Sterbebegleiter

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Sterbebegleiter Ein*e Sterbegleiter*in ist ein Mensch, der*die sterbenden Menschen hilft, das physische Leben zu verlassen und in die andere Welt überzusetzen.

Sterbebegleiter - erläutert vom Yoga Standpunkt aus

Sterbebegleiter Ausbildung

Bei Yoga Vidya bieten wir auch eine Sterbegleiterausbildung an, in der du lernen kannst, Menschen während und im Prozess des Sterbens zu helfen. Gerade in der Hospizbewegung ist der*die Sterbebegleiter*in ein wichtiges Amt geworden. Es gibt ehrenamtliche und auch hauptamtliche Sterbebegleiter*innen, für die das sein*ihr Beruf und sein*ihre Berufung ist.

Unterstützung des Sterbebegleiters

Ein*e Sterbebegleiter*in hilft Menschen, die ernsthafte Krankheiten haben, die höchstwahrscheinlich zum Tod führen werden. Es kann ihnen helfen, über den Tod zu sprechen und ihnen klarzumachen, was der Tod für sie ist. Eventuell können sie ermutigt werden, ihren Nachlass zu regeln, ihr Vermächtnis zu organisieren und mit den Hinterbliebenen zu sprechen.

Spirituelle Begleitung

Ein*e Sterbegleiter*in kann dem Menschen helfen, in seine*ihre Religiosität oder Spiritualität hineinzugehen. Er*Sie kann vielleicht vermittelnd sein, damit ein Priester, Pfarrer oder eben jemand aus der konkreten spirituellen Traditionen mit ihnen spricht. Ein Sterbegleiter*in kann aber auch selbst über verschiedene Vorstellungen nach dem Tod sprechen.

Wenn die Vorstellung im Yogabereich angesiedelt ist, kann natürlich auch über Reinkarnation, die physische Welt, die Astralwelt, die verschiedenen Ebenen, durch die man hindurchgeht, bevor man sich wieder reinkarnieren wird, sprechen. Ich habe auch ein Buch über Karma und Reinkarnation mit dem gleichnamigen Titel geschrieben, in dem ich auch beschreibe, wie man Menschen unterstützen kann, die wissen, dass sie sterben werden.

Physische Anweseneheit im Sterbeprozess

Ein*e Sterbebegleiter*in kann manchmal auch direkt bei den Menschen sein, die tatsächlich sterben. Man kann ihnen die Hand halten, mit ihnen ein Mantra wiederholen, kann beim Sterben ein heiliges Ritual durchführen oder was auch immer der Mensch braucht, der gerade stirbt. Schließlich kann ein*e Sterbebegleiter*in auch in den Tagen nach dem Tod Gebete sprechen, Rituale machen oder Lichtenergie schicken, damit die Seele, die sich vom physischen Körper gelöst hat, in die höheren Ebenen eintauchen kann.

Ein*e Sterbebegleiter*in kann vielleicht auch den Hinterbliebenen Trost schenken und ihnen helfen, sich bewusst zu machen, dass der*die Sterbende oder Verstorben*e nicht wirklich verschwunden, sondern nur in eine andere Ebene gegangen ist.

Wenn du selbst zur Sterbebegleitung werden willst – sei es auch nur für eine Person, die in naher Zukunft sterben wird, sei es in der Hospizbewegung, sei es ehrenamtlich oder hauptamtlich – dann gehe auf unsere Internetseite Yoga Vidya und suche dort nach Sterbebegleiterausbildungen.

Video Sterbebegleiter

Vortragsvideo über Sterbebegleiter :

Sprecher/Autor/Kamera/Produktion: Sukadev Bretz, Gründer von Yoga Vidya, Ausbildungsleiter zu Yoga und Meditation.

Video - Yoga mit Menschen im Hospiz

Alles Leben endet irgendwann mit dem Tod. Im Yoga sagen wir, dass der physische Tod nicht das Ende des Lebens ist und der Körper das Fahrzeug der Seele ist. So ähnlich wie du nach einer Autofahrt aus dem Auto aussteigst, genauso steigst du irgendwann aus diesem Körper aus. In der Bhagavad Gita findest du auch das Gleichnis der Kleidung. So wie der Mensch am Abend alte Kleider ablegt und am nächsten Tag neue Kleidung anzieht, so ähnlich ist der Tod nur der Übergang in ein anderes Leben.

Die Hospizbewegung ist eine erfreuliche Entwicklung, die dazu führt, dass Menschen am Lebensende ein würdiges Dasein haben. Noch in den 70er Jahren sind unheilbar kranke Menschen viele Wochen oder Monate im Krankenhaus geblieben oder irgendwo in ihrem Zuhause verkümmert. Die Angehörigen waren zum Teil mit der Versorgung der Sterbenden überfordert. Heute gibt es die ambulante Versorgung von totkranken Menschen sowie das Hospiz, wohin Menschen sich während der letzten Tage, Wochen, Monate ihres Lebens begeben.

Jeder Mensch ist anders. Es gibt Menschen, die im Hospiz leben, denen man nicht ansieht, dass sie kurz vor ihrem Tod stehen. Bei ihnen laufen innere Prozesse ab und sie sind durch Medikamente schmerzfrei gemacht worden. Es gibt bettlägerige Menschen, die nicht mehr aus ihrem Bett herauskommen können. Es gibt Menschen die bewusstseinseingeschränkt sind und andere die sehr wach sind. Allgemein würde man sagen, dass es gut ist, Menschen im Hospiz auch Yoga Übungen zu geben. Je nachdem welche körperlichen Bewegungen möglich sind, passt man die Asanas und Atemübungen entsprechend an.

Es gibt ein Video „Yoga für Bettlägerige“ und eines über „Yoga für Rollstuhlfahrer“. Diese können sinngemäß für Yoga im Hospiz angewendet werden. Zusätzlich ist es gut, Bewusstsein zu schulen und Bewusstheit zu verfeinern. Menschen im Hospiz haben Krankheiten, die ihnen klar machen, dass das Leben bald aufhört. Der Körper wird oft als beschränkend, als Quelle schmerzhafter Erfahrungen gesehen. Es ist wichtig, Meditation und spirituelle Erfahrungen möglich zu machen. Wer in der Meditation erfahren hat, dass er nicht der Körper ist und nicht beschränkt ist auf den Körper, der hat keine oder weniger Angst vor dem Tod und kann sich vielleicht sogar auf das Leben nach dem physischen Tod freuen. Atemübungen (Pranayama) helfen Prana zu aktivieren und mehr Lebensenergie zu haben, um sich von dem physischen Elend zu lösen.

Wenn möglich, finde den spirituellen Bezug der betroffenen Person heraus. Falls die Person aus dem Christentum stammt, dann wird man eher in die christliche Richtung gehen. Dann ist es die Aufgabe von Pfarrern und christlich geschulten Menschen, ihnen das Christentum wieder näher zu bringen. Bei naturverbundenen Menschen, wäre es hilfreich zu schauen, ob diese Spiritualität auch im Hospiz lebbar ist. Wenn Menschen vorher einen buddhistischen, einen hinduistischen oder einen Yogabezug hatten, kann man auch darauf aufbauen. Man kann Menschen helfen zu erkennen, dass sie nicht ihr Körper sind.

Tiefenentspannung ist oft hilfreich, um körperliche Schmerzen nicht zu spüren und sich davon lösen zu können. In den Yoga Sutra gibt es verschiedene Samyama-Techniken, die auch helfen können, Erfahrungen jenseits des physischen zu erfahren. Vom Standpunkt des traditionellen Yogas aus gilt die Mantra-Wiederholung als besonders wichtig am Lebensende. Es ist oft schwierig eine [tiefe Meditation] auf abstrakte Weise zu erfahren. Ein Mantra hingegen kann man gut wiederholen. Wenn Menschen dafür offen sind, wäre es gut, sie mit einem Mantra in die Mantra Meditation einzuführen und ihnen zu helfen mit dem Mantra einen Zugang zu finden zum Göttlichen in der Tiefe ihres Wesens und zum Göttlichen überall.

Das sind nur ein paar Anregungen zum Thema Yoga im Hospiz. Yoga Vidya bietet eine 9-tägige Sterbebegleiter Ausbildung an, wo du sehr viel mehr erfahren kannst, was für Menschen im Hospiz gilt. Zudem wie du Menschen begleiten kannst, wenn sie am Ende ihres Lebens sind, egal ob es im Hospiz oder bei ihnen Zuhause ist oder in der ambulanten Hospizversorgung. Auf www.yoga-vidya.de findest du mehr über die Sterbebegleiter Ausbildung.

Kurzes Vortragsvideo zum Thema Yoga mit Menschen im Hospiz

Sprecher/Autor/Kamera: Sukadev Bretz, Gründer von Yoga Vidya, Buchautor, Ausbildungsleiter zu Yoga und Meditation.

Sterbebegleiter Audio Vortrag

Hier die Audiospur des oberen Videos zu Sterbebegleiter :

Siehe auch

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