Vastu Homa – Feuersegen für ein friedliches Zuhause gemäß Homa Sangraha
Vastu Homa – Feuersegen für ein friedliches Zuhause gemäß Homa Sangraha ist eine eigenständige Feuerverehrung für Bewohnerinnen und Bewohner, die ihr Haus als Ort von Frieden, Schutz und gutem Zusammenleben segnen lassen möchten. Vastoshpati, der göttliche Hüter der Wohnstätte, wird um guten Eintritt, Freundschaft und Wohlergehen für Menschen und Tiere gebeten. Die Anleitung kann ein neues Haus begleiten, eignet sich nach dem Vorsatz der Quelle aber ebenso für die länger bewohnte Wohnstätte. Sechs Haussegen-Verse bilden den Hauptteil; zum Abschluss wird das Haus mit geweihtem Wasser besprengt.

Die Fassung folgt dem Homa Sangraha von Pandit Srirama Ramanuja Achari, einem modernen Ritualhandbuch auf Grundlage des Krishna Yajurveda im Umfeld der Smarta-Praxis. Eine vedisch und praktisch kundige Ritualleitung führt die Feier; die gastgebende Person, der Yajamana, trägt den Vorsatz und beteiligt sich an den Gaben. Es handelt sich nicht um eine verkürzte Selbstpraxis nach einem anderen Handbuch. Das Kapitel schreibt keinen bestimmten Festtag und keine feste Uhrzeit vor. Die Familie vereinbart mit der Ritualleitung einen geeigneten Tag und einen sicheren Feuerplatz im offenen Hof oder in einem dafür eingerichteten Ritualbereich.
Vorbereitung
Die Ritualleitung ist mit der vedischen Rezitation und mit der Feuerführung vertraut; der Yajamana spricht den Vorsatz, trägt die Feier und bringt unter Anleitung die Gaben dar. Eine helfende Person reicht Wasser und Opferstoffe. Eine zweite ritualkundige Person kann die Brahma-Rolle übernehmen; das Handbuch erlaubt dafür auch einen symbolischen Sitz. Die Rezitationen sind ohne vedische Tonzeichen wiedergegeben. Ihre Akzentführung gehört zur mündlichen Einweisung.
An einem geeigneten Feuerplatz können die Angehörigen um das Homa Kunda sitzen. Zuhause eignet sich ein offener Hof oder ein sicher eingerichteter, gut belüfteter Ritualplatz; im Tempel ein dafür vorgesehener Opferbereich. Die Wahl des Ortes ist eine praktische Einrichtung dieser Anleitung, keine im Kapitel vorgeschriebene bestimmte Tempelanlage. Halte Kleidung und brennbare Gegenstände vom Feuer fern; Zange, sichere Ablage und geeignetes Löschmittel stehen bereit.
Bereite vor:
- Sauberen Kunda auf feuerfester Unterlage, Erde oder Reismehl, trockenes Brennholz, Zündmittel und eine kleine feuerfeste Metallschale.
- Zwölf kleine Hölzer mit Baumwollfaden für das Anfangsbündel, drei zusätzliche Begrenzungshölzer und weitere Hölzer zum Unterhalten des Feuers.
- Darbha für Umrandung, Gefäßunterlagen und Reinigungen, zwei unbeschädigte Halme für den Reinigungsring sowie gegebenenfalls ein Bündel für den symbolischen Brahma-Sitz.
- Ghee (bzw. Pflanzenöl), ein wärmebeständiges Gefäß, einen kleinen Schöpflöffel und einen größeren Opferlöffel; genügend Substanz für Haupt-, Anfangs- und Schlussgaben.
- Ein gesondertes Wassergefäß für Punyahavachana, Besprenggefäß, Pranita-Patra, sauberes Wasser und Auffangschalen.
- Ein Ganesha-Bild oder eine kleine wasserfeste Murti, Blumen, Akshata, Sandelpaste, Kumkum, Girlande, Weihrauch, Lampe mit Docht, Kampfer und Arati-Schale.
- Vegetarische Speisegabe, Früchte, Tambula und Dakshina; Sitze westlich und südlich des Feuers.
Pflanzenöl ist eine heutige vegane Alternative zum Ghee; diese Anpassung verändert weder die Sanskrittexte noch ihre wörtliche Bedeutung. Die variable Orts- und Kalenderangabe des Sankalpa wird hier ausdrücklich als heutige Anpassung in deutscher Sprache gesprochen; der jeweils besondere Ritualvorsatz bleibt vollständig erhalten.
Für das abschließende Besprengen des Hauses wird ein Teil des geweihten Wassers sauber zurückbehalten; zusätzlich liegt die gesonderte Gabe für das günstige Zusammenwirken der Grahas bereit.
Vollständiger Ablauf
1. Guru und Frieden
Mit gefalteten Händen sprechen.
gurur brahmā gurur viṣṇur gurur devo maheśvaraḥ |
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrīgurave namaḥ ||
bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devā bhadraṃ paśyemākṣabhir yajatrāḥ |
sthirair aṅgais tuṣṭuvāṃsas tanūbhir vyaśema devahitaṃ yad āyuḥ ||
svasti na indro vṛddhaśravāḥ | svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nas tārkṣyo ariṣṭanemiḥ | svasti no bṛhaspatir dadhātu ||
ṛdhyāsma havyair namasopasadya | mitraṃ devaṃ mitradheyaṃ no astu |
anurādhān haviṣā vardhayantaḥ | śataṃ jīvema śaradaḥ savīrāḥ ||
Bedeutung: Verehrung dem Guru, in dem Schöpfer, Erhalter und Verwandler und unmittelbar das höchste Brahman verehrt werden. Ihr Götter: Mögen wir Gutes hören und sehen; mit festen Gliedern und Körpern mögen wir, euch preisend, die zugedachte Lebenszeit erfüllen. Indra, Pushan, Tarkshya und Brihaspati mögen uns Wohlergehen schenken. Mit Gaben und Verehrung nähern wir uns dem göttlichen Mitra: Möge er uns Freundschaft gewähren; mögen wir mit unseren Menschen hundert Herbste leben.
2. Zustimmung der Versammlung
Die Ritualleitung grüßt die Anwesenden; der Yajamana legt die vorbereitete Dankesgabe vor die Ritualkundigen und bittet um Zustimmung. Die Versammlung gibt ihre Zustimmung mit eigenen Worten.
namaḥ sadase namaḥ sadasaspataye namaḥ sakhīnām |
purogāṇāṃ cakṣuṣe namo dive namaḥ pṛthivyai ||
saprathā sabhāṃ me gopāya | ye ca sabhyāḥ sabhāsadaḥ |
tān indriyāvataḥ kuru | sarvam āyur upāsatām ||
aśeṣa he pariṣad bhavatpādamūle mayā samarpitām imāṃ sauvarṇīṃ yatkiñcid dakṣiṇām api yathoktadakṣiṇām iva svīkṛtya vāstuśāntihomakarma kartuṃ yogyatāsiddhim anugṛhāṇa ||
Bedeutung: Verehrung der Versammlung, ihrem Vorsteher und den vorangehenden Freunden; Verehrung dem Himmel und der Erde. Weitreichende Versammlung, beschütze mich und stärke die hier Sitzenden, damit sie ihre volle Lebenszeit erfüllen. Geehrte Versammlung, nehmt diese nach meinen Möglichkeiten dargebrachte Dakshina an und gewährt mir eure Zustimmung, das Vastu-Shanti-Homa auszuführen.
3. Den Vorsatz fassen – Sankalpa
Nenne Ort, Datum, Namen der Feiernden und das Anliegen dieser Feier. Die folgende Sanskritformel verwendet das allgemeine Sankalpa des Handbuchs mit dem Namen dieser Homa.
tad eva lagnaṃ sudinaṃ tad eva tārābalaṃ candrabalaṃ tad eva |
vidyābalaṃ daivabalaṃ tad eva lakṣmīpate te 'ṅghriyugaṃ smarāmi ||
hariḥ oṃ tat sat | śrīgovinda śrīgovinda śrīgovinda |
asyāṃ śubhatithau mamopāttasamastaduritakṣayadvārā śrīparameśvaraprītyarthaṃ vāstuśāntihomākhyaṃ karma kariṣye |
tadaṅgatvena nirvighnena parisamāptyartham ādau vighneśvarapūjāṃ kariṣye |
tadaṅgatvenāntaḥkaraṇaśuddhyarthaṃ śarīraśuddhyarthaṃ maṇḍapaśuddhyarthaṃ sarvopakaraṇaśuddhyarthaṃ svastipuṇyāhavācanaṃ kariṣye ||
Bedeutung: Herr der Lakshmi, das Gedenken deiner beiden Füße ist mir günstige Zeit, Sternen- und Mondkraft, Wissenskraft und göttliche Kraft. Hari, Om, das ist die Wirklichkeit; Govinda, Govinda, Govinda. An diesem günstigen Tag vollziehe ich zur Läuterung meiner Verfehlungen und zur Freude des höchsten Herrn das Vastu-Shanti-Homa. Zu seiner ungehinderten Vollendung werde ich zuerst Ganesha verehren; zur Reinigung von Herz, Körper, Platz und Geräten den segensreichen Tag ausrufen und das Wasser weihen.
4. Ganesha betrachten und einladen
Stelle ein Ganesha-Bild oder eine kleine Murti neben den Hauptplatz. Betrachte seine Gestalt und lege Duft, Akshata und Blüten davor.
gajānanaṃ bhūtagaṇādisevitaṃ kapitthajambūphalasārabhakṣaṇam |
umāsutaṃ śokavināśakāraṇaṃ namāmi vighneśvarapādapaṅkajam ||
ekadantaṃ śūrpakarṇaṃ gajavaktraṃ mahodaram |
pāśāṅkuśadharaṃ devaṃ dhyāyet siddhivināyakam ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ śrīmahāgaṇapataye namaḥ |
dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||
Bedeutung: Ich verehre die Lotusfüße des Herrn der Hindernisse: den Elefantengesichtigen, von den Scharen der Wesen Bedienten, den Genießer der Kapittha- und Jambufrüchte, Umas Sohn, der Kummer lindert. Ich betrachte Siddhivinayaka mit einem Stoßzahn, weiten Ohren und großem Leib, Schlinge und Stachel tragend. Verehrung dem großen Ganapati: Ich betrachte dich, lade dich ein, richte dir einen Platz ein und bringe Duft, Reis und Blumen dar.
| Gabe | Handlung | Rezitation | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| Ganesha-Gabe 1: Sitz | Lege etwas Akshata als Sitzzeichen vor Ganesha. | oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । āsanaṃ samarpayāmi ॥ |
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir einen Sitz dar. |
| Ganesha-Gabe 2: Fußwasser | Gib einen Löffel Fußwasser in die Auffangschale. | oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । pādyaṃ samarpayāmi ॥ |
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Wasser für die Füße dar. |
| Ganesha-Gabe 3: Ehrenwasser | Biete einen Löffel Ehrenwasser in der Auffangschale an. | oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । arghyaṃ samarpayāmi ॥ |
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Ehrenwasser dar. |
| Ganesha-Gabe 4: Mundwasser | Gib einen Löffel Mundwasser in die Auffangschale. | oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । ācamanīyaṃ samarpayāmi ॥ |
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Wasser zum Spülen des Mundes dar. |
| Ganesha-Gabe 5: Bad | Besprenge eine wasserfeste Murti leicht; vor einem Bild genügt eine symbolische Wassergabe in die Auffangschale. | oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । snānaṃ samarpayāmi ॥ |
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir ein Bad dar. |
| Ganesha-Gabe 6: Mundwasser nach dem Bad | Biete nach dem Bad erneut einen Löffel Mundwasser an. | oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । snānānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi ॥ |
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir nach dem Bad erneut Mundwasser dar. |
| Ganesha-Gabe 7: Gewand | Lege Akshata als Zeichen des Gewandes vor Ganesha. | oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । vastrārtham akṣatān samarpayāmi ॥ |
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Reiskörner als Zeichen eines Gewandes dar. |
| Ganesha-Gabe 8: Heilige Schnur | Lege Akshata als Zeichen der heiligen Schnur vor Ganesha. | oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । upavītārtham akṣatān samarpayāmi ॥ |
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Reiskörner als Zeichen der heiligen Schnur dar. |
| Ganesha-Gabe 9: Schmuck | Lege Akshata als Zeichen des Schmuckes vor Ganesha. | oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । ābharaṇārtham akṣatān samarpayāmi ॥ |
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Reiskörner als Zeichen des Schmuckes dar. |
| Ganesha-Gabe 10: Duft | Bringe etwas Sandelpaste an der Murti oder auf dem Gabenteller dar. | oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । divyagandhān dhārayāmi ॥ |
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir heilige Düfte dar. |
| Ganesha-Gabe 11: Kumkum | Gib etwas Kumkum zur dargebrachten Sandelpaste. | oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । gandhasyopari kuṅkumaṃ samarpayāmi ॥ |
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Kumkum über der Duftpaste dar. |
| Ganesha-Gabe 12: Girlande | Lege die Blütengirlande vor Ganesha oder um die Murti. | oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । puṣpamālāṃ samarpayāmi ॥ |
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir eine Blütengirlande dar. |
5. Ganeshas Namen
Bei jedem Namen eine Blüte oder etwas Akshata darbringen.
oṃ sumukhāya namaḥ |
oṃ ekadantāya namaḥ |
oṃ kapilāya namaḥ |
oṃ gajakarṇakāya namaḥ |
oṃ lambodarāya namaḥ |
oṃ vikaṭāya namaḥ |
oṃ vighnarājāya namaḥ |
oṃ vināyakāya namaḥ |
oṃ dhūmaketave namaḥ |
oṃ gaṇādhyakṣāya namaḥ |
oṃ bālacandrāya namaḥ |
oṃ gajānanāya namaḥ |
oṃ vakratuṇḍāya namaḥ |
oṃ śūrpakarṇāya namaḥ |
oṃ herambāya namaḥ |
oṃ skandapūrvajāya namaḥ |
oṃ siddhivināyakāya namaḥ |
oṃ vighneśvarāya namaḥ |
Bedeutung: Verehrung dem freundlich Angesichtigen, dem Einzahnigen, dem Rötlichbraunen, dem Elefantenohrigen, dem Hängebäuchigen, dem Gewaltigen, dem König der Hindernisse, dem Führer, dem Rauchbannerträger, dem Herrn der Scharen, dem den jungen Mond Tragenden, dem Elefantengesichtigen, dem mit gebogenem Rüssel, dem mit siebförmigen Ohren, Heramba, Skandas älterem Bruder, dem Führer zum Gelingen und dem Herrn der Hindernisse.
6. Rauch, Licht, Speise und Tambula
Entzünde den Weihrauch und den Docht der vorbereiteten Lampe. Nacheinander Weihrauch und Lampe vor Ganesha zeigen, Wasser anbieten, die Speise vor ihn stellen, erneut Wasser darbringen und Tambula hinlegen.
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | pratyakṣadīpaṃ darśayāmi |
dhūpadīpānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | naivedyaṃ nivedayāmi |
naivedyānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||
Bedeutung: Ganapati, ich lasse dich den Duft des Weihrauchs empfangen, zeige dir das Licht und biete Mundwasser an. Ich bringe dir die vorbereitete Speise, danach nochmals Mundwasser und schließlich Tambula dar.
7. Lichtkreis und Gebet
Mit der Arati-Lampe vor Ganesha kreisen, sie sicher abstellen und Wasser darbringen. Danach mit gefalteten Händen beten.
oṃ ekadantāya vidmahe vakratuṇḍāya dhīmahi tan no dantiḥ pracodayāt |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ānandakarpūranīrājanaṃ sandarśayāmi |
karpūranīrājanānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ vighneśvarāya varadāya surapriyāya lambodarāya sakalāya jagaddhitāya |
nāgānanāya śrutiyajñavibhūṣitāya gaurīsutāya gaṇanātha namo namaste ||
vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha |
nirvighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
anyathā śaraṇaṃ nāsti tvam eva śaraṇaṃ mama |
tasmāt kāruṇyabhāvena rakṣa rakṣa gaṇādhipa ||
āvāhanaṃ na jānāmi naiva jānāmi pūjanam |
visarjanaṃ na jānāmi kṣamasva puruṣottama ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ vināyaka |
yat kṛtaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||
Bedeutung: Wir erkennen den Einzahnigen und meditieren über den mit gebogenem Rüssel; der Stoßzahntragende möge unseren Geist erleuchten. Ich zeige dir das freudige Kampferlicht und reiche erneut Wasser. Verehrung dem gabenreichen, von den Göttern geliebten Ganesha, Gauris Sohn, der für das Wohl der Welt sorgt und durch Veda und Opfer verherrlicht wird. Du von großem Leib und dem Glanz unzähliger Sonnen: Mögen meine Handlungen ohne Hindernisse gelingen. Du bist meine Zuflucht; behüte mich aus Mitgefühl. Ich kenne die rechte Einladung, Verehrung und Verabschiedung nicht vollkommen: Vergib mir. Was an Mantra, Handlung und Hingabe fehlt, mögest du als vollständig annehmen.
8. Ganeshas vorbereitende Verehrung abschließen
Lege eine letzte Blüte vor Ganesha und verneige dich. Das Bild bleibt als verehrtes Bild am Platz; die eigens eingeladene Gegenwart dieser vorbereitenden Puja wird verabschiedet.
oṃ gaṇapataye namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||
Bedeutung: Verehrung Ganapati. Ich verabschiede dich an deinen eigenen Ort, zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.
9. Varuna anrufen
Die Ritualleitung berührt das Wassergefäß mit Darbha.
imaṃ me varuṇa śrudhī havam adyā ca mṛḍaya | tvām avasyur ā cake |
tat tvā yāmi brahmaṇā vandamānas tad ā śāste yajamāno havirbhiḥ |
aheḍamāno varuṇeha bodhy uruśaṃsa mā na āyuḥ pra moṣīḥ ||
asmin kumbhe puṇḍarīkākṣarūpaṃ varuṇaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||
Bedeutung: Varuna, höre heute meinen Ruf und sei gnädig; ich suche deinen Schutz. Mit Gebet und Gaben nähere ich mich dir. Sei uns ohne Zorn gegenwärtig, Weitgepriesener, und verkürze unser Leben nicht. In diesem Gefäß betrachte und rufe ich Varuna in der Gestalt des Lotusäugigen an.
10. Wasser, Gewand, Duft und Blumen für Varuna
Jede Wassergabe in das Auffanggefäß geben; bei Gewand und Schnur Akshata hinlegen, danach Duft und Blüten.
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | snānaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | vastrārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | upavītārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | gandhaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | puṣpaṃ samarpayāmi ||
Bedeutung: Verehrung Varuna. Ich bringe dir einen Sitz, Ehrenwasser, Fußwasser, Mundwasser und Badewasser dar; Reiskörner als Gewand und heilige Schnur, Duft und Blumen.
11. Varunas Namen und letzte Gaben
Zu jedem Namen eine Blüte oder Akshata darbringen; anschließend Weihrauch und Lampe zeigen, eine Speise und Tambula anbieten und mit dem Kampferlicht kreisen.
oṃ varuṇāya namaḥ | oṃ pracetase namaḥ | oṃ surūpiṇe namaḥ |
oṃ apāṃpataye namaḥ | oṃ makaravāhanāya namaḥ | oṃ jalādhipataye namaḥ |
oṃ pāśahastāya namaḥ | oṃ śvetachatrāya namaḥ | oṃ anekamaṇibhūṣitāya namaḥ | oṃ jhaṣāsanāya namaḥ |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi | dīpaṃ darśayāmi | naivedyaṃ nivedayāmi | tāmbūlaṃ samarpayāmi | karpūranīrājanaṃ darśayāmi |
oṃ jalabimbāya vidmahe nīlapuruṣāya dhīmahi tan no varuṇaḥ pracodayāt |
oṃ namo namaste astu sphaṭikaprabhāya suśvetavastrāya sumaṅgalāya |
supāśahastāya jhaṣāsanāya jalādhināthāya varuṇāya namo namaḥ ||
Bedeutung: Verehrung Varuna, dem Weisen, Schöngestaltigen, Herrn der Gewässer, auf dem Makara Reitenden, Wasserherrn, Schlingenträger, mit weißem Schirm und vielen Juwelen Geschmückten, auf dem Wassertier Sitzenden. Ich bringe Rauch, Licht, Speise, Tambula und das kreisende Licht dar. Wir betrachten den im Wasser Erscheinenden und meditieren über den blauen Purusha; Varuna möge uns erleuchten. Wiederholte Verehrung dem kristallhellen, weißgekleideten, glückverheißenden Herrn des Wassers.
12. Die Anwesenden stimmen ein
Die Ritualleitung berührt die Gefäßöffnung mit Darbha. Sie spricht jeweils den ersten Satz; die Anwesenden antworten mit dem zweiten.
śivā āpaḥ santu | santu śivā āpaḥ |
saumanasyam astu | astu saumanasyam |
akṣataṃ cāriṣṭam astu | astv akṣatam ariṣṭam |
bhavadbhir anujñātaḥ puṇyāhaṃ vācayiṣye | vācyatām ||
Bedeutung: Mögen die Wasser segensreich sein – sie seien segensreich. Möge freundlicher Sinn herrschen – freundlicher Sinn herrsche. Möge Unversehrtheit und Wohlergehen sein – Unversehrtheit und Wohlergehen seien. Mit eurer Zustimmung werde ich den heilsamen Tag ausrufen – rufe ihn aus.
13. Punyaha, Svasti und Riddhi
Die Ritualleitung spricht die Verse und die jeweilige Bitte an die Anwesenden. Die drei kurzen Antworten werden jeweils dreimal gesprochen; sie stehen hier vollständig.
punas tvādityā rudrā vasavaḥ samindhatām | punar brahmāṇo vasunītha yajñaiḥ |
ghṛtena tvaṃ tanvaṃ vardhayasva | satyāḥ santu yajamānasya kāmāḥ ||
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya puṇyāhaṃ bhavanto bruvantu |
oṃ puṇyāham astu | oṃ puṇyāham astu | oṃ puṇyāham astu |
svasti mitrāvaruṇā svasti pathye revati | svasti na indraścāgniśca svasti no adite kṛdhi |
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya svasti bhavanto bruvantu |
oṃ svastir astu | oṃ svastir astu | oṃ svastir astu |
ṛdhyāsma havyair namasopasadya | mitraṃ devaṃ mitradheyaṃ no astu |
anurādhān haviṣā vardhayantaḥ | śataṃ jīvema śaradaḥ savīrāḥ |
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya ṛddhiṃ bhavanto bruvantu |
oṃ ṛddhir astu | oṃ ṛddhir astu | oṃ ṛddhir astu ||
Bedeutung: Adityas, Rudras, Vasus und die kundigen Opfernden mögen dich erneut entzünden, o Wohlstandsbringer. Durch Ghee mögest du wachsen; des Yajamanas Wünsche mögen wahr werden. Sprecht diesem Yajamana einen segensreichen Tag zu: Om, es sei ein segensreicher Tag. Mitra, Varuna, Pathya, Indra, Agni und Aditi mögen Wohlergehen schenken: Om, Wohlergehen sei. Mit verehrenden Gaben mögen wir gedeihen und hundert Herbste mit unseren Menschen leben: Om, Gedeihen sei.
14. Segenswünsche über dem Gefäß
Bei jedem kurzen Segenswunsch etwas Wasser auf das Gefäß tropfen.
śāntir astu | puṣṭir astu | tuṣṭir astu | vṛddhir astu | avighnam astu | āyuṣyam astu | ārogyam astu |
oṃ śivam astu | oṃ śivaṃ karmāstu | oṃ karmasamṛddhir astu | oṃ dharmasamṛddhir astu |
oṃ vedasamṛddhir astu | oṃ śāstrasamṛddhir astu | oṃ dhanadhānyasamṛddhir astu |
oṃ putrapautrasampad astu | oṃ iṣṭasampad astu ||
Bedeutung: Friede, Nahrung, Zufriedenheit, Wachstum, Hindernisfreiheit, Lebenskraft und Gesundheit seien. Mögen Wohl und heilsames Handeln, Gelingen des Werks, Wachstum des Dharma, des Veda und der Lehre, Wohlstand an Geld und Getreide, Wohlergehen von Kindern und Enkeln und das Ersehnte gedeihen.
15. Belastendes abgeben
Etwas Wasser südwestlich neben dem Ritualplatz in eine Schale tropfen.
oṃ sakalāriṣṭanirasanam astu |
oṃ yat pāpaṃ rogaṃ śokam akalyāṇaṃ tad dūre pratihatam astu ||
Bedeutung: Mögen alle Widrigkeiten weichen. Mögen Verfehlung, Krankheit, Kummer und Unheil ferngehalten werden.
16. Die Segnung weitet sich
Wieder auf das Gefäß tropfen und anschließend die folgenden Segensverse sprechen.
sarvaśobhanam astu | sarvāḥ sampadaḥ santu |
oṃ śaṃ no astu dvipade śaṃ catuṣpade | oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ |
ā brahman brāhmaṇo brahmavarcasī jāyatām asmin rāṣṭre rājanya iṣavyaḥ śūro mahāratho jāyatām |
dogdhrī dhenur voḍhānaḍvān āśuḥ saptiḥ purandhir yoṣā jiṣṇū ratheṣṭhāḥ sabheyo yuvāsya yajamānasya vīro jāyatām |
nikāme nikāme naḥ parjanyo varṣatu phalinyo na oṣadhayaḥ pacyantāṃ yogakṣemo naḥ kalpatām |
indraḥ sunītī saha mā punātu | somaḥ svastyā varuṇaḥ samīcyā |
yamo rājā pramṛṇābhiḥ punātu mā | jātavedā morjayantyā punātu | oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ |
tac chaṃ yor āvṛṇīmahe | gātuṃ yajñāya | gātuṃ yajñapataye |
daivī svastir astu naḥ | svastir mānuṣebhyaḥ | ūrdhvaṃ jigātu bheṣajam |
śaṃ no astu dvipade | śaṃ catuṣpade ||
Bedeutung: Möge alles Gute und jede heilsame Fülle wachsen; Wohl den Zweibeinern und den Vierbeinern, Friede, Friede, Friede. Der folgende vedische Wunsch spricht in den Bildern seiner gesellschaftlichen Welt: Mögen wissende Brahmanen, fähige Beschützer, milchgebende Kühe, tragfähige Rinder, schnelle Pferde, tatkräftige Frauen und gemeinschaftsfähige junge Menschen gedeihen. Möge Regen zur rechten Zeit fallen, mögen Pflanzen Früchte tragen und Erwerb und Bewahrung gesichert sein. Indra, Soma, Varuna, Yama und Agni mögen uns läutern. Wir erbitten das Heil und den Zugang zum Opfer und seinem Herrn: Wohlergehen den Menschen, Aufwachsen der Heilpflanzen, Wohl allen zwei- und vierbeinigen Wesen.
17. Sammlung, Entlassung Varunas und Besprengen
Die Ritualleitung spricht die erste Bitte, die Teilnehmenden die Antwort. Dann wird Varuna aus diesem Gefäß entlassen; mit dem Wasser werden Personen, Platz und Geräte leicht besprengt.
svāminaḥ manaḥ samādhīyatām | samāhitamanasaḥ sma |
prasīdantu bhavantaḥ | prasannāḥ sma |
varuṇāya namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca |
apavitraḥ pavitro vā sarvāvasthāṃ gato 'pi vā |
yaḥ smaret puṇḍarīkākṣaṃ sa bāhyābhyantaraḥ śuciḥ ||
satyaṃ śuddhaṃ tapaḥ śuddhaṃ jñānaśuddhaṃ tathaiva ca |
sarvabhūtadayāśuddhaṃ jalaśuddhaṃ ca pañcamam ||
adbhir gātrāṇi śuddhyanti buddhir jñānena śuddhyati |
vidyātapobhyāṃ bhūtātmā manaḥ satyena śuddhyati ||
Bedeutung: Sammelt euren Geist – wir sind gesammelt. Seid freundlich gestimmt – wir sind freundlich gestimmt. Verehrung Varuna: Ich verabschiede dich an deinen eigenen Ort, zu Wohlergehen und erneuter Wiederkehr. Ob rein oder unrein und in welcher Lage auch immer: Wer sich an den Lotusäugigen erinnert, wird innen und außen rein. Wahrheit, Askese, Erkenntnis und Mitgefühl mit allen Wesen läutern; Wasser ist das fünfte reinigende Mittel. Wasser reinigt den Körper, Erkenntnis den Verstand, Bildung und Übung das eigene Wesen, Wahrheit den Geist.
18. Der besondere Vorsatz für das Haus
Nach der vorbereitenden Wasserweihe spricht der Yajamana den besonderen Vorsatz. Die Angaben zu Name, Familie, Ort und Datum werden in deutscher Sprache vorangestellt; die folgende Bitte bleibt vollständig. Diese Verwendung der eigenen Sprache für die variablen Angaben ist eine heutige praktische Anpassung.
viśeṣataḥ asya yajamānasya sahakuṭumbānāṃ samitrāṇāṃ saparivārāṇāṃ kṣemasthairyadhairyavīryavijayāyurārogyaiśvaryāṇām abhivṛddhyarthaṃ dharmārthakāmamokṣacaturvidhapuruṣārthaphalasiddhyartham iṣṭakāmyārthasiddhyarthaṃ sarvāriṣṭaśāntyarthaṃ sarvābhīṣṭasiddhyarthaṃ samastamaṅgalāvāptyartham asya yajamānasya putrapautrādisahitasya asmin gṛhe cirakālasukhanivāsārthaṃ nānāvidharogādisarvopadravaśāntyarthaṃ sampadāyurārogyadvipadacatuṣpadanānāvidhahiṃsādoṣaparihāradvārā vāstoḥ śubhadāsaṃsiddhaye vāstuśāntihomākhyaṃ karma kariṣye ||
Bedeutung: Ich vollziehe das Vastu-Shanti-Homa: besonders zum Wachstum von Wohlergehen, Beständigkeit, Mut, Kraft, Gelingen, Lebensdauer, Gesundheit und Fülle für den Yajamana, seine Familie, Freunde und Angehörigen; zur Verwirklichung der vier Lebensziele Dharma, Artha, Kama und Moksha; zur Erfüllung guter Wünsche, zur Beruhigung von Widrigkeiten und zum Erlangen alles Segensreichen; damit der Yajamana mit Kindern und Enkeln lange glücklich in diesem Haus wohne; zur Beruhigung von Krankheiten und Bedrängnissen, zum Wohl an Gütern, Leben und Gesundheit, zur Bereinigung von Schädigungen an zwei- und vierbeinigen Wesen und zum glückverheißenden Gedeihen der Wohnstätte.
19. Boden und Linien
Glätte den gereinigten, mit Erde oder Reismehl vorbereiteten Boden des Kunda. Ziehe mit dem Löffelstiel drei Linien von Süden nach Norden, dann drei kreuzende Linien von Westen nach Osten. Je Linie erklingt eine Anrufung. Nimm eine kleine Prise aus der Mitte und lege sie außerhalb südwestlich ab; besprenge den Boden mit einer wassergetauchten Blüte.
oṃ rudrāya namaḥ |
oṃ viṣṇave namaḥ |
oṃ indrāya namaḥ |
oṃ yamāya namaḥ |
oṃ brahmaṇe namaḥ |
oṃ somāya namaḥ ||
Bedeutung: Verehrung Rudra, Vishnu, Indra, Yama, Brahma und Soma. Die sechs Linien werden so als geordneter Platz des göttlichen Geschehens ausgezeichnet.
20. Feuer einsetzen
Lege kleine Hölzer bereit. Entzünde das Feuer in einer geeigneten kleinen Metallschale, führe sie dreimal um den vorgesehenen Feuerplatz und bringe die Flamme auf die Hölzer. Vergegenwärtige Agni als aus Vishnus Mund hervorgehend. Für diese Friedenshandlung wird die im Namensanhang angegebene Feuerbenennung Mrida verwendet: das milde, besänftigende Feuer.
candramā manaso jātaḥ | cakṣoḥ sūryo ajāyata |
mukhād indraścāgniśca | prāṇād vāyur ajāyata ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ mṛḍanāmānam agniṃ sthāpayāmi ||
Bedeutung: Aus seinem Geist entstand der Mond, aus seinem Auge die Sonne; aus seinem Mund Indra und Agni, aus seinem Atem Vayu. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Ich errichte das Feuer mit dem Namen Mrida, das milde Feuer.
Besprenge die für das Übertragen der Flamme benutzte Schale mit Wasser und Akshata und stelle sie südöstlich ab. Nähre das Feuer mit kleinen Hölzern. Lege Darbha-Bündel um das Kunda: im Osten und Westen zeigen die Spitzen nach Norden; im Süden und Norden zeigen sie nach Osten. Nördlich des Feuers liegen auf einer Darbha-Unterlage zunächst umgedreht und paarweise die Opferlöffel, Gefäß für Ghee (bzw. Pflanzenöl), Besprenggefäß und Pranita-Patra; dazu das mit einem Faden gebundene Bündel von zwölf Brennhölzern. Das Handbuch gestattet statt dieses Bündels auch drei Hölzer. In der hier beschriebenen Hauptfolge wird das Zwölferbündel verwendet; sein Faden wird vor dem Einlegen entfernt.
21. Brahma-Sitz
Wenn eine zweite ritualkundige Person die Brahma-Rolle übernimmt, bitte sie, auf dem Sitz südlich des Feuers Platz zu nehmen. Fehlt sie, lege dort ein Darbha-Bündel oder eine Blüte hin und sprich die zweite Formel als stellvertretende Anrufung. Diese Alternative ist im Handbuch selbst vorgesehen.
asmin vāstuśāntihomakarmaṇi brahmāṇaṃ tvāṃ vṛṇe |
oṃ khaṃ brahmaṇe namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam ||
Bedeutung: Ich wähle dich für die Brahma-Aufgabe in diesem Vastu-Shanti-Homa. Om, Kham, Verehrung Brahma; möge die Verehrung durch alle Darbringungen angenommen sein. Bei einer anwesenden Brahma-Person wird nur die erste, beim symbolischen Sitz nur die zweite Formel gesprochen.
22. Wasser und Pranita-Gefäß
Fülle das Besprenggefäß. Führe zwei unbeschädigte, etwa eine Handspanne lange Darbha-Spitzen durch das Wasser, gieße es in das östlich bereitgestellte Pranita-Patra und fülle das Besprenggefäß erneut. Lege Akshata und eine Blüte ins Pranita-Patra und rufe Varuna darin an. Dieses Gefäß bleibt bis zum Abschluss stehen.
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam ||
Bedeutung: Om, Vam, Verehrung Varuna; möge die Verehrung durch alle Darbringungen angenommen sein.
Gieße das geschmolzene Ghee (bzw. Pflanzenöl) über zwei Darbha-Spitzen ins Gefäß für Ghee (bzw. Pflanzenöl) und prüfe es auf Fremdkörper. Führe den aus zwei Halmen gebildeten Darbha-Reinigungsring mit Daumen und Ringfinger beider Hände durch das Ghee (bzw. Pflanzenöl); löse den Knoten und gib die Halme ins Feuer. Stelle das Gefäß für Ghee (bzw. Pflanzenöl) kurz über eine südöstlich herausgenommene Glut beziehungsweise an eine dort bereitgestellte Wärmequelle, führe einen brennenden Darbha-Halm oder dünnen Span darum und zeige die Dhenu-Mudra. Bilde die Dhenu-Mudra: Die Spitze des linken kleinen Fingers berührt den rechten Ringfinger, die des rechten kleinen Fingers den linken Ringfinger; der linke Zeigefinger berührt den rechten Mittelfinger und der rechte Zeigefinger den linken Mittelfinger. Die Daumen berühren sich. Halte die miteinander verschränkten Hände über das Ghee (bzw. Pflanzenöl); die vier Fingerpaare bilden das Bild eines Euters. Stelle das Gefäß wieder ab und bringe die Glut mit der Zange zurück. Wärme die Opferlöffel über dem Feuer, streife sie mit Darbha ab, wärme sie erneut, besprenge sie und lege sie rechts bereit. Lege je ein Begrenzungsholz südlich, westlich und nördlich des Feuers. Diese drei Hölzer werden im Abschluss ausdrücklich dargebracht.
23. Zustimmung der göttlichen Kräfte
Besprenge mit einer wassergetauchten Blüte zuerst den südlichen, dann den westlichen, dann den nördlichen Rand und zuletzt rings um das Feuer.
oṃ adite ’numanyasva |
oṃ anumate ’numanyasva |
oṃ sarasvate ’numanyasva |
oṃ deva savitaḥ prasuva ||
Bedeutung: Aditi, erteile deine Zustimmung. Anumati, erteile deine Zustimmung. Sarasvati, erteile deine Zustimmung. Göttlicher Savitar, setze das Opfer in Bewegung.
24. Agni-Nyasa
Betrachte den Feuerlaut Ram im Herzen. Berühre nacheinander Herz, Kopf, Scheitel, beide Schultern und die Augenpartie; bei der sechsten Zeile klatsche leicht in die Hände. Bei der letzten Zeile mit Fingerschnippen einen Kreis um den Kopf andeuten.
oṃ raṃ hṛdayāya namaḥ |
oṃ rīṃ śirase svāhā |
oṃ rūṃ śikhāyai vaṣaṭ |
oṃ raiṃ kavacāya huṃ |
oṃ rauṃ netratrayāya vauṣaṭ |
oṃ raḥ astrāya phaṭ |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvar om iti digbandhaḥ ||
Bedeutung: Ram: Verehrung dem Herzen. Rim: Darbringung dem Kopf. Rum: Weihe des Scheitels. Raim: Schutzpanzer. Raum: Weihe der drei Augen. Rah: Schutzkraft. Mit Erde, Zwischenraum, Himmel und Om werden die Richtungen gesammelt und begrenzt. Die Endlaute sind rituelle Ausrufe; hier werden keine Gaben ins Feuer gegeben.
25. Agni betrachten
Sitze ruhig vor der Flamme und vergegenwärtige Agnis im Vers geschilderte Gestalt.
meṣārūḍhaṃ ca vakrāṅgaṃ jātavedasamanvayam |
dviśīrṣakaṃ saptahastaṃ tripādaṃ saptajihvakam ||
varadaṃ śaktipāṇiṃ ca bibhrāṇaṃ sruksruvau tathā |
abhītidaṃ carmadharaṃ vāme cājyadharaṃ kare ||
catvāri śṛṅgā trayo 'sya pādā dve śīrṣe sapta hastāso 'sya |
tridhā baddho vṛṣabho roravīti maho devo martyān āviveśa |
eṣa hi devaḥ pradiśo 'nu sarvāḥ pūrvo hi jātaḥ sa u garbhe antaḥ |
sa vijāyamānaḥ sa janiṣyamāṇaḥ pratyaṅmukhās tiṣṭhati viśvatomukhaḥ |
he agne prāṅmukho deva mamābhimukho bhava ||
Bedeutung: Ich betrachte Agni auf dem Widder, mit zwei Köpfen, sieben Händen, drei Füßen und sieben Zungen: Er gewährt Gaben und Furchtlosigkeit, trägt Speer, Opferlöffel, Schild und Gheegefäß. Der vedische Vers schaut das heilige Feuer als viergehörnten, dreifüßigen, zweiköpfigen, siebenhändigen Stier, dreifach gebunden und in die Sterblichen eingegangen. Die Gottheit durchdringt alle Richtungen, war vor allem Geborenen und ist in jedem werdenden Leben gegenwärtig. Agni, wende dich mir freundlich zu. Die bildreichen Verse lassen Agni als Träger der heiligen Worte und Gaben gegenwärtig werden.
26. Acht Feueraspekte und die Anwesenden
Gib bei den ersten acht Namen Akshata um das Feuer, beginnend im Osten und weiter im Uhrzeigersinn. Die folgenden Verehrungen richten sich an das Opferwesen, das eigene Selbst und die Gemeinschaft.
oṃ agnaye namaḥ | oṃ jātavedase namaḥ | oṃ sahojase namaḥ | oṃ ajirāprabhave namaḥ |
oṃ vaiśvānarāya namaḥ | oṃ naryāpase namaḥ | oṃ paṅktirādhase namaḥ | oṃ visarpiṇe namaḥ |
oṃ śrīyajñapuruṣāya namaḥ | oṃ ātmane namaḥ |
sarvebhyaḥ śrīvaiṣṇavebhyo namaḥ | sarvebhyo brāhmaṇebhyo namaḥ ||
Bedeutung: Verehrung Agni, dem Kenner der Geburten, dem Machtvollen, dem rasch Aufleuchtenden, dem allen Menschen Zugehörigen, dem für die Menschen Wirkenden, dem die Opferreihe Gedeihen Lassenden und dem Sich-Ausbreitenden. Verehrung dem Opfer-Purusha, dem Atman, allen Vaishnavas und den Brahmanen.
27. Hüter der Richtungen
Lege je eine Blüte in Osten, Südosten, Süden, Südwesten, Westen, Nordwesten, Norden und Nordosten.
oṃ indrāya namaḥ | oṃ agnaye namaḥ | oṃ yamāya namaḥ | oṃ nirṛtaye namaḥ |
oṃ varuṇāya namaḥ | oṃ vāyave namaḥ | oṃ somāya namaḥ | oṃ īśānāya namaḥ ||
Bedeutung: Verehrung Indra, Agni, Yama, Nirriti, Varuna, Vayu, Soma und Ishana als Hütern der acht Richtungen.
28. Brennholz darbringen
Der Yajamana erhebt sich, wendet sich zum Brahma-Sitz und spricht die erste Zeile. Die anwesende Brahma-Person antwortet mit der zweiten. Beim symbolischen Sitz spricht die Ritualleitung beide Teile als Ritualdialog. Lege das vorbereitete, vom Faden gelöste Bündel behutsam ins Feuer.
asmin vāstuśāntihomakarmaṇi brahmann idhmam ādhāsye |
ādhatsva ||
Bedeutung: Brahman, in diesem Vastu-Shanti-Homa werde ich das Brennholz einlegen. – Lege es ein.
29. Erste Ghee-Ströme und Gaben
Gieße einen dünnen Strahl Ghee (bzw. Pflanzenöl) von Nordwesten nach Südosten, während du Prajapati innerlich anrufst; den zweiten von Südwesten nach Nordosten für Indra. Es folgen die drei Weltenrufe und dann die beiden Anteilsgaben für Agni und Soma. Jede Gabe fällt auf svaha; die anschließende Formel spricht den Verzicht auf Eigentum an der Gabe aus.
oṃ prajāpataye svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ indrāya svāhā | indrāya idaṃ na mama |
oṃ bhūḥ svāhā | agnaye idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyave idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāya idaṃ na mama |
oṃ agnaye svāhā | agnaye idaṃ na mama |
oṃ somāya svāhā | somāya idaṃ na mama ||
Bedeutung: Prajapati und Indra gilt die jeweilige Darbringung. Erde – Agni; Zwischenraum – Vayu; Himmel – Surya. Danach gelten die Anteilsgaben Agni und Soma. Bei jeder Darbringung: Dies ist ihm dargebracht, nicht mein.
30. Drei Welten und vorbereitende Bereinigung
Bringe eine kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) im südlichen, eine im nördlichen und eine im mittleren Feuerteil dar. Dann sprich den Vorsatz zur Bereinigung und bringe eine weitere Gabe in der Mitte dar; berühre anschließend sauberes Wasser.
oṃ bhūḥ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyava idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāyedaṃ na mama |
asmin vāstuśāntihomakarmaṇi saṅkalpaprabhṛti etatkṣaṇaparyantaṃ madhye sambhāvitasamastadoṣaprāyaścittārthaṃ sarvaprāyaścittaṃ hoṣyāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama ||
Bedeutung: Erde – Agni; Zwischenraum – Vayu; Himmel – Surya: Dies ist ihnen dargebracht, nicht mein. Für mögliche Unzulänglichkeiten seit dem Vorsatz bis zu diesem Augenblick vollziehe ich die bereinigende Darbringung. Erde, Zwischenraum und Himmel: Prajapati gilt diese Gabe, nicht mir.
31. Vastoshpati-Gabe 1
Bringe bei svāhā eine kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) dar. Die sechs Verse werden in ihrer gedruckten Reihenfolge je einmal gesprochen.
vāstoṣpate prati jānīhy asmān svāveśo anamīvo bhavā naḥ |
yat tvemahe prati tan no juṣasva śaṃ no edhi dvipade śaṃ catuṣpade svāhā ||
Bedeutung: Hüter der Wohnstätte, erkenne uns an. Schenke uns guten Eintritt und sei uns frei von Krankheit. Nimm an, was wir von dir erbitten. Sei uns zum Heil, den Zweibeinern zum Heil und den Vierbeinern zum Heil. Svaha.
32. Vastoshpati-Gabe 2
Bringe bei svāhā eine kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) dar. Die sechs Verse werden in ihrer gedruckten Reihenfolge je einmal gesprochen.
vāstoṣpate śagmayā saṃsadā te sakṣīmahi raṇvayā gātumatyā |
āvaha kṣeme uta yoge varaṃ no yūyaṃ pāta svastibhiḥ sadā naḥ svāhā ||
Bedeutung: Hüter der Wohnstätte, mögen wir deine heilvolle, erfreuende und Wege eröffnende Gemeinschaft erlangen. Bringe uns das Beste in Ruhe und Tätigkeit. Schützt uns stets mit euren Segnungen. Svaha.
33. Vastoshpati-Gabe 3
Bringe bei svāhā eine kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) dar. Die sechs Verse werden in ihrer gedruckten Reihenfolge je einmal gesprochen.
vāstoṣpate prataraṇo na edhi gobhir aśvebhir indo |
ajarāsas te sakhye syāma piteva putrān prati no juṣasva svāhā ||
Bedeutung: Hüter der Wohnstätte, fördere uns mit Kühen und Pferden, o Indu. In deiner Freundschaft mögen wir nicht altern. Sei uns zugewandt wie ein Vater seinen Kindern. Svaha.
34. Vastoshpati-Gabe 4
Bringe bei svāhā eine kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) dar. Die sechs Verse werden in ihrer gedruckten Reihenfolge je einmal gesprochen.
amīvahā vāstoṣpate viśvā rūpāṇy āviśan |
sakhā suśeva edhi naḥ svāhā ||
Bedeutung: Krankheit vertreibender Hüter der Wohnstätte, der in alle Gestalten eingeht: Sei uns ein wohlwollender Freund. Svaha.
35. Vastoshpati-Gabe 5
Bringe bei svāhā eine kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) dar. Die sechs Verse werden in ihrer gedruckten Reihenfolge je einmal gesprochen.
abhi vo arce poṣyāvato nṝn vāstoṣpatiṃ tvaṣṭāraṃ rarāṇaḥ |
dhanyā sajoṣā dhiṣaṇā namobhir vanaspatīr oṣadhī rāya eṣe svāhā ||
Bedeutung: Freudig singe ich euch nährende Mächte an, den Hüter der Wohnstätte und Tvashtar. Mit Verehrung wende ich mich an die gabenreiche Dhishana, die Bäume und die Pflanzen und suche Lebensfülle. Svaha.
36. Vastoshpati-Gabe 6
Bringe bei svāhā eine kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) dar. Die sechs Verse werden in ihrer gedruckten Reihenfolge je einmal gesprochen.
vāstoṣpate dhruvā sthūṇāṃ satraṃ somyānām |
drapso bhettā purāṃ śaśvatīnām indro munīnāṃ sakhā svāhā ||
Bedeutung: Hüter der Wohnstätte, fest sei die Säule, ein Schutz der Soma-Bereitenden. Der Tropfen, der die alten Burgen durchbricht, Indra, ist der Freund der Weisen. Svaha.
37. Die Hausgaben übergeben
Lege den Löffel kurz ab und bekräftige, dass die Gabe dem Hüter der Wohnstätte gehört.
vāstoṣpataya idaṃ na mama ||
Bedeutung: Dies gehört Vastoshpati, nicht mir.
38. Den Jayadi-Abschluss beginnen
Nimm den Opferlöffel auf. Die anschließenden drei Folgen umfassen zusammen dreiundfünfzig Gaben Ghee (bzw. Pflanzenöl).
hariḥ oṃ tat sat | asyāṃ śubhatithau etat vāstuśāntihomakarmasamṛddhyarthaṃ jayādihomaṃ kariṣye ||
Bedeutung: Hari, Om, das ist die Wirklichkeit. An diesem günstigen Tag vollziehe ich Jayadi-Homa zur Erfüllung dieses Vastu-Shanti-Homa.
39. Zwölf Jaya-Gaben
Bringe bei jedem Svaha eine kleine Gabe dar. Die Kräfte des Denkens, die Zeit und die heiligen Gesänge werden in die Vollendung der Handlung einbezogen.
Jayadi-Gabe 1
cittañ ca svāhā | cittāyedaṃ na mama ||
Bedeutung: Dem Gedankeninhalt gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 2
cittiś ca svāhā | cittyā idaṃ na mama ||
Bedeutung: Dem Denken gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 3
ākūtañ ca svāhā | ākūtāyedaṃ na mama ||
Bedeutung: Dem Vorsatz gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 4
ākūtiś ca svāhā | ākūtyā idaṃ na mama ||
Bedeutung: Der Absicht gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 5
vijñātañ ca svāhā | vijñātāyedaṃ na mama ||
Bedeutung: Dem Erkannten gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 6
vijñānañ ca svāhā | vijñānāyedaṃ na mama ||
Bedeutung: Der Erkenntnis gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 7
manaś ca svāhā | manasa idaṃ na mama ||
Bedeutung: Dem Geist gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 8
śakvarīś ca svāhā | śakvarībhya idaṃ na mama ||
Bedeutung: Den Shakvari-Versen gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 9
darśaś ca svāhā | darśāyedaṃ na mama ||
Bedeutung: Dem Neumond gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 10
pūrṇamāsaś ca svāhā | pūrṇamāsāyedaṃ na mama ||
Bedeutung: Dem Vollmond gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 11
bṛhañ ca svāhā | bṛhata idaṃ na mama ||
Bedeutung: Dem Brihat-Gesang gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 12
rathantarañ ca svāhā | rathantarāyedaṃ na mama ||
Bedeutung: Dem Rathantara-Gesang gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
40. Prajapatis Gabe des Sieges verehren
Bringe die dreizehnte Jayadi-Gabe dar.
prajāpatir jayān indrāya vṛṣṇe prāyacchad ugraḥ pṛtanājyeṣu |
tasmai viśaḥ samanam amanta sarvāḥ sa ugraḥ sa hi havyo babhūva svāhā |
prajāpataya idaṃ na mama ||
Bedeutung: Prajapati verlieh dem kraftvollen Indra Siege, dem Gewaltigen in den Schlachten. Alle Völker beugten sich ihm in Achtung; er wurde mächtig und der Gabe würdig. Svaha; dies gilt Prajapati, nicht mir.
41. Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
Bringe zu jeder Formel einmal Ghee (bzw. Pflanzenöl) dar. Nach der Rudra-Gabe 27 und nach der Ahnen-Gabe 31 berühre jeweils sauberes Wasser.
Jayadi-Gabe 14: Agni
agnir bhūtānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | agnaya idaṃ ||
Bedeutung: Agni ist Herr der Wesen. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Agni.
Jayadi-Gabe 15: Indra
indro jyeṣṭhānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | indrāyedaṃ ||
Bedeutung: Indra ist Herr der Höchsten. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Indra.
Jayadi-Gabe 16: Yama
yamaḥ pṛthivyā adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | yamāyedaṃ ||
Bedeutung: Yama ist Herr der Erde. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Yama.
Jayadi-Gabe 17: Vayu
vāyur antarikṣasya adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | vāyava idaṃ ||
Bedeutung: Vayu ist Herr des Zwischenraums. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Vayu.
Jayadi-Gabe 18: Surya
sūryo divo adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | sūryāyedaṃ ||
Bedeutung: Surya ist Herr des Himmels. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Surya.
Jayadi-Gabe 19: Chandra
candramā nakṣatrāṇām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | candramasa idaṃ ||
Bedeutung: Chandra ist Herr der Sterne. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Chandra.
Jayadi-Gabe 20: Brihaspati
bṛhaspatir brahmaṇo adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | bṛhaspataya idaṃ ||
Bedeutung: Brihaspati ist Herr des heiligen Wortes. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Brihaspati.
Jayadi-Gabe 21: Mitra
mitraḥ satyānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | mitrāyedaṃ ||
Bedeutung: Mitra ist Herr der Wahrheiten. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Mitra.
Jayadi-Gabe 22: Varuna
varuṇo 'pām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | varuṇāyedaṃ ||
Bedeutung: Varuna ist Herr der Wasser. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Varuna.
Jayadi-Gabe 23: Samudra
samudraḥ srotyānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | samudrāyedaṃ ||
Bedeutung: Samudra ist Herr der Flüsse. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Samudra.
Jayadi-Gabe 24: Nahrung
annaṃ sāmrājyānām adhipatis tan mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | annāyedaṃ ||
Bedeutung: Nahrung ist Herr der Herrschaften. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Nahrung.
Jayadi-Gabe 25: Soma
soma oṣadhīnām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | somāyedaṃ na mama ||
Bedeutung: Soma ist Herr der Pflanzen. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Soma, nicht mir.
Jayadi-Gabe 26: Savitar
savitā prasavānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | savitra idaṃ ||
Bedeutung: Savitar ist Herr der Antriebe. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Savitar.
Jayadi-Gabe 27: Rudra
rudraḥ paśūnām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | rudrāyedaṃ ||
Bedeutung: Rudra ist Herr der Lebewesen. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Rudra.
Jayadi-Gabe 28: Tvashtar
tvaṣṭā rūpāṇām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | tvaṣṭra idaṃ ||
Bedeutung: Tvashtar ist Herr der Gestalten. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Tvashtar.
Jayadi-Gabe 29: Vishnu
viṣṇuḥ parvatānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | viṣṇava idaṃ ||
Bedeutung: Vishnu ist Herr der Berge. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Vishnu.
Jayadi-Gabe 30: Maruts
maruto gaṇānām adhipatayas te mām avantu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | marudbhya idaṃ ||
Bedeutung: Die Maruts sind die Herren der Scharen. Sie mögen mich behüten in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Maruts.
Jayadi-Gabe 31: Ahnen
pitaraḥ pitāmahāḥ pare 'vare tatās tatāmahā idam āvata | asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | pitṛbhya idaṃ ||
Bedeutung: Väter, Großväter, fernere und nähere Ahnen, Urväter: Steht uns hier bei. Schützt uns in geistlicher und weltlicher Kraft, in Segensgebet, priesterlichem Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; dies gilt den Ahnen.
42. Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
Bringe je eine kleine Gabe bei Svaha dar. Gandharva und Apsaras erscheinen in diesen Versen als göttliche Kräfte von Feuer, Sonne, Mond, Opfer, Geist, Wind, Welt, Regen, Tod und Verlangen; sie werden um Schutz der geistlichen und weltlichen Ordnung gebeten.
Jayadi-Gabe 32
ṛtāṣāḍ ṛtadhāmāgnir gandharvas tasyauṣadhayo apsarasa ūrjo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | agnaye gandharvāyedaṃ ||
Bedeutung: Agni, der die Ordnung durchsetzt und in Wahrheit ruht, ist Gandharva. Die Pflanzen sind seine Apsaras, genannt die Nährenden. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 33
tābhyaḥ svāhā | oṣadhībhyo apsarobhya idaṃ ||
Bedeutung: Svaha; diese Gabe gilt den Pflanzen als Apsaras.
Jayadi-Gabe 34
saṃhito viśvasāmā sūryo gandharvas tasya marīcayo apsarasa āyuvo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | sūryāya gandharvāyedaṃ ||
Bedeutung: Surya, der Verbundene und vom All Besungene, ist Gandharva. Seine Strahlen sind Apsaras, genannt die Lebenskräfte. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 35
tābhyaḥ svāhā | marīcibhyo apsarobhya idaṃ ||
Bedeutung: Svaha; diese Gabe gilt den Sonnenstrahlen als Apsaras.
Jayadi-Gabe 36
suṣumnaḥ sūryaraśmiś candramā gandharvas tasya nakṣatrāṇy apsaraso bekurayo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | candramase gandharvāyedaṃ ||
Bedeutung: Der huldvolle, von Sonnenstrahlen erhellte Mond ist Gandharva. Die Sterne sind seine Apsaras, genannt Bekuraya. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 37
tābhyaḥ svāhā | nakṣatrebhyo apsarobhya idaṃ ||
Bedeutung: Svaha; diese Gabe gilt den Sternen als Apsaras.
Jayadi-Gabe 38
bhujyuḥ suparṇo yajño gandharvas tasya dakṣiṇā apsarasas stavā nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | yajñāya gandharvāyedaṃ ||
Bedeutung: Das schützende, gut geflügelte Opfer ist Gandharva. Die Dankesgaben sind seine Apsaras, genannt die Lobpreisungen. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 39
tābhyaḥ svāhā | dakṣiṇābhyo apsarobhya idaṃ ||
Bedeutung: Svaha; diese Gabe gilt den Dankesgaben als Apsaras.
Jayadi-Gabe 40
prajāpatir viśvakarmā mano gandharvas tasyark-sāmāny apsaraso vahnayo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | manase gandharvāyedaṃ ||
Bedeutung: Der Geist als Prajapati, der alles gestaltet, ist Gandharva. Die Rik- und Saman-Verse sind seine Apsaras, genannt die Tragenden. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 41
tābhyaḥ svāhā | ṛksāmebhyo apsarobhya idaṃ ||
Bedeutung: Svaha; diese Gabe gilt den Rik- und Saman-Versen als Apsaras.
Jayadi-Gabe 42
iṣiro viśvavyacā vāto gandharvas tasyāpo apsaraso mudā nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | vātāya gandharvāyedaṃ ||
Bedeutung: Der kräftige, allumfassende Wind ist Gandharva. Die Wasser sind seine Apsaras, genannt die Freuden. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 43
tābhyaḥ svāhā | adbhyo apsarobhya idaṃ ||
Bedeutung: Svaha; diese Gabe gilt den Wassern als Apsaras.
Jayadi-Gabe 44
bhuvanasya pate yasya ta upari gṛhā iha ca |
sa no rāśvājyāniṃ rāyaspoṣaṃ suvīryaṃ saṃvatsarīṇāṃ svastiṃ svāhā | bhuvanasya pataya idaṃ ||
Bedeutung: Herr der Welt, dessen Wohnstätten oben und hier sind: Schenke uns unvermindertes Gedeihen, Fülle, Heldenkraft und Wohlergehen durch das Jahr. Svaha; diese Gabe gilt dem Herrn der Welt.
Jayadi-Gabe 45
parameṣṭhy adhipatir mṛtyur gandharvas tasya viśvam apsaraso bhuvo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | mṛtyave gandharvāyedaṃ ||
Bedeutung: Der höchste Gebieter, Mrityu, ist Gandharva. Das All ist seine Apsaras, genannt die Welten. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 46
tābhyaḥ svāhā | viśvasmā apsarobhya idaṃ ||
Bedeutung: Svaha; diese Gabe gilt den Welten als Apsaras.
Jayadi-Gabe 47
sukṣitiḥ subhūtir bhadrakṛt suvarvān parjanyo gandharvas tasya vidyuto apsaraso ruco nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | parjanyāya gandharvāyedaṃ ||
Bedeutung: Parjanya, mit guter Wohnstatt und gutem Gedeihen, heilwirkend und lichtvoll, ist Gandharva. Die Blitze sind seine Apsaras, genannt die Leuchtenden. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 48
tābhyaḥ svāhā | vidyudbhyo apsarobhya idaṃ ||
Bedeutung: Svaha; diese Gabe gilt den Blitzen als Apsaras.
Jayadi-Gabe 49
dūrehetir amṛḍayo mṛtyur gandharvas tasya prajā apsaraso bhīruvo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | mṛtyave gandharvāyedaṃ ||
Bedeutung: Der fern treffende, unerbittliche Tod ist Gandharva. Die Geschöpfe sind seine Apsaras, genannt die Furchtsamen. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 50
tābhyaḥ svāhā | prajābhyo apsarobhya idaṃ ||
Bedeutung: Svaha; diese Gabe gilt den Geschöpfen als Apsaras.
Jayadi-Gabe 51
cāruḥ kṛpaṇakāśī kāmo gandharvas tasyādhayo apsarasaḥ śocayantīr nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | kāmāya gandharvāyedaṃ ||
Bedeutung: Der anziehende, verlangend blickende Kama ist Gandharva. Die bekümmernden Gedanken sind seine Apsaras, genannt die Brennenden. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 52
tābhyaḥ svāhā | ādhibhyo apsarobhya idaṃ ||
Bedeutung: Svaha; diese Gabe gilt den bekümmernden Gedanken als Apsaras.
Jayadi-Gabe 53
sa no bhuvanasya pate yasya ta upari gṛhā iha ca |
uru brahmaṇe 'smai kṣatrāya mahi śarma yaccha svāhā | bhuvanasya pataye brahmaṇa idaṃ ||
Bedeutung: Herr der Welt, dessen Wohnstätten oben und hier sind: Gewähre dieser geistlichen und weltlichen Kraft weiten, großen Schutz. Svaha; dies gilt Brahman, dem Herrn der Welt.
43. Prajapati und die drei Welten
Bringe zuerst Ghee (bzw. Pflanzenöl) für Prajapati dar; danach folgen drei kleine Gaben Ghee (bzw. Pflanzenöl) für Agni, Vayu und Surya.
prajāpate na tvad etāny anyo viśvā jātāni pari tā babhūva |
yatkāmās te juhumas tan no astu vayaṃ syāma patayo rayīṇāṃ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ bhūḥ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyava idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāyedaṃ na mama ||
Bedeutung: Prajapati, niemand außer dir umfasst alle diese entstandenen Wesen. Was wir mit dieser Darbringung erbitten, möge uns zuteilwerden; mögen wir über die für unser Leben nötigen Güter verfügen. Diese Gabe gilt dir, nicht mir. Erde, Zwischenraum und Himmel: Die weiteren Gaben gelten Agni, Vayu und Surya, nicht mir.
44. Svishtakrit
Bringe bei svaha eine weitere kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) ins Feuer dar. Die in diesem Homa gewählte Opfersubstanz wird auch für Svishtakrit verwendet.
yad asya karmaṇo 'tyarīricaṃ yad vā nyūnam ihākaram |
agniṣ ṭat sviṣṭakṛd vidvān sarvaṃ sviṣṭaṃ suhutaṃ karotu svāhā |
agnaye sviṣṭakṛta idaṃ na mama ||
Bedeutung: Was ich bei dieser Handlung übermäßig oder unvollständig getan habe: Agni, der alles weiß und die Opfergabe gut vollendet, möge es zu einer wohl dargebrachten Gabe machen. Agni Svishtakrit gehört diese Gabe, nicht mir.
45. Begrenzungshölzer und gemeinsamer Ghee-Strom
Bestreiche die drei Begrenzungshölzer mit etwas Ghee (bzw. Pflanzenöl). Gib zuerst das mittlere, westliche Holz ins Feuer, dann die beiden anderen. Fülle den größeren Opferlöffel mit vier kleinen Schöpflöffeln Ghee (bzw. Pflanzenöl), halte den kleinen darüber und lasse einen ruhigen Strom ins Feuer fließen. Danach folgt die zweite, einzelne Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl).
svāhā | vasubhyo rudrebhya ādityebhyaḥ saṃsrāvabhāgebhya idaṃ na mama |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama ||
Bedeutung: Svaha: Den Vasus, Rudras und Adityas als Empfängern des gemeinsamen Ghee-Stroms gehört diese Gabe, nicht mir. Erde, Zwischenraum und Himmel: Prajapati gehört diese Gabe, nicht mir.
46. Nicht bemerkte Fehler übergeben
Der Yajamana spricht den Vorsatz; die Ritualleitung vollzieht danach bei jedem svaha eine kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl).
asmin vāstuśāntihomakarmaṇy avijñātaprāyaścittādīni kariṣye |
anājñātaṃ yad ajñātaṃ yajñasya kriyate mithu |
agne tad asya kalpaya tvaṃ hi vettha yathātathaṃ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
puruṣasaṃmito yajño yajñaḥ puruṣasaṃmitaḥ |
agne tad asya kalpaya tvaṃ hi vettha yathātathaṃ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
yat pākatra manasā dīnadakṣā na yajñasya manvate martāsaḥ |
agniṣ ṭad dhotā kratuvid vijānan yajiṣṭho devān kratuśo yajāti svāhā | agnaya idaṃ na mama ||
Bedeutung: In diesem Vastu-Shanti-Homa vollziehe ich die Bereinigung für nicht erkannte Unzulänglichkeiten. Was beim Opfer wissentlich oder unwissentlich verkehrt geschieht, bringe du, Agni, in Ordnung; du kennst es, wie es wirklich ist. Das Opfer entspricht dem Purusha und der Purusha dem Opfer. Was wir Sterblichen mit unreifem Geist und begrenztem Können nicht richtig verstehen, möge Agni als kundiger Opfernder zur rechten Zeit den Göttern darbringen. Jede dieser Gaben gilt Agni, nicht mir.
47. Abschließende Bereinigungsgaben
Bringe zu den ersten drei Zeilen je Ghee (bzw. Pflanzenöl) dar. Sprich dann den Vorsatz und vollziehe die drei weiteren Gaben. Berühre anschließend sauberes Wasser.
oṃ bhūḥ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyava idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāyedaṃ na mama |
asmin homakarmaṇi madhye sambhāvitasamastadoṣaprāyaścittārthaṃ sarvaprāyaścittaṃ hoṣyāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ śrīviṣṇave svāhā | viṣṇave paramātmana idaṃ na mama |
oṃ rudrāya paśupataye svāhā | rudrāya paśupataya idaṃ na mama ||
Bedeutung: Erde, Zwischenraum und Himmel: Die Gaben gelten Agni, Vayu und Surya. Zur Bereinigung möglicher Unzulänglichkeiten im Verlauf des Homa bringe ich die abschließenden Gaben dar: an Prajapati, an Vishnu als höchstes Selbst und an Rudra als Herrn der Wesen. Diese Gaben sind nicht mein.
48. Purnahuti
Fülle den größeren Opferlöffel mit der abschließenden Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl). Sprich den Text und bringe die Gabe einmal bei agnaye vauṣaṭ dar; beim vorausgehenden svāhā wird nicht schon eine zweite Gabe gegossen.
asya vāstuśāntihomakarmaṇaḥ sampūrṇaphalaprāptyarthaṃ mṛḍanāmāgnau pūrṇāhutiṃ hoṣyāmi |
tadanantaraṃ sāṅgatasiddhyarthaṃ vasordhārāṃ hoṣyāmi |
oṃ pūrṇāhutim uttamāṃ juhoti | sarvaṃ vai pūrṇāhutiḥ | sarvam evāpnoti |
atho iyaṃ vai pūrṇāhutiḥ | asyām eva pratitiṣṭhati svāhā | agnaye vauṣaṭ ||
Bedeutung: Für die vollständige Frucht dieses Vastu-Shanti-Homa bringe ich im Feuer Mrida die volle Schlussgabe dar; danach den Ghee-Strom zur Ganzheit des Rituals. Die höchste volle Gabe wird dargebracht. Die volle Gabe ist das Ganze; sie erreicht das Ganze, und in ihr gründet die Vollendung. Svaha; dem Agni die Darbringung!
49. Vasordhara
Lasse mit dem folgenden Vers einen dünnen, gleichmäßigen Strom Ghee (bzw. Pflanzenöl) ins Feuer fließen; beende ihn mit svaha.
oṃ sapta te agne samidhaḥ sapta jihvāḥ sapta ṛṣayaḥ sapta dhāma priyāṇi |
sapta hotrāḥ saptadhā tvā yajanti sapta yonīr āpṛṇasva ghṛtena svāhā |
agnaye saptavata idaṃ na mama ||
Bedeutung: Sieben sind deine Brennhölzer, Agni, sieben deine Zungen, sieben die Seher und sieben die geliebten Stätten. Sieben Opfernde verehren dich siebenfach; erfülle die sieben Ursprungsstätten mit Ghee. Dem siebenfachen Agni gilt diese Gabe, nicht mir.
50. Abschließendes Besprengen
Sammle den Atem ruhig, ohne erzwungenes Anhalten. Besprenge mit einer Blüte den südlichen, westlichen und nördlichen Rand und zuletzt rings um das Feuer.
adite 'nvamaṃsthāḥ |
anumate 'nvamaṃsthāḥ |
sarasvate 'nvamaṃsthāḥ |
deva savitaḥ prāsāvīḥ ||
Bedeutung: Aditi, du hast zugestimmt. Anumati, du hast zugestimmt. Sarasvati, du hast zugestimmt. Göttlicher Savitar, du hast das Opfer in Bewegung gesetzt.
51. Varuna aus dem Pranita-Patra entlassen
Lege eine Blüte zum Pranita-Gefäß und sprich die Entlassung.
varuṇāya namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam |
yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||
Bedeutung: Verehrung Varuna; möge die Verehrung angenommen sein. Ich verabschiede dich an deinen eigenen Ort: zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.
52. Wasser in die Richtungen geben
Gieße jeweils ein wenig Pranita-Wasser nach Osten, Süden, Westen und Norden in geeignete Auffangschalen oder auf sauberen Boden. Bei der fünften Formel sprenge etwas nach oben, ohne andere zu treffen. Die praktische Verwendung von Auffangschalen dient dem sauberen Ablauf.
prācyāṃ diśi devā ṛtvijo mārjayantām |
dakṣiṇasyāṃ diśi māsāḥ pitaro mārjayantām |
pratīcyāṃ diśi gṛhāḥ paśavo mārjayantām |
udīcyāṃ diśy āpa oṣadhayo mārjayantām |
ūrdhvāyāṃ diśi yajñaḥ saṃvatsaro yajñapatir mārjayantām ||
Bedeutung: Im Osten mögen Götter und Opferpriester läutern; im Süden die Monate und Ahnen; im Westen die Häuser und Tiere; im Norden Wasser und Pflanzen; in der oberen Richtung das Opfer, das Jahr und der Herr des Opfers.
53. Agni danken und nach innen zurücknehmen
Schaue noch einmal auf das Feuer. Sprich Agnis Gayatri und das Gebet um den guten Weg; führe dann die Hände zum Herzen.
oṃ vaiśvānarāya vidmahe lālīlāya dhīmahi tan no 'gniḥ pracodayāt |
agne naya supathā rāye asmān viśvāni deva vayunāni vidvan |
yuyodhy asmaj juhurāṇam eno bhūyiṣṭhāṃ te nama uktiṃ vidhema ||
oṃ agnaye namaḥ | agnim ātmany udvāsayāmi ||
Bedeutung: Wir erkennen Vaishvanara, den allen Wesen gegenwärtigen Agni, und meditieren über den Flammenden; Agni möge uns erleuchten. Agni, führe uns auf gutem Weg zur Fülle; du kennst alle Wege. Halte die krumme Verfehlung von uns fern; dir bringen wir reichen Dank dar. Verehrung Agni: Ich nehme deine rituell angerufene Gegenwart in mein Inneres zurück.
54. Die Schlussgebete
Mit gefalteten Händen sprechen.
namaste gārhapatyāya namaste dakṣiṇāgnaye |
nama āhavanīyāya mahāvedyai namo namaḥ ||
kāṇḍadvayopapādyāya karmabrahmasvarūpiṇe |
svargāpavargarūpāya yajñeśāya namo namaḥ ||
yajñeśācyuta govinda mādhavānanta keśava |
kṛṣṇa viṣṇo hṛṣīkeśa vāsudeva namo 'stu te ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ hutāśana |
yad dhutaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||
prāyaścittāny aśeṣāṇi tapaḥkarmātmakāni vai |
yāni teṣām aśeṣāṇāṃ kṛṣṇānusmaraṇaṃ param ||
pramādāt kurvatāṃ karma pracyavetādhvareṣu yat |
smaraṇād eva tad viṣṇoḥ sampūrṇaṃ syād iti śrutiḥ ||
yasya smṛtyā ca nāmoktyā tapoyajñakriyādiṣu |
nyūnaṃ sampūrṇatāṃ yāti sadyo vande tam acyutam ||
Bedeutung: Verehrung dem Hausfeuer, dem südlichen Feuer, dem Opferfeuer und dem großen Altar. Verehrung dem Herrn des Opfers, den die beiden Bereiche des Veda – Handlung und Erkenntnis – erschließen, der Himmel und Befreiung bedeutet. Herr des Opfers, Achyuta, Govinda, Madhava, Ananta, Keshava, Krishna, Vishnu, Hrishikesha und Vasudeva: Dir meine Verehrung. Feuer, was an Mantra, Ausführung und Hingabe fehlt, mögest du als vollständig annehmen. Unter allen bereinigenden Übungen gilt das Gedenken an Krishna als höchste. Was durch Unachtsamkeit misslingt, findet im Gedenken an Vishnu seine Vollendung. Achyuta verehre ich, dessen Erinnerung und Namensnennung das Unvollständige in Übung und Opfer zur Ganzheit führen.
55. Den Schutz empfangen – Raksha
Die Ritualleitung zeichnet zum Schutzsegen einen kleinen Punkt mit sauberer Sandelpaste auf die Stirn des Yajamana. Diese konkrete, aschefreie Form ist eine heutige Ausführung der im Kapitel genannten Raksha. Es wird dafür kein zusätzliches Mantra vorausgesetzt.
56. Gabe und Dank bekräftigen
Überreiche die vereinbarte Dakshina. Der folgende Vers aus dem Abschnitt über Dankesgaben verbindet die Gabe mit Vertrauen. Die Helfenden erhalten ihren Dank; der symbolische Brahma-Sitz wird durch das Wegnehmen von Darbha oder Blüte aufgehoben. Beim Vastu-Homa gehört auch die im Kapitel genannte Graha-Priti-Dana dazu: Lege dafür eine gesonderte Geld- oder Sachgabe bereit und überreiche sie der Ritualleitung mit der in eigener Sprache ausgesprochenen Bitte um günstiges Zusammenwirken der Grahas. Diese konkrete einfache Ausführung der im Kapitel nur genannten Gabe ist eine heutige praktische Ergänzung.
oṃ vratena dīkṣām āpnoti dīkṣayāpnoti dakṣiṇām |
dakṣiṇā śraddhām āpnoti śraddhayā satyam āpyate ||
Bedeutung: Durch das Gelübde erlangt man Weihe, durch Weihe die Dankesgabe. Durch die Dankesgabe erlangt man Vertrauen; durch Vertrauen wird Wahrheit erreicht.
57. Segen für alle Anwesenden
Die Ritualleitung spricht diese beiden allgemeinen Segenssätze aus dem Homa Sangraha. Alle empfangen sie mit gefalteten Händen.
deśo ayaṃ nirupadravo astu | sarve janāḥ sukhino bhavantu ||
samastasanmaṅgalāni santu | uttarottarābhivṛddhir astu ||
Bedeutung: Dieses Land sei frei von Bedrängnis. Alle Menschen mögen glücklich sein. Alles Gute und Segensreiche sei gegenwärtig; es möge immer weiter wachsen.
58. Das Haus besprengen
Nimm etwas des zuvor geweihten, sauber aufbewahrten Wassers. Gehe mit der Ritualleitung durch das Haus und besprenge seine Räume leicht mit einer Blüte oder Darbha. Sprich dabei den vollständigen Schutzvers; Türen und empfindliche Geräte werden nicht durchnässt.
svastyayanaṃ tārkṣyam ariṣṭanemiṃ mahadbhūtaṃ vāyasaṃ devatānām |
asuraghnam indrasakhaṃ samatsu bṛhadyaśo nāvam ivāruhema |
aṃhomucam āṅgirasaṃ gayaṃ ca svasty ātreyaṃ manasā ca tārkṣyam |
prayatapāṇiḥ śaraṇaṃ prapadye svasti sambādheṣv abhayaṃ no astu ||
Bedeutung: Mögen wir Tarkshya, den zum Heil Führenden mit unversehrtem Radkranz, das große geflügelte Wesen der Götter, den Überwinder der Asuras und Indras ruhmreichen Gefährten im Kampf, wie ein rettendes Schiff besteigen. Ich suche im Geist bei dem aus Bedrängnis Befreienden Zuflucht, bei Angirasa und Gaya, bei Atreya und Tarkshya; mit reinen Händen nehme ich Zuflucht. In Bedrängnis mögen uns Heil und Furchtlosigkeit zuteilwerden.
Nachklang
Die Bitte um Frieden für Zweibeiner und Vierbeiner erinnert daran, dass ein Zuhause durch den täglichen Umgang mit seinen Bewohnern geheiligt wird. Als persönliche Anregung können die Angehörigen eine konkrete Vereinbarung für ein friedliches Miteinander treffen. Lass Feuer und Lampen unter Aufsicht ausbrennen. Entnimm die Asche erst nach vollständigem Erkalten. Teile die unversehrten Speisegaben als Prasad. Reines, unvermischtes Ritualwasser kann an eine Pflanze oder auf sauberen Boden gegeben werden; Wasser mit Asche, Öl oder sonstigen Rückständen wird getrennt entsorgt und nicht getrunken. Reinige die Gefäße und bewahre die Kultgegenstände auf. Diese Hinweise beschreiben den praktischen Umgang nach der Feier.
Vollständige Rezitationsanhänge
IAST
Die Nummern entsprechen den Schritten. Alle bedingten Handlungen und Wiederholungen sind dort bezeichnet.
1. Guru und Frieden
gurur brahmā gurur viṣṇur gurur devo maheśvaraḥ |
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrīgurave namaḥ ||
bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devā bhadraṃ paśyemākṣabhir yajatrāḥ |
sthirair aṅgais tuṣṭuvāṃsas tanūbhir vyaśema devahitaṃ yad āyuḥ ||
svasti na indro vṛddhaśravāḥ | svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nas tārkṣyo ariṣṭanemiḥ | svasti no bṛhaspatir dadhātu ||
ṛdhyāsma havyair namasopasadya | mitraṃ devaṃ mitradheyaṃ no astu |
anurādhān haviṣā vardhayantaḥ | śataṃ jīvema śaradaḥ savīrāḥ ||
2. Zustimmung der Versammlung
namaḥ sadase namaḥ sadasaspataye namaḥ sakhīnām |
purogāṇāṃ cakṣuṣe namo dive namaḥ pṛthivyai ||
saprathā sabhāṃ me gopāya | ye ca sabhyāḥ sabhāsadaḥ |
tān indriyāvataḥ kuru | sarvam āyur upāsatām ||
aśeṣa he pariṣad bhavatpādamūle mayā samarpitām imāṃ sauvarṇīṃ yatkiñcid dakṣiṇām api yathoktadakṣiṇām iva svīkṛtya vāstuśāntihomakarma kartuṃ yogyatāsiddhim anugṛhāṇa ||
3. Den Vorsatz fassen – Sankalpa
tad eva lagnaṃ sudinaṃ tad eva tārābalaṃ candrabalaṃ tad eva |
vidyābalaṃ daivabalaṃ tad eva lakṣmīpate te 'ṅghriyugaṃ smarāmi ||
hariḥ oṃ tat sat | śrīgovinda śrīgovinda śrīgovinda |
asyāṃ śubhatithau mamopāttasamastaduritakṣayadvārā śrīparameśvaraprītyarthaṃ vāstuśāntihomākhyaṃ karma kariṣye |
tadaṅgatvena nirvighnena parisamāptyartham ādau vighneśvarapūjāṃ kariṣye |
tadaṅgatvenāntaḥkaraṇaśuddhyarthaṃ śarīraśuddhyarthaṃ maṇḍapaśuddhyarthaṃ sarvopakaraṇaśuddhyarthaṃ svastipuṇyāhavācanaṃ kariṣye ||
4. Ganesha betrachten und einladen
gajānanaṃ bhūtagaṇādisevitaṃ kapitthajambūphalasārabhakṣaṇam |
umāsutaṃ śokavināśakāraṇaṃ namāmi vighneśvarapādapaṅkajam ||
ekadantaṃ śūrpakarṇaṃ gajavaktraṃ mahodaram |
pāśāṅkuśadharaṃ devaṃ dhyāyet siddhivināyakam ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ śrīmahāgaṇapataye namaḥ |
dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||
Ganesha-Gabe 1: Sitz
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi ||
Ganesha-Gabe 2: Fußwasser
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi ||
Ganesha-Gabe 3: Ehrenwasser
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi ||
Ganesha-Gabe 4: Mundwasser
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ācamanīyaṃ samarpayāmi ||
Ganesha-Gabe 5: Bad
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | snānaṃ samarpayāmi ||
Ganesha-Gabe 6: Mundwasser nach dem Bad
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | snānānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi ||
Ganesha-Gabe 7: Gewand
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | vastrārtham akṣatān samarpayāmi ||
Ganesha-Gabe 8: Heilige Schnur
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | upavītārtham akṣatān samarpayāmi ||
Ganesha-Gabe 9: Schmuck
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ābharaṇārtham akṣatān samarpayāmi ||
Ganesha-Gabe 10: Duft
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | divyagandhān dhārayāmi ||
Ganesha-Gabe 11: Kumkum
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | gandhasyopari kuṅkumaṃ samarpayāmi ||
Ganesha-Gabe 12: Girlande
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | puṣpamālāṃ samarpayāmi ||
5. Ganeshas Namen
oṃ sumukhāya namaḥ |
oṃ ekadantāya namaḥ |
oṃ kapilāya namaḥ |
oṃ gajakarṇakāya namaḥ |
oṃ lambodarāya namaḥ |
oṃ vikaṭāya namaḥ |
oṃ vighnarājāya namaḥ |
oṃ vināyakāya namaḥ |
oṃ dhūmaketave namaḥ |
oṃ gaṇādhyakṣāya namaḥ |
oṃ bālacandrāya namaḥ |
oṃ gajānanāya namaḥ |
oṃ vakratuṇḍāya namaḥ |
oṃ śūrpakarṇāya namaḥ |
oṃ herambāya namaḥ |
oṃ skandapūrvajāya namaḥ |
oṃ siddhivināyakāya namaḥ |
oṃ vighneśvarāya namaḥ |
6. Rauch, Licht, Speise und Tambula
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | pratyakṣadīpaṃ darśayāmi |
dhūpadīpānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | naivedyaṃ nivedayāmi |
naivedyānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||
7. Lichtkreis und Gebet
oṃ ekadantāya vidmahe vakratuṇḍāya dhīmahi tan no dantiḥ pracodayāt |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ānandakarpūranīrājanaṃ sandarśayāmi |
karpūranīrājanānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ vighneśvarāya varadāya surapriyāya lambodarāya sakalāya jagaddhitāya |
nāgānanāya śrutiyajñavibhūṣitāya gaurīsutāya gaṇanātha namo namaste ||
vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha |
nirvighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
anyathā śaraṇaṃ nāsti tvam eva śaraṇaṃ mama |
tasmāt kāruṇyabhāvena rakṣa rakṣa gaṇādhipa ||
āvāhanaṃ na jānāmi naiva jānāmi pūjanam |
visarjanaṃ na jānāmi kṣamasva puruṣottama ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ vināyaka |
yat kṛtaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||
8. Ganeshas vorbereitende Verehrung abschließen
oṃ gaṇapataye namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||
9. Varuna anrufen
imaṃ me varuṇa śrudhī havam adyā ca mṛḍaya | tvām avasyur ā cake |
tat tvā yāmi brahmaṇā vandamānas tad ā śāste yajamāno havirbhiḥ |
aheḍamāno varuṇeha bodhy uruśaṃsa mā na āyuḥ pra moṣīḥ ||
asmin kumbhe puṇḍarīkākṣarūpaṃ varuṇaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||
10. Wasser, Gewand, Duft und Blumen für Varuna
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | snānaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | vastrārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | upavītārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | gandhaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | puṣpaṃ samarpayāmi ||
11. Varunas Namen und letzte Gaben
oṃ varuṇāya namaḥ | oṃ pracetase namaḥ | oṃ surūpiṇe namaḥ |
oṃ apāṃpataye namaḥ | oṃ makaravāhanāya namaḥ | oṃ jalādhipataye namaḥ |
oṃ pāśahastāya namaḥ | oṃ śvetachatrāya namaḥ | oṃ anekamaṇibhūṣitāya namaḥ | oṃ jhaṣāsanāya namaḥ |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi | dīpaṃ darśayāmi | naivedyaṃ nivedayāmi | tāmbūlaṃ samarpayāmi | karpūranīrājanaṃ darśayāmi |
oṃ jalabimbāya vidmahe nīlapuruṣāya dhīmahi tan no varuṇaḥ pracodayāt |
oṃ namo namaste astu sphaṭikaprabhāya suśvetavastrāya sumaṅgalāya |
supāśahastāya jhaṣāsanāya jalādhināthāya varuṇāya namo namaḥ ||
12. Die Anwesenden stimmen ein
śivā āpaḥ santu | santu śivā āpaḥ |
saumanasyam astu | astu saumanasyam |
akṣataṃ cāriṣṭam astu | astv akṣatam ariṣṭam |
bhavadbhir anujñātaḥ puṇyāhaṃ vācayiṣye | vācyatām ||
13. Punyaha, Svasti und Riddhi
punas tvādityā rudrā vasavaḥ samindhatām | punar brahmāṇo vasunītha yajñaiḥ |
ghṛtena tvaṃ tanvaṃ vardhayasva | satyāḥ santu yajamānasya kāmāḥ ||
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya puṇyāhaṃ bhavanto bruvantu |
oṃ puṇyāham astu | oṃ puṇyāham astu | oṃ puṇyāham astu |
svasti mitrāvaruṇā svasti pathye revati | svasti na indraścāgniśca svasti no adite kṛdhi |
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya svasti bhavanto bruvantu |
oṃ svastir astu | oṃ svastir astu | oṃ svastir astu |
ṛdhyāsma havyair namasopasadya | mitraṃ devaṃ mitradheyaṃ no astu |
anurādhān haviṣā vardhayantaḥ | śataṃ jīvema śaradaḥ savīrāḥ |
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya ṛddhiṃ bhavanto bruvantu |
oṃ ṛddhir astu | oṃ ṛddhir astu | oṃ ṛddhir astu ||
14. Segenswünsche über dem Gefäß
śāntir astu | puṣṭir astu | tuṣṭir astu | vṛddhir astu | avighnam astu | āyuṣyam astu | ārogyam astu |
oṃ śivam astu | oṃ śivaṃ karmāstu | oṃ karmasamṛddhir astu | oṃ dharmasamṛddhir astu |
oṃ vedasamṛddhir astu | oṃ śāstrasamṛddhir astu | oṃ dhanadhānyasamṛddhir astu |
oṃ putrapautrasampad astu | oṃ iṣṭasampad astu ||
15. Belastendes abgeben
oṃ sakalāriṣṭanirasanam astu |
oṃ yat pāpaṃ rogaṃ śokam akalyāṇaṃ tad dūre pratihatam astu ||
16. Die Segnung weitet sich
sarvaśobhanam astu | sarvāḥ sampadaḥ santu |
oṃ śaṃ no astu dvipade śaṃ catuṣpade | oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ |
ā brahman brāhmaṇo brahmavarcasī jāyatām asmin rāṣṭre rājanya iṣavyaḥ śūro mahāratho jāyatām |
dogdhrī dhenur voḍhānaḍvān āśuḥ saptiḥ purandhir yoṣā jiṣṇū ratheṣṭhāḥ sabheyo yuvāsya yajamānasya vīro jāyatām |
nikāme nikāme naḥ parjanyo varṣatu phalinyo na oṣadhayaḥ pacyantāṃ yogakṣemo naḥ kalpatām |
indraḥ sunītī saha mā punātu | somaḥ svastyā varuṇaḥ samīcyā |
yamo rājā pramṛṇābhiḥ punātu mā | jātavedā morjayantyā punātu | oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ |
tac chaṃ yor āvṛṇīmahe | gātuṃ yajñāya | gātuṃ yajñapataye |
daivī svastir astu naḥ | svastir mānuṣebhyaḥ | ūrdhvaṃ jigātu bheṣajam |
śaṃ no astu dvipade | śaṃ catuṣpade ||
17. Sammlung, Entlassung Varunas und Besprengen
svāminaḥ manaḥ samādhīyatām | samāhitamanasaḥ sma |
prasīdantu bhavantaḥ | prasannāḥ sma |
varuṇāya namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca |
apavitraḥ pavitro vā sarvāvasthāṃ gato 'pi vā |
yaḥ smaret puṇḍarīkākṣaṃ sa bāhyābhyantaraḥ śuciḥ ||
satyaṃ śuddhaṃ tapaḥ śuddhaṃ jñānaśuddhaṃ tathaiva ca |
sarvabhūtadayāśuddhaṃ jalaśuddhaṃ ca pañcamam ||
adbhir gātrāṇi śuddhyanti buddhir jñānena śuddhyati |
vidyātapobhyāṃ bhūtātmā manaḥ satyena śuddhyati ||
18. Der besondere Vorsatz für das Haus
viśeṣataḥ asya yajamānasya sahakuṭumbānāṃ samitrāṇāṃ saparivārāṇāṃ kṣemasthairyadhairyavīryavijayāyurārogyaiśvaryāṇām abhivṛddhyarthaṃ dharmārthakāmamokṣacaturvidhapuruṣārthaphalasiddhyartham iṣṭakāmyārthasiddhyarthaṃ sarvāriṣṭaśāntyarthaṃ sarvābhīṣṭasiddhyarthaṃ samastamaṅgalāvāptyartham asya yajamānasya putrapautrādisahitasya asmin gṛhe cirakālasukhanivāsārthaṃ nānāvidharogādisarvopadravaśāntyarthaṃ sampadāyurārogyadvipadacatuṣpadanānāvidhahiṃsādoṣaparihāradvārā vāstoḥ śubhadāsaṃsiddhaye vāstuśāntihomākhyaṃ karma kariṣye ||
19. Boden und Linien
oṃ rudrāya namaḥ |
oṃ viṣṇave namaḥ |
oṃ indrāya namaḥ |
oṃ yamāya namaḥ |
oṃ brahmaṇe namaḥ |
oṃ somāya namaḥ ||
20. Feuer einsetzen
candramā manaso jātaḥ | cakṣoḥ sūryo ajāyata |
mukhād indraścāgniśca | prāṇād vāyur ajāyata ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ mṛḍanāmānam agniṃ sthāpayāmi ||
21. Brahma-Sitz
asmin vāstuśāntihomakarmaṇi brahmāṇaṃ tvāṃ vṛṇe |
oṃ khaṃ brahmaṇe namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam ||
22. Wasser und Pranita-Gefäß
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam ||
23. Zustimmung der göttlichen Kräfte
oṃ adite 'numanyasva |
oṃ anumate 'numanyasva |
oṃ sarasvate 'numanyasva |
oṃ deva savitaḥ prasuva ||
24. Agni-Nyasa
oṃ raṃ hṛdayāya namaḥ |
oṃ rīṃ śirase svāhā |
oṃ rūṃ śikhāyai vaṣaṭ |
oṃ raiṃ kavacāya huṃ |
oṃ rauṃ netratrayāya vauṣaṭ |
oṃ raḥ astrāya phaṭ |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvar om iti digbandhaḥ ||
25. Agni betrachten
meṣārūḍhaṃ ca vakrāṅgaṃ jātavedasamanvayam |
dviśīrṣakaṃ saptahastaṃ tripādaṃ saptajihvakam ||
varadaṃ śaktipāṇiṃ ca bibhrāṇaṃ sruksruvau tathā |
abhītidaṃ carmadharaṃ vāme cājyadharaṃ kare ||
catvāri śṛṅgā trayo 'sya pādā dve śīrṣe sapta hastāso 'sya |
tridhā baddho vṛṣabho roravīti maho devo martyān āviveśa |
eṣa hi devaḥ pradiśo 'nu sarvāḥ pūrvo hi jātaḥ sa u garbhe antaḥ |
sa vijāyamānaḥ sa janiṣyamāṇaḥ pratyaṅmukhās tiṣṭhati viśvatomukhaḥ |
he agne prāṅmukho deva mamābhimukho bhava ||
26. Acht Feueraspekte und die Anwesenden
oṃ agnaye namaḥ | oṃ jātavedase namaḥ | oṃ sahojase namaḥ | oṃ ajirāprabhave namaḥ |
oṃ vaiśvānarāya namaḥ | oṃ naryāpase namaḥ | oṃ paṅktirādhase namaḥ | oṃ visarpiṇe namaḥ |
oṃ śrīyajñapuruṣāya namaḥ | oṃ ātmane namaḥ |
sarvebhyaḥ śrīvaiṣṇavebhyo namaḥ | sarvebhyo brāhmaṇebhyo namaḥ ||
27. Hüter der Richtungen
oṃ indrāya namaḥ | oṃ agnaye namaḥ | oṃ yamāya namaḥ | oṃ nirṛtaye namaḥ |
oṃ varuṇāya namaḥ | oṃ vāyave namaḥ | oṃ somāya namaḥ | oṃ īśānāya namaḥ ||
28. Brennholz darbringen
asmin vāstuśāntihomakarmaṇi brahmann idhmam ādhāsye |
ādhatsva ||
29. Erste Ghee-Ströme und Gaben
oṃ prajāpataye svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ indrāya svāhā | indrāya idaṃ na mama |
oṃ bhūḥ svāhā | agnaye idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyave idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāya idaṃ na mama |
oṃ agnaye svāhā | agnaye idaṃ na mama |
oṃ somāya svāhā | somāya idaṃ na mama ||
30. Drei Welten und vorbereitende Bereinigung
oṃ bhūḥ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyava idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāyedaṃ na mama |
asmin vāstuśāntihomakarmaṇi saṅkalpaprabhṛti etatkṣaṇaparyantaṃ madhye sambhāvitasamastadoṣaprāyaścittārthaṃ sarvaprāyaścittaṃ hoṣyāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama ||
31. Vastoshpati-Gabe 1
vāstoṣpate prati jānīhy asmān svāveśo anamīvo bhavā naḥ |
yat tvemahe prati tan no juṣasva śaṃ no edhi dvipade śaṃ catuṣpade svāhā ||
32. Vastoshpati-Gabe 2
vāstoṣpate śagmayā saṃsadā te sakṣīmahi raṇvayā gātumatyā |
āvaha kṣeme uta yoge varaṃ no yūyaṃ pāta svastibhiḥ sadā naḥ svāhā ||
33. Vastoshpati-Gabe 3
vāstoṣpate prataraṇo na edhi gobhir aśvebhir indo |
ajarāsas te sakhye syāma piteva putrān prati no juṣasva svāhā ||
34. Vastoshpati-Gabe 4
amīvahā vāstoṣpate viśvā rūpāṇy āviśan |
sakhā suśeva edhi naḥ svāhā ||
35. Vastoshpati-Gabe 5
abhi vo arce poṣyāvato nṝn vāstoṣpatiṃ tvaṣṭāraṃ rarāṇaḥ |
dhanyā sajoṣā dhiṣaṇā namobhir vanaspatīr oṣadhī rāya eṣe svāhā ||
36. Vastoshpati-Gabe 6
vāstoṣpate dhruvā sthūṇāṃ satraṃ somyānām |
drapso bhettā purāṃ śaśvatīnām indro munīnāṃ sakhā svāhā ||
37. Die Hausgaben übergeben
vāstoṣpataya idaṃ na mama ||
38. Den Jayadi-Abschluss beginnen
hariḥ oṃ tat sat | asyāṃ śubhatithau etat vāstuśāntihomakarmasamṛddhyarthaṃ jayādihomaṃ kariṣye ||
39. Zwölf Jaya-Gaben
Jayadi-Gabe 1
cittañ ca svāhā | cittāyedaṃ na mama ||
Jayadi-Gabe 2
cittiś ca svāhā | cittyā idaṃ na mama ||
Jayadi-Gabe 3
ākūtañ ca svāhā | ākūtāyedaṃ na mama ||
Jayadi-Gabe 4
ākūtiś ca svāhā | ākūtyā idaṃ na mama ||
Jayadi-Gabe 5
vijñātañ ca svāhā | vijñātāyedaṃ na mama ||
Jayadi-Gabe 6
vijñānañ ca svāhā | vijñānāyedaṃ na mama ||
Jayadi-Gabe 7
manaś ca svāhā | manasa idaṃ na mama ||
Jayadi-Gabe 8
śakvarīś ca svāhā | śakvarībhya idaṃ na mama ||
Jayadi-Gabe 9
darśaś ca svāhā | darśāyedaṃ na mama ||
Jayadi-Gabe 10
pūrṇamāsaś ca svāhā | pūrṇamāsāyedaṃ na mama ||
Jayadi-Gabe 11
bṛhañ ca svāhā | bṛhata idaṃ na mama ||
Jayadi-Gabe 12
rathantarañ ca svāhā | rathantarāyedaṃ na mama ||
40. Prajapatis Gabe des Sieges verehren
prajāpatir jayān indrāya vṛṣṇe prāyacchad ugraḥ pṛtanājyeṣu |
tasmai viśaḥ samanam amanta sarvāḥ sa ugraḥ sa hi havyo babhūva svāhā |
prajāpataya idaṃ na mama ||
41. Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
Jayadi-Gabe 14: Agni
agnir bhūtānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | agnaya idaṃ ||
Jayadi-Gabe 15: Indra
indro jyeṣṭhānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | indrāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 16: Yama
yamaḥ pṛthivyā adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | yamāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 17: Vayu
vāyur antarikṣasya adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | vāyava idaṃ ||
Jayadi-Gabe 18: Surya
sūryo divo adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | sūryāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 19: Chandra
candramā nakṣatrāṇām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | candramasa idaṃ ||
Jayadi-Gabe 20: Brihaspati
bṛhaspatir brahmaṇo adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | bṛhaspataya idaṃ ||
Jayadi-Gabe 21: Mitra
mitraḥ satyānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | mitrāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 22: Varuna
varuṇo 'pām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | varuṇāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 23: Samudra
samudraḥ srotyānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | samudrāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 24: Nahrung
annaṃ sāmrājyānām adhipatis tan mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | annāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 25: Soma
soma oṣadhīnām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | somāyedaṃ na mama ||
Jayadi-Gabe 26: Savitar
savitā prasavānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | savitra idaṃ ||
Jayadi-Gabe 27: Rudra
rudraḥ paśūnām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | rudrāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 28: Tvashtar
tvaṣṭā rūpāṇām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | tvaṣṭra idaṃ ||
Jayadi-Gabe 29: Vishnu
viṣṇuḥ parvatānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | viṣṇava idaṃ ||
Jayadi-Gabe 30: Maruts
maruto gaṇānām adhipatayas te mām avantu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | marudbhya idaṃ ||
Jayadi-Gabe 31: Ahnen
pitaraḥ pitāmahāḥ pare 'vare tatās tatāmahā idam āvata | asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | pitṛbhya idaṃ ||
42. Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
Jayadi-Gabe 32
ṛtāṣāḍ ṛtadhāmāgnir gandharvas tasyauṣadhayo apsarasa ūrjo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | agnaye gandharvāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 33
tābhyaḥ svāhā | oṣadhībhyo apsarobhya idaṃ ||
Jayadi-Gabe 34
saṃhito viśvasāmā sūryo gandharvas tasya marīcayo apsarasa āyuvo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | sūryāya gandharvāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 35
tābhyaḥ svāhā | marīcibhyo apsarobhya idaṃ ||
Jayadi-Gabe 36
suṣumnaḥ sūryaraśmiś candramā gandharvas tasya nakṣatrāṇy apsaraso bekurayo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | candramase gandharvāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 37
tābhyaḥ svāhā | nakṣatrebhyo apsarobhya idaṃ ||
Jayadi-Gabe 38
bhujyuḥ suparṇo yajño gandharvas tasya dakṣiṇā apsarasas stavā nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | yajñāya gandharvāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 39
tābhyaḥ svāhā | dakṣiṇābhyo apsarobhya idaṃ ||
Jayadi-Gabe 40
prajāpatir viśvakarmā mano gandharvas tasyark-sāmāny apsaraso vahnayo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | manase gandharvāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 41
tābhyaḥ svāhā | ṛksāmebhyo apsarobhya idaṃ ||
Jayadi-Gabe 42
iṣiro viśvavyacā vāto gandharvas tasyāpo apsaraso mudā nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | vātāya gandharvāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 43
tābhyaḥ svāhā | adbhyo apsarobhya idaṃ ||
Jayadi-Gabe 44
bhuvanasya pate yasya ta upari gṛhā iha ca |
sa no rāśvājyāniṃ rāyaspoṣaṃ suvīryaṃ saṃvatsarīṇāṃ svastiṃ svāhā | bhuvanasya pataya idaṃ ||
Jayadi-Gabe 45
parameṣṭhy adhipatir mṛtyur gandharvas tasya viśvam apsaraso bhuvo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | mṛtyave gandharvāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 46
tābhyaḥ svāhā | viśvasmā apsarobhya idaṃ ||
Jayadi-Gabe 47
sukṣitiḥ subhūtir bhadrakṛt suvarvān parjanyo gandharvas tasya vidyuto apsaraso ruco nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | parjanyāya gandharvāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 48
tābhyaḥ svāhā | vidyudbhyo apsarobhya idaṃ ||
Jayadi-Gabe 49
dūrehetir amṛḍayo mṛtyur gandharvas tasya prajā apsaraso bhīruvo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | mṛtyave gandharvāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 50
tābhyaḥ svāhā | prajābhyo apsarobhya idaṃ ||
Jayadi-Gabe 51
cāruḥ kṛpaṇakāśī kāmo gandharvas tasyādhayo apsarasaḥ śocayantīr nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | kāmāya gandharvāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 52
tābhyaḥ svāhā | ādhibhyo apsarobhya idaṃ ||
Jayadi-Gabe 53
sa no bhuvanasya pate yasya ta upari gṛhā iha ca |
uru brahmaṇe 'smai kṣatrāya mahi śarma yaccha svāhā | bhuvanasya pataye brahmaṇa idaṃ ||
43. Prajapati und die drei Welten
prajāpate na tvad etāny anyo viśvā jātāni pari tā babhūva |
yatkāmās te juhumas tan no astu vayaṃ syāma patayo rayīṇāṃ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ bhūḥ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyava idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāyedaṃ na mama ||
44. Svishtakrit
yad asya karmaṇo 'tyarīricaṃ yad vā nyūnam ihākaram |
agniṣ ṭat sviṣṭakṛd vidvān sarvaṃ sviṣṭaṃ suhutaṃ karotu svāhā |
agnaye sviṣṭakṛta idaṃ na mama ||
45. Begrenzungshölzer und gemeinsamer Ghee-Strom
svāhā | vasubhyo rudrebhya ādityebhyaḥ saṃsrāvabhāgebhya idaṃ na mama |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama ||
46. Nicht bemerkte Fehler übergeben
asmin vāstuśāntihomakarmaṇy avijñātaprāyaścittādīni kariṣye |
anājñātaṃ yad ajñātaṃ yajñasya kriyate mithu |
agne tad asya kalpaya tvaṃ hi vettha yathātathaṃ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
puruṣasaṃmito yajño yajñaḥ puruṣasaṃmitaḥ |
agne tad asya kalpaya tvaṃ hi vettha yathātathaṃ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
yat pākatra manasā dīnadakṣā na yajñasya manvate martāsaḥ |
agniṣ ṭad dhotā kratuvid vijānan yajiṣṭho devān kratuśo yajāti svāhā | agnaya idaṃ na mama ||
47. Abschließende Bereinigungsgaben
oṃ bhūḥ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyava idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāyedaṃ na mama |
asmin homakarmaṇi madhye sambhāvitasamastadoṣaprāyaścittārthaṃ sarvaprāyaścittaṃ hoṣyāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ śrīviṣṇave svāhā | viṣṇave paramātmana idaṃ na mama |
oṃ rudrāya paśupataye svāhā | rudrāya paśupataya idaṃ na mama ||
48. Purnahuti
asya vāstuśāntihomakarmaṇaḥ sampūrṇaphalaprāptyarthaṃ mṛḍanāmāgnau pūrṇāhutiṃ hoṣyāmi |
tadanantaraṃ sāṅgatasiddhyarthaṃ vasordhārāṃ hoṣyāmi |
oṃ pūrṇāhutim uttamāṃ juhoti | sarvaṃ vai pūrṇāhutiḥ | sarvam evāpnoti |
atho iyaṃ vai pūrṇāhutiḥ | asyām eva pratitiṣṭhati svāhā | agnaye vauṣaṭ ||
49. Vasordhara
oṃ sapta te agne samidhaḥ sapta jihvāḥ sapta ṛṣayaḥ sapta dhāma priyāṇi |
sapta hotrāḥ saptadhā tvā yajanti sapta yonīr āpṛṇasva ghṛtena svāhā |
agnaye saptavata idaṃ na mama ||
50. Abschließendes Besprengen
adite 'nvamaṃsthāḥ |
anumate 'nvamaṃsthāḥ |
sarasvate 'nvamaṃsthāḥ |
deva savitaḥ prāsāvīḥ ||
51. Varuna aus dem Pranita-Patra entlassen
varuṇāya namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam |
yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||
52. Wasser in die Richtungen geben
prācyāṃ diśi devā ṛtvijo mārjayantām |
dakṣiṇasyāṃ diśi māsāḥ pitaro mārjayantām |
pratīcyāṃ diśi gṛhāḥ paśavo mārjayantām |
udīcyāṃ diśy āpa oṣadhayo mārjayantām |
ūrdhvāyāṃ diśi yajñaḥ saṃvatsaro yajñapatir mārjayantām ||
53. Agni danken und nach innen zurücknehmen
oṃ vaiśvānarāya vidmahe lālīlāya dhīmahi tan no 'gniḥ pracodayāt |
agne naya supathā rāye asmān viśvāni deva vayunāni vidvan |
yuyodhy asmaj juhurāṇam eno bhūyiṣṭhāṃ te nama uktiṃ vidhema ||
oṃ agnaye namaḥ | agnim ātmany udvāsayāmi ||
54. Die Schlussgebete
namaste gārhapatyāya namaste dakṣiṇāgnaye |
nama āhavanīyāya mahāvedyai namo namaḥ ||
kāṇḍadvayopapādyāya karmabrahmasvarūpiṇe |
svargāpavargarūpāya yajñeśāya namo namaḥ ||
yajñeśācyuta govinda mādhavānanta keśava |
kṛṣṇa viṣṇo hṛṣīkeśa vāsudeva namo 'stu te ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ hutāśana |
yad dhutaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||
prāyaścittāny aśeṣāṇi tapaḥkarmātmakāni vai |
yāni teṣām aśeṣāṇāṃ kṛṣṇānusmaraṇaṃ param ||
pramādāt kurvatāṃ karma pracyavetādhvareṣu yat |
smaraṇād eva tad viṣṇoḥ sampūrṇaṃ syād iti śrutiḥ ||
yasya smṛtyā ca nāmoktyā tapoyajñakriyādiṣu |
nyūnaṃ sampūrṇatāṃ yāti sadyo vande tam acyutam ||
56. Gabe und Dank bekräftigen
oṃ vratena dīkṣām āpnoti dīkṣayāpnoti dakṣiṇām |
dakṣiṇā śraddhām āpnoti śraddhayā satyam āpyate ||
57. Segen für alle Anwesenden
deśo ayaṃ nirupadravo astu | sarve janāḥ sukhino bhavantu ||
samastasanmaṅgalāni santu | uttarottarābhivṛddhir astu ||
58. Das Haus besprengen
svastyayanaṃ tārkṣyam ariṣṭanemiṃ mahadbhūtaṃ vāyasaṃ devatānām |
asuraghnam indrasakhaṃ samatsu bṛhadyaśo nāvam ivāruhema |
aṃhomucam āṅgirasaṃ gayaṃ ca svasty ātreyaṃ manasā ca tārkṣyam |
prayatapāṇiḥ śaraṇaṃ prapadye svasti sambādheṣv abhayaṃ no astu ||
Devanagari
Die Nummern entsprechen den Schritten. Alle bedingten Handlungen und Wiederholungen sind dort bezeichnet.
1. Guru und Frieden
गुरुर् ब्रह्मा गुरुर् विष्णुर् गुरुर् देवो महेश्वरः ।
गुरुः साक्षात् परं ब्रह्म तस्मै श्रीगुरवे नमः ॥
भद्रं कर्णेभिः शृणुयाम देवा भद्रं पश्येमाक्षभिर् यजत्राः ।
स्थिरैर् अङ्गैस् तुष्टुवांसस् तनूभिर् व्यशेम देवहितं यद् आयुः ॥
स्वस्ति न इन्द्रो वृद्धश्रवाः । स्वस्ति नः पूषा विश्ववेदाः ।
स्वस्ति नस् तार्क्ष्यो अरिष्टनेमिः । स्वस्ति नो बृहस्पतिर् दधातु ॥
ऋध्यास्म हव्यैर् नमसोपसद्य । मित्रं देवं मित्रधेयं नो अस्तु ।
अनुराधान् हविषा वर्धयन्तः । शतं जीवेम शरदः सवीराः ॥
2. Zustimmung der Versammlung
नमः सदसे नमः सदसस्पतये नमः सखीनाम् ।
पुरोगाणां चक्षुषे नमो दिवे नमः पृथिव्यै ॥
सप्रथा सभां मे गोपाय । ये च सभ्याः सभासदः ।
तान् इन्द्रियावतः कुरु । सर्वम् आयुर् उपासताम् ॥
अशेष हे परिषद् भवत्पादमूले मया समर्पिताम् इमां सौवर्णीं यत्किञ्चिद् दक्षिणाम् अपि यथोक्तदक्षिणाम् इव स्वीकृत्य वास्तुशान्तिहोमकर्म कर्तुं योग्यतासिद्धिम् अनुगृहाण ॥
3. Den Vorsatz fassen – Sankalpa
तद् एव लग्नं सुदिनं तद् एव ताराबलं चन्द्रबलं तद् एव ।
विद्याबलं दैवबलं तद् एव लक्ष्मीपते ते ऽङ्घ्रियुगं स्मरामि ॥
हरिः ॐ तत् सत् । श्रीगोविन्द श्रीगोविन्द श्रीगोविन्द ।
अस्यां शुभतिथौ ममोपात्तसमस्तदुरितक्षयद्वारा श्रीपरमेश्वरप्रीत्यर्थं वास्तुशान्तिहोमाख्यं कर्म करिष्ये ।
तदङ्गत्वेन निर्विघ्नेन परिसमाप्त्यर्थम् आदौ विघ्नेश्वरपूजां करिष्ये ।
तदङ्गत्वेनान्तःकरणशुद्ध्यर्थं शरीरशुद्ध्यर्थं मण्डपशुद्ध्यर्थं सर्वोपकरणशुद्ध्यर्थं स्वस्तिपुण्याहवाचनं करिष्ये ॥
4. Ganesha betrachten und einladen
गजाननं भूतगणादिसेवितं कपित्थजम्बूफलसारभक्षणम् ।
उमासुतं शोकविनाशकारणं नमामि विघ्नेश्वरपादपङ्कजम् ॥
एकदन्तं शूर्पकर्णं गजवक्त्रं महोदरम् ।
पाशाङ्कुशधरं देवं ध्यायेत् सिद्धिविनायकम् ॥
ॐ भूर् भुवः सुवः श्रीमहागणपतये नमः ।
ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षतपुष्पाणि समर्पयामि ॥
Ganesha-Gabe 1: Sitz
ॐ गं गणपतये नमः । आसनं समर्पयामि ॥
Ganesha-Gabe 2: Fußwasser
ॐ गं गणपतये नमः । पाद्यं समर्पयामि ॥
Ganesha-Gabe 3: Ehrenwasser
ॐ गं गणपतये नमः । अर्घ्यं समर्पयामि ॥
Ganesha-Gabe 4: Mundwasser
ॐ गं गणपतये नमः । आचमनीयं समर्पयामि ॥
Ganesha-Gabe 5: Bad
ॐ गं गणपतये नमः । स्नानं समर्पयामि ॥
Ganesha-Gabe 6: Mundwasser nach dem Bad
ॐ गं गणपतये नमः । स्नानानन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ॥
Ganesha-Gabe 7: Gewand
ॐ गं गणपतये नमः । वस्त्रार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥
Ganesha-Gabe 8: Heilige Schnur
ॐ गं गणपतये नमः । उपवीतार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥
Ganesha-Gabe 9: Schmuck
ॐ गं गणपतये नमः । आभरणार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥
Ganesha-Gabe 10: Duft
ॐ गं गणपतये नमः । दिव्यगन्धान् धारयामि ॥
Ganesha-Gabe 11: Kumkum
ॐ गं गणपतये नमः । गन्धस्योपरि कुङ्कुमं समर्पयामि ॥
Ganesha-Gabe 12: Girlande
ॐ गं गणपतये नमः । पुष्पमालां समर्पयामि ॥
5. Ganeshas Namen
ॐ सुमुखाय नमः ।
ॐ एकदन्ताय नमः ।
ॐ कपिलाय नमः ।
ॐ गजकर्णकाय नमः ।
ॐ लम्बोदराय नमः ।
ॐ विकटाय नमः ।
ॐ विघ्नराजाय नमः ।
ॐ विनायकाय नमः ।
ॐ धूमकेतवे नमः ।
ॐ गणाध्यक्षाय नमः ।
ॐ बालचन्द्राय नमः ।
ॐ गजाननाय नमः ।
ॐ वक्रतुण्डाय नमः ।
ॐ शूर्पकर्णाय नमः ।
ॐ हेरम्बाय नमः ।
ॐ स्कन्दपूर्वजाय नमः ।
ॐ सिद्धिविनायकाय नमः ।
ॐ विघ्नेश्वराय नमः ।
6. Rauch, Licht, Speise und Tambula
ॐ गं गणपतये नमः । धूपम् आघ्रापयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । प्रत्यक्षदीपं दर्शयामि ।
धूपदीपानन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । नैवेद्यं निवेदयामि ।
नैवेद्यानन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । ताम्बूलं समर्पयामि ॥
7. Lichtkreis und Gebet
ॐ एकदन्ताय विद्महे वक्रतुण्डाय धीमहि तन् नो दन्तिः प्रचोदयात् ।
ॐ गं गणपतये नमः । आनन्दकर्पूरनीराजनं सन्दर्शयामि ।
कर्पूरनीराजनानन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
ॐ विघ्नेश्वराय वरदाय सुरप्रियाय लम्बोदराय सकलाय जगद्धिताय ।
नागाननाय श्रुतियज्ञविभूषिताय गौरीसुताय गणनाथ नमो नमस्ते ॥
वक्रतुण्ड महाकाय कोटिसूर्यसमप्रभ ।
निर्विघ्नं कुरु मे देव सर्वकार्येषु सर्वदा ॥
अन्यथा शरणं नास्ति त्वम् एव शरणं मम ।
तस्मात् कारुण्यभावेन रक्ष रक्ष गणाधिप ॥
आवाहनं न जानामि नैव जानामि पूजनम् ।
विसर्जनं न जानामि क्षमस्व पुरुषोत्तम ॥
मन्त्रहीनं क्रियाहीनं भक्तिहीनं विनायक ।
यत् कृतं तु मया देव परिपूर्णं तद् अस्तु ते ॥
8. Ganeshas vorbereitende Verehrung abschließen
ॐ गणपतये नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि शोभनार्थे क्षेमाय पुनरागमनाय च ॥
9. Varuna anrufen
इमं मे वरुण श्रुधी हवम् अद्या च मृडय । त्वाम् अवस्युर् आ चके ।
तत् त्वा यामि ब्रह्मणा वन्दमानस् तद् आ शास्ते यजमानो हविर्भिः ।
अहेडमानो वरुणेह बोध्य् उरुशंस मा न आयुः प्र मोषीः ॥
अस्मिन् कुम्भे पुण्डरीकाक्षरूपं वरुणं ध्यायामि आवाहयामि ॥
10. Wasser, Gewand, Duft und Blumen für Varuna
ॐ वं वरुणाय नमः । आसनं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । अर्घ्यं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । पाद्यं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । आचमनीयं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । स्नानं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । वस्त्रार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । उपवीतार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । गन्धं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । पुष्पं समर्पयामि ॥
11. Varunas Namen und letzte Gaben
ॐ वरुणाय नमः । ॐ प्रचेतसे नमः । ॐ सुरूपिणे नमः ।
ॐ अपांपतये नमः । ॐ मकरवाहनाय नमः । ॐ जलाधिपतये नमः ।
ॐ पाशहस्ताय नमः । ॐ श्वेतछत्राय नमः । ॐ अनेकमणिभूषिताय नमः । ॐ झषासनाय नमः ।
ॐ वं वरुणाय नमः । धूपम् आघ्रापयामि । दीपं दर्शयामि । नैवेद्यं निवेदयामि । ताम्बूलं समर्पयामि । कर्पूरनीराजनं दर्शयामि ।
ॐ जलबिम्बाय विद्महे नीलपुरुषाय धीमहि तन् नो वरुणः प्रचोदयात् ।
ॐ नमो नमस्ते अस्तु स्फटिकप्रभाय सुश्वेतवस्त्राय सुमङ्गलाय ।
सुपाशहस्ताय झषासनाय जलाधिनाथाय वरुणाय नमो नमः ॥
12. Die Anwesenden stimmen ein
शिवा आपः सन्तु । सन्तु शिवा आपः ।
सौमनस्यम् अस्तु । अस्तु सौमनस्यम् ।
अक्षतं चारिष्टम् अस्तु । अस्त्व् अक्षतम् अरिष्टम् ।
भवद्भिर् अनुज्ञातः पुण्याहं वाचयिष्ये । वाच्यताम् ॥
13. Punyaha, Svasti und Riddhi
पुनस् त्वादित्या रुद्रा वसवः समिन्धताम् । पुनर् ब्रह्माणो वसुनीथ यज्ञैः ।
घृतेन त्वं तन्वं वर्धयस्व । सत्याः सन्तु यजमानस्य कामाः ॥
भो ब्राह्मणाः अस्य यजमानस्य पुण्याहं भवन्तो ब्रुवन्तु ।
ॐ पुण्याहम् अस्तु । ॐ पुण्याहम् अस्तु । ॐ पुण्याहम् अस्तु ।
स्वस्ति मित्रावरुणा स्वस्ति पथ्ये रेवति । स्वस्ति न इन्द्रश्चाग्निश्च स्वस्ति नो अदिते कृधि ।
भो ब्राह्मणाः अस्य यजमानस्य स्वस्ति भवन्तो ब्रुवन्तु ।
ॐ स्वस्तिर् अस्तु । ॐ स्वस्तिर् अस्तु । ॐ स्वस्तिर् अस्तु ।
ऋध्यास्म हव्यैर् नमसोपसद्य । मित्रं देवं मित्रधेयं नो अस्तु ।
अनुराधान् हविषा वर्धयन्तः । शतं जीवेम शरदः सवीराः ।
भो ब्राह्मणाः अस्य यजमानस्य ऋद्धिं भवन्तो ब्रुवन्तु ।
ॐ ऋद्धिर् अस्तु । ॐ ऋद्धिर् अस्तु । ॐ ऋद्धिर् अस्तु ॥
14. Segenswünsche über dem Gefäß
शान्तिर् अस्तु । पुष्टिर् अस्तु । तुष्टिर् अस्तु । वृद्धिर् अस्तु । अविघ्नम् अस्तु । आयुष्यम् अस्तु । आरोग्यम् अस्तु ।
ॐ शिवम् अस्तु । ॐ शिवं कर्मास्तु । ॐ कर्मसमृद्धिर् अस्तु । ॐ धर्मसमृद्धिर् अस्तु ।
ॐ वेदसमृद्धिर् अस्तु । ॐ शास्त्रसमृद्धिर् अस्तु । ॐ धनधान्यसमृद्धिर् अस्तु ।
ॐ पुत्रपौत्रसम्पद् अस्तु । ॐ इष्टसम्पद् अस्तु ॥
15. Belastendes abgeben
ॐ सकलारिष्टनिरसनम् अस्तु ।
ॐ यत् पापं रोगं शोकम् अकल्याणं तद् दूरे प्रतिहतम् अस्तु ॥
16. Die Segnung weitet sich
सर्वशोभनम् अस्तु । सर्वाः सम्पदः सन्तु ।
ॐ शं नो अस्तु द्विपदे शं चतुष्पदे । ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ।
आ ब्रह्मन् ब्राह्मणो ब्रह्मवर्चसी जायताम् अस्मिन् राष्ट्रे राजन्य इषव्यः शूरो महारथो जायताम् ।
दोग्ध्री धेनुर् वोढानड्वान् आशुः सप्तिः पुरन्धिर् योषा जिष्णू रथेष्ठाः सभेयो युवास्य यजमानस्य वीरो जायताम् ।
निकामे निकामे नः पर्जन्यो वर्षतु फलिन्यो न ओषधयः पच्यन्तां योगक्षेमो नः कल्पताम् ।
इन्द्रः सुनीती सह मा पुनातु । सोमः स्वस्त्या वरुणः समीच्या ।
यमो राजा प्रमृणाभिः पुनातु मा । जातवेदा मोर्जयन्त्या पुनातु । ॐ भूर् भुवः सुवः ।
तच् छं योर् आवृणीमहे । गातुं यज्ञाय । गातुं यज्ञपतये ।
दैवी स्वस्तिर् अस्तु नः । स्वस्तिर् मानुषेभ्यः । ऊर्ध्वं जिगातु भेषजम् ।
शं नो अस्तु द्विपदे । शं चतुष्पदे ॥
17. Sammlung, Entlassung Varunas und Besprengen
स्वामिनः मनः समाधीयताम् । समाहितमनसः स्म ।
प्रसीदन्तु भवन्तः । प्रसन्नाः स्म ।
वरुणाय नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि शोभनार्थे क्षेमाय पुनरागमनाय च ।
अपवित्रः पवित्रो वा सर्वावस्थां गतो ऽपि वा ।
यः स्मरेत् पुण्डरीकाक्षं स बाह्याभ्यन्तरः शुचिः ॥
सत्यं शुद्धं तपः शुद्धं ज्ञानशुद्धं तथैव च ।
सर्वभूतदयाशुद्धं जलशुद्धं च पञ्चमम् ॥
अद्भिर् गात्राणि शुद्ध्यन्ति बुद्धिर् ज्ञानेन शुद्ध्यति ।
विद्यातपोभ्यां भूतात्मा मनः सत्येन शुद्ध्यति ॥
18. Der besondere Vorsatz für das Haus
विशेषतः अस्य यजमानस्य सहकुटुम्बानां समित्राणां सपरिवाराणां क्षेमस्थैर्यधैर्यवीर्यविजयायुरारोग्यैश्वर्याणाम् अभिवृद्ध्यर्थं धर्मार्थकाममोक्षचतुर्विधपुरुषार्थफलसिद्ध्यर्थम् इष्टकाम्यार्थसिद्ध्यर्थं सर्वारिष्टशान्त्यर्थं सर्वाभीष्टसिद्ध्यर्थं समस्तमङ्गलावाप्त्यर्थम् अस्य यजमानस्य पुत्रपौत्रादिसहितस्य अस्मिन् गृहे चिरकालसुखनिवासार्थं नानाविधरोगादिसर्वोपद्रवशान्त्यर्थं सम्पदायुरारोग्यद्विपदचतुष्पदनानाविधहिंसादोषपरिहारद्वारा वास्तोः शुभदासंसिद्धये वास्तुशान्तिहोमाख्यं कर्म करिष्ये ॥
19. Boden und Linien
ॐ रुद्राय नमः ।
ॐ विष्णवे नमः ।
ॐ इन्द्राय नमः ।
ॐ यमाय नमः ।
ॐ ब्रह्मणे नमः ।
ॐ सोमाय नमः ॥
20. Feuer einsetzen
चन्द्रमा मनसो जातः । चक्षोः सूर्यो अजायत ।
मुखाद् इन्द्रश्चाग्निश्च । प्राणाद् वायुर् अजायत ॥
ॐ भूर् भुवः सुवः मृडनामानम् अग्निं स्थापयामि ॥
21. Brahma-Sitz
अस्मिन् वास्तुशान्तिहोमकर्मणि ब्रह्माणं त्वां वृणे ।
ॐ खं ब्रह्मणे नमः । सकलाराधनैः स्वर्चितम् ॥
22. Wasser und Pranita-Gefäß
ॐ वं वरुणाय नमः । सकलाराधनैः स्वर्चितम् ॥
23. Zustimmung der göttlichen Kräfte
ॐ अदिते ऽनुमन्यस्व ।
ॐ अनुमते ऽनुमन्यस्व ।
ॐ सरस्वते ऽनुमन्यस्व ।
ॐ देव सवितः प्रसुव ॥
24. Agni-Nyasa
ॐ रं हृदयाय नमः ।
ॐ रीं शिरसे स्वाहा ।
ॐ रूं शिखायै वषट् ।
ॐ रैं कवचाय हुं ।
ॐ रौं नेत्रत्रयाय वौषट् ।
ॐ रः अस्त्राय फट् ।
ॐ भूर् भुवः सुवर् ॐ इति दिग्बन्धः ॥
25. Agni betrachten
मेषारूढं च वक्राङ्गं जातवेदसमन्वयम् ।
द्विशीर्षकं सप्तहस्तं त्रिपादं सप्तजिह्वकम् ॥
वरदं शक्तिपाणिं च बिभ्राणं स्रुक्स्रुवौ तथा ।
अभीतिदं चर्मधरं वामे चाज्यधरं करे ॥
चत्वारि शृङ्गा त्रयो ऽस्य पादा द्वे शीर्षे सप्त हस्तासो ऽस्य ।
त्रिधा बद्धो वृषभो रोरवीति महो देवो मर्त्यान् आविवेश ।
एष हि देवः प्रदिशो ऽनु सर्वाः पूर्वो हि जातः स उ गर्भे अन्तः ।
स विजायमानः स जनिष्यमाणः प्रत्यङ्मुखास् तिष्ठति विश्वतोमुखः ।
हे अग्ने प्राङ्मुखो देव ममाभिमुखो भव ॥
26. Acht Feueraspekte und die Anwesenden
ॐ अग्नये नमः । ॐ जातवेदसे नमः । ॐ सहोजसे नमः । ॐ अजिराप्रभवे नमः ।
ॐ वैश्वानराय नमः । ॐ नर्यापसे नमः । ॐ पङ्क्तिराधसे नमः । ॐ विसर्पिणे नमः ।
ॐ श्रीयज्ञपुरुषाय नमः । ॐ आत्मने नमः ।
सर्वेभ्यः श्रीवैष्णवेभ्यो नमः । सर्वेभ्यो ब्राह्मणेभ्यो नमः ॥
27. Hüter der Richtungen
ॐ इन्द्राय नमः । ॐ अग्नये नमः । ॐ यमाय नमः । ॐ निरृतये नमः ।
ॐ वरुणाय नमः । ॐ वायवे नमः । ॐ सोमाय नमः । ॐ ईशानाय नमः ॥
28. Brennholz darbringen
अस्मिन् वास्तुशान्तिहोमकर्मणि ब्रह्मन्न् इध्मम् आधास्ये ।
आधत्स्व ॥
29. Erste Ghee-Ströme und Gaben
ॐ प्रजापतये स्वाहा । प्रजापतय इदं न मम ।
ॐ इन्द्राय स्वाहा । इन्द्राय इदं न मम ।
ॐ भूः स्वाहा । अग्नये इदं न मम ।
ॐ भुवः स्वाहा । वायवे इदं न मम ।
ॐ सुवः स्वाहा । सूर्याय इदं न मम ।
ॐ अग्नये स्वाहा । अग्नये इदं न मम ।
ॐ सोमाय स्वाहा । सोमाय इदं न मम ॥
30. Drei Welten und vorbereitende Bereinigung
ॐ भूः स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
ॐ भुवः स्वाहा । वायव इदं न मम ।
ॐ सुवः स्वाहा । सूर्यायेदं न मम ।
अस्मिन् वास्तुशान्तिहोमकर्मणि सङ्कल्पप्रभृति एतत्क्षणपर्यन्तं मध्ये सम्भावितसमस्तदोषप्रायश्चित्तार्थं सर्वप्रायश्चित्तं होष्यामि ।
ॐ भूर् भुवः सुवः स्वाहा । प्रजापतय इदं न मम ॥
31. Vastoshpati-Gabe 1
वास्तोष्पते प्रति जानीह्य् अस्मान् स्वावेशो अनमीवो भवा नः ।
यत् त्वेमहे प्रति तन् नो जुषस्व शं नो एधि द्विपदे शं चतुष्पदे स्वाहा ॥
32. Vastoshpati-Gabe 2
वास्तोष्पते शग्मया संसदा ते सक्षीमहि रण्वया गातुमत्या ।
आवह क्षेमे उत योगे वरं नो यूयं पात स्वस्तिभिः सदा नः स्वाहा ॥
33. Vastoshpati-Gabe 3
वास्तोष्पते प्रतरणो न एधि गोभिर् अश्वेभिर् इन्दो ।
अजरासस् ते सख्ये स्याम पितेव पुत्रान् प्रति नो जुषस्व स्वाहा ॥
34. Vastoshpati-Gabe 4
अमीवहा वास्तोष्पते विश्वा रूपाण्य् आविशन् ।
सखा सुशेव एधि नः स्वाहा ॥
35. Vastoshpati-Gabe 5
अभि वो अर्चे पोष्यावतो नॄन् वास्तोष्पतिं त्वष्टारं रराणः ।
धन्या सजोषा धिषणा नमोभिर् वनस्पतीर् ओषधी राय एषे स्वाहा ॥
36. Vastoshpati-Gabe 6
वास्तोष्पते ध्रुवा स्थूणां सत्रं सोम्यानाम् ।
द्रप्सो भेत्ता पुरां शश्वतीनाम् इन्द्रो मुनीनां सखा स्वाहा ॥
37. Die Hausgaben übergeben
वास्तोष्पतय इदं न मम ॥
38. Den Jayadi-Abschluss beginnen
हरिः ॐ तत् सत् । अस्यां शुभतिथौ एतत् वास्तुशान्तिहोमकर्मसमृद्ध्यर्थं जयादिहोमं करिष्ये ॥
39. Zwölf Jaya-Gaben
Jayadi-Gabe 1
चित्तञ् च स्वाहा । चित्तायेदं न मम ॥
Jayadi-Gabe 2
चित्तिश् च स्वाहा । चित्त्या इदं न मम ॥
Jayadi-Gabe 3
आकूतञ् च स्वाहा । आकूतायेदं न मम ॥
Jayadi-Gabe 4
आकूतिश् च स्वाहा । आकूत्या इदं न मम ॥
Jayadi-Gabe 5
विज्ञातञ् च स्वाहा । विज्ञातायेदं न मम ॥
Jayadi-Gabe 6
विज्ञानञ् च स्वाहा । विज्ञानायेदं न मम ॥
Jayadi-Gabe 7
मनश् च स्वाहा । मनस इदं न मम ॥
Jayadi-Gabe 8
शक्वरीश् च स्वाहा । शक्वरीभ्य इदं न मम ॥
Jayadi-Gabe 9
दर्शश् च स्वाहा । दर्शायेदं न मम ॥
Jayadi-Gabe 10
पूर्णमासश् च स्वाहा । पूर्णमासायेदं न मम ॥
Jayadi-Gabe 11
बृहञ् च स्वाहा । बृहत इदं न मम ॥
Jayadi-Gabe 12
रथन्तरञ् च स्वाहा । रथन्तरायेदं न मम ॥
40. Prajapatis Gabe des Sieges verehren
प्रजापतिर् जयान् इन्द्राय वृष्णे प्रायच्छद् उग्रः पृतनाज्येषु ।
तस्मै विशः समनम् अमन्त सर्वाः स उग्रः स हि हव्यो बभूव स्वाहा ।
प्रजापतय इदं न मम ॥
41. Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
Jayadi-Gabe 14: Agni
अग्निर् भूतानाम् अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । अग्नय इदं ॥
Jayadi-Gabe 15: Indra
इन्द्रो ज्येष्ठानाम् अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । इन्द्रायेदं ॥
Jayadi-Gabe 16: Yama
यमः पृथिव्या अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । यमायेदं ॥
Jayadi-Gabe 17: Vayu
वायुर् अन्तरिक्षस्य अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । वायव इदं ॥
Jayadi-Gabe 18: Surya
सूर्यो दिवो अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । सूर्यायेदं ॥
Jayadi-Gabe 19: Chandra
चन्द्रमा नक्षत्राणाम् अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । चन्द्रमस इदं ॥
Jayadi-Gabe 20: Brihaspati
बृहस्पतिर् ब्रह्मणो अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । बृहस्पतय इदं ॥
Jayadi-Gabe 21: Mitra
मित्रः सत्यानाम् अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । मित्रायेदं ॥
Jayadi-Gabe 22: Varuna
वरुणो ऽपाम् अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । वरुणायेदं ॥
Jayadi-Gabe 23: Samudra
समुद्रः स्रोत्यानाम् अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । समुद्रायेदं ॥
Jayadi-Gabe 24: Nahrung
अन्नं साम्राज्यानाम् अधिपतिस् तन् माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । अन्नायेदं ॥
Jayadi-Gabe 25: Soma
सोम ओषधीनाम् अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । सोमायेदं न मम ॥
Jayadi-Gabe 26: Savitar
सविता प्रसवानाम् अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । सवित्र इदं ॥
Jayadi-Gabe 27: Rudra
रुद्रः पशूनाम् अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । रुद्रायेदं ॥
Jayadi-Gabe 28: Tvashtar
त्वष्टा रूपाणाम् अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । त्वष्ट्र इदं ॥
Jayadi-Gabe 29: Vishnu
विष्णुः पर्वतानाम् अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । विष्णव इदं ॥
Jayadi-Gabe 30: Maruts
मरुतो गणानाम् अधिपतयस् ते माम् अवन्तु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । मरुद्भ्य इदं ॥
Jayadi-Gabe 31: Ahnen
पितरः पितामहाः परे ऽवरे ततास् ततामहा इदम् आवत । अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । पितृभ्य इदं ॥
42. Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
Jayadi-Gabe 32
ऋताषाड् ऋतधामाग्निर् गन्धर्वस् तस्यौषधयो अप्सरस ऊर्जो नाम । स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा । अग्नये गन्धर्वायेदं ॥
Jayadi-Gabe 33
ताभ्यः स्वाहा । ओषधीभ्यो अप्सरोभ्य इदं ॥
Jayadi-Gabe 34
संहितो विश्वसामा सूर्यो गन्धर्वस् तस्य मरीचयो अप्सरस आयुवो नाम । स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा । सूर्याय गन्धर्वायेदं ॥
Jayadi-Gabe 35
ताभ्यः स्वाहा । मरीचिभ्यो अप्सरोभ्य इदं ॥
Jayadi-Gabe 36
सुषुम्नः सूर्यरश्मिश् चन्द्रमा गन्धर्वस् तस्य नक्षत्राण्य् अप्सरसो बेकुरयो नाम । स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा । चन्द्रमसे गन्धर्वायेदं ॥
Jayadi-Gabe 37
ताभ्यः स्वाहा । नक्षत्रेभ्यो अप्सरोभ्य इदं ॥
Jayadi-Gabe 38
भुज्युः सुपर्णो यज्ञो गन्धर्वस् तस्य दक्षिणा अप्सरसस् स्तवा नाम । स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा । यज्ञाय गन्धर्वायेदं ॥
Jayadi-Gabe 39
ताभ्यः स्वाहा । दक्षिणाभ्यो अप्सरोभ्य इदं ॥
Jayadi-Gabe 40
प्रजापतिर् विश्वकर्मा मनो गन्धर्वस् तस्यर्क्-सामान्य् अप्सरसो वह्नयो नाम । स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा । मनसे गन्धर्वायेदं ॥
Jayadi-Gabe 41
ताभ्यः स्वाहा । ऋक्सामेभ्यो अप्सरोभ्य इदं ॥
Jayadi-Gabe 42
इषिरो विश्वव्यचा वातो गन्धर्वस् तस्यापो अप्सरसो मुदा नाम । स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा । वाताय गन्धर्वायेदं ॥
Jayadi-Gabe 43
ताभ्यः स्वाहा । अद्भ्यो अप्सरोभ्य इदं ॥
Jayadi-Gabe 44
भुवनस्य पते यस्य त उपरि गृहा इह च ।
स नो राश्वाज्यानिं रायस्पोषं सुवीर्यं संवत्सरीणां स्वस्तिं स्वाहा । भुवनस्य पतय इदं ॥
Jayadi-Gabe 45
परमेष्ठ्य् अधिपतिर् मृत्युर् गन्धर्वस् तस्य विश्वम् अप्सरसो भुवो नाम । स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा । मृत्यवे गन्धर्वायेदं ॥
Jayadi-Gabe 46
ताभ्यः स्वाहा । विश्वस्मा अप्सरोभ्य इदं ॥
Jayadi-Gabe 47
सुक्षितिः सुभूतिर् भद्रकृत् सुवर्वान् पर्जन्यो गन्धर्वस् तस्य विद्युतो अप्सरसो रुचो नाम । स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा । पर्जन्याय गन्धर्वायेदं ॥
Jayadi-Gabe 48
ताभ्यः स्वाहा । विद्युद्भ्यो अप्सरोभ्य इदं ॥
Jayadi-Gabe 49
दूरेहेतिर् अमृडयो मृत्युर् गन्धर्वस् तस्य प्रजा अप्सरसो भीरुवो नाम । स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा । मृत्यवे गन्धर्वायेदं ॥
Jayadi-Gabe 50
ताभ्यः स्वाहा । प्रजाभ्यो अप्सरोभ्य इदं ॥
Jayadi-Gabe 51
चारुः कृपणकाशी कामो गन्धर्वस् तस्याधयो अप्सरसः शोचयन्तीर् नाम । स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा । कामाय गन्धर्वायेदं ॥
Jayadi-Gabe 52
ताभ्यः स्वाहा । आधिभ्यो अप्सरोभ्य इदं ॥
Jayadi-Gabe 53
स नो भुवनस्य पते यस्य त उपरि गृहा इह च ।
उरु ब्रह्मणे ऽस्मै क्षत्राय महि शर्म यच्छ स्वाहा । भुवनस्य पतये ब्रह्मण इदं ॥
43. Prajapati und die drei Welten
प्रजापते न त्वद् एतान्य् अन्यो विश्वा जातानि परि ता बभूव ।
यत्कामास् ते जुहुमस् तन् नो अस्तु वयं स्याम पतयो रयीणां स्वाहा । प्रजापतय इदं न मम ।
ॐ भूः स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
ॐ भुवः स्वाहा । वायव इदं न मम ।
ॐ सुवः स्वाहा । सूर्यायेदं न मम ॥
44. Svishtakrit
यद् अस्य कर्मणो ऽत्यरीरिचं यद् वा न्यूनम् इहाकरम् ।
अग्निष् टत् स्विष्टकृद् विद्वान् सर्वं स्विष्टं सुहुतं करोतु स्वाहा ।
अग्नये स्विष्टकृत इदं न मम ॥
45. Begrenzungshölzer und gemeinsamer Ghee-Strom
स्वाहा । वसुभ्यो रुद्रेभ्य आदित्येभ्यः संस्रावभागेभ्य इदं न मम ।
ॐ भूर् भुवः सुवः स्वाहा । प्रजापतय इदं न मम ॥
46. Nicht bemerkte Fehler übergeben
अस्मिन् वास्तुशान्तिहोमकर्मण्य् अविज्ञातप्रायश्चित्तादीनि करिष्ये ।
अनाज्ञातं यद् अज्ञातं यज्ञस्य क्रियते मिथु ।
अग्ने तद् अस्य कल्पय त्वं हि वेत्थ यथातथं स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
पुरुषसंमितो यज्ञो यज्ञः पुरुषसंमितः ।
अग्ने तद् अस्य कल्पय त्वं हि वेत्थ यथातथं स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
यत् पाकत्र मनसा दीनदक्षा न यज्ञस्य मन्वते मर्तासः ।
अग्निष् टद् धोता क्रतुविद् विजानन् यजिष्ठो देवान् क्रतुशो यजाति स्वाहा । अग्नय इदं न मम ॥
47. Abschließende Bereinigungsgaben
ॐ भूः स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
ॐ भुवः स्वाहा । वायव इदं न मम ।
ॐ सुवः स्वाहा । सूर्यायेदं न मम ।
अस्मिन् होमकर्मणि मध्ये सम्भावितसमस्तदोषप्रायश्चित्तार्थं सर्वप्रायश्चित्तं होष्यामि ।
ॐ भूर् भुवः सुवः स्वाहा । प्रजापतय इदं न मम ।
ॐ श्रीविष्णवे स्वाहा । विष्णवे परमात्मन इदं न मम ।
ॐ रुद्राय पशुपतये स्वाहा । रुद्राय पशुपतय इदं न मम ॥
48. Purnahuti
अस्य वास्तुशान्तिहोमकर्मणः सम्पूर्णफलप्राप्त्यर्थं मृडनामाग्नौ पूर्णाहुतिं होष्यामि ।
तदनन्तरं साङ्गतसिद्ध्यर्थं वसोर्धारां होष्यामि ।
ॐ पूर्णाहुतिम् उत्तमां जुहोति । सर्वं वै पूर्णाहुतिः । सर्वम् एवाप्नोति ।
अथो इयं वै पूर्णाहुतिः । अस्याम् एव प्रतितिष्ठति स्वाहा । अग्नये वौषट् ॥
49. Vasordhara
ॐ सप्त ते अग्ने समिधः सप्त जिह्वाः सप्त ऋषयः सप्त धाम प्रियाणि ।
सप्त होत्राः सप्तधा त्वा यजन्ति सप्त योनीर् आपृणस्व घृतेन स्वाहा ।
अग्नये सप्तवत इदं न मम ॥
50. Abschließendes Besprengen
अदिते ऽन्वमंस्थाः ।
अनुमते ऽन्वमंस्थाः ।
सरस्वते ऽन्वमंस्थाः ।
देव सवितः प्रासावीः ॥
51. Varuna aus dem Pranita-Patra entlassen
वरुणाय नमः । सकलाराधनैः स्वर्चितम् ।
यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि शोभनार्थे क्षेमाय पुनरागमनाय च ॥
52. Wasser in die Richtungen geben
प्राच्यां दिशि देवा ऋत्विजो मार्जयन्ताम् ।
दक्षिणस्यां दिशि मासाः पितरो मार्जयन्ताम् ।
प्रतीच्यां दिशि गृहाः पशवो मार्जयन्ताम् ।
उदीच्यां दिश्य् आप ओषधयो मार्जयन्ताम् ।
ऊर्ध्वायां दिशि यज्ञः संवत्सरो यज्ञपतिर् मार्जयन्ताम् ॥
53. Agni danken und nach innen zurücknehmen
ॐ वैश्वानराय विद्महे लालीलाय धीमहि तन् नो ऽग्निः प्रचोदयात् ।
अग्ने नय सुपथा राये अस्मान् विश्वानि देव वयुनानि विद्वन् ।
युयोध्य् अस्मज् जुहुराणम् एनो भूयिष्ठां ते नम उक्तिं विधेम ॥
ॐ अग्नये नमः । अग्निम् आत्मन्य् उद्वासयामि ॥
54. Die Schlussgebete
नमस्ते गार्हपत्याय नमस्ते दक्षिणाग्नये ।
नम आहवनीयाय महावेद्यै नमो नमः ॥
काण्डद्वयोपपाद्याय कर्मब्रह्मस्वरूपिणे ।
स्वर्गापवर्गरूपाय यज्ञेशाय नमो नमः ॥
यज्ञेशाच्युत गोविन्द माधवानन्त केशव ।
कृष्ण विष्णो हृषीकेश वासुदेव नमो ऽस्तु ते ॥
मन्त्रहीनं क्रियाहीनं भक्तिहीनं हुताशन ।
यद् धुतं तु मया देव परिपूर्णं तद् अस्तु ते ॥
प्रायश्चित्तान्य् अशेषाणि तपःकर्मात्मकानि वै ।
यानि तेषाम् अशेषाणां कृष्णानुस्मरणं परम् ॥
प्रमादात् कुर्वतां कर्म प्रच्यवेताध्वरेषु यत् ।
स्मरणाद् एव तद् विष्णोः सम्पूर्णं स्याद् इति श्रुतिः ॥
यस्य स्मृत्या च नामोक्त्या तपोयज्ञक्रियादिषु ।
न्यूनं सम्पूर्णतां याति सद्यो वन्दे तम् अच्युतम् ॥
56. Gabe und Dank bekräftigen
ॐ व्रतेन दीक्षाम् आप्नोति दीक्षयाप्नोति दक्षिणाम् ।
दक्षिणा श्रद्धाम् आप्नोति श्रद्धया सत्यम् आप्यते ॥
57. Segen für alle Anwesenden
देशो अयं निरुपद्रवो अस्तु । सर्वे जनाः सुखिनो भवन्तु ॥
समस्तसन्मङ्गलानि सन्तु । उत्तरोत्तराभिवृद्धिर् अस्तु ॥
58. Das Haus besprengen
स्वस्त्ययनं तार्क्ष्यम् अरिष्टनेमिं महद्भूतं वायसं देवतानाम् ।
असुरघ्नम् इन्द्रसखं समत्सु बृहद्यशो नावम् इवारुहेम ।
अंहोमुचम् आङ्गिरसं गयं च स्वस्त्य् आत्रेयं मनसा च तार्क्ष्यम् ।
प्रयतपाणिः शरणं प्रपद्ये स्वस्ति सम्बाधेष्व् अभयं नो अस्तु ॥
Deutsch
Die Nummern entsprechen den Schritten. Alle bedingten Handlungen und Wiederholungen sind dort bezeichnet.
1. Guru und Frieden
Verehrung dem Guru, in dem Schöpfer, Erhalter und Verwandler und unmittelbar das höchste Brahman verehrt werden. Ihr Götter: Mögen wir Gutes hören und sehen; mit festen Gliedern und Körpern mögen wir, euch preisend, die zugedachte Lebenszeit erfüllen. Indra, Pushan, Tarkshya und Brihaspati mögen uns Wohlergehen schenken. Mit Gaben und Verehrung nähern wir uns dem göttlichen Mitra: Möge er uns Freundschaft gewähren; mögen wir mit unseren Menschen hundert Herbste leben.
2. Zustimmung der Versammlung
Verehrung der Versammlung, ihrem Vorsteher und den vorangehenden Freunden; Verehrung dem Himmel und der Erde. Weitreichende Versammlung, beschütze mich und stärke die hier Sitzenden, damit sie ihre volle Lebenszeit erfüllen. Geehrte Versammlung, nehmt diese nach meinen Möglichkeiten dargebrachte Dakshina an und gewährt mir eure Zustimmung, das Vastu-Shanti-Homa auszuführen.
3. Den Vorsatz fassen – Sankalpa
Herr der Lakshmi, das Gedenken deiner beiden Füße ist mir günstige Zeit, Sternen- und Mondkraft, Wissenskraft und göttliche Kraft. Hari, Om, das ist die Wirklichkeit; Govinda, Govinda, Govinda. An diesem günstigen Tag vollziehe ich zur Läuterung meiner Verfehlungen und zur Freude des höchsten Herrn das Vastu-Shanti-Homa. Zu seiner ungehinderten Vollendung werde ich zuerst Ganesha verehren; zur Reinigung von Herz, Körper, Platz und Geräten den segensreichen Tag ausrufen und das Wasser weihen.
4. Ganesha betrachten und einladen
Ich verehre die Lotusfüße des Herrn der Hindernisse: den Elefantengesichtigen, von den Scharen der Wesen Bedienten, den Genießer der Kapittha- und Jambufrüchte, Umas Sohn, der Kummer lindert. Ich betrachte Siddhivinayaka mit einem Stoßzahn, weiten Ohren und großem Leib, Schlinge und Stachel tragend. Verehrung dem großen Ganapati: Ich betrachte dich, lade dich ein, richte dir einen Platz ein und bringe Duft, Reis und Blumen dar.
Ganesha-Gabe 1: Sitz
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir einen Sitz dar.
Ganesha-Gabe 2: Fußwasser
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Wasser für die Füße dar.
Ganesha-Gabe 3: Ehrenwasser
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Ehrenwasser dar.
Ganesha-Gabe 4: Mundwasser
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Wasser zum Spülen des Mundes dar.
Ganesha-Gabe 5: Bad
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir ein Bad dar.
Ganesha-Gabe 6: Mundwasser nach dem Bad
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir nach dem Bad erneut Mundwasser dar.
Ganesha-Gabe 7: Gewand
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Reiskörner als Zeichen eines Gewandes dar.
Ganesha-Gabe 8: Heilige Schnur
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Reiskörner als Zeichen der heiligen Schnur dar.
Ganesha-Gabe 9: Schmuck
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Reiskörner als Zeichen des Schmuckes dar.
Ganesha-Gabe 10: Duft
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir heilige Düfte dar.
Ganesha-Gabe 11: Kumkum
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Kumkum über der Duftpaste dar.
Ganesha-Gabe 12: Girlande
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir eine Blütengirlande dar.
5. Ganeshas Namen
Verehrung dem freundlich Angesichtigen, dem Einzahnigen, dem Rötlichbraunen, dem Elefantenohrigen, dem Hängebäuchigen, dem Gewaltigen, dem König der Hindernisse, dem Führer, dem Rauchbannerträger, dem Herrn der Scharen, dem den jungen Mond Tragenden, dem Elefantengesichtigen, dem mit gebogenem Rüssel, dem mit siebförmigen Ohren, Heramba, Skandas älterem Bruder, dem Führer zum Gelingen und dem Herrn der Hindernisse.
6. Rauch, Licht, Speise und Tambula
Ganapati, ich lasse dich den Duft des Weihrauchs empfangen, zeige dir das Licht und biete Mundwasser an. Ich bringe dir die vorbereitete Speise, danach nochmals Mundwasser und schließlich Tambula dar.
7. Lichtkreis und Gebet
Wir erkennen den Einzahnigen und meditieren über den mit gebogenem Rüssel; der Stoßzahntragende möge unseren Geist erleuchten. Ich zeige dir das freudige Kampferlicht und reiche erneut Wasser. Verehrung dem gabenreichen, von den Göttern geliebten Ganesha, Gauris Sohn, der für das Wohl der Welt sorgt und durch Veda und Opfer verherrlicht wird. Du von großem Leib und dem Glanz unzähliger Sonnen: Mögen meine Handlungen ohne Hindernisse gelingen. Du bist meine Zuflucht; behüte mich aus Mitgefühl. Ich kenne die rechte Einladung, Verehrung und Verabschiedung nicht vollkommen: Vergib mir. Was an Mantra, Handlung und Hingabe fehlt, mögest du als vollständig annehmen.
8. Ganeshas vorbereitende Verehrung abschließen
Verehrung Ganapati. Ich verabschiede dich an deinen eigenen Ort, zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.
9. Varuna anrufen
Varuna, höre heute meinen Ruf und sei gnädig; ich suche deinen Schutz. Mit Gebet und Gaben nähere ich mich dir. Sei uns ohne Zorn gegenwärtig, Weitgepriesener, und verkürze unser Leben nicht. In diesem Gefäß betrachte und rufe ich Varuna in der Gestalt des Lotusäugigen an.
10. Wasser, Gewand, Duft und Blumen für Varuna
Verehrung Varuna. Ich bringe dir einen Sitz, Ehrenwasser, Fußwasser, Mundwasser und Badewasser dar; Reiskörner als Gewand und heilige Schnur, Duft und Blumen.
11. Varunas Namen und letzte Gaben
Verehrung Varuna, dem Weisen, Schöngestaltigen, Herrn der Gewässer, auf dem Makara Reitenden, Wasserherrn, Schlingenträger, mit weißem Schirm und vielen Juwelen Geschmückten, auf dem Wassertier Sitzenden. Ich bringe Rauch, Licht, Speise, Tambula und das kreisende Licht dar. Wir betrachten den im Wasser Erscheinenden und meditieren über den blauen Purusha; Varuna möge uns erleuchten. Wiederholte Verehrung dem kristallhellen, weißgekleideten, glückverheißenden Herrn des Wassers.
12. Die Anwesenden stimmen ein
Mögen die Wasser segensreich sein – sie seien segensreich. Möge freundlicher Sinn herrschen – freundlicher Sinn herrsche. Möge Unversehrtheit und Wohlergehen sein – Unversehrtheit und Wohlergehen seien. Mit eurer Zustimmung werde ich den heilsamen Tag ausrufen – rufe ihn aus.
13. Punyaha, Svasti und Riddhi
Adityas, Rudras, Vasus und die kundigen Opfernden mögen dich erneut entzünden, o Wohlstandsbringer. Durch Ghee mögest du wachsen; des Yajamanas Wünsche mögen wahr werden. Sprecht diesem Yajamana einen segensreichen Tag zu: Om, es sei ein segensreicher Tag. Mitra, Varuna, Pathya, Indra, Agni und Aditi mögen Wohlergehen schenken: Om, Wohlergehen sei. Mit verehrenden Gaben mögen wir gedeihen und hundert Herbste mit unseren Menschen leben: Om, Gedeihen sei.
14. Segenswünsche über dem Gefäß
Friede, Nahrung, Zufriedenheit, Wachstum, Hindernisfreiheit, Lebenskraft und Gesundheit seien. Mögen Wohl und heilsames Handeln, Gelingen des Werks, Wachstum des Dharma, des Veda und der Lehre, Wohlstand an Geld und Getreide, Wohlergehen von Kindern und Enkeln und das Ersehnte gedeihen.
15. Belastendes abgeben
Mögen alle Widrigkeiten weichen. Mögen Verfehlung, Krankheit, Kummer und Unheil ferngehalten werden.
16. Die Segnung weitet sich
Möge alles Gute und jede heilsame Fülle wachsen; Wohl den Zweibeinern und den Vierbeinern, Friede, Friede, Friede. Der folgende vedische Wunsch spricht in den Bildern seiner gesellschaftlichen Welt: Mögen wissende Brahmanen, fähige Beschützer, milchgebende Kühe, tragfähige Rinder, schnelle Pferde, tatkräftige Frauen und gemeinschaftsfähige junge Menschen gedeihen. Möge Regen zur rechten Zeit fallen, mögen Pflanzen Früchte tragen und Erwerb und Bewahrung gesichert sein. Indra, Soma, Varuna, Yama und Agni mögen uns läutern. Wir erbitten das Heil und den Zugang zum Opfer und seinem Herrn: Wohlergehen den Menschen, Aufwachsen der Heilpflanzen, Wohl allen zwei- und vierbeinigen Wesen.
17. Sammlung, Entlassung Varunas und Besprengen
Sammelt euren Geist – wir sind gesammelt. Seid freundlich gestimmt – wir sind freundlich gestimmt. Verehrung Varuna: Ich verabschiede dich an deinen eigenen Ort, zu Wohlergehen und erneuter Wiederkehr. Ob rein oder unrein und in welcher Lage auch immer: Wer sich an den Lotusäugigen erinnert, wird innen und außen rein. Wahrheit, Askese, Erkenntnis und Mitgefühl mit allen Wesen läutern; Wasser ist das fünfte reinigende Mittel. Wasser reinigt den Körper, Erkenntnis den Verstand, Bildung und Übung das eigene Wesen, Wahrheit den Geist.
18. Der besondere Vorsatz für das Haus
Ich vollziehe das Vastu-Shanti-Homa: besonders zum Wachstum von Wohlergehen, Beständigkeit, Mut, Kraft, Gelingen, Lebensdauer, Gesundheit und Fülle für den Yajamana, seine Familie, Freunde und Angehörigen; zur Verwirklichung der vier Lebensziele Dharma, Artha, Kama und Moksha; zur Erfüllung guter Wünsche, zur Beruhigung von Widrigkeiten und zum Erlangen alles Segensreichen; damit der Yajamana mit Kindern und Enkeln lange glücklich in diesem Haus wohne; zur Beruhigung von Krankheiten und Bedrängnissen, zum Wohl an Gütern, Leben und Gesundheit, zur Bereinigung von Schädigungen an zwei- und vierbeinigen Wesen und zum glückverheißenden Gedeihen der Wohnstätte.
19. Boden und Linien
Verehrung Rudra, Vishnu, Indra, Yama, Brahma und Soma. Die sechs Linien werden so als geordneter Platz des göttlichen Geschehens ausgezeichnet.
20. Feuer einsetzen
Aus seinem Geist entstand der Mond, aus seinem Auge die Sonne; aus seinem Mund Indra und Agni, aus seinem Atem Vayu. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Ich errichte das Feuer mit dem Namen Mrida, das milde Feuer.
21. Brahma-Sitz
Ich wähle dich für die Brahma-Aufgabe in diesem Vastu-Shanti-Homa. Om, Kham, Verehrung Brahma; möge die Verehrung durch alle Darbringungen angenommen sein. Bei einer anwesenden Brahma-Person wird nur die erste, beim symbolischen Sitz nur die zweite Formel gesprochen.
22. Wasser und Pranita-Gefäß
Om, Vam, Verehrung Varuna; möge die Verehrung durch alle Darbringungen angenommen sein.
23. Zustimmung der göttlichen Kräfte
Aditi, erteile deine Zustimmung. Anumati, erteile deine Zustimmung. Sarasvati, erteile deine Zustimmung. Göttlicher Savitar, setze das Opfer in Bewegung.
24. Agni-Nyasa
Ram: Verehrung dem Herzen. Rim: Darbringung dem Kopf. Rum: Weihe des Scheitels. Raim: Schutzpanzer. Raum: Weihe der drei Augen. Rah: Schutzkraft. Mit Erde, Zwischenraum, Himmel und Om werden die Richtungen gesammelt und begrenzt. Die Endlaute sind rituelle Ausrufe; hier werden keine Gaben ins Feuer gegeben.
25. Agni betrachten
Ich betrachte Agni auf dem Widder, mit zwei Köpfen, sieben Händen, drei Füßen und sieben Zungen: Er gewährt Gaben und Furchtlosigkeit, trägt Speer, Opferlöffel, Schild und Gheegefäß. Der vedische Vers schaut das heilige Feuer als viergehörnten, dreifüßigen, zweiköpfigen, siebenhändigen Stier, dreifach gebunden und in die Sterblichen eingegangen. Die Gottheit durchdringt alle Richtungen, war vor allem Geborenen und ist in jedem werdenden Leben gegenwärtig. Agni, wende dich mir freundlich zu. Die bildreichen Verse lassen Agni als Träger der heiligen Worte und Gaben gegenwärtig werden.
26. Acht Feueraspekte und die Anwesenden
Verehrung Agni, dem Kenner der Geburten, dem Machtvollen, dem rasch Aufleuchtenden, dem allen Menschen Zugehörigen, dem für die Menschen Wirkenden, dem die Opferreihe Gedeihen Lassenden und dem Sich-Ausbreitenden. Verehrung dem Opfer-Purusha, dem Atman, allen Vaishnavas und den Brahmanen.
27. Hüter der Richtungen
Verehrung Indra, Agni, Yama, Nirriti, Varuna, Vayu, Soma und Ishana als Hütern der acht Richtungen.
28. Brennholz darbringen
Brahman, in diesem Vastu-Shanti-Homa werde ich das Brennholz einlegen. – Lege es ein.
29. Erste Ghee-Ströme und Gaben
Prajapati und Indra gilt die jeweilige Darbringung. Erde – Agni; Zwischenraum – Vayu; Himmel – Surya. Danach gelten die Anteilsgaben Agni und Soma. Bei jeder Darbringung: Dies ist ihm dargebracht, nicht mein.
30. Drei Welten und vorbereitende Bereinigung
Erde – Agni; Zwischenraum – Vayu; Himmel – Surya: Dies ist ihnen dargebracht, nicht mein. Für mögliche Unzulänglichkeiten seit dem Vorsatz bis zu diesem Augenblick vollziehe ich die bereinigende Darbringung. Erde, Zwischenraum und Himmel: Prajapati gilt diese Gabe, nicht mir.
31. Vastoshpati-Gabe 1
Hüter der Wohnstätte, erkenne uns an. Schenke uns guten Eintritt und sei uns frei von Krankheit. Nimm an, was wir von dir erbitten. Sei uns zum Heil, den Zweibeinern zum Heil und den Vierbeinern zum Heil. Svaha.
32. Vastoshpati-Gabe 2
Hüter der Wohnstätte, mögen wir deine heilvolle, erfreuende und Wege eröffnende Gemeinschaft erlangen. Bringe uns das Beste in Ruhe und Tätigkeit. Schützt uns stets mit euren Segnungen. Svaha.
33. Vastoshpati-Gabe 3
Hüter der Wohnstätte, fördere uns mit Kühen und Pferden, o Indu. In deiner Freundschaft mögen wir nicht altern. Sei uns zugewandt wie ein Vater seinen Kindern. Svaha.
34. Vastoshpati-Gabe 4
Krankheit vertreibender Hüter der Wohnstätte, der in alle Gestalten eingeht: Sei uns ein wohlwollender Freund. Svaha.
35. Vastoshpati-Gabe 5
Freudig singe ich euch nährende Mächte an, den Hüter der Wohnstätte und Tvashtar. Mit Verehrung wende ich mich an die gabenreiche Dhishana, die Bäume und die Pflanzen und suche Lebensfülle. Svaha.
36. Vastoshpati-Gabe 6
Hüter der Wohnstätte, fest sei die Säule, ein Schutz der Soma-Bereitenden. Der Tropfen, der die alten Burgen durchbricht, Indra, ist der Freund der Weisen. Svaha.
37. Die Hausgaben übergeben
Dies gehört Vastoshpati, nicht mir.
38. Den Jayadi-Abschluss beginnen
Hari, Om, das ist die Wirklichkeit. An diesem günstigen Tag vollziehe ich Jayadi-Homa zur Erfüllung dieses Vastu-Shanti-Homa.
39. Zwölf Jaya-Gaben
Jayadi-Gabe 1
Dem Gedankeninhalt gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 2
Dem Denken gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 3
Dem Vorsatz gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 4
Der Absicht gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 5
Dem Erkannten gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 6
Der Erkenntnis gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 7
Dem Geist gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 8
Den Shakvari-Versen gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 9
Dem Neumond gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 10
Dem Vollmond gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 11
Dem Brihat-Gesang gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 12
Dem Rathantara-Gesang gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
40. Prajapatis Gabe des Sieges verehren
Prajapati verlieh dem kraftvollen Indra Siege, dem Gewaltigen in den Schlachten. Alle Völker beugten sich ihm in Achtung; er wurde mächtig und der Gabe würdig. Svaha; dies gilt Prajapati, nicht mir.
41. Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
Jayadi-Gabe 14: Agni
Agni ist Herr der Wesen. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Agni.
Jayadi-Gabe 15: Indra
Indra ist Herr der Höchsten. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Indra.
Jayadi-Gabe 16: Yama
Yama ist Herr der Erde. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Yama.
Jayadi-Gabe 17: Vayu
Vayu ist Herr des Zwischenraums. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Vayu.
Jayadi-Gabe 18: Surya
Surya ist Herr des Himmels. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Surya.
Jayadi-Gabe 19: Chandra
Chandra ist Herr der Sterne. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Chandra.
Jayadi-Gabe 20: Brihaspati
Brihaspati ist Herr des heiligen Wortes. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Brihaspati.
Jayadi-Gabe 21: Mitra
Mitra ist Herr der Wahrheiten. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Mitra.
Jayadi-Gabe 22: Varuna
Varuna ist Herr der Wasser. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Varuna.
Jayadi-Gabe 23: Samudra
Samudra ist Herr der Flüsse. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Samudra.
Jayadi-Gabe 24: Nahrung
Nahrung ist Herr der Herrschaften. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Nahrung.
Jayadi-Gabe 25: Soma
Soma ist Herr der Pflanzen. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Soma, nicht mir.
Jayadi-Gabe 26: Savitar
Savitar ist Herr der Antriebe. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Savitar.
Jayadi-Gabe 27: Rudra
Rudra ist Herr der Lebewesen. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Rudra.
Jayadi-Gabe 28: Tvashtar
Tvashtar ist Herr der Gestalten. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Tvashtar.
Jayadi-Gabe 29: Vishnu
Vishnu ist Herr der Berge. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Vishnu.
Jayadi-Gabe 30: Maruts
Die Maruts sind die Herren der Scharen. Sie mögen mich behüten in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Maruts.
Jayadi-Gabe 31: Ahnen
Väter, Großväter, fernere und nähere Ahnen, Urväter: Steht uns hier bei. Schützt uns in geistlicher und weltlicher Kraft, in Segensgebet, priesterlichem Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; dies gilt den Ahnen.
42. Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
Jayadi-Gabe 32
Agni, der die Ordnung durchsetzt und in Wahrheit ruht, ist Gandharva. Die Pflanzen sind seine Apsaras, genannt die Nährenden. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 33
Svaha; diese Gabe gilt den Pflanzen als Apsaras.
Jayadi-Gabe 34
Surya, der Verbundene und vom All Besungene, ist Gandharva. Seine Strahlen sind Apsaras, genannt die Lebenskräfte. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 35
Svaha; diese Gabe gilt den Sonnenstrahlen als Apsaras.
Jayadi-Gabe 36
Der huldvolle, von Sonnenstrahlen erhellte Mond ist Gandharva. Die Sterne sind seine Apsaras, genannt Bekuraya. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 37
Svaha; diese Gabe gilt den Sternen als Apsaras.
Jayadi-Gabe 38
Das schützende, gut geflügelte Opfer ist Gandharva. Die Dankesgaben sind seine Apsaras, genannt die Lobpreisungen. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 39
Svaha; diese Gabe gilt den Dankesgaben als Apsaras.
Jayadi-Gabe 40
Der Geist als Prajapati, der alles gestaltet, ist Gandharva. Die Rik- und Saman-Verse sind seine Apsaras, genannt die Tragenden. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 41
Svaha; diese Gabe gilt den Rik- und Saman-Versen als Apsaras.
Jayadi-Gabe 42
Der kräftige, allumfassende Wind ist Gandharva. Die Wasser sind seine Apsaras, genannt die Freuden. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 43
Svaha; diese Gabe gilt den Wassern als Apsaras.
Jayadi-Gabe 44
Herr der Welt, dessen Wohnstätten oben und hier sind: Schenke uns unvermindertes Gedeihen, Fülle, Heldenkraft und Wohlergehen durch das Jahr. Svaha; diese Gabe gilt dem Herrn der Welt.
Jayadi-Gabe 45
Der höchste Gebieter, Mrityu, ist Gandharva. Das All ist seine Apsaras, genannt die Welten. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 46
Svaha; diese Gabe gilt den Welten als Apsaras.
Jayadi-Gabe 47
Parjanya, mit guter Wohnstatt und gutem Gedeihen, heilwirkend und lichtvoll, ist Gandharva. Die Blitze sind seine Apsaras, genannt die Leuchtenden. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 48
Svaha; diese Gabe gilt den Blitzen als Apsaras.
Jayadi-Gabe 49
Der fern treffende, unerbittliche Tod ist Gandharva. Die Geschöpfe sind seine Apsaras, genannt die Furchtsamen. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 50
Svaha; diese Gabe gilt den Geschöpfen als Apsaras.
Jayadi-Gabe 51
Der anziehende, verlangend blickende Kama ist Gandharva. Die bekümmernden Gedanken sind seine Apsaras, genannt die Brennenden. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 52
Svaha; diese Gabe gilt den bekümmernden Gedanken als Apsaras.
Jayadi-Gabe 53
Herr der Welt, dessen Wohnstätten oben und hier sind: Gewähre dieser geistlichen und weltlichen Kraft weiten, großen Schutz. Svaha; dies gilt Brahman, dem Herrn der Welt.
43. Prajapati und die drei Welten
Prajapati, niemand außer dir umfasst alle diese entstandenen Wesen. Was wir mit dieser Darbringung erbitten, möge uns zuteilwerden; mögen wir über die für unser Leben nötigen Güter verfügen. Diese Gabe gilt dir, nicht mir. Erde, Zwischenraum und Himmel: Die weiteren Gaben gelten Agni, Vayu und Surya, nicht mir.
44. Svishtakrit
Was ich bei dieser Handlung übermäßig oder unvollständig getan habe: Agni, der alles weiß und die Opfergabe gut vollendet, möge es zu einer wohl dargebrachten Gabe machen. Agni Svishtakrit gehört diese Gabe, nicht mir.
45. Begrenzungshölzer und gemeinsamer Ghee-Strom
Svaha: Den Vasus, Rudras und Adityas als Empfängern des gemeinsamen Ghee-Stroms gehört diese Gabe, nicht mir. Erde, Zwischenraum und Himmel: Prajapati gehört diese Gabe, nicht mir.
46. Nicht bemerkte Fehler übergeben
In diesem Vastu-Shanti-Homa vollziehe ich die Bereinigung für nicht erkannte Unzulänglichkeiten. Was beim Opfer wissentlich oder unwissentlich verkehrt geschieht, bringe du, Agni, in Ordnung; du kennst es, wie es wirklich ist. Das Opfer entspricht dem Purusha und der Purusha dem Opfer. Was wir Sterblichen mit unreifem Geist und begrenztem Können nicht richtig verstehen, möge Agni als kundiger Opfernder zur rechten Zeit den Göttern darbringen. Jede dieser Gaben gilt Agni, nicht mir.
47. Abschließende Bereinigungsgaben
Erde, Zwischenraum und Himmel: Die Gaben gelten Agni, Vayu und Surya. Zur Bereinigung möglicher Unzulänglichkeiten im Verlauf des Homa bringe ich die abschließenden Gaben dar: an Prajapati, an Vishnu als höchstes Selbst und an Rudra als Herrn der Wesen. Diese Gaben sind nicht mein.
48. Purnahuti
Für die vollständige Frucht dieses Vastu-Shanti-Homa bringe ich im Feuer Mrida die volle Schlussgabe dar; danach den Ghee-Strom zur Ganzheit des Rituals. Die höchste volle Gabe wird dargebracht. Die volle Gabe ist das Ganze; sie erreicht das Ganze, und in ihr gründet die Vollendung. Svaha; dem Agni die Darbringung!
49. Vasordhara
Sieben sind deine Brennhölzer, Agni, sieben deine Zungen, sieben die Seher und sieben die geliebten Stätten. Sieben Opfernde verehren dich siebenfach; erfülle die sieben Ursprungsstätten mit Ghee. Dem siebenfachen Agni gilt diese Gabe, nicht mir.
50. Abschließendes Besprengen
Aditi, du hast zugestimmt. Anumati, du hast zugestimmt. Sarasvati, du hast zugestimmt. Göttlicher Savitar, du hast das Opfer in Bewegung gesetzt.
51. Varuna aus dem Pranita-Patra entlassen
Verehrung Varuna; möge die Verehrung angenommen sein. Ich verabschiede dich an deinen eigenen Ort: zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.
52. Wasser in die Richtungen geben
Im Osten mögen Götter und Opferpriester läutern; im Süden die Monate und Ahnen; im Westen die Häuser und Tiere; im Norden Wasser und Pflanzen; in der oberen Richtung das Opfer, das Jahr und der Herr des Opfers.
53. Agni danken und nach innen zurücknehmen
Wir erkennen Vaishvanara, den allen Wesen gegenwärtigen Agni, und meditieren über den Flammenden; Agni möge uns erleuchten. Agni, führe uns auf gutem Weg zur Fülle; du kennst alle Wege. Halte die krumme Verfehlung von uns fern; dir bringen wir reichen Dank dar. Verehrung Agni: Ich nehme deine rituell angerufene Gegenwart in mein Inneres zurück.
54. Die Schlussgebete
Verehrung dem Hausfeuer, dem südlichen Feuer, dem Opferfeuer und dem großen Altar. Verehrung dem Herrn des Opfers, den die beiden Bereiche des Veda – Handlung und Erkenntnis – erschließen, der Himmel und Befreiung bedeutet. Herr des Opfers, Achyuta, Govinda, Madhava, Ananta, Keshava, Krishna, Vishnu, Hrishikesha und Vasudeva: Dir meine Verehrung. Feuer, was an Mantra, Ausführung und Hingabe fehlt, mögest du als vollständig annehmen. Unter allen bereinigenden Übungen gilt das Gedenken an Krishna als höchste. Was durch Unachtsamkeit misslingt, findet im Gedenken an Vishnu seine Vollendung. Achyuta verehre ich, dessen Erinnerung und Namensnennung das Unvollständige in Übung und Opfer zur Ganzheit führen.
56. Gabe und Dank bekräftigen
Durch das Gelübde erlangt man Weihe, durch Weihe die Dankesgabe. Durch die Dankesgabe erlangt man Vertrauen; durch Vertrauen wird Wahrheit erreicht.
57. Segen für alle Anwesenden
Dieses Land sei frei von Bedrängnis. Alle Menschen mögen glücklich sein. Alles Gute und Segensreiche sei gegenwärtig; es möge immer weiter wachsen.
58. Das Haus besprengen
Mögen wir Tarkshya, den zum Heil Führenden mit unversehrtem Radkranz, das große geflügelte Wesen der Götter, den Überwinder der Asuras und Indras ruhmreichen Gefährten im Kampf, wie ein rettendes Schiff besteigen. Ich suche im Geist bei dem aus Bedrängnis Befreienden Zuflucht, bei Angirasa und Gaya, bei Atreya und Tarkshya; mit reinen Händen nehme ich Zuflucht. In Bedrängnis mögen uns Heil und Furchtlosigkeit zuteilwerden.
Quellen und verwandte Themen
- Pandit Srirama Ramanuja Achari: Homa Sangraha – Based on Krishna Yajur Veda, Ausgabe 7. November 2024. Hauptkapitel S. 49–50; Vorhandlungen S. 3–21; vollständiger Jayadi-Abschluss S. 125–133; Dankesgaben S. 136; allgemeine Segenssätze S. 140; Feuernamen S. 141.
- Der Sanskrittext wird ohne vedische Tonzeichen wiedergegeben. Die Akzentführung bleibt Aufgabe der angeleiteten Rezitation. Variable Angaben zum Ort, Tag und zu Personen werden in eigener Sprache vorangestellt. Die Pflanzenöl-Alternative und die ausdrücklich benannten praktischen Ergänzungen sind heutige Anpassungen.
- Ergänzender Wortlautvergleich: Vastu Suktam, besonders die Anrufung amīvahā und der Vers über die feste Säule. Die Reihenfolge und die Yajurveda-Varianten folgen dem Ritualhandbuch.
- Siehe auch: Homa, Agni, Vastu, Dharma.
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