Tiruvarutpayan

Aus Yogawiki

Tiruvarutpayan (Tamil: திருவருட்பயன், wissenschaftliche Umschrift: Tiruvaruṭpayaṉ), „Die Frucht der göttlichen Gnade“, ist ein tamilisches Lehrgedicht von Umapati Shivacharya (Umāpati Civācāriyār, auch Umapati Shivam). In hundert kurzen Versen führt es von der Frage nach Shiva, der Seele und ihren Bindungen zur Erfahrung von Gnade, Liebe und Befreiung. Es gehört zu den vierzehn Lehrschriften des tamilischen Shaiva Siddhanta.[1]

Shiva, Parvati und Ganesha: Das Tiruvarutpayan beginnt mit einer Ganesha-Anrufung und entfaltet den Weg zur befreienden Gnade Shivas.

Die Gnade ist näher, als wir denken. Wie der Boden uns bei jedem Schritt trägt, so trägt nach Umapati das göttliche Licht unser Erkennen – auch dann, wenn wir es noch nicht bemerken. Der spirituelle Weg lässt diese verborgene Nähe bewusst werden. Die Seele öffnet sich der göttlichen Führung und lernt, ihr Leben in Vertrauen und Hingabe zu gestalten. Die Frucht dieser Öffnung ist eine Liebe, die andere einschließt: Im letzten Vers schildert Umapati Befreite, deren Herzen vom Leid ihrer Mitmenschen bewegt werden.

Für Menschen auf dem Weg von Yoga und Meditation verbindet das Werk philosophische Klarheit mit inniger Hingabe. Es fragt: Was ermöglicht mir überhaupt, wahrzunehmen? Was verdeckt mein Erkennen? Wie kann Erkenntnis in Liebe und Liebe in Mitgefühl münden?

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Werk, Autor und spiritueller Hintergrund von Tiruvarutpayan

Umapati und die tamilische Shiva-Tradition

Umapati Shivacharya wirkte um die Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert im Umfeld von Chidambaram. Er gehört zu den vier Santana Acharyas, den maßgeblichen Lehrern der Überlieferung des tamilischen Shaiva Siddhanta. Die Tradition nennt Maraijnana Sambandhar als seinen Lehrer. Zu Umapatis weiteren bedeutenden Werken zählt Shivaprakasham, „Das Licht Shivas“.[1]

Das Tiruvarutpayan ist in der knappen tamilischen Versform kuṟaḷ veṇpā verfasst. Zehn Kapitel enthalten jeweils zehn Zweizeiler; hinzu kommt eine unnummerierte Verehrung Ganeshas. Die Kürze ist eine Einladung zum wiederholten Lesen: Ein Bild, ein Einwand oder eine Frage kann eine ganze philosophische Betrachtung eröffnen. Die Form erinnert an den Tirukkural, ohne dessen Themenordnung zu übernehmen.

Tiruvarutpayan - Eine Lehrschrift über die Gnade

Der Titel verbindet tiru (heilig, ehrwürdig), aruḷ (Gnade) und payaṉ (Frucht, Wirkung, Ertrag). Gemeint ist die verwandelnde Wirkung göttlicher Gnade. Das Werk steht in der von den Agamas geprägten Shiva-Tradition. Im Mittelpunkt stehen die Erkenntnis der Seele, ihre Hinwendung zu Shiva und die Befreiung von ihren Bindungen. So ergänzt das Lehrgedicht die praktische Beschäftigung mit Yoga, Mantra und Meditation um eine Betrachtung ihres spirituellen Ziels.

Drei Grundbegriffe, die das Lesen erleichtern

Begriff Bedeutung Bedeutung für den Weg
Pati Der Herr, Shiva Der freie, erkennende und gnädige Ursprung; keine gebundene Einzelseele.
Pashu (paśu) Die individuelle Seele Sie kann erkennen, doch ihr Erkennen ist zunächst begrenzt und bedarf der göttlichen Erhellung.
Pasha (pāśa) Die Fessel oder Bindung Was die Seele begrenzt und ihren Zugang zur Wahrheit verhüllt.

Zu den Bindungen gehören Anava (die ursprüngliche Verengung des Erkennens), Karma (Handlung und ihre bindenden Folgen) und Maya (die Grundlage der gegenständlichen Welt und ihrer Erfahrungswerkzeuge). Maya ermöglicht der gebundenen Seele Erfahrungen und begrenzte Erkenntnis. Körper, Sinne und Welt dienen ihrer Entwicklung. Vers 30 vergleicht sie deshalb mit einer Lampe, die bis zum Sonnenaufgang hilfreich ist. Der Begriff hat hier einen anderen Akzent als die verbreitete Gleichsetzung von Maya mit bloßer Einbildung.

Die befreiende Gnade, aruḷ, ist Shivas wirksame Shakti. Sie wird als Licht beschrieben, das die Seele erkennen lässt, und als Führung, die im Guru sichtbar werden kann. Das Werk führt zu einer innigen Einheit von Seele und Shiva, bewahrt jedoch ihre unterschiedliche Stellung: Shiva schenkt die befreiende Erkenntnis, die Seele empfängt sie. Vers 75 beschreibt eine Einheit, die über die einfache Gegenüberstellung von Identität und Trennung hinausgeht.

Der Weg durch die zehn Kapitel

Kapitel Verse Thema
1 1–10 Der höchste Herr: Gegenwart, Erkenntnis und Güte
2 11–20 Die Seele: Erkenntnisfähigkeit und Begrenzung
3 21–30 Die ursprüngliche Verhüllung und ihre Überwindbarkeit
4 31–40 Die immer gegenwärtige Gnade
5 41–50 Die Gnade in der Gestalt des Lehrers
6 51–60 Der Weg des Erkennens und der Hingabe
7 61–70 Die Erhellung der Seele
8 71–80 Die Erfahrung der Glückseligkeit
9 81–90 Die Gnade der fünf Mantra-Silben
10 91–100 Das Leben der Befreiten

So lässt sich der Text studieren

Lies jeweils ein Kapitel mit seinen zehn Versen. Halte danach inne: Welches Bild berührt dich? Welcher Satz fordert dein bisheriges Verständnis heraus? Für gemeinsames Schriftenstudium kann sich eine kurze Stille anschließen, bevor die Teilnehmenden ihre Gedanken teilen. Die deutsche Lesefassung steht zuerst; Umschrift und tamilischer Grundtext folgen als geschlossene Abschnitte. Erläuterungen und heutige Praxisanregungen sind vom Verswortlaut getrennt.

Vollständige deutsche Übersetzung von Tiruvarutpayan

Die folgende sinngemäße Studienübersetzung von Tiruvarutpayan gibt alle hundert Verse und die einleitende Anrufung wieder. Sie berücksichtigt den tamilischen Text sowie J. M. Nallaswami Pillais historische englische Übersetzung mit ihren Anmerkungen. Kurze Erläuterungen nach jedem Kapitel erschließen die Bilder und kennzeichnen mehrdeutige Stellen. Angaben zur Textgrundlage stehen im Quellenabschnitt.

Anrufung Ganeshas – den hundert Versen vorangestellt

Wenn du dich dem edlen Elefantenkind näherst, erkenne: Die Weisheit der heiligen Lehren ist dann kein Wissen mehr, das du dir mühsam aneignen musst.

Das „Elefantenkind“ ist Ganesha. Die Anrufung verbindet das Schriftenstudium mit Hingabe: Erkennen soll lebendig werden und über das bloße Ansammeln von Wissen hinausführen.

1. Der höchste Herr

Der Anfang lenkt den Blick auf den tragenden Grund allen Erkennens: Shiva ist allem gegenwärtig, ohne in seinen Erscheinungen aufzugehen.

1. Wie der Laut A die anderen Laute belebt, so ist der unvergleichliche Herr als Bewusstsein überall gegenwärtig und erfüllt alles.

2. Unser Herr ist untrennbar von seiner Kraft, die den unvergänglichen Seelen gewährt, an seinem Sein teilzuhaben.

3. Unvergleichlich ist er in seiner Größe, seiner Feinheit, seiner unermesslichen Gnade und in der Kostbarkeit der Vollendung, die er schenkt.

4. Er bringt alles hervor, erhält es und lässt es wieder in seinen verhüllten Ursprung eingehen. Er selbst bleibt die Zuflucht, die niemals vergeht.

5. Er ist ohne Gestalt und erscheint in Gestalt. Den Erkennenden offenbart er sich in der Gestalt reiner Erkenntnis.

6. Die vielen Seelen erkennen durch eine Kraft, die ihnen gegeben wird. Über unserem Herrn aber steht niemand, der ihm Erkenntnis verleihen müsste.

7. Als unerschöpfliche Erkenntnis bleibt er denen nahe, die sich ihm hingeben: Er, der höchste Herr, den selbst die Himmelsbewohner nicht schauen.

8. Wie die Wärme des Feuers das Wasser durchdringt, ist er mit allem und überall verbunden. Dennoch bleibt er selbst der Einzigartige.

9. Wer sich ihm verschließt, erfährt seine Güte nicht; wer sich ihm zuwendet, erfährt ihn als den Guten. Er selbst kennt keine Parteilichkeit. Sein Name ist Shankara, der Wohltätige.

10. Besinne dich auf ihn: Er ist. Daran besteht kein Zweifel. Erkenne ihn als das Heilmittel, das dem unaufhörlichen Kreislauf der Geburten ein Ende setzt.

Zum Verständnis: Das A in Vers 1 ist ein sprachliches Gleichnis: Wie der Vokal den Konsonanten zur hörbaren Sprache verhilft, ermöglicht Shiva das Erkennen. Das Feuer-Wasser-Bild in Vers 8 verbindet Nähe mit Unterscheidung. Vers 9 spricht aus der Erfahrung von Hinwendung und Verschlossenheit; er beschreibt keinen launischen oder parteiischen Gott.

2. Die Natur der Seele

Die Seele ist erkenntnisfähig, doch sie verwechselt ihre begrenzte Wahrnehmung leicht mit unabhängiger Erkenntnis.

11. Wie die vergangenen und die noch kommenden Tage sind sie ohne Zahl: die Seelen, die bereits befreit sind, und jene, die noch zur Befreiung gelangen werden.

12. Es gibt Seelen mit drei Verhüllungen, andere, bei denen eine davon fortgefallen ist, und wiederum andere, denen nur eine Verhüllung verbleibt.

13. Alle drei Gruppen tragen die ursprüngliche Verhüllung. Die an die erscheinende Welt Gebundenen erkennen nicht einmal, dass sie gebunden sind.

14. Wie groß kann die vermeintliche Macht einer Seele sein, die schon im Traum durcheinanderbringt, was sie am Tag gesehen hat?

15. Ohne die Sinneswerkzeuge erfasst sie nichts: Wie treffend ist es da, ihren Verstand als uneingeschränkte „Erkenntnis“ zu bezeichnen!

16. Was vermögen Licht, Dunkelheit und die sichtbare Welt, wenn das Auge selbst keine Sehkraft besitzt?

17. Das wahre Sein ist nicht auf das Unbewusste angewiesen; das Unbewusste erkennt nichts. Die Seele aber ist mit beiden verbunden und erfährt beide: Darum heißt sie „Sein-und-Nichtsein“.

18. Gibt es nicht Dinge in der Welt, die in der Dunkelheit dunkel und im Licht hell erscheinen?

19. Wie dem Auge einer Eule erscheint uns selbst strahlendes Licht als Finsternis, solange wir es nicht zu sehen vermögen.

20. Ach, wie lange muss die Seele dies noch ertragen! Wann wird sie die Gnade erkennen? Für ihr Leid ist kein Ende abzusehen.

Zum Verständnis: Die drei Gruppen in Vers 12 heißen traditionell Sakala (Anava, Karma und Maya), Pralayakala (Anava und Karma) und Vijnanakala (Anava). Es handelt sich um metaphysische Zustände der Seele. Vers 15 ist ironisch: Er stellt den Anspruch auf eigenständiges, uneingeschränktes Erkennen infrage. Sat-asat in Vers 17 bedeutet nicht, die Seele existiere halb; der Ausdruck bezeichnet ihre Beziehung sowohl zum bewussten göttlichen Sein als auch zum unbewussten Bereich der Bindung.

3. Die Dunkelheit der Verhüllung

Umapati untersucht eine Unwissenheit, die nicht einmal als Unwissenheit erkannt wird. Zugleich begründet er, warum sie überwunden werden kann.

21. Das bedrängende Leiden im Kreislauf der Geburten, die Glückseligkeit und die helfende Wirklichkeit: Ihre Existenz lässt sich nicht einfach verneinen.

22. Was alles andere verbirgt und nur als eine einzige, unterschiedslose Erscheinung zurückbleibt, ist nichts anderes als Dunkelheit.

23. Die gewöhnliche Dunkelheit zeigt keine Dinge, macht aber sich selbst sichtbar. Diese innere Verhüllung zeigt weder die Dinge noch sich selbst.

24. Seit anfangsloser Zeit liegt diese Dunkelheit in der Seele verborgen, zusammen mit der ihr innewohnenden Gnade; bis heute dauert sie an.

25. Die dunkle Frau umarmt viele; doch jedem ihrer Gefährten erscheint sie so unverdächtig, als wäre sie ihm allein treu.

26. Wozu viele Worte? Dass wir die wahre Art des Erkennens nicht durchschauen, ist das Werk dieser Dunkelheit.

27. Gäbe es keine Verhüllung, woher käme das Leiden? Wäre sie das eigentliche Wesen der Seele, müsste mit ihrer Beseitigung auch die Seele selbst vergehen.

28. Hätte die Verunreinigung einen Anfang, aus welchem Grund hätte sie sich mit der Seele verbunden? Dann könnte diese Krankheit auch im Zustand der Befreiung wieder eintreten.

29. Selbst bei dichter Dunkelheit muss das Licht sie zurückdrängen können; andernfalls würde die Finsternis niemals aus dem Inneren weichen.

30. Bis der Morgen anbricht, dient Maya als eine Lampe: Durch Karma entstehen aus ihr der Körper und die weiteren Werkzeuge der Erfahrung.

Zum Verständnis: Vers 21 ist hier nahe am verneinenden Wortlaut übersetzt: Leid, Befreiungsfreude und helfende Wirklichkeit sind nicht einfach abzustreiten. Pillai gibt bereits die Folgerung des Kapitels wieder: Anava verbirgt diese Wirklichkeiten.

In Vers 25 erscheint die Verhüllung als untreue Gefährtin, deren Täuschung niemand bemerkt. Das Bild betrifft die Täuschungsmacht der Unwissenheit. Verse 27–28 unterscheiden eine anfangslose Bindung von einem unveränderlichen Wesensmerkmal: Anfangslosigkeit bedeutet hier nicht Unauflöslichkeit.

Der knappe Vers 29 wird mit Pillai auf die zumindest teilweise erhellende Kraft des Lichts bezogen; Vers 30 führt dieses Lampenbild fort.

4. Die Natur der Gnade

Die Gnade ist nicht fern. Die Schwierigkeit liegt darin, mitten in ihrer Gegenwart an ihr vorbeizuleben.

31. Nichts in der Welt ist größer als die Gnade, so wie für den Suchenden nichts über dem Gut steht, nach dem er sich zuinnerst sehnt.

32. Als großes Licht, das die Erkenntnis wachsen lässt, ist die Gnade überall gegenwärtig – wie die Sonne.

33. Der Körper erkennt nicht; die Seele erkennt nichts aus sich allein. Wie könnte Erkenntnis entstehen, ohne die Gnade, die beide erhellt?

34. Wie Fische im Milchozean leben die Seelen mitten in der Gnade; doch statt ihre Fülle zu genießen, versinken sie im Meer der Verblendung.

35. Wie ein Wanderer seinen nahen Beschützer nicht bemerkt und die fünf Sinne die erkennende Seele nicht kennen, so bleibt der Seele das Bewusstsein verborgen, das sie trägt.

36. Wie Menschen, die umhergehen, ohne den Boden zu beachten, der sie trägt, erkennt die Welt ihren tragenden Grund nicht.

37. Sie stehen auf dem Berg und haben den Berg verloren; sie stehen auf der Erde und haben die Erde verloren; sie leben im Raum und haben den Raum verloren. Wer die höchste Erkenntnis so verfehlt, verliert sich selbst.

38. Bis zum Hals im Wasser und doch mit vertrockneter Zunge; ringsum Tagesanbruch und doch Finsternis: So steht es um jene, die sich selbst zu Herren machen.

39. Lasst die Zerstreuung und hört zu: Es ist wie mit einer Katze, die auf einem Gefäß voll Milch sitzt und doch nach einer Küchenschabe sucht.

40. Obwohl die Seele bis heute mit der Gnade verbunden ist, ist sie mit ihr noch gar nicht vertraut geworden. Wie sollte einer so unerfüllten Seele die Befreiung zufallen?

Zum Verständnis: Boden, Wasser, Sonnenlicht und Milch zeigen eine Fülle, die bereits vorhanden ist. Vers 39 schildert die Katze, die unmittelbar bei der Milch dennoch einer kleinen Beute nachjagt. Der tamilische Text nennt eine Küchenschabe; Pillai veranschaulicht das Bild mit einer Ratte. Der gemeinsame Sinn: Die Zerstreuung lässt das naheliegende große Gut übersehen.

5. Die Gnade in der Gestalt des Lehrers

Die innere göttliche Führung nimmt eine ansprechbare Gestalt an. Der Guru öffnet einen Erkenntnisweg, den bloßes begriffliches Wissen nicht ersetzen kann.

41. Der Herr, der dich in der Unwissenheit von innen her getragen hat, tritt nun sichtbar hervor. Er bleibt derselbe, der niemals von dir getrennt war.

42. Wer außer den vertrauten Angehörigen kennt die Krankheit, die einen Menschen im Inneren bedrückt?

43. Wer in der Welt erkennt die Wirklichkeit, die unerkannt gekommen ist, um Gnade zu schenken?

44. Menschen, deren Denken von Unwahrheit verdunkelt ist und denen die Empfänglichkeit fehlt, erkennen weder die wahre Gnade noch ihre Gestalt als Lehrer der Erkenntnis.

45. Die Welt begreift nicht, dass er eine verhüllende Gestalt angenommen hat, um die Menschen zu gewinnen – wie man Tiere durch ein Locktier anzieht.

46. Lass den Gedanken fallen: „Wozu brauche ich ihn?“ Was könnte jemand aus sich allein erkennen, wenn selbst die heiligen Lehren erst durch diesen Lehrer verständlich werden?

47. Auch wenn der Mungo herankommt, weicht das Gift erst durch den, der sich wahrhaft in dessen Kraft versenkt. Ebenso schwindet die anfangslose Dunkelheit vor diesem Lehrer.

48. Er schenkt Gnade, lässt die Fesseln weichen und löst das Karma. Zu den Seelen, die an alle drei Verhüllungen gebunden sind, kommt er selbst und gewährt Gnade.

49. Wer könnte erkennen, wenn nicht der Allweise käme, der den Weg jenseits aller Begrenzungen eröffnet?

50. Erkenntnis könnte ohne diesen Lehrer entstehen – wenn ein reiner Sonnenstein ohne die Sonne Feuer hervorbringen könnte!

Zum Verständnis: Vers 41 verbindet den inneren Beistand mit dem sichtbaren Guru. Vers 47 verwendet ein historisches Bild von Mungo, Giftabwehr und geistiger Vergegenwärtigung; es dient dem Vergleich mit der Kraft der Unterweisung und ist keine medizinische Handlungsanweisung.

Vers 48 ist sehr verdichtet. Pillais Übersetzung und die Herausgeberanmerkung unterscheiden sich: Die Anmerkung beschreibt innere Erhellung für Vijnanakala-Seelen, göttliche Erscheinung für Pralayakala-Seelen und das Wirken durch einen verwirklichten menschlichen Lehrer für Sakala-Seelen. Die deutsche Versfassung legt diese Einzelheiten nicht vollständig in den Grundtext hinein.

6. Der Weg des Erkennens

Gleichmut, Unterscheidung und Hingabe bereiten die Seele darauf vor, Erkenntnis nicht mehr als eigenen Besitz festzuhalten.

51. Wenn gegenüber den beiden lange wirkenden Arten des Karma Gleichmut entsteht, wird die Seele empfänglich für die Kraft des Herrn.

52. Der Eine, die Vielen, die Dunkelheit, das Karma und die beiden Arten von Maya: Diese sechs sind ohne Anfang.

53. Erkenne, wenn du frei werden willst: Es gibt den Handelnden, seine Handlung, die daraus erwachsende Frucht und den, der Handlung und Frucht zusammenführt.

54. Wie der Körper durch seine Einheit mit der Seele lebt, so lebt die verkörperte Seele durch ihre Einheit mit dem höchsten Bewusstsein.

55. Wie ein Kristall durch das goldene Licht seine eigene Klarheit und die verschiedenen Farben zeigt, so erscheint diese Welt im Licht des Herrn.

56. Das Auge vermag nur zu sehen, wenn zwischen ihm und der erkennenden Seele das Licht wirksam ist. Ohne dieses Licht gibt es kein Sehen.

57. Wie die Sinne durch die begrenzte Seele tätig werden, so betrachte dein eigenes Handeln als Wirken des ewigen Herrn.

58. Versuche nicht, ihn zu einem Gegenstand deines Untersuchens oder Denkens zu machen. Tritt nicht vor ihn, um ihn von außen anzuschauen. Erkenne vielmehr den, durch den du erkennst.

59. Lass die Freude zur Fülle deiner Erfahrung werden; birg dich im Licht der Erkenntnis, das allein dein Licht ist.

60. Schaue in dem Licht, das dir das Sehen eröffnet hat. Kehre nicht in die Blindheit zurück. Bleibe in der Gnade, die dich aufgenommen hat.

Zum Verständnis: Vers 51 bezeichnet mit dem Gleichgewicht der beiden Karma-Arten vor allem Gleichmut gegenüber angenehmen und unangenehmen Folgen, keine rechnerische Aufrechnung guter und schlechter Taten. Die sechs anfangslosen Größen in Vers 52 sind Shiva, die Seelen, Anava, Karma, reine Maya und unreine Maya. Ihre Anfangslosigkeit macht sie nicht zu sechs gleichrangigen Göttern.

In Vers 56 deutet das Licht zwischen Auge und erkennender Seele auf das göttliche Licht, das überhaupt erst Erkenntnis ermöglicht. Vers 58 richtet sich gegen den Versuch, dieses Licht wie einen äußeren Gegenstand zu besitzen.

7. Die Erhellung der Seele

Der Weg vertieft sich, wenn die Seele nicht nur die Gnade anerkennt, sondern auch den Anspruch aufgibt, sie selbst hervorgebracht zu haben.

61. Niemand muss einem von der Hitze Geplagten erst sagen, er solle den kühlen Schatten aufsuchen. Ebenso findet die Seele ihre Ruhe im Göttlichen.

62. Selbst süße Milch schmeckt einer erkrankten Zunge bitter. Erst wenn die Störung vorüber ist, kehrt ihr richtiger Geschmack zurück.

63. Obwohl das Licht dem Sehenden in der Dunkelheit alles zeigt, denkt er: „Ich habe gesehen.“ Wann wird diese vergebliche Anmaßung endlich fallen?

64. Licht und Dunkelheit erscheinen als eines, obwohl sie verschieden sind: bei vollkommener Klarheit ebenso wie bei fehlender Einsicht.

65. Wer außer den wahrhaft Liebenden könnte dem nahekommen, der sie aufnimmt und ihre Last trägt?

66. Wenn jemand sich heimlich einen fremden Schatz aneignet, sage: Schlief dessen Eigentümer, oder war er fortgegangen?

67. Wie eine Kristallsäule, die ganz vom Licht durchdrungen wird, keinen eigenen Schatten mehr wirft, so kann die Dunkelheit nicht bleiben, wenn die Gnade dich ganz erfüllt.

68. Wie jemand, der eine leuchtende Fackel in der Hand trägt, hinter ihrem Licht bleibt, so stehen die von Gnade Erfüllten hinter der Wahrheit und lassen sich führen.

69. Wenn du sagst, du habest jenes durch die fünf Sinne erkannt: Was wären ohne jenes die fünf Sinne, und was wärest du selbst?

70. Kannst du glauben, du hättest ihn durch deine eigene Kraft zum Schenken gebracht, obwohl er aus freien Stücken gibt? Wer bist du ihm gegenüber?

Zum Verständnis: Vers 62 bewahrt die Unterscheidung zwischen Milch und gestörtem Schmecken: Die Verzerrung der Erfahrung ist nicht das Wesen der Wirklichkeit. Den paradoxen Vers 64 erläutert Pillai so: Für den nicht Sehenden bleibt alles dunkel; für den vollkommen Sehenden ist in der Gegenwart des Lichtes keine Dunkelheit mehr da. Gleiche Worte bezeichnen somit sehr verschiedene Zustände.

Vers 66 fragt nach einem vermeintlich unbeobachteten Diebstahl. Im Zusammenhang mahnt er, die göttlich ermöglichte Erkenntnis nicht als ausschließlich eigenen Besitz auszugeben. Die wörtliche Frage des Tamil lautet, ob der Eigentümer schlafe oder fortgegangen sei.

8. Die Erfahrung der Glückseligkeit

Die Frucht der Gnade ist eine Freude, die sich nicht wie ein gewöhnlicher Gegenstand erwerben lässt. Umapati beschreibt sie mit Bildern der Vereinigung, des Loslassens und der Liebe.

71. Wer dem aus der Dunkelheit aufsteigenden Licht folgt, gelangt zur Freude; wer sich vor dieses Licht stellt, gerät danach ins Leiden.

72. Welche Frucht hätten zwei Frauen in diesem Bild? Die Freude entsteht hier, wenn ein Mann und eine Frau sich vereinen.

73. Er schenkt Glückseligkeit denen, die ihn erreichen. Für ihn selbst gibt es keinen solchen neuen Gewinn, denn sein Wesen ist bereits die Fülle der Glückseligkeit.

74. Wie die beiden Wörter in „tāṭalai“ untrennbar zusammenklingen, so verstehe die Vereinigung in jener unvergleichlichen Freude als Einheit.

75. Wären sie von vornherein nur eines, gäbe es keine Vereinigung; blieben sie zwei, könnte von solcher Einheit keine Rede sein. Darum sind sie weder einfach eines noch zwei.

76. Wer ihn erreicht, die Frucht empfangen hat und sich unablässig an ihn hält, bis selbst das Reden verstummt, ist vom Kreislauf der Geburten frei.

77. Bis du ganz ergriffen bist – wie ein Mensch, den ein Geist ergriffen hat –, bleibe still und handle nicht mehr aus deinem Eigenwillen.

78. Wer die leuchtende Wirklichkeit erreicht hat, erfährt ihre Frucht. Alles andere gleicht einem Gegenstand in der Hand eines Einschlafenden: Er wird von selbst losgelassen.

79. Wie ließe sich jene Freude beschreiben, in der die Dreiheit so innig vereint ist, dass sie nicht mehr gesondert hervortritt?

80. Gibt es ein Glück, das süßer ist als alles Glück, so ist es schon jetzt gegenwärtig, wenn die Liebe gegenwärtig ist. Denn diese Freude ist der Zustand der Liebe selbst.

Zum Verständnis: Vers 72 benutzt ein historisches Mann-Frau-Gleichnis, um Verschiedenheit innerhalb einer Vereinigung auszudrücken. Es ist hier weder eine Sexualtechnik noch ein sozialethischer Lehrsatz; die Formulierung „in diesem Bild“ kennzeichnet die erklärende Ergänzung der Übersetzung. Vers 74 spielt mit der tamilischen Wortverbindung tāḷ (Fuß) und talai (Kopf) zu tāṭalai: Die Bestandteile sind unterscheidbar, erscheinen aber verbunden.

Vers 77 verwendet das drastische Bild des Ergriffenseins durch einen Geist für das Aufhören des Eigenwillens. Vers 78 spricht vom natürlichen Zurücktreten der Mittel nach Erreichen ihrer Frucht, nicht vom vorschnellen Aufgeben der Praxis. Die Dreiheit in Vers 79 ist Erkennender, Erkennen und Erkanntes.

9. Die Gnade der fünf Silben

Im fünfsilbigen Shiva-Mantra werden die Beziehungen von Gott, Gnade, Seele und Bindung zu einem Weg der inneren Ausrichtung.

Shiva als Nataraja. Vers 83 stellt den Tanz der Gebundenheit dem Tanz der Erkenntnis gegenüber.

81. Wer die Schriften der Gnade, die Veden und die übrigen Lehren gründlich erforscht, erkennt: Sie erschließen die Bedeutung der fünf Silben.

82. Der Herr, seine Kraft, die Fessel, die vielgestaltige Maya und die Seele: Sie alle sind im Om-Laut enthalten.

83. Auf der einen Seite der Tanz der Gebundenheit, auf der anderen der Tanz der Erkenntnis: Suche die Seele in der Mitte.

84. Die ausgebreiteten Kräfte von Ma und Na lassen die Seele, die sich ihnen zugesellt hat, nicht umkehren. Erst wenn das mächtige bindende Karma endet, erlangt sie die Erkenntnis von Ci.

85. Wie sollten die verblendende Verhüllung und die ursprüngliche Unreinheit weichen, solange du ihnen den Vorrang lässt und dich nicht umwendest?

86. Verehre den ursprünglichen Halt und rezitiere, indem du ihn an den Anfang stellst. Ach, an der bisherigen Folge hält fest, wer darauf nicht achtet.

87. Wenn du dich der Weise zuwendest, in der Shiva am Anfang steht, endet der Kreislauf der Geburten. So sollst du rezitieren.

88. Va führt die Seele zu Ci und schenkt ihr das wahre Leben. Diese Gnade ist dort selbst die makellose Gestalt.

89. Bleibe nicht zwischen Na und Va. Durch die Gnade besteht der rechte Zustand darin, zwischen Va und Ci zu stehen.

90. Alle diese verschiedenen Wege werden gelehrt, damit die Seele sich nicht von ihm trennt.

Zum Verständnis: Die Silben werden hier verschlüsselt oder einzeln genannt; der ausführliche Mantraabschnitt unten erläutert ihre Zuordnung. Vers 84 liest die Buchstabenfolgen mit der traditionellen Auslegung als Hinweise auf Ma, Na und Ci. Verse 85–87 verlangen, Shiva den Vorrang zu geben. Vers 86 ist sprachlich knapp und wird in der Ausgabe von 1945 unterschiedlich entfaltet; die deutsche Fassung folgt der Herausgeberanmerkung.

Vers 88 nennt die „makellose Gestalt“: Pillai bezieht sie auf den Herrn, die Herausgeberanmerkung lässt auch die von Gnade geprägte Gestalt der Seele zu. Vers 89 beschreibt die innere Ausrichtung der Seele auf Shiva und seine Gnade.

10. Die Lebensweise der Befreiten

Die Vollendung zeigt sich in innerem Frieden, fehlender Verachtung und einem Mitgefühl, das sich dem Leiden anderer zuwendet.

91. Geborgen im höchsten Bewusstsein, die Glückseligkeit tief im Herzen, ruhen sie in Frieden. Sage: Was wäre darüber hinaus noch nötig?

92. Sie übernehmen weder die fünf kosmischen Tätigkeiten noch die Aufgaben der dafür zuständigen Gottheiten. Auch den mühevollen Tätigkeiten, die dem Genuss dienen, wenden sie sich nicht mehr zu.

93. Obwohl sie mit der alles erkennenden Erkenntnis verbunden sind, erkennen sie hier nichts gesondert von dem Einen.

94. Wie eine Schildkröte auf ihrem Weg die Glieder einzieht, sammeln sie die Sinne und treten in ihren eigenen Ursprung ein, ohne ihn wieder zu verlassen.

95. Wo gäbe es etwas, das von ihm getrennt wäre? Ebenso gibt es nichts, das die mit ihm vereinte Seele ausschlösse.

96. Wer innen und außen dieselbe Wirklichkeit schaut, findet nichts, das er verachten müsste.

97. Die Welt erntet die Früchte, die ihrem Handeln entsprechen. Wer aber ohne eigensüchtige Aneignung handelt, hat die Wahrheit selbst zur Frucht.

98. Das bereits wirksam gewordene Karma endet mit dem Körper. Sollte währenddessen neues Karma aufsteigen, verbrennt es die Gnade selbst.

99. Die Handlungen mit ihren dreifachen Folgen binden jene nicht mehr, die in der ursprünglichen Erkenntnis ruhen. Für sie ist das Jenseits schon hier.

100. Wenn sie an das Leiden jener denken, die sich irrtümlich selbst für die Herren halten, werden sie von den Wogen ihres eigenen unermesslichen Mitgefühls bewegt.

Zum Verständnis: Das Schlafbild in Vers 91 meint Ruhe im höchsten Bewusstsein. Die fünf Tätigkeiten in Vers 92 sind Hervorbringen, Erhalten, Auflösen, Verhüllen und Begnaden; ihre kosmische Ausübung wird hier nicht einfach auf die befreite Seele übertragen. Vers 95 beschreibt ihre Weite in der Vereinigung mit Shiva.

Die Verse 98–99 sprechen vom Ende karmischer Bindung: Bereits wirksames Prarabdha Karma läuft mit dem Körper aus; neu entstehendes Karma bindet den Befreiten nicht. Vers 99 nennt eine dreifache Folge des Karma, ohne sie an dieser Stelle einzeln auszulegen. Der letzte Vers gibt der ganzen Lehre ihre menschliche Wärme: Die Freiheit von eigener Verstrickung lässt das Leid anderer nicht gleichgültig werden.

Zentrale Lehren und Anregungen für die Praxis

Shiva und Shakti: Im Tiruvarutpayan ist die Gnade keine von Shiva unabhängige Macht. Sie ist seine erhellende und befreiende Wirksamkeit.

Erkenntnis ist zugleich Empfangen

Denken und Üben gehören zum Weg. Umapati lädt dazu ein, zugleich empfänglich zu bleiben für das Licht, das jede Erkenntnis ermöglicht. Vers 58 lenkt die Aufmerksamkeit von den erkannten Gegenständen auf den Grund des Erkennens. Vers 70 verbindet diese Betrachtung mit Demut: Du darfst dich bemühen und zugleich anerkennen, wie viel dir geschenkt wird.

Die Bindung ist nicht dein letztes Wesen

Die Verse 27 und 62 eröffnen eine hoffnungsvolle Perspektive. Wäre die Verhüllung mit dem Wesen der Seele identisch, könnte Befreiung nur ihre Vernichtung bedeuten. Doch Umapati unterscheidet das erkennende Wesen von seiner Trübung. Wie eine gesunde Zunge die Süße der Milch wieder schmeckt, kann die Seele zu einer unverstellten Erfahrung gelangen.

Liebe und Erkenntnis gehören zusammen

Vers 80 verlegt die Glückseligkeit nicht ausschließlich in eine ferne Zukunft. Wo die Liebe wirklich gegenwärtig ist, wird ihre Frucht schon jetzt erfahrbar. Vers 100 vertieft diesen Gedanken: Reife Erkenntnis verhärtet nicht. Sie öffnet für das Leiden anderer. Jnana und Bhakti finden ihren Ausdruck in Mitgefühl und liebevollem Handeln.

Fünf praktische Zugänge

Die folgenden Anregungen sind heutige Anwendungen der genannten Verse, keine zusätzlichen Verse Umapatis:

  1. Den tragenden Grund würdigen – Verse 35–36. Spüre einige Atemzüge lang den Boden unter dir. Erinnere dich an die Menschen und Bedingungen, die dein Leben tragen. Lass daraus Dankbarkeit entstehen.
  2. Gleichmut üben – Vers 51. Betrachte am Abend eine angenehme und eine schwierige Erfahrung. Beobachte, wie Anhaften und Abwehr entstehen. Versuche, beide Erfahrungen wahrzunehmen, ohne dich völlig mit ihnen gleichzusetzen.
  3. Vom Gegenstand zum Gewahrsein zurückkehren – Vers 58. Sitze still und bemerke Geräusche, Empfindungen und Gedanken. Richte die Aufmerksamkeit dann sanft darauf, dass Erkennen geschieht. Lass auch die Antwort auf die Frage „Was ermöglicht dieses Erkennen?“ zunächst offen.
  4. Handlungen darbringen – Verse 57 und 70. Beginne eine alltägliche Tätigkeit mit dem inneren Entschluss: „Möge dies dem Guten dienen.“ Handle sorgfältig und lass danach den Anspruch los, alleiniger Urheber des Ergebnisses zu sein. Das verbindet die Lektüre mit Karma Yoga.
  5. Mitgefühl konkret werden lassen – Vers 100. Wähle eine kleine Handlung, die jemandem Last abnimmt: aufmerksam zuhören, Hilfe anbieten oder eine übersehene Aufgabe übernehmen. So wird die Frucht der Betrachtung im Alltag sichtbar.

Zehn Verse für wiederholte Betrachtung

Für eine persönliche Vertiefung eignen sich besonders Vers 1 (das Licht des Erkennens), Vers 8 (göttliche Gegenwart), Vers 27 (Befreiung ist möglich), Vers 36 (der tragende Grund), Vers 51 (Gleichmut), Vers 58 (den Erkennenden erkennen), Vers 67 (vom Licht erfüllt), Vers 75 (Einheit jenseits einfacher Begriffe), Vers 80 (Liebe im gegenwärtigen Augenblick) und Vers 100 (Mitgefühl). Alle sind oben vollständig übersetzt.

Das fünfsilbige Shiva-Mantra

Das neunte Kapitel setzt eine überlieferte Mantradeutung voraus. Es spricht von den „fünf Silben“ beziehungsweise „fünf Buchstaben“, nennt ihre Bestandteile teilweise verschlüsselt und erläutert ihre innere Beziehung. Die folgende Tabelle macht diese traditionelle Auslegung sichtbar; sie ersetzt nicht den Wortlaut der Verse.[1]

Tamilische Silbe Umschrift Symbolische Bedeutung
சி ci; Sanskrit śi Shiva, der Herr
வா vā Die Gnade, Shivas befreiende Kraft
ய ya Die individuelle Seele
ந na Die verhüllende Kraft, Tirodhana Shakti
ம ma Die ursprüngliche Verunreinigung, Anava Mala

Shiva an den Anfang stellen – Verse 85–87

Die durch die Kommentarauslegung erschlossene Folge lautet ci–vā–ya–na–ma (சிவாயநம); sie entspricht der Sanskritform śivāya namaḥ, „Verehrung dem Shiva“. Sie wird hier zur Erklärung der fünf Silben vollständig ausgeschrieben. Der Grundtext selbst führt diese zusammenhängende Formel nicht als eigene vollständige Mantrazeile an.

Die Gegenfolge na–ma–ci–vā–ya (நமசிவாய; Sanskrit namaḥ śivāya) steht in dieser besonderen Auslegung für eine Orientierung, in der die verhüllenden Kräfte noch vorn stehen. Die Verse fordern zur Umwendung auf: Shiva und seine Gnade sollen den Vorrang erhalten. Diese werkbezogene Symbolik darf nicht mit einer allgemeinen Verwerfung des weithin verehrten Namah-Shivaya-Mantras gleichgesetzt werden.

Die Seele zwischen Gnade und Shiva – Verse 88–89

Ya, die Seele, steht in der gewöhnlichen Folge zwischen Vā und Na: zwischen befreiender Gnade und verhüllender Kraft. Vers 89 beschreibt ihre Vollendung als Aufenthalt zwischen Vā und Ci. Das ist eine Aussage über die innere Beziehung zu Shiva. Die schematische Angabe Vā – Ya – Ci dient hier der Erläuterung und wird nicht als zusätzliches, vom Werk ausgeschriebenes Rezitationsmantra ausgegeben.

Om – Vers 82

Der Text nennt ausdrücklich ōṅkāram, den Om-Laut beziehungsweise Pranava. Er umfasst in der Deutung des Verses den Herrn, seine Kraft, die Fessel, Maya und die Seele. Kapitel 9 verbindet damit die fünf Silben mit dem Ganzen des spirituellen Weges. Eine eigenständige ausführliche Om-Rezitationsanleitung gibt das Werk nicht.

Wer bereits ein Einweihungsmantra erhalten hat, kann diese Verse als Vertiefung seiner empfangenen Praxis lesen: mit größerer Hingabe, weniger innerer Zerstreuung und dem Wunsch, die Gegenwart des Göttlichen im Leben wirksam werden zu lassen.

Tiruvarutpayan - Tamilischer Text in lateinischer Umschrift

Die folgende wissenschaftlich orientierte Tamil-Umschrift gibt dieselben hundert Zweizeiler und die Anrufung wieder. Sie ist keine Sanskrit-IAST-Ausgabe. Lange Vokale tragen einen Strich; ḷ, ḻ, ṟ, ṇ und ṉ bewahren charakteristische tamilische Buchstabenunterschiede. Die Umschrift folgt der Schrift, nicht einer vereinfachten deutschen Aussprache. Wortabstände folgen weitgehend der Textvorlage.

Anrufung Ganeshas

naṟkuñcarak kaṉṟu naṇṇil kalaiñāṉam
kaṟkuñ carakkaṉṟu kāṇ.

1. Der höchste Herr (Verse 1–10)

1. akara uyirpōl aṟivāki eṅkum
nikaril iṟai niṟkum niṟaintu.

2. taṉ nilaimai maṉ uyirkaḷ cārat tarumcatti
piṉṉam ilāṉ eṅkaḷ pirāṉ.

3. merumaikkum nuṇmaikkum pēraruṭkum pēṟṟiṉ
arumaikkum oppuiṉmai yāṉ.

4. ākkievaiyum aḷittu ācuṭaṉ aṭaṅkap
pōkku avaṉ pōkāp pukal .

5. aruvam uruvam aṟiñarkku aṟivām
uruvam uṭaiyāṉ uḷaṉ.

6. palār uyir uṇarum pāṉmaieṉa mēloruvaṉ
illātāṉ eṅkaḷ iṟai.

7. āṉā aṟivāy akalāṉ aṭiyavarkku
vāṉnāṭar kāṇāta maṉ.

8. eṅkum evaiyum eri uṟu nīrpōl ēkam
taṅkumavaṉ tāṉē taṉi.

9. nalamilaṉ naṇṇārkku naṇṇiṉarkku nallaṉ
calamilaṉ pēr caṅkaraṉ.

10. uṉṉumuḷatu aiyamilatu uṇarvāy ōvātu
maṉṉupavam tīrkkum maruntu

2. Die Natur der Seele (Verse 11–20)

11. piṟantanāḷ mēlum piṟakkumnāḷ pōlum
tuṟantōr tuṟappōr tokai.

12. tirimalattār oṉṟuataṉil ceṉṟārkaḷ aṉṟi
orumalattār āyum uḷar.

13. mūṉṟutiṟattu uḷḷārum mūlamalattu uḷḷārkaḷ
tōṉṟalartottu uḷḷār tuṇai.

14. kaṇṭavaṟṟai nāḷum kaṉavil kalaṅkiyiṭum
tiṇtiṟalukku eṉṉō ceyal .

15. poṟiiṉṟi oṉṟum puṇarātē puntikku
aṟivueṉṟa pērnaṉṟu aṟa.

16. oḷiyum iruḷum ulakum alarkaṇ
teḷivu ileṉil eṉceya.

17. cattuacattaic cārātu acattuaṟiyātu aṅkaṇivai
uyttal catcattām uyir.

18. iruḷil iruḷāki eliṭattil ellām
poruḷkaḷ ilatō puvi.

19. ūmakkaṇ pōla oḷiyum mika iruḷē
yāmmaṉkaṇ kāṇā tavai.

20. aṉṟuaḷavum āṟṟum uyir antō aruḷterivatu
eṉṟuaḷavu oṉṟuillā iṭar.

3. Die Dunkelheit der Verhüllung (Verse 21–30)

21. tuṉṟum pavattuyarum iṉpum tuṇaipporuḷum
iṉṟeṉpatu evvāṟum il.

22. iruḷāṉatu aṉṟi ilatevaiyum ēkap
poruḷāki niṟkum poruḷ.

23. oruporuḷum kāṭṭātu iruḷuruvam kāṭṭum
iruporuḷum kāṭṭātu itu.

24. aṉṟuaḷavi uḷḷaḷiyōṭu āvi iṭaiaṭaṅki
iṉṟaḷavum niṉṟatu iruḷ.

25. palaraip puṇarntum iruḷpāvaikku uṇṭeṉṟum
kaṇavaṟkum tōṉṟāta kaṟpu.

26. paṉmoḻikaḷ eṉuṇarum pāṉmai teriyāta
taṉamai iruḷār tantatu.

27. iruḷiṉṟēl tuṉpueṉ uyir iyalpēl pōkkum
poruḷ uṇṭēl oṉṟākap pōm.

28. ācuātiyēl aṇaiva kāraṇameṉ muttinilai
pēcātu akavum piṇi.

29. oṉṟu mikiṉum oḷikavarātēl uḷḷam
eṉṟum akalātu iruḷ.

30. viṭivām aḷavum viḷakkaṉaiya māyai
vaṭivuāti kaṉmattu vantu.

4. Die Natur der Gnade (Verse 31–40)

31. aruḷil periyatu akilattil vēṇṭum
poruḷil talaiilatu pōl.

32. perukka oḷiyiṉai pēroḷiyāy eṅkum
arukkaṉeṉa niṟkum aruḷ.

33. ūṉaṟiyātu eṉṟum uyiraṟiyātu oṉṟumivai
tāṉaṟiyātār aṟivār tāṉ.

34. pālāḻi mīṉāḷum pāṉmaittu aruḷuyirkaḷ
mālāḻi āḷum maṟittu.

35. aṇukum tuṇaiaṟiyā āṟṟōṉil aintum
uṇarvai uṇarātu uyir.

36. taraiyai aṟiyātu tāmē tirivōr
puraiyai uṇarār puvi.

37. malaikeṭuttōr maṇkeṭuttōr vāṉkeṭttōr ñāṉam
talaikeṭuttōr taṟkēṭar tām.

38. veḷḷattuḷ nāvāṟṟi eṅkumviṭintu iruḷām
kaḷḷat talaivar kaṭaṉ.

39. parappuamaintu kēṇmiṉitu pālalkalaṉmēl pūñai
karappu arunta nāṭum kaṭaṉ.

40. iṟṟaivarai iyaintum ētum paḻakkamilā
veṟṟu uyirkku vīṭu mikai.

5. Die Gnade in der Gestalt des Lehrers (Verse 41–50)

41. aṟiyāmai uḷniṉṟu aḷittatē kāṇum
kuṟiyāka nīṅkāta kō.

42. akattuṟu nōykku uḷḷiṉarai aṉṟiataṉai
cakattavarum kāṇparō tāṉ.

43. aruḷā vakaiyāl aruḷpuriya vanta
poruḷār aṟivār puvi.

44. poyiruṇṭa cintaip poṟi ilār pōtamām
meyiraṇṭum kāṇār mika.

45. pārvaieṉa mākkaḷaimuṉ paṟṟip piṭittaṟkām
pōrvaieṉak kāṇār puvi.

46. emakkueṉ evaṉukku evai teriyum avvat
tamakkuavaṉai vēṇṭat tavir.

47. viṭamnakulam mēviṉum meyppāvakaṉiṉ mīḷum
kaṭaṉiliruḷ pōvatuivaṉ kaṇ.

48. akalat tarum aruḷai ākkum viṉainīkkum
cakalarkku vantuaruḷum tāṉ.

49. āraṟivār ellām akaṉṟa neṟiaruḷum
pēraṟivāṉ vārāta piṉ.

50. ñāṉam ivaṉoḻiya naṇṇiyiṭum naṟkalaṉal
pāṉu oḻiyap paṭiṉ.

6. Der Weg des Erkennens (Verse 51–60)

51. nīṭum iruviṉaiyum nērāka nērātal
kūṭum iṟaicatti koḷal.

52. ēkaṉ anēkaṉ iruḷkarumam māyaiiraṇṭu
āka ivai āṟu āti il.

53. ceyvāṉum ceyviṉaiyum cērpayaṉum cērppavaṉum
uyvāṉ uḷaṉeṉṟu uṇar.

54. ūṉ uyirāl vāḻum orumaitte ūṉoṭu uyir
tāṉ uṇarvoṭu oṉṟām taram.

55. taṉniṟamum palniṟamum tāṉāmkal taṉmaitarum
poṉniṟampōl maṉniṟamip pū.

56. kaṇtollai kāṇumneṟi kaṇ uyir nāppaṇnilai
uṇṭuillai allatu oḷi.

57. puṉceyali nōṭu pulaṉceyalpōl niṉceyalai
maṉceyalatu āka mati.

58. ōrātē oṉṟaiyumuṟṟu uṉṉātē nīmuntip
pārātē pārttaṉaip pār.

59. kaḷiyē mikupulaṉāyk karuti ñāṉa
oḷiyē oḷiyāy oḷi.

60. kaṇṭapaṭiyē kaṇṭu kāṇāmai kāṇāmal
koṇṭapaṭiyē koṇṭu iru.

7. Die Erhellung der Seele (Verse 61–70)

61. tūniḻal ārtaṟku ārum collār tokum itupōl
taṉatuvāy niṟkum taram.

62. tittikkum pāltāṉum kaikkum tiruntiṭumnāp
pittattil tāṉ tavirnta piṉ.

63. kāṇpāṉ oḷi iruḷil kāṭṭiṭavum tāṉ kaṇṭa
vīṇpāvam ennāḷ viḻum.

64. oḷiyum iruḷum orumaittup paṉmai
teḷivu teriyār ceyal.

65. kiṭaikkat takumēnaṟ kēṇmaiyārkku allāl
eṭuttuc cumappāṉai iṉṟu.

66. vañcamuṭaṉ oruvaṉ vaitta nitikavarat
tuñciṉaṉō pōyiṉaṉō col.

67. taṉakkuniḻal iṉṟām oḷikavarum tampam
eṉakkavara nillātu iruḷ.

68. uṟkaitarum poṟkai uṭaiyavarpōl uṇmaippiṉ
niṟka aruḷār nilai.

69. aimpulaṉāl tāmkaṇṭatu eṉṟāl atuvoḻiya
aimpulaṉ ārtām ārataṟku.

70. tāmē tarupavarait tamvaliyiṉāl karutal
āmē ivaṉār ataṟku.

8. Die Erfahrung der Glückseligkeit (Verse 71–80)

71. iṉpuṟuvār tuṉpār iruḷil eḻumcuṭariṉ
piṉpukuvār muṉpukuvār piṉ.

72. iruvar maṭantaiyarukku eṉpayaṉ iṉpu uṇṭām
oruvaṉ orutti uṟiṉ.

73. iṉpu ataṉai eytuvārkku īyum avarkku uruvam
iṉpakaṉam ātaliṉāl il.

74. tāṭalaipōl kūṭi avai tāṉ nikaḻā vēṟṟu iṉpak
kūṭalainī ēkameṉak koḷ.

75. oṉṟālum oṉṟātu iraṇṭālum ōcaieḻātu
eṉṟālum ōr iraṇṭum il.

76. uṟṟārum peṟṟārum ōvātu uraioḻiyap
paṟṟārum aṟṟār pavam.

77. pēy oṉṟum taṉmai piṟakkum aḷavum iṉi
nī oṉṟum ceyyātu nil.

78. oṇporuṭkaṇ uṟṟārkku uṟupayaṉē allātu
kaṇpaṭuppār kaipporuḷpōl kāṇ.

79. mūṉṟāya taṉmai avar tammil mika muyaṅkit
tōṉṟāta iṉpam atu eṉ col.

80. iṉpil iṉitu eṉṟal iṉṟu uṇṭēl iṉṟu uṇṭām
aṉpu nilaiyē atu.

9. Die Gnade der fünf Silben (Verse 81–90)

81. aruḷnūlum āraṇamum allātum aintiṉ
poruḷnūl teriyap pukiṉ.

82. iṟaicatti pācam eḻilmāyai āvi
uṟaniṟkum ōṅkārattu uḷ.

83. ūṉa naṭaṉam orupāl orupālām
ñāṉanaṭam tāṉnaṭuvē nāṭu.

84. viriyamana mēviyavvai mīḷaviṭā cittam
periyaviṉai tīril peṟum.

85. mālār tirōtam malammutalāy māṟumō
mēlāki mīḷā viṭiṉ.

86. ārāti ātāram antō atumīṇṭu
pārātumēl ōtum paṟṟu.

87. civamutalē āmāṟu cērumēl tīrum
pavam itunī ōtum paṭi.

88. vāci aruḷiyavai vāḻvikkum maṟṟu atuvē
ācuil uruvamum ām aṅku.

89. ācilnavā nāppaṇ aṭaiyātu aruḷiṉāl
vāci iṭai niṟkai vaḻakku.

90. ellā vakaiyum iyampum ivaṉ akaṉṟu
nillā vakaiyai niṉaintu.

10. Die Lebensweise der Befreiten (Verse 91–100)

91. ōṅku uṇarviṉ uḷaṭaṅki uḷḷattuḷ iṉpuoṭuṅkat
tūṅkuvarmaṟṟu ētu uṇṭu col.

92. aintoḻilum kāraṇarkaḷām toḻilum pōkamnukar
ventoḻilum mēvār mika.

93. ellām aṟiyum aṟivuuṟiṉum īṅkuivaroṉṟu
allātu aṟiyār aṟa.

94. pulaṉ aṭakkit tammutalkaṇ pukkuṟuvār pōtār
talamnaṭakkum āmai taka.

95. avaṉaiakaṉṟu eṅkuiṉṟām āṅkuavaṉām eṅkum
ivaṉaioḻintu uṇṭātal il.

96. uḷḷum puṟampum orutaṉmaik kāṭciyarukku
eḷḷum tiṟam ētum il.

97. uṟumtoḻiṟkut takka payaṉ ulakam tattam
vaṟumtoḻiṟku vāymai payaṉ.

98. ēṉṟa viṉaiuṭaloṭu ēkumiṭai ēṟumviṉai
tōṉṟil aruḷē cuṭum.

99. mummai tarumviṉaikaḷ mūḷāvām mūtuaṟivārkku
ammaiyum immaiyē ām.

100. kaḷḷattalaivar tuyarkarutit tamkaruṇai
veḷḷattu alaivar mika.

Kolophon: Tiruvaruṭpayaṉ muṟṟiṟṟu. – Hier endet das Tiruvarutpayan.

Tiruvarutpayan - Tamilischer Originaltext

Der tamilische Grundtext folgt der elektronischen Textfassung von K. Loganathan / Project Madurai. Die Nummerierung entspricht der deutschen Übersetzung. Die zusätzlichen Zahlen vor den Versen 27–30 sind entfernt; Vers 10 ist ausdrücklich nummeriert. Die Umschrift oben und der Originaltext unten haben denselben Umfang.

Anrufung Ganeshas

நற்குஞ்சரக் கன்று நண்ணில் கலைஞானம்
கற்குஞ் சரக்கன்று காண்.

1. பதிமுது நிலை – Der höchste Herr (Verse 1–10)

1. அகர உயிர்போல் அறிவாகி எங்கும்
நிகரில் இறை நிற்கும் நிறைந்து.

2. தன் நிலைமை மன் உயிர்கள் சாரத் தரும்சத்தி
பின்னம் இலான் எங்கள் பிரான்.

3. மெருமைக்கும் நுண்மைக்கும் பேர்அருட்கும் பேற்றின்
அருமைக்கும் ஒப்புஇன்மை யான்.

4. ஆக்கிஎவையும் அளித்து ஆசுடன் அடங்கப்
போக்கு அவன் போகாப் புகல் .

5. அருவம் உருவம் அறிஞர்க்கு அறிவாம்
உருவம் உடையான் உளன்.

6. பல்ஆர் உயிர் உணரும் பான்மைஎன மேல்ஒருவன்
இல்லாதான் எங்கள் இறை.

7. ஆனா அறிவாய் அகலான் அடியவர்க்கு
வான்நாடர் காணாத மன்.

8. எங்கும் எவையும் எரி உறு நீர்போல் ஏகம்
தங்கும்அவன் தானே தனி.

9. நலம்இலன் நண்ணார்க்கு நண்ணினர்க்கு நல்லன்
சலம்இலன் பேர் சங்கரன்.

10. உன்னும்உளது ஐயம்இலது உணர்வாய் ஓவாது
மன்னுபவம் தீர்க்கும் மருந்து

2. உயிரவை நிலை – Die Natur der Seele (Verse 11–20)

11. பிறந்தநாள் மேலும் பிறக்கும்நாள் போலும்
துறந்தோர் துறப்போர் தொகை.

12. திரிமலத்தார் ஒன்றுஅதனில் சென்றார்கள் அன்றி
ஒருமலத்தார் ஆயும் உளர்.

13. மூன்றுதிறத்து உள்ளாரும் மூலமலத்து உள்ளார்கள்
தோன்றலர்தொத்து உள்ளார் துணை.

14. கண்டவற்றை நாளும் கனவில் கலங்கியிடும்
திண்திறலுக்கு என்னோ செயல் .

15. பொறிஇன்றி ஒன்றும் புணராதே புந்திக்கு
அறிவுஎன்ற பேர்நன்று அற.

16. ஒளியும் இருளும் உலகும் அலர்கண்
தெளிவு இல்எனில் என்செய.

17. சத்துஅசத்தைச் சாராது அசத்துஅறியாது அங்கண்இவை
உய்த்தல் சத்சத்தாம் உயிர்.

18. இருளில் இருளாகி எல்இடத்தில் எல்லாம்
பொருள்கள் இலதோ புவி.

19. ஊமக்கண் போல ஒளியும் மிக இருளே
யாம்மன்கண் காணா தவை.

20. அன்றுஅளவும் ஆற்றும் உயிர் அந்தோ அருள்தெரிவது
என்றுஅளவு ஒன்றுஇல்லா இடர்.

3. இருள்மல நிலை – Die Dunkelheit der Verhüllung (Verse 21–30)

21. துன்றும் பவத்துயரும் இன்பும் துணைப்பொருளும்
இன்றென்பது எவ்வாறும் இல்.

22. இருளானது அன்றி இலதெவையும் ஏகப்
பொருளாகி நிற்கும் பொருள்.

23. ஒருபொருளும் காட்டாது இருளுருவம் காட்டும்
இருபொருளும் காட்டாது இது.

24. அன்றுஅளவி உள்ளளியோடு ஆவி இடைஅடங்கி
இன்றளவும் நின்றது இருள்.

25. பலரைப் புணர்ந்தும் இருள்பாவைக்கு உண்டென்றும்
கணவற்கும் தோன்றாத கற்பு.

26. பன்மொழிகள் என்உணரும் பான்மை தெரியாத
தனமை இருளார் தந்தது.

27. இருள்இன்றேல் துன்புஎன் உயிர் இயல்பேல் போக்கும்
பொருள் உண்டேல் ஒன்றாகப் போம்.

28. ஆசுஆதியேல் அணைவ காரணமென் முத்திநிலை
பேசாது அகவும் பிணி.

29. ஒன்று மிகினும் ஒளிகவராதேல் உள்ளம்
என்றும் அகலாது இருள்.

30. விடிவாம் அளவும் விளக்கனைய மாயை
வடிவுஆதி கன்மத்து வந்து.

4. அருளது நிலை – Die Natur der Gnade (Verse 31–40)

31. அருளில் பெரியது அகிலத்தில் வேண்டும்
பொருளில் தலைஇலது போல்.

32. பெருக்க ஒளியினை பேரொளியாய் எங்கும்
அருக்கனென நிற்கும் அருள்.

33. ஊனறியாது என்றும் உயிர்அறியாது ஒன்றுமிவை
தானறியாதார் அறிவார் தான்.

34. பால்ஆழி மீன்ஆளும் பான்மைத்து அருளுயிர்கள்
மால்ஆழி ஆளும் மறித்து.

35. அணுகும் துணைஅறியா ஆற்றோனில் ஐந்தும்
உணர்வை உணராது உயிர்.

36. தரையை அறியாது தாமே திரிவோர்
புரையை உணரார் புவி.

37. மலைகெடுத்தோர் மண்கெடுத்தோர் வான்கெட்த்தோர் ஞானம்
தலைகெடுத்தோர் தற்கேடர் தாம்.

38. வெள்ளத்துள் நாவாற்றி எங்கும்விடிந்து இருளாம்
கள்ளத் தலைவர் கடன்.

39. பரப்புஅமைந்து கேண்மின்இது பாலல்கலன்மேல் பூஞை
கரப்பு அருந்த நாடும் கடன்.

40. இற்றைவரை இயைந்தும் ஏதும் பழக்கமிலா
வெற்று உயிர்க்கு வீடு மிகை.

5. அருள் உரு நிலை – Die Gnade in der Gestalt des Lehrers (Verse 41–50)

41. அறியாமை உள்நின்று அளித்ததே காணும்
குறியாக நீங்காத கோ.

42. அகத்துறு நோய்க்கு உள்ளினரை அன்றிஅதனை
சகத்தவரும் காண்பரோ தான்.

43. அருளா வகையால் அருள்புரிய வந்த
பொருள்ஆர் அறிவார் புவி.

44. பொய்இருண்ட சிந்தைப் பொறி இலார் போதமாம்
மெய்இரண்டும் காணார் மிக.

45. பார்வைஎன மாக்களைமுன் பற்றிப் பிடித்தற்காம்
போர்வைஎனக் காணார் புவி.

46. எமக்குஎன் எவனுக்கு எவை தெரியும் அவ்வத்
தமக்குஅவனை வேண்டத் தவிர்.

47. விடம்நகுலம் மேவினும் மெய்ப்பாவகனின் மீளும்
கடனில்இருள் போவதுஇவன் கண்.

48. அகலத் தரும் அருளை ஆக்கும் வினைநீக்கும்
சகலர்க்கு வந்துஅருளும் தான்.

49. ஆர்அறிவார் எல்லாம் அகன்ற நெறிஅருளும்
பேர்அறிவான் வாராத பின்.

50. ஞானம் இவன்ஒழிய நண்ணியிடும் நற்கல்அனல்
பானு ஒழியப் படின்.

6. அறியும் நெறி – Der Weg des Erkennens (Verse 51–60)

51. நீடும் இருவினையும் நேராக நேர்ஆதல்
கூடும் இறைசத்தி கொளல்.

52. ஏகன் அநேகன் இருள்கருமம் மாயைஇரண்டு
ஆக இவை ஆறு ஆதி இல்.

53. செய்வானும் செய்வினையும் சேர்பயனும் சேர்ப்பவனும்
உய்வான் உளன்என்று உணர்.

54. ஊன் உயிரால் வாழும் ஒருமைத்தெ ஊனொடு உயிர்
தான் உணர்வொடு ஒன்றாம் தரம்.

55. தன்நிறமும் பல்நிறமும் தானாம்கல் தன்மைதரும்
பொன்நிறம்போல் மன்நிறம்இப் பூ.

56. கண்தொல்லை காணும்நெறி கண் உயிர் நாப்பண்நிலை
உண்டுஇல்லை அல்லது ஒளி.

57. புன்செயலி நோடு புலன்செயல்போல் நின்செயலை
மன்செயலது ஆக மதி.

58. ஓராதே ஒன்றையும்உற்று உன்னாதே நீமுந்திப்
பாராதே பார்த்தனைப் பார்.

59. களியே மிகுபுலனாய்க் கருதி ஞான
ஒளியே ஒளியாய் ஒளி.

60. கண்டபடியே கண்டு காணாமை காணாமல்
கொண்டபடியே கொண்டு இரு.

7. உயிர் விளக்கம் – Die Erhellung der Seele (Verse 61–70)

61. தூநிழல் ஆர்தற்கு ஆரும் சொல்லார் தொகும் இதுபோல்
தன்அதுவாய் நிற்கும் தரம்.

62. தித்திக்கும் பால்தானும் கைக்கும் திருந்திடும்நாப்
பித்தத்தில் தான் தவிர்ந்த பின்.

63. காண்பான் ஒளி இருளில் காட்டிடவும் தான் கண்ட
வீண்பாவம் எந்நாள் விழும்.

64. ஒளியும் இருளும் ஒருமைத்துப் பன்மை
தெளிவு தெரியார் செயல்.

65. கிடைக்கத் தகுமேநற் கேண்மையார்க்கு அல்லால்
எடுத்துச் சுமப்பானை இன்று.

66. வஞ்சமுடன் ஒருவன் வைத்த நிதிகவரத்
துஞ்சினனோ போயினனோ சொல்.

67. தனக்குநிழல் இன்றாம் ஒளிகவரும் தம்பம்
எனக்கவர நில்லாது இருள்.

68. உற்கைதரும் பொற்கை உடையவர்போல் உண்மைப்பின்
நிற்க அருளார் நிலை.

69. ஐம்புலனால் தாம்கண்டது என்றால் அதுவொழிய
ஐம்புலன் ஆர்தாம் ஆர்அதற்கு.

70. தாமே தருபவரைத் தம்வலியினால் கருதல்
ஆமே இவன்ஆர் அதற்கு.

8. இன்புறு நிலை – Die Erfahrung der Glückseligkeit (Verse 71–80)

71. இன்புறுவார் துன்பார் இருளில் எழும்சுடரின்
பின்புகுவார் முன்புகுவார் பின்.

72. இருவர் மடந்தையருக்கு என்பயன் இன்பு உண்டாம்
ஒருவன் ஒருத்தி உறின்.

73. இன்பு அதனை எய்துவார்க்கு ஈயும் அவர்க்கு உருவம்
இன்பகனம் ஆதலினால் இல்.

74. தாடலைபோல் கூடி அவை தான் நிகழா வேற்று இன்பக்
கூடலைநீ ஏகமெனக் கொள்.

75. ஒன்றாலும் ஒன்றாது இரண்டாலும் ஓசைஎழாது
என்றாலும் ஓர் இரண்டும் இல்.

76. உற்றாரும் பெற்றாரும் ஓவாது உரைஒழியப்
பற்றாரும் அற்றார் பவம்.

77. பேய் ஒன்றும் தன்மை பிறக்கும் அளவும் இனி
நீ ஒன்றும் செய்யாது நில்.

78. ஒண்பொருட்கண் உற்றார்க்கு உறுபயனே அல்லாது
கண்படுப்பார் கைப்பொருள்போல் காண்.

79. மூன்றாய தன்மை அவர் தம்மில் மிக முயங்கித்
தோன்றாத இன்பம் அது என் சொல்.

80. இன்பில் இனிது என்றல் இன்று உண்டேல் இன்று உண்டாம்
அன்பு நிலையே அது.

9. ஐந்தெழுத்து அருள் நிலை – Die Gnade der fünf Silben (Verse 81–90)

81. அருள்நூலும் ஆரணமும் அல்லாதும் ஐந்தின்
பொருள்நூல் தெரியப் புகின்.

82. இறைசத்தி பாசம் எழில்மாயை ஆவி
உறநிற்கும் ஓங்காரத்து உள்.

83. ஊன நடனம் ஒருபால் ஒருபாலாம்
ஞானநடம் தான்நடுவே நாடு.

84. விரியமந மேவியவ்வை மீளவிடா சித்தம்
பெரியவினை தீரில் பெறும்.

85. மால்ஆர் திரோதம் மலம்முதலாய் மாறுமோ
மேலாகி மீளா விடின்.

86. ஆராதி ஆதாரம் அந்தோ அதுமீண்டு
பாராதுமேல் ஓதும் பற்று.

87. சிவமுதலே ஆம்ஆறு சேருமேல் தீரும்
பவம் இதுநீ ஓதும் படி.

88. வாசி அருளியவை வாழ்விக்கும் மற்று அதுவே
ஆசுஇல் உருவமும் ஆம் அங்கு.

89. ஆசில்நவா நாப்பண் அடையாது அருளினால்
வாசி இடை நிற்கை வழக்கு.

90. எல்லா வகையும் இயம்பும் இவன் அகன்று
நில்லா வகையை நினைந்து.

10. அணைந்தோர் தன்மை – Die Lebensweise der Befreiten (Verse 91–100)

91. ஓங்கு உணர்வின் உள்அடங்கி உள்ளத்துள் இன்புஒடுங்கத்
தூங்குவர்மற்று ஏது உண்டு சொல்.

92. ஐந்தொழிலும் காரணர்களாம் தொழிலும் போகம்நுகர்
வெந்தொழிலும் மேவார் மிக.

93. எல்லாம் அறியும் அறிவுஉறினும் ஈங்குஇவர்ஒன்று
அல்லாது அறியார் அற.

94. புலன் அடக்கித் தம்முதல்கண் புக்குறுவார் போதார்
தலம்நடக்கும் ஆமை தக.

95. அவனைஅகன்று எங்குஇன்றாம் ஆங்குஅவனாம் எங்கும்
இவனைஒழிந்து உண்டாதல் இல்.

96. உள்ளும் புறம்பும் ஒருதன்மைக் காட்சியருக்கு
எள்ளும் திறம் ஏதும் இல்.

97. உறும்தொழிற்குத் தக்க பயன் உலகம் தத்தம்
வறும்தொழிற்கு வாய்மை பயன்.

98. ஏன்ற வினைஉடலொடு ஏகுமிடை ஏறும்வினை
தோன்றில் அருளே சுடும்.

99. மும்மை தரும்வினைகள் மூளாவாம் மூதுஅறிவார்க்கு
அம்மையும் இம்மையே ஆம்.

100. கள்ளத்தலைவர் துயர்கருதித் தம்கருணை
வெள்ளத்து அலைவர் மிக.

திருவருட்பயன் முற்றிற்று. – Das Tiruvarutpayan ist abgeschlossen.

Gnade empfangen und weitergeben

Das Tiruvarutpayan beginnt mit dem Licht, das alles Erkennen ermöglicht, und endet mit einem Herzen, das am Leid anderer Anteil nimmt. Darin liegt die Richtung seines Weges: Selbsterkenntnis vertieft die Hingabe, und Hingabe wird in tätiger Liebe sichtbar.

Beginne mit einem Vers, der dich berührt. Lies ihn langsam, lass sein Bild in dir nachklingen und nimm ihn mit in deine Meditation. Vielleicht erinnerst du dich im Laufe des Tages an den Boden, der dich trägt, an das Licht, das dich sehen lässt, oder an die Hand, die einem anderen hilft. So verbinden sich Schriftenstudium und Leben. Die Frucht der Gnade wird dort spürbar, wo Klarheit wächst, Vertrauen reift und Liebe das Handeln prägt.

Videos zur Vertiefung

Die folgenden Vorträge von Sukadev erschließen den religiösen Hintergrund des Werkes und laden zur weiteren Beschäftigung mit Shiva und Tantra ein.

Sukadev über Shiva

Sukadev über Tantra

Siehe auch

Tamilische Schriften und verwandte Lehrwege

Verwandte Agamas und Tantra-Schriften

Die folgenden Werke eröffnen verwandte oder vergleichbare Themen. Sie stammen aus unterschiedlichen Schulen; nicht jede dort gelehrte Form von Nichtdualität entspricht derjenigen Umapatis.

Quellen und Hinweise zur Textgestalt zu Tiruvarutpayan

Verwendete Textgrundlagen

  • Umapathi Sivacharya: Thiruvarutpayan. Übersetzung mit Anmerkungen und Einleitung von J. M. Nallaswami Pillai. Erste Ausgabe 1896; zweite Ausgabe 1945, Dharmapuram Adhinam, Publication No. 92, The Gnanasambandam Press, Dharmapuram. Die hier benutzte digitalisierte Ausgabe umfasst 61 PDF-Seiten. Ihre englischen Übersetzungen und redaktionellen Anmerkungen wurden für alle zehn Kapitel herangezogen.
  • Tamilischer Grundtext: Project Madurai, E-Text Nr. 81: Tiruvarutpayan of Umapati Civaccariyar. Texterfassung und Korrektur: Dr. K. Loganathan; Webfassung: K. Kalyanasundaram. Zuerst im Netz am 10. August 2000; die konsultierte Seite nennt als letzte Revision den 7. August 2021. Der Grundtext entspricht der hier verwendeten tamilischen Vorlage.
  • Ergänzende Umschriftquelle: GRETIL: Tiruvarutpayan of Umapati Civaccariyar, auf Grundlage von Project Madurai. Die Umschrift dieser Wiki-Ausgabe wurde aus dem hier wiedergegebenen tamilischen Text abgeleitet; abweichende Sanskritschreibungen wurden nicht stillschweigend in den Tamiltext eingesetzt.

Umfang und redaktionelle Entscheidungen

Diese Ausgabe von Tiruvarutpayan enthält alle 100 nummerierten Verse sowie die zusätzliche Ganesha-Anrufung auf Deutsch, in lateinischer Tamil-Umschrift und in tamilischer Schrift. Die Nummer 10, die in der elektronischen Vorlage nach dem Vers nicht ausgeschrieben ist, wurde nach der eindeutigen Kapitelzählung ergänzt. Die zusätzlich vorangestellten Ziffern 27–30 wurden als doppelte Zählzeichen entfernt. Zeilenumbrüche und Abstände wurden vereinheitlicht; die im Vers 78 auseinandergerissene Wortform wurde zusammengeschrieben. Andere auffällige Schreibungen der tamilischen Vorlage wurden nicht ohne textkritischen Nachweis verbessert.

Die deutsche Fassung ist eine erläuterte Studienübersetzung. Besonders knappe oder auslegungsbedürftige Stellen sind bei den Kapiteln besprochen, vor allem Verse 21, 29, 39, 47–48, 64, 66, 72, 74–75 und 84–89. Die Anrufung wird unmittelbar nach ihrem tamilischen Wortlaut sinngemäß übersetzt. Die historischen Kommentare, ihre christlich geprägten Vergleichsbegriffe und religionsvergleichenden Wertungen werden nicht pauschal in die deutsche Darstellung übernommen. Die heutige Praxisdeutung bleibt von der Werkübersetzung getrennt.

Weiterführende Lektüre

  1. ↑ 1,0 1,1 1,2 Umapathi Sivacharya: Thiruvarutpayan. Übersetzung, Anmerkungen und Einleitung von J. M. Nallaswami Pillai. Erste Ausgabe 1896; zweite Ausgabe, Dharmapuram Adhinam, Publication No. 92, The Gnanasambandam Press, Dharmapuram 1945. Für diese Studienübersetzung wurden der tamilische Grundtext und die englische Übersetzung der zehn Kapitel, Druckseiten 7–38, herangezogen; zur Einordnung außerdem die Einleitung und die Erläuterung zu Kapitel VI, S. 39 ff.

Seminare

Wer die Lektüre mit gemeinsamem Schriftenstudium, Meditation und yogischer Praxis verbinden möchte, findet in diesen Themenbereichen ergänzende Angebote.

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