Untauglichkeit

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bedeutet Ungeeignetheit, auch Inkompetenz und Unfähigkeit. Tauglich ist das, was für einen konkreten Einsatzbereich geeignet, brauchbar ist. Es gibt das althochdeutsche Wort tugan. Dieses bedeutet taugen, nützen, und ist schon im 9. Jahrhundert nachgewiesen. Daraus entstand taugenlich, tuglich, tüglich, was bedeutet, zu etwas geeignet und brauchbar sein. Untauglich ist dann das Gegenteil.

Normalerweise steht Tauglichkeit und Untauglichkeit immer in einem bestimmten Kontext. Z.B. hat eine Nagelfeile hohe Tauglichkeit für das Feilen der Fingernägel. Aber zum Abschleifen von Metallen ist eine Nagelfeile untauglich. Als es noch die allgemeine Wehrpflicht gab, hatte der Ausdruck Tauglichkeit beziehungsweise Untauglichkeit eine konkrete Bedeutung: Tauglichkeit bedeutete tauglich zum Wehrdienst. Untauglichkeit als Diagnose war da durchaus begehrt.

Man sollte sich selbst und anderen niemals eine generalisierte Untauglichkeit zuschreiben im Sinne von: Ich bin ein Versager. Jeder hat viele Gebiete, in denen er wirklich gut ist. Jeder hat auch Gebiete, auf denen er weniger taugt. Aber auch auf diesen Gebieten kann man oft sich Kenntnisse und Fähigkeiten aneignen. So können Menschen für bestimmte Fähigkeiten mehr oder weniger taugen oder auch noch nicht taugen.

Bestimmte Vorgehensweisen müssen manchmal noch ihre Tauglichkeit beweisen. Und manche Gegenstände sind für manche Zwecke ziemlich untauglich. Manchmal kann man sich auch fragen: Vor dem Hintergrund meines Anliegens, unter Berücksichtigung unserer gemeinsamen Anliegen und Ziele, welche Vorgehensweise wäre dafür tauglich? Wenn man etwas für untauglich erkannt hat, sollte man den Mut haben, damit auch aufzuhören.


Umgang mit Untauglichkeit anderer

Vielleicht ist in deiner Umgebung jemand, der dir untauglich erscheint. Und dich ärgert es, dass ein Untauglicher dort diesen Job bekommen hat, diese Aufgabe bekommen hat, dich regt die Untauglichkeit auf. Was kannst du tun?

Zunächst einmal sei demütiger. Auch du warst vielleicht am Anfang untauglich als du etwas Neues gemacht hast. Manchmal müssen Menschen lernen, dass keine tauglich auf die Welt kommt. Ein Baby ist ziemlich untauglich für fast alles. Aber mit der Zeit lernt das Baby. Ein Mensch, der scheinbar untauglich ist kann vieles lernen. Es sind auch oft nicht die Experten, die das beste Wissen haben und die besten Entscheidungen treffen können. Man weiß zum Beispiel aus der Politik, dass es selten die Wirtschaftsprofessoren sind, die gute Wirtschafts- oder Finanzminister sind. Sie mögen viel wissen, aber Entscheidungen zu treffen in der künftigen Ungewissheit und Kompromisse herzustellen zwischen allen Beteiligten und den Koalitionspartnern, da sind die Professoren nicht so gut drinnen.

Man muss nicht immer den Experten trauen. Manchmal können scheinbar untaugliche Menschen sehr wertvoll sein, um gute Entscheidungen zu treffen oder herbeizuführen. Ein weiterer Aspekt: Vielleicht mag der Mensch jetzt untauglich sein, wird aber künftig tauglich werden. Vielleicht ist die Sache aber auch nicht so wichtig und kann durchaus von jemandem erledigt werden, der nicht die hundertprozentige Tauglichkeit hat.

Vielleicht ist es auch gar nicht deine Aufgabe über Tauglichkeit oder Untauglichkeit zu urteilen. Und vielleicht ist es sogar ein Fehler, dass der Mensch diese Aufgabe macht. Aber der Mensch wird daraus lernen. Diejenigen, die ihn beauftragt haben werden daraus lernen. Und aus Fehlern wird man klug. Vielleicht könntest du auch denjenigen, den du für untauglich hältst deine Hilfe anbieten. Vielleicht könntest du schauen, dass du ihn mit deiner Fachkompetenz und deiner Erfahrung helfen kannst.

Am schwierigsten wird es natürlich, wenn du denkst, dass du die Aufgabe eigentlich machen müsstest und der Andere ist untauglich dafür. Dann brauchst du vielleicht etwas Demut und die Fähigkeit loszulassen. Vielleicht brauchst du Verhaftungslosigkeit und vielleicht kannst du das als Lektion in Verhaftungslosigkeit annehmen. In manchen Fällen wirst du aber auch etwas sagen müssen.

In manchen Fällen wirst du auch sagen müssen, die Aufgabe ist wichtig, der Mensch macht es nicht richtig. Das haben wir eben schon gesehen. Wir sollten dem Schrecken ein Ende setzen. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Ich weiß, dass der Mensch dafür nicht taugt und ihr wisst es auch. Wir tun etwas und beauftragen jemand anderen.

Einstein soll mal gesagt haben: Verrücktheit ist, wenn jemand mit einer bestimmten Vorgehensweise mehrmals Misserfolg gehabt hat, die gleiche Vorgehensweise wieder und wieder wiederholt in der Hoffnung, dann damit Erfolg zu haben.

Weisheit - ein Gegenpol zu Untauglichkeit

Untauglichkeit in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Untauglichkeit gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Untauglichkeit - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Untauglichkeit sind zum Beispiel Unfähigkeit, Unvermögen, Impotenz, Unzulänglichkeit, Untüchtigkeit, Ungeeignetheit, Ungenauigkeit, Unerfahrenheit .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Untauglichkeit - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Untauglichkeit sind zum Beispiel Tauglichkeit, Qualifikation, Nutzen, Eignung, Vermögen, Befähigung, Verwendbarkeit, Überheblichkeit, Arroganz, Hochmut . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Untauglichkeit, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Untauglichkeit, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Untauglichkeit stehen:

Eigenschaftsgruppe

Untauglichkeit kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Untauglichkeit sind zum Beispiel das Adjektiv untauglich, das Verb taugen, sowie das Substantiv Untauglicher.

Wer Untauglichkeit hat, der ist untauglich beziehungsweise ein Untauglicher.

Siehe auch

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