogawiki
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Muni (Sanskrit: मुनि muni m.) ein Begeisterter, Verzückter, Heiliger, Weiser, Asket, Seher (insbesondere einer, der ein Schweigegelübde abgelegt hat); ein Frommer, Gelehrter, Heiliger mit höherem Bewusstseinszustand; Turibaum (Agasti); Buchanania lanzam (Priyala); Malabar-Lackbaum (Palasha); Katappenbaum (Inguda); Mangobaum (Amra); Beifuß (Damanaka); Betelnusspalme (Puga); (Pl.:) die sieben Sterne des Großen Bären (Saptarshi). Muni ist auch ein Ehrentitel für Rishis und Verfasser bedeutender Texte. Nicht alle Munis haben ihre erlangten Kräfte nur positiv eingesetzt, darum ist Muni nicht unbedingt gleichzusetzen mit einem Befreiten.


Sukadev über Muni

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Muni

Muni ist einer der vielen Ausdrücke für Menschen, die auf dem spirituellen Weg voranschreiten. Wobei Muni eine spezielle Klasse von Heiligen und Weisen ist, es sind nämlich Asketen. Bei einem Muni geht man davon aus, dass er nicht in der normalen Welt lebt. Es gibt auch Heilige und Weise, die in der normalen Welt leben. Ähnlich gibt es z.B. Janaka oder auch Inkarnationen Gottes, wie Rama oder Krishna oder so viele andere Heilige und Weise. Ein Muni ist jetzt jemand, der eher im Wald lebt, der im Unterschied zu einem Sadhu – ein Sadhu ist ein Wandermönch – jemand ist, der eher an einem Ort ist.

Ein Muni hat einen Ashram, also einen Ort, wo er lebt. Vielleicht hat er eine Mata, eine Klause, wo er lebt. Oder er lebt im Wald unter freiem Himmel. Aber ein Muni ist dann auch nicht irgendjemand, der das macht, denn das wäre ja einfach, sondern ein Muni ist jemand, der es auch zu etwas gebracht hat, wenn man so sagen kann, es dazu gebracht hat, einiges loszulassen. Also, ein Muni ist ein Weiser, ein Heiliger, ein Asket, typischerweise jemand, der nicht in Städten wohnt, sondern eher im Wald, in einer Einsiedelei, in einer Hütte lebt und dabei höhere Kräfte kultiviert hat.

Von Munis, von denen in den Schriften die Rede ist, heißt es, dass sie auch Siddhis haben, besondere Fähigkeiten. Menschen gehen zu den Munis, um Heilung zu erfahren, um Trost zu finden, spirituelles Wissen zu bekommen. Und sie geben ihnen dann auch etwas, damit sie überleben können, also einfache Nahrung. Muni hängt auch etwas mit Mauna zusammen, obgleich der, der Stille hält, ein Mauni ist. Aber Muni heißt auch, derjenige, der in der Lage ist, seinen Geist ganz in die Stille zu führen, derjenige, der in der Lage ist, ganz in die innere Ruhe zu gehen.

Siehe auch

Weblinks

Seminare

Bhakti Yoga

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Indische Schriften

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Meditation

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