Schikane

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Schikane ist eine böswillig bereitete Schwierigkeit. Man kann lernen mit Schikanen umzugehen. Manchmal muss man sich gegen Schikanen zur Wehr setzen. Schikanen sind meist unter Ausnutzung von Machtbefugnissen getroffene Maßnahmen, um jemandem mit Anschein der Rechtmäßigkeit absichtlich zu quälen. Eine Schikane ist also eine kleinliche, böswillige Quälerei. Schikane ist typischerweise das herablassende Quälen von jemandem in niedrigerer Machtposition durch jemanden in höherer Machtposition. Manche Auflagen, die einem von staatlicher Seite gemacht werden, erscheinen als reine Schikanen, wenn sie offensichtlich keinem wirklichen Zweck dienen.

Manche freuen sich an Detailkorrektheit - andere empfinden das als Schikane

Wortzusammensetzungen und Redewendung mit dem Wort Schikane

Es gibt die Polizeischikane, die Zollschikane.

Eine Redewendung mit dem Wort Schikane ist z.B. "mit allen Schikanen": Hier hat das Wort Schikane eine positivere Bedeutung, nämlich Raffinesse, Tricks etc.

Wortherkunft Schikane - Etymologie

Wie so viele Wörter stammt das Wort Schikane aus dem Französischen. Es gibt das französische Wort la chicane, das im 17. Jahrhundert aus dem Französischen Eingang in die deutsche Sprache gefunden hat. Une Chicane ist eine kleinliche Behandlung, eine Bosheit, aber auch eine Spitzfindigkeit, ein Kniff, woraus schon im 19. Jahrhundert die Redewendung "mit allen Schikanen" entstanden ist. Noch früher entstand das Wort schikanieren aus dem Französischen: chicaner bedeutet jemanden mit aufgebauschten Kleinigkeit plagen, grundlos streiten, ärgern, das eventuell aus dem Wort tsik, Kleinigkeit, sowie ricaner, grinsen, höhnen, auslachen, gekommen ist.

Umgang mit Schikanen

Wenn andere dir Schikanen in den Weg legen wollen, ist oft am besten, so zu tun als ob du das nicht bemerkst. Insbesondere bei kleineren Schikanen ist das stillschweigende Übergehen am besten. Eine gewisse Coolness, Gelassenheit, Gleichmut, kann sehr hilfreich sein.

Bei größeren Schikanen, solchen Schikanen, die dir viel Arbeit machen werden, kann es hilfreich sein zu prüfen, ob der andere es wirklich so meint, wie du es empfindest. Gar nicht mal selten lassen staatliche Stellen mit sich sprechen, wenn man sich freundlich verhält. Manchmal muss man sich auch wehren, eventuell mit dem Vorgesetzten sprechen, gerichtlich vorgehen. Aber man sollte aufpassen: Manchmal beginnen die Schikanen erst so richtig, wenn man jemanden angegriffen hat.

Nicht alle Detailgenauigkeit ist Schikane

Es gibt gerade in der spirituellen Literatur immer wieder Beispiele von Meistern, die ihren Schülern große Detailgenauigkeit bei Aufgaben aufgetragen haben. Anfangs haben die Schüler das als Schikane erlebt - erst später erkannten sie die Weisheit des Meisters. Sei also selbst vorsichtig, dass du nicht jedes Bestehen auf Kleinigkeiten von Seiten eines Lehrers, eines Meisters, auch eines Vorgesetzten, nicht gleich als Schikane verstehst. Manchmal hat das einen Sinn, der sich dir erst später erschließt.

Mache anderen keine unnötigen Schikanen

Überprüfe ob das, was du tust sinnvoll ist, ob es hilfreich ist. Bereite anderen nicht unnötig Schikanen. Gerade wenn du eine Verantwortungsposition hast, dann nutze sie mit Einfühlungsvermögen, Mitgefühl und Liebe. Andere zu schikanieren mag kurzfristig Befriedigung geben - langfristig bringst du Menschen gegen dich auf.

Wenn du jemand bist, der sehr auf Kleinigkeiten besteht, dann überlege, ob dieses Bestehen auf Kleinigkeiten von anderen nicht als Schikane erlebt werden kann. Manchmal musst du zum Wohl des großen Ganzen auf das eine oder andere verzichten.

Lass dich aber nicht durch jeden Vorwurf der Schikane aus dem Konzept bringen. Manches erschließt sich deinen Mitmenschen erst später als sinnvoll. In unserer heutigen Zeit ist es allerdings meist am besten, die Vorgehensweise zu erläutern. Menschen sind heutzutage von großer Ungeduld erfüllt.

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