Sannyas Weihe mit Viraja Homa nach dem Mahanirvana Tantra

Aus Yogawiki

Sannyas Weihe mit Viraja Homa nach dem Mahanirvana Tantra beschreibt den großen Entsagungsritus mit Götter-, Seher- und Ahnengedenken, Atma-Shraddha, hundert Tryambaka-Rezitationen, Viraja Homa, Aufgabe von Shikha und gegebenenfalls Yajnopavita sowie der Unterweisung Tat Tvam Asi.

Sannyas-Weihe von Swami Nirgunananda bei Yoga Vidya, Juli 2011. Das Bild illustriert Ordensaufnahme; es belegt nicht die Identität mit der hier verwendeten Tantra-Fassung.

Fassung und Umfang: Ausführliche quellengebundene Ausarbeitung von Mahanirvana Tantra 8.225–266 mit vollständig ausgeschriebenen Rezitationen der hier gewählten Durchführung. Sie ist die größere Tantra-Form neben der in 8.267 beschriebenen Kurzform. Die von der Quelle der jeweiligen Upasana und dem Guru überlassenen Teile sind als redaktioneller Rahmen kenntlich gemacht. Eine vollständige Sivananda-, Dashanami- oder andere Ordenspaddhati wird damit nicht gleichgesetzt.

Bedeutung und innere Ausrichtung

Sannyasa richtet das Leben auf Erkenntnis und Freiheit von Aneignung. Die Gaben an Götter, Seher und Ahnen drücken Dankbarkeit aus; der Übergang soll nicht durch bloßes Weggehen aus ungelösten Verpflichtungen geschehen. Im Viraja Homa werden die Bestandteile verkörperten Erlebens im Licht des Bewusstseins betrachtet. Den Höhepunkt bildet die Erkenntnisunterweisung, auf die der Guru mit gegenseitiger Verehrung antwortet.

Die Geschichte des Hindu Dharma kennt mehrere Sannyasa-Formen. Diese Ausgabe benennt deshalb ihre Grundlage genau. Eine heutige Ordensaufnahme ist eine Beziehung zwischen einem befugten Guru, einer freiwillig entschiedenen Person und einer lebendigen Gemeinschaft.

Vorbereitung und Verantwortlichkeiten

Erforderlich sind ein befugter Guru, eine vorbereitete eintretende Person, Ritualassistenz und Feuerwache. Bereite Guru- und Brahman-Altar, Kalasha, reines Ritualwasser sowie gesondertes Trinkwasser mit eigenem sauberem Löffel, Auffangschale, Darbha beziehungsweise saubere Unterlagen, gekochten Reis für Pindas, kleine Gaben, Blüten, Duft, Räucherwerk, Lampe, vegetarische Speise, Gabenteller, Ghee, Feuergerät, saubere Schneidwerkzeuge, Tücher und die von der Ordenslinie festgelegten Gewänder vor. Persönliche Namenslisten werden vorher geordnet. Plane mehrere Stunden ohne Zeitdruck und einen eigenen ruhigen Raum für die Unterweisung.

Die Feuerstelle wird von einer erfahrenen Homa-Leitung eingerichtet und während des gesamten Brennens beaufsichtigt. Feuerfester Untergrund, ausreichender Abstand, geeigneter Rauchabzug, kleine bemessene Gaben und bereitstehende Löschmittel gehören zur Durchführung. Eine lang brennende Yajna-Flamme gehört an einen dafür eingerichteten Ritualplatz; ein gewöhnliches Wohn- oder Schlafraumgefäß genügt dafür nicht. Heiße Gefäße werden nicht von Hand herumgetragen. Die verantwortliche Feuerwache darf den Ritus bei einem tatsächlichen Problem unterbrechen.

Durchführung

1. Berufung, Verantwortung und Entscheidung klären
Die Ordensaufnahme wird vor dem Ritual zwischen der eintretenden Person und dem zur Weihe befugten Guru geklärt. Mahanirvana Tantra 8.225–230 verlangt die Erledigung der Hauspflichten, die Verständigung mit Nahestehenden und die Prüfung durch den Guru. Abhängige Menschen werden versorgt, offene Verpflichtungen geordnet und die zukünftige Gemeinschaft sowie Lebensführung festgelegt. Die Weihe ist ein tatsächlicher Lebensübergang; das bloße Mitlesen dieses Textes ist keine Ordensaufnahme.

2. Den Guru bitten
Nach Bad und der eigenen täglichen Praxis tritt die eintretende Person zum Guru. Verneige dich und sprich beide Guru-Grüße. Danach trägst du die Bitte um Sannyasa vor.

Erster Guru-Gruß
bhavapāśavināśāya jñānadṛṣṭipradarśine |
namaḥ sadgurave tubhyaṃ bhuktimuktipradāyine || 31 ||

Übersetzung: Dir, dem wahren Guru, der die Fessel des Werdens vernichtet und den Blick der Erkenntnis eröffnet, der Lebenserfüllung und Befreiung schenkt, sei Verehrung.

Zweiter Guru-Gruß
narākṛtiparabrahmarūpāyā'jñānahāriṇe |
kuladharmaprakāśāya tasmai śrīgurave namaḥ || 32 ||

Übersetzung: Dem erhabenen Guru, der die Gestalt des höchsten Brahman in menschlicher Form ist, Unwissenheit beseitigt und den Kula-Dharma offenbart, sei Verehrung.

Bitte an den Guru um Sannyasa
gṛhāśrame parabrahman mamaitadvigataṃ vayaḥ |
prasādaṃ kuru me nātha saṃnyāsagrahaṇaṃ prati ||

Übersetzung: O höchstes Brahman, mein bisheriges Leben ist im Hausstand vergangen. Erweise mir deine Gnade, Herr, damit ich Sannyasa annehmen kann.

Der Guru bestätigt die zuvor getroffene Entscheidung in verständlichen Worten. Die Anrede und die Hausstandbiographie des Sanskritverses werden als Wortlaut dieser Quelle bewahrt; für eine Person ohne entsprechende Biographie legt die Ordensleitung eine zutreffende Aufnahmeform fest.

3. Gedenkplätze und Gaben ordnen
Richte nach Mahanirvana Tantra 8.235–242 im Osten zwei Plätze für Götter und Seher her, im Süden zwei für die väterliche Ahnenlinie und im Westen zwei für die mütterliche. Im Norden wird später das Atma-Shraddha vollzogen. Als Plätze dienen saubere kleine Tücher oder Darbha-Unterlagen; die ausdrücklich zweifache Anordnung wird nicht in sechs willkürlich erfundene Einzelahnen umgedeutet.

Die zwölf Ahnen sind: Vater, dessen Vater und Großvater; Mutter sowie die Großmutter und Urgroßmutter väterlicherseits; Großvater mütterlicherseits und dessen Vater und Großvater; Großmutter mütterlicherseits sowie Mutter und Großmutter des mütterlichen Großvaters. Bereite zwölf kleine Reispindas für diese Rollen sowie gesonderte kleine Gaben für Götter, Seher und Atma-Shraddha vor. Unbekannte persönliche Namen bleiben unbekannt; die Rollenbezeichnungen werden ausgesprochen. Darbha liegt im Osten ostwärts, im Süden südwärts, im Westen westwärts und beim eigenen Ritus nordwärts ausgerichtet.

Yoga-Vidya-Begleitvideo zur Ritualpraxis. Das Video dokumentiert nicht eigens die gesamte hier beschriebene Großzeremonie.

4. Götter, Rishis und Ahnen verehren
Sprich den Gruß an Gottheiten und Ahnen dreimal, die Brahma-Gayatri zehnmal. Besprenge die Ritualstoffe mit dem vollständig ausgeschriebenen Reinigungsmantra.

Gruß an Gottheiten und Ahnen
devatābhyaḥ pitṛbhyaśca mahāyogibhya eva ca |
namo'stu puṣṭyai svāhāyai nityameva bhavantviti ||

Übersetzung: Verehrung den Gottheiten, den Ahnen und den großen Yogis. Verehrung der Nährung und Svaha; mögen sie immer sein.

Brahma-Gayatri
parameśvarāya vidmahe paratattvāya dhīmahi tanno brahma pracodayāt

Übersetzung: Mögen wir den höchsten Herrn erkennen. Über das höchste Wirkliche meditieren wir. Möge jenes Brahman uns anregen.

Reinigung der Shraddha-Gaben
vaṃ hūṃ phaṭ

Übersetzung: Vam, Hum, Phat: rituelle Klänge zur Reinigung und Abgrenzung der Gaben; keine wörtliche Satzübersetzung.

Biete im Osten Wasser, Blüten und eine kleine Speisegabe dar, bei Brahma, Vishnu, Rudra und den Rishis jeweils mit dem zugehörigen Namensgruß.

Götter und Seher im vorbereitenden Gedenken
oṃ brahmaṇe namaḥ |
oṃ viṣṇave namaḥ |
oṃ rudrāya namaḥ |
oṃ ṛṣibhyo namaḥ ||

Übersetzung: Om. Verehrung Brahma. Om. Verehrung Vishnu. Om. Verehrung Rudra. Om. Verehrung den Sehern.

Gehe anschließend die zwölf Ahnenrollen in der folgenden ausgeschriebenen Reihenfolge durch. Nenne einen bekannten Namen vor der Sanskritformel in der eigenen Sprache. Lege den jeweiligen Pinda auf seine Unterlage und gib einen kleinen Löffel Wasser dazu.

Pinda-Gabe 1: Vater
oṃ pitre svadhā

Übersetzung: Om. Vater: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 2: Väterlicher Großvater
oṃ pitāmahāya svadhā

Übersetzung: Om. Väterlicher Großvater: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 3: Väterlicher Urgroßvater
oṃ prapitāmahāya svadhā

Übersetzung: Om. Väterlicher Urgroßvater: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 4: Mutter
oṃ mātre svadhā

Übersetzung: Om. Mutter: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 5: Väterliche Großmutter
oṃ pitāmahyai svadhā

Übersetzung: Om. Väterliche Großmutter: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 6: Väterliche Urgroßmutter
oṃ prapitāmahyai svadhā

Übersetzung: Om. Väterliche Urgroßmutter: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 7: Mütterlicher Großvater
oṃ mātāmahāya svadhā

Übersetzung: Om. Mütterlicher Großvater: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 8: Vater des mütterlichen Großvaters
oṃ pramātāmahāya svadhā

Übersetzung: Om. Vater des mütterlichen Großvaters: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 9: Großvater des mütterlichen Großvaters
oṃ vṛddhapramātāmahāya svadhā

Übersetzung: Om. Großvater des mütterlichen Großvaters: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 10: Mütterliche Großmutter
oṃ mātāmahyai svadhā

Übersetzung: Om. Mütterliche Großmutter: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 11: Mutter des mütterlichen Großvaters
oṃ pramātāmahyai svadhā

Übersetzung: Om. Mutter des mütterlichen Großvaters: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 12: Großmutter des mütterlichen Großvaters
oṃ vṛddhapramātāmahyai svadhā

Übersetzung: Om. Großmutter des mütterlichen Großvaters: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Diese personenneutral ausgeschriebenen Rollenformeln konkretisieren die Namensnennung der Quelle. Die komplexen Dialoge einer bestimmten Shraddha-Schule werden damit nicht als unbemerkt mitvollzogen behauptet.

5. Die Entlassung aus den drei Verpflichtungen erbitten
Falte die Hände und sprich nach den Gaben einmal das Gebet aus 8.238.

Bitte um Entlassung aus den drei Verpflichtungen
tṛpyadhvaṃ pitaro devā devarṣimātṛkā gaṇāḥ |
guṇātītapade yūyamanṛṇīkurutā'cirāt || 238 ||

Übersetzung: Seid gesättigt, Ahnen, Götter, Scharen der göttlichen Seher und Mütter. Befreit mich unverzüglich von der Schuld, auf dass ich in den Zustand jenseits der Gunas eingehe.

Anmerkung: Die elektronische Lesung deparṣi wird konjektural als devarṣi berichtigt. Das Wort „auf dass“ verdeutlicht den elliptischen Bezug von guṇātītapade; es steht nicht als eigene Sanskritkonjunktion im Text.

Verneige dich. Mit den drei Verpflichtungen sind in diesem Zusammenhang diejenigen gegenüber Gottheiten, Sehern und Ahnen gemeint. Die innere Entlassung aus rituellen Rollen hebt tatsächlich noch bestehende Fürsorgepflichten nicht durch einen Satz auf.

6. Atma-Shraddha nach Norden vollziehen
Wende dich nach Norden. Bereite eine eigene saubere Unterlage, Wasser und einen Pinda vor. Vergegenwärtige nach 8.240 den Atman als Ursprung und Vater aller, als Vater des Vaters und als Urvater. Biete die Gabe in dieser Einsicht dar. Sprich bei der Gabe einmal den belegten Svadha-Ruf.

Ruf bei der Pinda-Darbringung
svadhā

Übersetzung: Svadha: die den Ahnen gewidmete Gabe.

Die konkrete Widmung wird hier auf Deutsch gesprochen: „Dem Selbst, dem Ursprung meiner Ahnen und dieses Lebens, widme ich diese Gabe. Ich gebe die Aneignung meiner bisherigen Rolle in die Erkenntnis des Selbst zurück.“ Diese deutsche Formulierung ist redaktionell; 8.239–242 druckt keinen eigenen vollständigen Atma-Pinda-Sanskritsatz. Eine gelehrte Ordenspaddhati kann an dieser Stelle ihre eigene, vorher festgelegte Formel vorsehen.

7. Hundert Tryambaka-Wiederholungen ausführen
Zähle jetzt genau hundert Wiederholungen der Hrim-Tryambaka-Fassung. Eine zweite Person kann die Zählung begleiten. Diese hundert sind nicht 108 und werden nicht mit einer anderen Hauptmantrazahl verwechselt.

Tryambaka-Japa vor dem Sannyasa-Homa
hrīṃ tryambakaṃ yajāmahe sugandhiṃ puṣṭivarddhanam |
ūrvārukamiva bandhanān mṛtyormukṣīya mā'mṛtāt || 244 ||

Übersetzung: Hrim. Wir verehren den Dreiäugigen, den Duftenden, der das Gedeihen vermehrt. Wie eine Gurkenfrucht aus ihrer Bindung möge ich vom Tod gelöst werden, nicht von der Unsterblichkeit.

Anmerkung: Die tantrische Fassung beginnt ausdrücklich mit Hrim und wird hundertmal gesprochen. Die Quellenlesung ūrvārukam bleibt erhalten; verbreitete vedische Fassungen haben urvārukam.

Danach werden die Gedenkgaben geordnet beiseitegestellt und der Hauptaltar vorbereitet.

8. Kalasha und Brahman-Verehrung vorbereiten
Der Guru richtet einen Kalasha auf einem sauberen Mandala gemäß der eigenen Upasana her. Mahanirvana Tantra 8.245 überlässt diese Form ausdrücklich der jeweiligen Verehrung. Für den hier dokumentierten Brahman-Rahmen wird ein standsicheres Gefäß mit frischem Wasser auf ein sauberes Tuch gestellt, eine Blüte aufgelegt und Brahman als Gegenwart im Herzen und im ganzen Ritual vergegenwärtigt. Sprich die Brahman-Meditation einmal.

Meditation auf Brahman
hṛdayakamalamadhye nirviśeṣaṃ nirīham hariharavidhivedyaṃ yogibhirdhyānagamyam |
jananamaraṇabhītibhraṃsi saccitsvarūpam sakalabhuvanabījaṃ brahma caitanyamīḍe || 50 ||

Übersetzung: Ich preise Brahman, das Bewusstsein im Inneren des Herzlotus: ohne unterscheidende Merkmale und ohne Begehren, von Hari, Hara und Brahma erkannt, den Yogis durch Meditation zugänglich. Es lässt die Furcht vor Geburt und Tod schwinden, ist Sein und Bewusstsein und der Same aller Welten.

Bringe nacheinander Duft, Blüte, Räucherduft, Licht und vegetarische Speise dar; zu jeder Gabe sprich einmal den Brahman-Mantra.

Brahman-Mantra
oṃ saccidekaṃ brahma

Übersetzung: Om. Das eine Brahman: Sein und Bewusstsein.

Dieses ausdrücklich ausgearbeitete Fünfgabenformat ist die gewählte praktische Kalasha-Verehrung; es beansprucht nicht, alle Kalasha-Samskaras sämtlicher Linien abzubilden.

9. Beginn, Friedenswunsch und Sammlung
Sprich das dreifache Om. Es folgen die beiden Guru-Grüße aus dem Mahanirvana Tantra; die Yoga-Vidya-Guru-Namensfolge wird hier nicht verwendet. Danach rezitiere einmal den Svasti-Vers.

Dreifaches Om
oṃ
oṃ
oṃ

Übersetzung: Om. Om. Om.

Erster Guru-Gruß
bhavapāśavināśāya jñānadṛṣṭipradarśine |
namaḥ sadgurave tubhyaṃ bhuktimuktipradāyine || 31 ||

Übersetzung: Dir, dem wahren Guru, der die Fessel des Werdens vernichtet und den Blick der Erkenntnis eröffnet, der Lebenserfüllung und Befreiung schenkt, sei Verehrung.

Zweiter Guru-Gruß
narākṛtiparabrahmarūpāyā'jñānahāriṇe |
kuladharmaprakāśāya tasmai śrīgurave namaḥ || 32 ||

Übersetzung: Dem erhabenen Guru, der die Gestalt des höchsten Brahman in menschlicher Form ist, Unwissenheit beseitigt und den Kula-Dharma offenbart, sei Verehrung.

Svasti: Rigveda 1.89.6
svasti na indro vṛddhaśravāḥ svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nas tārkṣyo ariṣṭanemiḥ svasti no bṛhaspatir dadhātu ||

Übersetzung: Wohlergehen gewähre uns Indra von weithin gehörtem Ruhm; Wohlergehen Pushan, der alles kennt; Wohlergehen Tarkshya mit unversehrtem Radkranz; Wohlergehen verleihe uns Brihaspati.

Sitze anschließend eine Minute still.

10. Tilaka, Wasser und Achamana
Sprich den Narayani-Vers und lege ein verträgliches Stirnzeichen auf, wenn dies zur eigenen Praxis gehört:

Devi Mahatmya, Kapitel 11: Zähleinheit 10
sarvamaṅgalamāṅgalye śive sarvārthasādhike |
śaraṇye tryambake gauri nārāyaṇi namo'stu te || 11.10||

Übersetzung: Du Heilvollste alles Heilvollen, Segensreiche, die alle Ziele verwirklicht, Zuflucht, Dreiäugige, Gauri: Narayani, Verehrung dir.

Nimm das Wassergefäß, halte die Hände darüber und rezitiere die Flussanrufung. Besprenge Hände und Ritualplatz sparsam mit dem Marjana-Gebet. Gib beim Amrita-Mantra einige Tropfen nach hinten in eine bereitgestellte Schale. Berühre beim dreifachen Achamana jeweils die Lippen mit etwas frischem Trinkwasser oder nimm jeweils einen kleinen Schluck; verwendet wird dafür ein eigener sauberer Löffel.

Anrufung der heiligen Flüsse
oṃ gaṅge ca yamune caiva godāvari sarasvati |
narmade sindhukāveri jalesmin sannidhiṃ kuru |

Übersetzung: Om. Ganga und Yamuna, Godavari, Sarasvati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Macht euch in diesem Wasser gegenwärtig.

Marjana-Gebet
oṃ apavitraḥ pavitro vā sarvāvasthāṃ gato'pi vā |
yaḥ smaret puṇḍarīkākṣaṃ sa bāhyābhyantaraḥ śuciḥ ||

Übersetzung: Om. Ob unrein oder rein, in welchen Zustand man auch gelangt sein mag: Wer des Lotusäugigen gedenkt, ist äußerlich und innerlich rein.

Anmerkung: Die frei vereinfachte Wiki-Umschrift ist in grammatisch übliche IAST-Schreibung überführt; der Text spricht von ritueller Sammlung, nicht von einer hygienischen Desinfektion.

Wassergabe über die Schulter
oṃ amṛtaṃ kuru svāhā

Übersetzung: Om. Mache es zu Amrita, zum Unsterblichen. Svaha.

Dreifaches Achamana
oṃ keśavāya namaḥ |
oṃ nārāyaṇāya namaḥ |
oṃ mādhavāya namaḥ ||

Übersetzung: Om. Verehrung Keshava. Om. Verehrung Narayana. Om. Verehrung Madhava.

Wasche danach die Hände. Die Wiki-Worte „hastau prakṣālya“ bedeuten „nachdem man die Hände gewaschen hat“ und werden hier als Handlungsanweisung behandelt, nicht als zusätzlicher Mantra.

11. Agni vergegenwärtigen und das Feuer entzünden
Stelle das Wassergefäß vor dem Kund auf. Vergegenwärtige Agni als Träger der Gaben. Sprich die beiden Formeln für Feuergestalt und Feuerbewusstsein und dreimal Ram. Die Leitung entzündet das vorbereitete trockene Brennmaterial direkt in der sicheren Feuerstelle. Sprich den Entfachungsmantra und anschließend den vollständigen Agni-Lobvers.

Gestalt und Bewusstsein des Feuers
hrīṃ vahnimūrtaye namaḥ |
raṃ vahnicaitanyāya namaḥ ||

Übersetzung: Hrim. Verehrung der Gestalt des Feuers. Ram. Verehrung dem Bewusstsein des Feuers.

Anmerkung: Der Havan-Wikiartikel hat beim zweiten Bija Vam; diese Fassung folgt ausdrücklich Mahanirvana Tantra 6.139 mit Ram. Beide Lesungen werden nicht unbemerkt gleichgesetzt.

Agni-Bija
raṃ

Übersetzung: Ram, der Feuerkeimlaut.

Entfachung des Bewusstseinsfeuers
oṃ citpiṅgala hana hana daha daha paca paca sarvajñājñāpaya svāhā

Übersetzung: Om. Du goldrot leuchtendes Bewusstseinsfeuer: Schlage, schlage; verbrenne, verbrenne; gare, gare. Allwissender, lasse erkennen beziehungsweise gebiete. Svaha.

Anmerkung: Der Wortlaut richtet sich auf das rituelle Feuer und die innere Läuterung, nicht auf einen Menschen. Die syntaktisch dichte Verbindung sarvajñājñāpaya wird als sarvajña + ājñāpaya gelesen.

Verehrung des entzündeten Feuers
agniṃ prajvalitaṃ vande jātavedaṃ hutāśanam |
suvarṇavarṇamamalaṃ samiddhaṃ sarvatomukham || 143 ||

Übersetzung: Ich verehre das entzündete Feuer, Jatavedas, den Verzehrer der Opfergaben: goldfarben, makellos, hell auflodernd und nach allen Seiten gewandt.

Das Umkreisen mit offen brennendem Material wird bei einer ortsfesten Großfeuerstelle durch die innere Vergegenwärtigung ersetzt. Dies ist eine ausdrücklich praktische Anpassung des gewählten Rahmens.

12. Zwölf eröffnende Ahutis darbringen
Gib mit jeder der vier folgenden Formeln eine kleine Ghee-Gabe in die tragfähige Flamme: Agni, Soma, Agni-Soma, Svishtakrit.

Feuergabe: Agni
oṃ agnaye svāhā

Übersetzung: Om. Agni sei die Darbringung gewidmet.

Feuergabe: Soma
oṃ somāya svāhā

Übersetzung: Om. Soma sei die Darbringung gewidmet.

Feuergabe: Agni und Soma
oṃ agnīṣomābhyāṃ svāhā

Übersetzung: Om. Agni und Soma sei die Darbringung gewidmet.

Feuergabe: Agni Svishtikrit
oṃ agnaye sviṣṭikṛte svāhā

Übersetzung: Om. Agni, dem Vollender der guten Opferhandlung, sei die Darbringung gewidmet.

Es folgen drei weitere Gaben mit den drei Vyahritis, zwei mit dem Vaishvanara-Mantra und drei mit dem Mahaganapati-Mantra. Jede Gabe fällt auf das abschließende Svaha. Damit sind es 4 + 3 + 2 + 3 = 12 Anfangsgaben.

Drei Vyahriti-Opfer
oṃ bhūḥ svāhā |
oṃ bhuvaḥ svāhā |
oṃ svaḥ svāhā ||

Übersetzung: Om. Der Erde sei die Darbringung gewidmet. Om. Dem Zwischenraum sei die Darbringung gewidmet. Om. Der Himmelswelt sei die Darbringung gewidmet.

Anrufung Agnis
oṃ vaiśvānara jātaveda ihāvahāvaha lohitākṣa sarvakarmāṇi sādhaya svāhā

Übersetzung: Om. Vaishvanara, Jatavedas, bringe hierher, bringe hierher, Rotäugiger; führe alle Ritualhandlungen zum Gelingen. Svaha.

Ganesha-Feuergabe
oṃ mahāgaṇapataye svāhā

Übersetzung: Om. Dem großen Ganapati sei diese Gabe dargebracht.

13. Den Schüler zum Viraja-Homa führen
Der Guru ruft die eintretende Person zum vorbereiteten Feuer. Zunächst gibt sie mit jeder der drei Hrim-Vyahritis eine kleine Gabe.

Vyahriti-Gabe: Erde
hrīṃ bhūḥ svāhā

Übersetzung: Hrim. Der Erde sei die Darbringung gewidmet.

Vyahriti-Gabe: Zwischenraum
hrīṃ bhuvaḥ svāhā

Übersetzung: Hrim. Dem Zwischenraum sei die Darbringung gewidmet.

Vyahriti-Gabe: Himmelswelt
hrīṃ svaḥ svāhā

Übersetzung: Hrim. Der Himmelswelt sei die Darbringung gewidmet.

Der Guru erläutert: Dargebracht werden die Identifikation und das Besitzdenken gegenüber Leib, Sinnen und geistigen Funktionen. Der Körper selbst wird nicht verletzt. Die Feuerhandlung geschieht im Sitzen mit einer kleinen geeigneten Opfergabe.

14. Prana- und Tattva-Homa vollständig vollziehen
Rezitiere die neun folgenden Gruppen in der angegebenen Reihenfolge, jeweils einmal vollständig. Bei jedem letzten Svaha gib eine kleine Gabe ins Feuer. Die erste Gruppe umfasst die fünf Pranas; die folgenden fünf Gruppen umfassen 5 + 5 + 5 + 5 + 4 = 24 Tattvas; die letzten drei Gruppen die Tätigkeiten des Körpers, der Organe und der Lebenshauche. Damit wird kein Bestandteil der Quellenliste ausgelassen.

Viraja-Homa, Gruppe 1: Lebenshauche
prāṇāpānau samānaścodānavyānau ca vāyavaḥ |
etāni me śuddhyantāṃ hrīṃ jyotirahaṃ virajā vipāpmā bhūyāsaṃ svāhā ||

Übersetzung: Prana, Apana, Samana, Udana und Vyana, die fünf Lebenshauche: All dies in mir möge geläutert werden. Hrim. Licht bin ich; möge ich frei von Befleckung und frei von Übel sein. Svaha.

Anmerkung: Die Gruppierung in neun Darbringungen ist eine redaktionelle Ausführungsentscheidung. Die Quelle schreibt hier selbst keine neunfache Zahl vor. „Etāni“, „all dies“, wird nach ihrer Wortanweisung bewahrt; es bezieht sich zusammenfassend auf die benannten Bestandteile. Svaha ist der ergänzte Homa-Schlussruf, keine zusätzliche Silbe des zitierten Verses 8.253.

Viraja-Homa, Gruppe 2: Fünf grobe Elemente
pṛthivī salilaṃ vahnirvāyurākāśameva ca |
etāni me śuddhyantāṃ hrīṃ jyotirahaṃ virajā vipāpmā bhūyāsaṃ svāhā ||

Übersetzung: Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum: All dies in mir möge geläutert werden. Hrim. Licht bin ich; möge ich frei von Befleckung und frei von Übel sein. Svaha.

Anmerkung: Die Gruppierung in neun Darbringungen ist eine redaktionelle Ausführungsentscheidung. Die Quelle schreibt hier selbst keine neunfache Zahl vor. „Etāni“, „all dies“, wird nach ihrer Wortanweisung bewahrt; es bezieht sich zusammenfassend auf die benannten Bestandteile. Svaha ist der ergänzte Homa-Schlussruf, keine zusätzliche Silbe des zitierten Verses 8.253.

Viraja-Homa, Gruppe 3: Fünf Sinnesqualitäten
gandho rasaśca rūpaśca sparśaḥ śabdaḥ |
etāni me śuddhyantāṃ hrīṃ jyotirahaṃ virajā vipāpmā bhūyāsaṃ svāhā ||

Übersetzung: Geruch, Geschmack, Gestalt, Berührung und Klang: All dies in mir möge geläutert werden. Hrim. Licht bin ich; möge ich frei von Befleckung und frei von Übel sein. Svaha.

Anmerkung: Die Gruppierung in neun Darbringungen ist eine redaktionelle Ausführungsentscheidung. Die Quelle schreibt hier selbst keine neunfache Zahl vor. „Etāni“, „all dies“, wird nach ihrer Wortanweisung bewahrt; es bezieht sich zusammenfassend auf die benannten Bestandteile. Svaha ist der ergänzte Homa-Schlussruf, keine zusätzliche Silbe des zitierten Verses 8.253.

Viraja-Homa, Gruppe 4: Fünf Handlungsorgane
vākpāṇipādāśca pāyūpasthau |
etāni me śuddhyantāṃ hrīṃ jyotirahaṃ virajā vipāpmā bhūyāsaṃ svāhā ||

Übersetzung: Rede, Hände, Füße, Ausscheidungs- und Zeugungsorgan: All dies in mir möge geläutert werden. Hrim. Licht bin ich; möge ich frei von Befleckung und frei von Übel sein. Svaha.

Anmerkung: Die Gruppierung in neun Darbringungen ist eine redaktionelle Ausführungsentscheidung. Die Quelle schreibt hier selbst keine neunfache Zahl vor. „Etāni“, „all dies“, wird nach ihrer Wortanweisung bewahrt; es bezieht sich zusammenfassend auf die benannten Bestandteile. Svaha ist der ergänzte Homa-Schlussruf, keine zusätzliche Silbe des zitierten Verses 8.253.

Viraja-Homa, Gruppe 5: Fünf Erkenntnisorgane
śrotraṃ tvaṅnayanaṃ jihvā ghrāṇaṃ |
etāni me śuddhyantāṃ hrīṃ jyotirahaṃ virajā vipāpmā bhūyāsaṃ svāhā ||

Übersetzung: Gehör, Haut, Auge, Zunge und Geruchssinn: All dies in mir möge geläutert werden. Hrim. Licht bin ich; möge ich frei von Befleckung und frei von Übel sein. Svaha.

Anmerkung: Die Gruppierung in neun Darbringungen ist eine redaktionelle Ausführungsentscheidung. Die Quelle schreibt hier selbst keine neunfache Zahl vor. „Etāni“, „all dies“, wird nach ihrer Wortanweisung bewahrt; es bezieht sich zusammenfassend auf die benannten Bestandteile. Svaha ist der ergänzte Homa-Schlussruf, keine zusätzliche Silbe des zitierten Verses 8.253.

Viraja-Homa, Gruppe 6: Vier innere Funktionen
mano buddhiśca cittañcāhaṅkāraḥ |
etāni me śuddhyantāṃ hrīṃ jyotirahaṃ virajā vipāpmā bhūyāsaṃ svāhā ||

Übersetzung: Manas, unterscheidende Einsicht, inneres Bewusstsein und Ichbildung: All dies in mir möge geläutert werden. Hrim. Licht bin ich; möge ich frei von Befleckung und frei von Übel sein. Svaha.

Anmerkung: Die Gruppierung in neun Darbringungen ist eine redaktionelle Ausführungsentscheidung. Die Quelle schreibt hier selbst keine neunfache Zahl vor. „Etāni“, „all dies“, wird nach ihrer Wortanweisung bewahrt; es bezieht sich zusammenfassend auf die benannten Bestandteile. Svaha ist der ergänzte Homa-Schlussruf, keine zusätzliche Silbe des zitierten Verses 8.253.

Viraja-Homa, Gruppe 7: Körperhandlungen
dehajāḥ kriyāḥ |
etāni me śuddhyantāṃ hrīṃ jyotirahaṃ virajā vipāpmā bhūyāsaṃ svāhā ||

Übersetzung: Die körperlich entstandenen Tätigkeiten: All dies in mir möge geläutert werden. Hrim. Licht bin ich; möge ich frei von Befleckung und frei von Übel sein. Svaha.

Anmerkung: Die Gruppierung in neun Darbringungen ist eine redaktionelle Ausführungsentscheidung. Die Quelle schreibt hier selbst keine neunfache Zahl vor. „Etāni“, „all dies“, wird nach ihrer Wortanweisung bewahrt; es bezieht sich zusammenfassend auf die benannten Bestandteile. Svaha ist der ergänzte Homa-Schlussruf, keine zusätzliche Silbe des zitierten Verses 8.253.

Viraja-Homa, Gruppe 8: Sinneshandlungen
sarvāṇīndriyakarmāṇi |
etāni me śuddhyantāṃ hrīṃ jyotirahaṃ virajā vipāpmā bhūyāsaṃ svāhā ||

Übersetzung: Sämtliche Tätigkeiten der Sinne und Organe: All dies in mir möge geläutert werden. Hrim. Licht bin ich; möge ich frei von Befleckung und frei von Übel sein. Svaha.

Anmerkung: Die Gruppierung in neun Darbringungen ist eine redaktionelle Ausführungsentscheidung. Die Quelle schreibt hier selbst keine neunfache Zahl vor. „Etāni“, „all dies“, wird nach ihrer Wortanweisung bewahrt; es bezieht sich zusammenfassend auf die benannten Bestandteile. Svaha ist der ergänzte Homa-Schlussruf, keine zusätzliche Silbe des zitierten Verses 8.253.

Viraja-Homa, Gruppe 9: Prana-Handlungen
prāṇakarmāṇi yāni ca |
etāni me śuddhyantāṃ hrīṃ jyotirahaṃ virajā vipāpmā bhūyāsaṃ svāhā ||

Übersetzung: Alle Tätigkeiten der Lebenshauche: All dies in mir möge geläutert werden. Hrim. Licht bin ich; möge ich frei von Befleckung und frei von Übel sein. Svaha.

Anmerkung: Die Gruppierung in neun Darbringungen ist eine redaktionelle Ausführungsentscheidung. Die Quelle schreibt hier selbst keine neunfache Zahl vor. „Etāni“, „all dies“, wird nach ihrer Wortanweisung bewahrt; es bezieht sich zusammenfassend auf die benannten Bestandteile. Svaha ist der ergänzte Homa-Schlussruf, keine zusätzliche Silbe des zitierten Verses 8.253.

Die Quelle lehrt die Wortliste mit einer gemeinsamen Läuterungsformel. Die Neunergruppierung macht diesen Vollzug übersichtlich; eine überlieferte Aufteilung in Einzelahutis kann anders zählen und bleibt von dieser gewählten Gruppierung unterschieden.

15. Die Identifikation mit dem Leib lösen
Bleibe nach den Gaben still. Die Quelle 8.254–255 fordert die Betrachtung des Körpers als bewegungslos, „wie tot“, und die Erinnerung an Brahman. Gemeint ist eine innere Vergegenwärtigung: Sitze ruhig und atme frei; es gibt hier keine Atemunterbrechung, Selbstverletzung oder körperliche Darstellung des Sterbens. Der Guru führt zurück zur unmittelbaren Frage: Was ist gegenwärtig, auch wenn eine bisherige gesellschaftliche Identität abgelegt wird?

16. Eine vorhandene heilige Schnur ablegen
Dieser Schritt gilt nur für eine Person, die in ihrer bisherigen Tradition tatsächlich einen Yajnopavita trägt. Sprich Aim, Klim, Hum, nimm die Schnur ab und lege sie in die Hand beziehungsweise auf eine kleine Schale. Benetze eine kleine natürliche Faserportion mit Ghee. Mit der Vyahriti-Formel wird sie bei Svaha dargebracht.

Abnehmen des Yajnopavita
aiṃ klīṃ hūṃ

Übersetzung: Aim, Klim, Hum: die drei ausdrücklich gelehrten Bija-Silben beim Abnehmen der heiligen Schnur.

Darbringung der heiligen Schnur
bhūr bhuvaḥ svaḥ svāhā

Übersetzung: Erde, Zwischenraum, Himmelswelt. Svaha.

Synthetische oder metallhaltige Schnüre werden nicht verbrannt; sie werden nach der Ordnung der Gemeinschaft abgelegt. Diese Materialanpassung wird als solche benannt. Für eine Person ohne Yajnopavita wird keine Schnur nur zum Zweck ihrer anschließenden Vernichtung angelegt.

17. Shikha lösen und darbringen
Die zuständige Person löst die vorhandene Haarlocke mit einem geeigneten sauberen Werkzeug, während Klim gesprochen wird. Der Guru begleitet den Vorgang; es wird keine gefährliche Rasierbewegung am Feuer ausgeführt. Lege eine kleine abgeschnittene Haarportion in eine Schale und benetze sie wenig mit Ghee. Rezitiere den vollständigen Shikha-Vers, danach die Bija-Folge; gib die vorbereitete Portion beim letzten Svaha ins Feuer.

Shikha ablösen
klīṃ

Übersetzung: Klim: das Kama-Bija beim Abschneiden der Shikha.

Gebet an die Shikha
brahmaputri śikhe tvaṃ hi bālarūpā tapasvinī |
dīyate pāvake sthānaṃ gaccha devi namo'stu te || 258 ||

Übersetzung: Shikha, du bist Brahmans Tochter, eine jugendliche Asketin. Im läuternden Feuer wird dir eine Stätte gegeben. Gehe, Göttin; Verehrung sei dir.

Shikha-Homa
klīṃ hrīṃ hūṃ svāhā

Übersetzung: Klim, Hrim, Hum. Svaha. Die Bija-Folge begleitet die Darbringung der Haarlocke.

Anmerkung: Ein zusätzliches Phat wird hier nicht eingesetzt: Der verwendete Sanskritvers 8.259 nennt kein Astra-Bija. Andere gedruckte Übersetzungen können an dieser Stelle eine abweichende Folge bieten.

Die Quelle setzt eine Shikha voraus. Wo keine vorhanden ist, entscheidet die tatsächliche Ordensordnung über die Form des Haarverzichts; ein fehlendes Ritualobjekt wird nicht durch eine erfundene alte Vorschrift ersetzt.

18. Tat Tvam Asi empfangen
Nach Abschluss der Entsagung verneigt sich die eintretende Person vor dem Guru. Der Guru hilft ihr auf und spricht die Unterweisung zum rechten Ohr in angemessenem Abstand.

Unterweisung beim Sannyasa
tattvamasi mahāprājña haṃsaḥ so'haṃ vibhāvaya |
nirmamo nirahaṅkāraḥ svabhāvena sukhaṃ cara ||

Übersetzung: Das bist du, du Einsichtsvoller. Vergegenwärtige Hamsa und „Ich bin Das“. Ohne Besitzdenken und ohne Ich-Anmaßung wandle froh in deiner eigenen Natur.

Er erläutert die Mahavakya-Aussage Tat Tvam Asi, Hamsa und Soham. Die Aussage ruft zur Erkenntnis des Selbst und zu einem Leben ohne Aneignung und Überheblichkeit. Sie ist kein Lob des bisherigen persönlichen Ichs.

19. Die Gleichheit im Selbst würdigen
Die besondere äußere Kalasha-Anrufung wird aufgelöst, indem der Guru ihre Gegenwart im Herzen vergegenwärtigt. Er grüßt die geweihte Person als Ausdruck derselben Wirklichkeit.

Gruß nach der Sannyasa-Unterweisung
namastubhyaṃ namo mahyaṃ tubhyaṃ mahyaṃ namo namaḥ |
tvameva tat tattvameva viśvarūpa namo'stu te ||

Übersetzung: Verehrung dir, Verehrung mir; dir und mir immer wieder Verehrung. Du bist eben Das, eben Das bist du. Dir, dessen Gestalt das All ist, sei Verehrung.

Falls die eigene Ordenslinie Namensgebung, Ockergewand, Stab oder Bettelschale vorsieht, werden sie durch den zuständigen Guru übergeben. Diese Gegenstände und ihre etwaigen Formeln stehen nicht im verwendeten Abschnitt 8.225–266; sie werden deshalb nicht als Sanskritvorschrift dieses Tantra hinzuerfunden.

20. Vollendungsbitten und Purnahuti
Nach dem jeweiligen Hauptprogramm gibt die Leitung je eine kleine Gabe mit den beiden Svishtakrit-Gebeten, danach je eine mit den vier Hrim-Vyahritis. Es folgen sechs vorbereitende Abschlussgaben.

Bitte um Vollendung
hrīṃ asmin karmaṇi deveśa pramādādbhramato'pi vā |
nyūnādhikaṃ kṛtaṃ yacca sarvaṃ sviṣṭakṛtaṃ kuru svāhā

Übersetzung: Hrim. Herr der Götter, was bei dieser Handlung durch Nachlässigkeit oder Irrtum zu wenig oder zu viel getan wurde, mache all dies zu einer wohlvollzogenen Opferhandlung. Svaha.

Zweites Vollendungsgebet
hrīṃ tvamagne sarvalokānāṃ pāvanaḥ sviṣṭakṛt prabhuḥ |
yajñasākṣī kṣemakartā sarvān kāmān prapūraya svāhā

Übersetzung: Hrim. Agni, du bist der Läuterer aller Welten, der Herr, der die Opferhandlung vollendet, Zeuge des Yajna und Schöpfer des Wohls. Erfülle alle ersehnten Anliegen. Svaha.

Vyahriti-Gabe: Erde
hrīṃ bhūḥ svāhā

Übersetzung: Hrim. Der Erde sei die Darbringung gewidmet.

Vyahriti-Gabe: Zwischenraum
hrīṃ bhuvaḥ svāhā

Übersetzung: Hrim. Dem Zwischenraum sei die Darbringung gewidmet.

Vyahriti-Gabe: Himmelswelt
hrīṃ svaḥ svāhā

Übersetzung: Hrim. Der Himmelswelt sei die Darbringung gewidmet.

Vyahriti-Gabe: Erde, Zwischenraum und Himmelswelt
hrīṃ bhūrbhuvaḥ svaḥ svāhā

Übersetzung: Hrim. Der Erde, dem Zwischenraum und der Himmelswelt sei die Darbringung gewidmet.

Bereite eine der Feuergröße angemessene Schlussgabe aus Ghee und etwas Getreide beziehungsweise einer kleinen Fruchtportion vor. Rezitiere das Purnahuti-Gebet einmal und lege die Gabe bei Svaha ruhig ein; kein plötzliches Ausschütten großer Fettmengen.

Purnahuti-Gebet
hrīṃ yajñapate pūrṇo bhavatu yajño me |
hṛṣyantu yajñadevatāḥ phalāni samyak yacchantu svāhā

Übersetzung: Hrim. Herr des Yajna, meine Opferhandlung möge vollständig werden. Die Gottheiten des Yajna mögen sich freuen und die Früchte in rechter Weise gewähren. Svaha.

Diese abschließende Siebenerfolge stammt aus Mahanirvana Tantra 9 und ist eine ausdrücklich benannte Ergänzung zum Yoga-Vidya-Eröffnungsrahmen.

21. Dank, Entlassung und Frieden
Sprich den Wassersegen und besprenge die Anwesenden sparsam oder berühre die eigenen Hände mit Wasser. Sprich die Schlussbitte an Agni, danach das Entlassungsgebet und die kurze Bitte um Verzeihung. Der letzte Svaha-Ruf ist hier Teil des Gebets; nach der Purnahuti wird keine weitere Hauptzählung eröffnet.

Wassersegen nach dem Homa
āpaḥ sumitriyāḥ santu bhavantvoṣadhayo mama |
āpo rakṣantu māṃ nityamāpo nārāyaṇaḥ svayam || 58 ||

Übersetzung: Die Wasser mögen mir gute Freunde sein, ebenso die Heilpflanzen. Die Wasser mögen mich stets beschützen; die Wasser sind Narayana selbst.

Abschließende Bitte an Agni
buddhiṃ vidyāṃ balaṃ medhāṃ prajñāṃ śraddhāṃ yaśaḥ śriyam |
ārogyaṃ teja āyuṣyaṃ dehi me havyavāhana || 62 ||

Übersetzung: Verständnis, Wissen, Kraft, Einsicht, Weisheit, Vertrauen, Ansehen, Fülle, Gesundheit, Glanz und langes Leben schenke mir, Träger der Opfergaben.

Anmerkung: Die elektronische Quellenlesung śraddhaṃ ist hier konjektural zu śraddhāṃ berichtigt, dem regulären Akkusativ von śraddhā, Vertrauen. Die übrige Gebetsfolge bleibt unverändert.

Entlassungsgebet an Agni
yajña yajñapatiṃ gaccha yajñaṃ gaccha hutāśana |
svāṃ yoniṃ gaccha yajñeśa pūrayāsmanmanoratham || 64 ||

Übersetzung: Yajna, gehe zum Herrn des Yajna; gehe zur Opferhandlung, Verzehrer der Opfergaben. Kehre zu deinem Ursprung zurück, Herr des Yajna; erfülle unser Herzensanliegen.

Bitte um Verzeihung an Agni
agne kṣamasva svāhā

Übersetzung: Agni, verzeihe. Svaha.

Gruß beim Abschluss der Opfergaben
oṃ agnaye namaḥ

Übersetzung: Om. Verehrung Agni.

Es folgen die beiden Bitten um Annahme, der Mangala-Wunsch dreimal und der dreifache Friedensruf einmal.

Aparadha Kshamapana Stotra, Vers 6
yadakṣaraṃ paribhraṣṭaṃ mātrāhīnañca yadbhavet |
pūrṇaṃ bhavatu tat sarvaṃ tvatprasādānmaheśvari || 6||

Übersetzung: Jede entfallene Silbe und jedes fehlende Lautmaß: Möge all dies durch deine Gnade vollständig werden, große Herrscherin.

Bitte um Annahme der Verehrung
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ sureśvari |
yatpūjitaṃ mayā devi paripūrṇaṃ tadastu me ||

Übersetzung: Herrin der Götter, was ich dir, Göttin, an Verehrung dargebracht habe, obwohl es an Mantra, Handlung und Hingabe mangelhaft war, möge für mich vollständig sein.

Mangala-Wunsch
lokāḥ samastāḥ sukhino bhavantu

Übersetzung: Mögen alle Welten beziehungsweise alle Wesen glücklich sein.

Dreifacher Friedensruf
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ

Übersetzung: Om. Friede, Friede, Friede.

22. Prasad, Dank an die Mitwirkenden und Nachsorge
Sprich den Speisevers einmal, teile frische vegetarische Speise und sauberes Trinkwasser.

Brahmarpana zur Speisensegnung
brahmārpaṇaṃ brahmahavirbrahmāgnau brahmaṇā hutam |
brahmaiva tena gantavyaṃ brahmakarmasamādhinā || 56 ||

Übersetzung: Brahman ist die Darbringung, Brahman die Opfergabe; von Brahman wird sie im Feuer Brahmans dargebracht. Brahman allein ist von dem zu erreichen, der ganz in der Handlung als Brahman gesammelt ist.

Danke Leitung, Rezitierenden, Feuerwache und Versorgenden; übergib vereinbarte Dakshina und Spenden. Sprich abschließend die Widmung:

Kurze Widmung
brahmārpaṇamastu

Übersetzung: Es sei eine Darbringung an Brahman.

Die rituelle Entlassung ist nicht das physische Erlöschen. Die Feuerwache bleibt bis zum vollständig sicheren Zustand zuständig. Asche wird erst abgekühlt berührt und sauber verwahrt oder entsorgt.

23. Den neuen Alltag verbindlich aufnehmen
Noch am selben Tag werden Tagespraxis, Gemeinschaftszugehörigkeit, Unterhalt, Begleitung und die konkreten Gelübde der angenommenen Linie bestätigt. Die Gemeinschaft begrüßt die Person mit ihrem Namen; wurde in der Ordenslinie ein neuer Name verliehen, verwendet sie diesen. Im Mittelpunkt stehen Vairagya, Ahimsa, Wahrhaftigkeit, Studium und beständiges Dienen. Der Guru sorgt für weitere Unterweisung; die Zeremonie ist Beginn eines gelebten Weges.

Überlieferung und gewählte Durchführung

Die Verse 8.260–262 unterscheiden historische soziale Gruppen und setzen bestimmte äußere Kennzeichen voraus. Diese Textgeschichte begründet keine pauschale Bewertung heutiger Menschen. Die tatsächliche Aufnahmeordnung verantwortet die betreffende Gemeinschaft. Die hier vollständig ausgeschriebene Durchführung bietet keine eigenständige Berechtigung, andere Menschen zu ordinieren.

Die historische Tantra-Quelle ist an mehreren Stellen absichtlich offen: Kalasha nach eigener Upasana, Homa nach eigenem Kalpa und Unterweisung durch den Guru. Diese Offenheit wird nicht durch die Behauptung verdeckt, es gebe einen für alle Orden identischen vollständigen Sanskrittext. Für genau den hier beschriebenen Rahmen sind sämtliche angeordneten Sprechtexte enthalten.

Vollständige Rezitationstexte mit deutscher Übersetzung

Alle für die ausdrücklich beschriebene Durchführung verwendeten Sanskrittexte stehen hier vollständig. Wiederholungen werden nach dem Ablaufplan vollzogen. Überschriften, Nummern und Quellenangaben werden nicht mitgesprochen. Die deutschen Ansagen im Handlungsteil sind heutige Formulierungen; für sie wird kein alter Sanskritwortlaut behauptet.

Erster Guru-Gruß
bhavapāśavināśāya jñānadṛṣṭipradarśine |
namaḥ sadgurave tubhyaṃ bhuktimuktipradāyine || 31 ||

Übersetzung: Dir, dem wahren Guru, der die Fessel des Werdens vernichtet und den Blick der Erkenntnis eröffnet, der Lebenserfüllung und Befreiung schenkt, sei Verehrung.

Quelle: Mahanirvana Tantra 5.31.

Zweiter Guru-Gruß
narākṛtiparabrahmarūpāyā'jñānahāriṇe |
kuladharmaprakāśāya tasmai śrīgurave namaḥ || 32 ||

Übersetzung: Dem erhabenen Guru, der die Gestalt des höchsten Brahman in menschlicher Form ist, Unwissenheit beseitigt und den Kula-Dharma offenbart, sei Verehrung.

Quelle: Mahanirvana Tantra 5.32.

Bitte an den Guru um Sannyasa
gṛhāśrame parabrahman mamaitadvigataṃ vayaḥ |
prasādaṃ kuru me nātha saṃnyāsagrahaṇaṃ prati ||

Übersetzung: O höchstes Brahman, mein bisheriges Leben ist im Hausstand vergangen. Erweise mir deine Gnade, Herr, damit ich Sannyasa annehmen kann.

Quelle: Mahanirvana Tantra 8.229 (abgegrenzte Rezitationsworte).

Gruß an Gottheiten und Ahnen
devatābhyaḥ pitṛbhyaśca mahāyogibhya eva ca |
namo'stu puṣṭyai svāhāyai nityameva bhavantviti ||

Übersetzung: Verehrung den Gottheiten, den Ahnen und den großen Yogis. Verehrung der Nährung und Svaha; mögen sie immer sein.

Quelle: Mahanirvana Tantra 10.32 (abgegrenzte Rezitationsworte).

Brahma-Gayatri
parameśvarāya vidmahe paratattvāya dhīmahi tanno brahma pracodayāt

Übersetzung: Mögen wir den höchsten Herrn erkennen. Über das höchste Wirkliche meditieren wir. Möge jenes Brahman uns anregen.

Quelle: Mahanirvana Tantra 3.109–110; vollständig nach der dort ausdrücklich vorgeschriebenen Wortfolge und Dativendung ausgeschrieben, ohne ergänztes Om.

Reinigung der Shraddha-Gaben
vaṃ hūṃ phaṭ

Übersetzung: Vam, Hum, Phat: rituelle Klänge zur Reinigung und Abgrenzung der Gaben; keine wörtliche Satzübersetzung.

Quelle: Mahanirvana Tantra 10.33, abgegrenzte Mantraworte.

Götter und Seher im vorbereitenden Gedenken
oṃ brahmaṇe namaḥ |
oṃ viṣṇave namaḥ |
oṃ rudrāya namaḥ |
oṃ ṛṣibhyo namaḥ ||

Übersetzung: Om. Verehrung Brahma. Om. Verehrung Vishnu. Om. Verehrung Rudra. Om. Verehrung den Sehern.

Quelle: Mahanirvana Tantra, Sanskrit-Projektfassung nach Muktabodha M00049; Arthur Avalon (Hrsg.), Tantrik Texts 13, 1926, mit dem Kommentar Hariharananda Bharatis, elektronische Erfassung Mark S. G. Dyczkowski, 8.231–237; Namensgrüße nach der dortigen Empfängerliste und dem allgemeinen Om–Dativ–Namah-Schema aus 6.130 ausgeschrieben; kein vorgeblich wörtliches Zitat aus 8.232.

Pinda-Gabe 1: Vater
oṃ pitre svadhā

Übersetzung: Om. Vater: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Quelle: Mahanirvana Tantra 10.37–38 und 10.50–51; Redaktionell ausgeschriebene Verwandtschaftsform im Dativ; der persönliche Name wird zuvor auf Deutsch genannt. Kein fingierter Familienname oder Gotra.

Pinda-Gabe 2: Väterlicher Großvater
oṃ pitāmahāya svadhā

Übersetzung: Om. Väterlicher Großvater: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Quelle: Mahanirvana Tantra 10.37–38 und 10.50–51; Redaktionell ausgeschriebene Verwandtschaftsform im Dativ; der persönliche Name wird zuvor auf Deutsch genannt. Kein fingierter Familienname oder Gotra.

Pinda-Gabe 3: Väterlicher Urgroßvater
oṃ prapitāmahāya svadhā

Übersetzung: Om. Väterlicher Urgroßvater: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Quelle: Mahanirvana Tantra 10.37–38 und 10.50–51; Redaktionell ausgeschriebene Verwandtschaftsform im Dativ; der persönliche Name wird zuvor auf Deutsch genannt. Kein fingierter Familienname oder Gotra.

Pinda-Gabe 4: Mutter
oṃ mātre svadhā

Übersetzung: Om. Mutter: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Quelle: Mahanirvana Tantra 10.37–38 und 10.50–51; Redaktionell ausgeschriebene Verwandtschaftsform im Dativ; der persönliche Name wird zuvor auf Deutsch genannt. Kein fingierter Familienname oder Gotra.

Pinda-Gabe 5: Väterliche Großmutter
oṃ pitāmahyai svadhā

Übersetzung: Om. Väterliche Großmutter: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Quelle: Mahanirvana Tantra 10.37–38 und 10.50–51; Redaktionell ausgeschriebene Verwandtschaftsform im Dativ; der persönliche Name wird zuvor auf Deutsch genannt. Kein fingierter Familienname oder Gotra.

Pinda-Gabe 6: Väterliche Urgroßmutter
oṃ prapitāmahyai svadhā

Übersetzung: Om. Väterliche Urgroßmutter: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Quelle: Mahanirvana Tantra 10.37–38 und 10.50–51; Redaktionell ausgeschriebene Verwandtschaftsform im Dativ; der persönliche Name wird zuvor auf Deutsch genannt. Kein fingierter Familienname oder Gotra.

Pinda-Gabe 7: Mütterlicher Großvater
oṃ mātāmahāya svadhā

Übersetzung: Om. Mütterlicher Großvater: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Quelle: Mahanirvana Tantra 10.37–38 und 10.50–51; Redaktionell ausgeschriebene Verwandtschaftsform im Dativ; der persönliche Name wird zuvor auf Deutsch genannt. Kein fingierter Familienname oder Gotra.

Pinda-Gabe 8: Vater des mütterlichen Großvaters
oṃ pramātāmahāya svadhā

Übersetzung: Om. Vater des mütterlichen Großvaters: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Quelle: Mahanirvana Tantra 10.37–38 und 10.50–51; Redaktionell ausgeschriebene Verwandtschaftsform im Dativ; der persönliche Name wird zuvor auf Deutsch genannt. Kein fingierter Familienname oder Gotra.

Pinda-Gabe 9: Großvater des mütterlichen Großvaters
oṃ vṛddhapramātāmahāya svadhā

Übersetzung: Om. Großvater des mütterlichen Großvaters: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Quelle: Mahanirvana Tantra 10.37–38 und 10.50–51; Redaktionell ausgeschriebene Verwandtschaftsform im Dativ; der persönliche Name wird zuvor auf Deutsch genannt. Kein fingierter Familienname oder Gotra.

Pinda-Gabe 10: Mütterliche Großmutter
oṃ mātāmahyai svadhā

Übersetzung: Om. Mütterliche Großmutter: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Quelle: Mahanirvana Tantra 10.37–38 und 10.50–51; Redaktionell ausgeschriebene Verwandtschaftsform im Dativ; der persönliche Name wird zuvor auf Deutsch genannt. Kein fingierter Familienname oder Gotra.

Pinda-Gabe 11: Mutter des mütterlichen Großvaters
oṃ pramātāmahyai svadhā

Übersetzung: Om. Mutter des mütterlichen Großvaters: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Quelle: Mahanirvana Tantra 10.37–38 und 10.50–51; Redaktionell ausgeschriebene Verwandtschaftsform im Dativ; der persönliche Name wird zuvor auf Deutsch genannt. Kein fingierter Familienname oder Gotra.

Pinda-Gabe 12: Großmutter des mütterlichen Großvaters
oṃ vṛddhapramātāmahyai svadhā

Übersetzung: Om. Großmutter des mütterlichen Großvaters: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Quelle: Mahanirvana Tantra 10.37–38 und 10.50–51; Redaktionell ausgeschriebene Verwandtschaftsform im Dativ; der persönliche Name wird zuvor auf Deutsch genannt. Kein fingierter Familienname oder Gotra.

Bitte um Entlassung aus den drei Verpflichtungen
tṛpyadhvaṃ pitaro devā devarṣimātṛkā gaṇāḥ |
guṇātītapade yūyamanṛṇīkurutā'cirāt || 238 ||

Übersetzung: Seid gesättigt, Ahnen, Götter, Scharen der göttlichen Seher und Mütter. Befreit mich unverzüglich von der Schuld, auf dass ich in den Zustand jenseits der Gunas eingehe.

Anmerkung: Die elektronische Lesung deparṣi wird konjektural als devarṣi berichtigt. Das Wort „auf dass“ verdeutlicht den elliptischen Bezug von guṇātītapade; es steht nicht als eigene Sanskritkonjunktion im Text.

Quelle: Mahanirvana Tantra, Sanskrit-Projektfassung nach Muktabodha M00049; Arthur Avalon (Hrsg.), Tantrik Texts 13, 1926, mit dem Kommentar Hariharananda Bharatis, elektronische Erfassung Mark S. G. Dyczkowski, 8.238.

Ruf bei der Pinda-Darbringung
svadhā

Übersetzung: Svadha: die den Ahnen gewidmete Gabe.

Quelle: Mahanirvana Tantra, Sanskrit-Projektfassung nach Muktabodha M00049; Arthur Avalon (Hrsg.), Tantrik Texts 13, 1926, mit dem Kommentar Hariharananda Bharatis, elektronische Erfassung Mark S. G. Dyczkowski, 10.51.

Tryambaka-Japa vor dem Sannyasa-Homa
hrīṃ tryambakaṃ yajāmahe sugandhiṃ puṣṭivarddhanam |
ūrvārukamiva bandhanān mṛtyormukṣīya mā'mṛtāt || 244 ||

Übersetzung: Hrim. Wir verehren den Dreiäugigen, den Duftenden, der das Gedeihen vermehrt. Wie eine Gurkenfrucht aus ihrer Bindung möge ich vom Tod gelöst werden, nicht von der Unsterblichkeit.

Anmerkung: Die tantrische Fassung beginnt ausdrücklich mit Hrim und wird hundertmal gesprochen. Die Quellenlesung ūrvārukam bleibt erhalten; verbreitete vedische Fassungen haben urvārukam.

Quelle: Mahanirvana Tantra, Sanskrit-Projektfassung nach Muktabodha M00049; Arthur Avalon (Hrsg.), Tantrik Texts 13, 1926, mit dem Kommentar Hariharananda Bharatis, elektronische Erfassung Mark S. G. Dyczkowski, 8.243–244.

Meditation auf Brahman
hṛdayakamalamadhye nirviśeṣaṃ nirīham hariharavidhivedyaṃ yogibhirdhyānagamyam |
jananamaraṇabhītibhraṃsi saccitsvarūpam sakalabhuvanabījaṃ brahma caitanyamīḍe || 50 ||

Übersetzung: Ich preise Brahman, das Bewusstsein im Inneren des Herzlotus: ohne unterscheidende Merkmale und ohne Begehren, von Hari, Hara und Brahma erkannt, den Yogis durch Meditation zugänglich. Es lässt die Furcht vor Geburt und Tod schwinden, ist Sein und Bewusstsein und der Same aller Welten.

Quelle: Mahanirvana Tantra 3.50.

Brahman-Mantra
oṃ saccidekaṃ brahma

Übersetzung: Om. Das eine Brahman: Sein und Bewusstsein.

Quelle: Mahanirvana Tantra 3.12–13; Der im Text durch Wortanweisung gelehrte siebensilbige Mantra wird ausgeschrieben.

Dreifaches Om
oṃ
oṃ
oṃ

Übersetzung: Om. Om. Om.

Quelle: Havan im Yoga-Vidya-Wiki, Abschnitt Ablauf eines Havans bei Yoga Vidya, abgerufen am 06.10.2026; IAST-Schreibung der überlieferten Sanskritformeln normalisiert.

Svasti: Rigveda 1.89.6
svasti na indro vṛddhaśravāḥ svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nas tārkṣyo ariṣṭanemiḥ svasti no bṛhaspatir dadhātu ||

Übersetzung: Wohlergehen gewähre uns Indra von weithin gehörtem Ruhm; Wohlergehen Pushan, der alles kennt; Wohlergehen Tarkshya mit unversehrtem Radkranz; Wohlergehen verleihe uns Brihaspati.

Quelle: Rigveda 1.89.6; vorhandene GRETIL-Projektdatei nach Aufrecht; im Yoga-Vidya-Havan als Svasti Vachana verwendet.

Devi Mahatmya, Kapitel 11: Zähleinheit 10
sarvamaṅgalamāṅgalye śive sarvārthasādhike |
śaraṇye tryambake gauri nārāyaṇi namo'stu te || 11.10||

Übersetzung: Du Heilvollste alles Heilvollen, Segensreiche, die alle Ziele verwirklicht, Zuflucht, Dreiäugige, Gauri: Narayani, Verehrung dir.

Quelle: SanskritDocuments: Devi Mahatmyam beziehungsweise Durga Saptashati, elektronische Fassung mit Vor- und Abschlusstexten, aktualisiert 26.02.2024, Kapitel 11, Zähleinheit 10.

Anrufung der heiligen Flüsse
oṃ gaṅge ca yamune caiva godāvari sarasvati |
narmade sindhukāveri jalesmin sannidhiṃ kuru |

Übersetzung: Om. Ganga und Yamuna, Godavari, Sarasvati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Macht euch in diesem Wasser gegenwärtig.

Quelle: Brihat Tantrasara, Snana-Abschnitt, lokaler Vers 19; zusammenhängende Formel, Zeilenumbrüche vereinheitlicht.

Marjana-Gebet
oṃ apavitraḥ pavitro vā sarvāvasthāṃ gato'pi vā |
yaḥ smaret puṇḍarīkākṣaṃ sa bāhyābhyantaraḥ śuciḥ ||

Übersetzung: Om. Ob unrein oder rein, in welchen Zustand man auch gelangt sein mag: Wer des Lotusäugigen gedenkt, ist äußerlich und innerlich rein.

Anmerkung: Die frei vereinfachte Wiki-Umschrift ist in grammatisch übliche IAST-Schreibung überführt; der Text spricht von ritueller Sammlung, nicht von einer hygienischen Desinfektion.

Quelle: Havan im Yoga-Vidya-Wiki, Abschnitt Ablauf eines Havans bei Yoga Vidya, abgerufen am 06.10.2026; IAST-Schreibung der überlieferten Sanskritformeln normalisiert.

Wassergabe über die Schulter
oṃ amṛtaṃ kuru svāhā

Übersetzung: Om. Mache es zu Amrita, zum Unsterblichen. Svaha.

Quelle: Havan im Yoga-Vidya-Wiki, Abschnitt Ablauf eines Havans bei Yoga Vidya, abgerufen am 06.10.2026; IAST-Schreibung der überlieferten Sanskritformeln normalisiert.

Dreifaches Achamana
oṃ keśavāya namaḥ |
oṃ nārāyaṇāya namaḥ |
oṃ mādhavāya namaḥ ||

Übersetzung: Om. Verehrung Keshava. Om. Verehrung Narayana. Om. Verehrung Madhava.

Quelle: Havan im Yoga-Vidya-Wiki, Abschnitt Ablauf eines Havans bei Yoga Vidya, abgerufen am 06.10.2026; IAST-Schreibung der überlieferten Sanskritformeln normalisiert.

Gestalt und Bewusstsein des Feuers
hrīṃ vahnimūrtaye namaḥ |
raṃ vahnicaitanyāya namaḥ ||

Übersetzung: Hrim. Verehrung der Gestalt des Feuers. Ram. Verehrung dem Bewusstsein des Feuers.

Anmerkung: Der Havan-Wikiartikel hat beim zweiten Bija Vam; diese Fassung folgt ausdrücklich Mahanirvana Tantra 6.139 mit Ram. Beide Lesungen werden nicht unbemerkt gleichgesetzt.

Quelle: Mahanirvana Tantra, Sanskrit-Projektfassung nach Muktabodha M00049; Arthur Avalon (Hrsg.), Tantrik Texts 13, 1926, mit dem Kommentar Hariharananda Bharatis, elektronische Erfassung Mark S. G. Dyczkowski, 6.139; nach der ausdrücklichen Wortbildungsanweisung ausgeschrieben.

Agni-Bija
raṃ

Übersetzung: Ram, der Feuerkeimlaut.

Quelle: Mahanirvana Tantra, Sanskrit-Projektfassung nach Muktabodha M00049; Arthur Avalon (Hrsg.), Tantrik Texts 13, 1926, mit dem Kommentar Hariharananda Bharatis, elektronische Erfassung Mark S. G. Dyczkowski, 6.135 und 6.139.

Entfachung des Bewusstseinsfeuers
oṃ citpiṅgala hana hana daha daha paca paca sarvajñājñāpaya svāhā

Übersetzung: Om. Du goldrot leuchtendes Bewusstseinsfeuer: Schlage, schlage; verbrenne, verbrenne; gare, gare. Allwissender, lasse erkennen beziehungsweise gebiete. Svaha.

Anmerkung: Der Wortlaut richtet sich auf das rituelle Feuer und die innere Läuterung, nicht auf einen Menschen. Die syntaktisch dichte Verbindung sarvajñājñāpaya wird als sarvajña + ājñāpaya gelesen.

Quelle: Mahanirvana Tantra, Sanskrit-Projektfassung nach Muktabodha M00049; Arthur Avalon (Hrsg.), Tantrik Texts 13, 1926, mit dem Kommentar Hariharananda Bharatis, elektronische Erfassung Mark S. G. Dyczkowski, 6.141–142; vollständige Auflösung der ausdrücklich gelehrten Wortfolge.

Verehrung des entzündeten Feuers
agniṃ prajvalitaṃ vande jātavedaṃ hutāśanam |
suvarṇavarṇamamalaṃ samiddhaṃ sarvatomukham || 143 ||

Übersetzung: Ich verehre das entzündete Feuer, Jatavedas, den Verzehrer der Opfergaben: goldfarben, makellos, hell auflodernd und nach allen Seiten gewandt.

Quelle: Mahanirvana Tantra 6.143.

Feuergabe: Agni
oṃ agnaye svāhā

Übersetzung: Om. Agni sei die Darbringung gewidmet.

Quelle: Mahanirvana Tantra 6.152–153; Vollständige Formel nach der ausdrücklichen Wort-, Kasus- und Abschlussanweisung.

Feuergabe: Soma
oṃ somāya svāhā

Übersetzung: Om. Soma sei die Darbringung gewidmet.

Quelle: Mahanirvana Tantra 6.153; Vollständige Formel nach der ausdrücklichen Wort-, Kasus- und Abschlussanweisung.

Feuergabe: Agni und Soma
oṃ agnīṣomābhyāṃ svāhā

Übersetzung: Om. Agni und Soma sei die Darbringung gewidmet.

Quelle: Mahanirvana Tantra 6.154–155; Vollständige Formel nach der ausdrücklichen Wort-, Kasus- und Abschlussanweisung.

Feuergabe: Agni Svishtikrit
oṃ agnaye sviṣṭikṛte svāhā

Übersetzung: Om. Agni, dem Vollender der guten Opferhandlung, sei die Darbringung gewidmet.

Quelle: Mahanirvana Tantra 6.155–156; Vollständige Formel nach der ausdrücklichen Wort-, Kasus- und Abschlussanweisung.

Drei Vyahriti-Opfer
oṃ bhūḥ svāhā |
oṃ bhuvaḥ svāhā |
oṃ svaḥ svāhā ||

Übersetzung: Om. Der Erde sei die Darbringung gewidmet. Om. Dem Zwischenraum sei die Darbringung gewidmet. Om. Der Himmelswelt sei die Darbringung gewidmet.

Quelle: Havan im Yoga-Vidya-Wiki, Abschnitt Ablauf eines Havans bei Yoga Vidya, abgerufen am 06.10.2026; IAST-Schreibung der überlieferten Sanskritformeln normalisiert.

Anrufung Agnis
oṃ vaiśvānara jātaveda ihāvahāvaha lohitākṣa sarvakarmāṇi sādhaya svāhā

Übersetzung: Om. Vaishvanara, Jatavedas, bringe hierher, bringe hierher, Rotäugiger; führe alle Ritualhandlungen zum Gelingen. Svaha.

Quelle: Mahanirvana Tantra 6.145–146; Die Folge der vollständig benannten Wörter wird ausgeschrieben; 6.157 wiederholt diese Formel für drei Ahutis.

Ganesha-Feuergabe
oṃ mahāgaṇapataye svāhā

Übersetzung: Om. Dem großen Ganapati sei diese Gabe dargebracht.

Quelle: Havan im Yoga-Vidya-Wiki, Abschnitt Ablauf eines Havans bei Yoga Vidya, abgerufen am 06.10.2026; IAST-Schreibung der überlieferten Sanskritformeln normalisiert.

Vyahriti-Gabe: Erde
hrīṃ bhūḥ svāhā

Übersetzung: Hrim. Der Erde sei die Darbringung gewidmet.

Quelle: Mahanirvana Tantra 9.51–53; Die drei Vyahritis mit Maya-Bija und Svaha werden zunächst einzeln, dann gemeinsam gesprochen.

Vyahriti-Gabe: Zwischenraum
hrīṃ bhuvaḥ svāhā

Übersetzung: Hrim. Dem Zwischenraum sei die Darbringung gewidmet.

Quelle: Mahanirvana Tantra 9.51–53; Die drei Vyahritis mit Maya-Bija und Svaha werden zunächst einzeln, dann gemeinsam gesprochen.

Vyahriti-Gabe: Himmelswelt
hrīṃ svaḥ svāhā

Übersetzung: Hrim. Der Himmelswelt sei die Darbringung gewidmet.

Quelle: Mahanirvana Tantra 9.51–53; Die drei Vyahritis mit Maya-Bija und Svaha werden zunächst einzeln, dann gemeinsam gesprochen.

Viraja-Homa, Gruppe 1: Lebenshauche
prāṇāpānau samānaścodānavyānau ca vāyavaḥ |
etāni me śuddhyantāṃ hrīṃ jyotirahaṃ virajā vipāpmā bhūyāsaṃ svāhā ||

Übersetzung: Prana, Apana, Samana, Udana und Vyana, die fünf Lebenshauche: All dies in mir möge geläutert werden. Hrim. Licht bin ich; möge ich frei von Befleckung und frei von Übel sein. Svaha.

Anmerkung: Die Gruppierung in neun Darbringungen ist eine redaktionelle Ausführungsentscheidung. Die Quelle schreibt hier selbst keine neunfache Zahl vor. „Etāni“, „all dies“, wird nach ihrer Wortanweisung bewahrt; es bezieht sich zusammenfassend auf die benannten Bestandteile. Svaha ist der ergänzte Homa-Schlussruf, keine zusätzliche Silbe des zitierten Verses 8.253.

Quelle: Mahanirvana Tantra, Sanskrit-Projektfassung nach Muktabodha M00049; Arthur Avalon (Hrsg.), Tantrik Texts 13, 1926, mit dem Kommentar Hariharananda Bharatis, elektronische Erfassung Mark S. G. Dyczkowski, 8.248–253; Auflösung der dort ausdrücklich angeordneten Aufzählung und Schlussformel.

Viraja-Homa, Gruppe 2: Fünf grobe Elemente
pṛthivī salilaṃ vahnirvāyurākāśameva ca |
etāni me śuddhyantāṃ hrīṃ jyotirahaṃ virajā vipāpmā bhūyāsaṃ svāhā ||

Übersetzung: Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum: All dies in mir möge geläutert werden. Hrim. Licht bin ich; möge ich frei von Befleckung und frei von Übel sein. Svaha.

Anmerkung: Die Gruppierung in neun Darbringungen ist eine redaktionelle Ausführungsentscheidung. Die Quelle schreibt hier selbst keine neunfache Zahl vor. „Etāni“, „all dies“, wird nach ihrer Wortanweisung bewahrt; es bezieht sich zusammenfassend auf die benannten Bestandteile. Svaha ist der ergänzte Homa-Schlussruf, keine zusätzliche Silbe des zitierten Verses 8.253.

Quelle: Mahanirvana Tantra, Sanskrit-Projektfassung nach Muktabodha M00049; Arthur Avalon (Hrsg.), Tantrik Texts 13, 1926, mit dem Kommentar Hariharananda Bharatis, elektronische Erfassung Mark S. G. Dyczkowski, 8.248–253; Auflösung der dort ausdrücklich angeordneten Aufzählung und Schlussformel.

Viraja-Homa, Gruppe 3: Fünf Sinnesqualitäten
gandho rasaśca rūpaśca sparśaḥ śabdaḥ |
etāni me śuddhyantāṃ hrīṃ jyotirahaṃ virajā vipāpmā bhūyāsaṃ svāhā ||

Übersetzung: Geruch, Geschmack, Gestalt, Berührung und Klang: All dies in mir möge geläutert werden. Hrim. Licht bin ich; möge ich frei von Befleckung und frei von Übel sein. Svaha.

Anmerkung: Die Gruppierung in neun Darbringungen ist eine redaktionelle Ausführungsentscheidung. Die Quelle schreibt hier selbst keine neunfache Zahl vor. „Etāni“, „all dies“, wird nach ihrer Wortanweisung bewahrt; es bezieht sich zusammenfassend auf die benannten Bestandteile. Svaha ist der ergänzte Homa-Schlussruf, keine zusätzliche Silbe des zitierten Verses 8.253.

Quelle: Mahanirvana Tantra, Sanskrit-Projektfassung nach Muktabodha M00049; Arthur Avalon (Hrsg.), Tantrik Texts 13, 1926, mit dem Kommentar Hariharananda Bharatis, elektronische Erfassung Mark S. G. Dyczkowski, 8.248–253; Auflösung der dort ausdrücklich angeordneten Aufzählung und Schlussformel.

Viraja-Homa, Gruppe 4: Fünf Handlungsorgane
vākpāṇipādāśca pāyūpasthau |
etāni me śuddhyantāṃ hrīṃ jyotirahaṃ virajā vipāpmā bhūyāsaṃ svāhā ||

Übersetzung: Rede, Hände, Füße, Ausscheidungs- und Zeugungsorgan: All dies in mir möge geläutert werden. Hrim. Licht bin ich; möge ich frei von Befleckung und frei von Übel sein. Svaha.

Anmerkung: Die Gruppierung in neun Darbringungen ist eine redaktionelle Ausführungsentscheidung. Die Quelle schreibt hier selbst keine neunfache Zahl vor. „Etāni“, „all dies“, wird nach ihrer Wortanweisung bewahrt; es bezieht sich zusammenfassend auf die benannten Bestandteile. Svaha ist der ergänzte Homa-Schlussruf, keine zusätzliche Silbe des zitierten Verses 8.253.

Quelle: Mahanirvana Tantra, Sanskrit-Projektfassung nach Muktabodha M00049; Arthur Avalon (Hrsg.), Tantrik Texts 13, 1926, mit dem Kommentar Hariharananda Bharatis, elektronische Erfassung Mark S. G. Dyczkowski, 8.248–253; Auflösung der dort ausdrücklich angeordneten Aufzählung und Schlussformel.

Viraja-Homa, Gruppe 5: Fünf Erkenntnisorgane
śrotraṃ tvaṅnayanaṃ jihvā ghrāṇaṃ |
etāni me śuddhyantāṃ hrīṃ jyotirahaṃ virajā vipāpmā bhūyāsaṃ svāhā ||

Übersetzung: Gehör, Haut, Auge, Zunge und Geruchssinn: All dies in mir möge geläutert werden. Hrim. Licht bin ich; möge ich frei von Befleckung und frei von Übel sein. Svaha.

Anmerkung: Die Gruppierung in neun Darbringungen ist eine redaktionelle Ausführungsentscheidung. Die Quelle schreibt hier selbst keine neunfache Zahl vor. „Etāni“, „all dies“, wird nach ihrer Wortanweisung bewahrt; es bezieht sich zusammenfassend auf die benannten Bestandteile. Svaha ist der ergänzte Homa-Schlussruf, keine zusätzliche Silbe des zitierten Verses 8.253.

Quelle: Mahanirvana Tantra, Sanskrit-Projektfassung nach Muktabodha M00049; Arthur Avalon (Hrsg.), Tantrik Texts 13, 1926, mit dem Kommentar Hariharananda Bharatis, elektronische Erfassung Mark S. G. Dyczkowski, 8.248–253; Auflösung der dort ausdrücklich angeordneten Aufzählung und Schlussformel.

Viraja-Homa, Gruppe 6: Vier innere Funktionen
mano buddhiśca cittañcāhaṅkāraḥ |
etāni me śuddhyantāṃ hrīṃ jyotirahaṃ virajā vipāpmā bhūyāsaṃ svāhā ||

Übersetzung: Manas, unterscheidende Einsicht, inneres Bewusstsein und Ichbildung: All dies in mir möge geläutert werden. Hrim. Licht bin ich; möge ich frei von Befleckung und frei von Übel sein. Svaha.

Anmerkung: Die Gruppierung in neun Darbringungen ist eine redaktionelle Ausführungsentscheidung. Die Quelle schreibt hier selbst keine neunfache Zahl vor. „Etāni“, „all dies“, wird nach ihrer Wortanweisung bewahrt; es bezieht sich zusammenfassend auf die benannten Bestandteile. Svaha ist der ergänzte Homa-Schlussruf, keine zusätzliche Silbe des zitierten Verses 8.253.

Quelle: Mahanirvana Tantra, Sanskrit-Projektfassung nach Muktabodha M00049; Arthur Avalon (Hrsg.), Tantrik Texts 13, 1926, mit dem Kommentar Hariharananda Bharatis, elektronische Erfassung Mark S. G. Dyczkowski, 8.248–253; Auflösung der dort ausdrücklich angeordneten Aufzählung und Schlussformel.

Viraja-Homa, Gruppe 7: Körperhandlungen
dehajāḥ kriyāḥ |
etāni me śuddhyantāṃ hrīṃ jyotirahaṃ virajā vipāpmā bhūyāsaṃ svāhā ||

Übersetzung: Die körperlich entstandenen Tätigkeiten: All dies in mir möge geläutert werden. Hrim. Licht bin ich; möge ich frei von Befleckung und frei von Übel sein. Svaha.

Anmerkung: Die Gruppierung in neun Darbringungen ist eine redaktionelle Ausführungsentscheidung. Die Quelle schreibt hier selbst keine neunfache Zahl vor. „Etāni“, „all dies“, wird nach ihrer Wortanweisung bewahrt; es bezieht sich zusammenfassend auf die benannten Bestandteile. Svaha ist der ergänzte Homa-Schlussruf, keine zusätzliche Silbe des zitierten Verses 8.253.

Quelle: Mahanirvana Tantra, Sanskrit-Projektfassung nach Muktabodha M00049; Arthur Avalon (Hrsg.), Tantrik Texts 13, 1926, mit dem Kommentar Hariharananda Bharatis, elektronische Erfassung Mark S. G. Dyczkowski, 8.248–253; Auflösung der dort ausdrücklich angeordneten Aufzählung und Schlussformel.

Viraja-Homa, Gruppe 8: Sinneshandlungen
sarvāṇīndriyakarmāṇi |
etāni me śuddhyantāṃ hrīṃ jyotirahaṃ virajā vipāpmā bhūyāsaṃ svāhā ||

Übersetzung: Sämtliche Tätigkeiten der Sinne und Organe: All dies in mir möge geläutert werden. Hrim. Licht bin ich; möge ich frei von Befleckung und frei von Übel sein. Svaha.

Anmerkung: Die Gruppierung in neun Darbringungen ist eine redaktionelle Ausführungsentscheidung. Die Quelle schreibt hier selbst keine neunfache Zahl vor. „Etāni“, „all dies“, wird nach ihrer Wortanweisung bewahrt; es bezieht sich zusammenfassend auf die benannten Bestandteile. Svaha ist der ergänzte Homa-Schlussruf, keine zusätzliche Silbe des zitierten Verses 8.253.

Quelle: Mahanirvana Tantra, Sanskrit-Projektfassung nach Muktabodha M00049; Arthur Avalon (Hrsg.), Tantrik Texts 13, 1926, mit dem Kommentar Hariharananda Bharatis, elektronische Erfassung Mark S. G. Dyczkowski, 8.248–253; Auflösung der dort ausdrücklich angeordneten Aufzählung und Schlussformel.

Viraja-Homa, Gruppe 9: Prana-Handlungen
prāṇakarmāṇi yāni ca |
etāni me śuddhyantāṃ hrīṃ jyotirahaṃ virajā vipāpmā bhūyāsaṃ svāhā ||

Übersetzung: Alle Tätigkeiten der Lebenshauche: All dies in mir möge geläutert werden. Hrim. Licht bin ich; möge ich frei von Befleckung und frei von Übel sein. Svaha.

Anmerkung: Die Gruppierung in neun Darbringungen ist eine redaktionelle Ausführungsentscheidung. Die Quelle schreibt hier selbst keine neunfache Zahl vor. „Etāni“, „all dies“, wird nach ihrer Wortanweisung bewahrt; es bezieht sich zusammenfassend auf die benannten Bestandteile. Svaha ist der ergänzte Homa-Schlussruf, keine zusätzliche Silbe des zitierten Verses 8.253.

Quelle: Mahanirvana Tantra, Sanskrit-Projektfassung nach Muktabodha M00049; Arthur Avalon (Hrsg.), Tantrik Texts 13, 1926, mit dem Kommentar Hariharananda Bharatis, elektronische Erfassung Mark S. G. Dyczkowski, 8.248–253; Auflösung der dort ausdrücklich angeordneten Aufzählung und Schlussformel.

Abnehmen des Yajnopavita
aiṃ klīṃ hūṃ

Übersetzung: Aim, Klim, Hum: die drei ausdrücklich gelehrten Bija-Silben beim Abnehmen der heiligen Schnur.

Quelle: Mahanirvana Tantra, Sanskrit-Projektfassung nach Muktabodha M00049; Arthur Avalon (Hrsg.), Tantrik Texts 13, 1926, mit dem Kommentar Hariharananda Bharatis, elektronische Erfassung Mark S. G. Dyczkowski, 8.256.

Darbringung der heiligen Schnur
bhūr bhuvaḥ svaḥ svāhā

Übersetzung: Erde, Zwischenraum, Himmelswelt. Svaha.

Quelle: Mahanirvana Tantra, Sanskrit-Projektfassung nach Muktabodha M00049; Arthur Avalon (Hrsg.), Tantrik Texts 13, 1926, mit dem Kommentar Hariharananda Bharatis, elektronische Erfassung Mark S. G. Dyczkowski, 8.256; drei Vyahritis und Vahnijaya nach der Wortanweisung ausgeschrieben.

Shikha ablösen
klīṃ

Übersetzung: Klim: das Kama-Bija beim Abschneiden der Shikha.

Quelle: Mahanirvana Tantra, Sanskrit-Projektfassung nach Muktabodha M00049; Arthur Avalon (Hrsg.), Tantrik Texts 13, 1926, mit dem Kommentar Hariharananda Bharatis, elektronische Erfassung Mark S. G. Dyczkowski, 8.257.

Gebet an die Shikha
brahmaputri śikhe tvaṃ hi bālarūpā tapasvinī |
dīyate pāvake sthānaṃ gaccha devi namo'stu te || 258 ||

Übersetzung: Shikha, du bist Brahmans Tochter, eine jugendliche Asketin. Im läuternden Feuer wird dir eine Stätte gegeben. Gehe, Göttin; Verehrung sei dir.

Quelle: Mahanirvana Tantra, Sanskrit-Projektfassung nach Muktabodha M00049; Arthur Avalon (Hrsg.), Tantrik Texts 13, 1926, mit dem Kommentar Hariharananda Bharatis, elektronische Erfassung Mark S. G. Dyczkowski, 8.258.

Shikha-Homa
klīṃ hrīṃ hūṃ svāhā

Übersetzung: Klim, Hrim, Hum. Svaha. Die Bija-Folge begleitet die Darbringung der Haarlocke.

Anmerkung: Ein zusätzliches Phat wird hier nicht eingesetzt: Der verwendete Sanskritvers 8.259 nennt kein Astra-Bija. Andere gedruckte Übersetzungen können an dieser Stelle eine abweichende Folge bieten.

Quelle: Mahanirvana Tantra, Sanskrit-Projektfassung nach Muktabodha M00049; Arthur Avalon (Hrsg.), Tantrik Texts 13, 1926, mit dem Kommentar Hariharananda Bharatis, elektronische Erfassung Mark S. G. Dyczkowski, 8.259; Kama, Maya, Kurcha und Vahnijaya ausgeschrieben.

Unterweisung beim Sannyasa
tattvamasi mahāprājña haṃsaḥ so'haṃ vibhāvaya |
nirmamo nirahaṅkāraḥ svabhāvena sukhaṃ cara ||

Übersetzung: Das bist du, du Einsichtsvoller. Vergegenwärtige Hamsa und „Ich bin Das“. Ohne Besitzdenken und ohne Ich-Anmaßung wandle froh in deiner eigenen Natur.

Quelle: Mahanirvana Tantra 8.264 (abgegrenzte Rezitationsworte).

Gruß nach der Sannyasa-Unterweisung
namastubhyaṃ namo mahyaṃ tubhyaṃ mahyaṃ namo namaḥ |
tvameva tat tattvameva viśvarūpa namo'stu te ||

Übersetzung: Verehrung dir, Verehrung mir; dir und mir immer wieder Verehrung. Du bist eben Das, eben Das bist du. Dir, dessen Gestalt das All ist, sei Verehrung.

Quelle: Mahanirvana Tantra 8.266 (abgegrenzte Rezitationsworte).

Bitte um Vollendung
hrīṃ asmin karmaṇi deveśa pramādādbhramato'pi vā |
nyūnādhikaṃ kṛtaṃ yacca sarvaṃ sviṣṭakṛtaṃ kuru svāhā

Übersetzung: Hrim. Herr der Götter, was bei dieser Handlung durch Nachlässigkeit oder Irrtum zu wenig oder zu viel getan wurde, mache all dies zu einer wohlvollzogenen Opferhandlung. Svaha.

Quelle: Mahanirvana Tantra 9.48b–49; Der vollständig abgegrenzte Gebetssatz erhält das dort vorgeschriebene Maya-Bija und Svaha.

Zweites Vollendungsgebet
hrīṃ tvamagne sarvalokānāṃ pāvanaḥ sviṣṭakṛt prabhuḥ |
yajñasākṣī kṣemakartā sarvān kāmān prapūraya svāhā

Übersetzung: Hrim. Agni, du bist der Läuterer aller Welten, der Herr, der die Opferhandlung vollendet, Zeuge des Yajna und Schöpfer des Wohls. Erfülle alle ersehnten Anliegen. Svaha.

Quelle: Mahanirvana Tantra 9.50; Vollständiger Gebetssatz mit dem ausdrücklich verlangten Hrim und Svaha.

Vyahriti-Gabe: Erde, Zwischenraum und Himmelswelt
hrīṃ bhūrbhuvaḥ svaḥ svāhā

Übersetzung: Hrim. Der Erde, dem Zwischenraum und der Himmelswelt sei die Darbringung gewidmet.

Quelle: Mahanirvana Tantra 9.51–53; Die drei Vyahritis mit Maya-Bija und Svaha werden zunächst einzeln, dann gemeinsam gesprochen.

Purnahuti-Gebet
hrīṃ yajñapate pūrṇo bhavatu yajño me |
hṛṣyantu yajñadevatāḥ phalāni samyak yacchantu svāhā

Übersetzung: Hrim. Herr des Yajna, meine Opferhandlung möge vollständig werden. Die Gottheiten des Yajna mögen sich freuen und die Früchte in rechter Weise gewähren. Svaha.

Quelle: Mahanirvana Tantra 9.55; Der Vers schreibt Hrim, yajñapate, den vollständigen Gebetssatz und Svaha in dieser Reihenfolge vor.

Wassersegen nach dem Homa
āpaḥ sumitriyāḥ santu bhavantvoṣadhayo mama |
āpo rakṣantu māṃ nityamāpo nārāyaṇaḥ svayam || 58 ||

Übersetzung: Die Wasser mögen mir gute Freunde sein, ebenso die Heilpflanzen. Die Wasser mögen mich stets beschützen; die Wasser sind Narayana selbst.

Quelle: Mahanirvana Tantra 9.58.

Abschließende Bitte an Agni
buddhiṃ vidyāṃ balaṃ medhāṃ prajñāṃ śraddhāṃ yaśaḥ śriyam |
ārogyaṃ teja āyuṣyaṃ dehi me havyavāhana || 62 ||

Übersetzung: Verständnis, Wissen, Kraft, Einsicht, Weisheit, Vertrauen, Ansehen, Fülle, Gesundheit, Glanz und langes Leben schenke mir, Träger der Opfergaben.

Anmerkung: Die elektronische Quellenlesung śraddhaṃ ist hier konjektural zu śraddhāṃ berichtigt, dem regulären Akkusativ von śraddhā, Vertrauen. Die übrige Gebetsfolge bleibt unverändert.

Quelle: Mahanirvana Tantra 9.62.

Entlassungsgebet an Agni
yajña yajñapatiṃ gaccha yajñaṃ gaccha hutāśana |
svāṃ yoniṃ gaccha yajñeśa pūrayāsmanmanoratham || 64 ||

Übersetzung: Yajna, gehe zum Herrn des Yajna; gehe zur Opferhandlung, Verzehrer der Opfergaben. Kehre zu deinem Ursprung zurück, Herr des Yajna; erfülle unser Herzensanliegen.

Quelle: Mahanirvana Tantra 9.64.

Bitte um Verzeihung an Agni
agne kṣamasva svāhā

Übersetzung: Agni, verzeihe. Svaha.

Quelle: Mahanirvana Tantra 9.65; Die ausdrücklich zitierte Formel wird vom nachfolgenden iti abgegrenzt; svāheti ergibt svāhā + iti.

Gruß beim Abschluss der Opfergaben
oṃ agnaye namaḥ

Übersetzung: Om. Verehrung Agni.

Quelle: Havan im Yoga-Vidya-Wiki, Abschnitt Ablauf eines Havans bei Yoga Vidya, abgerufen am 06.10.2026; IAST-Schreibung der überlieferten Sanskritformeln normalisiert.

Aparadha Kshamapana Stotra, Vers 6
yadakṣaraṃ paribhraṣṭaṃ mātrāhīnañca yadbhavet |
pūrṇaṃ bhavatu tat sarvaṃ tvatprasādānmaheśvari || 6||

Übersetzung: Jede entfallene Silbe und jedes fehlende Lautmaß: Möge all dies durch deine Gnade vollständig werden, große Herrscherin.

Quelle: SanskritDocuments: Devi Mahatmyam beziehungsweise Durga Saptashati, elektronische Fassung mit Vor- und Abschlusstexten, aktualisiert 26.02.2024, Aparadha Kshamapana Stotra, Vers 6.

Bitte um Annahme der Verehrung
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ sureśvari |
yatpūjitaṃ mayā devi paripūrṇaṃ tadastu me ||

Übersetzung: Herrin der Götter, was ich dir, Göttin, an Verehrung dargebracht habe, obwohl es an Mantra, Handlung und Hingabe mangelhaft war, möge für mich vollständig sein.

Quelle: Havan im Yoga-Vidya-Wiki, Abschnitt Ablauf eines Havans bei Yoga Vidya, abgerufen am 06.10.2026; IAST-Schreibung der überlieferten Sanskritformeln normalisiert.

Mangala-Wunsch
lokāḥ samastāḥ sukhino bhavantu

Übersetzung: Mögen alle Welten beziehungsweise alle Wesen glücklich sein.

Quelle: Havan im Yoga-Vidya-Wiki, Abschnitt Ablauf eines Havans bei Yoga Vidya, abgerufen am 06.10.2026; IAST-Schreibung der überlieferten Sanskritformeln normalisiert.

Dreifacher Friedensruf
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ

Übersetzung: Om. Friede, Friede, Friede.

Quelle: Havan im Yoga-Vidya-Wiki, Abschnitt Ablauf eines Havans bei Yoga Vidya, abgerufen am 06.10.2026; IAST-Schreibung der überlieferten Sanskritformeln normalisiert.

Brahmarpana zur Speisensegnung
brahmārpaṇaṃ brahmahavirbrahmāgnau brahmaṇā hutam |
brahmaiva tena gantavyaṃ brahmakarmasamādhinā || 56 ||

Übersetzung: Brahman ist die Darbringung, Brahman die Opfergabe; von Brahman wird sie im Feuer Brahmans dargebracht. Brahman allein ist von dem zu erreichen, der ganz in der Handlung als Brahman gesammelt ist.

Quelle: Mahanirvana Tantra 3.56.

Kurze Widmung
brahmārpaṇamastu

Übersetzung: Es sei eine Darbringung an Brahman.

Quelle: Mahanirvana Tantra 3.103, dort ausdrücklich als Satz vor Trinken und Essen genannt.

Sanskrit Lesefassung in IAST

Diese fortlaufende Fassung enthält denselben Textbestand ohne Übersetzungsunterbrechungen. Bei langen Zyklen folgen Wiederholungen gemäß dem Ablauf, nicht eine einmalige Lesung sämtlicher Anhänge hintereinander.

Erster Guru-Gruß
bhavapāśavināśāya jñānadṛṣṭipradarśine |
namaḥ sadgurave tubhyaṃ bhuktimuktipradāyine || 31 ||

Zweiter Guru-Gruß
narākṛtiparabrahmarūpāyā'jñānahāriṇe |
kuladharmaprakāśāya tasmai śrīgurave namaḥ || 32 ||

Bitte an den Guru um Sannyasa
gṛhāśrame parabrahman mamaitadvigataṃ vayaḥ |
prasādaṃ kuru me nātha saṃnyāsagrahaṇaṃ prati ||

Gruß an Gottheiten und Ahnen
devatābhyaḥ pitṛbhyaśca mahāyogibhya eva ca |
namo'stu puṣṭyai svāhāyai nityameva bhavantviti ||

Brahma-Gayatri
parameśvarāya vidmahe paratattvāya dhīmahi tanno brahma pracodayāt

Reinigung der Shraddha-Gaben
vaṃ hūṃ phaṭ

Götter und Seher im vorbereitenden Gedenken
oṃ brahmaṇe namaḥ |
oṃ viṣṇave namaḥ |
oṃ rudrāya namaḥ |
oṃ ṛṣibhyo namaḥ ||

Pinda-Gabe 1: Vater
oṃ pitre svadhā

Pinda-Gabe 2: Väterlicher Großvater
oṃ pitāmahāya svadhā

Pinda-Gabe 3: Väterlicher Urgroßvater
oṃ prapitāmahāya svadhā

Pinda-Gabe 4: Mutter
oṃ mātre svadhā

Pinda-Gabe 5: Väterliche Großmutter
oṃ pitāmahyai svadhā

Pinda-Gabe 6: Väterliche Urgroßmutter
oṃ prapitāmahyai svadhā

Pinda-Gabe 7: Mütterlicher Großvater
oṃ mātāmahāya svadhā

Pinda-Gabe 8: Vater des mütterlichen Großvaters
oṃ pramātāmahāya svadhā

Pinda-Gabe 9: Großvater des mütterlichen Großvaters
oṃ vṛddhapramātāmahāya svadhā

Pinda-Gabe 10: Mütterliche Großmutter
oṃ mātāmahyai svadhā

Pinda-Gabe 11: Mutter des mütterlichen Großvaters
oṃ pramātāmahyai svadhā

Pinda-Gabe 12: Großmutter des mütterlichen Großvaters
oṃ vṛddhapramātāmahyai svadhā

Bitte um Entlassung aus den drei Verpflichtungen
tṛpyadhvaṃ pitaro devā devarṣimātṛkā gaṇāḥ |
guṇātītapade yūyamanṛṇīkurutā'cirāt || 238 ||

Ruf bei der Pinda-Darbringung
svadhā

Tryambaka-Japa vor dem Sannyasa-Homa
hrīṃ tryambakaṃ yajāmahe sugandhiṃ puṣṭivarddhanam |
ūrvārukamiva bandhanān mṛtyormukṣīya mā'mṛtāt || 244 ||

Meditation auf Brahman
hṛdayakamalamadhye nirviśeṣaṃ nirīham hariharavidhivedyaṃ yogibhirdhyānagamyam |
jananamaraṇabhītibhraṃsi saccitsvarūpam sakalabhuvanabījaṃ brahma caitanyamīḍe || 50 ||

Brahman-Mantra
oṃ saccidekaṃ brahma

Dreifaches Om
oṃ
oṃ
oṃ

Svasti: Rigveda 1.89.6
svasti na indro vṛddhaśravāḥ svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nas tārkṣyo ariṣṭanemiḥ svasti no bṛhaspatir dadhātu ||

Devi Mahatmya, Kapitel 11: Zähleinheit 10
sarvamaṅgalamāṅgalye śive sarvārthasādhike |
śaraṇye tryambake gauri nārāyaṇi namo'stu te || 11.10||

Anrufung der heiligen Flüsse
oṃ gaṅge ca yamune caiva godāvari sarasvati |
narmade sindhukāveri jalesmin sannidhiṃ kuru |

Marjana-Gebet
oṃ apavitraḥ pavitro vā sarvāvasthāṃ gato'pi vā |
yaḥ smaret puṇḍarīkākṣaṃ sa bāhyābhyantaraḥ śuciḥ ||

Wassergabe über die Schulter
oṃ amṛtaṃ kuru svāhā

Dreifaches Achamana
oṃ keśavāya namaḥ |
oṃ nārāyaṇāya namaḥ |
oṃ mādhavāya namaḥ ||

Gestalt und Bewusstsein des Feuers
hrīṃ vahnimūrtaye namaḥ |
raṃ vahnicaitanyāya namaḥ ||

Agni-Bija
raṃ

Entfachung des Bewusstseinsfeuers
oṃ citpiṅgala hana hana daha daha paca paca sarvajñājñāpaya svāhā

Verehrung des entzündeten Feuers
agniṃ prajvalitaṃ vande jātavedaṃ hutāśanam |
suvarṇavarṇamamalaṃ samiddhaṃ sarvatomukham || 143 ||

Feuergabe: Agni
oṃ agnaye svāhā

Feuergabe: Soma
oṃ somāya svāhā

Feuergabe: Agni und Soma
oṃ agnīṣomābhyāṃ svāhā

Feuergabe: Agni Svishtikrit
oṃ agnaye sviṣṭikṛte svāhā

Drei Vyahriti-Opfer
oṃ bhūḥ svāhā |
oṃ bhuvaḥ svāhā |
oṃ svaḥ svāhā ||

Anrufung Agnis
oṃ vaiśvānara jātaveda ihāvahāvaha lohitākṣa sarvakarmāṇi sādhaya svāhā

Ganesha-Feuergabe
oṃ mahāgaṇapataye svāhā

Vyahriti-Gabe: Erde
hrīṃ bhūḥ svāhā

Vyahriti-Gabe: Zwischenraum
hrīṃ bhuvaḥ svāhā

Vyahriti-Gabe: Himmelswelt
hrīṃ svaḥ svāhā

Viraja-Homa, Gruppe 1: Lebenshauche
prāṇāpānau samānaścodānavyānau ca vāyavaḥ |
etāni me śuddhyantāṃ hrīṃ jyotirahaṃ virajā vipāpmā bhūyāsaṃ svāhā ||

Viraja-Homa, Gruppe 2: Fünf grobe Elemente
pṛthivī salilaṃ vahnirvāyurākāśameva ca |
etāni me śuddhyantāṃ hrīṃ jyotirahaṃ virajā vipāpmā bhūyāsaṃ svāhā ||

Viraja-Homa, Gruppe 3: Fünf Sinnesqualitäten
gandho rasaśca rūpaśca sparśaḥ śabdaḥ |
etāni me śuddhyantāṃ hrīṃ jyotirahaṃ virajā vipāpmā bhūyāsaṃ svāhā ||

Viraja-Homa, Gruppe 4: Fünf Handlungsorgane
vākpāṇipādāśca pāyūpasthau |
etāni me śuddhyantāṃ hrīṃ jyotirahaṃ virajā vipāpmā bhūyāsaṃ svāhā ||

Viraja-Homa, Gruppe 5: Fünf Erkenntnisorgane
śrotraṃ tvaṅnayanaṃ jihvā ghrāṇaṃ |
etāni me śuddhyantāṃ hrīṃ jyotirahaṃ virajā vipāpmā bhūyāsaṃ svāhā ||

Viraja-Homa, Gruppe 6: Vier innere Funktionen
mano buddhiśca cittañcāhaṅkāraḥ |
etāni me śuddhyantāṃ hrīṃ jyotirahaṃ virajā vipāpmā bhūyāsaṃ svāhā ||

Viraja-Homa, Gruppe 7: Körperhandlungen
dehajāḥ kriyāḥ |
etāni me śuddhyantāṃ hrīṃ jyotirahaṃ virajā vipāpmā bhūyāsaṃ svāhā ||

Viraja-Homa, Gruppe 8: Sinneshandlungen
sarvāṇīndriyakarmāṇi |
etāni me śuddhyantāṃ hrīṃ jyotirahaṃ virajā vipāpmā bhūyāsaṃ svāhā ||

Viraja-Homa, Gruppe 9: Prana-Handlungen
prāṇakarmāṇi yāni ca |
etāni me śuddhyantāṃ hrīṃ jyotirahaṃ virajā vipāpmā bhūyāsaṃ svāhā ||

Abnehmen des Yajnopavita
aiṃ klīṃ hūṃ

Darbringung der heiligen Schnur
bhūr bhuvaḥ svaḥ svāhā

Shikha ablösen
klīṃ

Gebet an die Shikha
brahmaputri śikhe tvaṃ hi bālarūpā tapasvinī |
dīyate pāvake sthānaṃ gaccha devi namo'stu te || 258 ||

Shikha-Homa
klīṃ hrīṃ hūṃ svāhā

Unterweisung beim Sannyasa
tattvamasi mahāprājña haṃsaḥ so'haṃ vibhāvaya |
nirmamo nirahaṅkāraḥ svabhāvena sukhaṃ cara ||

Gruß nach der Sannyasa-Unterweisung
namastubhyaṃ namo mahyaṃ tubhyaṃ mahyaṃ namo namaḥ |
tvameva tat tattvameva viśvarūpa namo'stu te ||

Bitte um Vollendung
hrīṃ asmin karmaṇi deveśa pramādādbhramato'pi vā |
nyūnādhikaṃ kṛtaṃ yacca sarvaṃ sviṣṭakṛtaṃ kuru svāhā

Zweites Vollendungsgebet
hrīṃ tvamagne sarvalokānāṃ pāvanaḥ sviṣṭakṛt prabhuḥ |
yajñasākṣī kṣemakartā sarvān kāmān prapūraya svāhā

Vyahriti-Gabe: Erde, Zwischenraum und Himmelswelt
hrīṃ bhūrbhuvaḥ svaḥ svāhā

Purnahuti-Gebet
hrīṃ yajñapate pūrṇo bhavatu yajño me |
hṛṣyantu yajñadevatāḥ phalāni samyak yacchantu svāhā

Wassersegen nach dem Homa
āpaḥ sumitriyāḥ santu bhavantvoṣadhayo mama |
āpo rakṣantu māṃ nityamāpo nārāyaṇaḥ svayam || 58 ||

Abschließende Bitte an Agni
buddhiṃ vidyāṃ balaṃ medhāṃ prajñāṃ śraddhāṃ yaśaḥ śriyam |
ārogyaṃ teja āyuṣyaṃ dehi me havyavāhana || 62 ||

Entlassungsgebet an Agni
yajña yajñapatiṃ gaccha yajñaṃ gaccha hutāśana |
svāṃ yoniṃ gaccha yajñeśa pūrayāsmanmanoratham || 64 ||

Bitte um Verzeihung an Agni
agne kṣamasva svāhā

Gruß beim Abschluss der Opfergaben
oṃ agnaye namaḥ

Aparadha Kshamapana Stotra, Vers 6
yadakṣaraṃ paribhraṣṭaṃ mātrāhīnañca yadbhavet |
pūrṇaṃ bhavatu tat sarvaṃ tvatprasādānmaheśvari || 6||

Bitte um Annahme der Verehrung
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ sureśvari |
yatpūjitaṃ mayā devi paripūrṇaṃ tadastu me ||

Mangala-Wunsch
lokāḥ samastāḥ sukhino bhavantu

Dreifacher Friedensruf
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ

Brahmarpana zur Speisensegnung
brahmārpaṇaṃ brahmahavirbrahmāgnau brahmaṇā hutam |
brahmaiva tena gantavyaṃ brahmakarmasamādhinā || 56 ||

Kurze Widmung
brahmārpaṇamastu

Sanskrit Lesefassung in Devanagari

Erster Guru-Gruß
भवपाशविनाशाय ज्ञानदृष्टिप्रदर्शिने ।
नमः सद्गुरवे तुभ्यं भुक्तिमुक्तिप्रदायिने ॥ ३१ ॥

Zweiter Guru-Gruß
नराकृतिपरब्रह्मरूपायाऽज्ञानहारिणे ।
कुलधर्मप्रकाशाय तस्मै श्रीगुरवे नमः ॥ ३२ ॥

Bitte an den Guru um Sannyasa
गृहाश्रमे परब्रह्मन् ममैतद्विगतं वयः ।
प्रसादं कुरु मे नाथ संन्यासग्रहणं प्रति ॥

Gruß an Gottheiten und Ahnen
देवताभ्यः पितृभ्यश्च महायोगिभ्य एव च ।
नमोऽस्तु पुष्ट्यै स्वाहायै नित्यमेव भवन्त्विति ॥

Brahma-Gayatri
परमेश्वराय विद्महे परतत्त्वाय धीमहि तन्नो ब्रह्म प्रचोदयात्

Reinigung der Shraddha-Gaben
वं हूं फट्

Götter und Seher im vorbereitenden Gedenken
ॐ ब्रह्मणे नमः ।
ॐ विष्णवे नमः ।
ॐ रुद्राय नमः ।
ॐ ऋषिभ्यो नमः ॥

Pinda-Gabe 1: Vater
ॐ पित्रे स्वधा

Pinda-Gabe 2: Väterlicher Großvater
ॐ पितामहाय स्वधा

Pinda-Gabe 3: Väterlicher Urgroßvater
ॐ प्रपितामहाय स्वधा

Pinda-Gabe 4: Mutter
ॐ मात्रे स्वधा

Pinda-Gabe 5: Väterliche Großmutter
ॐ पितामह्यै स्वधा

Pinda-Gabe 6: Väterliche Urgroßmutter
ॐ प्रपितामह्यै स्वधा

Pinda-Gabe 7: Mütterlicher Großvater
ॐ मातामहाय स्वधा

Pinda-Gabe 8: Vater des mütterlichen Großvaters
ॐ प्रमातामहाय स्वधा

Pinda-Gabe 9: Großvater des mütterlichen Großvaters
ॐ वृद्धप्रमातामहाय स्वधा

Pinda-Gabe 10: Mütterliche Großmutter
ॐ मातामह्यै स्वधा

Pinda-Gabe 11: Mutter des mütterlichen Großvaters
ॐ प्रमातामह्यै स्वधा

Pinda-Gabe 12: Großmutter des mütterlichen Großvaters
ॐ वृद्धप्रमातामह्यै स्वधा

Bitte um Entlassung aus den drei Verpflichtungen
तृप्यध्वं पितरो देवा देवर्षिमातृका गणाः ।
गुणातीतपदे यूयमनृणीकुरुताऽचिरात् ॥ २३८ ॥

Ruf bei der Pinda-Darbringung
स्वधा

Tryambaka-Japa vor dem Sannyasa-Homa
ह्रीं त्र्यम्बकं यजामहे सुगन्धिं पुष्टिवर्द्धनम् ।
ऊर्वारुकमिव बन्धनान् मृत्योर्मुक्षीय माऽमृतात् ॥ २४४ ॥

Meditation auf Brahman
हृदयकमलमध्ये निर्विशेषं निरीहम् हरिहरविधिवेद्यं योगिभिर्ध्यानगम्यम् ।
जननमरणभीतिभ्रंसि सच्चित्स्वरूपम् सकलभुवनबीजं ब्रह्म चैतन्यमीडे ॥ ५० ॥

Brahman-Mantra
ॐ सच्चिदेकं ब्रह्म

Dreifaches Om
ॐ
ॐ
ॐ

Svasti: Rigveda 1.89.6
स्वस्ति न इन्द्रो वृद्धश्रवाः स्वस्ति नः पूषा विश्ववेदाः ।
स्वस्ति नस् तार्क्ष्यो अरिष्टनेमिः स्वस्ति नो बृहस्पतिर् दधातु ॥

Devi Mahatmya, Kapitel 11: Zähleinheit 10
सर्वमङ्गलमाङ्गल्ये शिवे सर्वार्थसाधिके ।
शरण्ये त्र्यम्बके गौरि नारायणि नमोऽस्तु ते ॥ ११.१०॥

Anrufung der heiligen Flüsse
ॐ गङ्गे च यमुने चैव गोदावरि सरस्वति ।
नर्मदे सिन्धुकावेरि जलेस्मिन् सन्निधिं कुरु ।

Marjana-Gebet
ॐ अपवित्रः पवित्रो वा सर्वावस्थां गतोऽपि वा ।
यः स्मरेत् पुण्डरीकाक्षं स बाह्याभ्यन्तरः शुचिः ॥

Wassergabe über die Schulter
ॐ अमृतं कुरु स्वाहा

Dreifaches Achamana
ॐ केशवाय नमः ।
ॐ नारायणाय नमः ।
ॐ माधवाय नमः ॥

Gestalt und Bewusstsein des Feuers
ह्रीं वह्निमूर्तये नमः ।
रं वह्निचैतन्याय नमः ॥

Agni-Bija
रं

Entfachung des Bewusstseinsfeuers
ॐ चित्पिङ्गल हन हन दह दह पच पच सर्वज्ञाज्ञापय स्वाहा

Verehrung des entzündeten Feuers
अग्निं प्रज्वलितं वन्दे जातवेदं हुताशनम् ।
सुवर्णवर्णममलं समिद्धं सर्वतोमुखम् ॥ १४३ ॥

Feuergabe: Agni
ॐ अग्नये स्वाहा

Feuergabe: Soma
ॐ सोमाय स्वाहा

Feuergabe: Agni und Soma
ॐ अग्नीषोमाभ्यां स्वाहा

Feuergabe: Agni Svishtikrit
ॐ अग्नये स्विष्टिकृते स्वाहा

Drei Vyahriti-Opfer
ॐ भूः स्वाहा ।
ॐ भुवः स्वाहा ।
ॐ स्वः स्वाहा ॥

Anrufung Agnis
ॐ वैश्वानर जातवेद इहावहावह लोहिताक्ष सर्वकर्माणि साधय स्वाहा

Ganesha-Feuergabe
ॐ महागणपतये स्वाहा

Vyahriti-Gabe: Erde
ह्रीं भूः स्वाहा

Vyahriti-Gabe: Zwischenraum
ह्रीं भुवः स्वाहा

Vyahriti-Gabe: Himmelswelt
ह्रीं स्वः स्वाहा

Viraja-Homa, Gruppe 1: Lebenshauche
प्राणापानौ समानश्चोदानव्यानौ च वायवः ।
एतानि मे शुद्ध्यन्तां ह्रीं ज्योतिरहं विरजा विपाप्मा भूयासं स्वाहा ॥

Viraja-Homa, Gruppe 2: Fünf grobe Elemente
पृथिवी सलिलं वह्निर्वायुराकाशमेव च ।
एतानि मे शुद्ध्यन्तां ह्रीं ज्योतिरहं विरजा विपाप्मा भूयासं स्वाहा ॥

Viraja-Homa, Gruppe 3: Fünf Sinnesqualitäten
गन्धो रसश्च रूपश्च स्पर्शः शब्दः ।
एतानि मे शुद्ध्यन्तां ह्रीं ज्योतिरहं विरजा विपाप्मा भूयासं स्वाहा ॥

Viraja-Homa, Gruppe 4: Fünf Handlungsorgane
वाक्पाणिपादाश्च पायूपस्थौ ।
एतानि मे शुद्ध्यन्तां ह्रीं ज्योतिरहं विरजा विपाप्मा भूयासं स्वाहा ॥

Viraja-Homa, Gruppe 5: Fünf Erkenntnisorgane
श्रोत्रं त्वङ्नयनं जिह्वा घ्राणं ।
एतानि मे शुद्ध्यन्तां ह्रीं ज्योतिरहं विरजा विपाप्मा भूयासं स्वाहा ॥

Viraja-Homa, Gruppe 6: Vier innere Funktionen
मनो बुद्धिश्च चित्तञ्चाहङ्कारः ।
एतानि मे शुद्ध्यन्तां ह्रीं ज्योतिरहं विरजा विपाप्मा भूयासं स्वाहा ॥

Viraja-Homa, Gruppe 7: Körperhandlungen
देहजाः क्रियाः ।
एतानि मे शुद्ध्यन्तां ह्रीं ज्योतिरहं विरजा विपाप्मा भूयासं स्वाहा ॥

Viraja-Homa, Gruppe 8: Sinneshandlungen
सर्वाणीन्द्रियकर्माणि ।
एतानि मे शुद्ध्यन्तां ह्रीं ज्योतिरहं विरजा विपाप्मा भूयासं स्वाहा ॥

Viraja-Homa, Gruppe 9: Prana-Handlungen
प्राणकर्माणि यानि च ।
एतानि मे शुद्ध्यन्तां ह्रीं ज्योतिरहं विरजा विपाप्मा भूयासं स्वाहा ॥

Abnehmen des Yajnopavita
ऐं क्लीं हूं

Darbringung der heiligen Schnur
भूर् भुवः स्वः स्वाहा

Shikha ablösen
क्लीं

Gebet an die Shikha
ब्रह्मपुत्रि शिखे त्वं हि बालरूपा तपस्विनी ।
दीयते पावके स्थानं गच्छ देवि नमोऽस्तु ते ॥ २५८ ॥

Shikha-Homa
क्लीं ह्रीं हूं स्वाहा

Unterweisung beim Sannyasa
तत्त्वमसि महाप्राज्ञ हंसः सोऽहं विभावय ।
निर्ममो निरहङ्कारः स्वभावेन सुखं चर ॥

Gruß nach der Sannyasa-Unterweisung
नमस्तुभ्यं नमो मह्यं तुभ्यं मह्यं नमो नमः ।
त्वमेव तत् तत्त्वमेव विश्वरूप नमोऽस्तु ते ॥

Bitte um Vollendung
ह्रीं अस्मिन् कर्मणि देवेश प्रमादाद्भ्रमतोऽपि वा ।
न्यूनाधिकं कृतं यच्च सर्वं स्विष्टकृतं कुरु स्वाहा

Zweites Vollendungsgebet
ह्रीं त्वमग्ने सर्वलोकानां पावनः स्विष्टकृत् प्रभुः ।
यज्ञसाक्षी क्षेमकर्ता सर्वान् कामान् प्रपूरय स्वाहा

Vyahriti-Gabe: Erde, Zwischenraum und Himmelswelt
ह्रीं भूर्भुवः स्वः स्वाहा

Purnahuti-Gebet
ह्रीं यज्ञपते पूर्णो भवतु यज्ञो मे ।
हृष्यन्तु यज्ञदेवताः फलानि सम्यक् यच्छन्तु स्वाहा

Wassersegen nach dem Homa
आपः सुमित्रियाः सन्तु भवन्त्वोषधयो मम ।
आपो रक्षन्तु मां नित्यमापो नारायणः स्वयम् ॥ ५८ ॥

Abschließende Bitte an Agni
बुद्धिं विद्यां बलं मेधां प्रज्ञां श्रद्धां यशः श्रियम् ।
आरोग्यं तेज आयुष्यं देहि मे हव्यवाहन ॥ ६२ ॥

Entlassungsgebet an Agni
यज्ञ यज्ञपतिं गच्छ यज्ञं गच्छ हुताशन ।
स्वां योनिं गच्छ यज्ञेश पूरयास्मन्मनोरथम् ॥ ६४ ॥

Bitte um Verzeihung an Agni
अग्ने क्षमस्व स्वाहा

Gruß beim Abschluss der Opfergaben
ॐ अग्नये नमः

Aparadha Kshamapana Stotra, Vers 6
यदक्षरं परिभ्रष्टं मात्राहीनञ्च यद्भवेत् ।
पूर्णं भवतु तत् सर्वं त्वत्प्रसादान्महेश्वरि ॥ ६॥

Bitte um Annahme der Verehrung
मन्त्रहीनं क्रियाहीनं भक्तिहीनं सुरेश्वरि ।
यत्पूजितं मया देवि परिपूर्णं तदस्तु मे ॥

Mangala-Wunsch
लोकाः समस्ताः सुखिनो भवन्तु

Dreifacher Friedensruf
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः

Brahmarpana zur Speisensegnung
ब्रह्मार्पणं ब्रह्महविर्ब्रह्माग्नौ ब्रह्मणा हुतम् ।
ब्रह्मैव तेन गन्तव्यं ब्रह्मकर्मसमाधिना ॥ ५६ ॥

Kurze Widmung
ब्रह्मार्पणमस्तु

Vollständige deutsche Lesefassung

Die Übersetzungen stehen in derselben Reihenfolge. Wie im Sanskrit können zusammenhängende Sätze über eine Versgrenze hinausreichen; in diesem Fall wird die Übersetzung beim folgenden Textblock fortgesetzt. Bija-Silben werden benannt und nach ihrer Funktion erläutert; ihnen wird keine erfundene wörtliche Bedeutung zugewiesen.

Erster Guru-Gruß
Dir, dem wahren Guru, der die Fessel des Werdens vernichtet und den Blick der Erkenntnis eröffnet, der Lebenserfüllung und Befreiung schenkt, sei Verehrung.

Zweiter Guru-Gruß
Dem erhabenen Guru, der die Gestalt des höchsten Brahman in menschlicher Form ist, Unwissenheit beseitigt und den Kula-Dharma offenbart, sei Verehrung.

Bitte an den Guru um Sannyasa
O höchstes Brahman, mein bisheriges Leben ist im Hausstand vergangen. Erweise mir deine Gnade, Herr, damit ich Sannyasa annehmen kann.

Gruß an Gottheiten und Ahnen
Verehrung den Gottheiten, den Ahnen und den großen Yogis. Verehrung der Nährung und Svaha; mögen sie immer sein.

Brahma-Gayatri
Mögen wir den höchsten Herrn erkennen. Über das höchste Wirkliche meditieren wir. Möge jenes Brahman uns anregen.

Reinigung der Shraddha-Gaben
Vam, Hum, Phat: rituelle Klänge zur Reinigung und Abgrenzung der Gaben; keine wörtliche Satzübersetzung.

Götter und Seher im vorbereitenden Gedenken
Om. Verehrung Brahma. Om. Verehrung Vishnu. Om. Verehrung Rudra. Om. Verehrung den Sehern.

Pinda-Gabe 1: Vater
Om. Vater: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 2: Väterlicher Großvater
Om. Väterlicher Großvater: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 3: Väterlicher Urgroßvater
Om. Väterlicher Urgroßvater: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 4: Mutter
Om. Mutter: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 5: Väterliche Großmutter
Om. Väterliche Großmutter: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 6: Väterliche Urgroßmutter
Om. Väterliche Urgroßmutter: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 7: Mütterlicher Großvater
Om. Mütterlicher Großvater: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 8: Vater des mütterlichen Großvaters
Om. Vater des mütterlichen Großvaters: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 9: Großvater des mütterlichen Großvaters
Om. Großvater des mütterlichen Großvaters: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 10: Mütterliche Großmutter
Om. Mütterliche Großmutter: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 11: Mutter des mütterlichen Großvaters
Om. Mutter des mütterlichen Großvaters: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 12: Großmutter des mütterlichen Großvaters
Om. Großmutter des mütterlichen Großvaters: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Bitte um Entlassung aus den drei Verpflichtungen
Seid gesättigt, Ahnen, Götter, Scharen der göttlichen Seher und Mütter. Befreit mich unverzüglich von der Schuld, auf dass ich in den Zustand jenseits der Gunas eingehe.

Ruf bei der Pinda-Darbringung
Svadha: die den Ahnen gewidmete Gabe.

Tryambaka-Japa vor dem Sannyasa-Homa
Hrim. Wir verehren den Dreiäugigen, den Duftenden, der das Gedeihen vermehrt. Wie eine Gurkenfrucht aus ihrer Bindung möge ich vom Tod gelöst werden, nicht von der Unsterblichkeit.

Meditation auf Brahman
Ich preise Brahman, das Bewusstsein im Inneren des Herzlotus: ohne unterscheidende Merkmale und ohne Begehren, von Hari, Hara und Brahma erkannt, den Yogis durch Meditation zugänglich. Es lässt die Furcht vor Geburt und Tod schwinden, ist Sein und Bewusstsein und der Same aller Welten.

Brahman-Mantra
Om. Das eine Brahman: Sein und Bewusstsein.

Dreifaches Om
Om. Om. Om.

Svasti: Rigveda 1.89.6
Wohlergehen gewähre uns Indra von weithin gehörtem Ruhm; Wohlergehen Pushan, der alles kennt; Wohlergehen Tarkshya mit unversehrtem Radkranz; Wohlergehen verleihe uns Brihaspati.

Devi Mahatmya, Kapitel 11: Zähleinheit 10
Du Heilvollste alles Heilvollen, Segensreiche, die alle Ziele verwirklicht, Zuflucht, Dreiäugige, Gauri: Narayani, Verehrung dir.

Anrufung der heiligen Flüsse
Om. Ganga und Yamuna, Godavari, Sarasvati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Macht euch in diesem Wasser gegenwärtig.

Marjana-Gebet
Om. Ob unrein oder rein, in welchen Zustand man auch gelangt sein mag: Wer des Lotusäugigen gedenkt, ist äußerlich und innerlich rein.

Wassergabe über die Schulter
Om. Mache es zu Amrita, zum Unsterblichen. Svaha.

Dreifaches Achamana
Om. Verehrung Keshava. Om. Verehrung Narayana. Om. Verehrung Madhava.

Gestalt und Bewusstsein des Feuers
Hrim. Verehrung der Gestalt des Feuers. Ram. Verehrung dem Bewusstsein des Feuers.

Agni-Bija
Ram, der Feuerkeimlaut.

Entfachung des Bewusstseinsfeuers
Om. Du goldrot leuchtendes Bewusstseinsfeuer: Schlage, schlage; verbrenne, verbrenne; gare, gare. Allwissender, lasse erkennen beziehungsweise gebiete. Svaha.

Verehrung des entzündeten Feuers
Ich verehre das entzündete Feuer, Jatavedas, den Verzehrer der Opfergaben: goldfarben, makellos, hell auflodernd und nach allen Seiten gewandt.

Feuergabe: Agni
Om. Agni sei die Darbringung gewidmet.

Feuergabe: Soma
Om. Soma sei die Darbringung gewidmet.

Feuergabe: Agni und Soma
Om. Agni und Soma sei die Darbringung gewidmet.

Feuergabe: Agni Svishtikrit
Om. Agni, dem Vollender der guten Opferhandlung, sei die Darbringung gewidmet.

Drei Vyahriti-Opfer
Om. Der Erde sei die Darbringung gewidmet. Om. Dem Zwischenraum sei die Darbringung gewidmet. Om. Der Himmelswelt sei die Darbringung gewidmet.

Anrufung Agnis
Om. Vaishvanara, Jatavedas, bringe hierher, bringe hierher, Rotäugiger; führe alle Ritualhandlungen zum Gelingen. Svaha.

Ganesha-Feuergabe
Om. Dem großen Ganapati sei diese Gabe dargebracht.

Vyahriti-Gabe: Erde
Hrim. Der Erde sei die Darbringung gewidmet.

Vyahriti-Gabe: Zwischenraum
Hrim. Dem Zwischenraum sei die Darbringung gewidmet.

Vyahriti-Gabe: Himmelswelt
Hrim. Der Himmelswelt sei die Darbringung gewidmet.

Viraja-Homa, Gruppe 1: Lebenshauche
Prana, Apana, Samana, Udana und Vyana, die fünf Lebenshauche: All dies in mir möge geläutert werden. Hrim. Licht bin ich; möge ich frei von Befleckung und frei von Übel sein. Svaha.

Viraja-Homa, Gruppe 2: Fünf grobe Elemente
Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum: All dies in mir möge geläutert werden. Hrim. Licht bin ich; möge ich frei von Befleckung und frei von Übel sein. Svaha.

Viraja-Homa, Gruppe 3: Fünf Sinnesqualitäten
Geruch, Geschmack, Gestalt, Berührung und Klang: All dies in mir möge geläutert werden. Hrim. Licht bin ich; möge ich frei von Befleckung und frei von Übel sein. Svaha.

Viraja-Homa, Gruppe 4: Fünf Handlungsorgane
Rede, Hände, Füße, Ausscheidungs- und Zeugungsorgan: All dies in mir möge geläutert werden. Hrim. Licht bin ich; möge ich frei von Befleckung und frei von Übel sein. Svaha.

Viraja-Homa, Gruppe 5: Fünf Erkenntnisorgane
Gehör, Haut, Auge, Zunge und Geruchssinn: All dies in mir möge geläutert werden. Hrim. Licht bin ich; möge ich frei von Befleckung und frei von Übel sein. Svaha.

Viraja-Homa, Gruppe 6: Vier innere Funktionen
Manas, unterscheidende Einsicht, inneres Bewusstsein und Ichbildung: All dies in mir möge geläutert werden. Hrim. Licht bin ich; möge ich frei von Befleckung und frei von Übel sein. Svaha.

Viraja-Homa, Gruppe 7: Körperhandlungen
Die körperlich entstandenen Tätigkeiten: All dies in mir möge geläutert werden. Hrim. Licht bin ich; möge ich frei von Befleckung und frei von Übel sein. Svaha.

Viraja-Homa, Gruppe 8: Sinneshandlungen
Sämtliche Tätigkeiten der Sinne und Organe: All dies in mir möge geläutert werden. Hrim. Licht bin ich; möge ich frei von Befleckung und frei von Übel sein. Svaha.

Viraja-Homa, Gruppe 9: Prana-Handlungen
Alle Tätigkeiten der Lebenshauche: All dies in mir möge geläutert werden. Hrim. Licht bin ich; möge ich frei von Befleckung und frei von Übel sein. Svaha.

Abnehmen des Yajnopavita
Aim, Klim, Hum: die drei ausdrücklich gelehrten Bija-Silben beim Abnehmen der heiligen Schnur.

Darbringung der heiligen Schnur
Erde, Zwischenraum, Himmelswelt. Svaha.

Shikha ablösen
Klim: das Kama-Bija beim Abschneiden der Shikha.

Gebet an die Shikha
Shikha, du bist Brahmans Tochter, eine jugendliche Asketin. Im läuternden Feuer wird dir eine Stätte gegeben. Gehe, Göttin; Verehrung sei dir.

Shikha-Homa
Klim, Hrim, Hum. Svaha. Die Bija-Folge begleitet die Darbringung der Haarlocke.

Unterweisung beim Sannyasa
Das bist du, du Einsichtsvoller. Vergegenwärtige Hamsa und „Ich bin Das“. Ohne Besitzdenken und ohne Ich-Anmaßung wandle froh in deiner eigenen Natur.

Gruß nach der Sannyasa-Unterweisung
Verehrung dir, Verehrung mir; dir und mir immer wieder Verehrung. Du bist eben Das, eben Das bist du. Dir, dessen Gestalt das All ist, sei Verehrung.

Bitte um Vollendung
Hrim. Herr der Götter, was bei dieser Handlung durch Nachlässigkeit oder Irrtum zu wenig oder zu viel getan wurde, mache all dies zu einer wohlvollzogenen Opferhandlung. Svaha.

Zweites Vollendungsgebet
Hrim. Agni, du bist der Läuterer aller Welten, der Herr, der die Opferhandlung vollendet, Zeuge des Yajna und Schöpfer des Wohls. Erfülle alle ersehnten Anliegen. Svaha.

Vyahriti-Gabe: Erde, Zwischenraum und Himmelswelt
Hrim. Der Erde, dem Zwischenraum und der Himmelswelt sei die Darbringung gewidmet.

Purnahuti-Gebet
Hrim. Herr des Yajna, meine Opferhandlung möge vollständig werden. Die Gottheiten des Yajna mögen sich freuen und die Früchte in rechter Weise gewähren. Svaha.

Wassersegen nach dem Homa
Die Wasser mögen mir gute Freunde sein, ebenso die Heilpflanzen. Die Wasser mögen mich stets beschützen; die Wasser sind Narayana selbst.

Abschließende Bitte an Agni
Verständnis, Wissen, Kraft, Einsicht, Weisheit, Vertrauen, Ansehen, Fülle, Gesundheit, Glanz und langes Leben schenke mir, Träger der Opfergaben.

Entlassungsgebet an Agni
Yajna, gehe zum Herrn des Yajna; gehe zur Opferhandlung, Verzehrer der Opfergaben. Kehre zu deinem Ursprung zurück, Herr des Yajna; erfülle unser Herzensanliegen.

Bitte um Verzeihung an Agni
Agni, verzeihe. Svaha.

Gruß beim Abschluss der Opfergaben
Om. Verehrung Agni.

Aparadha Kshamapana Stotra, Vers 6
Jede entfallene Silbe und jedes fehlende Lautmaß: Möge all dies durch deine Gnade vollständig werden, große Herrscherin.

Bitte um Annahme der Verehrung
Herrin der Götter, was ich dir, Göttin, an Verehrung dargebracht habe, obwohl es an Mantra, Handlung und Hingabe mangelhaft war, möge für mich vollständig sein.

Mangala-Wunsch
Mögen alle Welten beziehungsweise alle Wesen glücklich sein.

Dreifacher Friedensruf
Om. Friede, Friede, Friede.

Brahmarpana zur Speisensegnung
Brahman ist die Darbringung, Brahman die Opfergabe; von Brahman wird sie im Feuer Brahmans dargebracht. Brahman allein ist von dem zu erreichen, der ganz in der Handlung als Brahman gesammelt ist.

Kurze Widmung
Es sei eine Darbringung an Brahman.

Quellen und Literatur

Mahanirvana Tantra, Sanskrit-Projektfassung nach Muktabodha M00049; Arthur Avalon (Hrsg.), Tantrik Texts 13, 1926, mit dem Kommentar Hariharananda Bharatis, elektronische Erfassung Mark S. G. Dyczkowski, besonders 8.225–266; zur Pinda-Darbringung 10.31–59, zur Brahman-Verehrung Kapitel 3, zur gewählten Feuerrahmung die jeweils bei den Formeln genannten Stellen.

Mahanirvana Tantra – Sanskrit in IAST. Weiterführend: Sannyasa Diksha und die Darstellung der Viraja-Homa-Bedeutung in Divine Life Society, Juni 2021. Die DLS-Darstellung ist Kontext, nicht die Quelle einer hier behaupteten identischen Ordensliturgie.

Besonders zu unterscheiden sind Quellenanweisung, ausgeschriebene Formelausführung und heutige organisatorische beziehungsweise materielle Anpassung. An den Stellen 8.238, 8.253 und 8.259 sind Lesung und Reichweite unmittelbar vermerkt.

Die Zeit-, Dienst- und Materialplanung ist redaktionell. Wo überlieferte Kurzschreibungen nach einer ausdrücklichen Bildungsregel aufgelöst werden, steht dies bei der betreffenden Formel. Die Ausgabe ist keine kritische Handschriftenedition. Die akzentlose Devanagari-Lesefassung wurde aus IAST erzeugt und durch Rückübertragung auf denselben Zeichenbestand geprüft; vedische Svaras werden dadurch nicht ersetzt. Bilder und Begleitvideos sind thematisch gewählt.

Siehe auch


Weitere Anleitungen: Tantra Rituale und Puja. Die neu bereitgestellten Titel können bis zur Veröffentlichung rote Links sein.

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