Vaikuntha Loka

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Vaikuntha Loka (Sanskrit: वैकुण्ठलोक vaikuṇṭhaloka m.) wörtl.: "Vaikunthas Welt"; Vishnus Himmel. Vaikuntha Loka ist eine der Himmelsebenen, welche in den Puranas, insbesondere im Bhagavatam beschrieben wird.

Swami Sivananda über Vaikuntha Loka

In Vaikuntha haben alle dort wohnenden Personen die Form Vishnus und stimmen Ihn durch ihr Dharma versöhnlich, das nicht von dem Wunsch nach irgendwelchen Früchten angetrieben ist. Dort wohnt die glorreiche Erste Person, für die es keine Worte gibt (die nur im Vedanta bekannt ist), die sich mit Sattva ohne jegliches Rajas vebunden hat, die uns, Seine Anhänger, mit Segen überhäuft, und uns so glücklich macht. Es gibt dort einen Garten namens ‘Das höchste Glück’ voller Bäume, die alles tragen, was man sich wünscht und der strahlt wie die Verkörperung der höchsten Glückseligkeit. In diesem Vaikuntha Loka bewegen sich die Muktas in Vimanas mit ihrem Gefolge umher und sind unberührt von der parfümierten Brise überall, obwohl ihr Geist vom Duft der Madhavi Blüten (einem Rankengewächs) aufgewühlt ist, die mitten im Wasser vor Honig tropfen. Sie singen stets über die Taten des Herrn, was die Welt von allen Sünden reinigt. In Vaikuntha, während die Bienenkönigin summt, als singe sie die Geschichte Haris, gibt es einen Moment der Pause im Tumult der Tauben, Kuckucks, Kraniche, Gänse, Chatakas, Schwäne, Papageien, Tittiris und Pfauen.

Die Mandara, die Kunda, die Kurava, die Utpala, die Champaka, die Arna, die Punnaga, die Naga, die Bakula, die Ambuja, und die Parijata, all diese duftenden Blumen, ehren das Tapas von Tulasi, wo ihr Duft von Hari wertgeschätzt wird, der die Girlande von Tulasi als Schmuck trägt. Das Vaikuntha Loka ist angefüllt mit Vimanas von Vaidurya (Katzenaugen), Smaragden und Gold, was nur die sehen können, sie sich vor Seinen Füßen verneigen; und voller Frauen mit ausladenden Hüften und lachenden Gesichtern, die damit nicht die Leidenschaft der Muktas erregen, die ihr Herz Krishna gegeben haben. Dort, im Reiche Haris, erscheint mit der Reflektion ihres Abbildes auf den kristallgleichen, goldgeränderten Wänden die makellose Göttin Lakshmi, in wunderschöner Gestalt, mit frei schwebenden Armen, mit lotusgleichen Füßen mit klingenden Kettchen, als wäre sie dabei, im Hause Staub zu wischen; Lakshmi, deren Grazie bei anderen gefragt ist (Brahma und alle anderen). Dort, in ihrem eigenen Garten, und bei all den Quellen reiner, nektargleicher Gewässer, von Wällen aus Korallen umringt, während sie den Herrn mit Tulasi ehrte, sah Lakshmi ihr eigenes wunderschönes Gesicht mit der markanten Nase als Reflektion auf dem Wasser und dachte, dass es vom ehrwürdigen Herrn geküsst war. Ins Vishnu-Loka kommen nicht diejenigen, die sich schlimme Geschichten anhören, die den Geist verderben, denn diese behandeln andere Themen, als die Taten (Schöpfung etc.) Haris, der die Sünden Seiner Anhänger auflöst. Die schlimmen Geschichten können, wenn sie von unglücklichen Menschen gehört werden, diese jeglicher Werte berauben und sie in Höllen der Finsternis stürzen, aus der es kein Entkommen gibt. Diese Menschen, getäuscht vom allgegenwärtigen Maya, verehren den gütigen Herrn nicht, obwohl sie ein menschliches Leben erreicht haben, das selbst bei uns begehrt ist und in dem es möglich ist, zusammen mit der Praxis des Dharma das Wissen über die Wahrheit zu erlangen. Dorthin gehen die Menschen, die weit über uns stehen und beneidenswerte Tugenden und Charakter haben, Menschen mit besonders hohem Yama, (oder die sich bereits über Yama, Niyama und andere Einschränkungen erhoben haben), auf deren Körper sich die Haare aufgestellt haben und aus deren Augen Tränen fließen, deren Geist und deren Herz von intensiver Liebe überwältigt wird, während sie miteinander über den herrlichen Herrn sprechen. Vaikuntha, die Region aller Welten, die es zu ehren gilt, die so wunderbar erleuchtet mit ihren wunderschönen Gebäuden, in denen die Götter und weisen Männer wohnen und die kurz gesagt eine Region göttlicher Natur ist, wird vom Vater des Universums bewohnt.

Vaikuntha hat sieben Eingänge. In jedem Eingang stehen zwei Götter gleichen Alters, bewaffnet mit Gada, wunderschön gewandet mit wertvollen Keyura, Kundala und Kireeta, die um ihre Hälse und zwischen ihren vier blauen Armen, Vanamala tragen (den sogenannten Kranz) um die fröhliche Bienen schwirren, und deren Gesichtsausdruck unter ihrer tiefen Braue, mit der großen Nase und den geweiteten Nüstern und mit den roten Augen von Ärger verdunkelt scheint.

(Auszüge aus „What Becomes of the Soul After Death“, von Swami Sivananda)Copyright by Divine Life Society