Parvana Shraddha mit zwölf Ahnenpindas

Aus Yogawiki

Parvana Shraddha mit zwölf Ahnenpindas erschließt eine ausführliche vegetarische Ahnenfeier mit sechs symbolischen Darbha-Vertretern, vier Ahnenlinien, zwölf persönlichen Pindas und einer zusätzlichen Gabe für unversorgte Verstorbene.

Eine Blüte begleitet die Rezitation und die stille Verneigung.

Umfang und Überlieferung: Ausführliche vegetarische Hausordnung mit sechs Darbha-Vertretern, zwölf Ahnenpindas, einer zusätzlichen Pinda-Gabe und realer Speisung.

Anlass und Bedeutung

Shraddha verbindet Erinnerung mit tatsächlicher Darbringung und Speisung. Diese Feier geht über eine kurze Tarpana-Andacht hinaus: Die Ahnen erhalten Sitz, Wasser, Gastgaben, Speise und die geordneten Pinda-Gaben. Auch Menschen, an die sonst niemand erinnert, werden in die Feier eingeschlossen.

Voraussetzungen und Vorbereitung

Für eine Familie unter kundiger Ritualleitung. Ahnenlinien, lebende Angehörige und Zeitpunkt werden vor Beginn nach der tatsächlich praktizierten Tradition geklärt.

Sechs kleine saubere Darbha-Bündel als symbolische Vertreter, sechs Schälchen und ein zusätzliches kleines Wasserschälchen, fünf Speiseteller, vier Teller oder Unterlagen für je drei Pindas und eine zusätzliche Unterlage; dreizehn kleine Pindas aus gekochtem Reis, schwarzer Sesam, frisches Wasser, Löffel, Auffangschale, Tuch, Duft, Blüten, sechs kleine saubere Stoffstücke als symbolische Gewandgaben, Räucherwerk und Lampe. Separat eine vollständige vegetarische Mahlzeit für die tatsächlich eingeladenen Gäste. Plane 90 bis 120 Minuten. Stelle Lampe und Räucherwerk standsicher und mit Abstand zu Stoffen auf; lasse beides nur unter Aufsicht brennen.

Verwandte Anleitungen: Ekoddishta Shraddha als persönliche Totengedenkfeier.

Durchführung

1. Die Empfänger und die Feierordnung klären
Schreibe vorab die bekannten Namen der verstorbenen Angehörigen in den vier Dreiergruppen auf. Lebende Personen erhalten keine Totengabe. Die Quelle behandelt das Nachrücken älterer Vorfahren und besondere Bedingungen bei lebenden Eltern in 10.67–69; die kundige Leitung entscheidet diesen Fall vor Beginn. Diese konkrete Zwölferordnung setzt voraus, dass die zwölf Plätze nach der eigenen Überlieferung angemessen besetzt werden können. Bei unbekannten Namen wird die Verwandtschaftsbezeichnung gesprochen, kein Name erfunden.

2. Die sechs Vertreter aufstellen
Lege zwei Darbha-Vertreter im Westen auf zwei Schälchen; sie blicken symbolisch nach Osten und vertreten die Vishvedevas. Lege vier im Süden auf vier Schälchen, symbolisch nach Norden blickend: zwei für den väterlichen, zwei für den mütterlichen Bereich. Die dargestellten Personen sind keine lebenden Ersatzempfänger, sondern ritualisierte Darbha-Vertreter nach der Quelle.

3. Die Gottheiten begrüßen
Wasche die Hände, lege alle Gaben erreichbar bereit und setze dich bequem und aufrecht. Der Atem fließt natürlich. Fasse die Absicht auf Deutsch; Namen, Datum und persönliches Anliegen dürfen in der eigenen Sprache ausgesprochen werden. Die deutschen Mantraübersetzungen erklären die Rezitation und werden nicht zusätzlich mitgesprochen. Bringe vor einem gemeinsamen sauberen Platz je einen Löffel Wasser mit den folgenden vier Grüßen dar:

Namensgruß an Ganga
oṃ gaṅgāyai namaḥ

Om. Verehrung Ganga.

Narayana-Mantra
oṃ namo nārāyaṇāya

Om. Verehrung Narayana.

Namensgruß an Vastupati
oṃ vāstupataye namaḥ

Om. Verehrung dem Herrn des Ortes.

Namensgruß an Prithivi
oṃ pṛthivyai namaḥ

Om. Verehrung der Erde.

Die vereinfachten Namensgrüße ersetzen hier die ausführlichen Einzelpujas des Quellrahmens.

Yoga-Vidya-Vortrag über Archanam, die rituelle Verehrung. Das Video ergänzt die Praxis; sämtliche benötigten Rezitationen stehen in dieser Anleitung.

4. Die Darbha-Vertreter baden und ehren
Besprenge die sechs Bündel leicht mit frischem Wasser und rezitiere einmal:

Wassergebet für die Darbha-Vertreter
hrīṃ śanno devīrabhīṣṭaye śanno bhavantu pītaye |
śaṃyorabhisravantu naḥ ||

Hrim. Die göttlichen Wasser mögen uns zum Ersehnten und zum Trinken Heil schenken. Sie mögen uns Wohlergehen zufließen lassen.

Lege vor jedes Schälchen einen kleinen Duftpunkt und eine Blüte. Blicke für die Gottheitsgaben nach Norden, für die Ahnengaben nach Süden, soweit die örtliche Anordnung es zulässt.

5. Gayatri und Reinigung vollziehen
Rezitiere die vollständige Gayatri zehnmal:

Savitri-Gayatri
oṃ bhūr bhuvaḥ svaḥ |
tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi |
dhiyo yo naḥ pracodayāt |
oṃ

Om. Erde, Zwischenraum und Himmelswelt. Wir meditieren über den erwählenswerten Glanz des göttlichen Savitar. Er möge unsere Einsicht anregen. Om.

Sprich danach den Parvana-Gruß dreimal:

Parvana-Gruß an Gottheiten und Ahnen
devatābhyaḥ pitṛbhyaśca mahāyogibhya eva ca |
namo'stu svadhāyai svāhāyai nityameva bhavantu

Verehrung den Gottheiten, den Ahnen und den großen Yogis. Verehrung Svadha und Svaha; mögen sie immer sein.

Befeuchte die Fingerspitzen und besprenge die bereitgestellten Ritualgaben sparsam mit der Reinigungsformel:

Reinigung der Shraddha-Gaben
vaṃ hūṃ phaṭ

Vam, Hum, Phat: rituelle Klänge zur Reinigung und Abgrenzung der Gaben; keine wörtliche Satzübersetzung.

Stelle ein separates kleines Wasserschälchen im Südosten auf und sprich einmal:

Bitte um Schutz der Ahnenfeier
rakṣoghnam amṛtaṃ yajñarakṣāṃ kuruṣva me

Hindernisabwehrender Nektar, beschütze meine Opferhandlung.

6. Sitz und Gastgaben darbringen
Benenne zuerst die Vishvedevas, dann die väterlichen und mütterlichen Ahnen mit ihren Namen oder Verwandtschaftsbezeichnungen. Gib in dieser Reihenfolge je einen Löffel Wasser an die sechs Vertreter. Lege jeweils das kleine Stoffstück davor. Zeige kurz Rauch und Licht. Bei den beiden Gottheitsvertretern sprich den folgenden Gruß je einmal, bei den vier Ahnenvertretern die anschließende Ahnenformel je einmal:

Namensgruß an die Vishvedevas
oṃ viśvebhyo devebhyo namaḥ

Om. Verehrung allen Göttern.

Gemeinsame Ahnenformel
oṃ pitṛbhyaḥ svadhā

Om. Den Ahnen sei die ehrende Darbringung gewidmet.

7. Fünf Speiseplätze bereiten
Stelle einen Speiseteller vor die Gottheitsvertreter und je zwei vor die beiden Ahnenbereiche. Gib auf die Ahnenportionen etwas schwarzen Sesam. Die Quelle verwendet beim Parvana Sesam anstelle von Gerste. Besprenge alle Speisen sparsam und sprich einmal:

Reinigung der Speisengaben
hrāṃ hrūṃ phaṭ

Hram, Hrum, Phat: rituelle Klänge zur Reinigung der Speisengaben; keine wörtliche Satzübersetzung.

Nenne die Empfängergruppen in derselben Reihenfolge und widme ihnen die Speise. Sprich die Gayatri einmal und den Parvana-Gruß dreimal.

8. Die zusätzliche Pinda-Gabe für unversorgte Verstorbene darbringen
Lege den dreizehnten, gesonderten Pinda auf die südwestliche Unterlage. Sprich die beiden Verse als zusammengehöriges Gebet:

Gedenken an unversorgte Verstorbene, erster Vers
ye me kule luptapiṇḍāḥ putradāravivarjitāḥ |
agnidagdhāśca ye ke'pi vyālavyāghrahatāśca ye ||

Die in meiner Familie keine Pinda-Gaben mehr erhalten, die ohne Kinder und Partner geblieben sind, die vom Feuer verbrannt oder von wilden Tieren und Tigern getötet wurden,

Gedenken an unversorgte Verstorbene, zweiter Vers
ye bāndhavābāndhavā vā ye'nyajanmani bāndhavāḥ |
maddattapiṇḍatoyābhyāṃ te yāntu tṛptimakṣayām ||

die Verwandten und Nichtverwandten und die in einem anderen Leben Verwandten waren: Mögen sie durch den von mir gegebenen Reiskloß und das Wasser unvergängliche Sättigung erlangen.

Gib dazu einen Löffel Wasser. Wasche danach die Hände. Rezitiere die Gayatri einmal und den Parvana-Gruß dreimal.

9. Zwölf Pindas geordnet darbringen
Lege in jedem der vier Ahnenbereiche drei kleine Pindas auf die saubere Unterlage. Gehe die folgende Reihenfolge einzeln durch. Nenne zuerst den persönlichen Namen in der eigenen Sprache, sofern bekannt, sprich dann die jeweilige vollständige Formel und gib einen kleinen Löffel Wasser neben den Pinda.

Pinda-Gabe 1: Vater
oṃ pitre svadhā

Om. Vater: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 2: Väterlicher Großvater
oṃ pitāmahāya svadhā

Om. Väterlicher Großvater: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 3: Väterlicher Urgroßvater
oṃ prapitāmahāya svadhā

Om. Väterlicher Urgroßvater: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 4: Mutter
oṃ mātre svadhā

Om. Mutter: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 5: Väterliche Großmutter
oṃ pitāmahyai svadhā

Om. Väterliche Großmutter: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 6: Väterliche Urgroßmutter
oṃ prapitāmahyai svadhā

Om. Väterliche Urgroßmutter: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 7: Mütterlicher Großvater
oṃ mātāmahāya svadhā

Om. Mütterlicher Großvater: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 8: Vater des mütterlichen Großvaters
oṃ pramātāmahāya svadhā

Om. Vater des mütterlichen Großvaters: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 9: Großvater des mütterlichen Großvaters
oṃ vṛddhapramātāmahāya svadhā

Om. Großvater des mütterlichen Großvaters: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 10: Mütterliche Großmutter
oṃ mātāmahyai svadhā

Om. Mütterliche Großmutter: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 11: Mutter des mütterlichen Großvaters
oṃ pramātāmahyai svadhā

Om. Mutter des mütterlichen Großvaters: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 12: Großmutter des mütterlichen Großvaters
oṃ vṛddhapramātāmahyai svadhā

Om. Großmutter des mütterlichen Großvaters: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Die Formeln sind bewusst ausgeschriebene Rollenbezeichnungen. Persönliche Namen werden auf Deutsch genannt; die Sanskritformeln bleiben dadurch ohne Ergänzung ausführbar.

10. In Erinnerung verweilen
Rezitiere die Gayatri zehnmal und den Parvana-Gruß dreimal. Zeige den Pindas noch einmal kurz Rauch und Licht. Schließe für einige Augenblicke die Augen und vergegenwärtige die Ahnen als Empfänger der dankbaren Gabe. Zwinge keine idealisierte Familiengeschichte: Auch schwierige Beziehungen dürfen mit Würde und klaren Grenzen erinnert werden.

11. Den Ahnensegen erbitten
Sprich die folgenden beiden Verse einmal:

Bitte um Ahnensegen, erster Vers
āśiṣo me pradīyantāṃ pitaraḥ karuṇāmayāḥ |
vedāḥ santatayo nityaṃ varddhantāṃ bāndhavā mama ||

Segnungen mögen mir gewährt werden, ihr mitfühlenden Ahnen. Die Veden, die Nachkommenschaft und meine Angehörigen mögen stets gedeihen.

Bitte um Ahnensegen, zweiter Vers
pātāro me vivarddhantāṃ bahūnyannāni santu me |
yācitāraḥ sadā santu mā ca yācāmi kañcana ||

Meine Beschützer mögen gedeihen; reichlich Nahrung möge mir zur Verfügung stehen. Mögen stets Bittende kommen, und möge ich selbst niemanden bitten müssen.

Die Bitte um ausreichende Nahrung wird in der anschließenden wirklichen Bewirtung praktisch aufgenommen.

12. Verabschieden und bewirten
Verneige dich zuerst vor den Gottheits-, dann vor den Ahnenplätzen. Löse die symbolischen Darbha-Vertreter behutsam aus ihrer Aufstellung. Rezitiere die Gayatri zehnmal, den Parvana-Gruß fünfmal und Om zehnmal.

Om
oṃ

Om: der heilige Urlaut.

Lösche Lampe und Räucherwerk. Bewirte die eingeladenen Menschen mit der gesondert zubereiteten Mahlzeit. Ritualportionen und bereits berührte Pindas werden von der Gästemahlzeit getrennt gehalten und nach dem vereinbarten örtlichen Brauch sachgerecht versorgt; sie werden nicht in öffentliche Gewässer geworfen.

Varianten und Grenzen des Umfangs

Pinda-Gabe und Gästebewirtung sind zwei unterschiedliche Handlungen. In dieser Hausform wird die Mahlzeit für lebende Gäste hygienisch getrennt zubereitet. Die Kategorien der Ahnenordnung werden erklärt; unbekannte Namen oder ein unbekanntes Gotra werden nicht erfunden.

Vollständige Rezitationstexte in IAST

Alle im Ablauf verwendeten unterschiedlichen Sanskrittexte folgen in der Reihenfolge ihres ersten Auftretens. Wiederholungen werden nicht ausgeschrieben; ihre genaue Zahl steht bei den Handlungsschritten. Diese Volltexte umfassen die Rezitationen der Anleitung, nicht das gesamte Quellenwerk.

Namensgruß an Ganga
oṃ gaṅgāyai namaḥ

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 6.130: allgemeines Om-Namensgruß-Schema; hier redaktionell auf die betreffende Gottheit angewandt.

Narayana-Mantra
oṃ namo nārāyaṇāya

Quelle und Textfassung: Pranatosini Tantra, Shalagrama-Puja, ausgeschrieben im Pādya-Mantra und im anschließenden achtgliedrigen Akshara-Nyasa.

Namensgruß an Vastupati
oṃ vāstupataye namaḥ

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 13.66 und 6.130; Redaktioneller Namensgruß nach dem allgemeinen Om-Dativ-Namas-Schema. Die verschlüsselte sechslautige Formel aus 13.103 wird hier nicht rekonstruiert.

Namensgruß an Prithivi
oṃ pṛthivyai namaḥ

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 6.130: allgemeines Om-Namensgruß-Schema; hier redaktionell auf die betreffende Gottheit angewandt.

Wassergebet für die Darbha-Vertreter
hrīṃ śanno devīrabhīṣṭaye śanno bhavantu pītaye |
śaṃyorabhisravantu naḥ ||

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 10.17 (abgegrenzte Rezitationsworte).

Savitri-Gayatri
oṃ bhūr bhuvaḥ svaḥ |
tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi |
dhiyo yo naḥ pracodayāt |
oṃ

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 9.212–215; Om, drei Vyahritis, Savitri und abschließendes Om. Bei der erstmaligen Unterweisung wird das einleitende Om nach 9.212 dreimal gesprochen; die Wiederholung ist im Ablauf angegeben.

Parvana-Gruß an Gottheiten und Ahnen
devatābhyaḥ pitṛbhyaśca mahāyogibhya eva ca |
namo'stu svadhāyai svāhāyai nityameva bhavantu

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 10.32 und 10.66; Der für Parvana ausdrücklich angeordnete Ersatz von puṣṭyai durch svadhāyai ist eingesetzt. Das abschließende iti wird als Zitatabschluss abgegrenzt: bhavantu + iti, nicht als Teil der Rezitation.

Reinigung der Shraddha-Gaben
vaṃ hūṃ phaṭ

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 10.33, abgegrenzte Mantraworte.

Bitte um Schutz der Ahnenfeier
rakṣoghnam amṛtaṃ yajñarakṣāṃ kuruṣva me

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 10.34; getrennte Wörter zur lesbaren Rezitationsform verbunden.

Namensgruß an die Vishvedevas
oṃ viśvebhyo devebhyo namaḥ

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 6.130: allgemeines Om-Namensgruß-Schema; hier redaktionell auf die betreffende Gottheit angewandt.

Gemeinsame Ahnenformel
oṃ pitṛbhyaḥ svadhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 10.32 und 10.66 zum Ahnenkontext mit Svadha; hier redaktionell ausgeschriebener gemeinsamer Ahnengruß.

Reinigung der Speisengaben
hrāṃ hrūṃ phaṭ

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 10.41, abgegrenzte Mantraworte.

Gedenken an unversorgte Verstorbene, erster Vers
ye me kule luptapiṇḍāḥ putradāravivarjitāḥ |
agnidagdhāśca ye ke'pi vyālavyāghrahatāśca ye ||

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 10.46 (abgegrenzte Rezitationsworte).

Gedenken an unversorgte Verstorbene, zweiter Vers
ye bāndhavābāndhavā vā ye'nyajanmani bāndhavāḥ |
maddattapiṇḍatoyābhyāṃ te yāntu tṛptimakṣayām ||

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 10.47 (abgegrenzte Rezitationsworte).

Pinda-Gabe 1: Vater
oṃ pitre svadhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 10.37–38 und 10.50–51; Redaktionell ausgeschriebene Verwandtschaftsform im Dativ; der persönliche Name wird zuvor auf Deutsch genannt. Kein fingierter Familienname oder Gotra.

Pinda-Gabe 2: Väterlicher Großvater
oṃ pitāmahāya svadhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 10.37–38 und 10.50–51; Redaktionell ausgeschriebene Verwandtschaftsform im Dativ; der persönliche Name wird zuvor auf Deutsch genannt. Kein fingierter Familienname oder Gotra.

Pinda-Gabe 3: Väterlicher Urgroßvater
oṃ prapitāmahāya svadhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 10.37–38 und 10.50–51; Redaktionell ausgeschriebene Verwandtschaftsform im Dativ; der persönliche Name wird zuvor auf Deutsch genannt. Kein fingierter Familienname oder Gotra.

Pinda-Gabe 4: Mutter
oṃ mātre svadhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 10.37–38 und 10.50–51; Redaktionell ausgeschriebene Verwandtschaftsform im Dativ; der persönliche Name wird zuvor auf Deutsch genannt. Kein fingierter Familienname oder Gotra.

Pinda-Gabe 5: Väterliche Großmutter
oṃ pitāmahyai svadhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 10.37–38 und 10.50–51; Redaktionell ausgeschriebene Verwandtschaftsform im Dativ; der persönliche Name wird zuvor auf Deutsch genannt. Kein fingierter Familienname oder Gotra.

Pinda-Gabe 6: Väterliche Urgroßmutter
oṃ prapitāmahyai svadhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 10.37–38 und 10.50–51; Redaktionell ausgeschriebene Verwandtschaftsform im Dativ; der persönliche Name wird zuvor auf Deutsch genannt. Kein fingierter Familienname oder Gotra.

Pinda-Gabe 7: Mütterlicher Großvater
oṃ mātāmahāya svadhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 10.37–38 und 10.50–51; Redaktionell ausgeschriebene Verwandtschaftsform im Dativ; der persönliche Name wird zuvor auf Deutsch genannt. Kein fingierter Familienname oder Gotra.

Pinda-Gabe 8: Vater des mütterlichen Großvaters
oṃ pramātāmahāya svadhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 10.37–38 und 10.50–51; Redaktionell ausgeschriebene Verwandtschaftsform im Dativ; der persönliche Name wird zuvor auf Deutsch genannt. Kein fingierter Familienname oder Gotra.

Pinda-Gabe 9: Großvater des mütterlichen Großvaters
oṃ vṛddhapramātāmahāya svadhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 10.37–38 und 10.50–51; Redaktionell ausgeschriebene Verwandtschaftsform im Dativ; der persönliche Name wird zuvor auf Deutsch genannt. Kein fingierter Familienname oder Gotra.

Pinda-Gabe 10: Mütterliche Großmutter
oṃ mātāmahyai svadhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 10.37–38 und 10.50–51; Redaktionell ausgeschriebene Verwandtschaftsform im Dativ; der persönliche Name wird zuvor auf Deutsch genannt. Kein fingierter Familienname oder Gotra.

Pinda-Gabe 11: Mutter des mütterlichen Großvaters
oṃ pramātāmahyai svadhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 10.37–38 und 10.50–51; Redaktionell ausgeschriebene Verwandtschaftsform im Dativ; der persönliche Name wird zuvor auf Deutsch genannt. Kein fingierter Familienname oder Gotra.

Pinda-Gabe 12: Großmutter des mütterlichen Großvaters
oṃ vṛddhapramātāmahyai svadhā

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 10.37–38 und 10.50–51; Redaktionell ausgeschriebene Verwandtschaftsform im Dativ; der persönliche Name wird zuvor auf Deutsch genannt. Kein fingierter Familienname oder Gotra.

Bitte um Ahnensegen, erster Vers
āśiṣo me pradīyantāṃ pitaraḥ karuṇāmayāḥ |
vedāḥ santatayo nityaṃ varddhantāṃ bāndhavā mama ||

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 10.57 (abgegrenzte Rezitationsworte).

Bitte um Ahnensegen, zweiter Vers
pātāro me vivarddhantāṃ bahūnyannāni santu me |
yācitāraḥ sadā santu mā ca yācāmi kañcana ||

Quelle und Textfassung: Mahanirvana Tantra 10.58 (abgegrenzte Rezitationsworte).

Om
oṃ

Quelle und Textfassung: Brihat Tantrasara, ausdrücklich ausgeschriebene Bija-Formen in den Mantra- und Nyasa-Abschnitten.

Vollständige Rezitationstexte in Devanagari

Namensgruß an Ganga
ॐ गङ्गायै नमः

Narayana-Mantra
ॐ नमो नारायणाय

Namensgruß an Vastupati
ॐ वास्तुपतये नमः

Namensgruß an Prithivi
ॐ पृथिव्यै नमः

Wassergebet für die Darbha-Vertreter
ह्रीं शन्नो देवीरभीष्टये शन्नो भवन्तु पीतये ।
शंयोरभिस्रवन्तु नः ॥

Savitri-Gayatri
ॐ भूर् भुवः स्वः ।
तत् सवितुर् वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि ।
धियो यो नः प्रचोदयात् ।
ॐ

Parvana-Gruß an Gottheiten und Ahnen
देवताभ्यः पितृभ्यश्च महायोगिभ्य एव च ।
नमोऽस्तु स्वधायै स्वाहायै नित्यमेव भवन्तु

Reinigung der Shraddha-Gaben
वं हूं फट्

Bitte um Schutz der Ahnenfeier
रक्षोघ्नम् अमृतं यज्ञरक्षां कुरुष्व मे

Namensgruß an die Vishvedevas
ॐ विश्वेभ्यो देवेभ्यो नमः

Gemeinsame Ahnenformel
ॐ पितृभ्यः स्वधा

Reinigung der Speisengaben
ह्रां ह्रूं फट्

Gedenken an unversorgte Verstorbene, erster Vers
ये मे कुले लुप्तपिण्डाः पुत्रदारविवर्जिताः ।
अग्निदग्धाश्च ये केऽपि व्यालव्याघ्रहताश्च ये ॥

Gedenken an unversorgte Verstorbene, zweiter Vers
ये बान्धवाबान्धवा वा येऽन्यजन्मनि बान्धवाः ।
मद्दत्तपिण्डतोयाभ्यां ते यान्तु तृप्तिमक्षयाम् ॥

Pinda-Gabe 1: Vater
ॐ पित्रे स्वधा

Pinda-Gabe 2: Väterlicher Großvater
ॐ पितामहाय स्वधा

Pinda-Gabe 3: Väterlicher Urgroßvater
ॐ प्रपितामहाय स्वधा

Pinda-Gabe 4: Mutter
ॐ मात्रे स्वधा

Pinda-Gabe 5: Väterliche Großmutter
ॐ पितामह्यै स्वधा

Pinda-Gabe 6: Väterliche Urgroßmutter
ॐ प्रपितामह्यै स्वधा

Pinda-Gabe 7: Mütterlicher Großvater
ॐ मातामहाय स्वधा

Pinda-Gabe 8: Vater des mütterlichen Großvaters
ॐ प्रमातामहाय स्वधा

Pinda-Gabe 9: Großvater des mütterlichen Großvaters
ॐ वृद्धप्रमातामहाय स्वधा

Pinda-Gabe 10: Mütterliche Großmutter
ॐ मातामह्यै स्वधा

Pinda-Gabe 11: Mutter des mütterlichen Großvaters
ॐ प्रमातामह्यै स्वधा

Pinda-Gabe 12: Großmutter des mütterlichen Großvaters
ॐ वृद्धप्रमातामह्यै स्वधा

Bitte um Ahnensegen, erster Vers
आशिषो मे प्रदीयन्तां पितरः करुणामयाः ।
वेदाः सन्ततयो नित्यं वर्द्धन्तां बान्धवा मम ॥

Bitte um Ahnensegen, zweiter Vers
पातारो मे विवर्द्धन्तां बहून्यन्नानि सन्तु मे ।
याचितारः सदा सन्तु मा च याचामि कञ्चन ॥

Om
ॐ

Vollständige deutsche Übersetzung der Rezitationstexte

Namensgruß an Ganga
Om. Verehrung Ganga.

Narayana-Mantra
Om. Verehrung Narayana.

Namensgruß an Vastupati
Om. Verehrung dem Herrn des Ortes.

Namensgruß an Prithivi
Om. Verehrung der Erde.

Wassergebet für die Darbha-Vertreter
Hrim. Die göttlichen Wasser mögen uns zum Ersehnten und zum Trinken Heil schenken. Sie mögen uns Wohlergehen zufließen lassen.

Savitri-Gayatri
Om. Erde, Zwischenraum und Himmelswelt. Wir meditieren über den erwählenswerten Glanz des göttlichen Savitar. Er möge unsere Einsicht anregen. Om.

Parvana-Gruß an Gottheiten und Ahnen
Verehrung den Gottheiten, den Ahnen und den großen Yogis. Verehrung Svadha und Svaha; mögen sie immer sein.

Reinigung der Shraddha-Gaben
Vam, Hum, Phat: rituelle Klänge zur Reinigung und Abgrenzung der Gaben; keine wörtliche Satzübersetzung.

Bitte um Schutz der Ahnenfeier
Hindernisabwehrender Nektar, beschütze meine Opferhandlung.

Namensgruß an die Vishvedevas
Om. Verehrung allen Göttern.

Gemeinsame Ahnenformel
Om. Den Ahnen sei die ehrende Darbringung gewidmet.

Reinigung der Speisengaben
Hram, Hrum, Phat: rituelle Klänge zur Reinigung der Speisengaben; keine wörtliche Satzübersetzung.

Gedenken an unversorgte Verstorbene, erster Vers
Die in meiner Familie keine Pinda-Gaben mehr erhalten, die ohne Kinder und Partner geblieben sind, die vom Feuer verbrannt oder von wilden Tieren und Tigern getötet wurden,

Gedenken an unversorgte Verstorbene, zweiter Vers
die Verwandten und Nichtverwandten und die in einem anderen Leben Verwandten waren: Mögen sie durch den von mir gegebenen Reiskloß und das Wasser unvergängliche Sättigung erlangen.

Pinda-Gabe 1: Vater
Om. Vater: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 2: Väterlicher Großvater
Om. Väterlicher Großvater: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 3: Väterlicher Urgroßvater
Om. Väterlicher Urgroßvater: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 4: Mutter
Om. Mutter: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 5: Väterliche Großmutter
Om. Väterliche Großmutter: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 6: Väterliche Urgroßmutter
Om. Väterliche Urgroßmutter: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 7: Mütterlicher Großvater
Om. Mütterlicher Großvater: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 8: Vater des mütterlichen Großvaters
Om. Vater des mütterlichen Großvaters: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 9: Großvater des mütterlichen Großvaters
Om. Großvater des mütterlichen Großvaters: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 10: Mütterliche Großmutter
Om. Mütterliche Großmutter: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 11: Mutter des mütterlichen Großvaters
Om. Mutter des mütterlichen Großvaters: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Pinda-Gabe 12: Großmutter des mütterlichen Großvaters
Om. Großmutter des mütterlichen Großvaters: Dir sei die ehrende Ahnengabe gewidmet.

Bitte um Ahnensegen, erster Vers
Segnungen mögen mir gewährt werden, ihr mitfühlenden Ahnen. Die Veden, die Nachkommenschaft und meine Angehörigen mögen stets gedeihen.

Bitte um Ahnensegen, zweiter Vers
Meine Beschützer mögen gedeihen; reichlich Nahrung möge mir zur Verfügung stehen. Mögen stets Bittende kommen, und möge ich selbst niemanden bitten müssen.

Om
Om: der heilige Urlaut.

Quellen und redaktionelle Hinweise

Mahanirvana Tantra, elektronische Sanskritfassung nach Muktabodha M00049, Arthur Avalon (Hrsg.), Tantrik Texts 13, 1926; Kommentar Hariharananda Bharati, elektronische Erfassung Mark S. G. Dyczkowski. Kapitel 10.12–71: sechs Darbha-Vertreter, zwölf Ahnenpindas und zusätzliche Pinda-Gabe, Gastgaben, Rezitationszahlen und Parvana-Abwandlungen. Diese Ausarbeitung verwendet ausschließlich vegetarische Speisen, persönliche Namen auf Deutsch und vollständig ausgeschriebene Verwandtschaftsgrüße. Sie ist deshalb eine klar bezeichnete häusliche Parvana-Ausarbeitung und keine diplomatische Wiedergabe aller genealogischen Quellformeln. Die Wechselreden mit einem anwesenden Brahmanen sind in dieser Hausform nicht vorgesehen; die tatsächliche Leitung verantwortet den Abschluss.

Die Sanskritgrundlagen stammen aus der Muktabodha Digital Library beziehungsweise aus GRETIL, wie bei den einzelnen Texten angegeben. Die IAST-Zitate wurden aus elektronischen Texten übernommen; es wurde keine OCR-Rekonstruktion vorgenommen. Ausdrückliche Wortanweisungen werden als solche ausgeschrieben und gekennzeichnet. Devanagari wurde aus der verwendeten IAST-Fassung erzeugt und durch Rückübertragung kontrolliert; es ist kein unabhängiger Textzeuge. Zeitansätze, kleine Materialmengen und als solche bezeichnete Hausformen sind redaktionelle Konkretisierungen. Die Artikel unterscheiden religiöse Segenswünsche von Tatsachenbehauptungen.

Siehe auch


Weitere Rituale: Tantra Rituale und Puja.

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Sukadev Bretz, Shankari Winkelbauer

Bhakti Yoga

15.11.2026 - 20.11.2026 HerzKraft - Mantrasingen, Harmoniumspiel und Trommeln lernen

Wir begehen den uralten Pfad des Bhakti-Yoga, den Yoga der Hingabe, und singen gemeinschaftlich herzstärkende Mantren aus eigener Komposition sowie and…
Shankara Stefan Maune, Sven Helbig
01.12.2026 - 01.12.2026 Mantra-Konzert

Aleah Gandarvika & Friends
18:45-19:45 Uhr
Aleah Gandarvika