108 Stunden Akhanda Gayatri Yajna

Aus Yogawiki

108 Stunden Akhanda Gayatri Yajna ist eine gemeinschaftlich getragene Gayatri-Feuerzeremonie über vier volle Tage und zwölf Stunden. Mantra, Ahuti, Feuerpflege und verlässlicher Seva bilden einen zusammenhängenden Weg der Sammlung.

Feuerverehrung als gemeinschaftliche Praxis; die Abbildung dokumentiert nicht die konkrete Dauer dieser Anleitung.

Fassung und Umfang: Ausführliches Organisations- und Rezitationshandbuch für 108 tatsächlich zusammenhängende Stunden Gayatri-Hauptpraxis, mit Eröffnung, Schichtwechsel, laufender Pflege und vollständigem Abschluss. Die Sanskritfassung des konkreten Rahmens ist vollständig enthalten. Das Zeitformat ist historisch bei Yoga Vidya belegt; Ablaufplanung und Verbindung der ausdrücklich genannten Rahmentexte sind redaktionell.

Bedeutung und innere Ausrichtung

„Akhanda“ bedeutet ununterbrochen. Getragen wird diese Kontinuität von einer Gemeinschaft, deren einzelne Mitglieder sich abwechseln. Das längere äußere Brennen kann die Frage vertiefen, wie Aufmerksamkeit und Hilfsbereitschaft auch jenseits einer einzelnen begeisterten Stunde Bestand haben. Gayatri richtet die Bitte auf erhellte Einsicht; die Dauer ist kein mechanisches Versprechen äußerer Wunscherfüllung.

Die Göttin Gayatri und Savitar, die göttliche anregende Lichtkraft des vedischen Verses, werden in dieser Andacht gemeinsam erinnert. Die Sanskritrezitation bleibt dieselbe, auch wenn eine Gruppe ihre Widmung in unterschiedlichen Sprachen ausdrückt.

Vorbereitung und Verantwortlichkeiten

Benötigt werden ein für Dauerbetrieb eingerichteter Homa Kund, trockener geeigneter Brennstoff, Ghee oder der von der örtlichen Praxis zugelassene pflanzliche Ersatz, langstielige Rituallöffel, standsichere Gefäße, frisches Wasser, getrenntes Trinkgeschirr, Blüten, ein Altarbild, saubere Tücher, Zeit- und Zählprotokoll sowie zugängliche Textausdrucke. Vereinbart Ritualleitung, Dienstleitung, Feuerwache, Rezitationsleitung, Vorratspflege, Verpflegung und eine Stellvertretung.

Die Feuerstelle wird von einer erfahrenen Homa-Leitung eingerichtet und während des gesamten Brennens beaufsichtigt. Feuerfester Untergrund, ausreichender Abstand, geeigneter Rauchabzug, kleine bemessene Gaben und bereitstehende Löschmittel gehören zur Durchführung. Eine lang brennende Yajna-Flamme gehört an einen dafür eingerichteten Ritualplatz; ein gewöhnliches Wohn- oder Schlafraumgefäß genügt dafür nicht. Heiße Gefäße werden nicht von Hand herumgetragen. Die verantwortliche Feuerwache darf den Ritus bei einem tatsächlichen Problem unterbrechen.

Für den unten beschriebenen Tagesplan stehen zwölf Zweipersonenteams, also 24 aktiv Eingeteilte, und zusätzliche Reserven bereit. Das ist ein belastbares Organisationsbeispiel, keine religiös vorgeschriebene Teilnehmerzahl. Die Rezitationsleitung übt vor Beginn mit jeder Schicht beide Gayatri-Fassungen. Schlafplätze und Erholung liegen außerhalb des Rauch- und Lärmbereichs.

Durchführung

1. Sankalpa und Messbeginn festlegen
Vereinbart vor dem Entzünden das gemeinsame Anliegen. Die Leitung kann auf Deutsch sprechen: „Wir beginnen eine 108-stündige, ununterbrochene Gayatri-Yajna. Mögen Einsicht, Mitgefühl und Frieden wachsen. Wir tragen gemeinsam Sorge für die Flamme, die Rezitation und alle Mitwirkenden.“ Die Gruppe bestätigt die Bereitschaft. Namen, Ort und Kalenderdatum werden wahrheitsgemäß genannt; unbekannte Gotras oder astrologische Angaben werden nicht erfunden.

Die 108 Stunden beginnen erst nach den Eröffnungsriten mit der ersten Gayatri-Hauptgabe. Eröffnung und Abschluss liegen zusätzlich außerhalb dieses Zeitfensters. Notiert eine genaue Startzeit und die daraus errechnete Endzeit. Maßgeblich ist tatsächlich verstrichene Zeit; eine mögliche Zeitumstellung wird bei der Planung berücksichtigt.

2. Beginn, Friedenswunsch und Sammlung
Sprich das dreifache Om. Es folgen die sieben Anrufungen der ausdrücklich gewählten Yoga-Vidya-Folge. Danach rezitiere einmal den Svasti-Vers.

Dreifaches Om
oṃ
oṃ
oṃ

Übersetzung: Om. Om. Om.

Anrufungen der Yoga-Vidya-Havanfolge
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ |
oṃ śaravaṇabhavāya namaḥ |
oṃ aiṃ sarasvatyai namaḥ |
oṃ guṃ gurubhyo namaḥ |
oṃ namo bhagavate śivānandāya |
oṃ namo bhagavate viṣṇudevānandāya |
oṃ ādiśaktyai namaḥ ||

Übersetzung: Om, Gam. Verehrung Ganapati. Om. Verehrung dem im Schilfwald geborenen Skanda. Om, Aim. Verehrung Sarasvati. Om, Gum. Verehrung den Lehrern. Om. Verehrung dem erhabenen Sivananda. Om. Verehrung dem erhabenen Vishnudevananda. Om. Verehrung der ursprünglichen göttlichen Kraft. Gam, Aim und Gum sind Bija-Silben.

Anmerkung: Die Wiki-Umschrift „Adishaktiye“ wird als regulärer Sanskritdativ ādiśaktyai wiedergegeben. Diese Guru-Namen kennzeichnen den hier gewählten Sivananda/Yoga-Vidya-Rahmen; sie werden keiner anderen Ordenslinie zugeschrieben.

Svasti: Rigveda 1.89.6
svasti na indro vṛddhaśravāḥ svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nas tārkṣyo ariṣṭanemiḥ svasti no bṛhaspatir dadhātu ||

Übersetzung: Wohlergehen gewähre uns Indra von weithin gehörtem Ruhm; Wohlergehen Pushan, der alles kennt; Wohlergehen Tarkshya mit unversehrtem Radkranz; Wohlergehen verleihe uns Brihaspati.

Sitze anschließend eine Minute still.

3. Tilaka, Wasser und Achamana
Sprich den Narayani-Vers und lege ein verträgliches Stirnzeichen auf, wenn dies zur eigenen Praxis gehört:

Devi Mahatmya, Kapitel 11: Zähleinheit 10
sarvamaṅgalamāṅgalye śive sarvārthasādhike |
śaraṇye tryambake gauri nārāyaṇi namo'stu te || 11.10||

Übersetzung: Du Heilvollste alles Heilvollen, Segensreiche, die alle Ziele verwirklicht, Zuflucht, Dreiäugige, Gauri: Narayani, Verehrung dir.

Nimm das Wassergefäß, halte die Hände darüber und rezitiere die Flussanrufung. Besprenge Hände und Ritualplatz sparsam mit dem Marjana-Gebet. Gib beim Amrita-Mantra einige Tropfen nach hinten in eine bereitgestellte Schale. Berühre beim dreifachen Achamana jeweils die Lippen mit etwas frischem Trinkwasser oder nimm jeweils einen kleinen Schluck; verwendet wird dafür ein eigener sauberer Löffel.

Anrufung der heiligen Flüsse
oṃ gaṅge ca yamune caiva godāvari sarasvati |
narmade sindhukāveri jalesmin sannidhiṃ kuru |

Übersetzung: Om. Ganga und Yamuna, Godavari, Sarasvati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Macht euch in diesem Wasser gegenwärtig.

Marjana-Gebet
oṃ apavitraḥ pavitro vā sarvāvasthāṃ gato'pi vā |
yaḥ smaret puṇḍarīkākṣaṃ sa bāhyābhyantaraḥ śuciḥ ||

Übersetzung: Om. Ob unrein oder rein, in welchen Zustand man auch gelangt sein mag: Wer des Lotusäugigen gedenkt, ist äußerlich und innerlich rein.

Anmerkung: Die frei vereinfachte Wiki-Umschrift ist in grammatisch übliche IAST-Schreibung überführt; der Text spricht von ritueller Sammlung, nicht von einer hygienischen Desinfektion.

Wassergabe über die Schulter
oṃ amṛtaṃ kuru svāhā

Übersetzung: Om. Mache es zu Amrita, zum Unsterblichen. Svaha.

Dreifaches Achamana
oṃ keśavāya namaḥ |
oṃ nārāyaṇāya namaḥ |
oṃ mādhavāya namaḥ ||

Übersetzung: Om. Verehrung Keshava. Om. Verehrung Narayana. Om. Verehrung Madhava.

Wasche danach die Hände. Die Wiki-Worte „hastau prakṣālya“ bedeuten „nachdem man die Hände gewaschen hat“ und werden hier als Handlungsanweisung behandelt, nicht als zusätzlicher Mantra.

Yoga-Vidya-Begleitvideo zur Ritualpraxis. Das Video dokumentiert nicht eigens die gesamte hier beschriebene Großzeremonie.

4. Agni vergegenwärtigen und das Feuer entzünden
Stelle das Wassergefäß vor dem Kund auf. Vergegenwärtige Agni als Träger der Gaben. Sprich die beiden Formeln für Feuergestalt und Feuerbewusstsein und dreimal Ram. Die Leitung entzündet das vorbereitete trockene Brennmaterial direkt in der sicheren Feuerstelle. Sprich den Entfachungsmantra und anschließend den vollständigen Agni-Lobvers.

Gestalt und Bewusstsein des Feuers
hrīṃ vahnimūrtaye namaḥ |
raṃ vahnicaitanyāya namaḥ ||

Übersetzung: Hrim. Verehrung der Gestalt des Feuers. Ram. Verehrung dem Bewusstsein des Feuers.

Anmerkung: Der Havan-Wikiartikel hat beim zweiten Bija Vam; diese Fassung folgt ausdrücklich Mahanirvana Tantra 6.139 mit Ram. Beide Lesungen werden nicht unbemerkt gleichgesetzt.

Agni-Bija
raṃ

Übersetzung: Ram, der Feuerkeimlaut.

Entfachung des Bewusstseinsfeuers
oṃ citpiṅgala hana hana daha daha paca paca sarvajñājñāpaya svāhā

Übersetzung: Om. Du goldrot leuchtendes Bewusstseinsfeuer: Schlage, schlage; verbrenne, verbrenne; gare, gare. Allwissender, lasse erkennen beziehungsweise gebiete. Svaha.

Anmerkung: Der Wortlaut richtet sich auf das rituelle Feuer und die innere Läuterung, nicht auf einen Menschen. Die syntaktisch dichte Verbindung sarvajñājñāpaya wird als sarvajña + ājñāpaya gelesen.

Verehrung des entzündeten Feuers
agniṃ prajvalitaṃ vande jātavedaṃ hutāśanam |
suvarṇavarṇamamalaṃ samiddhaṃ sarvatomukham || 143 ||

Übersetzung: Ich verehre das entzündete Feuer, Jatavedas, den Verzehrer der Opfergaben: goldfarben, makellos, hell auflodernd und nach allen Seiten gewandt.

Das Umkreisen mit offen brennendem Material wird bei einer ortsfesten Großfeuerstelle durch die innere Vergegenwärtigung ersetzt. Dies ist eine ausdrücklich praktische Anpassung des gewählten Rahmens.

5. Zwölf eröffnende Ahutis darbringen
Gib mit jeder der vier folgenden Formeln eine kleine Ghee-Gabe in die tragfähige Flamme: Agni, Soma, Agni-Soma, Svishtakrit.

Feuergabe: Agni
oṃ agnaye svāhā

Übersetzung: Om. Agni sei die Darbringung gewidmet.

Feuergabe: Soma
oṃ somāya svāhā

Übersetzung: Om. Soma sei die Darbringung gewidmet.

Feuergabe: Agni und Soma
oṃ agnīṣomābhyāṃ svāhā

Übersetzung: Om. Agni und Soma sei die Darbringung gewidmet.

Feuergabe: Agni Svishtikrit
oṃ agnaye sviṣṭikṛte svāhā

Übersetzung: Om. Agni, dem Vollender der guten Opferhandlung, sei die Darbringung gewidmet.

Es folgen drei weitere Gaben mit den drei Vyahritis, zwei mit dem Vaishvanara-Mantra und drei mit dem Mahaganapati-Mantra. Jede Gabe fällt auf das abschließende Svaha. Damit sind es 4 + 3 + 2 + 3 = 12 Anfangsgaben.

Drei Vyahriti-Opfer
oṃ bhūḥ svāhā |
oṃ bhuvaḥ svāhā |
oṃ svaḥ svāhā ||

Übersetzung: Om. Der Erde sei die Darbringung gewidmet. Om. Dem Zwischenraum sei die Darbringung gewidmet. Om. Der Himmelswelt sei die Darbringung gewidmet.

Anrufung Agnis
oṃ vaiśvānara jātaveda ihāvahāvaha lohitākṣa sarvakarmāṇi sādhaya svāhā

Übersetzung: Om. Vaishvanara, Jatavedas, bringe hierher, bringe hierher, Rotäugiger; führe alle Ritualhandlungen zum Gelingen. Svaha.

Ganesha-Feuergabe
oṃ mahāgaṇapataye svāhā

Übersetzung: Om. Dem großen Ganapati sei diese Gabe dargebracht.

6. Gayatri als Hauptrezitation beginnen
Vergegenwärtige Savitar als göttliches Licht, das die Einsicht erhellt. Die erste Hauptgabe erfolgt mit dem vollständig gesprochenen Gayatri-Homa-Mantra. Genau mit ihr setzt die protokollierte Laufzeit ein.

Gayatri für jede Ahuti
oṃ bhūr bhuvaḥ svaḥ |
tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi |
dhiyo yo naḥ pracodayāt svāhā ||

Übersetzung: Om. Erde, Zwischenraum und Himmelswelt. Wir meditieren über den erwählenswerten Glanz des göttlichen Savitar. Er möge unsere Einsichten anregen. Svaha: Diese Gabe sei dargebracht.

Anmerkung: Svāhā am Ende ist der Opferruf. Svaḥ in den drei Vyahritis ist die Himmelswelt; dort wird noch keine Gabe ins Feuer gegeben.

Die Gruppe spricht gemeinsam und in einem ruhigen, vorher geübten Tempo. Die opfernde Person gibt nur beim letzten Svaha eine kleine Gabe. „Svaḥ“ in „bhūr bhuvaḥ svaḥ“ ist noch nicht der Opferruf. Zwischen zwei Gaben wird der Löffel sicher zurückgenommen; er bleibt nicht in der Flamme.

7. Japa und Ahuti unterscheiden
Wer die Flamme betreut, spricht während gewöhnlicher Brennstoffpflege die Gayatri ohne zusätzliches Opfersvaha. Diese vollständige Japa-Fassung lautet:

Gayatri für Japa
oṃ bhūr bhuvaḥ svaḥ |
tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi |
dhiyo yo naḥ pracodayāt ||

Übersetzung: Om. Erde, Zwischenraum und Himmelswelt. Wir meditieren über den erwählenswerten Glanz des göttlichen Savitar. Er möge unsere Einsichten anregen.

Ein tatsächlich vollständig gesprochener Homa-Mantra mit einer tatsächlichen Gabe zählt als Ahuti. Eine bloße Japa-Wiederholung ist Japa. Zuhören ist wertvolle Teilnahme, wird aber nicht als selbst geleistete Rezitation gezählt. Die gemeinsame Rezitation von zehn Menschen führt bei einer einzigen gemeinsamen Gabe zu einer Ahuti, nicht zu zehn Feuerportionen.

8. Den Rhythmus der laufenden Yajna tragen
Lasst mindestens eine hörbare, ruhige Gayatri-Stimme fortfahren. Zwei Personen wechseln zwischen Vorrezitation und Gaben-/Feuerdienst. Gäste können mitsprechen und unter Anleitung zeitweise die Gaben übernehmen. Lautstärke und Tempo werden so gewählt, dass auch die Nachtwache ohne Rufen auskommt.

Zählt in überschaubaren Blöcken von 108 Ahutis, wenn ein Gabenprotokoll gewünscht ist. Die Zahl 108 pro Block ist eine redaktionelle Zählhilfe, kein Beleg für eine vorgeschriebene Stundenzahl an Mantras. Ein Zähler erfasst die tatsächlich vollzogenen Gaben. Beim Wechsel mitten im Block wird beispielsweise „Block 17, 62 Gaben vollzogen“ übergeben. Die Dauerverpflichtung bleibt davon unabhängig.

9. Schichten ohne Unterbrechung übergeben
Der folgende Tagesplan mit zwölf Zweipersonenteams ist ein Organisationsmodell. Ein Team übernimmt netto zwei Stunden; ein Reservepaar bleibt erreichbar. Daraus entstehen 54 Zweistundenschichten und mindestens 216 besetzte Personenstunden über das gesamte Hauptfenster, zusätzliche Übergabe- und Versorgungszeiten nicht mitgerechnet.

Zeit relativ zum Beginn Team Aufgabe
00:00–02:00 A Gayatri, Ahutis, Feuerpflege und Protokoll
02:00–04:00 B Gayatri, Ahutis, Feuerpflege und Protokoll
04:00–06:00 C Gayatri, Ahutis, Feuerpflege und Protokoll
06:00–08:00 D Gayatri, Ahutis, Feuerpflege und Protokoll
08:00–10:00 E Gayatri, Ahutis, Feuerpflege und Protokoll
10:00–12:00 F Gayatri, Ahutis, Feuerpflege und Protokoll
12:00–14:00 G Gayatri, Ahutis, Feuerpflege und Protokoll
14:00–16:00 H Gayatri, Ahutis, Feuerpflege und Protokoll
16:00–18:00 I Gayatri, Ahutis, Feuerpflege und Protokoll
18:00–20:00 J Gayatri, Ahutis, Feuerpflege und Protokoll
20:00–22:00 K Gayatri, Ahutis, Feuerpflege und Protokoll
22:00–24:00 L Gayatri, Ahutis, Feuerpflege und Protokoll

Das neue Team kommt ungefähr zehn Minuten vor dem Wechsel. Zuerst übernimmt eine Person hörbar den Mantra. Erst danach übergibt die bisherige opfernde Person Löffel, Gabenstand und Feuerbeobachtung. Die zweite neue Person übernimmt die Feuerwache. Die bisherige Stimme endet erst, wenn die neue Rezitation sicher fortläuft. Protokolliert Zeit, Namen, letzten Zählerstand und Besonderheiten.

10. Tagespflege und Ruhezeiten sichern
Wiederholt den Tagesplan viermal vollständig; am fünften Tag werden nur die ersten sechs Teamschichten benötigt. Bei einem Start um 06:00 Uhr endet das 108-Stunden-Hauptfenster am fünften Kalendertag um 18:00 Uhr, sofern die örtliche Uhrzeit in diesem Zeitraum nicht umgestellt wird. Vier vollständige Teamrunden ergeben 48 Schichten, die letzten zwölf Stunden weitere sechs.

Die Dienstleitung prüft morgens und abends die nächsten zwölf Stunden. Nachtwachen werden vorher besetzt und nicht spontan aus erschöpften Gästen gebildet. Vor Beginn wird mindestens eine Probeschicht mit derselben Stelle, demselben Brennstoff und denselben Löffeln durchgeführt.

11. Brennstoff und Gaben nach realem Verbrauch bemessen
Bestimme während der Probeschicht den tatsächlichen Ghee- und Holzverbrauch. Plane Vorräte aus diesem gemessenen Stundenverbrauch multipliziert mit der vorgesehenen Laufzeit und einer örtlich sinnvollen Reserve. Führe einen täglichen Verbrauchsstand. Eine aus der Mantrazahl erfundene Kilogrammmenge wäre bei unterschiedlich großen Feuerstellen unzuverlässig.

Die Feuerwache legt kleine trockene Holzstücke nach, während die andere Person rezitiert. Brennstoffnachlegen ist nicht automatisch eine zusätzliche Ahuti. Gaben, Trinkwasser und Lebensmittel bleiben getrennt. Größere Räumarbeiten, die die laufende Feuerstelle verändern würden, sind vor Beginn zu erledigen. Notwendige kleine Pflege folgt dem örtlich eingeübten Verfahren.

12. Gäste und gemeinschaftliche Praxis einbinden
Erläutere neuen Teilnehmenden kurz die Aussprache, die Bedeutung der Gayatri und den einen tatsächlichen Gabenpunkt. Gäste können eine abgezählte Reihe mittragen, still meditieren, für die Gemeinschaft kochen oder beim Empfang helfen. Auch Versorgung ist Seva. Niemand muss eine Nacht durchwachen, um als beteiligt zu gelten.

Ein Vortrag, Kirtan oder eine zusätzliche Puja findet räumlich beziehungsweise akustisch so statt, dass die tragende Gayatri-Rezitation fortgeführt werden kann. Zusätzliche Programme erhalten eigene Verantwortliche. Sie ersetzen keine offene Dienstschicht.

13. Unterbrechungen wahrheitsgemäß behandeln
Bei einer Gefahr wird zuerst sicher gehandelt. Erlischt das Feuer oder fällt die Rezitation vollständig aus, notiert Beginn und Ende der Unterbrechung. Eine Wiederaufnahme kann sinnvoll sein, wird aber nicht rückwirkend als ununterbrochen ausgegeben. Die Leitung unterscheidet dann zwischen der tatsächlich erreichten Akhanda-Dauer und der gesamten später fortgesetzten Ritualzeit.

Ein tatsächlich bemerkter Versprecher wird ruhig berichtigt. Für eine technische Panne wird kein unbekannter Sühneritus erfunden. Ob eine bestimmte Linie einen eigenen Wiederbeginn vorsieht, entscheidet ihre geschulte Leitung vor der Wiederaufnahme.

14. Das Hauptfenster schließen
Etwa eine Stunde vor dem errechneten Ende prüft die Leitung Zeitprotokoll, letzte Teams und Abschlussmaterial. Bei Erreichen der 108 Stunden vollendet das aktive Team seine gerade begonnene Gayatri-Rezitation und die zugehörige Gabe. Die reale Abschlusszeit wird notiert. Ein noch offener 108er-Zählblock darf beendet werden; dadurch verlängert sich die wirkliche Hauptdauer, sie wird nicht auf eine vermeintlich exakte Zahl zurückgerechnet.

Sage auf Deutsch, welche Dauer und welche tatsächlich dokumentierten Gaben erreicht wurden. Wurde keine vollständige Ahuti-Zählung geführt, wird nur die Dauer angegeben. Nun beginnt die nachfolgende Abschlussfolge.

15. Vollendungsbitten und Purnahuti
Nach dem jeweiligen Hauptprogramm gibt die Leitung je eine kleine Gabe mit den beiden Svishtakrit-Gebeten, danach je eine mit den vier Hrim-Vyahritis. Es folgen sechs vorbereitende Abschlussgaben.

Bitte um Vollendung
hrīṃ asmin karmaṇi deveśa pramādādbhramato'pi vā |
nyūnādhikaṃ kṛtaṃ yacca sarvaṃ sviṣṭakṛtaṃ kuru svāhā

Übersetzung: Hrim. Herr der Götter, was bei dieser Handlung durch Nachlässigkeit oder Irrtum zu wenig oder zu viel getan wurde, mache all dies zu einer wohlvollzogenen Opferhandlung. Svaha.

Zweites Vollendungsgebet
hrīṃ tvamagne sarvalokānāṃ pāvanaḥ sviṣṭakṛt prabhuḥ |
yajñasākṣī kṣemakartā sarvān kāmān prapūraya svāhā

Übersetzung: Hrim. Agni, du bist der Läuterer aller Welten, der Herr, der die Opferhandlung vollendet, Zeuge des Yajna und Schöpfer des Wohls. Erfülle alle ersehnten Anliegen. Svaha.

Vyahriti-Gabe: Erde
hrīṃ bhūḥ svāhā

Übersetzung: Hrim. Der Erde sei die Darbringung gewidmet.

Vyahriti-Gabe: Zwischenraum
hrīṃ bhuvaḥ svāhā

Übersetzung: Hrim. Dem Zwischenraum sei die Darbringung gewidmet.

Vyahriti-Gabe: Himmelswelt
hrīṃ svaḥ svāhā

Übersetzung: Hrim. Der Himmelswelt sei die Darbringung gewidmet.

Vyahriti-Gabe: Erde, Zwischenraum und Himmelswelt
hrīṃ bhūrbhuvaḥ svaḥ svāhā

Übersetzung: Hrim. Der Erde, dem Zwischenraum und der Himmelswelt sei die Darbringung gewidmet.

Bereite eine der Feuergröße angemessene Schlussgabe aus Ghee und etwas Getreide beziehungsweise einer kleinen Fruchtportion vor. Rezitiere das Purnahuti-Gebet einmal und lege die Gabe bei Svaha ruhig ein; kein plötzliches Ausschütten großer Fettmengen.

Purnahuti-Gebet
hrīṃ yajñapate pūrṇo bhavatu yajño me |
hṛṣyantu yajñadevatāḥ phalāni samyak yacchantu svāhā

Übersetzung: Hrim. Herr des Yajna, meine Opferhandlung möge vollständig werden. Die Gottheiten des Yajna mögen sich freuen und die Früchte in rechter Weise gewähren. Svaha.

Diese abschließende Siebenerfolge stammt aus Mahanirvana Tantra 9 und ist eine ausdrücklich benannte Ergänzung zum Yoga-Vidya-Eröffnungsrahmen.

16. Dank, Entlassung und Frieden
Sprich den Wassersegen und besprenge die Anwesenden sparsam oder berühre die eigenen Hände mit Wasser. Sprich die Schlussbitte an Agni, danach das Entlassungsgebet und die kurze Bitte um Verzeihung. Der letzte Svaha-Ruf ist hier Teil des Gebets; nach der Purnahuti wird keine weitere Hauptzählung eröffnet.

Wassersegen nach dem Homa
āpaḥ sumitriyāḥ santu bhavantvoṣadhayo mama |
āpo rakṣantu māṃ nityamāpo nārāyaṇaḥ svayam || 58 ||

Übersetzung: Die Wasser mögen mir gute Freunde sein, ebenso die Heilpflanzen. Die Wasser mögen mich stets beschützen; die Wasser sind Narayana selbst.

Abschließende Bitte an Agni
buddhiṃ vidyāṃ balaṃ medhāṃ prajñāṃ śraddhāṃ yaśaḥ śriyam |
ārogyaṃ teja āyuṣyaṃ dehi me havyavāhana || 62 ||

Übersetzung: Verständnis, Wissen, Kraft, Einsicht, Weisheit, Vertrauen, Ansehen, Fülle, Gesundheit, Glanz und langes Leben schenke mir, Träger der Opfergaben.

Anmerkung: Die elektronische Quellenlesung śraddhaṃ ist hier konjektural zu śraddhāṃ berichtigt, dem regulären Akkusativ von śraddhā, Vertrauen. Die übrige Gebetsfolge bleibt unverändert.

Entlassungsgebet an Agni
yajña yajñapatiṃ gaccha yajñaṃ gaccha hutāśana |
svāṃ yoniṃ gaccha yajñeśa pūrayāsmanmanoratham || 64 ||

Übersetzung: Yajna, gehe zum Herrn des Yajna; gehe zur Opferhandlung, Verzehrer der Opfergaben. Kehre zu deinem Ursprung zurück, Herr des Yajna; erfülle unser Herzensanliegen.

Bitte um Verzeihung an Agni
agne kṣamasva svāhā

Übersetzung: Agni, verzeihe. Svaha.

Gruß beim Abschluss der Opfergaben
oṃ agnaye namaḥ

Übersetzung: Om. Verehrung Agni.

Es folgen die beiden Bitten um Annahme, der Mangala-Wunsch dreimal und der dreifache Friedensruf einmal.

Aparadha Kshamapana Stotra, Vers 6
yadakṣaraṃ paribhraṣṭaṃ mātrāhīnañca yadbhavet |
pūrṇaṃ bhavatu tat sarvaṃ tvatprasādānmaheśvari || 6||

Übersetzung: Jede entfallene Silbe und jedes fehlende Lautmaß: Möge all dies durch deine Gnade vollständig werden, große Herrscherin.

Bitte um Annahme der Verehrung
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ sureśvari |
yatpūjitaṃ mayā devi paripūrṇaṃ tadastu me ||

Übersetzung: Herrin der Götter, was ich dir, Göttin, an Verehrung dargebracht habe, obwohl es an Mantra, Handlung und Hingabe mangelhaft war, möge für mich vollständig sein.

Mangala-Wunsch
lokāḥ samastāḥ sukhino bhavantu

Übersetzung: Mögen alle Welten beziehungsweise alle Wesen glücklich sein.

Dreifacher Friedensruf
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ

Übersetzung: Om. Friede, Friede, Friede.

17. Prasad, Dank an die Mitwirkenden und Nachsorge
Sprich den Speisevers einmal, teile frische vegetarische Speise und sauberes Trinkwasser.

Brahmarpana zur Speisensegnung
brahmārpaṇaṃ brahmahavirbrahmāgnau brahmaṇā hutam |
brahmaiva tena gantavyaṃ brahmakarmasamādhinā || 56 ||

Übersetzung: Brahman ist die Darbringung, Brahman die Opfergabe; von Brahman wird sie im Feuer Brahmans dargebracht. Brahman allein ist von dem zu erreichen, der ganz in der Handlung als Brahman gesammelt ist.

Danke Leitung, Rezitierenden, Feuerwache und Versorgenden; übergib vereinbarte Dakshina und Spenden. Sprich abschließend die Widmung:

Kurze Widmung
brahmārpaṇamastu

Übersetzung: Es sei eine Darbringung an Brahman.

Die rituelle Entlassung ist nicht das physische Erlöschen. Die Feuerwache bleibt bis zum vollständig sicheren Zustand zuständig. Asche wird erst abgekühlt berührt und sauber verwahrt oder entsorgt.

Überlieferung und gewählte Durchführung

Eine Dauer-Yajna wird nicht durch die Zahl der Kundas definiert: 108 Stunden und 108 Feuerstellen sind verschiedene Größen. Ebenso sind 1008 Stunden nicht 1008 Mantrawiederholungen. Die hier beschriebene Gayatri-Yajna ist keine vollständige Shrauta-Soma-Zeremonie. Die Anfangsfolge folgt dem Yoga-Vidya-Havan, die größere Schlussfolge ist mit ihrer Tantra-Quelle eigens angegeben. Bei dieser gewählten Fassung gibt es keine weiteren stillschweigend vorausgesetzten Sanskrittexte.

Vollständige Rezitationstexte mit deutscher Übersetzung

Alle für die ausdrücklich beschriebene Durchführung verwendeten Sanskrittexte stehen hier vollständig. Wiederholungen werden nach dem Ablaufplan vollzogen. Überschriften, Nummern und Quellenangaben werden nicht mitgesprochen. Die deutschen Ansagen im Handlungsteil sind heutige Formulierungen; für sie wird kein alter Sanskritwortlaut behauptet.

Dreifaches Om
oṃ
oṃ
oṃ

Übersetzung: Om. Om. Om.

Quelle: Havan im Yoga-Vidya-Wiki, Abschnitt Ablauf eines Havans bei Yoga Vidya, abgerufen am 06.10.2026; IAST-Schreibung der überlieferten Sanskritformeln normalisiert.

Anrufungen der Yoga-Vidya-Havanfolge
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ |
oṃ śaravaṇabhavāya namaḥ |
oṃ aiṃ sarasvatyai namaḥ |
oṃ guṃ gurubhyo namaḥ |
oṃ namo bhagavate śivānandāya |
oṃ namo bhagavate viṣṇudevānandāya |
oṃ ādiśaktyai namaḥ ||

Übersetzung: Om, Gam. Verehrung Ganapati. Om. Verehrung dem im Schilfwald geborenen Skanda. Om, Aim. Verehrung Sarasvati. Om, Gum. Verehrung den Lehrern. Om. Verehrung dem erhabenen Sivananda. Om. Verehrung dem erhabenen Vishnudevananda. Om. Verehrung der ursprünglichen göttlichen Kraft. Gam, Aim und Gum sind Bija-Silben.

Anmerkung: Die Wiki-Umschrift „Adishaktiye“ wird als regulärer Sanskritdativ ādiśaktyai wiedergegeben. Diese Guru-Namen kennzeichnen den hier gewählten Sivananda/Yoga-Vidya-Rahmen; sie werden keiner anderen Ordenslinie zugeschrieben.

Quelle: Havan im Yoga-Vidya-Wiki, Abschnitt Ablauf eines Havans bei Yoga Vidya, abgerufen am 06.10.2026; IAST-Schreibung der überlieferten Sanskritformeln normalisiert.

Svasti: Rigveda 1.89.6
svasti na indro vṛddhaśravāḥ svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nas tārkṣyo ariṣṭanemiḥ svasti no bṛhaspatir dadhātu ||

Übersetzung: Wohlergehen gewähre uns Indra von weithin gehörtem Ruhm; Wohlergehen Pushan, der alles kennt; Wohlergehen Tarkshya mit unversehrtem Radkranz; Wohlergehen verleihe uns Brihaspati.

Quelle: Rigveda 1.89.6; vorhandene GRETIL-Projektdatei nach Aufrecht; im Yoga-Vidya-Havan als Svasti Vachana verwendet.

Devi Mahatmya, Kapitel 11: Zähleinheit 10
sarvamaṅgalamāṅgalye śive sarvārthasādhike |
śaraṇye tryambake gauri nārāyaṇi namo'stu te || 11.10||

Übersetzung: Du Heilvollste alles Heilvollen, Segensreiche, die alle Ziele verwirklicht, Zuflucht, Dreiäugige, Gauri: Narayani, Verehrung dir.

Quelle: SanskritDocuments: Devi Mahatmyam beziehungsweise Durga Saptashati, elektronische Fassung mit Vor- und Abschlusstexten, aktualisiert 26.02.2024, Kapitel 11, Zähleinheit 10.

Anrufung der heiligen Flüsse
oṃ gaṅge ca yamune caiva godāvari sarasvati |
narmade sindhukāveri jalesmin sannidhiṃ kuru |

Übersetzung: Om. Ganga und Yamuna, Godavari, Sarasvati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Macht euch in diesem Wasser gegenwärtig.

Quelle: Brihat Tantrasara, Snana-Abschnitt, lokaler Vers 19; zusammenhängende Formel, Zeilenumbrüche vereinheitlicht.

Marjana-Gebet
oṃ apavitraḥ pavitro vā sarvāvasthāṃ gato'pi vā |
yaḥ smaret puṇḍarīkākṣaṃ sa bāhyābhyantaraḥ śuciḥ ||

Übersetzung: Om. Ob unrein oder rein, in welchen Zustand man auch gelangt sein mag: Wer des Lotusäugigen gedenkt, ist äußerlich und innerlich rein.

Anmerkung: Die frei vereinfachte Wiki-Umschrift ist in grammatisch übliche IAST-Schreibung überführt; der Text spricht von ritueller Sammlung, nicht von einer hygienischen Desinfektion.

Quelle: Havan im Yoga-Vidya-Wiki, Abschnitt Ablauf eines Havans bei Yoga Vidya, abgerufen am 06.10.2026; IAST-Schreibung der überlieferten Sanskritformeln normalisiert.

Wassergabe über die Schulter
oṃ amṛtaṃ kuru svāhā

Übersetzung: Om. Mache es zu Amrita, zum Unsterblichen. Svaha.

Quelle: Havan im Yoga-Vidya-Wiki, Abschnitt Ablauf eines Havans bei Yoga Vidya, abgerufen am 06.10.2026; IAST-Schreibung der überlieferten Sanskritformeln normalisiert.

Dreifaches Achamana
oṃ keśavāya namaḥ |
oṃ nārāyaṇāya namaḥ |
oṃ mādhavāya namaḥ ||

Übersetzung: Om. Verehrung Keshava. Om. Verehrung Narayana. Om. Verehrung Madhava.

Quelle: Havan im Yoga-Vidya-Wiki, Abschnitt Ablauf eines Havans bei Yoga Vidya, abgerufen am 06.10.2026; IAST-Schreibung der überlieferten Sanskritformeln normalisiert.

Gestalt und Bewusstsein des Feuers
hrīṃ vahnimūrtaye namaḥ |
raṃ vahnicaitanyāya namaḥ ||

Übersetzung: Hrim. Verehrung der Gestalt des Feuers. Ram. Verehrung dem Bewusstsein des Feuers.

Anmerkung: Der Havan-Wikiartikel hat beim zweiten Bija Vam; diese Fassung folgt ausdrücklich Mahanirvana Tantra 6.139 mit Ram. Beide Lesungen werden nicht unbemerkt gleichgesetzt.

Quelle: Mahanirvana Tantra, Sanskrit-Projektfassung nach Muktabodha M00049; Arthur Avalon (Hrsg.), Tantrik Texts 13, 1926, mit dem Kommentar Hariharananda Bharatis, elektronische Erfassung Mark S. G. Dyczkowski, 6.139; nach der ausdrücklichen Wortbildungsanweisung ausgeschrieben.

Agni-Bija
raṃ

Übersetzung: Ram, der Feuerkeimlaut.

Quelle: Mahanirvana Tantra, Sanskrit-Projektfassung nach Muktabodha M00049; Arthur Avalon (Hrsg.), Tantrik Texts 13, 1926, mit dem Kommentar Hariharananda Bharatis, elektronische Erfassung Mark S. G. Dyczkowski, 6.135 und 6.139.

Entfachung des Bewusstseinsfeuers
oṃ citpiṅgala hana hana daha daha paca paca sarvajñājñāpaya svāhā

Übersetzung: Om. Du goldrot leuchtendes Bewusstseinsfeuer: Schlage, schlage; verbrenne, verbrenne; gare, gare. Allwissender, lasse erkennen beziehungsweise gebiete. Svaha.

Anmerkung: Der Wortlaut richtet sich auf das rituelle Feuer und die innere Läuterung, nicht auf einen Menschen. Die syntaktisch dichte Verbindung sarvajñājñāpaya wird als sarvajña + ājñāpaya gelesen.

Quelle: Mahanirvana Tantra, Sanskrit-Projektfassung nach Muktabodha M00049; Arthur Avalon (Hrsg.), Tantrik Texts 13, 1926, mit dem Kommentar Hariharananda Bharatis, elektronische Erfassung Mark S. G. Dyczkowski, 6.141–142; vollständige Auflösung der ausdrücklich gelehrten Wortfolge.

Verehrung des entzündeten Feuers
agniṃ prajvalitaṃ vande jātavedaṃ hutāśanam |
suvarṇavarṇamamalaṃ samiddhaṃ sarvatomukham || 143 ||

Übersetzung: Ich verehre das entzündete Feuer, Jatavedas, den Verzehrer der Opfergaben: goldfarben, makellos, hell auflodernd und nach allen Seiten gewandt.

Quelle: Mahanirvana Tantra 6.143.

Feuergabe: Agni
oṃ agnaye svāhā

Übersetzung: Om. Agni sei die Darbringung gewidmet.

Quelle: Mahanirvana Tantra 6.152–153; Vollständige Formel nach der ausdrücklichen Wort-, Kasus- und Abschlussanweisung.

Feuergabe: Soma
oṃ somāya svāhā

Übersetzung: Om. Soma sei die Darbringung gewidmet.

Quelle: Mahanirvana Tantra 6.153; Vollständige Formel nach der ausdrücklichen Wort-, Kasus- und Abschlussanweisung.

Feuergabe: Agni und Soma
oṃ agnīṣomābhyāṃ svāhā

Übersetzung: Om. Agni und Soma sei die Darbringung gewidmet.

Quelle: Mahanirvana Tantra 6.154–155; Vollständige Formel nach der ausdrücklichen Wort-, Kasus- und Abschlussanweisung.

Feuergabe: Agni Svishtikrit
oṃ agnaye sviṣṭikṛte svāhā

Übersetzung: Om. Agni, dem Vollender der guten Opferhandlung, sei die Darbringung gewidmet.

Quelle: Mahanirvana Tantra 6.155–156; Vollständige Formel nach der ausdrücklichen Wort-, Kasus- und Abschlussanweisung.

Drei Vyahriti-Opfer
oṃ bhūḥ svāhā |
oṃ bhuvaḥ svāhā |
oṃ svaḥ svāhā ||

Übersetzung: Om. Der Erde sei die Darbringung gewidmet. Om. Dem Zwischenraum sei die Darbringung gewidmet. Om. Der Himmelswelt sei die Darbringung gewidmet.

Quelle: Havan im Yoga-Vidya-Wiki, Abschnitt Ablauf eines Havans bei Yoga Vidya, abgerufen am 06.10.2026; IAST-Schreibung der überlieferten Sanskritformeln normalisiert.

Anrufung Agnis
oṃ vaiśvānara jātaveda ihāvahāvaha lohitākṣa sarvakarmāṇi sādhaya svāhā

Übersetzung: Om. Vaishvanara, Jatavedas, bringe hierher, bringe hierher, Rotäugiger; führe alle Ritualhandlungen zum Gelingen. Svaha.

Quelle: Mahanirvana Tantra 6.145–146; Die Folge der vollständig benannten Wörter wird ausgeschrieben; 6.157 wiederholt diese Formel für drei Ahutis.

Ganesha-Feuergabe
oṃ mahāgaṇapataye svāhā

Übersetzung: Om. Dem großen Ganapati sei diese Gabe dargebracht.

Quelle: Havan im Yoga-Vidya-Wiki, Abschnitt Ablauf eines Havans bei Yoga Vidya, abgerufen am 06.10.2026; IAST-Schreibung der überlieferten Sanskritformeln normalisiert.

Gayatri für jede Ahuti
oṃ bhūr bhuvaḥ svaḥ |
tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi |
dhiyo yo naḥ pracodayāt svāhā ||

Übersetzung: Om. Erde, Zwischenraum und Himmelswelt. Wir meditieren über den erwählenswerten Glanz des göttlichen Savitar. Er möge unsere Einsichten anregen. Svaha: Diese Gabe sei dargebracht.

Anmerkung: Svāhā am Ende ist der Opferruf. Svaḥ in den drei Vyahritis ist die Himmelswelt; dort wird noch keine Gabe ins Feuer gegeben.

Quelle: Havan im Yoga-Vidya-Wiki, Abschnitt Ablauf eines Havans bei Yoga Vidya, abgerufen am 06.10.2026; IAST-Schreibung der überlieferten Sanskritformeln normalisiert; Homa-Endung svāhā für die hier gewählte Darbringungsfassung ausdrücklich ergänzt.

Gayatri für Japa
oṃ bhūr bhuvaḥ svaḥ |
tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi |
dhiyo yo naḥ pracodayāt ||

Übersetzung: Om. Erde, Zwischenraum und Himmelswelt. Wir meditieren über den erwählenswerten Glanz des göttlichen Savitar. Er möge unsere Einsichten anregen.

Quelle: Rigveda 3.62.10; Om und drei Vyahritis als liturgischer Vorspann, entsprechend der Yoga-Vidya-Havanfolge.

Bitte um Vollendung
hrīṃ asmin karmaṇi deveśa pramādādbhramato'pi vā |
nyūnādhikaṃ kṛtaṃ yacca sarvaṃ sviṣṭakṛtaṃ kuru svāhā

Übersetzung: Hrim. Herr der Götter, was bei dieser Handlung durch Nachlässigkeit oder Irrtum zu wenig oder zu viel getan wurde, mache all dies zu einer wohlvollzogenen Opferhandlung. Svaha.

Quelle: Mahanirvana Tantra 9.48b–49; Der vollständig abgegrenzte Gebetssatz erhält das dort vorgeschriebene Maya-Bija und Svaha.

Zweites Vollendungsgebet
hrīṃ tvamagne sarvalokānāṃ pāvanaḥ sviṣṭakṛt prabhuḥ |
yajñasākṣī kṣemakartā sarvān kāmān prapūraya svāhā

Übersetzung: Hrim. Agni, du bist der Läuterer aller Welten, der Herr, der die Opferhandlung vollendet, Zeuge des Yajna und Schöpfer des Wohls. Erfülle alle ersehnten Anliegen. Svaha.

Quelle: Mahanirvana Tantra 9.50; Vollständiger Gebetssatz mit dem ausdrücklich verlangten Hrim und Svaha.

Vyahriti-Gabe: Erde
hrīṃ bhūḥ svāhā

Übersetzung: Hrim. Der Erde sei die Darbringung gewidmet.

Quelle: Mahanirvana Tantra 9.51–53; Die drei Vyahritis mit Maya-Bija und Svaha werden zunächst einzeln, dann gemeinsam gesprochen.

Vyahriti-Gabe: Zwischenraum
hrīṃ bhuvaḥ svāhā

Übersetzung: Hrim. Dem Zwischenraum sei die Darbringung gewidmet.

Quelle: Mahanirvana Tantra 9.51–53; Die drei Vyahritis mit Maya-Bija und Svaha werden zunächst einzeln, dann gemeinsam gesprochen.

Vyahriti-Gabe: Himmelswelt
hrīṃ svaḥ svāhā

Übersetzung: Hrim. Der Himmelswelt sei die Darbringung gewidmet.

Quelle: Mahanirvana Tantra 9.51–53; Die drei Vyahritis mit Maya-Bija und Svaha werden zunächst einzeln, dann gemeinsam gesprochen.

Vyahriti-Gabe: Erde, Zwischenraum und Himmelswelt
hrīṃ bhūrbhuvaḥ svaḥ svāhā

Übersetzung: Hrim. Der Erde, dem Zwischenraum und der Himmelswelt sei die Darbringung gewidmet.

Quelle: Mahanirvana Tantra 9.51–53; Die drei Vyahritis mit Maya-Bija und Svaha werden zunächst einzeln, dann gemeinsam gesprochen.

Purnahuti-Gebet
hrīṃ yajñapate pūrṇo bhavatu yajño me |
hṛṣyantu yajñadevatāḥ phalāni samyak yacchantu svāhā

Übersetzung: Hrim. Herr des Yajna, meine Opferhandlung möge vollständig werden. Die Gottheiten des Yajna mögen sich freuen und die Früchte in rechter Weise gewähren. Svaha.

Quelle: Mahanirvana Tantra 9.55; Der Vers schreibt Hrim, yajñapate, den vollständigen Gebetssatz und Svaha in dieser Reihenfolge vor.

Wassersegen nach dem Homa
āpaḥ sumitriyāḥ santu bhavantvoṣadhayo mama |
āpo rakṣantu māṃ nityamāpo nārāyaṇaḥ svayam || 58 ||

Übersetzung: Die Wasser mögen mir gute Freunde sein, ebenso die Heilpflanzen. Die Wasser mögen mich stets beschützen; die Wasser sind Narayana selbst.

Quelle: Mahanirvana Tantra 9.58.

Abschließende Bitte an Agni
buddhiṃ vidyāṃ balaṃ medhāṃ prajñāṃ śraddhāṃ yaśaḥ śriyam |
ārogyaṃ teja āyuṣyaṃ dehi me havyavāhana || 62 ||

Übersetzung: Verständnis, Wissen, Kraft, Einsicht, Weisheit, Vertrauen, Ansehen, Fülle, Gesundheit, Glanz und langes Leben schenke mir, Träger der Opfergaben.

Anmerkung: Die elektronische Quellenlesung śraddhaṃ ist hier konjektural zu śraddhāṃ berichtigt, dem regulären Akkusativ von śraddhā, Vertrauen. Die übrige Gebetsfolge bleibt unverändert.

Quelle: Mahanirvana Tantra 9.62.

Entlassungsgebet an Agni
yajña yajñapatiṃ gaccha yajñaṃ gaccha hutāśana |
svāṃ yoniṃ gaccha yajñeśa pūrayāsmanmanoratham || 64 ||

Übersetzung: Yajna, gehe zum Herrn des Yajna; gehe zur Opferhandlung, Verzehrer der Opfergaben. Kehre zu deinem Ursprung zurück, Herr des Yajna; erfülle unser Herzensanliegen.

Quelle: Mahanirvana Tantra 9.64.

Bitte um Verzeihung an Agni
agne kṣamasva svāhā

Übersetzung: Agni, verzeihe. Svaha.

Quelle: Mahanirvana Tantra 9.65; Die ausdrücklich zitierte Formel wird vom nachfolgenden iti abgegrenzt; svāheti ergibt svāhā + iti.

Gruß beim Abschluss der Opfergaben
oṃ agnaye namaḥ

Übersetzung: Om. Verehrung Agni.

Quelle: Havan im Yoga-Vidya-Wiki, Abschnitt Ablauf eines Havans bei Yoga Vidya, abgerufen am 06.10.2026; IAST-Schreibung der überlieferten Sanskritformeln normalisiert.

Aparadha Kshamapana Stotra, Vers 6
yadakṣaraṃ paribhraṣṭaṃ mātrāhīnañca yadbhavet |
pūrṇaṃ bhavatu tat sarvaṃ tvatprasādānmaheśvari || 6||

Übersetzung: Jede entfallene Silbe und jedes fehlende Lautmaß: Möge all dies durch deine Gnade vollständig werden, große Herrscherin.

Quelle: SanskritDocuments: Devi Mahatmyam beziehungsweise Durga Saptashati, elektronische Fassung mit Vor- und Abschlusstexten, aktualisiert 26.02.2024, Aparadha Kshamapana Stotra, Vers 6.

Bitte um Annahme der Verehrung
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ sureśvari |
yatpūjitaṃ mayā devi paripūrṇaṃ tadastu me ||

Übersetzung: Herrin der Götter, was ich dir, Göttin, an Verehrung dargebracht habe, obwohl es an Mantra, Handlung und Hingabe mangelhaft war, möge für mich vollständig sein.

Quelle: Havan im Yoga-Vidya-Wiki, Abschnitt Ablauf eines Havans bei Yoga Vidya, abgerufen am 06.10.2026; IAST-Schreibung der überlieferten Sanskritformeln normalisiert.

Mangala-Wunsch
lokāḥ samastāḥ sukhino bhavantu

Übersetzung: Mögen alle Welten beziehungsweise alle Wesen glücklich sein.

Quelle: Havan im Yoga-Vidya-Wiki, Abschnitt Ablauf eines Havans bei Yoga Vidya, abgerufen am 06.10.2026; IAST-Schreibung der überlieferten Sanskritformeln normalisiert.

Dreifacher Friedensruf
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ

Übersetzung: Om. Friede, Friede, Friede.

Quelle: Havan im Yoga-Vidya-Wiki, Abschnitt Ablauf eines Havans bei Yoga Vidya, abgerufen am 06.10.2026; IAST-Schreibung der überlieferten Sanskritformeln normalisiert.

Brahmarpana zur Speisensegnung
brahmārpaṇaṃ brahmahavirbrahmāgnau brahmaṇā hutam |
brahmaiva tena gantavyaṃ brahmakarmasamādhinā || 56 ||

Übersetzung: Brahman ist die Darbringung, Brahman die Opfergabe; von Brahman wird sie im Feuer Brahmans dargebracht. Brahman allein ist von dem zu erreichen, der ganz in der Handlung als Brahman gesammelt ist.

Quelle: Mahanirvana Tantra 3.56.

Kurze Widmung
brahmārpaṇamastu

Übersetzung: Es sei eine Darbringung an Brahman.

Quelle: Mahanirvana Tantra 3.103, dort ausdrücklich als Satz vor Trinken und Essen genannt.

Sanskrit Lesefassung in IAST

Diese fortlaufende Fassung enthält denselben Textbestand ohne Übersetzungsunterbrechungen. Bei langen Zyklen folgen Wiederholungen gemäß dem Ablauf, nicht eine einmalige Lesung sämtlicher Anhänge hintereinander.

Dreifaches Om
oṃ
oṃ
oṃ

Anrufungen der Yoga-Vidya-Havanfolge
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ |
oṃ śaravaṇabhavāya namaḥ |
oṃ aiṃ sarasvatyai namaḥ |
oṃ guṃ gurubhyo namaḥ |
oṃ namo bhagavate śivānandāya |
oṃ namo bhagavate viṣṇudevānandāya |
oṃ ādiśaktyai namaḥ ||

Svasti: Rigveda 1.89.6
svasti na indro vṛddhaśravāḥ svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nas tārkṣyo ariṣṭanemiḥ svasti no bṛhaspatir dadhātu ||

Devi Mahatmya, Kapitel 11: Zähleinheit 10
sarvamaṅgalamāṅgalye śive sarvārthasādhike |
śaraṇye tryambake gauri nārāyaṇi namo'stu te || 11.10||

Anrufung der heiligen Flüsse
oṃ gaṅge ca yamune caiva godāvari sarasvati |
narmade sindhukāveri jalesmin sannidhiṃ kuru |

Marjana-Gebet
oṃ apavitraḥ pavitro vā sarvāvasthāṃ gato'pi vā |
yaḥ smaret puṇḍarīkākṣaṃ sa bāhyābhyantaraḥ śuciḥ ||

Wassergabe über die Schulter
oṃ amṛtaṃ kuru svāhā

Dreifaches Achamana
oṃ keśavāya namaḥ |
oṃ nārāyaṇāya namaḥ |
oṃ mādhavāya namaḥ ||

Gestalt und Bewusstsein des Feuers
hrīṃ vahnimūrtaye namaḥ |
raṃ vahnicaitanyāya namaḥ ||

Agni-Bija
raṃ

Entfachung des Bewusstseinsfeuers
oṃ citpiṅgala hana hana daha daha paca paca sarvajñājñāpaya svāhā

Verehrung des entzündeten Feuers
agniṃ prajvalitaṃ vande jātavedaṃ hutāśanam |
suvarṇavarṇamamalaṃ samiddhaṃ sarvatomukham || 143 ||

Feuergabe: Agni
oṃ agnaye svāhā

Feuergabe: Soma
oṃ somāya svāhā

Feuergabe: Agni und Soma
oṃ agnīṣomābhyāṃ svāhā

Feuergabe: Agni Svishtikrit
oṃ agnaye sviṣṭikṛte svāhā

Drei Vyahriti-Opfer
oṃ bhūḥ svāhā |
oṃ bhuvaḥ svāhā |
oṃ svaḥ svāhā ||

Anrufung Agnis
oṃ vaiśvānara jātaveda ihāvahāvaha lohitākṣa sarvakarmāṇi sādhaya svāhā

Ganesha-Feuergabe
oṃ mahāgaṇapataye svāhā

Gayatri für jede Ahuti
oṃ bhūr bhuvaḥ svaḥ |
tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi |
dhiyo yo naḥ pracodayāt svāhā ||

Gayatri für Japa
oṃ bhūr bhuvaḥ svaḥ |
tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi |
dhiyo yo naḥ pracodayāt ||

Bitte um Vollendung
hrīṃ asmin karmaṇi deveśa pramādādbhramato'pi vā |
nyūnādhikaṃ kṛtaṃ yacca sarvaṃ sviṣṭakṛtaṃ kuru svāhā

Zweites Vollendungsgebet
hrīṃ tvamagne sarvalokānāṃ pāvanaḥ sviṣṭakṛt prabhuḥ |
yajñasākṣī kṣemakartā sarvān kāmān prapūraya svāhā

Vyahriti-Gabe: Erde
hrīṃ bhūḥ svāhā

Vyahriti-Gabe: Zwischenraum
hrīṃ bhuvaḥ svāhā

Vyahriti-Gabe: Himmelswelt
hrīṃ svaḥ svāhā

Vyahriti-Gabe: Erde, Zwischenraum und Himmelswelt
hrīṃ bhūrbhuvaḥ svaḥ svāhā

Purnahuti-Gebet
hrīṃ yajñapate pūrṇo bhavatu yajño me |
hṛṣyantu yajñadevatāḥ phalāni samyak yacchantu svāhā

Wassersegen nach dem Homa
āpaḥ sumitriyāḥ santu bhavantvoṣadhayo mama |
āpo rakṣantu māṃ nityamāpo nārāyaṇaḥ svayam || 58 ||

Abschließende Bitte an Agni
buddhiṃ vidyāṃ balaṃ medhāṃ prajñāṃ śraddhāṃ yaśaḥ śriyam |
ārogyaṃ teja āyuṣyaṃ dehi me havyavāhana || 62 ||

Entlassungsgebet an Agni
yajña yajñapatiṃ gaccha yajñaṃ gaccha hutāśana |
svāṃ yoniṃ gaccha yajñeśa pūrayāsmanmanoratham || 64 ||

Bitte um Verzeihung an Agni
agne kṣamasva svāhā

Gruß beim Abschluss der Opfergaben
oṃ agnaye namaḥ

Aparadha Kshamapana Stotra, Vers 6
yadakṣaraṃ paribhraṣṭaṃ mātrāhīnañca yadbhavet |
pūrṇaṃ bhavatu tat sarvaṃ tvatprasādānmaheśvari || 6||

Bitte um Annahme der Verehrung
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ sureśvari |
yatpūjitaṃ mayā devi paripūrṇaṃ tadastu me ||

Mangala-Wunsch
lokāḥ samastāḥ sukhino bhavantu

Dreifacher Friedensruf
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ

Brahmarpana zur Speisensegnung
brahmārpaṇaṃ brahmahavirbrahmāgnau brahmaṇā hutam |
brahmaiva tena gantavyaṃ brahmakarmasamādhinā || 56 ||

Kurze Widmung
brahmārpaṇamastu

Sanskrit Lesefassung in Devanagari

Dreifaches Om
ॐ
ॐ
ॐ

Anrufungen der Yoga-Vidya-Havanfolge
ॐ गं गणपतये नमः ।
ॐ शरवणभवाय नमः ।
ॐ ऐं सरस्वत्यै नमः ।
ॐ गुं गुरुभ्यो नमः ।
ॐ नमो भगवते शिवानन्दाय ।
ॐ नमो भगवते विष्णुदेवानन्दाय ।
ॐ आदिशक्त्यै नमः ॥

Svasti: Rigveda 1.89.6
स्वस्ति न इन्द्रो वृद्धश्रवाः स्वस्ति नः पूषा विश्ववेदाः ।
स्वस्ति नस् तार्क्ष्यो अरिष्टनेमिः स्वस्ति नो बृहस्पतिर् दधातु ॥

Devi Mahatmya, Kapitel 11: Zähleinheit 10
सर्वमङ्गलमाङ्गल्ये शिवे सर्वार्थसाधिके ।
शरण्ये त्र्यम्बके गौरि नारायणि नमोऽस्तु ते ॥ ११.१०॥

Anrufung der heiligen Flüsse
ॐ गङ्गे च यमुने चैव गोदावरि सरस्वति ।
नर्मदे सिन्धुकावेरि जलेस्मिन् सन्निधिं कुरु ।

Marjana-Gebet
ॐ अपवित्रः पवित्रो वा सर्वावस्थां गतोऽपि वा ।
यः स्मरेत् पुण्डरीकाक्षं स बाह्याभ्यन्तरः शुचिः ॥

Wassergabe über die Schulter
ॐ अमृतं कुरु स्वाहा

Dreifaches Achamana
ॐ केशवाय नमः ।
ॐ नारायणाय नमः ।
ॐ माधवाय नमः ॥

Gestalt und Bewusstsein des Feuers
ह्रीं वह्निमूर्तये नमः ।
रं वह्निचैतन्याय नमः ॥

Agni-Bija
रं

Entfachung des Bewusstseinsfeuers
ॐ चित्पिङ्गल हन हन दह दह पच पच सर्वज्ञाज्ञापय स्वाहा

Verehrung des entzündeten Feuers
अग्निं प्रज्वलितं वन्दे जातवेदं हुताशनम् ।
सुवर्णवर्णममलं समिद्धं सर्वतोमुखम् ॥ १४३ ॥

Feuergabe: Agni
ॐ अग्नये स्वाहा

Feuergabe: Soma
ॐ सोमाय स्वाहा

Feuergabe: Agni und Soma
ॐ अग्नीषोमाभ्यां स्वाहा

Feuergabe: Agni Svishtikrit
ॐ अग्नये स्विष्टिकृते स्वाहा

Drei Vyahriti-Opfer
ॐ भूः स्वाहा ।
ॐ भुवः स्वाहा ।
ॐ स्वः स्वाहा ॥

Anrufung Agnis
ॐ वैश्वानर जातवेद इहावहावह लोहिताक्ष सर्वकर्माणि साधय स्वाहा

Ganesha-Feuergabe
ॐ महागणपतये स्वाहा

Gayatri für jede Ahuti
ॐ भूर् भुवः स्वः ।
तत् सवितुर् वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि ।
धियो यो नः प्रचोदयात् स्वाहा ॥

Gayatri für Japa
ॐ भूर् भुवः स्वः ।
तत् सवितुर् वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि ।
धियो यो नः प्रचोदयात् ॥

Bitte um Vollendung
ह्रीं अस्मिन् कर्मणि देवेश प्रमादाद्भ्रमतोऽपि वा ।
न्यूनाधिकं कृतं यच्च सर्वं स्विष्टकृतं कुरु स्वाहा

Zweites Vollendungsgebet
ह्रीं त्वमग्ने सर्वलोकानां पावनः स्विष्टकृत् प्रभुः ।
यज्ञसाक्षी क्षेमकर्ता सर्वान् कामान् प्रपूरय स्वाहा

Vyahriti-Gabe: Erde
ह्रीं भूः स्वाहा

Vyahriti-Gabe: Zwischenraum
ह्रीं भुवः स्वाहा

Vyahriti-Gabe: Himmelswelt
ह्रीं स्वः स्वाहा

Vyahriti-Gabe: Erde, Zwischenraum und Himmelswelt
ह्रीं भूर्भुवः स्वः स्वाहा

Purnahuti-Gebet
ह्रीं यज्ञपते पूर्णो भवतु यज्ञो मे ।
हृष्यन्तु यज्ञदेवताः फलानि सम्यक् यच्छन्तु स्वाहा

Wassersegen nach dem Homa
आपः सुमित्रियाः सन्तु भवन्त्वोषधयो मम ।
आपो रक्षन्तु मां नित्यमापो नारायणः स्वयम् ॥ ५८ ॥

Abschließende Bitte an Agni
बुद्धिं विद्यां बलं मेधां प्रज्ञां श्रद्धां यशः श्रियम् ।
आरोग्यं तेज आयुष्यं देहि मे हव्यवाहन ॥ ६२ ॥

Entlassungsgebet an Agni
यज्ञ यज्ञपतिं गच्छ यज्ञं गच्छ हुताशन ।
स्वां योनिं गच्छ यज्ञेश पूरयास्मन्मनोरथम् ॥ ६४ ॥

Bitte um Verzeihung an Agni
अग्ने क्षमस्व स्वाहा

Gruß beim Abschluss der Opfergaben
ॐ अग्नये नमः

Aparadha Kshamapana Stotra, Vers 6
यदक्षरं परिभ्रष्टं मात्राहीनञ्च यद्भवेत् ।
पूर्णं भवतु तत् सर्वं त्वत्प्रसादान्महेश्वरि ॥ ६॥

Bitte um Annahme der Verehrung
मन्त्रहीनं क्रियाहीनं भक्तिहीनं सुरेश्वरि ।
यत्पूजितं मया देवि परिपूर्णं तदस्तु मे ॥

Mangala-Wunsch
लोकाः समस्ताः सुखिनो भवन्तु

Dreifacher Friedensruf
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः

Brahmarpana zur Speisensegnung
ब्रह्मार्पणं ब्रह्महविर्ब्रह्माग्नौ ब्रह्मणा हुतम् ।
ब्रह्मैव तेन गन्तव्यं ब्रह्मकर्मसमाधिना ॥ ५६ ॥

Kurze Widmung
ब्रह्मार्पणमस्तु

Vollständige deutsche Lesefassung

Die Übersetzungen stehen in derselben Reihenfolge. Wie im Sanskrit können zusammenhängende Sätze über eine Versgrenze hinausreichen; in diesem Fall wird die Übersetzung beim folgenden Textblock fortgesetzt. Bija-Silben werden benannt und nach ihrer Funktion erläutert; ihnen wird keine erfundene wörtliche Bedeutung zugewiesen.

Dreifaches Om
Om. Om. Om.

Anrufungen der Yoga-Vidya-Havanfolge
Om, Gam. Verehrung Ganapati. Om. Verehrung dem im Schilfwald geborenen Skanda. Om, Aim. Verehrung Sarasvati. Om, Gum. Verehrung den Lehrern. Om. Verehrung dem erhabenen Sivananda. Om. Verehrung dem erhabenen Vishnudevananda. Om. Verehrung der ursprünglichen göttlichen Kraft. Gam, Aim und Gum sind Bija-Silben.

Svasti: Rigveda 1.89.6
Wohlergehen gewähre uns Indra von weithin gehörtem Ruhm; Wohlergehen Pushan, der alles kennt; Wohlergehen Tarkshya mit unversehrtem Radkranz; Wohlergehen verleihe uns Brihaspati.

Devi Mahatmya, Kapitel 11: Zähleinheit 10
Du Heilvollste alles Heilvollen, Segensreiche, die alle Ziele verwirklicht, Zuflucht, Dreiäugige, Gauri: Narayani, Verehrung dir.

Anrufung der heiligen Flüsse
Om. Ganga und Yamuna, Godavari, Sarasvati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Macht euch in diesem Wasser gegenwärtig.

Marjana-Gebet
Om. Ob unrein oder rein, in welchen Zustand man auch gelangt sein mag: Wer des Lotusäugigen gedenkt, ist äußerlich und innerlich rein.

Wassergabe über die Schulter
Om. Mache es zu Amrita, zum Unsterblichen. Svaha.

Dreifaches Achamana
Om. Verehrung Keshava. Om. Verehrung Narayana. Om. Verehrung Madhava.

Gestalt und Bewusstsein des Feuers
Hrim. Verehrung der Gestalt des Feuers. Ram. Verehrung dem Bewusstsein des Feuers.

Agni-Bija
Ram, der Feuerkeimlaut.

Entfachung des Bewusstseinsfeuers
Om. Du goldrot leuchtendes Bewusstseinsfeuer: Schlage, schlage; verbrenne, verbrenne; gare, gare. Allwissender, lasse erkennen beziehungsweise gebiete. Svaha.

Verehrung des entzündeten Feuers
Ich verehre das entzündete Feuer, Jatavedas, den Verzehrer der Opfergaben: goldfarben, makellos, hell auflodernd und nach allen Seiten gewandt.

Feuergabe: Agni
Om. Agni sei die Darbringung gewidmet.

Feuergabe: Soma
Om. Soma sei die Darbringung gewidmet.

Feuergabe: Agni und Soma
Om. Agni und Soma sei die Darbringung gewidmet.

Feuergabe: Agni Svishtikrit
Om. Agni, dem Vollender der guten Opferhandlung, sei die Darbringung gewidmet.

Drei Vyahriti-Opfer
Om. Der Erde sei die Darbringung gewidmet. Om. Dem Zwischenraum sei die Darbringung gewidmet. Om. Der Himmelswelt sei die Darbringung gewidmet.

Anrufung Agnis
Om. Vaishvanara, Jatavedas, bringe hierher, bringe hierher, Rotäugiger; führe alle Ritualhandlungen zum Gelingen. Svaha.

Ganesha-Feuergabe
Om. Dem großen Ganapati sei diese Gabe dargebracht.

Gayatri für jede Ahuti
Om. Erde, Zwischenraum und Himmelswelt. Wir meditieren über den erwählenswerten Glanz des göttlichen Savitar. Er möge unsere Einsichten anregen. Svaha: Diese Gabe sei dargebracht.

Gayatri für Japa
Om. Erde, Zwischenraum und Himmelswelt. Wir meditieren über den erwählenswerten Glanz des göttlichen Savitar. Er möge unsere Einsichten anregen.

Bitte um Vollendung
Hrim. Herr der Götter, was bei dieser Handlung durch Nachlässigkeit oder Irrtum zu wenig oder zu viel getan wurde, mache all dies zu einer wohlvollzogenen Opferhandlung. Svaha.

Zweites Vollendungsgebet
Hrim. Agni, du bist der Läuterer aller Welten, der Herr, der die Opferhandlung vollendet, Zeuge des Yajna und Schöpfer des Wohls. Erfülle alle ersehnten Anliegen. Svaha.

Vyahriti-Gabe: Erde
Hrim. Der Erde sei die Darbringung gewidmet.

Vyahriti-Gabe: Zwischenraum
Hrim. Dem Zwischenraum sei die Darbringung gewidmet.

Vyahriti-Gabe: Himmelswelt
Hrim. Der Himmelswelt sei die Darbringung gewidmet.

Vyahriti-Gabe: Erde, Zwischenraum und Himmelswelt
Hrim. Der Erde, dem Zwischenraum und der Himmelswelt sei die Darbringung gewidmet.

Purnahuti-Gebet
Hrim. Herr des Yajna, meine Opferhandlung möge vollständig werden. Die Gottheiten des Yajna mögen sich freuen und die Früchte in rechter Weise gewähren. Svaha.

Wassersegen nach dem Homa
Die Wasser mögen mir gute Freunde sein, ebenso die Heilpflanzen. Die Wasser mögen mich stets beschützen; die Wasser sind Narayana selbst.

Abschließende Bitte an Agni
Verständnis, Wissen, Kraft, Einsicht, Weisheit, Vertrauen, Ansehen, Fülle, Gesundheit, Glanz und langes Leben schenke mir, Träger der Opfergaben.

Entlassungsgebet an Agni
Yajna, gehe zum Herrn des Yajna; gehe zur Opferhandlung, Verzehrer der Opfergaben. Kehre zu deinem Ursprung zurück, Herr des Yajna; erfülle unser Herzensanliegen.

Bitte um Verzeihung an Agni
Agni, verzeihe. Svaha.

Gruß beim Abschluss der Opfergaben
Om. Verehrung Agni.

Aparadha Kshamapana Stotra, Vers 6
Jede entfallene Silbe und jedes fehlende Lautmaß: Möge all dies durch deine Gnade vollständig werden, große Herrscherin.

Bitte um Annahme der Verehrung
Herrin der Götter, was ich dir, Göttin, an Verehrung dargebracht habe, obwohl es an Mantra, Handlung und Hingabe mangelhaft war, möge für mich vollständig sein.

Mangala-Wunsch
Mögen alle Welten beziehungsweise alle Wesen glücklich sein.

Dreifacher Friedensruf
Om. Friede, Friede, Friede.

Brahmarpana zur Speisensegnung
Brahman ist die Darbringung, Brahman die Opfergabe; von Brahman wird sie im Feuer Brahmans dargebracht. Brahman allein ist von dem zu erreichen, der ganz in der Handlung als Brahman gesammelt ist.

Kurze Widmung
Es sei eine Darbringung an Brahman.

Quellen und Literatur

Havan im Yoga-Vidya-Wiki, Abschnitt Ablauf eines Havans bei Yoga Vidya, abgerufen am 06.10.2026; IAST-Schreibung der überlieferten Sanskritformeln normalisiert. Die Akhanda-Organisation ist eine eigenständige redaktionelle Ausarbeitung auf dieser Mantragrundlage; sie ist keine Abschrift einer geheimen oder vollständig überlieferten 108-Stunden-Paddhati.

Yoga Vidya Nordsee, historische Special Events: dokumentierte 108-Stunden-Gayatri-Yajna 2009 mit Schichtdienst und stets mindestens zwei Menschen am Feuer. Das dient als Beleg für das Format; die konkrete Planung dieser Anleitung ist neu ausgearbeitet.

Mahanirvana Tantra, Sanskrit-Projektfassung nach Muktabodha M00049; Arthur Avalon (Hrsg.), Tantrik Texts 13, 1926, mit dem Kommentar Hariharananda Bharatis, elektronische Erfassung Mark S. G. Dyczkowski, 6.139–157 und 9.48–68, für die ausdrücklich bezeichneten Agni- und Abschlussformeln. Rigveda 3.62.10 für die Savitri; Rigveda 1.89.6 für Svasti. Devi Mahatmya 11.10 und das überlieferte Aparadha Kshamapana für die jeweils ausgewählten Gebete.

Die Zeit-, Dienst- und Materialplanung ist redaktionell. Wo überlieferte Kurzschreibungen nach einer ausdrücklichen Bildungsregel aufgelöst werden, steht dies bei der betreffenden Formel. Die Ausgabe ist keine kritische Handschriftenedition. Die akzentlose Devanagari-Lesefassung wurde aus IAST erzeugt und durch Rückübertragung auf denselben Zeichenbestand geprüft; vedische Svaras werden dadurch nicht ersetzt. Bilder und Begleitvideos sind thematisch gewählt.

Siehe auch



Weitere Anleitungen: Tantra Rituale und Puja. Die neu bereitgestellten Titel können bis zur Veröffentlichung rote Links sein.

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