Hüfte

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Hüfte‏‎ ist ein Substantiv im Kontext von Heilkunde, Physiologie und Psychologie Körperteil, Anatomie, Physiologie, Medizin

Die Hüfte‏‎ ist die Körperpartie zwischen Oberschenkel und Taille eines Menschen

Die Hüfte

Es gibt die Hüftknochen und es gibt auch das Hüftgelenk und es gibt eben auch Hüfte als die gesamte Körperpartie, die diese Teile des Skeletts umgibt. So kann jemand breite Hüften haben oder schlanke Hüften. Hüfte ist manchmal auch die Kurzbezeichnung für das Hüftgelenk oder auch das Hüftbein.

Hüfte ist also im Deutschen die Bezeichnung zum einen für die gesamte Körperpartie zwischen Oberschenkel und Taille und zum andern ist die Hüfte die Bezeichnung für das Hüftgelenk.

Also im engeren Sinne ist Hüfte nur das Hüftgelenk , welches besteht aus dem Hüftknochen, auch Beckenknochen genannt und dem Oberschenkel und da gibt es oben den Oberschenkelhals, der bildet eine Kugel und diese Kugel ist dann in der Pfanne, die gebildet wird aus dem aus dem Hüftknochen. Also im engeren Sinne ist die Hüfte das Hüftgelenk und in einem weiteren Sinne ist die Hüfte die ganze Körperpartie zwischen der Taille und dem Oberschenkel, wo auch verschiedene Muskeln und Bänder sind und so weiter.

Im engeren Sinne ist die Hüfte das Hüftgelenk und in einem mittleren Sinne ist die Hüfte praktisch die Seite des Beckengürtels. Man spricht zum Beispiel von den Hüftknochen, man spricht von einer Hüftflexibilität und man sagt auch, man zeigt jemandem eine Hüfte. Gut, die Hüftgelenke selbst sind die Gelenke zwischen Oberschenkelknochen und der Beckenschaufel, auch Hüftbein genannt, Os Ilium, und dort ist dieses Hüftgelenk und dieses Hüftgelenk ist ein Kugelgelenk, das flexibelste Gelenk des Körpers zusammen mit dem Oberarmgelenk.

In den Hüftgelenken kannst Du Deinen Oberschenkel nach vorne beugen, nach hinten strecken, Du kannst in die Abduktion gehen, also die Beine spreizen, Du kannst sie nach innen bringen, Adduktion, Du kannst die Außenrotation und die Innenrotation machen. Und damit die Hüften, also die Hüftgelenke langfristig gesund bleiben, die umliegenden Muskeln zu stärken.

Es gilt also, die Hüftflexoren zu stärken, wozu die Quadrizepts und Psoas Muskeln gehören, es gilt die Hüftstrecker zu stärken, was Gluteus maximus und andere sind. Es gilt die Abduktoren zu stärken, die sich an der Seite befinden, beziehungsweise in der Tiefe des Gesäßes, die Adduktoren zu stärken, an der Innenseite der Oberschenkel und es gilt die Medial- und Lateralrotatoren zu stärken, was wieder andere Muskeln sind.

Im Yoga stärken wir all diese Muskeln.

Zum zweiten gilt es, die Muskeln auch zu dehnen, denn auch das dehnen ist wichtig für gesunde Hüftgelenke. In diesem Sinne gibt es die Vorwärtsbeuge, die Rückwärtsbeuge, Du kannst auch die Beine auseinanderspreizen in der Grätsche und Du kannst auch die Beine übereinander legen, zum Beispiel im Gomukasana oder auch im Drehsitz, was dann die Adduktionsflexibilität fördert.

Gesunde Hüften sind so wichtig

Hüftoperationen gehören zu den häufigsten Operationen und dem kann man bis zu einem gewissen Grad vorbeugen, wenn man schon in jungen Jahren dafür sorgt, dass man weder die Hüfte überlastet, durch intensives springen oder intensive, ruckartige Sportarten wie es Fußball oder Tennis sind, die sind nicht so gut, aber die Sportarten, die die Muskeln stärken und dehnen und dazu gehört eben Yoga. Wenn Du schon in jungen Jahren oder spätestens in mittleren Jahren Yoga übst und darauf achtest, dass Du die Hüfte in allen Richtungen dehnst und bewegst, wie auch die Muskeln stärkst dann ist das etwas Gutes für langfristig gesunde Hüften und Hüftgelenke.

Videos zum Thema Hüfte‏‎

Hier Videos mit von Sukadev zu Aufbau, Funktion und Tipps zur Gesunderhaltung, also alles rund um das Thema Hüfte‏‎:

Video - Yoga mit künstlicher Hüfte

Kann man mit künstlichem Hüftgelenk Yoga üben? Wenn ja, welche Einschränkungen gibt es? Was gilt es in besonderem Maße zu beachten?

Dies ist kein Übungstext. Übungstexte und -videos findest du auf unserer Internetseite www.yogavidya.de.

Die Hüftgelenke sind Gelenke, die starke Belastungen aushalten. Hüftgelenke sind Kugelgelenke, die es ermöglichen, sich weit nach vorne und hinten zu beugen, wobei die Knie idealerweise bis zum Brustkorb gezogen werden können. Fortgeschrittene können die Beine so weit nach hinten strecken, dass sie von hinten mit dem Fuß den Hinterkopf berühren. Man kann die Beine auseinander grätschen. Es gibt die Innen- und die Außenrotation. Die Hüftgelenke sind sehr flexibel. Einige Menschen haben Hüftgelenksarthrose, andere Osteoporose oder einen Oberschenkelhalsbruch. Dann kann es sein, dass Ärzte empfehlen, ein künstliches Hüftgelenk einzusetzen. Dieses künstliche Hüftgelenk kann das Leben wieder lebenswerter machen und Mobilität geben. Wer ein künstliches Hüftgelenk bekommt, sollte in die[Reha gehen. In der Reha lernt man Übungen kennen, welche die umliegenden Muskeln stärken. Man lernt, welche Bewegungen gut und welche schlecht sind.

Was heißt das für die Übungen des Yoga?
Der Mensch ist ein Organismus, der sich auf die Herausforderungen der Umwelt einstellt. Wenn eine Fertigkeit gefordert wird, dann entwickelt der Körper diese Fertigkeit. Wenn eine Fertigkeit nicht gefordert wird, dann verkümmert sie.

Ein künstliches Hüftgelenk besteht nicht aus organischem Material. Hier gibt es zwei entgegengesetzte Prinzipien. Das künstliche Hüftgelenk sollte tatsächlich nicht übermäßig belastet werden, sonst hat es vorzeitigen Verschleiß. Der Körper selbst hat keine Verschleißteile. Du kannst deinen Arm ein ganzes Leben lang bewegen. Durch mehr Bewegungen wird der Ellbogen nicht eher verschlissen sein und wenn du mehr gehst, heißt das nicht, dass dein Fuß abreibt. Der menschliche Organismus kann zwar degenerative Erkrankungen haben (er regeneriert nicht richtig), aber der Körper nutzt sich nicht ab.

Künstliche Gelenke können sehr wohl abnutzen. Damit der Körper das Gelenk gut integriert, muss man die umliegenden Muskeln stärken. Was heißt das jetzt genau? Es gibt unterschiedliche Hüftgelenke, unterschiedliche Typen und unterschiedliche Materialien. Im Zweifelsfall kann der behandelnde Orthopäde oder die Rehaklinik Auskunft geben und bestimmen, was für dein Hüftgelenk gilt. Es gibt Hüftgelenke, die eine stärkere Abduktion erlauben und solche, bei denen die Knie nie weiter auseinander gehen dürfen als 50 cm. Es gibt Hüftgelenke, bei denen die Adduktion absolut kontraindiziert ist, wo also verboten wird, die Knie übereinander zu geben. Und es gibt solche, wo das möglich ist. Es gibt Hüftgelenke, bei denen man sich nicht ganz nach vorne beugen sollte und solche, wo das möglich ist.

Man muss also herausfinden, welche künstliche Hüfte der betreffende Mensch hat. Wenn man das nicht weiß, würde man allgemein sagen, dass die Vorwärtsbeuge grundsätzlich gut ist, aber in Maßen. Die Rückwärtsbeuge ist ebenfalls in Maßen gut. Bei der Abduktion ist darauf zu achten, die Beine nicht weiter auseinander zu bringen als einen Meter. Also in der Grätsche die Beine nur leicht auseinander bringen und nur leicht nach vorne beugen und nicht ganz nach unten.

Die Adduktion ist grundsätzlich zu vermeiden. Das heißt, dass jemand mit einer künstlichen Hüfte weder den normalen Drehsitz machen sollte, noch das Kuhgesicht (Gomukhasana). Alles was Adduktion betrifft gilt es zu vermeiden, es sei denn, der Orthopäde empfiehlt es oder im Internet steht, das für diese Art von künstlichem Hüftgelenk die Übung möglich ist.

Dehnung ist trotzdem gut. Überdehnung ist nicht gut. Zum Teil ist die Schwierigkeit den Sonnengruß auszuführen. Im Sonnengruß gibt es in der Bewegung mit Belastung relativ weit gehende Beugungen. Ich kenne Menschen mit künstlichem Hüftgelenk, die den normalen Sonnengruß machen. Es gibt auch solche, die auf den Sonnengruß verzichten und stattdessen einfach auf der Stelle gehen, um sich aufzuwärmen.

Mit künstlichem Hüftgelenk musst du auf Übungen verzichten, die eventuell sturzgefährdend sind. Also wer nicht sicher ist beim Kopfstand, Handstand oder Skorpion verzichtet darauf. Besonders gut sind muskelstärkende Übungen. Auch bei künstlichem Hüftgelenk können wieder Schmerzen auftreten. Sie treten dann aber nicht in der Hüfte auf, sondern als Verkrampfungen um die Gelenke herum, weil es Verklebungen oder Narbengewebe gibt, Operationsbeschwerden oder einfach, weil der Mensch ängstlich ist. Das wird vermieden durch sanftes Dehnen und durch Muskelstärkung.

Es gilt den Quadrizeps zu stärken. Im Yoga gibt es z.B. die Heldenstellung (Virabadrasana) oder Utkatasana. Damit stärkst du den Quadrizeps und Gluteus Maximus. Es gilt auch die seitlichen Muskeln zu stärken z. B. durch Navasana mit Ellbogen um die Knie, was nicht mit starker Abduktion verbunden ist, aber die Abduktoren stärkt. Oder die Unterarme zwischen die Knie. Dadurch werden die Adduktoren gestärkt. Und dann gibt es noch weitere Übungen für die Gluteus Muskeln, z. Bsp die diagonale Katze, die Heuschrecke oder auch Boot und Vogel. Diese Muskeln gilt es zu stärken. Die anderen Muskeln gilt es sanft zu dehnen, wobei eine passive Dehnung, ohne das die Muskelkraft der Beine involviert ist, gut ist.

Einer der leitenden Professoren, der an der Leitlinien-Erstellung für Hüftgelenksprobleme beteiligt ist hat gesagt, dass die Menschen erfreulicherweise auf der einen Seite mit den künstlichen Hüftgelenken sehr viel aktiver sind als früher. Auf der anderen Seite übertreiben es manche Menschen mit der Aktivität. Gerade High-Impact-Sachen sollten vermieden werden. Also weniger joggen, stattdessen Walken. Klassisches Hatha Yoga, wie wir das bei Yoga Vidya machen, ist gut. Ashtanga Vinyasa mit künstlichem Hüftgelenk sollte man nicht machen.

Sei nicht übervorsichtig mit dem künstlichen Hüftgelenk, aber mache die richtigen Bewegungen. Sei dankbar, dass es künstliche Hüftgelenke gibt und das bei dir die Operation gut funktioniert hat und du dir jetzt die Frage stellst, was du mit deinem künstlichen Hüftgelenk an Yogaübungen machen kannst.

Ich kenne Menschen, die in ihren 50er und 60er Jahren künstliche Hüftgelenke bekamen und mit Yoga begonnen haben. Ich kenne auch Menschen, die seit ihren 50ern Hüftgelenksprobleme hatten und mit Yoga die Probleme weitestgehend beheben konnten und die in ihren 70ern, Mitte Ende 70 wieder Gelenkprobleme hatten, ein künstliches Gelenk bekommen haben und dann bis in ihre 80er weiter Yoga geübt haben. Man würde nicht denken, dass sie ein künstliches Hüftgelenk haben. Außerdem kenne ich Menschen, die mit einer künstlichen Hüfte mit Yoga begonnen haben. Obwohl sie das Yoga Programm sehr viel eingeschränkter machen müssen, ziehen sie großen Nutzen aus ihrer Yogapraxis.

Das Fazit ist, dass man mit künstlichen Hüftgelenken Yoga machen darf. Welche Übungen gemacht werden können, besprichst du am besten mit deinem Yogalehrer. Der wird dich im Zweifelsfall fragen, was dein Orthopäde oder Physiotherapeut sagen.

Kurzes Vortragsvideo zum Thema Yoga mit künstlicher Hüfte

Sprecher/Autor/Kamera: Sukadev Bretz, Gründer von Yoga Vidya, Buchautor, Ausbildungsleiter zu Yoga und Meditation.

Video - Hanuman Hüftöffnend - Yogastunde für Fortgeschrittene

Siehe ein fortgeschrittenes Video von Ravi und Eva sowie Sprecherin Jana.


Fortgeschrittene Hanuman Hüftöffnend:

  • Angefangen mit Surya Namaskar, begleitet mit einer kurzen Chakra Konzentrationen und Mantren, Hunde mit Variationen.
  • Dehnungen und Variationen des Surya Namaska.
  • Zum Schluss Fortgeschrittenen Pranayama im Lotussitz, Kapalabhati, Wechselatmung.
  • Beenden mit 3 mal A-U-M und dem Gruß an die Meister.


Bitte beachte diesen Hinweis: Dies ist kein Kurs zum Selbststudium! Wenn du das `fortgeschrittene Hanuman Hüftöffnung´ noch nicht bei Yoga Vidya kennengelernt hast, dann übe mit den anderen Videos von Yoga Vidya für Anfänger, Mittelstufe oder Fortgeschrittene. Alternativ kannst du auch ein Seminar z.B. für Fortgeschrittene besuchen.

Hüftdysplasie und Yoga

Kurzes Vortragsvideo zum Thema Hüftdysplasie und Yoga

Yoga bei Hüftgelenk-Arthrose

Kurzes Vortragsvideo zum Thema Yoga bei Hüftgelenk-Arthrose

Yoga bei Hüftgelenkbeschwerden

Kurzes Vortragsvideo zum Thema Yoga bei Hüftgelenkbeschwerden

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Siehe auch

Weblinks

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Zusammenfassung

Hüfte‏‎ ist ein Wort, das etwas zu tun hat mit Körperteil, Anatomie, Physiologie, Medizin.