Mania

Aus Yogawiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Mania, eine römische Göttin, griechisch Μανία Raserei, ist eine extreme Emotion mit hoher Energie. Mania ist einer der Liebesstile in der Zweierbeziehung.

Mania als Römische Göttin

Mania gilt in der Römischen Mythologie als eine Göttin. Insbesondere Marcus Terentius Varro, auch kurz Terenz bezeichnet, sowie Sextus Pompeius Festus schreiben über Mania als Göttin, als Muttergöttin. Mania war mütterlich und intensiv. Mania hat durchaus ähnlichkeiten mit Kali, welche auch sehr vehement auftritt.

Maniae als Puppenersatz für Menschenopfer

Der Mania soll laut einigen antiken Autoren Menschenopfer gebracht worden sein. Später wurden die Menschenopfer dann durch Puppen, Mohnköpfe und Knoblauchzehen ersetzt. Nach anderer Tradition wurden überhaupt in der altrömischen und altgriechischer Zeit den Göttern Menschenopfer, insbesondere Knaben, gebracht. Diese wurden dann ersetzt durch Puppen, Mohnköpfe und Knoblauchzehen. Diese wurden dann als Maniae bezeichnet.

Ähnliches findet man ja auch im indischen Kult: Bei Feuerzeremonien wie Yajna, Homa, Havan, wurden in Urzeiten Tieropfer, ja sogar Menschenopfer dargebracht. Diese wurden dann ersetzt, indem man Butter-Ghee als Tierprodukt dargebracht hat, und statt Blut Kumkum aufgetragen hat.

Oft wurde im Alten Rom eine Mania an einer Haustür angebracht zum Schutz, zur Abwehr von Unheil. Auch Popanze und Schreckgespenster für Kinder wurden als Maniae bezeichnet.

Das Anbringen von Schutzobjekten an Türen ist ein in der ganzen Welt verbreitetes Phänomen. Es scheint ein urmenschliches Bedürfnis zu sein, ein eventuell auch besonders geweihtes Objekt zum Schutz an Türen anzubringen.

Mania als extremer Gemütszustand

Mania hat als Wortursprung auch das griechische Wort Mania, Μανία Raserei, Wahnsinn. Daraus hat sich das deutsche Wort Manie entwickelt. Im Englischen (auch in Amerika) spricht man dabei von Mania. Da heutzutage viele Entwicklungen auf dem Gebiet der Psychologie von Amerika ausgehen, hat sich auch im Deutschen das Wort Mania für einen speziellen extremen Gemütszustand eingebürgert.

Im Englischen steht Mania wie das deutsche Wort Manie für einen Gemütszustand mit außergewöhnlicher Energie, manchmal verbunden auch mit außergewöhnlicher Reizbarkeit. Mania kann ein positiver Gemütszustand für Wissenschaftler, Künstler, Unternehmer sein, die wie besessen und voller Energie aktiv sind und viel bewirken können. Oft sind Phasen von Kreativität, Schöpferkraft und Schaffensdrang verbunden mit Mania als positive Energiequelle. Mania kann zur Selbstüberschätzung und Realitätsverlust führen. Mania kann eine Seite einer bipolaren Störung sein, deren anderes Ende die Depression ist. Die Manische Depression wäre das Extrem der bipolaren Störung und braucht typischerweise die Behandlung durch einen Psychiater, da sie zu den Psychosen gehört. Mehr zu Mania als Krankheitsbild findest du unter dem Stichwort Manie.

Maina als Liebesstil in der Zweierbeziehung

Der Psychologe John Alan Lee fand in den 1970er Jahren sechs unterschiedliche Liebensstile in Partnerschaften. Diese werden im Marburger Einstellungs-Inventar der Liebesstile (MEIL) in einem standardisierten Fragebogen gemessen und erfasst. Mania gilt dabei als einer der sechs Liebesstile. Mania ist dabei ein Liebesstil mit extremer Emotionalität, Eifersucht, Höhen und Tiefen.

Die Sechs Liebesstile laut John Alan Lee sind:

Mania ist also im Kontext der 6 Liebesstile ein stark emotionaler Liebesstil. Hier stammt der Ausdruck vom Griechischen Mania "Raserei und Wahnsinn". Eine Mania Liebe kann rasend machen. Die Besitz ergreifende Mania ist durch das Gefühl der Eifersucht bestimmt. Emotionale Höhen und Tiefen wechseln bei Mania einander ab, je nachdem, ob sich der Eifersüchtige seines Partners momentan sicher ist oder nicht. Gedanken an mögliche Untreue des Partners erlebt der Eifersüchtige als quälend und alles bestimmend. Folgende Aussagen sind für Mania charakteristisch:

  • Wenn mein Partner mir keine Aufmerksamkeit schenkt, fühle ich mich ganz krank
  • Wenn ich verliebt bin, habe ich Schwierigkeiten, mich auf etwas anderes zu konzentrieren

Mania tritt vermehrt auf bei der Borderline Persönlichkeit.

In einer empirischen Studie im Jahr 2002 in den westlichen Industrieländern war Mania der vierthäufigst vertretene Liebesstil. Eros, Storge und Agape (in dieser Reihenfolge) waren die am stärksten vertretenen Liebesstile. Ludus und Pragma am wenigsten.

Siehe auch