Varuna Loka

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Varuna Loka, die Seinsebene von Varuna.

Der himmlische Sabha (Palast) von Varuna, Gott der Gewässer, ist unvergleichlich. Er hat genau dieselbe Ausdehnung, wie der von Yama. Er hat schmucke weiße Wände und Gewölbebögen. Er wurde von Visvakarma, dem himmlischen Baumeister, unter den Gewässern gebaut. Zahlreiche himmlische Bäume umgeben ihn von allen Seiten; diese sind aus Edelsteinen und Perlen gemacht und bringen wunderbare Früchte und Blüten hervor.

Viele Pflanzen mit blauen, gelben, schwarzen, weißen und roten Blumen sind dort aus eigenem Antrieb zu lauschigen Gartenlauben zusammengewachsen. In diesen leben hunderte und aberhunderte wunderschöne bunte Vögel der unterschiedlichsten Art, die ununterbrochen ihren süßen Gesang von sich geben.

Dieser Palast ist sehr angenehm, er ist weder zu heiß, noch zu kalt. Er wird von Varuna beherrscht und er hat viele Räume, mit wunderschönen Sitzplätzen. Hier thront Varuna, zusammen mit seiner Königin Varuni, geschmückt mit himmlischen Kleidern und Juwelen. Dort versammeln sich die Adityas (hochrangige Engelswesen), angetan mit göttlichen Girlanden, gesalbt mit duftenden himmlischen Ölen, warten sie auf Varuna, den Gott der Gewässer. Vasuki, Takshaka, Janamejaya und all die anderen, geschmückt mit glücksverheißenden Zeichen und Mandalas, warten auf Varuna, ohne jede Unruhe. Der Sohn Virochanas und Vali und Sangrodha; ja selbst die (durch Askese) geläuterten Danavas (Dämonen) namens Kalakpanja, Suhanu, Pithara, Dasagriva warten da, geschmückt mit Ohrringen, Blumengirlanden und Kronen, mit himmlischen Gewändern; sie alle sind von großer Tapferkeit und im Besitz der Unsterblichkeit. Sie alle sind durch Varunas Gunstzeugnisse vielfach gesegnet und mit starkem Schwur an ihren Herrn gebunden. Sie alle warten auf Varuna, der die Schlinge als Waffe führt.

Die vier Ozeane und all die Flüsse: Bhagirathi, Kalindi, Vidisa, Venva, Narmada, Chandrabhaga, Sarasvati, Iravati, Sindhu, Godavari, Krishna, Kaveri, Sone, Sarayu, Mahanadi, Gomati und all die anderen Gewässer, Flüsse, Quellen, Seen, Brunnen und Wasserbecken, sowohl die kleinen als auch die großen, alle in ihrer personifizierten Form; die Sterne des Himmels, die Erde und all die Berge, alle Seetiere. Sie alle warten dort auf den erhabenen Varuna.

Die Gandharvas (himmlische Musikanten) und die Apsaras (himmlische Tänzerinnen), Experten der vokalen und der instrumentalen Musik, warten auf Varuna und besingen seine Herrlichkeit. All die anmutigen Gebirge, reich an Juwelen, sind dort anwesend und in süße Unterhaltung vertieft. Dort wartet Varunas Minister, Sunava umgeben von seinen Söhnen und Enkeln, zusammen mit dem Pushkara See, der „Geh“ genannt wird. All diese sind dort anwesend in ihrer personifizierten Form, um Varuna ihre Ehrerbietung darzubringen.