Nicht-Reue

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Nicht-Reue ist das Gegenteil von Reue. Wer etwas getan hat, das er eigentlich nicht hätte tun dürfen, es aber nicht bedauert, dem kann man Nicht-Reue vorwerfen. Oder wenn andere meine, man müsste etwas bereuen, dann kann man trotzdem bei seinem Standpunkt der Nicht-Reue bleiben.

Im Gebet kann man seine Reue ausdrücken

Reue und Nicht-Reue - Begriffsherkunft und Etymologie

Reue ist ein aufrichtiges Bedauern über ein Unrecht, das man begangen hat. Es gibt auch die tätige Reue z.B. im Strafrecht, bei der man sich darum bemüht, die Folgen des schlechten Handelns, der Verfehlung, wieder gut zu machen.

Reue ist also Bedauern, Zerknirschung über Getanes oder Unterlassenes. Das Wort Reue kommt vom althochdeutschen riuwa, auch geschrieben hriuwa, welches bedeutete Leid, Trauer, Schmerz, Unglück, und seit dem 8. Jahrhundert nachweisbar ist. Erst im späteren Mittelalter bekam riuwa bzw. Reue die heutige Bedeutung des Bedauerns.

Nicht-Reue, auch geschrieben Nichtreue, ist also das Gegenteil von Reue.

Nichtreue als Uneinsichtigkeit

Wenn man auf Unrecht beharrt, es nicht bereut, dann kann diese Art der Nichtreue das begangene Unrecht noch vergrößern. Auch ein Opfer fühlt sich umso schlechter, je mehr es der Überzeugung ist, dass der Täter keine Reue zeigt. Im Konzept des Täter-Opfer-Ausgleichs z.B. ist der Aspekt der Reue besonders wichtig. Wenn der Täter Nicht-Reue zeigt, ist ein Täter-Opfer-Ausgleich kaum möglich.

Wenn du selbst merkst, dass du einen Fehler begangen hast, ist es gut, das schnell zuzugeben, um Vergebung bzw. Entschuldigung zu bitten.

Positive Aspekte von Nicht-Reue

Wenn du dich bemühst, das Richtige zu tun, immer nach bestem Wissen und Gewissen zu handeln, dann magst du trotzdem Fehler machen. Aber das heißt nicht, dass du unbedingt Reue zeigen musst: Menschliches Verhalten ist nun mal fehlerbehaftet, und man kennt die Zukunft nicht.

Krishna sagt in der Bhagavad Gita an mehreren Stellen:

"Tue das, was zu tun ist so gut wie du kannst, bringe alles Gott dar, dann machst du dich nicht schuldig."

Wenn du so handelst, dann brauchst du auch keine Reue zu zeigen, wenn etwas schief geht: Vielleicht sollte es ja schief gehen - und du warst Instrument in den Händen des Karma.

Trotzdem kann es dir Leid tun, wenn du damit anderen Leid angetan hast. So kannst du, trotz Nicht-Reue, dein Bedauern ernsthaft empfinden und ausdrücken.

Buße, Schuld, Sünde, Reue und Vergebung

Gerade im christlichen Kontext spielen die Begriffe Sünde, Schuld, Reue, Buße und Vergebung eine große Rolle. Wenn du willst, kannst du durch Klicken auf diese obigen Begriffe mehr zu diesem Thema erfahren.

Hier ein Videovortrag zum Thema Reue und Buße:

Und hier ein Vortrag zu Nicht-Reue und Schuldlosigkeit:


Siehe auch