Begehrlichkeit

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Begehrlichkeit - überwinden - wie geht das? Begehrlichkeit kommt von Begehren und bedeutet Gier und Wunsch. Wer etwas unbedingt haben will, der hat Begehrlichkeit. Man kann auch in jemandem Begehrlichkeiten wecken. Wenn man zum Beispiel über eigene Besitztümer spricht, kann das Begehrlichkeiten wecken. Auch wenn plötzlich finanzielle Mittel neu vorhanden sind, weckt das Begehrlichkeiten. Die kapitalistische Marktwirtschaft beruht darauf, im Menschen immer wieder neue Begehrlichkeiten zu wecken.

Sehnsucht nach Schönheit, ein Grund für Begehrlichkeit

Umgang mit Begehrlichkeit anderer

Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz

Begehrlichkeit kommt von begehren und begehren bedeutet, man will etwas, man mag etwas. Begehrlichkeit hat im Deutschen eine doppelte Bedeutung. Begehrlichkeit bedeutet zum einen, dass ein Mensch begehrlich ist oder begehrt wird und zum zweiten kann Begehrlichkeit auch heißen, dass ein Mensch Wünsche hat. Es kann sein, dass ein Mensch von anderen gewünscht wird und deshalb ein begehrlicher Mensch ist.

Ein Mensch, der von anderen begehrt wird, darüber möchte ich jetzt weniger sprechen. Aber manchmal kann das was du tust, auch Begehrlichkeiten in anderen wecken. Und dann kannst du überlegen, wie du damit umgehst? Also zum Beispiel angenommen, du bekommst etwas, dann wollen andere Menschen es auch bekommen. Angenommen, dir gelingt etwas, du bist erfolgreich, dann wollen andere etwas davon haben. Man sagt auch so schön: Mitgefühl bekommt man geschenkt und Neid muss man sich erarbeiten. In diesem Sinne, wenn das, was du tust, Begehrlichkeiten in anderen weckt, dann zeigt das ja, dass es gut ist. Ich habe irgendwo einen gewissen Erfolg.

Manchmal wenn du irgendetwas bekommst, wenn du irgendetwas erreichst, kann es auch angemessen sein, dass du es mit anderen teilst. Angenommen, du hast mit anderen etwas zusammen gemacht, andere haben einen großen Anteil und jetzt bekommst nur du den Lohn dafür und selbst wenn das juristisch dir zusteht und anderen nicht, solltest du anderen etwas davon abgeben. Swami Sivananda hat gerne gesagt: Teile das, was du hast, mit anderen. In den meisten Fällen ist es gut, das was du hast, mit anderen zu teilen.

Anders ist es natürlich, wenn die gemeinnützige Organisation, für die du tätig bist, jetzt ausnahmsweise erfolgreich ist. Das heißt jetzt nicht, dass du allen Begehrlichkeiten gerecht werden musst. Dann gilt es, das gemeinsame Projekt voranzubringen und du kannst auch sagen: Ja, jetzt hat das, was wir für das gemeinsame Projekt bewirken wollten, auch Erfolg gehabt. Jetzt wollen wir das weiter führen. Wir wollen nicht das, was jetzt gerade für das gemeinnützige Projekt anfällt, gleich unter uns aufteilen oder wir wollen nicht allen Begehrlichkeiten gerecht werden. Wir wollen schauen, dass wir unserem gemeinsamen Anliegen gerecht werden.

Begehrlichkeit in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Begehrlichkeit gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Begehrlichkeit - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Begehrlichkeit sind zum Beispiel Unersättlichkeit, Gier, Neid, Sucht,, Leidenschaft, Sehnsucht .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Begehrlichkeit - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Begehrlichkeit sind zum Beispiel Befriedigung, Seelenfrieden, Erfüllung, Heuchelei, Lippenbekenntnis, Verstellung . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Begehrlichkeit, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Begehrlichkeit, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Begehrlichkeit stehen:

Eigenschaftsgruppe

Begehrlichkeit kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Begehrlichkeit sind zum Beispiel das Adjektiv begehrlich, das Verb begehren, sowie das Substantiv Begehrlicher.

Wer Begehrlichkeit hat, der ist begehrlich beziehungsweise ein Begehrlicher.

Siehe auch

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Shivakami Bretz,


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