Kshama Mantras - Mantras für Vergebung: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Kshama]] Mantras - Mantras für Vergebung: In seinem Buch mit dem Titel ''Bliss Divine'' (Göttliche Glückseligkeit) fordert [[Swami Sivananda]] uns auf, uns nicht zu schämen, zu gestehen, dass wir im Unrecht waren. Wenn wir unsere bösen Handlungen bekennen, haben wir jetzt mehr Verstand als vorher, um unseren Fehler zu erkennen. Wenn wir unsere falschen Taten bekennen, beginnen wir unsere Reise zur Emanzipation. Er sagt, dass sogar ein böser Mensch durch Reue, Gebet und Meditation Gemeinschaft mit Gott haben kann. Siehe auch [[Kshama]] in Yogawiki.
[[Kshama]] Mantras - Mantras für Vergebung: [[Kshama]] ([[IAST]]:kṣamā; [[Devanagari]]:क्षमा) bedeutet [[Vergebung]] in [[Sanskrit]]. In seinem Buch mit dem Titel ''Bliss Divine'' (Göttliche Glückseligkeit) fordert [[Swami Sivananda]] uns auf, uns nicht zu schämen, zu gestehen, dass wir im Unrecht waren. Wenn wir unsere bösen [[Handlung]]en bekennen, haben wir jetzt mehr Verstand als vorher, um unseren Fehler zu erkennen. Wenn wir unsere falschen Taten bekennen, beginnen wir unsere Reise zur [[Emanzipation]]. Er sagt, dass sogar ein böser Mensch durch [[Reue]], [[Gebet]] und [[Meditation]] Gemeinschaft mit [[Gott]] haben kann. Siehe auch [[Kshama]] in Yogawiki.


==Hier sind ein paar Kshama Mantras aus verschiedenen Quellen in [[IAST]] und in [[Devanagari]] Schrift:==
==[[Kshama]] [[Mantra]]s aus verschiedenen Quellen in [[IAST]] und in [[Devanagari]]-Schrift:==


'''Strophe 16 (letzte Strophe) des Shiva Aparadha Kshamapana Stotra von [[Adi]] [[Shankaracharya]]:'''
'''1) Strophe 16 (letzte Strophe) des Shiva Aparadha Kshamapana Stotra (wird [[Adi]] [[Shankaracharya]] zugeschrieben):'''


:karacaraṇa kṛtaṃ vākkāyajaṃ karmajaṃ vā|
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'''Strophe 3 Kapitel 16 aus der Bhagavad Gita:'''
'''2) Strophe 3 Kapitel 16 aus der Bhagavad Gita:'''


:teja: kṣamā dhṛti: śaucamadrohonātimānitā |
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'''Übersetzung:''' Stärke, Versöhnlichkeit, seelische Kraft, Reinheit, Fehlen von Haß, Fehlen von Stolz - diese besitzt ein Mensch, der für einen göttlichen Zustand beforen ist, Oh [[Arjuna]].
'''Übersetzung:''' Stärke, Versöhnlichkeit, seelische Kraft, Reinheit, Fehlen von Haß, Fehlen von Stolz - diese besitzt ein Mensch, der für einen göttlichen Zustand beforen ist, Oh [[Arjuna]].


Erläuterung:  [[Tejas]]; Stärke, [[Energie]], Strahlen und Glänzen der Haut.  Der Suchende, der die Absicht hat, die Rettung zur erlangen, geht am spirituellen Weg kühn voran.  Nichts kann ihn in Versuchung führen oder seinen Fortschritt verzögern.  Sein ununterbrochenes Fortschreiten zur Verwirklichung des Selbst oder des Absoluten ist Glanz.  Er überwindet das nach unten ziehende [[Tamas]].
'''Erläuterung:''' [[Tejas]]; Stärke, [[Energie]], Strahlen und Glänzen der Haut.  Der Suchende, der die Absicht hat, die Rettung zur erlangen, geht am spirituellen Weg kühn voran.  Nichts kann ihn in Versuchung führen oder seinen Fortschritt verzögern.  Sein ununterbrochenes Fortschreiten zur Verwirklichung des Selbst oder des Absoluten ist Glanz.  Er überwindet das nach unten ziehende [[Tamas]].
 
'''[[Kshama]]''': Versöhnlichkeit.  Wer diese Tugend besitzt, zeigt keinen Zorn, wenn man ihn beleidigt, beschimpft oder schlägt, auch wenn er stark genug ist, un sich zu rächen.  Beleidigung und Verletzung berühren ihn nicht.
'''[[Kshama]]''': Versöhnlichkeit.  Wer diese Tugend besitzt, zeigt keinen Zorn, wenn man ihn beleidigt, beschimpft oder schlägt, auch wenn er stark genug ist, un sich zu rächen.  Beleidigung und Verletzung berühren ihn nicht.
'''[[Dhriti]]''': Der Weise nimmt alles Unglück in sich auf.  Er ist fest, auch in sehr widrigen und schwierigen Situationen: das ist eine besonders sattvige [[Vritti]], ein Geisteszustand, der Niedergeschlagenheit oder Erschöpfung von Körper und Sinnen beseitigt, wenn diese nach unten sinken.  Ein Suchender, der diese göttliche Eigenschaft besitzt, ist niemals entmutigt, auch nicht unter schweren Prüfungen, Schwierigkeiten oder Widrigkeiten.  Dhriti ist ein göttliches ''Stärkungsmittel'' (ein Tonikum), wenn Körper und Sinne in einem niedergeschlagenen Zustand oder in Verzweiflung sind.
'''[[Dhriti]]''': Der Weise nimmt alles Unglück in sich auf.  Er ist fest, auch in sehr widrigen und schwierigen Situationen: das ist eine besonders sattvige [[Vritti]], ein Geisteszustand, der Niedergeschlagenheit oder Erschöpfung von Körper und Sinnen beseitigt, wenn diese nach unten sinken.  Ein Suchender, der diese göttliche Eigenschaft besitzt, ist niemals entmutigt, auch nicht unter schweren Prüfungen, Schwierigkeiten oder Widrigkeiten.  Dhriti ist ein göttliches ''Stärkungsmittel'' (ein Tonikum), wenn Körper und Sinne in einem niedergeschlagenen Zustand oder in Verzweiflung sind.
'''[[Shaucha]]m:''' Reinheit.  Es gibt zwei Arten, nämlich äußerlich und innerlich.  Die äußere Reinheit wird erreicht mit Erde und Wasser, [[Geist]] und Herz (der Verstand) werden von Maya (Täuschung, Lust, Zorn, Gier, Stolz, Eifersucht, Heuchelei, Zu- und Abneigungen) befreit durch Einhalten des Zölibats, Versöhnlichkeit, Freundlichkeit, Barmherzigkeit, Demut, Edelmut, Liebe, Wohlbehangen, Mitgefühl, usw. - das ist innere Reinheit.  Sie ist wichtiger als äußere Reinheit.
 
'''[[Shaucha]]m:''' Reinheit.  Es gibt zwei Arten, nämlich äußerlich und innerlich.  Die äußere [[Reinheit]] wird erreicht mit Erde und Wasser, [[Geist]] und Herz (der Verstand) werden von [[Maya]] (Täuschung, Lust, Zorn, Gier, Stolz, Eifersucht, Heuchelei, Zu- und Abneigungen) befreit durch Einhalten des Zölibats, Versöhnlichkeit, Freundlichkeit, Barmherzigkeit, Demut, Edelmut, Liebe, Wohlbehangen, Mitgefühl, usw. - das ist innere Reinheit.  Sie ist wichtiger als äußere Reinheit.
 
'''[[Adroha]]:''' Freisein von Haß, Freisein vom Wunsch, andere zu verletzen.
'''[[Adroha]]:''' Freisein von Haß, Freisein vom Wunsch, andere zu verletzen.
'''Atimanita''' ist großer Stolz.  Ein stolzer Mensch denkt, daß er anderen überlegen ist, und daß andere ihm Ehre erweisen müßten. Naatimanita ist das Gegenteil davon.


==Link zum Video für die Rezitation von Vers 3, Kapitel 16 aus der Bhagavad Gita (von 0:06 bis 0:26 Sekunden, danach Erklärung in Hindi:==  
'''[[Atimanita]]''' ist großer Stolz.  Ein stolzer Mensch denkt, daß er anderen überlegen ist, und daß andere ihm Ehre erweisen müßten. Naatimanita ist das Gegenteil davon.
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==Link zum Video für die Rezitation von Vers 3, Kapitel 16 aus der Bhagavad Gita (von 0:06 bis 0:25 Sekunden, danach Erklärung in Hindi:==  
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==Quelle==
:https://sanskritdocuments.org
:https://srath.com
:Shrimad Bhagavad Gita - Text und Erläuterung von Swami Sivananda (die Übersetzung aus dem Englischen besorgte das Sivananda Yoga Vedanta Zentrum München)
:https://www.holy-bhagavad-gita.org
 
==Siehe auch==
*[[Shiva Aparadha Kshamapana Stotram]]
*[[Devi Kshama Prarthna Stotram]]
*[[Shiva Gayatri Mantra]]
*[[Bhagavad Gita Einführung]]
*[[Bhagavad Gita Sanskrit Text]]
*[[Mahabharata]]
*[[Krishna]]
*[[Arjuna]]
*[[Essenz der Bhagavad Gita]]
*[[Handeln]]
*[[Yoga Schriften]]
 
[[Kategorie: Mantra]]
[[Kategorie: Stotra]]
[[Kategorie: Mantras aus der Bhagavad Gita]]

Aktuelle Version vom 23. Januar 2024, 16:46 Uhr

Kshama Mantras - Mantras für Vergebung: Kshama (IAST:kṣamā; Devanagari:क्षमा) bedeutet Vergebung in Sanskrit. In seinem Buch mit dem Titel Bliss Divine (Göttliche Glückseligkeit) fordert Swami Sivananda uns auf, uns nicht zu schämen, zu gestehen, dass wir im Unrecht waren. Wenn wir unsere bösen Handlungen bekennen, haben wir jetzt mehr Verstand als vorher, um unseren Fehler zu erkennen. Wenn wir unsere falschen Taten bekennen, beginnen wir unsere Reise zur Emanzipation. Er sagt, dass sogar ein böser Mensch durch Reue, Gebet und Meditation Gemeinschaft mit Gott haben kann. Siehe auch Kshama in Yogawiki.

Kshama Mantras aus verschiedenen Quellen in IAST und in Devanagari-Schrift:

1) Strophe 16 (letzte Strophe) des Shiva Aparadha Kshamapana Stotra (wird Adi Shankaracharya zugeschrieben):

karacaraṇa kṛtaṃ vākkāyajaṃ karmajaṃ vā|
śravaṇanayanajaṃ vā mānasaṃ vāparādhaṃ|
vihitaṃ'vihitaṃ vā sarvametatkṣamasva
jaya jaya karuṇābdhe śrīmahādeva śambho||
करचरण कृतं वाक्कायजं कर्मजं वा।
श्रवणनयनजं वा मानसं वापराधं।
विहितंऽविहितं वा सर्वमेतत्क्षमस्व
जय जय करुणाब्धे श्रीमहादेव शम्भो॥

Übersetzung: Welche Sünden (Fehler) ich auch immer begangen habe, mit Hand oder Fuß, in Wort oder Tat, mit Ohren oder Augen, in Geist oder Körper, bewusst oder unbewusst, möge mir für sie alle vergeben werden, durch den immer siegreichen Shri Mahadeva (Shiva), der Shambhu (selbst manifestiert) ist.

Link zum Video für die Rezitation des Verses 16 aus dem Shiva Aparadha Kshamapana Stotra

2) Strophe 3 Kapitel 16 aus der Bhagavad Gita:

teja: kṣamā dhṛti: śaucamadrohonātimānitā |
bhavanti sampadaṃ daivīmabhijātasya bhārata ||3||
तेज: क्षमा धृति: शौचमद्रोहोनातिमानिता ।
भवन्ति सम्पदं दैवीमभिजातस्य भारत ॥३॥

Übersetzung: Stärke, Versöhnlichkeit, seelische Kraft, Reinheit, Fehlen von Haß, Fehlen von Stolz - diese besitzt ein Mensch, der für einen göttlichen Zustand beforen ist, Oh Arjuna.

Erläuterung: Tejas; Stärke, Energie, Strahlen und Glänzen der Haut. Der Suchende, der die Absicht hat, die Rettung zur erlangen, geht am spirituellen Weg kühn voran. Nichts kann ihn in Versuchung führen oder seinen Fortschritt verzögern. Sein ununterbrochenes Fortschreiten zur Verwirklichung des Selbst oder des Absoluten ist Glanz. Er überwindet das nach unten ziehende Tamas.

Kshama: Versöhnlichkeit. Wer diese Tugend besitzt, zeigt keinen Zorn, wenn man ihn beleidigt, beschimpft oder schlägt, auch wenn er stark genug ist, un sich zu rächen. Beleidigung und Verletzung berühren ihn nicht.

Dhriti: Der Weise nimmt alles Unglück in sich auf. Er ist fest, auch in sehr widrigen und schwierigen Situationen: das ist eine besonders sattvige Vritti, ein Geisteszustand, der Niedergeschlagenheit oder Erschöpfung von Körper und Sinnen beseitigt, wenn diese nach unten sinken. Ein Suchender, der diese göttliche Eigenschaft besitzt, ist niemals entmutigt, auch nicht unter schweren Prüfungen, Schwierigkeiten oder Widrigkeiten. Dhriti ist ein göttliches Stärkungsmittel (ein Tonikum), wenn Körper und Sinne in einem niedergeschlagenen Zustand oder in Verzweiflung sind.

Shaucham: Reinheit. Es gibt zwei Arten, nämlich äußerlich und innerlich. Die äußere Reinheit wird erreicht mit Erde und Wasser, Geist und Herz (der Verstand) werden von Maya (Täuschung, Lust, Zorn, Gier, Stolz, Eifersucht, Heuchelei, Zu- und Abneigungen) befreit durch Einhalten des Zölibats, Versöhnlichkeit, Freundlichkeit, Barmherzigkeit, Demut, Edelmut, Liebe, Wohlbehangen, Mitgefühl, usw. - das ist innere Reinheit. Sie ist wichtiger als äußere Reinheit.

Adroha: Freisein von Haß, Freisein vom Wunsch, andere zu verletzen.

Atimanita ist großer Stolz. Ein stolzer Mensch denkt, daß er anderen überlegen ist, und daß andere ihm Ehre erweisen müßten. Naatimanita ist das Gegenteil davon.

Link zum Video für die Rezitation von Vers 3, Kapitel 16 aus der Bhagavad Gita (von 0:06 bis 0:25 Sekunden, danach Erklärung in Hindi:

Quelle

https://sanskritdocuments.org
https://srath.com
Shrimad Bhagavad Gita - Text und Erläuterung von Swami Sivananda (die Übersetzung aus dem Englischen besorgte das Sivananda Yoga Vedanta Zentrum München)
https://www.holy-bhagavad-gita.org

Siehe auch