Ausnutzbarkeit

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Ausnutzbarkeit - was ist das? Wie geht man damit um? Ausnutzbarkeit ist das Substantiv zum Adjektiv ausnutzbar und zum Verb ausnutzen. Wenn jemand oder etwas ausnutzbar ist, dann besitzt es Ausnutzbarkeit. Ausnutzen bedeutet einen starken Nutzen von jemandem bzw. etwas ziehen, ohne etwas zurückzugeben. Wenn es sich auf Sachen bezieht, ist das oft unschuldig gemeint: So kann man zum Beispiel die Vorteile des Großstadtlebens ausnutzen.

Weisheit - ein Gegenpol zu Ausnutzbarkeit

Man kann es ausnutzen, dass die Eltern mal gerade nicht zuhause sind. Wenn man aber Menschen ausnutzt, ist das weniger gut. Im Zwischenmenschlichen ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen am besten. Man sollte sich nicht von anderen ausnutzen lassen. Um nicht zu große Ausnutzbarkeit zu haben, kann man Selbstbewusstsein kultivieren, Mut sowie die Kraft auch mal nein zu sagen. Man muss sich aber auch vor zu großer Angst vor Ausnutzbarkeit hüten.

Es ist durchaus gut subjektiv gerne mehr zu geben als zu bekommen. Denn geben ist seliger denn nehmen. Aus Angst vor Ausnutzbarkeit aufzuhören anderen zu helfen verhärtet die Psyche und macht unglücklich. Für die Persönlichkeitsentwicklung kann es aber auch hilfreich sein, eine Weile die Fähigkeit des Neinsagens zu kultivieren, um die Ausnutzbarkeit und das Gefühl des Ausgenutztwerdens zu überwinden. Diese Phase muss dann aber auch wieder abgeschlossen werden.

Umgang mit Ausnutzbarkeit anderer

Vielleicht ist in deiner Umgebung ein Mensch den du als ausnutzbar empfindest und du findest der sollte an seiner Ausnutzbarkeit arbeiten. Wie gehst du damit um? Zunächst einmal musst du überlegen, ob dieser Mensch wirklich ausbutzbar oder einfach nur hilfsbereit ist. Es gibt Menschen, die einfach sehr hilfsbereit sind und große Freude daraus ziehen. Und es ist gut das es diese sehr hilfsbereiten Menschen gibt. Wirf ihnen keine Ausnutzbarkeit vor. Solange der Mensch Freude daran hat, solange er dabei selbst viel bewirken kann und aus diesem Bewirken und dieser Hilfe auch großes Selbstvertrauen gewinnt, solltest du das wertschätzen und nicht dem anderen Ausnutzbarkeit vorwerfen.

Natürlich musst du auch überlegen, wofür sich der andere engagiert. Wenn er jedem Gefallen folgt, musst du schauen was die Menschen mit dem Gefallen machen. Angenommen jemand engagiert sich oder wird um Rat gefragt von gemeinnützigen Organisationen, von verschiedenen Vereinen oder Umweltinitiativen, dann ist alles in Ordnung. Es ist gut, dass jemand diese Hilfe leistet.

Wenn aber jemand immer wieder um Rat gebeten wird, von Menschen die daraus viel Gewinn schlagen und dieser Mensch selbst vielleicht wenig Geld bekommt, dann ist dies wiederum nicht richtig. Dann solltest du den Menschen darauf hinweisen, dass die, denen er einen Gefallen tut, letztlich dadurch reich werden und ihren Reichtum nicht zum Wohl anderer einsetzten. Und das er sehr wohl etwas für seine Dienstleistung verlangen könnte oder sollte.

Dort gilt es also zu überlegen. Man muss die Prinzipen der Wirtschaft nicht auf das Gebiet der Gemeinnützigkeit übertragen. Im Gegenteil. Es gibt ja heute Gegenbewegungen zu der reinen kapitalistischen Gesellschaft. Die sogenannte Gemeinwohlökonomie. Dies bedeutet, dass es Menschen nicht darum geht selbst möglichst viel Geld zu verdienen, sondern es geht den Menschen vielmehr darum, etwas für das Gemeinwohl zu tun.

Zum Teil wehrt sich die kapitalistische Gesellschaft dagegen, indem sie Menschen die sich gemeinnützig und ehrenamtlich engagieren oder in einer Form von informeller Tauschwirtschaft engagieren, schnell Ausnutzbarkeit vorwirft. Indem sie vielleicht auch mit juristischen Mitteln, falscher Anwendung des Mindestlohngesetzes oder auch mit dem Versuch, das doch irgendwie zu besteuern, gegensteuert.

Hier muss man also vorsichtig sein. Wenn jemand etwas zum Gemeinwohl beiträgt, wenn jemand sich ehrenamtlich engagiert, wenn jemand gerne anderen hilft sollte man ihm oder ihr keine Ausnutzbarkeit vorwerfen, sondern ihr/sein Engagement wertschätzen. Ab und zu kann der Mensch auch sagen was, er selbst benötigt und natürlich muss der Mensch sich auch darum kümmern, dass er oder sie nachher genügend hat, um langfristig hilfreich sein zu können.

Menschen die sich für das Gemeinwohl engagieren sollte man nicht raten, dass sie sich um sich selbst kümmern sollen. Ich würde eher sagen, sie sollen sich darum kümmern, das sie anderen auch langfristig helfen können. Denn Menschen die sehr große Motivation daraus ziehen für andere da zu sein wollen nicht unbedingt nur für sich etwas tun. Sie wollen für andere da sein. Und ihnen hilft es mehr, wenn man ihnen den Ratschlag gibt dafür zu sorgen langfristig helfen zu können, als wenn man ihnen sagt: Du musst dich um dich selbst kümmern.

Ausnutzbarkeit in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Ausnutzbarkeit gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Ausnutzbarkeit - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Ausnutzbarkeit sind zum Beispiel Leichtgläubigkeit, Ausbeutung, Naivität, Hilfsbereitschaft, Verbindlichkeit .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Ausnutzbarkeit - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Ausnutzbarkeit sind zum Beispiel Pfiffigkeit, Raffinesse, Schlauheit, Eigennutz, Selbstsucht, Ichbezogenheit . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Ausnutzbarkeit, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Ausnutzbarkeit, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Ausnutzbarkeit stehen:

Eigenschaftsgruppe

Ausnutzbarkeit kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Ausnutzbarkeit sind zum Beispiel das Verb ausnutzen, sowie das Substantiv Ausnutzer.

Wer Ausnutzbarkeit hat, der ist ein Ausnutzer.

Siehe auch

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