Rechthaberei

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Rechthaberei - Etymologie, Überlegungen und Tipps. Rechthaberei ist eine abwertende Bezeichnung für ein starres Festhalten am eigenen Standpunkt. Rechthaberische Menschen wollen, dass andere erkennen, dass sie immer Recht haben. Häufig steckt hinter Rechthaberei mangelndes Selbstwertgefühl: Wer sich seiner selbst nicht so sicher ist, der braucht beständige Bestätigung durch andere. Man braucht die Bestätigung durch andere, um sich sicher zu fühlen. Daraus wird dann eine Rechthaberei - die dann aber oft genug dazu führt, dass man eben diese Bestätigung durch andere nicht bekommt.

Chefs können sich ihre Rechthaberei vielleicht leisten - werden so aber nicht zu einem angenehmen Betriebsklima beitragen. Es gilt auch zu überlegen: Jeder Mensch will mal Recht haben. So ist es wichtig, dass jeder mal zum Zug kommt. Man sollte sich bei Widerständen oder anderen Meinungen überlegen: Rentiert es sich wirklich, jetzt darum zu kämpfen Recht zu haben? Manchmal ist es besser, der Klügere gibt nach. Dann kann er sich leichter durchsetzen, wenn es wirklich darauf ankommt. Nicht immer ist die Frage, wer Recht hat. Oft ist es vielmehr die Frage, was in dieser Situation angemessen und zielführend ist.

Demut ist ein Gegenpol zu Rechthaberei

Umgang mit Rechthaberei anderer

Vielleicht ist in deinem Team jemand der immer Recht haben will. Er will immer das letzte Wort haben. Er sagt immer, was gemacht werden muss. Wie gehst du damit um? Du hast mehrere Möglichkeiten.

Eine Möglichkeit ist, dem Rechthaber mal zu zu hören. Vielleicht kommt er nicht ausreichend zu Wort. Und weil er das Gefühl hat, nicht ausreichend zu Wort zu kommen, kompensiert er das mit Rechthaberei.

Die zweite Möglichkeit wäre, ihm das mal klar zu sagen und zu sagen, dass das im Team nicht gut ankommt, wie er sich verhält. Und ihm zu sagen, dass es vielleicht klug wäre, dass er nicht immer darauf besteht das letzte Wort zu haben. Und dass es auch nicht immer darauf ankommt wer Recht hat, sondern viel mehr darauf, dass man Anliegen berücksichtigt und Kräfte bündelt um ein gemeinsames Ziel zu erreichen.

Eine dritte Möglichkeit ist, den andern seine Rechthaberei zu lassen nicht übermäßig zu beachten. Der Mensch “Habe ich doch immer schon gesagt.“ Man muss ja gar nicht drauf antworten oder reagieren. „Ich hab doch schon vor fünf Jahren gesagt, dass man das machen muss“. Man muss weder was sagen noch drauf eingehen, muss weder den andern dafür loben noch kritisieren.

Was man in jedem Fall machen sollte ist, Menschen mit Liebe und Wertschätzung zu behandeln. Manchmal sind Menschen, die große Rechthaberei zeigen solche, die Anerkennung wollen, die geliebt werden wollen und die etwas Gutes beitragen wollen und sich nicht gehört fühlen. Daher ist es gut, ihnen Liebe zu schenken, Wertschätzung zu schenken, den anderen vom Herzen zu spüren, zu verstehen, seine Anliegen ernst zu nehmen. Du kannst schauen, ob man das eine oder andere von seinen Anliegen umsetzen kann, aber in jedem Fall mit berücksichtigen. Auf diese Weise lassen sich auch die Rechthaber gut in ein Team integrieren.

Rechthaberei in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Rechthaberei gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Rechthaberei - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Rechthaberei sind zum Beispiel Streitsucht, Großmaul, Unnachgiebigkeit, Besserwisserei, Durchsetzungsvermögen .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Rechthaberei - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Rechthaberei sind zum Beispiel Friedfertigkeit, Wohlwollen, Herzlichkeit, Milde, Versöhnlichkeit, Es jedem recht machen wollen . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Rechthaberei, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Rechthaberei, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Rechthaberei stehen:

Eigenschaftsgruppe

Rechthaberei kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Rechthaberei sind zum Beispiel das Adjektiv rechthaberisch, das Verb rechthaben, sowie das Substantiv Rechthaber.

Wer Rechthaberei hat, der ist rechthaberisch beziehungsweise ein Rechthaber.

Siehe auch

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