Pumsavana gemäß Puranokta Purva Prayoga

Aus Yogawiki

Pumsavana Schwangeren-Segen ist eines der Samskaras, der heiligenden Lebensübergänge. Er begleitet die Schwangerschaft mit Gebet und liebevoller Fürsorge und erbittet Schutz und gutes Gedeihen für Mutter und Kind. Im Mittelpunkt steht Lakshmi-Narayana, in einem Wassergefäß gegenwärtig gedacht. Blumen, eine kleine Speise für die werdende Mutter und 29 Hauptgaben ins Feuer tragen die Bitte um ein gut behütetes Kind. Den persönlichen Höhepunkt bildet der leise Bija-Segen am Herzen der werdenden Mutter.

Punsavana begleitet die Schwangerschaft mit Gebet und liebevoller Fürsorge.

Der Ritualablauf folgt dem Puranokta Purva Prayoga.

Vorbereitung

Dieser Schwangerschaftsritus folgt dem Puranokta Purva Prayoga. Er wird dort für den dritten Schwangerschaftsmonat genannt und kann mit Simantonnayana verbunden werden; hier ist er als selbstständige Feier ausgeschrieben. Der traditionelle Name Pumsavana erinnert an den alten Wunsch nach einem Sohn. Die Familie widmet den Segen heute dem willkommenen Kind unabhängig von seinem Geschlecht; die überlieferte Formel bittet um ein Kind mit guten Eigenschaften.

Neben den allgemeinen Geräten wird ein zweites Kalasha für Lakshmi-Narayana vorbereitet. Für die Hauptgaben werden zwölf kleine Portionen Puffreis mit Ghee (bzw. Pflanzenöl), zwölf Portionen gekochter Reis und fünf kleine Fettgaben bereitgelegt. Für die Mutter wird ein kleines Schälchen mit zwei weich gekochten Urad-Körnern, einem weich gekochten Gerstenkorn und pasteurisiertem Joghurt (bzw. einem ihr vertrauten pflanzlichen Joghurt) vorbereitet. Diese Speise bleibt vom Feueropfer getrennt. {Gotra} bezeichnet die Familienlinie, {Name_des_Vaters} den sprechenden Partner; fehlen überlieferte Gotra-Angaben, erlaubt das Handbuch Kaśyapa.

Die Quelle bietet alternativ eine Nasengabe aus Banyan-Pflanzensaft. Diese Anleitung wählt die ebenfalls überlieferte Speisegabe und nimmt keine Nasenanwendung vor. Pflanzliche Mittel sind in der Schwangerschaft nicht automatisch unbedenklich; medizinische Anwendungen gehören in die Abstimmung mit der betreuenden Hebamme oder Ärztin. Die Mutter sitzt bequem außerhalb des Rauchs, kann pausieren und wird von einer vertrauten Person begleitet.

Die Samskara-Feier wird von einer in Sanskrit und diesen Hausriten erfahrenen Ritualleitung begleitet. Die Eltern tragen das Anliegen; eine weitere erwachsene Person reicht Gegenstände und kümmert sich um die praktische Ruhe. Zwei eingeladene Brahmanen empfangen die Nandi-Gaben; die leitende Person kann einer von ihnen sein. Die Antworten der Wasserweihe sprechen die Mitwirkenden. Das Vorlesen in ruhigen Abschnitten ermöglicht, dass alle die Bedeutung mitvollziehen.

Vor Beginn bereitstellen
Ein sauberer Altar mit Ganesha-Bild oder kleiner Murti, Lampe, Docht, Zündmittel, Ghee (bzw. Pflanzenöl), ein kleines Schlusslicht oder dieselbe Öllampe, gegebenenfalls wenig Räucherwerk, frisches Trinkwasser, Wasserschale mit Löffel und mehrere Auffangschalen. Hinzu kommen ein Kalasha für die allgemeine Wasserweihe, Reis als Unterlage, frische Blätter und Blumen, Akshata, Sandelpaste, Kumkuma, Kusha-Gras und ein Pavitra-Ring. Frucht und vegetarische Speise werden für die mehrfachen Gaben portioniert; Betelblatt und Betelnuss liegen getrennt als Tambula bereit. Für Nandimukha werden Reis, Linsen, Gemüse, unraffinierter Zucker, Betel und Geldgabe in einer für zwei Mahlzeiten ausreichenden Menge vorbereitet. Für den abschließenden Dank liegen eine eigene Dakshina, Frucht und Tambula bereit.

Die pflanzlichen Alternativen sind heutige, von Ahimsa geprägte Möglichkeiten der Praxis. Überlieferte Sanskritgebete und ihre Bedeutung bleiben davon unberührt. Trinkwasser und essbare Gaben werden von aufgefangenem Ritualwasser getrennt gehalten.

Den Sankalpa vorbereiten
Die Ritualleitung ergänzt die persönlichen Formularfelder vor Beginn: {Richtung} ist die Himmelsrichtung des Ortes vom Himalaya aus; {Land}, {Ort}, {Jahresname}, {Ayana}, {Jahreszeit}, {Monat}, {Paksha}, {Tithi}, {Wochentag} und {Tagesnakshatra} bezeichnen Ort und traditionellen Kalenderzeitpunkt. Weitere Felder sind unmittelbar beim jeweiligen Ritus erläutert. Die Klammern werden nicht gesprochen. Unbekannte Kalender- oder Familiendaten werden nicht erraten; die leitende Person bereitet die zutreffenden Formen vor.

Feuergeräte und Opfergaben
Das Homa-Kunda steht auf einer feuerfesten Unterlage. Benötigt werden trockenes unbehandeltes Brennholz, drei kleine besondere Opferhölzchen, Reis- oder Weizenmehl, Kusha, Zünddocht, zwei Opferlöffel (Sruk und Sruva), ein Gefäß mit Ghee (bzw. Pflanzenöl), Blüten und Akshata für acht Richtungen, ein Pranita-Wassergefäß östlich des Feuers und ein Sprenggefäß rechts von der Leitung. Vor- und Schlussopfer werden zusätzlich zu den angegebenen Hauptgaben vorbereitet. Reserviere ein Betelblatt, eine Betelnuss und eine kleine Menge Opfermaterial für die Purnahuti sowie etwas Ghee (bzw. Pflanzenöl) für den Vasodhara-Strom. Eine erwachsene Person beaufsichtigt ausschließlich das Feuer. Gieße kein Wasser in brennendes Fett; ein geeigneter Deckel oder passende Löschmittel stehen bereit.

Ablauf

1. Achamana – innerlich und äußerlich ankommen

Die ausführende erwachsene Person sitzt nach Osten. Mit dem Löffel in der linken Hand gibt sie dreimal ein wenig frisches Trinkwasser in die rechte Handfläche und nimmt von deren Ansatz je einen kleinen Schluck, zu jedem Namen einen. Danach Hände reinigen.

oṃ acyutāya namaḥ |
oṃ anantāya namaḥ |
oṃ govindāya namaḥ ||

Bedeutung: Om. Verehrung Achyuta, dem Unwandelbaren. Verehrung Ananta, dem Unendlichen. Verehrung Govinda, dem göttlichen Beschützer.

2. Pavitra anlegen

Lege den vorbereiteten Ring aus Kusha-Gras an den rechten Ringfinger. Er erinnert daran, Hände und Herz dem Heiligen zuzuwenden.

pūtā brahma pavitreṇa pūta sūryasya raśmibhiḥ |
sarva tīrtha jalaṃ puṇyaṃ pāvanaṃ sarva kāraṇaṃ ||

Bedeutung: Rein durch Brahmas Heiligkeit, rein durch die Strahlen der Sonne: Das Wasser aller heiligen Stätten ist segensreich und läuternd, Ursprung der Reinigung.

3. Das Licht entzünden

Zünde die vorbereitete Lampe mit Ghee (bzw. Pflanzenöl) an. Sie steht auf einer festen Unterlage am Altar. Sammle dich in ihrem Licht.

jyotir rūpam arūpañca vadanti muni puṅgavāḥ |
jyotir madhye sthito devo brahma jyotir namo’stu te ||

Bedeutung: Die großen Weisen nennen Dich Lichtgestalt und gestaltlos. Im Licht ist die göttliche Gegenwart: Verehrung Dir, dem Licht Brahmans.

4. Die Lehrer ehren

Falte die Hände. Erinnere dich an die Lehrer, die Eltern und an alle, durch die heiliges Wissen und Liebe in dein Leben kamen.

gurur brahmā gurur viṣṇur gurur devo maheśvaraḥ |
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrīgurave namaḥ ||
akhaṇḍamaṇḍalākāraṃ vyāptaṃ yena carācaram |
tatpadaṃ darśitaṃ yena tasmai śrīgurave namaḥ ||
ajñānatimirāndhasya jñānāñjanaśalākayā |
cakṣur unmīlitaṃ yena tasmai śrīgurave namaḥ ||

Bedeutung: Der Guru ist Brahma, Vishnu und Maheshvara, unmittelbar das höchste Brahman; diesem ehrwürdigen Guru sei Verehrung. Verehrung dem Guru, der jene Wirklichkeit gezeigt hat, die als ungeteiltes Ganzes alles Bewegliche und Unbewegliche durchdringt. Verehrung dem Guru, der das vom Dunkel des Nichtwissens verschlossene Auge mit dem Salbstift der Erkenntnis geöffnet hat.

5. Gute Gedanken in alle Richtungen senden

Sprich die vier Friedensverse. Denke dabei an Mutter, Kind, Familie und alle Wesen. Die folgende Segensfeier ruht in diesem weiten Herzen.

śṛṇuyām sthirair aṅgair bhadraṃ karṇaiśca dṛṣṭibhiḥ |
bhadraṃ paśyema yad deva hitam āyur vyaśemahi ||
indro vṛddhaśravās tārkṣyo’riṣṭanemir bṛhaspatiḥ |
dadhātu svasti naḥ pūṣā viśvadevāśca svasti naḥ ||
viśvataḥ kratavo bhadrā āyantvāno vṛdhe yathā |
dive dive rakṣitāra āsan devā hi nityaśaḥ ||
viśvāni deva savitur duritāni parā suva |
subhaktyā praṇatānāṃ tu yad bhadraṃ tannaḥ āsuva ||

Bedeutung: Mögen wir mit festen Gliedern und offenen Sinnen Gutes hören und sehen und das uns göttlich bestimmte Leben erfüllen. Mögen Indra, Tarkshya Arishtanemi, Brihaspati, Pushan und alle Götter uns Wohlergehen geben. Mögen förderliche Gedanken aus allen Richtungen kommen; mögen die Götter uns Tag für Tag behüten. Göttlicher Savitar, führe Bedrängendes fort und schenke Deinen in Bhakti verneigten Verehrern das Gute.

6. Den Augenblick Gott anvertrauen

Bleibe mit gefalteten Händen sitzen und vergegenwärtige dir Lakshmi-Narayana.

tadeva lagnaṃ sudinaṃ tad eva tāra balaṃ candra balaṃ tad eva |
vidyā balaṃ daiva balaṃ tad eva lakṣmīpate te aṅghriyugaṃ smarāmi ||
śuklāmbaradharaṃ viṣṇuṃ śaśivarṇaṃ caturbhujam |
prasannavadanaṃ dhyāyet sarvavighnopaśāntaye ||

Bedeutung: Das ist der günstige Augenblick, der gesegnete Tag, die Kraft der Sterne und des Mondes, die Kraft des Wissens und göttlicher Führung: Herr der Lakshmi, ich denke an Deine beiden Füße. Zur Befriedung aller Hindernisse betrachten wir den weißgewandeten, mondhellen, vierarmigen Herrn mit gütigem Gesicht.

7. Sankalpa – das konkrete Anliegen aussprechen

Der Partner beziehungsweise Vater spricht den Sankalpa, die Familie trägt ihn innerlich mit. Die Ritualleitung kann abschnittweise vorsprechen. Halte Blumen und Akshata in der rechten Hand, die von der linken gestützt wird; lege die Gaben nach dem Gelöbnis vor den Altar. Die Sanskritfassung verwendet die traditionelle Sprecherrolle des Ehemannes.

hariḥ oṃ tat sat | śrī govinda | śrī govinda | śrī govinda |
śubhe śobhane muhūrte adye śrī bhagavato mahāpuruṣasya śrī viṣṇoḥ ājñayā pravartamānasya ādya brahmaṇaḥ dvitīya parārdhe śrī śveta varāha kalpe vaivasvata manvantare aṣṭāviṃśatīttame kali yuge kali yugasya prathama pāde jāmbudvīpe meroḥ {Richtung} digbhāge hiraṇmaya varṣe hiraṇmaya deśe {Land} deśe {Ort} mahā nagari antargate vyavahārikānāṃ prabhavādi ṣaṣṭhi saṃvatsarāṇāṃ madhye {Jahresname} nāma saṃvatsare {Ayana} ayane {Jahreszeit} ṛtau māsottame {Monat} māse {Paksha} pakṣe {Tithi} tithau {Wochentag} vāsara yuktāyāṃ {Tagesnakshatra} nakṣatra yuktāyām śrī viṣṇu yoge śrī viṣṇu karaṇe śubha yoga śubha karaṇe sakala graha guṇa viśeṣaṇa visiṣṭhāyām asyāṃ śubha tithau |
mama upātta samasta duritakṣaya dvārā śrī parameśvara prītyarthaṃ {Gotra} gotrodbhavasya {Name_des_Vaters} nāmadheya aham asyāṃ mama bhāryāyāṃ janiṣyamāna garbhasya sakala guṇa sampanna sutanaya prāptyarthaṃ garbhastha piṇḍa śuddhyarthaṃ puṃsavana ākhyaṃ karma kariṣyamāṇaḥ ||

Bedeutung: Hari, Om, das ist die Wahrheit. Govinda, Govinda, Govinda. In diesem guten Augenblick, unter Vishnus Führung, in der zweiten Lebenshälfte Brahmas, im Zeitalter des weißen Ebers, im Manvantara Vaivasvatas, im Kali-Zeitalter des achtundzwanzigsten Weltenzyklus und dessen erstem Abschnitt, in Jambudvipa, in der genannten Richtung von Meru, im genannten Land und Ort, im bezeichneten Jahr, Sonnenhalbjahr, in der Jahreszeit, im Monat, in der Mondhälfte, am genannten Mondtag, Wochentag und unter dem bezeichneten Mondgestirn, bei heiligen Konstellationen: an diesem gesegneten Tag. Zur Läuterung meines Handelns und zur Freude des höchsten Herrn vollziehe ich, der genannte Angehörige des genannten Gotra, für das werdende Kind meiner Frau den Ritus Pumsavana: zur Heiligung des im Mutterleib wachsenden Lebens und mit der Bitte um ein gutes Kind, das mit allen edlen Eigenschaften begabt ist.

8. Die vorbereitende Verehrung ankündigen

Kündige die Ganesha-Verehrung und die Weihe von Menschen, Raum und Geräten an.

tad aṅgatvena nirvighnena parisampātyartham ādau vighneśvara pūjāṃ kariṣye |
tad aṅgatvena antaḥkaraṇa śuddhyarthaṃ śarīra śuddhyarthaṃ gṛha maṇḍapa śuddhyarthaṃ sarvopakaraṇa śuddhyarthaṃ svastipuṇyāha vācanaṃ kariṣye ||

Bedeutung: Als Glied dieses Ritus verehre ich zuerst Vighneshvara, damit alles ohne Hindernisse zur Vollendung komme. Zur Reinigung des inneren Wesens, des Körpers, des Hauses, des Feierplatzes und aller Geräte vollziehe ich die heilige Segens- und Wasserweihe.

9. Ganesha betrachten und einladen

Forme vor dem Herzen die Kurma-Mudra, die Schildkrötengeste: Berühre mit dem rechten kleinen Finger den linken Zeigefinger und mit dem linken Daumen den rechten Zeigefinger. Richte den rechten Daumen auf. Lege linken Mittel-, Ring- und kleinen Finger auf den Rücken der rechten Hand; führe rechten Mittel- und Ringfinger nach unten an die Stelle zwischen linkem Daumen und Zeigefinger. Wölbe die rechte Hand wie einen Schildkrötenrücken und trage darauf eine Blüte. Betrachte Ganesha mit einem Stoßzahn, großen Ohren, Fangleine und Führungsstachel; lege die Blüte an den Fuß seines Bildes. Gib danach Sandelpaste, Akshata und eine weitere Blüte dar.

gajānanaṃ bhūtagaṇādi sevitaṃ kapittha jambu phalasāra bhakṣaṇam |
umāsutaṃ śokavināśakāraṇaṃ namāmi vighneśvara pādapaṅkajam ||
ekadantaṃ śūrpakarṇaṃ gajavaktraṃ mahodaram |
pāśāṅkuśadharaṃ devaṃ dhyāyet siddhi vināyakam ||
oṃ bhūr bhuvas suvaḥ śrī mahāgaṇapataye namaḥ | dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich verneige mich vor den Lotusfüßen Vighneshvaras, Umas elefantengesichtigem Sohn, dem die Scharen der Wesen dienen, der Kapittha- und Jambu-Früchte genießt und Kummer hinwegnimmt. Wir betrachten den göttlichen Siddhi Vinayaka mit einem Stoßzahn, fächerartigen Ohren, Elefantengesicht und großem Bauch, mit Fangleine und Führungsstachel. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel. Verehrung dem großen Ganapati. Ich betrachte Dich, lade Dich ein, gebe Dir hier einen Sitz und bringe Duft, ungebrochenen Reis und Blüten dar.

10. Ganesha – Sitz

Lege einige Akshata vor das Bild beziehungsweise an den Fuß des Gefäßes.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha einen Sitz dar.

11. Ganesha – Ehrenwasser

Gib einen Löffel Wasser in die gesonderte Auffangschale.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha Ehrenwasser dar.

12. Ganesha – Fußwasser

Gib Wasser an den symbolischen Fuß des Bildes oder in die Auffangschale.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha Wasser für die Füße dar.

13. Ganesha – Wasser zur Mundreinigung

Gib einen Löffel Wasser in die Schale.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | ācamanaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha Wasser zur Mundreinigung dar.

14. Ganesha – Bad

Benetze mit einer Blüte die wasserfeste Murti oder die Außenseite des Gefäßes; ein Papierbild bleibt trocken.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | snānaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha ein Bad dar.

15. Ganesha – Gewand und heiliger Faden

Lege Akshata als die im Handbuch vorgesehene stellvertretende Gabe für Gewand und Faden dar.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | vastra upavītārtham akṣatān samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha ungebrochenen Reis für Gewand und heiligen Faden dar.

16. Ganesha – Duft

Lege etwas Sandelpaste auf einen dafür geeigneten Teil der Murti oder an den Gefäßfuß.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | gandhaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha Duft dar.

17. Ganesha – Kumkuma

Lege eine kleine Gabe des roten Pulvers auf den Gabenteller.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | kuṅkumaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha Kumkuma dar.

18. Ganeshas achtzehn Namen

Bringe zu jedem Namen eine Blüte oder einige Akshata dar.

oṃ sumukhāya namaḥ |
oṃ ekadantāya namaḥ |
oṃ kapilāya namaḥ |
oṃ gajakarṇakāya namaḥ |
oṃ lambodarāya namaḥ |
oṃ vikaṭāya namaḥ |
oṃ vighnarājāya namaḥ |
oṃ vināyakāya namaḥ |
oṃ dhūmaketave namaḥ |
oṃ gaṇādhyakṣāya namaḥ |
oṃ bālacandrāya namaḥ |
oṃ gajānanāya namaḥ |
oṃ vakratuṇḍāya namaḥ |
oṃ śūrpakarṇāya namaḥ |
oṃ herambāya namaḥ |
oṃ skandapūrvajāya namaḥ |
oṃ siddhivināyakāya namaḥ |
oṃ vighneśvarāya namaḥ |

Bedeutung: 1. Verehrung dem Schöngesichtigen. 2. Verehrung dem Einstoßzahnigen. 3. Verehrung dem Gelbbraunen. 4. Verehrung dem Elefantenohrigen. 5. Verehrung dem Großbäuchigen. 6. Verehrung dem Außergewöhnlichen. 7. Verehrung dem König der Hindernisse. 8. Verehrung dem Führenden. 9. Verehrung dem mit rauchfarbenem Banner. 10. Verehrung dem Herrn der Scharen. 11. Verehrung dem mit jungem Mond. 12. Verehrung dem Elefantengesichtigen. 13. Verehrung dem mit gebogenem Rüssel. 14. Verehrung dem mit fächerartigen Ohren. 15. Verehrung Heramba, dem Beschützer. 16. Verehrung Skandas älterem Bruder. 17. Verehrung dem Vollendung schenkenden Vinayaka. 18. Verehrung dem Herrn der Hindernisse.

19. Ganesha – Räucherduft

Führe etwas Räucherduft vor dem Altar vorbei; halte den Platz von Mutter und Kind rauchfrei.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | dhūpaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha Räucherduft dar.

20. Ganesha – Licht

Zeige die bereits entzündete Lampe.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | dīpaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha Licht dar.

21. Ganesha – Speise

Stelle die vorbereitete Speise vor das Bild; schenke einen Augenblick stiller Hingabe.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | naivedyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha Nahrung dar.

22. Ganesha – Tambula

Lege ein Betelblatt mit der zugehörigen Gabe auf einen eigenen Teller; sie wird getrennt von der Mahlzeit gereicht.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha Tambula dar.

23. Ganesha – Arati

Zeige das besondere Schlusslicht vor dem Altar. Verwende die kleine Kampferflamme oder als heutige Alternative dieselbe Öllampe.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | karpūra nīrājanaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha das schwingende Licht dar.

24. Ganeshas Licht und die acht inneren Blüten

Führe das eben begonnene Lichtopfer mit dem ersten Vers und der Gayatri fort. Biete danach dreimal einen Löffel Wasser in die Auffangschale. Halte zum Blütengebet eine Blüte in der Naraca-Mudra: Die Spitzen des rechten Daumens und Zeigefingers bilden einen Ring um den Blütenstiel, die übrigen drei Finger sind aufgerichtet. Lege die Blüte dar: Zur sichtbaren Blume treten die Blüten deiner Lebensführung.

candrādityau ca dharaṇī vidyud agnī sāthaiva ca |
tvam eva sarva jyotīṣi nīrājanaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ ekadantāya vidmahe vakratuṇḍāya dhīmahi tanno danti pracodayāt |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ ānanda karpūra nīrājanaṃ saṃdarśayāmi |
karpūra nīrājana anantaraṃ punar ācamaniyaṃ samarpayāmi |
ahiṃsā prathamaṃ puṣpaṃ puṣpam indriyanigrahaḥ |
sarvabhūta dayā puṣpaṃ kṣamā puṣpaṃ viśeṣataḥ ||
śānti puṣpaṃ tapaḥ puṣpaṃ jñāna puṣpaṃ tathaiva ca |
satyam aṣṭavidhaṃ puṣpaṃ deva prītikaraṃ bhavet ||

Bedeutung: Mond, Sonne, Erde, Blitz und Feuer sind Deine Lichter. Du bist alles Licht; nimm dieses Lichtopfer an. Wir erkennen den Einstoßzahnigen und meditieren über den mit gebogenem Rüssel; der göttliche Dantin möge uns erleuchten. Om Gam, Verehrung Ganapati; ich zeige Dir das freudige Kampferlicht und bringe anschließend nochmals Wasser zur Mundreinigung. Nichtverletzen ist die erste Blüte, Beherrschung der Sinne eine weitere; Mitgefühl mit allen Wesen, besonders Vergebung, Friede, Tapas, Erkenntnis und Wahrhaftigkeit bilden die acht Blüten, die Gott erfreuen.

25. Ganeshas Segen erbitten

Falte die Hände, verneige dich vor dem Bild und sprich alle drei Gebete.

vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha |
nirvighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
oṃ vighneśvarāya varadāya surapriyāya lambodarāya sakalāya jagaddhitāya |
nāgānanāya śrutiyajñavibhūṣitāya gaurīsutāya gaṇanātha namo namaste ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ vināyaka |
yat kṛtaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||

Bedeutung: Großleibiger mit gebogenem Rüssel, strahlend wie Millionen Sonnen, mache alle meine Vorhaben stets frei von Hindernissen. Verehrung dem Herrn der Hindernisse, dem Gaben Schenkenden und Freund der Götter, dem Großbäuchigen, Allumfassenden, dem Wohl der Welt Zugewandten; Verehrung dem Elefantengesichtigen, den heiliges Wissen und Opfer schmücken, Gauris Sohn, dem Herrn der Scharen. Was ich trotz Unvollkommenheit von Mantra, Handlung und Hingabe getan habe, möge durch Dich, Vinayaka, ganz sein.

26. Das Wassergefäß als heiligen Raum errichten

Stelle das mit frischem Wasser gefüllte Kalasha auf einen Teller mit Reis. Lege Blätter an seine Öffnung. Denke an Varuna, den Hüter der Wasser, und bringe eine Blüte dar. Die vier göttlichen Anrufungen erfolgen am selben Gefäß.

nāgapāśadharaṃ hṛṣṭaṃ raktaugha dyutivigraham |
śaśāṅka dhavalaṃ dhyāyet varuṇaṃ makarāsanam ||
varuṇaṃ śvetavarṇaṃ ca pāśahastaṃ rujāsanam |
mauktikālaṅkṛtaṃ devaṃ tīrthanātham ahaṃ bhaje ||
asmin pūrvasthāpita kumbhe varuṇaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich betrachte den freudigen Varuna, der die Schlangenschlinge hält, von rotem Glanz und mondhell leuchtend, auf dem Makara. Ich verehre den weißstrahlenden, perlengezierten Gott mit der Schlinge, den Herrn der heiligen Wasser. In diesem bereitgestellten Gefäß betrachte ich Varuna, lade ihn ein, gebe ihm einen Sitz und bringe Duft, Akshata und Blüten dar.

27. Brahma am Gefäßfuß

Lege eine Blüte an den unteren Teil des Gefäßes.

brahmā caturmukhaḥ pītaś caturdordaṇḍamaṇḍitaḥ |
sṛgdaṇḍākṣa kuśopetaḥ sūryamaṇḍalamadhyagaḥ ||
dvādaśakalātmane arthapradāya sūryamaṇḍalāya namaḥ |
asya kumbhasya mūlabhāge brahmaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

Bedeutung: Brahma ist viergesichtig, gelbgewandet, mit vier Armen, Opferlöffel, Stab, Gebetskette und Kusha versehen und im Sonnenkreis gegenwärtig. Verehrung dem zwölfteiligen Sonnenkreis, der Gedeihen schenkt. Am Fuß dieses Gefäßes betrachte und rufe ich Brahma; ich bringe Duft, Akshata und Blüten dar.

28. Vishnu am Gefäßhals

Lege eine Blüte nahe dem Hals des Gefäßes.

viṣṇuś caturbhujo mauli śaṅkha cakra gadābja dhṛk |
nīlāmbuda pratīkāśaṃ somamaṇḍalamadhyagaḥ ||
ṣoḍaśakalātmane kāmapradāya somamaṇḍalāya namaḥ |
asya kumbhasya kaṇṭhabhāge viṣṇuṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

Bedeutung: Vishnu trägt Krone, Muschel, Diskus, Keule und Lotus, ist vierarmig, wie eine dunkle Regenwolke und im Mondkreis gegenwärtig. Verehrung dem sechzehnteiligen Mondkreis, der Erfüllung schenkt. Am Hals dieses Gefäßes betrachte und rufe ich Vishnu; ich bringe Duft, Akshata und Blüten dar.

29. Rudra in der Gefäßmitte

Lege eine Blüte an die Mitte des Gefäßes.

jñāna śūladharaṃ rudraṃ nīlakaṇṭhaṃ trilocanam |
maheśvaraṃ ca viśveśaṃ agnimaṇḍalamadhyagaḥ ||
daśakalātmane dharmapradāya agnimaṇḍalāya namaḥ |
asya kumbhasya madhyabhāge rudraṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich betrachte Rudra mit dem Dreizack der Erkenntnis, dem blauen Hals und drei Augen, den großen Herrn und Weltenherrn im Feuerkreis. Verehrung dem zehnteiligen Feuerkreis, der Dharma schenkt. In der Mitte dieses Gefäßes betrachte und rufe ich Rudra; ich bringe Duft, Akshata und Blüten dar.

30. Die göttlichen Gäste willkommen heißen

Falte die Hände vor dem Kalasha. Betrachte ihn als gastlichen Ort der göttlichen Gegenwart.

āvāhitābhyo sarvebhyo devatābhyo namaḥ |
svāminaḥ sarvajagannāthāḥ yāvat pūjāvasānakam |
tāvat yūyaṃ prītibhāvena kumbhe sannidhiṃ kuruta ||
āvāhitā bhavata sthāpitā bhavata sannidhā bhavata sanniruddhā bhavata sannihitā bhavata avaguṇṭhitā bhavata prasīdata prasīdata svāgataṃ svāgatam ||

Bedeutung: Verehrung allen angerufenen Gottheiten. Ihr Herren der ganzen Welt, bleibt bis zum Abschluss der Verehrung liebevoll in diesem Gefäß gegenwärtig. Seid eingeladen und hier verankert, nahe und gesammelt, gegenwärtig und umhüllt; seid gnädig, willkommen, willkommen.

31. den angerufenen Gottheiten – Sitz

Lege einige Akshata vor das Bild beziehungsweise an den Fuß des Gefäßes.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ āsanaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten einen Sitz dar.

32. den angerufenen Gottheiten – Ehrenwasser

Gib einen Löffel Wasser in die gesonderte Auffangschale.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ arghyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Ehrenwasser dar.

33. den angerufenen Gottheiten – Fußwasser

Gib Wasser an den symbolischen Fuß des Bildes oder in die Auffangschale.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ pādyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Wasser für die Füße dar.

34. den angerufenen Gottheiten – Wasser zur Mundreinigung

Gib einen Löffel Wasser in die Schale.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ ācamanaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Wasser zur Mundreinigung dar.

35. den angerufenen Gottheiten – Bad

Benetze mit einer Blüte die wasserfeste Murti oder die Außenseite des Gefäßes; ein Papierbild bleibt trocken.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ snānaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten ein Bad dar.

36. den angerufenen Gottheiten – Gewand und heiliger Faden

Lege Akshata als die im Handbuch vorgesehene stellvertretende Gabe für Gewand und Faden dar.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ vastra upavītārtham akṣatān samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten ungebrochenen Reis für Gewand und heiligen Faden dar.

37. den angerufenen Gottheiten – Duft

Lege etwas Sandelpaste auf einen dafür geeigneten Teil der Murti oder an den Gefäßfuß.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ gandhaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Duft dar.

38. den angerufenen Gottheiten – Kumkuma

Lege eine kleine Gabe des roten Pulvers auf den Gabenteller.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ kuṅkumaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Kumkuma dar.

39. Blüten für die Hüter des Wassers

Lege zu jedem Namen eine Blüte oder einige Akshata an den Gefäßfuß.

oṃ varuṇāya namaḥ |
oṃ pracetase namaḥ |
oṃ surūpiṇe namaḥ |
oṃ apāṃpataye namaḥ |
oṃ makaravāhanāya namaḥ |
oṃ jalādhipataye namaḥ |
oṃ pāśahastāya namaḥ |
oṃ varuṇāya namaḥ |
oṃ brahmaṇe namaḥ |
oṃ viṣṇave namaḥ |
oṃ śivāya namaḥ |
nānāvidhāni parimala patra puṣpāṇi samarpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung Varuna; dem Weisen; dem Schöngeformten; dem Herrn der Wasser; dem auf dem Makara Reitenden; dem Gebieter der Gewässer; dem mit der Schlinge; Varuna; Brahma; Vishnu und Shiva. Ich bringe vielerlei duftende Blätter und Blüten dar.

40. den angerufenen Gottheiten – Räucherduft

Führe etwas Räucherduft vor dem Altar vorbei; halte den Platz von Mutter und Kind rauchfrei.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ dhūpaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Räucherduft dar.

41. den angerufenen Gottheiten – Licht

Zeige die bereits entzündete Lampe.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ dīpaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Licht dar.

42. den angerufenen Gottheiten – Speise

Stelle die vorbereitete Speise vor das Bild; schenke einen Augenblick stiller Hingabe.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ naivedyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Nahrung dar.

43. den angerufenen Gottheiten – Tambula

Lege ein Betelblatt mit der zugehörigen Gabe auf einen eigenen Teller; sie wird getrennt von der Mahlzeit gereicht.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Tambula dar.

44. den angerufenen Gottheiten – Arati

Zeige das besondere Schlusslicht vor dem Altar. Verwende die kleine Kampferflamme oder als heutige Alternative dieselbe Öllampe.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ karpūra nīrājanaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten das schwingende Licht dar.

45. Varunas Klarheit verehren

Verneige dich und halte zum Abschluss eine Blüte vor dem Herzen.

namo namaste sphaṭika prabhāya suśveta vastrāya sumaṅgalāya |
supāśahastāya jhaṣāsanāya jalādhināthāya varuṇāya namo namaḥ ||
oṃ jalabimbāya vidmahe nīlapuruṣāya dhīmahi tanno varuṇa pracodayāt |
oṃ vedātmanāya vidmahe hiraṇyagarbhāya dhīmahi tanno brahma pracodayāt |
oṃ nārāyaṇāya vidmahe vāsudevāya dhīmahi tanno viṣṇu pracodayāt |
oṃ tatpuruṣāya vidmahe mahādevāya dhīmahi tanno rudra pracodayāt ||

Bedeutung: Wiederholte Verehrung Varuna, kristallhell, weißgewandet und glückverheißend, mit der Schlinge in der Hand, auf dem Wasserwesen sitzend, dem Herrn der Gewässer. Wir erkennen den im Wasser Erscheinenden und betrachten den blauen göttlichen Geist; Varuna möge uns erleuchten. Wir erkennen das Wesen der Veden und betrachten Hiranyagarbha; Brahma möge uns erleuchten. Wir erkennen Narayana und betrachten Vasudeva; Vishnu möge uns erleuchten. Wir erkennen den höchsten Purusha und betrachten Mahadeva; Rudra möge uns erleuchten.

46. Ruf und Antwort zur Wasserweihe

Berühre das Gefäß mit dem Kusha-Bündel. Die leitende Person spricht jeweils die erste, die mitwirkenden Erwachsenen die zweite Zeile. Die letzte Bitte wird ebenfalls beantwortet.

śivā āpaḥ santu | santu śivā āpaḥ |
saumanasyam astu | astu saumanasyam |
akṣataṃ cāriṣṭaṃ cāstu | astv akṣataṃ ca ariṣṭam |
bhavadbhir anujñātaḥ puṇyāhaṃ vācayiṣye | vācyatām |
prasīdantu bhavantaḥ | prasannāḥ smaḥ ||

Bedeutung: Mögen die Wasser heilsam sein. – Mögen sie heilsam sein. Freude und Klarheit des Herzens seien. – So seien sie. Unversehrtheit und Wohlergehen seien. – So seien sie. Mit eurer Zustimmung werde ich den heiligen Tag verkünden. – Verkünde ihn. Seid uns gewogen. – Wir sind euch gewogen.

47. Die Welt im Kalasha

Sprich das Wassergebet vollständig und halte die Aufmerksamkeit beim Gefäß. Die Gottheiten, heiligen Flüsse und Veden werden als lebendige Fülle dieses Segenswassers betrachtet.

kalaśasya mukhe viṣṇuḥ kaṇṭhe rudra samāśritaḥ |
mūle tatra sthito brahmā madhye mātṛgaṇāḥ smṛtāḥ ||
kukṣau tu sāgara sarva saptadvīpa vasundharā |
ṛgvedo’tha yajurvedaḥ sāmavedo hyatharvanaḥ |
aṅgaiśca sahita sarve kalaśāmbu samāśritāḥ ||
gaṅge ca yamune caiva godāvarī sarasvatī |
narmade sindhu kāveri jale’smin sannidhiṃ kuru ||
puṣkarādyāni tīrthāni gaṅgādyāḥ saritas tathā |
āyantu lokaśāntyarthaṃ duritakṣayakārakāḥ ||
atra gāyatrī sāvitrī śāntiḥ puṣṭikari tadā |
āyantu yajamānasya duritakṣayakārakāḥ ||
imā āpa śivā santu śuddhā śubhāśca nirmalā |
pāvanaṃ śitalaścaiva pūta sūryasya raśmibhiḥ ||
pūta brahma pavitreṇa pūtam indra sunītibhiḥ |
varuṇa svastyā punātu yamo dharmeṇa punātu māṃ ||
sarva tīrtha jalaṃ puṇyaṃ pāvanaṃ sarva kāraṇaṃ |
viṣṇu pādodbhavaṃ śuddhaṃ sarva maṅgala dāyinā ||
sarva samudrāḥ saritāḥ tīrthāni ca nagā hradāḥ |
āyantu lokaśāntyarthaṃ duritakṣayakārakāḥ ||
āpaḥ sumitriyāḥ santu bhavantv oṣadhayo tava |
āpo rakṣantu tvāṃ nityam āpo nārāyaṇaḥ svayam ||

Bedeutung: Am Mund des Kalasha ist Vishnu, am Hals Rudra, an der Basis Brahma, in der Mitte die göttlichen Mütter. In seinem Inneren ruhen alle Meere und die Erde mit ihren sieben Kontinenten. Rigveda, Yajurveda, Samaveda und Atharvaveda mit ihren Gliedern ruhen im Gefäßwasser. Ganga, Yamuna, Godavari, Sarasvati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Seid hier gegenwärtig. Heilige Wasserstätten und Ströme mögen zum Frieden der Welt und zur Läuterung kommen. Gayatri, Savitri, Friede und nährende Kraft mögen den Gastgeber läutern. Diese Wasser seien heilsam, rein, klar, kühl und durch die Sonne geläutert. Brahmas Heiligkeit, Indras gute Führung, Varunas Wohlergehen und Yamas Dharma mögen mich reinigen. Heiliges Wasser, entsprungen an Vishnus Füßen, schenke alles Gute. Meere, Flüsse, heilige Stätten, Berge und Seen seien zum Frieden der Welt gegenwärtig. Wasser und Pflanzen seien dir Freunde; Wasser behüte dich stets, denn Wasser ist Narayana selbst.

48. Wohlergehen über dem Gefäß aussprechen

Lasse bei jeder kurzen Bitte einen Tropfen Wasser auf die Gefäßöffnung fallen.

ṛddhir astu | samṛddhir astu | puṇyāhasamṛddhir astu | śāntir astu | puṣṭir astu | tuṣṭir astu | vṛddhir astu | avighnam astu | āyuṣyam astu | ārogyam astu | śivam astu | śivaṃ karmāstu | karma samṛddhir astu | dharma samṛddhir astu | veda samṛddhir astu | śāstra samṛddhir astu | dhanadhānya samṛddhir astu | putra pautra saṃpad astu | iṣṭa saṃpad astu ||

Bedeutung: Gedeihen sei; Fülle sei; dieser heilige Tag gedeihe. Friede, Nahrung, Zufriedenheit und Wachstum seien. Hindernisfreiheit, langes Leben, Gesundheit und Segen seien. Das Handeln sei gesegnet; Handlung, Dharma, Veden und heiliges Wissen mögen gedeihen. Wohlstand und Korn mögen gedeihen; Kinder und Enkel seien gesegnet; das ersehnte Gute werde erfüllt.

49. Belastendes fortgeben

Gib etwas Wasser in eine eigene kleine Schale südwestlich des Ritualplatzes.

sakala ariṣṭa nirasanam astu | yat pāpaṃ rogaṃ śokam akalyāṇaṃ tat dūre pratihatam astu ||

Bedeutung: Alles Bedrängende möge weichen. Was an Verfehlung, Krankheit, Kummer und Unheil besteht, möge ferngehalten werden.

50. Segen für Menschen und Tiere

Gib nochmals wenige Tropfen auf die Gefäßöffnung.

sarva śobhanaṃ bhavatu | sarva sampadāḥ santu | śaṃ no astu dvipade śaṃ catuṣpade | oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

Bedeutung: Alles sei segensreich; alle Güter seien vorhanden. Wohlergehen sei den Zweibeinern, Wohlergehen den Vierbeinern. Om, Friede, Friede, Friede.

51. Die Wasser-Gottheiten verabschieden

Falte die Hände und löse die besondere Einladung im Gefäß. Das Wasser wird danach als Segen verteilt. Die Anrufungsgegenwart wird dankbar ins allgegenwärtige Göttliche zurückgegeben.

oṃ varuṇāya namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi |
āvāhitābhyo sarvebhyo devatābhyo namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi ||

Bedeutung: Om. Verehrung Varuna; ich geleite Dich an Deinen eigenen Ort. Verehrung allen eingeladenen Gottheiten; ich geleite euch an euren eigenen Ort.

52. Die sieben Wassergesten und das Besprengen

Zeige über dem Gefäß nacheinander diese Mudras: Kumbha – lege den linken auf den rechten Daumen und umschließe beide locker mit den Fingern, sodass eine hohle Gefäßform entsteht. Garuda – verhake die kleinen Finger, bringe die Handrücken nahe zusammen, berühre die Daumen als Schnabel und spreize die übrigen Finger als Flügel. Dhenu – verbinde jeweils den kleinen Finger mit dem gegenüberliegenden Ringfinger und den Zeigefinger mit dem gegenüberliegenden Mittelfinger; die vier Fingerpaare weisen als Euter nach unten. Shankha – schließe die rechte Faust um den linken Daumen, berühre den rechten Daumen mit den ausgestreckten linken Fingern. Chakra – lege die weit gespreizten Handflächen gegeneinander, sodass jeder Daumen dem kleinen Finger der anderen Hand begegnet. Meru – verschränke die Finger; nur beide Mittelfinger werden gemeinsam nach unten gestreckt. Matsya – lege die linke Handfläche auf den rechten Handrücken und bewege die Daumen als Fischflossen. Nimm nun eine Blüte, tauche sie ins Wasser und besprenge Geräte, Raum und erwachsene Teilnehmende sparsam. Ein Segentropfen auf die Hand genügt.

imā āpaḥ śivā śivattamāḥ śāntā śāntattamāḥ śubhā śubhattamāḥ pūtā pūtattamāḥ puṇyā puṇyattamāḥ medhya medhyattamāḥ amṛtāmṛta rasāḥ tās te kṛṇvantu bheṣajam |
satyaṃ śuddhaṃ tapaḥ śuddhaṃ jñānaśuddhaṃ tathaiva ca |
sarvabhūta dayā śuddhaṃ jalaśuddhañca pañcama ||
adbhir gātrāṇi śudhyanti buddhir jñānena śuddhyati |
vidyā tapobhyāṃ ca bhūtātmā manaḥ satyena śuddhyati ||

Bedeutung: Diese Wasser seien überaus heilsam, friedvoll, gesegnet, rein und heilig, voll des Nektars; mögen sie dir Heilendes bereiten. Wahrheit, Tapas, Erkenntnis, Mitgefühl mit allen Wesen und als Fünftes Wasser reinigen. Wasser reinigt den Leib, Erkenntnis den Verstand, Wissen und Tapas das innere Wesen, Wahrheit den Geist.

53. Svasti – den Segen aller Welten erbitten

Die Ritualleitung spricht die zweite, in sich geschlossene Svasti-Fassung des Handbuchs. Die Familie lauscht mit gefalteten Händen. Die fünfzehn Verse werden einmal vollständig gesprochen.

karotu svasti te brahmā svasti vāpi dvijātayaḥ |
sarisṛpāśca ye śreṣṭās tebhyas te svasti sarvadā ||
svasti te’stu dvipādebhyaś catuṣpādebhya eva ca |
svasty astv apādakebhyaśca sarvebhyaḥ svasti sarvadā ||
svāhā svadhā śacī caiva svastiṃ kurvantu te sadā |
lakṣmīr arundhatī caiva kurutāṃ svasti te’nagha ||
asito devalaścaiva viśvāmitras tathāṅgirāḥ |
svasti te’dya prayacchantu kārtikeyaśca ṣaṇmukhaḥ ||
vivasvān bhagavān svastiṃ karotu tava sarvaśaḥ |
diggajāścaiva catvāraḥ kṣitiśca gaganaṃ grahāḥ ||
adhastād dharaṇīṃ yo’sau nāgo dhārayate sadā |
śeṣaśca pannagaśreṣṭhaḥ svasti tubhyaṃ prayacchatu ||
devāḥ svasti prakurvantu sagaṇāḥ sāyudhas tathā |
kinnarā deva gandharvāḥ sāpsarāḥ savināyakāḥ ||
sutale vitale devā hyatale ca tale’marāḥ |
tān sarvān praṇamāmy adya svakratoḥ pālanāya vai ||
bhūrloke ye sthitā devā bhuvarloke sthirāḥ sadā |
bhāvuke te prakurvantu svagaṇāḥ sāra saṃyutaḥ ||
svarloka vāsinaḥ sarve purandara mukhāś calāḥ |
kuśalaṃ ca suvāñchāmi karmārambhe viśeṣataḥ ||
maharjana tapo loke nivasanti savāhanāḥ |
nirjarās te prakurvantu kṣemaṃ suṣṭhu prakāśakaḥ ||
satyaloka prasīdanti brahmāṇaś śikhivāhanāḥ |
tridaśās te sukhāsīnā bhavyaṃ kurvantu sarvathā ||
rudrādi devatāḥ sarvās tathā vaikuṇṭhavāsinaḥ |
sagaṇāḥ parivārās te svastiṃ kurvantu nityaśaḥ ||
śivayāge viṣṇuyāge vāstu karmaṇi sarvadā |
iṣṭāpūrte mahādāne tān devān saṃsmarec ciram ||
tatastu karmārambhaḥ syān nirvighnena samāpayet |
ye vai naiva smaranty etān teṣāṃ naiva phalaṃ bhavet ||

Bedeutung: Brahma, die Zweimalgeborenen und die edlen Schlangenwesen mögen dich segnen. Segen komme von Zweibeinern, Vierbeinern und fußlosen Wesen, von allen und immer. Svaha, Svadha, Shachi, Lakshmi und Arundhati mögen dir Wohlergehen schenken. Die Weisen Asita, Devala, Vishvamitra und Angiras sowie der sechsgesichtige Karttikeya mögen dich heute segnen. Vivasvan, die vier Weltenelefanten, Erde, Himmel und Gestirne mögen dir Gutes bringen. Shesha, der die Erde trägt, gewähre dir Segen. Götter mit ihren Scharen und Waffen, Kinnaras, Gandharvas, Apsaras und Vinayakas mögen Gutes wirken. Ich verneige mich vor den Unsterblichen in Sutala, Vitala und Atala, damit sie diesen Ritus behüten. Die Götter der Erden- und Zwischenwelt mit ihren Scharen mögen Gutes bereiten. Besonders zum Beginn der Handlung erbitte ich Wohlergehen von den Bewohnern der Himmelswelt unter Indras Führung. Die Unsterblichen der Welten Mahas, Jana und Tapas mit ihren Fahrzeugen mögen Geborgenheit schenken. Die göttlichen Bewohner von Satyaloka mögen sich freuen und allseits Gutes bereiten. Rudra und alle Gottheiten sowie die Bewohner Vaikunthas mit ihrem Gefolge mögen stets segnen. Bei Shiva- und Vishnu-Verehrung, Vastu-Handlungen, Opfer, gemeinnützigen Werken und großen Gaben gedenke man dieser Gottheiten. So beginne die Handlung und gelange ohne Hindernis zum Abschluss; ohne dieses Gedenken bleibt ihre Frucht aus.

54. Nandimukha – dankbar die Ahnen ehren

Die Eltern stellen zwei vorbereitete Lebensmittelgaben für je eine Mahlzeit für die beiden eingeladenen Brahmanen bereit. Dieser freundliche Nandi-Ritus begrüßt einen freudigen Übergang. Sitze nach Osten und führe nochmals die drei Achamana-Schlucke aus: Zu den folgenden drei Namen jeweils ein kleiner Schluck; danach die Hände reinigen.

oṃ acyutāya namaḥ |
oṃ anantāya namaḥ |
oṃ govindāya namaḥ ||

Bedeutung: Om. Verehrung Achyuta, dem Unwandelbaren; Ananta, dem Unendlichen; Govinda, dem göttlichen Beschützer.

55. Govinda um Begleitung bitten

Falte die Hände vor den vorbereiteten Gaben.

namo brahmaṇya devāya gobrāhmaṇa hitāya ca |
jagaddhitāya kṛṣṇāya govindāya namo namaḥ ||
namo namaste govinda purāṇa puruṣottama |
idaṃ śrāddhaṃ hṛṣīkeśa rakṣa tvaṃ sarvadā ||

Bedeutung: Verehrung dem göttlichen Freund des heiligen Wissens, dem Wohltäter der Kühe und Brahmanen, Krishna, Govinda, dem Wohltäter der ganzen Welt. Verehrung Dir, Govinda, uranfänglicher höchster Purusha; Herr der Sinne, behüte dieses Shraddha stets.

56. Nandi-Sankalpa

Sprich die Absicht. Die Münzgabe steht hier für Hiraṇya, die traditionelle Wertgabe.

mama upātta samasta duritakṣaya dvārā śrī parameśvara prītyarthaṃ pūrva saṅkalpite saṃskāra aṅgatvena sāṅkalpika nāndīmukhānāṃ prītyarthaṃ hiraṇyarūpeṇa nāndi śrāddham adya kariṣye ||

Bedeutung: Zur Läuterung meines Handelns und zur Freude des höchsten Herrn vollziehe ich heute als Teil des angekündigten Samskara das Nandi-Shraddha in Gestalt einer Wertgabe, zur Freude der im Entschluss angerufenen Nandimukha-Ahnen.

57. Die Gaben den Familienlinien widmen

Lege Reis, Linsen, Gemüse, unraffinierten Zucker, Betel und die Münzgabe vor die Empfänger. Die folgende Sammelformel benennt Ahnenreihen beider Familienlinien. Die Ritualleitung klärt vorher die nach Familienbrauch angesprochenen verstorbenen Generationen; noch lebende Eltern werden nicht als verstorbene Ahnen angerufen.

varga dvaya pitā pitāmaha prapitāmahebhyo mātṛ pitāmahī prapitāmahī vṛddha prapitāmahībhyo tathā dvitīya gotrebhyo mātā pramātāmaha vṛddha pramātāmahābhyo dāsyamāna brāhmaṇa dvaya bhojana paryāptam annaṃ hiraṇyaṃ vā namaḥ saṃpadyatāṃ vṛddhiḥ ||

Bedeutung: Den Ahnenreihen beider Familien – Vätern, Großvätern und Urgroßvätern, den Müttern und Großmüttern der weiteren Generationen sowie der mütterlichen Familienlinie – sei diese Verehrung gewidmet: Lebensmittel oder Wertgaben, ausreichend für die Speisung zweier Brahmanen. Möge Gedeihen entstehen.

58. Nandi-Gaben überreichen

Übergib nun die beiden Lebensmittelportionen mit der Dakshina. Gib wenige Tropfen Wasser auf den Gabenteller als Zeichen der vollzogenen Gabe.

āma niṣkrayaṇīṃ dravyaṃ dakṣiṇāṃ dātum utsṛjya |
anena karmaṇā bhagavān mahāviṣṇuḥ prīyatām |
anena mayā hiraṇyena kṛtaṃ nāndī śobhana devatāḥ priyantām ||
eko viṣṇur mahad bhūtaṃ pṛthak bhūtāny anekaśaḥ |
trīn lokān vyāpya bhūtātmā bhuṅkte viśvabhug avyayaḥ ||

Bedeutung: Ich gebe die Lebensmittel und die Wertgabe hin. Durch dieses Tun möge der erhabene Mahavishnu erfreut werden; durch meinen mit Wertgaben vollzogenen Nandi-Ritus mögen die segensreichen Gottheiten erfreut werden. Der eine Vishnu ist das große Sein und erscheint vielfach als einzelne Wesen. Als innerstes Selbst durchdringt Er die drei Welten; der Unvergängliche trägt und genießt das ganze All.

59. Den Ahnenritus im Frieden vollenden

Verneige dich und sprich den Friedensruf. Die Familienlinien werden dankbar in Gottes Gegenwart geborgen.

oṃ dyauḥ śāntir antarikṣaṃ śāntiḥ pṛthivī śāntir āpaḥ śāntir oṣadhayaḥ śāntiḥ |
vanaspatayaḥ śāntir viśvedevāḥ śāntir brahma śāntiḥ sarvaṃ śāntiḥ śāntir eva śāntiḥ sā mā śāntir edhi |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

Bedeutung: Friede sei im Himmel, Friede im Zwischenraum, Friede auf der Erde, Friede in den Wassern, Friede in den Pflanzen. Friede sei in den Bäumen, Friede in allen Göttern, Friede im Brahman, Friede in allem. Friede allein sei Friede; dieser Friede sei in mir. Om, Friede, Friede, Friede.

60. Lakshmi-Narayana im Kalasha einladen

Stelle östlich des künftigen Feuerplatzes ein eigenes Wassergefäß auf Reis und Kusha. Betrachte Narayana dunkelblau, vierarmig, mit Muschel und Diskus, gelbem Gewand und Krone. Lakshmi ist an seiner Brust gegenwärtig; seine rechte Hand schenkt Furchtlosigkeit. Bringe Sandelpaste, Akshata und eine Blüte an den Gefäßfuß.

nīla varṇa svarūpantu eka vaktrañ caturbhujam |
śaṅkhacakrāvatārañcā hemāṅgulyādi bhūṣaṇam ||
vakṣasthalena kañcaiva lakṣmīn divya svarūpakam |
āliṅganena hastāñca abhayan dakṣiṇe kare ||
pītāmbaropavītañca svarṇaratna kirīṭakam |
lakṣmīnārāyaṇañcaivā kumbhe’smin sannidhiṃ kuru ||
oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ | dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣataṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Narayana erscheint dunkelblau mit einem Gesicht und vier Armen, mit Muschel und Diskus und goldenen Schmuckstücken. Die göttliche Gestalt Lakshmis ist an seiner Brust; er umfasst sie und zeigt mit der rechten Hand Furchtlosigkeit. Er trägt gelbes Gewand, heiligen Faden und eine Krone aus Gold und Edelsteinen. Lakshmi-Narayana, seid in diesem Gefäß gegenwärtig. Om, Verehrung Lakshmi und Narayana. Ich betrachte euch, lade euch ein, gebe euch hier einen Sitz und bringe Duft und Akshata dar.

61. Lakshmi-Narayana – Sitz

Lege einige Akshata vor das Bild beziehungsweise an den Fuß des Gefäßes.

oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ āsanaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Lakshmi-Narayana einen Sitz dar.

62. Lakshmi-Narayana – Ehrenwasser

Gib einen Löffel Wasser in die gesonderte Auffangschale.

oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ arghyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Lakshmi-Narayana Ehrenwasser dar.

63. Lakshmi-Narayana – Fußwasser

Gib Wasser an den symbolischen Fuß des Bildes oder in die Auffangschale.

oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ pādyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Lakshmi-Narayana Wasser für die Füße dar.

64. Lakshmi-Narayana – Wasser zur Mundreinigung

Gib einen Löffel Wasser in die Schale.

oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ ācamanaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Lakshmi-Narayana Wasser zur Mundreinigung dar.

65. Lakshmi-Narayana – Bad

Benetze mit einer Blüte die wasserfeste Murti oder die Außenseite des Gefäßes; ein Papierbild bleibt trocken.

oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ snānaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Lakshmi-Narayana ein Bad dar.

66. Lakshmi-Narayana – Gewand und heiliger Faden

Lege Akshata als die im Handbuch vorgesehene stellvertretende Gabe für Gewand und Faden dar.

oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ vastra upavītārtham akṣatān samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Lakshmi-Narayana ungebrochenen Reis für Gewand und heiligen Faden dar.

67. Lakshmi-Narayana – Duft

Lege etwas Sandelpaste auf einen dafür geeigneten Teil der Murti oder an den Gefäßfuß.

oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ gandhaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Lakshmi-Narayana Duft dar.

68. Lakshmi-Narayana – Kumkuma

Lege eine kleine Gabe des roten Pulvers auf den Gabenteller.

oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ kuṅkumaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Lakshmi-Narayana Kumkuma dar.

69. Lakshmi-Narayana mit Namen und Blüten verehren

Zu jeder vollständig ausgeschriebenen Namensanrufung wird eine Blüte oder eine kleine Prise Akshata an den Gefäßfuß gelegt.

oṃ keśavāya namaḥ |
oṃ nārāyaṇāya namaḥ |
oṃ mādhavāya namaḥ |
oṃ govindāya namaḥ |
oṃ viṣṇave namaḥ |
oṃ madhusūdanāya namaḥ |
oṃ trivikramāya namaḥ |
oṃ vāmanāya namaḥ |
oṃ śrīdharāya namaḥ |
oṃ hṛṣīkeśāya namaḥ |
oṃ padmanābhāya namaḥ |
oṃ dāmodarāya namaḥ |
oṃ saṅkarṣaṇāya namaḥ |
oṃ vāsudevāya namaḥ |
oṃ pradyumnāya namaḥ |
oṃ aniruddhāya namaḥ |
oṃ puruṣottamāya namaḥ |
oṃ adhokṣajāya namaḥ |
oṃ nārasiṃhāya namaḥ |
oṃ acyutāya namaḥ |
oṃ janārdanāya namaḥ |
oṃ upendrāya namaḥ |
oṃ haraye namaḥ |
oṃ kṛṣṇāya namaḥ |

Bedeutung: 1. Verehrung Keshava, dem Schönhaarigen. 2. Verehrung Narayana, der Zuflucht aller Wesen. 3. Verehrung Madhava, dem Gemahl der Shri. 4. Verehrung Govinda, dem Beschützer. 5. Verehrung Vishnu, dem Alldurchdringenden. 6. Verehrung Madhusudana, dem Bezwinger Madhus. 7. Verehrung Trivikrama, dem Herrn der drei Schritte. 8. Verehrung Vamana, dem Zwerg. 9. Verehrung Shridhara, dem Träger der Shri. 10. Verehrung Hrishikesha, dem Herrn der Sinne. 11. Verehrung Padmanabha, dem Lotusnabeligen. 12. Verehrung Damodara, dem mit der Schnur um den Leib. 13. Verehrung Sankarshana, der zusammenziehenden Kraft. 14. Verehrung Vasudeva, dem in allem Wohnenden. 15. Verehrung Pradyumna, dem machtvoll Strahlenden. 16. Verehrung Aniruddha, dem Ungehinderten. 17. Verehrung Purushottama, dem höchsten Purusha. 18. Verehrung Adhokshaja, dem sinnlich nicht Erfassbaren. 19. Verehrung Narasimha, dem Menschenlöwen. 20. Verehrung Achyuta, dem Unwandelbaren. 21. Verehrung Janardana, dem Beschützer der Menschen. 22. Verehrung Upendra, Indras jüngerem Bruder. 23. Verehrung Hari, dem Hinwegnehmenden. 24. Verehrung Krishna, dem Dunklen.

70. Zwölf Namen Lakshmis

Bringe zu jedem Namen eine weitere Blüte oder Akshata dar.

oṃ śriyai namaḥ |
oṃ amṛtodbhavāyai namaḥ |
oṃ kamalāyai namaḥ |
oṃ candrasodaryai namaḥ |
oṃ viṣṇupriyāyai namaḥ |
oṃ vaiṣṇavyai namaḥ |
oṃ varārohāyai namaḥ |
oṃ harivallabhāyai namaḥ |
oṃ śārṅginyai namaḥ |
oṃ devadevikāyai namaḥ |
oṃ surasundaryai namaḥ |
oṃ sarvābhīṣṭaphalapradāyai namaḥ |

Bedeutung: 1. Verehrung Shri, der glückverheißenden Fülle. 2. Verehrung der aus dem Nektar Hervorgegangenen. 3. Verehrung der Lotusgöttin. 4. Verehrung der Schwester des Mondes. 5. Verehrung Vishnus Geliebter. 6. Verehrung Vaishnavi. 7. Verehrung der Anmutigen. 8. Verehrung Haris Geliebter. 9. Verehrung der mit dem Sharnga-Bogen Verbundenen. 10. Verehrung der Göttin der Götter. 11. Verehrung der Himmlischschönen. 12. Verehrung der Spenderin aller ersehnten guten Früchte.

71. Die Blütengaben vollenden

Lege die übrigen für diese Verehrung vorbereiteten Blätter und Blumen am Gefäß ab.

nānāvidhāni patrapuṣpāṇi samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe verschiedenartige Blätter und Blüten dar.

72. Lakshmi-Narayana – Räucherduft

Führe etwas Räucherduft vor dem Altar vorbei; halte den Platz von Mutter und Kind rauchfrei.

oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ dhūpaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Lakshmi-Narayana Räucherduft dar.

73. Lakshmi-Narayana – Licht

Zeige die bereits entzündete Lampe.

oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ dīpaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Lakshmi-Narayana Licht dar.

74. Lakshmi-Narayana – Speise

Stelle die vorbereitete Speise vor das Bild; schenke einen Augenblick stiller Hingabe.

oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ naivedyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Lakshmi-Narayana Nahrung dar.

75. Lakshmi-Narayana – Tambula

Lege ein Betelblatt mit der zugehörigen Gabe auf einen eigenen Teller; sie wird getrennt von der Mahlzeit gereicht.

oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Lakshmi-Narayana Tambula dar.

76. Lakshmi-Narayana – Arati

Zeige das besondere Schlusslicht vor dem Altar. Verwende die kleine Kampferflamme oder als heutige Alternative dieselbe Öllampe.

oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ karpūra nīrājanaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Lakshmi-Narayana das schwingende Licht dar.

77. Den Feuerplatz bereiten

Gib eine dünne Lage Reis- oder Weizenmehl in das kalte Kunda. Streiche mit drei Kusha-Halmen dreimal von Süden nach Norden darüber und lege diese Halme nordöstlich ab. Besprenge den Platz mit Wasser. Der traditionelle Zusatz von wenig Kuhdung zum Reinigungswasser wird hier durch reines Wasser ersetzt. Ziehe mit dem Griff des Opferlöffels drei Linien von Süden nach Norden, von West nach Ost fortschreitend, und danach drei von West nach Ost, von Süd nach Nord fortschreitend. Sprich zu jeder Linie den zugehörigen Namen.

oṃ rudrāya namaḥ |
oṃ viṣṇave namaḥ |
oṃ indrāya namaḥ |
oṃ yamāya namaḥ |
oṃ brahmaṇe namaḥ |
oṃ somāya namaḥ ||

Bedeutung: Om. Verehrung Rudra; Vishnu; Indra; Yama; Brahma; Soma.

78. Das Feuer entzünden

Nimm mit Daumen und Ringfinger drei Prisen Mehl aus der Mitte der Linien, lege sie zunächst in die linke, dann in die rechte Hand und gib sie nördlich neben das Kunda. Besprenge den Feuerplatz nochmals. Schichte das trockene Holz und entzünde es mit einem vorbereiteten Docht. Sprich beim Entzünden das Gebet; mit der letzten Formel begrüße das Feuer in der Mitte des Kunda.

agni dūtaṃ purodadhe havyavāham upabruve | devāṃ āsādayād iha |
raṃ havyavāham ayaṃ te yoniḥ | oṃ pavamāna nāma agnaye namaḥ ||

Bedeutung: Ich stelle Agni, den Boten, voran und rufe den Träger der Gaben: Möge er die Götter hierher führen. Ram. Träger der Opfergaben, dies ist Dein Sitz. Om, Verehrung dem Feuer namens Pavamana.

79. Pavamana-Agni einladen

Falte die Hände zum Feuer hin und sprich die für diesen Samskara bestimmte Einladung.

oṃ bhūr bhuvas suvaḥ pavamāna nāma agnim āvāhayāmi sthāpayāmi |
oṃ pavamāna nāma agnaye namaḥ supratiṣṭho varado bhava ||

Bedeutung: Om, Erde, Zwischenraum und Himmel. Ich lade das Feuer namens Pavamana ein und gebe ihm hier seinen Sitz. Verehrung Pavamana-Agni; sei fest gegenwärtig und schenke Deinen Segen.

80. Gras und Wasser um das Feuer ordnen

Lege an jede Seite des Kunda drei Kusha-Halme, beginnend im Osten, dann Süden, Westen und Norden. Stelle das Pranita-Gefäß mit frischem Wasser östlich vom Feuer auf und gib eine Blüte oder Akshata dazu. Das Sprenggefäß bleibt rechts von der Leitung.

oṃ varuṇāya namaḥ | sakala ārādhanaiḥ svarcitam ||

Bedeutung: Om. Verehrung Varuna; mit allen Ehren sei Dir Verehrung dargebracht.

81. Agni betrachten

Betrachte Agni als goldenes, allseitig gegenwärtiges Licht, wie die aufgehende Sonne, auf dem Ziegenbock, mit zwei Häuptern und sieben Flammenzungen. Die Ritualleitung zeigt die Jvala-Mudra, die Flammengeste: Halte die Handgelenke nebeneinander auf gleicher Höhe, spreize die Finger beider Hände, führe die beiden Mittelfinger zusammen und lege die Daumen in den Zwischenraum der Mittelfinger.

agniṃ prajvalitaṃ vande jātavedaṃ hutāśanam |
suvarṇavarṇam amalaṃ sannidhiṃ viśvatomukham ||
bālārkāruṇa saṅkāśaṃ saptajihvaṃ dvimastakam |
ajārūḍhaṃ śaktidharaṃ jaṭāmukuṭamaṇḍitam ||
hrīṃ ehi ehi sarvāmara havyavāha munibhiḥ |
svagaṇaiḥ saha adhvaraṃ rakṣa rakṣa namaḥ svāhā ||

Bedeutung: Ich verehre das flammende Feuer, Jatavedas, den Empfänger der Gaben: goldfarben, rein, unmittelbar anwesend und nach allen Seiten gewandt. Es gleicht der rötlichen jungen Sonne, hat sieben Zungen und zwei Häupter, reitet auf dem Ziegenbock, trägt den Speer und eine Krone aus Haarflechten. Hrim. Komm, komm, Träger der Gaben zu allen Unsterblichen, mit den Weisen und Deinen Scharen. Behüte dieses Opfer, behüte es. Verehrung, Svaha.

82. Brahma als Zeugen ehren

Lege eine Blüte und Akshata südlich vom Feuer auf den vorbereiteten Platz.

khaṃ brahmaṇe namaḥ brahman ihāgaccha ihātiṣṭha | sakala ārādhanaiḥ svarcitam ||

Bedeutung: Kham. Verehrung Brahma. Brahma, komme hierher, bleibe hier; alle Ehren seien Dir dargebracht.

83. Die acht Richtungen mit Blüten verehren

Lege nacheinander eine Blüte außerhalb des Kunda in Osten, Südosten, Süden, Südwesten, Westen, Nordwesten, Norden und Nordosten. Jede Blüte gehört zum Namen derselben Listenposition.

oṃ indrāya namaḥ |
oṃ agnaye namaḥ |
oṃ yamāya namaḥ |
oṃ nirṛtaye namaḥ |
oṃ varuṇāya namaḥ |
oṃ vāyave namaḥ |
oṃ somāya namaḥ |
oṃ īśānāya namaḥ ||

Bedeutung: Om. Verehrung Indra im Osten; Agni im Südosten; Yama im Süden; Nirriti im Südwesten; Varuna im Westen; Vayu im Nordwesten; Soma im Norden; Ishana im Nordosten.

84. Agni in den Richtungen und im Herzen ehren

Lege nun in derselben Richtungfolge Akshata dar. Nach den acht Richtungen gibst du Akshata zum Feuer, berührst mit einer kleinen Gabe deinen Kopf und überreichst dem Gastgeber eine Prise als Segen. Die Gaben bleiben außerhalb der Reichweite kleiner Kinder.

oṃ agnaye namaḥ |
oṃ jātavedase namaḥ |
oṃ sahojase namaḥ |
oṃ ajirāprabhave namaḥ |
oṃ vaiśvānarāya namaḥ |
oṃ naryāpase namaḥ |
oṃ paṅktirādhase namaḥ |
oṃ visarpiṇe namaḥ |
oṃ yajñapuruṣāya namaḥ |
oṃ ātmane namaḥ namaḥ |
sarvebhyo mahājanebhyo namaḥ ||

Bedeutung: Verehrung Agni; Jatavedas, dem Kenner aller Geburten; dem mit Kraft Geborenen; dem Raschstrahlenden; Vaishvanara, dem alle Menschen Verbindenden; dem Wirksamen unter Menschen; dem Gedeihen Schenkenden; dem sich Ausbreitenden. Verehrung dem göttlichen Wesen des Opfers. Wiederholte Verehrung dem Atman. Verehrung allen ehrwürdigen Menschen.

85. Die Opferlöffel weihen

Halte Sruk und Sruva in der linken Hand. Berühre mit Kusha in der rechten Hand bei den ersten drei Formeln den Griffansatz, die Mitte und die Spitze beider Löffel. Streiche dann vom Griff zur Spitze; betrachte im Sruk die Shakti, im Sruva Shiva.

oṃ hrīṃ icchāśaktyai namaḥ |
oṃ hrīṃ jñānaśaktyai namaḥ |
oṃ hrīṃ kriyāśaktyai namaḥ |
oṃ hrīṃ paraśaktyai namaḥ |
oṃ hāṃ paramaśivāya namaḥ ||

Bedeutung: Om Hrim. Verehrung der Willenskraft, der Erkenntniskraft und der Handlungskraft. Om Hrim, Verehrung der höchsten Shakti. Om Ham, Verehrung dem höchsten Shiva.

86. Ghee beziehungsweise Pflanzenöl weihen

Fülle das Opfergefäß mit Ghee (bzw. Pflanzenöl) und sprich Aim. Bilde mit rechtem Daumen und Ringfinger einen Kreis und blicke durch ihn auf die Gabe: Aim. Besprenge das Gefäß: Phat. Berühre die Gabe behutsam mit einem Kusha-Halm: Aim. Bilde mit der linken Hand eine Faust, strecke den Zeigefinger nach unten und umkreise das Gefäß als Avagunthana-Geste: Hum. Zeige die bereits beschriebene Dhenu-Geste: Vam. Führe zuletzt zwei brennende Kusha-Halme kurz über dem Gefäß im Kreis, ohne es zu berühren, sprich Hum und lege die Halme in das Kunda. Die Leitung führt diese Handgriffe mit Abstand zur Flamme aus.

aiṃ | aiṃ | phaṭ | aiṃ | huṃ | vaṃ | huṃ ||

Bedeutung: Aim ruft die Kraft klarer Erkenntnis an; Phat grenzt ab und reinigt; Hum hüllt schützend ein; Vam erinnert an nektargleiche Fülle. Die Bija-Laute haben keine gewöhnliche Satzübersetzung.

87. Die beiden Agara-Gaben

Gib beim ersten Svaha mit dem Löffel eine feine Spur Ghee (bzw. Pflanzenöl) von Nordwesten nach Südosten ins Feuer. Bei der zweiten Gabe führe die Spur von Südwesten nach Nordosten. Sprich nach jeder Gabe die Hingabeformel.

oṃ prajāpataye svāhā | prajāpataye idaṃ na mama |
oṃ indrāya svāhā | indrāya idaṃ na mama ||

Bedeutung: Om. Prajapati sei die Gabe geweiht. Dies gehört Prajapati, nicht mir. Om. Indra sei die Gabe geweiht. Dies gehört Indra, nicht mir.

88. Die drei Ajyabhaga-Gaben

Gib drei kleine Löffel Ghee (bzw. Pflanzenöl): den ersten in den nördlichen Teil, den zweiten in den südlichen Teil und den dritten in die Mitte des Feuers. Jede Gabe fällt beim Svaha.

oṃ agnaye svāhā | agnaye idaṃ na mama |
oṃ somāya svāhā | somāya idaṃ na mama |
oṃ agnisomābhyāṃ svāhā | agnisomābhyām idaṃ na mama ||

Bedeutung: Om. Agni sei die Gabe geweiht; dies gehört Agni, nicht mir. Om. Soma sei sie geweiht; dies gehört Soma, nicht mir. Om. Agni und Soma sei sie geweiht; dies gehört Agni und Soma, nicht mir.

89. Die drei Opferhölzchen

Lege zu jeder der drei Formeln bei Svaha ein vorbereitetes Hölzchen in das Feuer. Die kraftvollen Verben wenden sich an Agni, der Widerstände läutert und die Handlung trägt.

oṃ raṃ vaiśvānara jātaveda ihāvaha lohitākṣa sarvakarmaṇi sādhaya svāhā |
oṃ uttiṣṭa puruṣa harita piṅgala lohitākṣa sarvakarmaṇi sādhaya me dehi dāpaya svāhā |
oṃ cita piṅgala hana hana daha daha paca paca sarvajña jñāpaya svāhā ||

Bedeutung: Om Ram. Vaishvanara, Jatavedas, Rotäugiger, führe hierher und vollende alle Handlungen, Svaha. Om, erhebe Dich, göttlicher Purusha, goldbrauner Rotäugiger; vollende die Handlungen, gib und lasse geben, Svaha. Om, leuchtend Goldbrauner, schlage und verbrenne, läutere und verwandle; Allwissender, führe zur Erkenntnis, Svaha.

90. Zwölf Gaben an den großen Purusha

Bringe zwölf kleine Gaben Puffreis mit Ghee (bzw. Pflanzenöl) dar. Wiederhole die gesamte Formel bei jeder Gabe; das Opfer fällt jeweils auf Svaha. Die Hingabeformel wird danach gesprochen.

oṃ namo bhagavate mahāpuruṣāya mahāvibhūtipataye svāhā | bhagavata idaṃ na mama ||

Bedeutung: Om. Verehrung dem erhabenen großen Purusha, dem Herrn höchster Fülle. Svaha. Dies gehört dem göttlichen Herrn, nicht mir.

91. Die kleine Speise empfangen

Die Mutter empfängt das eigens vorbereitete kleine Schälchen mit zwei weich gekochten Urad-Körnern und einem weich gekochten Gerstenkorn in pasteurisiertem Joghurt (bzw. vertrautem pflanzlichem Joghurt). Die hier gewählte heutige Küchenfassung verwendet gegarte Körner. Der Partner fragt dreimal; die Mutter antwortet dreimal und nimmt jeweils einen kleinen Löffel. Vorher werden Verträglichkeit und ihr Wunsch berücksichtigt. Die drei Antworten begleiten die bewusste Annahme des Segens.

bhadre kiṃ tvaṃ pibasi? | hrīṃ puṃsavanam |
bhadre kiṃ tvaṃ pibasi? | hrīṃ puṃsavanam |
bhadre kiṃ tvaṃ pibasi? | hrīṃ puṃsavanam ||

Bedeutung: Partner: „Glückliche, was trinkst du?“ Mutter: „Hrim, Pumsavana.“ Dieser Austausch geschieht dreimal. Die Antwort benennt die gesegnete Aufnahme im Rahmen des Samskara.

92. Zwölf Gaben zum Schutz des werdenden Lebens

Die Mutter sitzt rechts neben ihrem Partner. Die Ritualleitung bringt zwölf kleine Gaben gekochten Reis dar, jeweils mit der gesamten folgenden Formel. Bei jedem Svaha wird eine Gabe ins Feuer gegeben. Die genannten Geistwesen stehen in der traditionellen Vorstellung für Bedrohungen des ungeborenen Lebens; die Bitte richtet sich an Rudra und Prajapati.

hrīṃ huṃ ye garbha vighnakartāro ye ca garbha vināśakāḥ |
bhūtāḥ pretāḥ piśācāśca vetālā bālaghāṭakāḥ |
tān sarvān nāśaya nāśaya garbha rakṣāṃ kuru svāhā |
rudra prajāpataye idaṃ na mama ||

Bedeutung: Hrim Hum. Diejenigen, die der Schwangerschaft Hindernisse bereiten und das werdende Leben zerstören – Bhutas, Pretas, Pishachas und kindergefährdende Vetalas –, nimm sie alle hinweg, nimm sie hinweg; beschütze das Kind im Mutterleib. Svaha. Dies gehört Rudra-Prajapati, nicht mir.

93. Fünf Gaben für den Mond

Gib fünf kleine Löffel Ghee (bzw. Pflanzenöl) ins Feuer, zu jeder Gabe die vollständige Formel. Chandra wird als Träger kühlender, nährender Kraft verehrt.

hrīṃ candramase svāhā | candramase idaṃ na mama ||

Bedeutung: Hrim. Dem Mond sei die Gabe geweiht. Dies gehört dem Mond, nicht mir.

94. Das Herz der Mutter segnen

Der Partner legt mit ihrem Einverständnis die Hand sanft an den oberen Brustbereich der Mutter oder hält sie als heutige berührungsfreie Möglichkeit davor. Er spricht die kurze Bija-Folge zehnmal. Die Mutter ruht dabei in der Empfindung, getragen und geliebt zu sein.

oṃ hrīṃ śrīṃ ||

Bedeutung: Om Hrim Shrim. Die Keimsilben rufen die göttliche Kraft und die segensreiche Gegenwart Lakshmis an; sie bilden keinen gewöhnlich übersetzbaren Satz.

95. Svishtakrit – die Gaben zur Vollendung führen

Bringe bei Svaha einen kleinen Löffel Ghee (bzw. Pflanzenöl) dar.

yajñasākṣī kṣemakartā sarvān kāmān prapūraya |
hrīṃ agnisviṣṭakṛte svāhā | agnaye sviṣṭakṛte idaṃ na mama ||

Bedeutung: Du Zeuge des Opfers, der Geborgenheit schenkt, erfülle die guten Anliegen. Hrim. Agni Svishtakrit, dem Vollender des Opfers, sei die Gabe geweiht. Dies gehört Agni Svishtakrit, nicht mir.

96. Drei Gaben der Ergänzung und Vergebung

Gib zu jedem der drei Verse beim Svaha einen kleinen Löffel Ghee (bzw. Pflanzenöl). Sprich anschließend jeweils die Hingabeformel.

pramādāt kurvatāṃ karma pracyaveta adhvareṣu yat |
nyūnaṃ sampūrṇatāṃ yāti sadyo agni prasādataḥ svāhā | raṃ agnaye idaṃ na mama |
jñātañca yad ajñātañca yad eva vai hutaṃ mayā |
nyūnam atiriktañca tat sarvaṃ kṣamyatāṃ prabho svāhā | raṃ agnaye idaṃ na mama |
karmaṇe’sya parabrahman ayuktaṃ vihitañca yat |
tacchāntyai yajñasampattyau vyāhṛtyā hūyate vibho svāhā | raṃ agnaye idaṃ na mama ||

Bedeutung: Was bei der Opferhandlung aus Unachtsamkeit fehlging, werde durch Agnis Gnade sogleich ergänzt. Svaha; Ram, dies gehört Agni, nicht mir. Was ich bewusst oder unbewusst dargebracht habe, alles Fehlende und Übermäßige verzeihe, Herr. Svaha; Ram, dies gehört Agni, nicht mir. Höchstes Brahman, Allgegenwärtiger, zur Befriedung dessen, was bei diesem Ritus unangemessen geschah, und zu seiner Vollendung werden die Weltensprüche geopfert. Svaha; Ram, dies gehört Agni, nicht mir.

97. Vier abschließende Vyahriti-Gaben

Bringe vier kleine Gaben Ghee (bzw. Pflanzenöl) dar, jeweils bei Svaha.

oṃ bhūḥ svāhā | agnaye idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyave idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāya idaṃ na mama |
oṃ bhūr bhuvas suvaḥ svāhā | prajāpataye idaṃ na mama ||

Bedeutung: Om, Erde: Svaha. Dies gehört Agni, nicht mir. Om, Zwischenraum: Svaha. Dies gehört Vayu, nicht mir. Om, Himmel: Svaha. Dies gehört Surya, nicht mir. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Svaha. Dies gehört Prajapati, nicht mir.

98. Purnahuti – das Ganze dem Ganzen geben

Lege ein Betelblatt, die zugehörige Betelnuss und die dafür zurückbehaltene kleine Restgabe in den Sruk. Bedecke ihn mit dem Sruva. Die Ritualleitung steht, soweit dies gut möglich ist, und gibt das kleine Gabengebinde bei dem abschließenden Svaha in das Feuer. Die Mutter kann sitzen bleiben.

pūrṇam adaḥ pūrṇam idaṃ pūrṇāt pūrṇam udacyate |
pūrṇasya pūrṇam ādāya pūrṇam evāvaśiṣyate ||
oṃ yajñapate pūrṇo bhavatu yajña me hṛṣyantu yajñadevatāḥ phalāni samyag yacchantu svāhā ||

Bedeutung: Jenes ist die Fülle, dieses ist die Fülle. Aus der Fülle geht Fülle hervor. Wird der Fülle Fülle entnommen, bleibt Fülle allein. Om, Herr des Opfers, mein Opfer werde ganz. Mögen die Gottheiten des Opfers sich freuen und seine Früchte in rechter Weise schenken. Svaha.

99. Vasodhara – der feine Strom der Hingabe

Gib die hierfür zurückbehaltene kleine Menge Ghee (bzw. Pflanzenöl) mit beiden Löffeln als dünnen, ununterbrochenen Strom in die Flamme. Die Menge bleibt dem kleinen Feuer angemessen.

śatadhāraṃ sahasradhāram aparimitadhāram acchidram |
akṣayaṃ paramaṃ pavitraṃ bhagavan agnaye punātu svāhā ||

Bedeutung: Hundertströmig, tausendströmig, unermesslich strömend, ungeteilt und unerschöpflich sei die höchste Läuterung. Göttlicher Herr, sie möge Agni läutern. Svaha.

100. Das begleitende Wasser verabschieden und verteilen

Verabschiede Varuna aus dem Pranita-Gefäß. Gib dann etwas Wasser außen an den östlichen, südlichen, westlichen und nördlichen Rand des Kunda; beim letzten Ruf sprenge einige Tropfen nach oben. Gieße es nicht in das brennende Fett.

oṃ varuṇa yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi |
pūrvāṃ diśi mārjanaṃ namaḥ |
dakṣiṇāṃ diśi mārjanaṃ namaḥ |
pratīcyāṃ diśi mārjanaṃ namaḥ |
udīcyāṃ diśi mārjanaṃ namaḥ |
ūrdhvāṃ diśi mārjanaṃ namaḥ ||

Bedeutung: Om, Varuna, ich geleite Dich an Deinen eigenen Ort. Verehrung bei der Reinigung in östlicher, südlicher, westlicher, nördlicher und oberer Richtung.

101. Agni ehren und ins Herz zurücknehmen

Verneige dich zum Feuer hin. Beim letzten Satz lege die Hand an das Herz und betrachte das äußere Feuer als das göttliche Licht im Inneren.

rudrateja samudbhūto varado havyavāhanaḥ |
agnir vaiśvānaraḥ sākṣāt tasmai nityaṃ namo namaḥ ||
yajña yajñapatiṃ gaccha yajñaṃ gaccha hutāśana |
svāṃ yoniṃ gaccha yajñeśa pūrayāsman manoratham ||
oṃ agnaye namaḥ | agnim ātmani udvāsayāmi ||

Bedeutung: Aus Rudras Glanz entsprungen, Gaben schenkend und Opfergaben tragend, ist Agni unmittelbar Vaishvanara; ihm sei immer wieder Verehrung. Opferfeuer, gehe zum Herrn des Opfers, gehe in das Opfer ein, Empfänger der Gaben. Gehe an Deinen eigenen Ursprung, Herr des Opfers, und erfülle unsere Herzensanliegen. Om. Verehrung Agni; ich nehme Agnis besondere Gegenwart in mein Selbst zurück.

102. Das Aschezeichen empfangen

Die Leitung entnimmt mit einem geeigneten Löffel etwas vollständig erkaltete saubere Asche vom Rand. Erst wenn sie sicher kühl ist, wird eine kleine Menge als Tilaka auf die Stirn gegeben. Solange noch keine kühle Asche vorhanden ist, folgt das Zeichen später. Es erinnert an das Licht des Opfers und die Bereitschaft, das Wesentliche zu leben.

103. Agni-Prarthana – die Hingabe vertiefen

Sprich die sieben Schlussverse mit gefalteten Händen. Lass die vollzogene Handlung in Vertrauen und Gottesliebe ruhen.

namaste gārhapatyāya namaste dakṣiṇāgnaye |
nama āhavanīyāya mahāvedyai namo namaḥ ||
kāṇḍa dvayopapādhyāya karma brahmā svarūpiṇam |
svarga apavarga rūpāya yajñeśāya namo namaḥ ||
yajñeśācyuta govinda mādhava ananta keśava |
kṛṣṇa viṣṇo hṛṣīkeśa vāsudeva namo’stu te ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ hutāśana |
yad hutaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||
prāyaścitta anya śeṣāṇi tapaḥ karmātma kāni vai |
yāni teṣām aśeṣāṇāṃ kṛṣṇa anusmaraṇaṃ param ||
pramādāt kurvatāṃ karma pracyavetādhvareṣu yat |
smaraṇād eva tad viṣṇoḥ sampūrṇaṃ syād iti śrutiḥ ||
yasya smṛtyā ca nāmoktyā tapo yajña kriyādiṣu |
nyūnaṃ sampūrṇatāṃ yāti sadyo vande tam acyutam ||

Bedeutung: Verehrung dem Garhapatya-Feuer, dem südlichen Feuer, dem Ahavaniya-Feuer und dem großen Altar. Verehrung dem Herrn des Opfers, der sich in den beiden Bereichen heiligen Wissens als Handeln und Erkenntnis zeigt und zu himmlischer Freude und Befreiung führt. Herr des Opfers, Achyuta, Govinda, Madhava, Ananta, Keshava, Krishna, Vishnu, Hrishikesha und Vasudeva, Dir sei Verehrung. Was an Mantra, Handlung und Hingabe unvollständig war, möge als ganz angenommen werden. Über alle ergänzenden Buß- und Askesehandlungen hinaus steht die Erinnerung an Krishna. Was im Opfer aus Unachtsamkeit fehlging, wird durch Gedenken an Vishnu ergänzt – so lehrt die Shruti. Ich verehre Achyuta, dessen Erinnerung und Namensanrufung das Fehlende in Tapas, Opfer und heiligem Tun sogleich zur Ganzheit führen.

104. Frieden für das Land und alle Wesen

Die Familie schließt die Hände zusammen. Sprich die fünf Friedensverse.

namo namo vāsudeva tvaṃ gatis tvaṃ parāyaṇam |
śaraṇaṃ tvāṃ gato nātha saṃsārārṇava tāraka ||
āgatas tvaṃ ca sumukha samacittena vai punaḥ |
diśaḥ paśya adhaḥ paśya vyādhibhyo rakṣa nityaśaḥ ||
prasīdasva sarāṣṭrasya rājñaḥ sarvabalasya ca |
garbhiṇīnāṃ ca vṛddhānāṃ vrīhīṇāṃ ca gavāṃ tathā |
sajjanānāṃ ca satataṃ śāntiṃ kuru śubhaṃ kuru ||
annaṃ kuru suvṛṣṭiṃ ca subhikṣam abhayaṃ tathā |
rāṣṭraṃ pravardhatu vibho śāntir bhavatu nityaśaḥ ||
devānāṃ brāhmaṇānāṃ ca bhaktānāṃ kanyakāsu ca |
paśūnāṃ sarvabhūtānāṃ śāntir bhavatu nityaśaḥ ||

Bedeutung: Verehrung Vasudeva. Du bist Ziel und höchste Zuflucht; bei Dir suche ich Schutz, Herr, der über den Ozean des Samsara führt. Gütig und gleichmütig bist Du gekommen; schaue in alle Richtungen und nach unten und behüte uns stets vor Krankheit. Sei dem Land, seinen Regierenden und seinen Kräften gnädig; schenke Frieden und Gutes den Schwangeren, Alten, dem Reis, den Kühen und allen rechtschaffenen Menschen. Gib Nahrung, guten Regen, Versorgung und Furchtlosigkeit; das Land gedeihe, Friede sei beständig. Friede sei bei den Göttern, Brahmanen, Verehrern, Mädchen, Tieren und allen Wesen.

105. Den Feuerabschluss im Frieden vollenden

Sprich den Friedensruf. Das Feuer wird danach nicht erneut für weitere Opfer angerufen.

oṃ dyauḥ śāntir antarikṣaṃ śāntiḥ pṛthivī śāntir āpaḥ śāntir oṣadhayaḥ śāntiḥ |
vanaspatayaḥ śāntir viśvedevāḥ śāntir brahma śāntiḥ sarvaṃ śāntiḥ śāntir eva śāntiḥ sā mā śāntir edhi |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

Bedeutung: Friede sei im Himmel, Friede im Zwischenraum, Friede auf der Erde, Friede in den Wassern, Friede in den Pflanzen. Friede sei in den Bäumen, Friede in allen Göttern, Friede im Brahman, Friede in allem. Friede allein sei Friede; dieser Friede sei in mir. Om, Friede, Friede, Friede.

106. Dakshina – Dank an die Ritualleitung

Halte einen Teller mit einer angemessenen Gabe, Obst und Tambula. Die Eltern ehren die Ritualleitung, die den Samskara begleitet hat. Dabei wird der Name des Ritus in das Formularfeld eingesetzt.

govinda pratigṛhṇāti govindāya dadāti ca |
govinda dhārikā dvābhyāṃ govindāya namo namaḥ ||
hiraṇyagarbha garbhasthaṃ hemabīja vibhāvasoḥ |
ananta puṇyaphaladam atha śāntiṃ prayaccha me ||
hariḥ oṃ tat sat | adya asmin śubha dine etat karma puṃsavana pratiṣṭhārthaṃ śrī lakṣmīnārāyaṇa prītyarthaṃ sampūrṇa phala siddhyarthaṃ pūrva pūjita brāhmaṇāya tubhyam idaṃ dakṣiṇāṃ satāmbūlaṃ saphalam ahaṃ saṃpradade ||

Bedeutung: Govinda empfängt, Govinda gibt, Govinda trägt beide: Verehrung Govinda. Die goldene Gabe ruht im goldenen Weltenschoß, als leuchtender Same; sie schenke heilige Frucht und Frieden. Hari, Om, das ist die Wahrheit. An diesem guten Tag überreiche ich Dir, dem geehrten Brahmanen, diese Dakshina mit Tambula und Frucht: zur Bekräftigung dieses Ritus, zur Freude Lakshmi-Narayanas und zur Vollendung seiner Frucht.

107. Die Gabe gemeinsam vollziehen

Die Mutter gibt wenige Tropfen Wasser auf den Gabenteller als Zeichen ihres Mittragens; dann überreichen die Eltern die Gabe. Der Ritualleiter empfängt sie. Dank und Zuwendung werden so zu einer sichtbaren Frucht der Feier.

108. Den göttlichen Gästen danken

Verneige dich vor dem Hauptgefäß, vor Ganesha und dem Brahma-Platz südlich des Feuers. Löse die besonderen Einladungen mit Dank; die göttliche Gegenwart wird im Herzen bewahrt.

oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi ||
oṃ śrī mahāgaṇapataye namaḥ yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi |
oṃ brahmaṇe namaḥ yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung der im Hauptgefäß angerufenen göttlichen Gegenwart; die besondere Einladung wird dankbar aufgehoben. Om. Verehrung dem großen Ganapati; ich geleite Dich an Deinen eigenen Ort. Om. Verehrung Brahma; ich geleite Dich an Deinen eigenen Ort.

109. Den Segen empfangen

Die Ritualleitung spricht die sechs puranischen Segensverse; die Familie empfängt sie mit gefalteten Händen. Die Anwesenden können dem Paar still ihre guten Wünsche mitgeben.

bhadram astu śivaṃ cā’stu mahālakṣmī prasīdatu |
rakṣantu tvāṃ surāḥ sarve sampadaḥ santu susthira ||
ṛṇa rogādi dāridryaṃ pāpa kṣut apamṛtyavaḥ |
bhaya śoka manastāpa naśyantu tava sarvadā ||
ārogyaṃ dṛḍhagātratvam anṛṇyam aghamocanam |
apāra vaśyaṃ niścintyam āstikyaṃ prāptir astu te ||
avyādhinā śarīreṇa manasā ca nirādhinā |
pūrayann arthinām āśāṃ jīva tvaṃ śaradaḥ śatam ||
sarve devāḥ sagandharvā brahmā viṣṇu śivādayaḥ |
rakṣantu tvāṃ sadā yāntaṃ tiṣṭhantaṃ nidrayāyutam ||
akṣataṃ cāstu te puṇyaṃ dīrgham āyur yaśo balam |
yadvac chreyaskaraṃ loke tattad astu sadā tava ||

Bedeutung: Wohlergehen und Heil seien dir beschieden; Mahalakshmi sei dir gnädig. Alle Götter mögen dich schützen; deine Güter seien beständig. Schulden, Krankheit, Armut, Unheil, Hunger, vorzeitiger Tod, Furcht, Kummer und Herzensqual mögen von dir weichen. Gesundheit, körperliche Festigkeit, Schuldenfreiheit und Befreiung von Fehlhandlungen, weitreichender Einfluss, Sorgenfreiheit und gläubiges Vertrauen mögen dir zuteilwerden. Mit gesundem Leib und unbelastetem Geist, den Hoffnungen der Bittenden entgegenkommend, mögest du hundert Herbste leben. Alle Götter mit den Gandharvas, Brahma, Vishnu und Shiva mögen dich im Gehen, Verweilen und Schlafen schützen. Dein Verdienst bleibe unversehrt; langes Leben, Ansehen und Kraft sowie alles, was in der Welt zum Wohle führt, seien stets bei dir.

110. Den Frieden gemeinsam tragen

Sprich den Friedensruf ein letztes Mal; lasse danach eine kurze gemeinsame Stille entstehen.

oṃ dyauḥ śāntir antarikṣaṃ śāntiḥ pṛthivī śāntir āpaḥ śāntir oṣadhayaḥ śāntiḥ |
vanaspatayaḥ śāntir viśvedevāḥ śāntir brahma śāntiḥ sarvaṃ śāntiḥ śāntir eva śāntiḥ sā mā śāntir edhi |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

Bedeutung: Friede sei im Himmel, Friede im Zwischenraum, Friede auf der Erde, Friede in den Wassern, Friede in den Pflanzen. Friede sei in den Bäumen, Friede in allen Göttern, Friede im Brahman, Friede in allem. Friede allein sei Friede; dieser Friede sei in mir. Om, Friede, Friede, Friede.

Nachklang

Nach der Feier erhalten die Mutter und ihr Partner Zeit für Ruhe. Die Familie kann eine konkrete Hilfe für die kommenden Wochen verabreden: ein Essen bringen, Besorgungen übernehmen oder aufmerksam zuhören. So nimmt die Bitte um Schutz die Gestalt verlässlicher Fürsorge an. Eine ruhige Meditation lässt den Herzsegen nachklingen. Die Erwachsenen teilen die sauberen Prasad-Gaben; aufgefangenes Wasser bleibt getrennt, Blüten können kompostiert und abgekühlte Feuerreste sachgerecht entfernt werden.

Vollständige Rezitationsanhänge

Die Nummern entsprechen den Handlungsschritten. Schritte ohne eigene Rezitation erscheinen hier nicht. Wiederholungszahlen und Gaben richten sich nach der Anleitung. Die persönlichen Formularfelder werden vor Beginn ausgefüllt.

IAST

1. Achamana – innerlich und äußerlich ankommen

oṃ acyutāya namaḥ |
oṃ anantāya namaḥ |
oṃ govindāya namaḥ ||

2. Pavitra anlegen

pūtā brahma pavitreṇa pūta sūryasya raśmibhiḥ |
sarva tīrtha jalaṃ puṇyaṃ pāvanaṃ sarva kāraṇaṃ ||

3. Das Licht entzünden

jyotir rūpam arūpañca vadanti muni puṅgavāḥ |
jyotir madhye sthito devo brahma jyotir namo’stu te ||

4. Die Lehrer ehren

gurur brahmā gurur viṣṇur gurur devo maheśvaraḥ |
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrīgurave namaḥ ||
akhaṇḍamaṇḍalākāraṃ vyāptaṃ yena carācaram |
tatpadaṃ darśitaṃ yena tasmai śrīgurave namaḥ ||
ajñānatimirāndhasya jñānāñjanaśalākayā |
cakṣur unmīlitaṃ yena tasmai śrīgurave namaḥ ||

5. Gute Gedanken in alle Richtungen senden

śṛṇuyām sthirair aṅgair bhadraṃ karṇaiśca dṛṣṭibhiḥ |
bhadraṃ paśyema yad deva hitam āyur vyaśemahi ||
indro vṛddhaśravās tārkṣyo’riṣṭanemir bṛhaspatiḥ |
dadhātu svasti naḥ pūṣā viśvadevāśca svasti naḥ ||
viśvataḥ kratavo bhadrā āyantvāno vṛdhe yathā |
dive dive rakṣitāra āsan devā hi nityaśaḥ ||
viśvāni deva savitur duritāni parā suva |
subhaktyā praṇatānāṃ tu yad bhadraṃ tannaḥ āsuva ||

6. Den Augenblick Gott anvertrauen

tadeva lagnaṃ sudinaṃ tad eva tāra balaṃ candra balaṃ tad eva |
vidyā balaṃ daiva balaṃ tad eva lakṣmīpate te aṅghriyugaṃ smarāmi ||
śuklāmbaradharaṃ viṣṇuṃ śaśivarṇaṃ caturbhujam |
prasannavadanaṃ dhyāyet sarvavighnopaśāntaye ||

7. Sankalpa – das konkrete Anliegen aussprechen

hariḥ oṃ tat sat | śrī govinda | śrī govinda | śrī govinda |
śubhe śobhane muhūrte adye śrī bhagavato mahāpuruṣasya śrī viṣṇoḥ ājñayā pravartamānasya ādya brahmaṇaḥ dvitīya parārdhe śrī śveta varāha kalpe vaivasvata manvantare aṣṭāviṃśatīttame kali yuge kali yugasya prathama pāde jāmbudvīpe meroḥ {Richtung} digbhāge hiraṇmaya varṣe hiraṇmaya deśe {Land} deśe {Ort} mahā nagari antargate vyavahārikānāṃ prabhavādi ṣaṣṭhi saṃvatsarāṇāṃ madhye {Jahresname} nāma saṃvatsare {Ayana} ayane {Jahreszeit} ṛtau māsottame {Monat} māse {Paksha} pakṣe {Tithi} tithau {Wochentag} vāsara yuktāyāṃ {Tagesnakshatra} nakṣatra yuktāyām śrī viṣṇu yoge śrī viṣṇu karaṇe śubha yoga śubha karaṇe sakala graha guṇa viśeṣaṇa visiṣṭhāyām asyāṃ śubha tithau |
mama upātta samasta duritakṣaya dvārā śrī parameśvara prītyarthaṃ {Gotra} gotrodbhavasya {Name_des_Vaters} nāmadheya aham asyāṃ mama bhāryāyāṃ janiṣyamāna garbhasya sakala guṇa sampanna sutanaya prāptyarthaṃ garbhastha piṇḍa śuddhyarthaṃ puṃsavana ākhyaṃ karma kariṣyamāṇaḥ ||

8. Die vorbereitende Verehrung ankündigen

tad aṅgatvena nirvighnena parisampātyartham ādau vighneśvara pūjāṃ kariṣye |
tad aṅgatvena antaḥkaraṇa śuddhyarthaṃ śarīra śuddhyarthaṃ gṛha maṇḍapa śuddhyarthaṃ sarvopakaraṇa śuddhyarthaṃ svastipuṇyāha vācanaṃ kariṣye ||

9. Ganesha betrachten und einladen

gajānanaṃ bhūtagaṇādi sevitaṃ kapittha jambu phalasāra bhakṣaṇam |
umāsutaṃ śokavināśakāraṇaṃ namāmi vighneśvara pādapaṅkajam ||
ekadantaṃ śūrpakarṇaṃ gajavaktraṃ mahodaram |
pāśāṅkuśadharaṃ devaṃ dhyāyet siddhi vināyakam ||
oṃ bhūr bhuvas suvaḥ śrī mahāgaṇapataye namaḥ | dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

10. Ganesha – Sitz

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi ||

11. Ganesha – Ehrenwasser

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi ||

12. Ganesha – Fußwasser

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi ||

13. Ganesha – Wasser zur Mundreinigung

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | ācamanaṃ samarpayāmi ||

14. Ganesha – Bad

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | snānaṃ samarpayāmi ||

15. Ganesha – Gewand und heiliger Faden

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | vastra upavītārtham akṣatān samarpayāmi ||

16. Ganesha – Duft

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | gandhaṃ samarpayāmi ||

17. Ganesha – Kumkuma

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | kuṅkumaṃ samarpayāmi ||

18. Ganeshas achtzehn Namen

oṃ sumukhāya namaḥ |
oṃ ekadantāya namaḥ |
oṃ kapilāya namaḥ |
oṃ gajakarṇakāya namaḥ |
oṃ lambodarāya namaḥ |
oṃ vikaṭāya namaḥ |
oṃ vighnarājāya namaḥ |
oṃ vināyakāya namaḥ |
oṃ dhūmaketave namaḥ |
oṃ gaṇādhyakṣāya namaḥ |
oṃ bālacandrāya namaḥ |
oṃ gajānanāya namaḥ |
oṃ vakratuṇḍāya namaḥ |
oṃ śūrpakarṇāya namaḥ |
oṃ herambāya namaḥ |
oṃ skandapūrvajāya namaḥ |
oṃ siddhivināyakāya namaḥ |
oṃ vighneśvarāya namaḥ |

19. Ganesha – Räucherduft

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | dhūpaṃ samarpayāmi ||

20. Ganesha – Licht

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | dīpaṃ samarpayāmi ||

21. Ganesha – Speise

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | naivedyaṃ samarpayāmi ||

22. Ganesha – Tambula

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

23. Ganesha – Arati

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | karpūra nīrājanaṃ samarpayāmi ||

24. Ganeshas Licht und die acht inneren Blüten

candrādityau ca dharaṇī vidyud agnī sāthaiva ca |
tvam eva sarva jyotīṣi nīrājanaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ ekadantāya vidmahe vakratuṇḍāya dhīmahi tanno danti pracodayāt |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ ānanda karpūra nīrājanaṃ saṃdarśayāmi |
karpūra nīrājana anantaraṃ punar ācamaniyaṃ samarpayāmi |
ahiṃsā prathamaṃ puṣpaṃ puṣpam indriyanigrahaḥ |
sarvabhūta dayā puṣpaṃ kṣamā puṣpaṃ viśeṣataḥ ||
śānti puṣpaṃ tapaḥ puṣpaṃ jñāna puṣpaṃ tathaiva ca |
satyam aṣṭavidhaṃ puṣpaṃ deva prītikaraṃ bhavet ||

25. Ganeshas Segen erbitten

vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha |
nirvighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
oṃ vighneśvarāya varadāya surapriyāya lambodarāya sakalāya jagaddhitāya |
nāgānanāya śrutiyajñavibhūṣitāya gaurīsutāya gaṇanātha namo namaste ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ vināyaka |
yat kṛtaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||

26. Das Wassergefäß als heiligen Raum errichten

nāgapāśadharaṃ hṛṣṭaṃ raktaugha dyutivigraham |
śaśāṅka dhavalaṃ dhyāyet varuṇaṃ makarāsanam ||
varuṇaṃ śvetavarṇaṃ ca pāśahastaṃ rujāsanam |
mauktikālaṅkṛtaṃ devaṃ tīrthanātham ahaṃ bhaje ||
asmin pūrvasthāpita kumbhe varuṇaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

27. Brahma am Gefäßfuß

brahmā caturmukhaḥ pītaś caturdordaṇḍamaṇḍitaḥ |
sṛgdaṇḍākṣa kuśopetaḥ sūryamaṇḍalamadhyagaḥ ||
dvādaśakalātmane arthapradāya sūryamaṇḍalāya namaḥ |
asya kumbhasya mūlabhāge brahmaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

28. Vishnu am Gefäßhals

viṣṇuś caturbhujo mauli śaṅkha cakra gadābja dhṛk |
nīlāmbuda pratīkāśaṃ somamaṇḍalamadhyagaḥ ||
ṣoḍaśakalātmane kāmapradāya somamaṇḍalāya namaḥ |
asya kumbhasya kaṇṭhabhāge viṣṇuṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

29. Rudra in der Gefäßmitte

jñāna śūladharaṃ rudraṃ nīlakaṇṭhaṃ trilocanam |
maheśvaraṃ ca viśveśaṃ agnimaṇḍalamadhyagaḥ ||
daśakalātmane dharmapradāya agnimaṇḍalāya namaḥ |
asya kumbhasya madhyabhāge rudraṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

30. Die göttlichen Gäste willkommen heißen

āvāhitābhyo sarvebhyo devatābhyo namaḥ |
svāminaḥ sarvajagannāthāḥ yāvat pūjāvasānakam |
tāvat yūyaṃ prītibhāvena kumbhe sannidhiṃ kuruta ||
āvāhitā bhavata sthāpitā bhavata sannidhā bhavata sanniruddhā bhavata sannihitā bhavata avaguṇṭhitā bhavata prasīdata prasīdata svāgataṃ svāgatam ||

31. den angerufenen Gottheiten – Sitz

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ āsanaṃ samarpayāmi ||

32. den angerufenen Gottheiten – Ehrenwasser

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ arghyaṃ samarpayāmi ||

33. den angerufenen Gottheiten – Fußwasser

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ pādyaṃ samarpayāmi ||

34. den angerufenen Gottheiten – Wasser zur Mundreinigung

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ ācamanaṃ samarpayāmi ||

35. den angerufenen Gottheiten – Bad

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ snānaṃ samarpayāmi ||

36. den angerufenen Gottheiten – Gewand und heiliger Faden

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ vastra upavītārtham akṣatān samarpayāmi ||

37. den angerufenen Gottheiten – Duft

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ gandhaṃ samarpayāmi ||

38. den angerufenen Gottheiten – Kumkuma

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ kuṅkumaṃ samarpayāmi ||

39. Blüten für die Hüter des Wassers

oṃ varuṇāya namaḥ |
oṃ pracetase namaḥ |
oṃ surūpiṇe namaḥ |
oṃ apāṃpataye namaḥ |
oṃ makaravāhanāya namaḥ |
oṃ jalādhipataye namaḥ |
oṃ pāśahastāya namaḥ |
oṃ varuṇāya namaḥ |
oṃ brahmaṇe namaḥ |
oṃ viṣṇave namaḥ |
oṃ śivāya namaḥ |
nānāvidhāni parimala patra puṣpāṇi samarpayāmi ||

40. den angerufenen Gottheiten – Räucherduft

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ dhūpaṃ samarpayāmi ||

41. den angerufenen Gottheiten – Licht

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ dīpaṃ samarpayāmi ||

42. den angerufenen Gottheiten – Speise

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ naivedyaṃ samarpayāmi ||

43. den angerufenen Gottheiten – Tambula

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

44. den angerufenen Gottheiten – Arati

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ karpūra nīrājanaṃ samarpayāmi ||

45. Varunas Klarheit verehren

namo namaste sphaṭika prabhāya suśveta vastrāya sumaṅgalāya |
supāśahastāya jhaṣāsanāya jalādhināthāya varuṇāya namo namaḥ ||
oṃ jalabimbāya vidmahe nīlapuruṣāya dhīmahi tanno varuṇa pracodayāt |
oṃ vedātmanāya vidmahe hiraṇyagarbhāya dhīmahi tanno brahma pracodayāt |
oṃ nārāyaṇāya vidmahe vāsudevāya dhīmahi tanno viṣṇu pracodayāt |
oṃ tatpuruṣāya vidmahe mahādevāya dhīmahi tanno rudra pracodayāt ||

46. Ruf und Antwort zur Wasserweihe

śivā āpaḥ santu | santu śivā āpaḥ |
saumanasyam astu | astu saumanasyam |
akṣataṃ cāriṣṭaṃ cāstu | astv akṣataṃ ca ariṣṭam |
bhavadbhir anujñātaḥ puṇyāhaṃ vācayiṣye | vācyatām |
prasīdantu bhavantaḥ | prasannāḥ smaḥ ||

47. Die Welt im Kalasha

kalaśasya mukhe viṣṇuḥ kaṇṭhe rudra samāśritaḥ |
mūle tatra sthito brahmā madhye mātṛgaṇāḥ smṛtāḥ ||
kukṣau tu sāgara sarva saptadvīpa vasundharā |
ṛgvedo’tha yajurvedaḥ sāmavedo hyatharvanaḥ |
aṅgaiśca sahita sarve kalaśāmbu samāśritāḥ ||
gaṅge ca yamune caiva godāvarī sarasvatī |
narmade sindhu kāveri jale’smin sannidhiṃ kuru ||
puṣkarādyāni tīrthāni gaṅgādyāḥ saritas tathā |
āyantu lokaśāntyarthaṃ duritakṣayakārakāḥ ||
atra gāyatrī sāvitrī śāntiḥ puṣṭikari tadā |
āyantu yajamānasya duritakṣayakārakāḥ ||
imā āpa śivā santu śuddhā śubhāśca nirmalā |
pāvanaṃ śitalaścaiva pūta sūryasya raśmibhiḥ ||
pūta brahma pavitreṇa pūtam indra sunītibhiḥ |
varuṇa svastyā punātu yamo dharmeṇa punātu māṃ ||
sarva tīrtha jalaṃ puṇyaṃ pāvanaṃ sarva kāraṇaṃ |
viṣṇu pādodbhavaṃ śuddhaṃ sarva maṅgala dāyinā ||
sarva samudrāḥ saritāḥ tīrthāni ca nagā hradāḥ |
āyantu lokaśāntyarthaṃ duritakṣayakārakāḥ ||
āpaḥ sumitriyāḥ santu bhavantv oṣadhayo tava |
āpo rakṣantu tvāṃ nityam āpo nārāyaṇaḥ svayam ||

48. Wohlergehen über dem Gefäß aussprechen

ṛddhir astu | samṛddhir astu | puṇyāhasamṛddhir astu | śāntir astu | puṣṭir astu | tuṣṭir astu | vṛddhir astu | avighnam astu | āyuṣyam astu | ārogyam astu | śivam astu | śivaṃ karmāstu | karma samṛddhir astu | dharma samṛddhir astu | veda samṛddhir astu | śāstra samṛddhir astu | dhanadhānya samṛddhir astu | putra pautra saṃpad astu | iṣṭa saṃpad astu ||

49. Belastendes fortgeben

sakala ariṣṭa nirasanam astu | yat pāpaṃ rogaṃ śokam akalyāṇaṃ tat dūre pratihatam astu ||

50. Segen für Menschen und Tiere

sarva śobhanaṃ bhavatu | sarva sampadāḥ santu | śaṃ no astu dvipade śaṃ catuṣpade | oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

51. Die Wasser-Gottheiten verabschieden

oṃ varuṇāya namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi |
āvāhitābhyo sarvebhyo devatābhyo namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi ||

52. Die sieben Wassergesten und das Besprengen

imā āpaḥ śivā śivattamāḥ śāntā śāntattamāḥ śubhā śubhattamāḥ pūtā pūtattamāḥ puṇyā puṇyattamāḥ medhya medhyattamāḥ amṛtāmṛta rasāḥ tās te kṛṇvantu bheṣajam |
satyaṃ śuddhaṃ tapaḥ śuddhaṃ jñānaśuddhaṃ tathaiva ca |
sarvabhūta dayā śuddhaṃ jalaśuddhañca pañcama ||
adbhir gātrāṇi śudhyanti buddhir jñānena śuddhyati |
vidyā tapobhyāṃ ca bhūtātmā manaḥ satyena śuddhyati ||

53. Svasti – den Segen aller Welten erbitten

karotu svasti te brahmā svasti vāpi dvijātayaḥ |
sarisṛpāśca ye śreṣṭās tebhyas te svasti sarvadā ||
svasti te’stu dvipādebhyaś catuṣpādebhya eva ca |
svasty astv apādakebhyaśca sarvebhyaḥ svasti sarvadā ||
svāhā svadhā śacī caiva svastiṃ kurvantu te sadā |
lakṣmīr arundhatī caiva kurutāṃ svasti te’nagha ||
asito devalaścaiva viśvāmitras tathāṅgirāḥ |
svasti te’dya prayacchantu kārtikeyaśca ṣaṇmukhaḥ ||
vivasvān bhagavān svastiṃ karotu tava sarvaśaḥ |
diggajāścaiva catvāraḥ kṣitiśca gaganaṃ grahāḥ ||
adhastād dharaṇīṃ yo’sau nāgo dhārayate sadā |
śeṣaśca pannagaśreṣṭhaḥ svasti tubhyaṃ prayacchatu ||
devāḥ svasti prakurvantu sagaṇāḥ sāyudhas tathā |
kinnarā deva gandharvāḥ sāpsarāḥ savināyakāḥ ||
sutale vitale devā hyatale ca tale’marāḥ |
tān sarvān praṇamāmy adya svakratoḥ pālanāya vai ||
bhūrloke ye sthitā devā bhuvarloke sthirāḥ sadā |
bhāvuke te prakurvantu svagaṇāḥ sāra saṃyutaḥ ||
svarloka vāsinaḥ sarve purandara mukhāś calāḥ |
kuśalaṃ ca suvāñchāmi karmārambhe viśeṣataḥ ||
maharjana tapo loke nivasanti savāhanāḥ |
nirjarās te prakurvantu kṣemaṃ suṣṭhu prakāśakaḥ ||
satyaloka prasīdanti brahmāṇaś śikhivāhanāḥ |
tridaśās te sukhāsīnā bhavyaṃ kurvantu sarvathā ||
rudrādi devatāḥ sarvās tathā vaikuṇṭhavāsinaḥ |
sagaṇāḥ parivārās te svastiṃ kurvantu nityaśaḥ ||
śivayāge viṣṇuyāge vāstu karmaṇi sarvadā |
iṣṭāpūrte mahādāne tān devān saṃsmarec ciram ||
tatastu karmārambhaḥ syān nirvighnena samāpayet |
ye vai naiva smaranty etān teṣāṃ naiva phalaṃ bhavet ||

54. Nandimukha – dankbar die Ahnen ehren

oṃ acyutāya namaḥ |
oṃ anantāya namaḥ |
oṃ govindāya namaḥ ||

55. Govinda um Begleitung bitten

namo brahmaṇya devāya gobrāhmaṇa hitāya ca |
jagaddhitāya kṛṣṇāya govindāya namo namaḥ ||
namo namaste govinda purāṇa puruṣottama |
idaṃ śrāddhaṃ hṛṣīkeśa rakṣa tvaṃ sarvadā ||

56. Nandi-Sankalpa

mama upātta samasta duritakṣaya dvārā śrī parameśvara prītyarthaṃ pūrva saṅkalpite saṃskāra aṅgatvena sāṅkalpika nāndīmukhānāṃ prītyarthaṃ hiraṇyarūpeṇa nāndi śrāddham adya kariṣye ||

57. Die Gaben den Familienlinien widmen

varga dvaya pitā pitāmaha prapitāmahebhyo mātṛ pitāmahī prapitāmahī vṛddha prapitāmahībhyo tathā dvitīya gotrebhyo mātā pramātāmaha vṛddha pramātāmahābhyo dāsyamāna brāhmaṇa dvaya bhojana paryāptam annaṃ hiraṇyaṃ vā namaḥ saṃpadyatāṃ vṛddhiḥ ||

58. Nandi-Gaben überreichen

āma niṣkrayaṇīṃ dravyaṃ dakṣiṇāṃ dātum utsṛjya |
anena karmaṇā bhagavān mahāviṣṇuḥ prīyatām |
anena mayā hiraṇyena kṛtaṃ nāndī śobhana devatāḥ priyantām ||
eko viṣṇur mahad bhūtaṃ pṛthak bhūtāny anekaśaḥ |
trīn lokān vyāpya bhūtātmā bhuṅkte viśvabhug avyayaḥ ||

59. Den Ahnenritus im Frieden vollenden

oṃ dyauḥ śāntir antarikṣaṃ śāntiḥ pṛthivī śāntir āpaḥ śāntir oṣadhayaḥ śāntiḥ |
vanaspatayaḥ śāntir viśvedevāḥ śāntir brahma śāntiḥ sarvaṃ śāntiḥ śāntir eva śāntiḥ sā mā śāntir edhi |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

60. Lakshmi-Narayana im Kalasha einladen

nīla varṇa svarūpantu eka vaktrañ caturbhujam |
śaṅkhacakrāvatārañcā hemāṅgulyādi bhūṣaṇam ||
vakṣasthalena kañcaiva lakṣmīn divya svarūpakam |
āliṅganena hastāñca abhayan dakṣiṇe kare ||
pītāmbaropavītañca svarṇaratna kirīṭakam |
lakṣmīnārāyaṇañcaivā kumbhe’smin sannidhiṃ kuru ||
oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ | dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣataṃ samarpayāmi ||

61. Lakshmi-Narayana – Sitz

oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ āsanaṃ samarpayāmi ||

62. Lakshmi-Narayana – Ehrenwasser

oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ arghyaṃ samarpayāmi ||

63. Lakshmi-Narayana – Fußwasser

oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ pādyaṃ samarpayāmi ||

64. Lakshmi-Narayana – Wasser zur Mundreinigung

oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ ācamanaṃ samarpayāmi ||

65. Lakshmi-Narayana – Bad

oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ snānaṃ samarpayāmi ||

66. Lakshmi-Narayana – Gewand und heiliger Faden

oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ vastra upavītārtham akṣatān samarpayāmi ||

67. Lakshmi-Narayana – Duft

oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ gandhaṃ samarpayāmi ||

68. Lakshmi-Narayana – Kumkuma

oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ kuṅkumaṃ samarpayāmi ||

69. Lakshmi-Narayana mit Namen und Blüten verehren

oṃ keśavāya namaḥ |
oṃ nārāyaṇāya namaḥ |
oṃ mādhavāya namaḥ |
oṃ govindāya namaḥ |
oṃ viṣṇave namaḥ |
oṃ madhusūdanāya namaḥ |
oṃ trivikramāya namaḥ |
oṃ vāmanāya namaḥ |
oṃ śrīdharāya namaḥ |
oṃ hṛṣīkeśāya namaḥ |
oṃ padmanābhāya namaḥ |
oṃ dāmodarāya namaḥ |
oṃ saṅkarṣaṇāya namaḥ |
oṃ vāsudevāya namaḥ |
oṃ pradyumnāya namaḥ |
oṃ aniruddhāya namaḥ |
oṃ puruṣottamāya namaḥ |
oṃ adhokṣajāya namaḥ |
oṃ nārasiṃhāya namaḥ |
oṃ acyutāya namaḥ |
oṃ janārdanāya namaḥ |
oṃ upendrāya namaḥ |
oṃ haraye namaḥ |
oṃ kṛṣṇāya namaḥ |

70. Zwölf Namen Lakshmis

oṃ śriyai namaḥ |
oṃ amṛtodbhavāyai namaḥ |
oṃ kamalāyai namaḥ |
oṃ candrasodaryai namaḥ |
oṃ viṣṇupriyāyai namaḥ |
oṃ vaiṣṇavyai namaḥ |
oṃ varārohāyai namaḥ |
oṃ harivallabhāyai namaḥ |
oṃ śārṅginyai namaḥ |
oṃ devadevikāyai namaḥ |
oṃ surasundaryai namaḥ |
oṃ sarvābhīṣṭaphalapradāyai namaḥ |

71. Die Blütengaben vollenden

nānāvidhāni patrapuṣpāṇi samarpayāmi ||

72. Lakshmi-Narayana – Räucherduft

oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ dhūpaṃ samarpayāmi ||

73. Lakshmi-Narayana – Licht

oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ dīpaṃ samarpayāmi ||

74. Lakshmi-Narayana – Speise

oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ naivedyaṃ samarpayāmi ||

75. Lakshmi-Narayana – Tambula

oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

76. Lakshmi-Narayana – Arati

oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ karpūra nīrājanaṃ samarpayāmi ||

77. Den Feuerplatz bereiten

oṃ rudrāya namaḥ |
oṃ viṣṇave namaḥ |
oṃ indrāya namaḥ |
oṃ yamāya namaḥ |
oṃ brahmaṇe namaḥ |
oṃ somāya namaḥ ||

78. Das Feuer entzünden

agni dūtaṃ purodadhe havyavāham upabruve | devāṃ āsādayād iha |
raṃ havyavāham ayaṃ te yoniḥ | oṃ pavamāna nāma agnaye namaḥ ||

79. Pavamana-Agni einladen

oṃ bhūr bhuvas suvaḥ pavamāna nāma agnim āvāhayāmi sthāpayāmi |
oṃ pavamāna nāma agnaye namaḥ supratiṣṭho varado bhava ||

80. Gras und Wasser um das Feuer ordnen

oṃ varuṇāya namaḥ | sakala ārādhanaiḥ svarcitam ||

81. Agni betrachten

agniṃ prajvalitaṃ vande jātavedaṃ hutāśanam |
suvarṇavarṇam amalaṃ sannidhiṃ viśvatomukham ||
bālārkāruṇa saṅkāśaṃ saptajihvaṃ dvimastakam |
ajārūḍhaṃ śaktidharaṃ jaṭāmukuṭamaṇḍitam ||
hrīṃ ehi ehi sarvāmara havyavāha munibhiḥ |
svagaṇaiḥ saha adhvaraṃ rakṣa rakṣa namaḥ svāhā ||

82. Brahma als Zeugen ehren

khaṃ brahmaṇe namaḥ brahman ihāgaccha ihātiṣṭha | sakala ārādhanaiḥ svarcitam ||

83. Die acht Richtungen mit Blüten verehren

oṃ indrāya namaḥ |
oṃ agnaye namaḥ |
oṃ yamāya namaḥ |
oṃ nirṛtaye namaḥ |
oṃ varuṇāya namaḥ |
oṃ vāyave namaḥ |
oṃ somāya namaḥ |
oṃ īśānāya namaḥ ||

84. Agni in den Richtungen und im Herzen ehren

oṃ agnaye namaḥ |
oṃ jātavedase namaḥ |
oṃ sahojase namaḥ |
oṃ ajirāprabhave namaḥ |
oṃ vaiśvānarāya namaḥ |
oṃ naryāpase namaḥ |
oṃ paṅktirādhase namaḥ |
oṃ visarpiṇe namaḥ |
oṃ yajñapuruṣāya namaḥ |
oṃ ātmane namaḥ namaḥ |
sarvebhyo mahājanebhyo namaḥ ||

85. Die Opferlöffel weihen

oṃ hrīṃ icchāśaktyai namaḥ |
oṃ hrīṃ jñānaśaktyai namaḥ |
oṃ hrīṃ kriyāśaktyai namaḥ |
oṃ hrīṃ paraśaktyai namaḥ |
oṃ hāṃ paramaśivāya namaḥ ||

86. Ghee beziehungsweise Pflanzenöl weihen

aiṃ | aiṃ | phaṭ | aiṃ | huṃ | vaṃ | huṃ ||

87. Die beiden Agara-Gaben

oṃ prajāpataye svāhā | prajāpataye idaṃ na mama |
oṃ indrāya svāhā | indrāya idaṃ na mama ||

88. Die drei Ajyabhaga-Gaben

oṃ agnaye svāhā | agnaye idaṃ na mama |
oṃ somāya svāhā | somāya idaṃ na mama |
oṃ agnisomābhyāṃ svāhā | agnisomābhyām idaṃ na mama ||

89. Die drei Opferhölzchen

oṃ raṃ vaiśvānara jātaveda ihāvaha lohitākṣa sarvakarmaṇi sādhaya svāhā |
oṃ uttiṣṭa puruṣa harita piṅgala lohitākṣa sarvakarmaṇi sādhaya me dehi dāpaya svāhā |
oṃ cita piṅgala hana hana daha daha paca paca sarvajña jñāpaya svāhā ||

90. Zwölf Gaben an den großen Purusha

oṃ namo bhagavate mahāpuruṣāya mahāvibhūtipataye svāhā | bhagavata idaṃ na mama ||

91. Die kleine Speise empfangen

bhadre kiṃ tvaṃ pibasi? | hrīṃ puṃsavanam |
bhadre kiṃ tvaṃ pibasi? | hrīṃ puṃsavanam |
bhadre kiṃ tvaṃ pibasi? | hrīṃ puṃsavanam ||

92. Zwölf Gaben zum Schutz des werdenden Lebens

hrīṃ huṃ ye garbha vighnakartāro ye ca garbha vināśakāḥ |
bhūtāḥ pretāḥ piśācāśca vetālā bālaghāṭakāḥ |
tān sarvān nāśaya nāśaya garbha rakṣāṃ kuru svāhā |
rudra prajāpataye idaṃ na mama ||

93. Fünf Gaben für den Mond

hrīṃ candramase svāhā | candramase idaṃ na mama ||

94. Das Herz der Mutter segnen

oṃ hrīṃ śrīṃ ||

95. Svishtakrit – die Gaben zur Vollendung führen

yajñasākṣī kṣemakartā sarvān kāmān prapūraya |
hrīṃ agnisviṣṭakṛte svāhā | agnaye sviṣṭakṛte idaṃ na mama ||

96. Drei Gaben der Ergänzung und Vergebung

pramādāt kurvatāṃ karma pracyaveta adhvareṣu yat |
nyūnaṃ sampūrṇatāṃ yāti sadyo agni prasādataḥ svāhā | raṃ agnaye idaṃ na mama |
jñātañca yad ajñātañca yad eva vai hutaṃ mayā |
nyūnam atiriktañca tat sarvaṃ kṣamyatāṃ prabho svāhā | raṃ agnaye idaṃ na mama |
karmaṇe’sya parabrahman ayuktaṃ vihitañca yat |
tacchāntyai yajñasampattyau vyāhṛtyā hūyate vibho svāhā | raṃ agnaye idaṃ na mama ||

97. Vier abschließende Vyahriti-Gaben

oṃ bhūḥ svāhā | agnaye idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyave idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāya idaṃ na mama |
oṃ bhūr bhuvas suvaḥ svāhā | prajāpataye idaṃ na mama ||

98. Purnahuti – das Ganze dem Ganzen geben

pūrṇam adaḥ pūrṇam idaṃ pūrṇāt pūrṇam udacyate |
pūrṇasya pūrṇam ādāya pūrṇam evāvaśiṣyate ||
oṃ yajñapate pūrṇo bhavatu yajña me hṛṣyantu yajñadevatāḥ phalāni samyag yacchantu svāhā ||

99. Vasodhara – der feine Strom der Hingabe

śatadhāraṃ sahasradhāram aparimitadhāram acchidram |
akṣayaṃ paramaṃ pavitraṃ bhagavan agnaye punātu svāhā ||

100. Das begleitende Wasser verabschieden und verteilen

oṃ varuṇa yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi |
pūrvāṃ diśi mārjanaṃ namaḥ |
dakṣiṇāṃ diśi mārjanaṃ namaḥ |
pratīcyāṃ diśi mārjanaṃ namaḥ |
udīcyāṃ diśi mārjanaṃ namaḥ |
ūrdhvāṃ diśi mārjanaṃ namaḥ ||

101. Agni ehren und ins Herz zurücknehmen

rudrateja samudbhūto varado havyavāhanaḥ |
agnir vaiśvānaraḥ sākṣāt tasmai nityaṃ namo namaḥ ||
yajña yajñapatiṃ gaccha yajñaṃ gaccha hutāśana |
svāṃ yoniṃ gaccha yajñeśa pūrayāsman manoratham ||
oṃ agnaye namaḥ | agnim ātmani udvāsayāmi ||

103. Agni-Prarthana – die Hingabe vertiefen

namaste gārhapatyāya namaste dakṣiṇāgnaye |
nama āhavanīyāya mahāvedyai namo namaḥ ||
kāṇḍa dvayopapādhyāya karma brahmā svarūpiṇam |
svarga apavarga rūpāya yajñeśāya namo namaḥ ||
yajñeśācyuta govinda mādhava ananta keśava |
kṛṣṇa viṣṇo hṛṣīkeśa vāsudeva namo’stu te ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ hutāśana |
yad hutaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||
prāyaścitta anya śeṣāṇi tapaḥ karmātma kāni vai |
yāni teṣām aśeṣāṇāṃ kṛṣṇa anusmaraṇaṃ param ||
pramādāt kurvatāṃ karma pracyavetādhvareṣu yat |
smaraṇād eva tad viṣṇoḥ sampūrṇaṃ syād iti śrutiḥ ||
yasya smṛtyā ca nāmoktyā tapo yajña kriyādiṣu |
nyūnaṃ sampūrṇatāṃ yāti sadyo vande tam acyutam ||

104. Frieden für das Land und alle Wesen

namo namo vāsudeva tvaṃ gatis tvaṃ parāyaṇam |
śaraṇaṃ tvāṃ gato nātha saṃsārārṇava tāraka ||
āgatas tvaṃ ca sumukha samacittena vai punaḥ |
diśaḥ paśya adhaḥ paśya vyādhibhyo rakṣa nityaśaḥ ||
prasīdasva sarāṣṭrasya rājñaḥ sarvabalasya ca |
garbhiṇīnāṃ ca vṛddhānāṃ vrīhīṇāṃ ca gavāṃ tathā |
sajjanānāṃ ca satataṃ śāntiṃ kuru śubhaṃ kuru ||
annaṃ kuru suvṛṣṭiṃ ca subhikṣam abhayaṃ tathā |
rāṣṭraṃ pravardhatu vibho śāntir bhavatu nityaśaḥ ||
devānāṃ brāhmaṇānāṃ ca bhaktānāṃ kanyakāsu ca |
paśūnāṃ sarvabhūtānāṃ śāntir bhavatu nityaśaḥ ||

105. Den Feuerabschluss im Frieden vollenden

oṃ dyauḥ śāntir antarikṣaṃ śāntiḥ pṛthivī śāntir āpaḥ śāntir oṣadhayaḥ śāntiḥ |
vanaspatayaḥ śāntir viśvedevāḥ śāntir brahma śāntiḥ sarvaṃ śāntiḥ śāntir eva śāntiḥ sā mā śāntir edhi |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

106. Dakshina – Dank an die Ritualleitung

govinda pratigṛhṇāti govindāya dadāti ca |
govinda dhārikā dvābhyāṃ govindāya namo namaḥ ||
hiraṇyagarbha garbhasthaṃ hemabīja vibhāvasoḥ |
ananta puṇyaphaladam atha śāntiṃ prayaccha me ||
hariḥ oṃ tat sat | adya asmin śubha dine etat karma puṃsavana pratiṣṭhārthaṃ śrī lakṣmīnārāyaṇa prītyarthaṃ sampūrṇa phala siddhyarthaṃ pūrva pūjita brāhmaṇāya tubhyam idaṃ dakṣiṇāṃ satāmbūlaṃ saphalam ahaṃ saṃpradade ||

108. Den göttlichen Gästen danken

oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi ||
oṃ śrī mahāgaṇapataye namaḥ yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi |
oṃ brahmaṇe namaḥ yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi ||

109. Den Segen empfangen

bhadram astu śivaṃ cā’stu mahālakṣmī prasīdatu |
rakṣantu tvāṃ surāḥ sarve sampadaḥ santu susthira ||
ṛṇa rogādi dāridryaṃ pāpa kṣut apamṛtyavaḥ |
bhaya śoka manastāpa naśyantu tava sarvadā ||
ārogyaṃ dṛḍhagātratvam anṛṇyam aghamocanam |
apāra vaśyaṃ niścintyam āstikyaṃ prāptir astu te ||
avyādhinā śarīreṇa manasā ca nirādhinā |
pūrayann arthinām āśāṃ jīva tvaṃ śaradaḥ śatam ||
sarve devāḥ sagandharvā brahmā viṣṇu śivādayaḥ |
rakṣantu tvāṃ sadā yāntaṃ tiṣṭhantaṃ nidrayāyutam ||
akṣataṃ cāstu te puṇyaṃ dīrgham āyur yaśo balam |
yadvac chreyaskaraṃ loke tattad astu sadā tava ||

110. Den Frieden gemeinsam tragen

oṃ dyauḥ śāntir antarikṣaṃ śāntiḥ pṛthivī śāntir āpaḥ śāntir oṣadhayaḥ śāntiḥ |
vanaspatayaḥ śāntir viśvedevāḥ śāntir brahma śāntiḥ sarvaṃ śāntiḥ śāntir eva śāntiḥ sā mā śāntir edhi |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

Devanagari

1. Achamana – innerlich und äußerlich ankommen

ॐ अच्युताय नमः ।
ॐ अनन्ताय नमः ।
ॐ गोविन्दाय नमः ॥

2. Pavitra anlegen

पूता ब्रह्म पवित्रेण पूत सूर्यस्य रश्मिभिः ।
सर्व तीर्थ जलं पुण्यं पावनं सर्व कारणं ॥

3. Das Licht entzünden

ज्योतिर् रूपम् अरूपञ्च वदन्ति मुनि पुङ्गवाः ।
ज्योतिर् मध्ये स्थितो देवो ब्रह्म ज्योतिर् नमोऽस्तु ते ॥

4. Die Lehrer ehren

गुरुर् ब्रह्मा गुरुर् विष्णुर् गुरुर् देवो महेश्वरः ।
गुरुः साक्षात् परं ब्रह्म तस्मै श्रीगुरवे नमः ॥
अखण्डमण्डलाकारं व्याप्तं येन चराचरम् ।
तत्पदं दर्शितं येन तस्मै श्रीगुरवे नमः ॥
अज्ञानतिमिरान्धस्य ज्ञानाञ्जनशलाकया ।
चक्षुर् उन्मीलितं येन तस्मै श्रीगुरवे नमः ॥

5. Gute Gedanken in alle Richtungen senden

शृणुयाम् स्थिरैर् अङ्गैर् भद्रं कर्णैश्च दृष्टिभिः ।
भद्रं पश्येम यद् देव हितम् आयुर् व्यशेमहि ॥
इन्द्रो वृद्धश्रवास् तार्क्ष्योऽरिष्टनेमिर् बृहस्पतिः ।
दधातु स्वस्ति नः पूषा विश्वदेवाश्च स्वस्ति नः ॥
विश्वतः क्रतवो भद्रा आयन्त्वानो वृधे यथा ।
दिवे दिवे रक्षितार आसन् देवा हि नित्यशः ॥
विश्वानि देव सवितुर् दुरितानि परा सुव ।
सुभक्त्या प्रणतानां तु यद् भद्रं तन्नः आसुव ॥

6. Den Augenblick Gott anvertrauen

तदेव लग्नं सुदिनं तद् एव तार बलं चन्द्र बलं तद् एव ।
विद्या बलं दैव बलं तद् एव लक्ष्मीपते ते अङ्घ्रियुगं स्मरामि ॥
शुक्लाम्बरधरं विष्णुं शशिवर्णं चतुर्भुजम् ।
प्रसन्नवदनं ध्यायेत् सर्वविघ्नोपशान्तये ॥

7. Sankalpa – das konkrete Anliegen aussprechen

हरिः ॐ तत् सत् । श्री गोविन्द । श्री गोविन्द । श्री गोविन्द ।
शुभे शोभने मुहूर्ते अद्ये श्री भगवतो महापुरुषस्य श्री विष्णोः आज्ञया प्रवर्तमानस्य आद्य ब्रह्मणः द्वितीय परार्धे श्री श्वेत वराह कल्पे वैवस्वत मन्वन्तरे अष्टाविंशतीत्तमे कलि युगे कलि युगस्य प्रथम पादे जाम्बुद्वीपे मेरोः {Richtung} दिग्भागे हिरण्मय वर्षे हिरण्मय देशे {Land} देशे {Ort} महा नगरि अन्तर्गते व्यवहारिकानां प्रभवादि षष्ठि संवत्सराणां मध्ये {Jahresname} नाम संवत्सरे {Ayana} अयने {Jahreszeit} ऋतौ मासोत्तमे {Monat} मासे {Paksha} पक्षे {Tithi} तिथौ {Wochentag} वासर युक्तायां {Tagesnakshatra} नक्षत्र युक्तायाम् श्री विष्णु योगे श्री विष्णु करणे शुभ योग शुभ करणे सकल ग्रह गुण विशेषण विसिष्ठायाम् अस्यां शुभ तिथौ ।
मम उपात्त समस्त दुरितक्षय द्वारा श्री परमेश्वर प्रीत्यर्थं {Gotra} गोत्रोद्भवस्य {Name_des_Vaters} नामधेय अहम् अस्यां मम भार्यायां जनिष्यमान गर्भस्य सकल गुण सम्पन्न सुतनय प्राप्त्यर्थं गर्भस्थ पिण्ड शुद्ध्यर्थं पुंसवन आख्यं कर्म करिष्यमाणः ॥

8. Die vorbereitende Verehrung ankündigen

तद् अङ्गत्वेन निर्विघ्नेन परिसम्पात्यर्थम् आदौ विघ्नेश्वर पूजां करिष्ये ।
तद् अङ्गत्वेन अन्तःकरण शुद्ध्यर्थं शरीर शुद्ध्यर्थं गृह मण्डप शुद्ध्यर्थं सर्वोपकरण शुद्ध्यर्थं स्वस्तिपुण्याह वाचनं करिष्ये ॥

9. Ganesha betrachten und einladen

गजाननं भूतगणादि सेवितं कपित्थ जम्बु फलसार भक्षणम् ।
उमासुतं शोकविनाशकारणं नमामि विघ्नेश्वर पादपङ्कजम् ॥
एकदन्तं शूर्पकर्णं गजवक्त्रं महोदरम् ।
पाशाङ्कुशधरं देवं ध्यायेत् सिद्धि विनायकम् ॥
ॐ भूर् भुवस् सुवः श्री महागणपतये नमः । ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षत पुष्पाणि समर्पयामि ॥

10. Ganesha – Sitz

श्री महागणपतये नमः । आसनं समर्पयामि ॥

11. Ganesha – Ehrenwasser

श्री महागणपतये नमः । अर्घ्यं समर्पयामि ॥

12. Ganesha – Fußwasser

श्री महागणपतये नमः । पाद्यं समर्पयामि ॥

13. Ganesha – Wasser zur Mundreinigung

श्री महागणपतये नमः । आचमनं समर्पयामि ॥

14. Ganesha – Bad

श्री महागणपतये नमः । स्नानं समर्पयामि ॥

15. Ganesha – Gewand und heiliger Faden

श्री महागणपतये नमः । वस्त्र उपवीतार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥

16. Ganesha – Duft

श्री महागणपतये नमः । गन्धं समर्पयामि ॥

17. Ganesha – Kumkuma

श्री महागणपतये नमः । कुङ्कुमं समर्पयामि ॥

18. Ganeshas achtzehn Namen

ॐ सुमुखाय नमः ।
ॐ एकदन्ताय नमः ।
ॐ कपिलाय नमः ।
ॐ गजकर्णकाय नमः ।
ॐ लम्बोदराय नमः ।
ॐ विकटाय नमः ।
ॐ विघ्नराजाय नमः ।
ॐ विनायकाय नमः ।
ॐ धूमकेतवे नमः ।
ॐ गणाध्यक्षाय नमः ।
ॐ बालचन्द्राय नमः ।
ॐ गजाननाय नमः ।
ॐ वक्रतुण्डाय नमः ।
ॐ शूर्पकर्णाय नमः ।
ॐ हेरम्बाय नमः ।
ॐ स्कन्दपूर्वजाय नमः ।
ॐ सिद्धिविनायकाय नमः ।
ॐ विघ्नेश्वराय नमः ।

19. Ganesha – Räucherduft

श्री महागणपतये नमः । धूपं समर्पयामि ॥

20. Ganesha – Licht

श्री महागणपतये नमः । दीपं समर्पयामि ॥

21. Ganesha – Speise

श्री महागणपतये नमः । नैवेद्यं समर्पयामि ॥

22. Ganesha – Tambula

श्री महागणपतये नमः । ताम्बूलं समर्पयामि ॥

23. Ganesha – Arati

श्री महागणपतये नमः । कर्पूर नीराजनं समर्पयामि ॥

24. Ganeshas Licht und die acht inneren Blüten

चन्द्रादित्यौ च धरणी विद्युद् अग्नी साथैव च ।
त्वम् एव सर्व ज्योतीषि नीराजनं प्रतिगृह्यताम् ॥
ॐ एकदन्ताय विद्महे वक्रतुण्डाय धीमहि तन्नो दन्ति प्रचोदयात् ।
ॐ गं गणपतये नमः आनन्द कर्पूर नीराजनं संदर्शयामि ।
कर्पूर नीराजन अनन्तरं पुनर् आचमनियं समर्पयामि ।
अहिंसा प्रथमं पुष्पं पुष्पम् इन्द्रियनिग्रहः ।
सर्वभूत दया पुष्पं क्षमा पुष्पं विशेषतः ॥
शान्ति पुष्पं तपः पुष्पं ज्ञान पुष्पं तथैव च ।
सत्यम् अष्टविधं पुष्पं देव प्रीतिकरं भवेत् ॥

25. Ganeshas Segen erbitten

वक्रतुण्ड महाकाय कोटिसूर्यसमप्रभ ।
निर्विघ्नं कुरु मे देव सर्वकार्येषु सर्वदा ॥
ॐ विघ्नेश्वराय वरदाय सुरप्रियाय लम्बोदराय सकलाय जगद्धिताय ।
नागाननाय श्रुतियज्ञविभूषिताय गौरीसुताय गणनाथ नमो नमस्ते ॥
मन्त्रहीनं क्रियाहीनं भक्तिहीनं विनायक ।
यत् कृतं तु मया देव परिपूर्णं तद् अस्तु ते ॥

26. Das Wassergefäß als heiligen Raum errichten

नागपाशधरं हृष्टं रक्तौघ द्युतिविग्रहम् ।
शशाङ्क धवलं ध्यायेत् वरुणं मकरासनम् ॥
वरुणं श्वेतवर्णं च पाशहस्तं रुजासनम् ।
मौक्तिकालङ्कृतं देवं तीर्थनाथम् अहं भजे ॥
अस्मिन् पूर्वस्थापित कुम्भे वरुणं ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षत पुष्पाणि समर्पयामि ॥

27. Brahma am Gefäßfuß

ब्रह्मा चतुर्मुखः पीतश् चतुर्दोर्दण्डमण्डितः ।
सृग्दण्डाक्ष कुशोपेतः सूर्यमण्डलमध्यगः ॥
द्वादशकलात्मने अर्थप्रदाय सूर्यमण्डलाय नमः ।
अस्य कुम्भस्य मूलभागे ब्रह्मं ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षत पुष्पाणि समर्पयामि ॥

28. Vishnu am Gefäßhals

विष्णुश् चतुर्भुजो मौलि शङ्ख चक्र गदाब्ज धृक् ।
नीलाम्बुद प्रतीकाशं सोममण्डलमध्यगः ॥
षोडशकलात्मने कामप्रदाय सोममण्डलाय नमः ।
अस्य कुम्भस्य कण्ठभागे विष्णुं ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षत पुष्पाणि समर्पयामि ॥

29. Rudra in der Gefäßmitte

ज्ञान शूलधरं रुद्रं नीलकण्ठं त्रिलोचनम् ।
महेश्वरं च विश्वेशं अग्निमण्डलमध्यगः ॥
दशकलात्मने धर्मप्रदाय अग्निमण्डलाय नमः ।
अस्य कुम्भस्य मध्यभागे रुद्रं ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षत पुष्पाणि समर्पयामि ॥

30. Die göttlichen Gäste willkommen heißen

आवाहिताभ्यो सर्वेभ्यो देवताभ्यो नमः ।
स्वामिनः सर्वजगन्नाथाः यावत् पूजावसानकम् ।
तावत् यूयं प्रीतिभावेन कुम्भे सन्निधिं कुरुत ॥
आवाहिता भवत स्थापिता भवत सन्निधा भवत सन्निरुद्धा भवत सन्निहिता भवत अवगुण्ठिता भवत प्रसीदत प्रसीदत स्वागतं स्वागतम् ॥

31. den angerufenen Gottheiten – Sitz

आवाहितानां सर्वासां देवतानां आसनं समर्पयामि ॥

32. den angerufenen Gottheiten – Ehrenwasser

आवाहितानां सर्वासां देवतानां अर्घ्यं समर्पयामि ॥

33. den angerufenen Gottheiten – Fußwasser

आवाहितानां सर्वासां देवतानां पाद्यं समर्पयामि ॥

34. den angerufenen Gottheiten – Wasser zur Mundreinigung

आवाहितानां सर्वासां देवतानां आचमनं समर्पयामि ॥

35. den angerufenen Gottheiten – Bad

आवाहितानां सर्वासां देवतानां स्नानं समर्पयामि ॥

36. den angerufenen Gottheiten – Gewand und heiliger Faden

आवाहितानां सर्वासां देवतानां वस्त्र उपवीतार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥

37. den angerufenen Gottheiten – Duft

आवाहितानां सर्वासां देवतानां गन्धं समर्पयामि ॥

38. den angerufenen Gottheiten – Kumkuma

आवाहितानां सर्वासां देवतानां कुङ्कुमं समर्पयामि ॥

39. Blüten für die Hüter des Wassers

ॐ वरुणाय नमः ।
ॐ प्रचेतसे नमः ।
ॐ सुरूपिणे नमः ।
ॐ अपांपतये नमः ।
ॐ मकरवाहनाय नमः ।
ॐ जलाधिपतये नमः ।
ॐ पाशहस्ताय नमः ।
ॐ वरुणाय नमः ।
ॐ ब्रह्मणे नमः ।
ॐ विष्णवे नमः ।
ॐ शिवाय नमः ।
नानाविधानि परिमल पत्र पुष्पाणि समर्पयामि ॥

40. den angerufenen Gottheiten – Räucherduft

आवाहितानां सर्वासां देवतानां धूपं समर्पयामि ॥

41. den angerufenen Gottheiten – Licht

आवाहितानां सर्वासां देवतानां दीपं समर्पयामि ॥

42. den angerufenen Gottheiten – Speise

आवाहितानां सर्वासां देवतानां नैवेद्यं समर्पयामि ॥

43. den angerufenen Gottheiten – Tambula

आवाहितानां सर्वासां देवतानां ताम्बूलं समर्पयामि ॥

44. den angerufenen Gottheiten – Arati

आवाहितानां सर्वासां देवतानां कर्पूर नीराजनं समर्पयामि ॥

45. Varunas Klarheit verehren

नमो नमस्ते स्फटिक प्रभाय सुश्वेत वस्त्राय सुमङ्गलाय ।
सुपाशहस्ताय झषासनाय जलाधिनाथाय वरुणाय नमो नमः ॥
ॐ जलबिम्बाय विद्महे नीलपुरुषाय धीमहि तन्नो वरुण प्रचोदयात् ।
ॐ वेदात्मनाय विद्महे हिरण्यगर्भाय धीमहि तन्नो ब्रह्म प्रचोदयात् ।
ॐ नारायणाय विद्महे वासुदेवाय धीमहि तन्नो विष्णु प्रचोदयात् ।
ॐ तत्पुरुषाय विद्महे महादेवाय धीमहि तन्नो रुद्र प्रचोदयात् ॥

46. Ruf und Antwort zur Wasserweihe

शिवा आपः सन्तु । सन्तु शिवा आपः ।
सौमनस्यम् अस्तु । अस्तु सौमनस्यम् ।
अक्षतं चारिष्टं चास्तु । अस्त्व् अक्षतं च अरिष्टम् ।
भवद्भिर् अनुज्ञातः पुण्याहं वाचयिष्ये । वाच्यताम् ।
प्रसीदन्तु भवन्तः । प्रसन्नाः स्मः ॥

47. Die Welt im Kalasha

कलशस्य मुखे विष्णुः कण्ठे रुद्र समाश्रितः ।
मूले तत्र स्थितो ब्रह्मा मध्ये मातृगणाः स्मृताः ॥
कुक्षौ तु सागर सर्व सप्तद्वीप वसुन्धरा ।
ऋग्वेदोऽथ यजुर्वेदः सामवेदो ह्यथर्वनः ।
अङ्गैश्च सहित सर्वे कलशाम्बु समाश्रिताः ॥
गङ्गे च यमुने चैव गोदावरी सरस्वती ।
नर्मदे सिन्धु कावेरि जलेऽस्मिन् सन्निधिं कुरु ॥
पुष्कराद्यानि तीर्थानि गङ्गाद्याः सरितस् तथा ।
आयन्तु लोकशान्त्यर्थं दुरितक्षयकारकाः ॥
अत्र गायत्री सावित्री शान्तिः पुष्टिकरि तदा ।
आयन्तु यजमानस्य दुरितक्षयकारकाः ॥
इमा आप शिवा सन्तु शुद्धा शुभाश्च निर्मला ।
पावनं शितलश्चैव पूत सूर्यस्य रश्मिभिः ॥
पूत ब्रह्म पवित्रेण पूतम् इन्द्र सुनीतिभिः ।
वरुण स्वस्त्या पुनातु यमो धर्मेण पुनातु मां ॥
सर्व तीर्थ जलं पुण्यं पावनं सर्व कारणं ।
विष्णु पादोद्भवं शुद्धं सर्व मङ्गल दायिना ॥
सर्व समुद्राः सरिताः तीर्थानि च नगा ह्रदाः ।
आयन्तु लोकशान्त्यर्थं दुरितक्षयकारकाः ॥
आपः सुमित्रियाः सन्तु भवन्त्व् ओषधयो तव ।
आपो रक्षन्तु त्वां नित्यम् आपो नारायणः स्वयम् ॥

48. Wohlergehen über dem Gefäß aussprechen

ऋद्धिर् अस्तु । समृद्धिर् अस्तु । पुण्याहसमृद्धिर् अस्तु । शान्तिर् अस्तु । पुष्टिर् अस्तु । तुष्टिर् अस्तु । वृद्धिर् अस्तु । अविघ्नम् अस्तु । आयुष्यम् अस्तु । आरोग्यम् अस्तु । शिवम् अस्तु । शिवं कर्मास्तु । कर्म समृद्धिर् अस्तु । धर्म समृद्धिर् अस्तु । वेद समृद्धिर् अस्तु । शास्त्र समृद्धिर् अस्तु । धनधान्य समृद्धिर् अस्तु । पुत्र पौत्र संपद् अस्तु । इष्ट संपद् अस्तु ॥

49. Belastendes fortgeben

सकल अरिष्ट निरसनम् अस्तु । यत् पापं रोगं शोकम् अकल्याणं तत् दूरे प्रतिहतम् अस्तु ॥

50. Segen für Menschen und Tiere

सर्व शोभनं भवतु । सर्व सम्पदाः सन्तु । शं नो अस्तु द्विपदे शं चतुष्पदे । ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥

51. Die Wasser-Gottheiten verabschieden

ॐ वरुणाय नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि ।
आवाहिताभ्यो सर्वेभ्यो देवताभ्यो नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि ॥

52. Die sieben Wassergesten und das Besprengen

इमा आपः शिवा शिवत्तमाः शान्ता शान्तत्तमाः शुभा शुभत्तमाः पूता पूतत्तमाः पुण्या पुण्यत्तमाः मेध्य मेध्यत्तमाः अमृतामृत रसाः तास् ते कृण्वन्तु भेषजम् ।
सत्यं शुद्धं तपः शुद्धं ज्ञानशुद्धं तथैव च ।
सर्वभूत दया शुद्धं जलशुद्धञ्च पञ्चम ॥
अद्भिर् गात्राणि शुध्यन्ति बुद्धिर् ज्ञानेन शुद्ध्यति ।
विद्या तपोभ्यां च भूतात्मा मनः सत्येन शुद्ध्यति ॥

53. Svasti – den Segen aller Welten erbitten

करोतु स्वस्ति ते ब्रह्मा स्वस्ति वापि द्विजातयः ।
सरिसृपाश्च ये श्रेष्टास् तेभ्यस् ते स्वस्ति सर्वदा ॥
स्वस्ति तेऽस्तु द्विपादेभ्यश् चतुष्पादेभ्य एव च ।
स्वस्त्य् अस्त्व् अपादकेभ्यश्च सर्वेभ्यः स्वस्ति सर्वदा ॥
स्वाहा स्वधा शची चैव स्वस्तिं कुर्वन्तु ते सदा ।
लक्ष्मीर् अरुन्धती चैव कुरुतां स्वस्ति तेऽनघ ॥
असितो देवलश्चैव विश्वामित्रस् तथाङ्गिराः ।
स्वस्ति तेऽद्य प्रयच्छन्तु कार्तिकेयश्च षण्मुखः ॥
विवस्वान् भगवान् स्वस्तिं करोतु तव सर्वशः ।
दिग्गजाश्चैव चत्वारः क्षितिश्च गगनं ग्रहाः ॥
अधस्ताद् धरणीं योऽसौ नागो धारयते सदा ।
शेषश्च पन्नगश्रेष्ठः स्वस्ति तुभ्यं प्रयच्छतु ॥
देवाः स्वस्ति प्रकुर्वन्तु सगणाः सायुधस् तथा ।
किन्नरा देव गन्धर्वाः साप्सराः सविनायकाः ॥
सुतले वितले देवा ह्यतले च तलेऽमराः ।
तान् सर्वान् प्रणमाम्य् अद्य स्वक्रतोः पालनाय वै ॥
भूर्लोके ये स्थिता देवा भुवर्लोके स्थिराः सदा ।
भावुके ते प्रकुर्वन्तु स्वगणाः सार संयुतः ॥
स्वर्लोक वासिनः सर्वे पुरन्दर मुखाश् चलाः ।
कुशलं च सुवाञ्छामि कर्मारम्भे विशेषतः ॥
महर्जन तपो लोके निवसन्ति सवाहनाः ।
निर्जरास् ते प्रकुर्वन्तु क्षेमं सुष्ठु प्रकाशकः ॥
सत्यलोक प्रसीदन्ति ब्रह्माणश् शिखिवाहनाः ।
त्रिदशास् ते सुखासीना भव्यं कुर्वन्तु सर्वथा ॥
रुद्रादि देवताः सर्वास् तथा वैकुण्ठवासिनः ।
सगणाः परिवारास् ते स्वस्तिं कुर्वन्तु नित्यशः ॥
शिवयागे विष्णुयागे वास्तु कर्मणि सर्वदा ।
इष्टापूर्ते महादाने तान् देवान् संस्मरेच् चिरम् ॥
ततस्तु कर्मारम्भः स्यान् निर्विघ्नेन समापयेत् ।
ये वै नैव स्मरन्त्य् एतान् तेषां नैव फलं भवेत् ॥

54. Nandimukha – dankbar die Ahnen ehren

ॐ अच्युताय नमः ।
ॐ अनन्ताय नमः ।
ॐ गोविन्दाय नमः ॥

55. Govinda um Begleitung bitten

नमो ब्रह्मण्य देवाय गोब्राह्मण हिताय च ।
जगद्धिताय कृष्णाय गोविन्दाय नमो नमः ॥
नमो नमस्ते गोविन्द पुराण पुरुषोत्तम ।
इदं श्राद्धं हृषीकेश रक्ष त्वं सर्वदा ॥

56. Nandi-Sankalpa

मम उपात्त समस्त दुरितक्षय द्वारा श्री परमेश्वर प्रीत्यर्थं पूर्व सङ्कल्पिते संस्कार अङ्गत्वेन साङ्कल्पिक नान्दीमुखानां प्रीत्यर्थं हिरण्यरूपेण नान्दि श्राद्धम् अद्य करिष्ये ॥

57. Die Gaben den Familienlinien widmen

वर्ग द्वय पिता पितामह प्रपितामहेभ्यो मातृ पितामही प्रपितामही वृद्ध प्रपितामहीभ्यो तथा द्वितीय गोत्रेभ्यो माता प्रमातामह वृद्ध प्रमातामहाभ्यो दास्यमान ब्राह्मण द्वय भोजन पर्याप्तम् अन्नं हिरण्यं वा नमः संपद्यतां वृद्धिः ॥

58. Nandi-Gaben überreichen

आम निष्क्रयणीं द्रव्यं दक्षिणां दातुम् उत्सृज्य ।
अनेन कर्मणा भगवान् महाविष्णुः प्रीयताम् ।
अनेन मया हिरण्येन कृतं नान्दी शोभन देवताः प्रियन्ताम् ॥
एको विष्णुर् महद् भूतं पृथक् भूतान्य् अनेकशः ।
त्रीन् लोकान् व्याप्य भूतात्मा भुङ्क्ते विश्वभुग् अव्ययः ॥

59. Den Ahnenritus im Frieden vollenden

ॐ द्यौः शान्तिर् अन्तरिक्षं शान्तिः पृथिवी शान्तिर् आपः शान्तिर् ओषधयः शान्तिः ।
वनस्पतयः शान्तिर् विश्वेदेवाः शान्तिर् ब्रह्म शान्तिः सर्वं शान्तिः शान्तिर् एव शान्तिः सा मा शान्तिर् एधि ।
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥

60. Lakshmi-Narayana im Kalasha einladen

नील वर्ण स्वरूपन्तु एक वक्त्रञ् चतुर्भुजम् ।
शङ्खचक्रावतारञ्चा हेमाङ्गुल्यादि भूषणम् ॥
वक्षस्थलेन कञ्चैव लक्ष्मीन् दिव्य स्वरूपकम् ।
आलिङ्गनेन हस्ताञ्च अभयन् दक्षिणे करे ॥
पीताम्बरोपवीतञ्च स्वर्णरत्न किरीटकम् ।
लक्ष्मीनारायणञ्चैवा कुम्भेऽस्मिन् सन्निधिं कुरु ॥
ॐ लक्ष्मीनारायणाभ्यां नमः । ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षतं समर्पयामि ॥

61. Lakshmi-Narayana – Sitz

ॐ लक्ष्मीनारायणाभ्यां नमः आसनं समर्पयामि ॥

62. Lakshmi-Narayana – Ehrenwasser

ॐ लक्ष्मीनारायणाभ्यां नमः अर्घ्यं समर्पयामि ॥

63. Lakshmi-Narayana – Fußwasser

ॐ लक्ष्मीनारायणाभ्यां नमः पाद्यं समर्पयामि ॥

64. Lakshmi-Narayana – Wasser zur Mundreinigung

ॐ लक्ष्मीनारायणाभ्यां नमः आचमनं समर्पयामि ॥

65. Lakshmi-Narayana – Bad

ॐ लक्ष्मीनारायणाभ्यां नमः स्नानं समर्पयामि ॥

66. Lakshmi-Narayana – Gewand und heiliger Faden

ॐ लक्ष्मीनारायणाभ्यां नमः वस्त्र उपवीतार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥

67. Lakshmi-Narayana – Duft

ॐ लक्ष्मीनारायणाभ्यां नमः गन्धं समर्पयामि ॥

68. Lakshmi-Narayana – Kumkuma

ॐ लक्ष्मीनारायणाभ्यां नमः कुङ्कुमं समर्पयामि ॥

69. Lakshmi-Narayana mit Namen und Blüten verehren

ॐ केशवाय नमः ।
ॐ नारायणाय नमः ।
ॐ माधवाय नमः ।
ॐ गोविन्दाय नमः ।
ॐ विष्णवे नमः ।
ॐ मधुसूदनाय नमः ।
ॐ त्रिविक्रमाय नमः ।
ॐ वामनाय नमः ।
ॐ श्रीधराय नमः ।
ॐ हृषीकेशाय नमः ।
ॐ पद्मनाभाय नमः ।
ॐ दामोदराय नमः ।
ॐ सङ्कर्षणाय नमः ।
ॐ वासुदेवाय नमः ।
ॐ प्रद्युम्नाय नमः ।
ॐ अनिरुद्धाय नमः ।
ॐ पुरुषोत्तमाय नमः ।
ॐ अधोक्षजाय नमः ।
ॐ नारसिंहाय नमः ।
ॐ अच्युताय नमः ।
ॐ जनार्दनाय नमः ।
ॐ उपेन्द्राय नमः ।
ॐ हरये नमः ।
ॐ कृष्णाय नमः ।

70. Zwölf Namen Lakshmis

ॐ श्रियै नमः ।
ॐ अमृतोद्भवायै नमः ।
ॐ कमलायै नमः ।
ॐ चन्द्रसोदर्यै नमः ।
ॐ विष्णुप्रियायै नमः ।
ॐ वैष्णव्यै नमः ।
ॐ वरारोहायै नमः ।
ॐ हरिवल्लभायै नमः ।
ॐ शार्ङ्गिन्यै नमः ।
ॐ देवदेविकायै नमः ।
ॐ सुरसुन्दर्यै नमः ।
ॐ सर्वाभीष्टफलप्रदायै नमः ।

71. Die Blütengaben vollenden

नानाविधानि पत्रपुष्पाणि समर्पयामि ॥

72. Lakshmi-Narayana – Räucherduft

ॐ लक्ष्मीनारायणाभ्यां नमः धूपं समर्पयामि ॥

73. Lakshmi-Narayana – Licht

ॐ लक्ष्मीनारायणाभ्यां नमः दीपं समर्पयामि ॥

74. Lakshmi-Narayana – Speise

ॐ लक्ष्मीनारायणाभ्यां नमः नैवेद्यं समर्पयामि ॥

75. Lakshmi-Narayana – Tambula

ॐ लक्ष्मीनारायणाभ्यां नमः ताम्बूलं समर्पयामि ॥

76. Lakshmi-Narayana – Arati

ॐ लक्ष्मीनारायणाभ्यां नमः कर्पूर नीराजनं समर्पयामि ॥

77. Den Feuerplatz bereiten

ॐ रुद्राय नमः ।
ॐ विष्णवे नमः ।
ॐ इन्द्राय नमः ।
ॐ यमाय नमः ।
ॐ ब्रह्मणे नमः ।
ॐ सोमाय नमः ॥

78. Das Feuer entzünden

अग्नि दूतं पुरोदधे हव्यवाहम् उपब्रुवे । देवां आसादयाद् इह ।
रं हव्यवाहम् अयं ते योनिः । ॐ पवमान नाम अग्नये नमः ॥

79. Pavamana-Agni einladen

ॐ भूर् भुवस् सुवः पवमान नाम अग्निम् आवाहयामि स्थापयामि ।
ॐ पवमान नाम अग्नये नमः सुप्रतिष्ठो वरदो भव ॥

80. Gras und Wasser um das Feuer ordnen

ॐ वरुणाय नमः । सकल आराधनैः स्वर्चितम् ॥

81. Agni betrachten

अग्निं प्रज्वलितं वन्दे जातवेदं हुताशनम् ।
सुवर्णवर्णम् अमलं सन्निधिं विश्वतोमुखम् ॥
बालार्कारुण सङ्काशं सप्तजिह्वं द्विमस्तकम् ।
अजारूढं शक्तिधरं जटामुकुटमण्डितम् ॥
ह्रीं एहि एहि सर्वामर हव्यवाह मुनिभिः ।
स्वगणैः सह अध्वरं रक्ष रक्ष नमः स्वाहा ॥

82. Brahma als Zeugen ehren

खं ब्रह्मणे नमः ब्रह्मन् इहागच्छ इहातिष्ठ । सकल आराधनैः स्वर्चितम् ॥

83. Die acht Richtungen mit Blüten verehren

ॐ इन्द्राय नमः ।
ॐ अग्नये नमः ।
ॐ यमाय नमः ।
ॐ निरृतये नमः ।
ॐ वरुणाय नमः ।
ॐ वायवे नमः ।
ॐ सोमाय नमः ।
ॐ ईशानाय नमः ॥

84. Agni in den Richtungen und im Herzen ehren

ॐ अग्नये नमः ।
ॐ जातवेदसे नमः ।
ॐ सहोजसे नमः ।
ॐ अजिराप्रभवे नमः ।
ॐ वैश्वानराय नमः ।
ॐ नर्यापसे नमः ।
ॐ पङ्क्तिराधसे नमः ।
ॐ विसर्पिणे नमः ।
ॐ यज्ञपुरुषाय नमः ।
ॐ आत्मने नमः नमः ।
सर्वेभ्यो महाजनेभ्यो नमः ॥

85. Die Opferlöffel weihen

ॐ ह्रीं इच्छाशक्त्यै नमः ।
ॐ ह्रीं ज्ञानशक्त्यै नमः ।
ॐ ह्रीं क्रियाशक्त्यै नमः ।
ॐ ह्रीं परशक्त्यै नमः ।
ॐ हां परमशिवाय नमः ॥

86. Ghee beziehungsweise Pflanzenöl weihen

ऐं । ऐं । फट् । ऐं । हुं । वं । हुं ॥

87. Die beiden Agara-Gaben

ॐ प्रजापतये स्वाहा । प्रजापतये इदं न मम ।
ॐ इन्द्राय स्वाहा । इन्द्राय इदं न मम ॥

88. Die drei Ajyabhaga-Gaben

ॐ अग्नये स्वाहा । अग्नये इदं न मम ।
ॐ सोमाय स्वाहा । सोमाय इदं न मम ।
ॐ अग्निसोमाभ्यां स्वाहा । अग्निसोमाभ्याम् इदं न मम ॥

89. Die drei Opferhölzchen

ॐ रं वैश्वानर जातवेद इहावह लोहिताक्ष सर्वकर्मणि साधय स्वाहा ।
ॐ उत्तिष्ट पुरुष हरित पिङ्गल लोहिताक्ष सर्वकर्मणि साधय मे देहि दापय स्वाहा ।
ॐ चित पिङ्गल हन हन दह दह पच पच सर्वज्ञ ज्ञापय स्वाहा ॥

90. Zwölf Gaben an den großen Purusha

ॐ नमो भगवते महापुरुषाय महाविभूतिपतये स्वाहा । भगवत इदं न मम ॥

91. Die kleine Speise empfangen

भद्रे किं त्वं पिबसि? । ह्रीं पुंसवनम् ।
भद्रे किं त्वं पिबसि? । ह्रीं पुंसवनम् ।
भद्रे किं त्वं पिबसि? । ह्रीं पुंसवनम् ॥

92. Zwölf Gaben zum Schutz des werdenden Lebens

ह्रीं हुं ये गर्भ विघ्नकर्तारो ये च गर्भ विनाशकाः ।
भूताः प्रेताः पिशाचाश्च वेताला बालघाटकाः ।
तान् सर्वान् नाशय नाशय गर्भ रक्षां कुरु स्वाहा ।
रुद्र प्रजापतये इदं न मम ॥

93. Fünf Gaben für den Mond

ह्रीं चन्द्रमसे स्वाहा । चन्द्रमसे इदं न मम ॥

94. Das Herz der Mutter segnen

ॐ ह्रीं श्रीं ॥

95. Svishtakrit – die Gaben zur Vollendung führen

यज्ञसाक्षी क्षेमकर्ता सर्वान् कामान् प्रपूरय ।
ह्रीं अग्निस्विष्टकृते स्वाहा । अग्नये स्विष्टकृते इदं न मम ॥

96. Drei Gaben der Ergänzung und Vergebung

प्रमादात् कुर्वतां कर्म प्रच्यवेत अध्वरेषु यत् ।
न्यूनं सम्पूर्णतां याति सद्यो अग्नि प्रसादतः स्वाहा । रं अग्नये इदं न मम ।
ज्ञातञ्च यद् अज्ञातञ्च यद् एव वै हुतं मया ।
न्यूनम् अतिरिक्तञ्च तत् सर्वं क्षम्यतां प्रभो स्वाहा । रं अग्नये इदं न मम ।
कर्मणेऽस्य परब्रह्मन् अयुक्तं विहितञ्च यत् ।
तच्छान्त्यै यज्ञसम्पत्त्यौ व्याहृत्या हूयते विभो स्वाहा । रं अग्नये इदं न मम ॥

97. Vier abschließende Vyahriti-Gaben

ॐ भूः स्वाहा । अग्नये इदं न मम ।
ॐ भुवः स्वाहा । वायवे इदं न मम ।
ॐ सुवः स्वाहा । सूर्याय इदं न मम ।
ॐ भूर् भुवस् सुवः स्वाहा । प्रजापतये इदं न मम ॥

98. Purnahuti – das Ganze dem Ganzen geben

पूर्णम् अदः पूर्णम् इदं पूर्णात् पूर्णम् उदच्यते ।
पूर्णस्य पूर्णम् आदाय पूर्णम् एवावशिष्यते ॥
ॐ यज्ञपते पूर्णो भवतु यज्ञ मे हृष्यन्तु यज्ञदेवताः फलानि सम्यग् यच्छन्तु स्वाहा ॥

99. Vasodhara – der feine Strom der Hingabe

शतधारं सहस्रधारम् अपरिमितधारम् अच्छिद्रम् ।
अक्षयं परमं पवित्रं भगवन् अग्नये पुनातु स्वाहा ॥

100. Das begleitende Wasser verabschieden und verteilen

ॐ वरुण यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि ।
पूर्वां दिशि मार्जनं नमः ।
दक्षिणां दिशि मार्जनं नमः ।
प्रतीच्यां दिशि मार्जनं नमः ।
उदीच्यां दिशि मार्जनं नमः ।
ऊर्ध्वां दिशि मार्जनं नमः ॥

101. Agni ehren und ins Herz zurücknehmen

रुद्रतेज समुद्भूतो वरदो हव्यवाहनः ।
अग्निर् वैश्वानरः साक्षात् तस्मै नित्यं नमो नमः ॥
यज्ञ यज्ञपतिं गच्छ यज्ञं गच्छ हुताशन ।
स्वां योनिं गच्छ यज्ञेश पूरयास्मन् मनोरथम् ॥
ॐ अग्नये नमः । अग्निम् आत्मनि उद्वासयामि ॥

103. Agni-Prarthana – die Hingabe vertiefen

नमस्ते गार्हपत्याय नमस्ते दक्षिणाग्नये ।
नम आहवनीयाय महावेद्यै नमो नमः ॥
काण्ड द्वयोपपाध्याय कर्म ब्रह्मा स्वरूपिणम् ।
स्वर्ग अपवर्ग रूपाय यज्ञेशाय नमो नमः ॥
यज्ञेशाच्युत गोविन्द माधव अनन्त केशव ।
कृष्ण विष्णो हृषीकेश वासुदेव नमोऽस्तु ते ॥
मन्त्रहीनं क्रियाहीनं भक्तिहीनं हुताशन ।
यद् हुतं तु मया देव परिपूर्णं तद् अस्तु ते ॥
प्रायश्चित्त अन्य शेषाणि तपः कर्मात्म कानि वै ।
यानि तेषाम् अशेषाणां कृष्ण अनुस्मरणं परम् ॥
प्रमादात् कुर्वतां कर्म प्रच्यवेताध्वरेषु यत् ।
स्मरणाद् एव तद् विष्णोः सम्पूर्णं स्याद् इति श्रुतिः ॥
यस्य स्मृत्या च नामोक्त्या तपो यज्ञ क्रियादिषु ।
न्यूनं सम्पूर्णतां याति सद्यो वन्दे तम् अच्युतम् ॥

104. Frieden für das Land und alle Wesen

नमो नमो वासुदेव त्वं गतिस् त्वं परायणम् ।
शरणं त्वां गतो नाथ संसारार्णव तारक ॥
आगतस् त्वं च सुमुख समचित्तेन वै पुनः ।
दिशः पश्य अधः पश्य व्याधिभ्यो रक्ष नित्यशः ॥
प्रसीदस्व सराष्ट्रस्य राज्ञः सर्वबलस्य च ।
गर्भिणीनां च वृद्धानां व्रीहीणां च गवां तथा ।
सज्जनानां च सततं शान्तिं कुरु शुभं कुरु ॥
अन्नं कुरु सुवृष्टिं च सुभिक्षम् अभयं तथा ।
राष्ट्रं प्रवर्धतु विभो शान्तिर् भवतु नित्यशः ॥
देवानां ब्राह्मणानां च भक्तानां कन्यकासु च ।
पशूनां सर्वभूतानां शान्तिर् भवतु नित्यशः ॥

105. Den Feuerabschluss im Frieden vollenden

ॐ द्यौः शान्तिर् अन्तरिक्षं शान्तिः पृथिवी शान्तिर् आपः शान्तिर् ओषधयः शान्तिः ।
वनस्पतयः शान्तिर् विश्वेदेवाः शान्तिर् ब्रह्म शान्तिः सर्वं शान्तिः शान्तिर् एव शान्तिः सा मा शान्तिर् एधि ।
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥

106. Dakshina – Dank an die Ritualleitung

गोविन्द प्रतिगृह्णाति गोविन्दाय ददाति च ।
गोविन्द धारिका द्वाभ्यां गोविन्दाय नमो नमः ॥
हिरण्यगर्भ गर्भस्थं हेमबीज विभावसोः ।
अनन्त पुण्यफलदम् अथ शान्तिं प्रयच्छ मे ॥
हरिः ॐ तत् सत् । अद्य अस्मिन् शुभ दिने एतत् कर्म पुंसवन प्रतिष्ठार्थं श्री लक्ष्मीनारायण प्रीत्यर्थं सम्पूर्ण फल सिद्ध्यर्थं पूर्व पूजित ब्राह्मणाय तुभ्यम् इदं दक्षिणां सताम्बूलं सफलम् अहं संप्रददे ॥

108. Den göttlichen Gästen danken

ॐ लक्ष्मीनारायणाभ्यां नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि ॥
ॐ श्री महागणपतये नमः यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि ।
ॐ ब्रह्मणे नमः यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि ॥

109. Den Segen empfangen

भद्रम् अस्तु शिवं चाऽस्तु महालक्ष्मी प्रसीदतु ।
रक्षन्तु त्वां सुराः सर्वे सम्पदः सन्तु सुस्थिर ॥
ऋण रोगादि दारिद्र्यं पाप क्षुत् अपमृत्यवः ।
भय शोक मनस्ताप नश्यन्तु तव सर्वदा ॥
आरोग्यं दृढगात्रत्वम् अनृण्यम् अघमोचनम् ।
अपार वश्यं निश्चिन्त्यम् आस्तिक्यं प्राप्तिर् अस्तु ते ॥
अव्याधिना शरीरेण मनसा च निराधिना ।
पूरयन्न् अर्थिनाम् आशां जीव त्वं शरदः शतम् ॥
सर्वे देवाः सगन्धर्वा ब्रह्मा विष्णु शिवादयः ।
रक्षन्तु त्वां सदा यान्तं तिष्ठन्तं निद्रयायुतम् ॥
अक्षतं चास्तु ते पुण्यं दीर्घम् आयुर् यशो बलम् ।
यद्वच् छ्रेयस्करं लोके तत्तद् अस्तु सदा तव ॥

110. Den Frieden gemeinsam tragen

ॐ द्यौः शान्तिर् अन्तरिक्षं शान्तिः पृथिवी शान्तिर् आपः शान्तिर् ओषधयः शान्तिः ।
वनस्पतयः शान्तिर् विश्वेदेवाः शान्तिर् ब्रह्म शान्तिः सर्वं शान्तिः शान्तिर् एव शान्तिः सा मा शान्तिर् एधि ।
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥

Deutsche Bedeutung

1. Achamana – innerlich und äußerlich ankommen

Om. Verehrung Achyuta, dem Unwandelbaren. Verehrung Ananta, dem Unendlichen. Verehrung Govinda, dem göttlichen Beschützer.

2. Pavitra anlegen

Rein durch Brahmas Heiligkeit, rein durch die Strahlen der Sonne: Das Wasser aller heiligen Stätten ist segensreich und läuternd, Ursprung der Reinigung.

3. Das Licht entzünden

Die großen Weisen nennen Dich Lichtgestalt und gestaltlos. Im Licht ist die göttliche Gegenwart: Verehrung Dir, dem Licht Brahmans.

4. Die Lehrer ehren

Der Guru ist Brahma, Vishnu und Maheshvara, unmittelbar das höchste Brahman; diesem ehrwürdigen Guru sei Verehrung. Verehrung dem Guru, der jene Wirklichkeit gezeigt hat, die als ungeteiltes Ganzes alles Bewegliche und Unbewegliche durchdringt. Verehrung dem Guru, der das vom Dunkel des Nichtwissens verschlossene Auge mit dem Salbstift der Erkenntnis geöffnet hat.

5. Gute Gedanken in alle Richtungen senden

Mögen wir mit festen Gliedern und offenen Sinnen Gutes hören und sehen und das uns göttlich bestimmte Leben erfüllen. Mögen Indra, Tarkshya Arishtanemi, Brihaspati, Pushan und alle Götter uns Wohlergehen geben. Mögen förderliche Gedanken aus allen Richtungen kommen; mögen die Götter uns Tag für Tag behüten. Göttlicher Savitar, führe Bedrängendes fort und schenke Deinen in Bhakti verneigten Verehrern das Gute.

6. Den Augenblick Gott anvertrauen

Das ist der günstige Augenblick, der gesegnete Tag, die Kraft der Sterne und des Mondes, die Kraft des Wissens und göttlicher Führung: Herr der Lakshmi, ich denke an Deine beiden Füße. Zur Befriedung aller Hindernisse betrachten wir den weißgewandeten, mondhellen, vierarmigen Herrn mit gütigem Gesicht.

7. Sankalpa – das konkrete Anliegen aussprechen

Hari, Om, das ist die Wahrheit. Govinda, Govinda, Govinda. In diesem guten Augenblick, unter Vishnus Führung, in der zweiten Lebenshälfte Brahmas, im Zeitalter des weißen Ebers, im Manvantara Vaivasvatas, im Kali-Zeitalter des achtundzwanzigsten Weltenzyklus und dessen erstem Abschnitt, in Jambudvipa, in der genannten Richtung von Meru, im genannten Land und Ort, im bezeichneten Jahr, Sonnenhalbjahr, in der Jahreszeit, im Monat, in der Mondhälfte, am genannten Mondtag, Wochentag und unter dem bezeichneten Mondgestirn, bei heiligen Konstellationen: an diesem gesegneten Tag. Zur Läuterung meines Handelns und zur Freude des höchsten Herrn vollziehe ich, der genannte Angehörige des genannten Gotra, für das werdende Kind meiner Frau den Ritus Pumsavana: zur Heiligung des im Mutterleib wachsenden Lebens und mit der Bitte um ein gutes Kind, das mit allen edlen Eigenschaften begabt ist.

8. Die vorbereitende Verehrung ankündigen

Als Glied dieses Ritus verehre ich zuerst Vighneshvara, damit alles ohne Hindernisse zur Vollendung komme. Zur Reinigung des inneren Wesens, des Körpers, des Hauses, des Feierplatzes und aller Geräte vollziehe ich die heilige Segens- und Wasserweihe.

9. Ganesha betrachten und einladen

Ich verneige mich vor den Lotusfüßen Vighneshvaras, Umas elefantengesichtigem Sohn, dem die Scharen der Wesen dienen, der Kapittha- und Jambu-Früchte genießt und Kummer hinwegnimmt. Wir betrachten den göttlichen Siddhi Vinayaka mit einem Stoßzahn, fächerartigen Ohren, Elefantengesicht und großem Bauch, mit Fangleine und Führungsstachel. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel. Verehrung dem großen Ganapati. Ich betrachte Dich, lade Dich ein, gebe Dir hier einen Sitz und bringe Duft, ungebrochenen Reis und Blüten dar.

10. Ganesha – Sitz

Ich bringe Ganesha einen Sitz dar.

11. Ganesha – Ehrenwasser

Ich bringe Ganesha Ehrenwasser dar.

12. Ganesha – Fußwasser

Ich bringe Ganesha Wasser für die Füße dar.

13. Ganesha – Wasser zur Mundreinigung

Ich bringe Ganesha Wasser zur Mundreinigung dar.

14. Ganesha – Bad

Ich bringe Ganesha ein Bad dar.

15. Ganesha – Gewand und heiliger Faden

Ich bringe Ganesha ungebrochenen Reis für Gewand und heiligen Faden dar.

16. Ganesha – Duft

Ich bringe Ganesha Duft dar.

17. Ganesha – Kumkuma

Ich bringe Ganesha Kumkuma dar.

18. Ganeshas achtzehn Namen

1. Verehrung dem Schöngesichtigen. 2. Verehrung dem Einstoßzahnigen. 3. Verehrung dem Gelbbraunen. 4. Verehrung dem Elefantenohrigen. 5. Verehrung dem Großbäuchigen. 6. Verehrung dem Außergewöhnlichen. 7. Verehrung dem König der Hindernisse. 8. Verehrung dem Führenden. 9. Verehrung dem mit rauchfarbenem Banner. 10. Verehrung dem Herrn der Scharen. 11. Verehrung dem mit jungem Mond. 12. Verehrung dem Elefantengesichtigen. 13. Verehrung dem mit gebogenem Rüssel. 14. Verehrung dem mit fächerartigen Ohren. 15. Verehrung Heramba, dem Beschützer. 16. Verehrung Skandas älterem Bruder. 17. Verehrung dem Vollendung schenkenden Vinayaka. 18. Verehrung dem Herrn der Hindernisse.

19. Ganesha – Räucherduft

Ich bringe Ganesha Räucherduft dar.

20. Ganesha – Licht

Ich bringe Ganesha Licht dar.

21. Ganesha – Speise

Ich bringe Ganesha Nahrung dar.

22. Ganesha – Tambula

Ich bringe Ganesha Tambula dar.

23. Ganesha – Arati

Ich bringe Ganesha das schwingende Licht dar.

24. Ganeshas Licht und die acht inneren Blüten

Mond, Sonne, Erde, Blitz und Feuer sind Deine Lichter. Du bist alles Licht; nimm dieses Lichtopfer an. Wir erkennen den Einstoßzahnigen und meditieren über den mit gebogenem Rüssel; der göttliche Dantin möge uns erleuchten. Om Gam, Verehrung Ganapati; ich zeige Dir das freudige Kampferlicht und bringe anschließend nochmals Wasser zur Mundreinigung. Nichtverletzen ist die erste Blüte, Beherrschung der Sinne eine weitere; Mitgefühl mit allen Wesen, besonders Vergebung, Friede, Tapas, Erkenntnis und Wahrhaftigkeit bilden die acht Blüten, die Gott erfreuen.

25. Ganeshas Segen erbitten

Großleibiger mit gebogenem Rüssel, strahlend wie Millionen Sonnen, mache alle meine Vorhaben stets frei von Hindernissen. Verehrung dem Herrn der Hindernisse, dem Gaben Schenkenden und Freund der Götter, dem Großbäuchigen, Allumfassenden, dem Wohl der Welt Zugewandten; Verehrung dem Elefantengesichtigen, den heiliges Wissen und Opfer schmücken, Gauris Sohn, dem Herrn der Scharen. Was ich trotz Unvollkommenheit von Mantra, Handlung und Hingabe getan habe, möge durch Dich, Vinayaka, ganz sein.

26. Das Wassergefäß als heiligen Raum errichten

Ich betrachte den freudigen Varuna, der die Schlangenschlinge hält, von rotem Glanz und mondhell leuchtend, auf dem Makara. Ich verehre den weißstrahlenden, perlengezierten Gott mit der Schlinge, den Herrn der heiligen Wasser. In diesem bereitgestellten Gefäß betrachte ich Varuna, lade ihn ein, gebe ihm einen Sitz und bringe Duft, Akshata und Blüten dar.

27. Brahma am Gefäßfuß

Brahma ist viergesichtig, gelbgewandet, mit vier Armen, Opferlöffel, Stab, Gebetskette und Kusha versehen und im Sonnenkreis gegenwärtig. Verehrung dem zwölfteiligen Sonnenkreis, der Gedeihen schenkt. Am Fuß dieses Gefäßes betrachte und rufe ich Brahma; ich bringe Duft, Akshata und Blüten dar.

28. Vishnu am Gefäßhals

Vishnu trägt Krone, Muschel, Diskus, Keule und Lotus, ist vierarmig, wie eine dunkle Regenwolke und im Mondkreis gegenwärtig. Verehrung dem sechzehnteiligen Mondkreis, der Erfüllung schenkt. Am Hals dieses Gefäßes betrachte und rufe ich Vishnu; ich bringe Duft, Akshata und Blüten dar.

29. Rudra in der Gefäßmitte

Ich betrachte Rudra mit dem Dreizack der Erkenntnis, dem blauen Hals und drei Augen, den großen Herrn und Weltenherrn im Feuerkreis. Verehrung dem zehnteiligen Feuerkreis, der Dharma schenkt. In der Mitte dieses Gefäßes betrachte und rufe ich Rudra; ich bringe Duft, Akshata und Blüten dar.

30. Die göttlichen Gäste willkommen heißen

Verehrung allen angerufenen Gottheiten. Ihr Herren der ganzen Welt, bleibt bis zum Abschluss der Verehrung liebevoll in diesem Gefäß gegenwärtig. Seid eingeladen und hier verankert, nahe und gesammelt, gegenwärtig und umhüllt; seid gnädig, willkommen, willkommen.

31. den angerufenen Gottheiten – Sitz

Ich bringe den angerufenen Gottheiten einen Sitz dar.

32. den angerufenen Gottheiten – Ehrenwasser

Ich bringe den angerufenen Gottheiten Ehrenwasser dar.

33. den angerufenen Gottheiten – Fußwasser

Ich bringe den angerufenen Gottheiten Wasser für die Füße dar.

34. den angerufenen Gottheiten – Wasser zur Mundreinigung

Ich bringe den angerufenen Gottheiten Wasser zur Mundreinigung dar.

35. den angerufenen Gottheiten – Bad

Ich bringe den angerufenen Gottheiten ein Bad dar.

36. den angerufenen Gottheiten – Gewand und heiliger Faden

Ich bringe den angerufenen Gottheiten ungebrochenen Reis für Gewand und heiligen Faden dar.

37. den angerufenen Gottheiten – Duft

Ich bringe den angerufenen Gottheiten Duft dar.

38. den angerufenen Gottheiten – Kumkuma

Ich bringe den angerufenen Gottheiten Kumkuma dar.

39. Blüten für die Hüter des Wassers

Verehrung Varuna; dem Weisen; dem Schöngeformten; dem Herrn der Wasser; dem auf dem Makara Reitenden; dem Gebieter der Gewässer; dem mit der Schlinge; Varuna; Brahma; Vishnu und Shiva. Ich bringe vielerlei duftende Blätter und Blüten dar.

40. den angerufenen Gottheiten – Räucherduft

Ich bringe den angerufenen Gottheiten Räucherduft dar.

41. den angerufenen Gottheiten – Licht

Ich bringe den angerufenen Gottheiten Licht dar.

42. den angerufenen Gottheiten – Speise

Ich bringe den angerufenen Gottheiten Nahrung dar.

43. den angerufenen Gottheiten – Tambula

Ich bringe den angerufenen Gottheiten Tambula dar.

44. den angerufenen Gottheiten – Arati

Ich bringe den angerufenen Gottheiten das schwingende Licht dar.

45. Varunas Klarheit verehren

Wiederholte Verehrung Varuna, kristallhell, weißgewandet und glückverheißend, mit der Schlinge in der Hand, auf dem Wasserwesen sitzend, dem Herrn der Gewässer. Wir erkennen den im Wasser Erscheinenden und betrachten den blauen göttlichen Geist; Varuna möge uns erleuchten. Wir erkennen das Wesen der Veden und betrachten Hiranyagarbha; Brahma möge uns erleuchten. Wir erkennen Narayana und betrachten Vasudeva; Vishnu möge uns erleuchten. Wir erkennen den höchsten Purusha und betrachten Mahadeva; Rudra möge uns erleuchten.

46. Ruf und Antwort zur Wasserweihe

Mögen die Wasser heilsam sein. – Mögen sie heilsam sein. Freude und Klarheit des Herzens seien. – So seien sie. Unversehrtheit und Wohlergehen seien. – So seien sie. Mit eurer Zustimmung werde ich den heiligen Tag verkünden. – Verkünde ihn. Seid uns gewogen. – Wir sind euch gewogen.

47. Die Welt im Kalasha

Am Mund des Kalasha ist Vishnu, am Hals Rudra, an der Basis Brahma, in der Mitte die göttlichen Mütter. In seinem Inneren ruhen alle Meere und die Erde mit ihren sieben Kontinenten. Rigveda, Yajurveda, Samaveda und Atharvaveda mit ihren Gliedern ruhen im Gefäßwasser. Ganga, Yamuna, Godavari, Sarasvati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Seid hier gegenwärtig. Heilige Wasserstätten und Ströme mögen zum Frieden der Welt und zur Läuterung kommen. Gayatri, Savitri, Friede und nährende Kraft mögen den Gastgeber läutern. Diese Wasser seien heilsam, rein, klar, kühl und durch die Sonne geläutert. Brahmas Heiligkeit, Indras gute Führung, Varunas Wohlergehen und Yamas Dharma mögen mich reinigen. Heiliges Wasser, entsprungen an Vishnus Füßen, schenke alles Gute. Meere, Flüsse, heilige Stätten, Berge und Seen seien zum Frieden der Welt gegenwärtig. Wasser und Pflanzen seien dir Freunde; Wasser behüte dich stets, denn Wasser ist Narayana selbst.

48. Wohlergehen über dem Gefäß aussprechen

Gedeihen sei; Fülle sei; dieser heilige Tag gedeihe. Friede, Nahrung, Zufriedenheit und Wachstum seien. Hindernisfreiheit, langes Leben, Gesundheit und Segen seien. Das Handeln sei gesegnet; Handlung, Dharma, Veden und heiliges Wissen mögen gedeihen. Wohlstand und Korn mögen gedeihen; Kinder und Enkel seien gesegnet; das ersehnte Gute werde erfüllt.

49. Belastendes fortgeben

Alles Bedrängende möge weichen. Was an Verfehlung, Krankheit, Kummer und Unheil besteht, möge ferngehalten werden.

50. Segen für Menschen und Tiere

Alles sei segensreich; alle Güter seien vorhanden. Wohlergehen sei den Zweibeinern, Wohlergehen den Vierbeinern. Om, Friede, Friede, Friede.

51. Die Wasser-Gottheiten verabschieden

Om. Verehrung Varuna; ich geleite Dich an Deinen eigenen Ort. Verehrung allen eingeladenen Gottheiten; ich geleite euch an euren eigenen Ort.

52. Die sieben Wassergesten und das Besprengen

Diese Wasser seien überaus heilsam, friedvoll, gesegnet, rein und heilig, voll des Nektars; mögen sie dir Heilendes bereiten. Wahrheit, Tapas, Erkenntnis, Mitgefühl mit allen Wesen und als Fünftes Wasser reinigen. Wasser reinigt den Leib, Erkenntnis den Verstand, Wissen und Tapas das innere Wesen, Wahrheit den Geist.

53. Svasti – den Segen aller Welten erbitten

Brahma, die Zweimalgeborenen und die edlen Schlangenwesen mögen dich segnen. Segen komme von Zweibeinern, Vierbeinern und fußlosen Wesen, von allen und immer. Svaha, Svadha, Shachi, Lakshmi und Arundhati mögen dir Wohlergehen schenken. Die Weisen Asita, Devala, Vishvamitra und Angiras sowie der sechsgesichtige Karttikeya mögen dich heute segnen. Vivasvan, die vier Weltenelefanten, Erde, Himmel und Gestirne mögen dir Gutes bringen. Shesha, der die Erde trägt, gewähre dir Segen. Götter mit ihren Scharen und Waffen, Kinnaras, Gandharvas, Apsaras und Vinayakas mögen Gutes wirken. Ich verneige mich vor den Unsterblichen in Sutala, Vitala und Atala, damit sie diesen Ritus behüten. Die Götter der Erden- und Zwischenwelt mit ihren Scharen mögen Gutes bereiten. Besonders zum Beginn der Handlung erbitte ich Wohlergehen von den Bewohnern der Himmelswelt unter Indras Führung. Die Unsterblichen der Welten Mahas, Jana und Tapas mit ihren Fahrzeugen mögen Geborgenheit schenken. Die göttlichen Bewohner von Satyaloka mögen sich freuen und allseits Gutes bereiten. Rudra und alle Gottheiten sowie die Bewohner Vaikunthas mit ihrem Gefolge mögen stets segnen. Bei Shiva- und Vishnu-Verehrung, Vastu-Handlungen, Opfer, gemeinnützigen Werken und großen Gaben gedenke man dieser Gottheiten. So beginne die Handlung und gelange ohne Hindernis zum Abschluss; ohne dieses Gedenken bleibt ihre Frucht aus.

54. Nandimukha – dankbar die Ahnen ehren

Om. Verehrung Achyuta, dem Unwandelbaren; Ananta, dem Unendlichen; Govinda, dem göttlichen Beschützer.

55. Govinda um Begleitung bitten

Verehrung dem göttlichen Freund des heiligen Wissens, dem Wohltäter der Kühe und Brahmanen, Krishna, Govinda, dem Wohltäter der ganzen Welt. Verehrung Dir, Govinda, uranfänglicher höchster Purusha; Herr der Sinne, behüte dieses Shraddha stets.

56. Nandi-Sankalpa

Zur Läuterung meines Handelns und zur Freude des höchsten Herrn vollziehe ich heute als Teil des angekündigten Samskara das Nandi-Shraddha in Gestalt einer Wertgabe, zur Freude der im Entschluss angerufenen Nandimukha-Ahnen.

57. Die Gaben den Familienlinien widmen

Den Ahnenreihen beider Familien – Vätern, Großvätern und Urgroßvätern, den Müttern und Großmüttern der weiteren Generationen sowie der mütterlichen Familienlinie – sei diese Verehrung gewidmet: Lebensmittel oder Wertgaben, ausreichend für die Speisung zweier Brahmanen. Möge Gedeihen entstehen.

58. Nandi-Gaben überreichen

Ich gebe die Lebensmittel und die Wertgabe hin. Durch dieses Tun möge der erhabene Mahavishnu erfreut werden; durch meinen mit Wertgaben vollzogenen Nandi-Ritus mögen die segensreichen Gottheiten erfreut werden. Der eine Vishnu ist das große Sein und erscheint vielfach als einzelne Wesen. Als innerstes Selbst durchdringt Er die drei Welten; der Unvergängliche trägt und genießt das ganze All.

59. Den Ahnenritus im Frieden vollenden

Friede sei im Himmel, Friede im Zwischenraum, Friede auf der Erde, Friede in den Wassern, Friede in den Pflanzen. Friede sei in den Bäumen, Friede in allen Göttern, Friede im Brahman, Friede in allem. Friede allein sei Friede; dieser Friede sei in mir. Om, Friede, Friede, Friede.

60. Lakshmi-Narayana im Kalasha einladen

Narayana erscheint dunkelblau mit einem Gesicht und vier Armen, mit Muschel und Diskus und goldenen Schmuckstücken. Die göttliche Gestalt Lakshmis ist an seiner Brust; er umfasst sie und zeigt mit der rechten Hand Furchtlosigkeit. Er trägt gelbes Gewand, heiligen Faden und eine Krone aus Gold und Edelsteinen. Lakshmi-Narayana, seid in diesem Gefäß gegenwärtig. Om, Verehrung Lakshmi und Narayana. Ich betrachte euch, lade euch ein, gebe euch hier einen Sitz und bringe Duft und Akshata dar.

61. Lakshmi-Narayana – Sitz

Ich bringe Lakshmi-Narayana einen Sitz dar.

62. Lakshmi-Narayana – Ehrenwasser

Ich bringe Lakshmi-Narayana Ehrenwasser dar.

63. Lakshmi-Narayana – Fußwasser

Ich bringe Lakshmi-Narayana Wasser für die Füße dar.

64. Lakshmi-Narayana – Wasser zur Mundreinigung

Ich bringe Lakshmi-Narayana Wasser zur Mundreinigung dar.

65. Lakshmi-Narayana – Bad

Ich bringe Lakshmi-Narayana ein Bad dar.

66. Lakshmi-Narayana – Gewand und heiliger Faden

Ich bringe Lakshmi-Narayana ungebrochenen Reis für Gewand und heiligen Faden dar.

67. Lakshmi-Narayana – Duft

Ich bringe Lakshmi-Narayana Duft dar.

68. Lakshmi-Narayana – Kumkuma

Ich bringe Lakshmi-Narayana Kumkuma dar.

69. Lakshmi-Narayana mit Namen und Blüten verehren

1. Verehrung Keshava, dem Schönhaarigen. 2. Verehrung Narayana, der Zuflucht aller Wesen. 3. Verehrung Madhava, dem Gemahl der Shri. 4. Verehrung Govinda, dem Beschützer. 5. Verehrung Vishnu, dem Alldurchdringenden. 6. Verehrung Madhusudana, dem Bezwinger Madhus. 7. Verehrung Trivikrama, dem Herrn der drei Schritte. 8. Verehrung Vamana, dem Zwerg. 9. Verehrung Shridhara, dem Träger der Shri. 10. Verehrung Hrishikesha, dem Herrn der Sinne. 11. Verehrung Padmanabha, dem Lotusnabeligen. 12. Verehrung Damodara, dem mit der Schnur um den Leib. 13. Verehrung Sankarshana, der zusammenziehenden Kraft. 14. Verehrung Vasudeva, dem in allem Wohnenden. 15. Verehrung Pradyumna, dem machtvoll Strahlenden. 16. Verehrung Aniruddha, dem Ungehinderten. 17. Verehrung Purushottama, dem höchsten Purusha. 18. Verehrung Adhokshaja, dem sinnlich nicht Erfassbaren. 19. Verehrung Narasimha, dem Menschenlöwen. 20. Verehrung Achyuta, dem Unwandelbaren. 21. Verehrung Janardana, dem Beschützer der Menschen. 22. Verehrung Upendra, Indras jüngerem Bruder. 23. Verehrung Hari, dem Hinwegnehmenden. 24. Verehrung Krishna, dem Dunklen.

70. Zwölf Namen Lakshmis

1. Verehrung Shri, der glückverheißenden Fülle. 2. Verehrung der aus dem Nektar Hervorgegangenen. 3. Verehrung der Lotusgöttin. 4. Verehrung der Schwester des Mondes. 5. Verehrung Vishnus Geliebter. 6. Verehrung Vaishnavi. 7. Verehrung der Anmutigen. 8. Verehrung Haris Geliebter. 9. Verehrung der mit dem Sharnga-Bogen Verbundenen. 10. Verehrung der Göttin der Götter. 11. Verehrung der Himmlischschönen. 12. Verehrung der Spenderin aller ersehnten guten Früchte.

71. Die Blütengaben vollenden

Ich bringe verschiedenartige Blätter und Blüten dar.

72. Lakshmi-Narayana – Räucherduft

Ich bringe Lakshmi-Narayana Räucherduft dar.

73. Lakshmi-Narayana – Licht

Ich bringe Lakshmi-Narayana Licht dar.

74. Lakshmi-Narayana – Speise

Ich bringe Lakshmi-Narayana Nahrung dar.

75. Lakshmi-Narayana – Tambula

Ich bringe Lakshmi-Narayana Tambula dar.

76. Lakshmi-Narayana – Arati

Ich bringe Lakshmi-Narayana das schwingende Licht dar.

77. Den Feuerplatz bereiten

Om. Verehrung Rudra; Vishnu; Indra; Yama; Brahma; Soma.

78. Das Feuer entzünden

Ich stelle Agni, den Boten, voran und rufe den Träger der Gaben: Möge er die Götter hierher führen. Ram. Träger der Opfergaben, dies ist Dein Sitz. Om, Verehrung dem Feuer namens Pavamana.

79. Pavamana-Agni einladen

Om, Erde, Zwischenraum und Himmel. Ich lade das Feuer namens Pavamana ein und gebe ihm hier seinen Sitz. Verehrung Pavamana-Agni; sei fest gegenwärtig und schenke Deinen Segen.

80. Gras und Wasser um das Feuer ordnen

Om. Verehrung Varuna; mit allen Ehren sei Dir Verehrung dargebracht.

81. Agni betrachten

Ich verehre das flammende Feuer, Jatavedas, den Empfänger der Gaben: goldfarben, rein, unmittelbar anwesend und nach allen Seiten gewandt. Es gleicht der rötlichen jungen Sonne, hat sieben Zungen und zwei Häupter, reitet auf dem Ziegenbock, trägt den Speer und eine Krone aus Haarflechten. Hrim. Komm, komm, Träger der Gaben zu allen Unsterblichen, mit den Weisen und Deinen Scharen. Behüte dieses Opfer, behüte es. Verehrung, Svaha.

82. Brahma als Zeugen ehren

Kham. Verehrung Brahma. Brahma, komme hierher, bleibe hier; alle Ehren seien Dir dargebracht.

83. Die acht Richtungen mit Blüten verehren

Om. Verehrung Indra im Osten; Agni im Südosten; Yama im Süden; Nirriti im Südwesten; Varuna im Westen; Vayu im Nordwesten; Soma im Norden; Ishana im Nordosten.

84. Agni in den Richtungen und im Herzen ehren

Verehrung Agni; Jatavedas, dem Kenner aller Geburten; dem mit Kraft Geborenen; dem Raschstrahlenden; Vaishvanara, dem alle Menschen Verbindenden; dem Wirksamen unter Menschen; dem Gedeihen Schenkenden; dem sich Ausbreitenden. Verehrung dem göttlichen Wesen des Opfers. Wiederholte Verehrung dem Atman. Verehrung allen ehrwürdigen Menschen.

85. Die Opferlöffel weihen

Om Hrim. Verehrung der Willenskraft, der Erkenntniskraft und der Handlungskraft. Om Hrim, Verehrung der höchsten Shakti. Om Ham, Verehrung dem höchsten Shiva.

86. Ghee beziehungsweise Pflanzenöl weihen

Aim ruft die Kraft klarer Erkenntnis an; Phat grenzt ab und reinigt; Hum hüllt schützend ein; Vam erinnert an nektargleiche Fülle. Die Bija-Laute haben keine gewöhnliche Satzübersetzung.

87. Die beiden Agara-Gaben

Om. Prajapati sei die Gabe geweiht. Dies gehört Prajapati, nicht mir. Om. Indra sei die Gabe geweiht. Dies gehört Indra, nicht mir.

88. Die drei Ajyabhaga-Gaben

Om. Agni sei die Gabe geweiht; dies gehört Agni, nicht mir. Om. Soma sei sie geweiht; dies gehört Soma, nicht mir. Om. Agni und Soma sei sie geweiht; dies gehört Agni und Soma, nicht mir.

89. Die drei Opferhölzchen

Om Ram. Vaishvanara, Jatavedas, Rotäugiger, führe hierher und vollende alle Handlungen, Svaha. Om, erhebe Dich, göttlicher Purusha, goldbrauner Rotäugiger; vollende die Handlungen, gib und lasse geben, Svaha. Om, leuchtend Goldbrauner, schlage und verbrenne, läutere und verwandle; Allwissender, führe zur Erkenntnis, Svaha.

90. Zwölf Gaben an den großen Purusha

Om. Verehrung dem erhabenen großen Purusha, dem Herrn höchster Fülle. Svaha. Dies gehört dem göttlichen Herrn, nicht mir.

91. Die kleine Speise empfangen

Partner: „Glückliche, was trinkst du?“ Mutter: „Hrim, Pumsavana.“ Dieser Austausch geschieht dreimal. Die Antwort benennt die gesegnete Aufnahme im Rahmen des Samskara.

92. Zwölf Gaben zum Schutz des werdenden Lebens

Hrim Hum. Diejenigen, die der Schwangerschaft Hindernisse bereiten und das werdende Leben zerstören – Bhutas, Pretas, Pishachas und kindergefährdende Vetalas –, nimm sie alle hinweg, nimm sie hinweg; beschütze das Kind im Mutterleib. Svaha. Dies gehört Rudra-Prajapati, nicht mir.

93. Fünf Gaben für den Mond

Hrim. Dem Mond sei die Gabe geweiht. Dies gehört dem Mond, nicht mir.

94. Das Herz der Mutter segnen

Om Hrim Shrim. Die Keimsilben rufen die göttliche Kraft und die segensreiche Gegenwart Lakshmis an; sie bilden keinen gewöhnlich übersetzbaren Satz.

95. Svishtakrit – die Gaben zur Vollendung führen

Du Zeuge des Opfers, der Geborgenheit schenkt, erfülle die guten Anliegen. Hrim. Agni Svishtakrit, dem Vollender des Opfers, sei die Gabe geweiht. Dies gehört Agni Svishtakrit, nicht mir.

96. Drei Gaben der Ergänzung und Vergebung

Was bei der Opferhandlung aus Unachtsamkeit fehlging, werde durch Agnis Gnade sogleich ergänzt. Svaha; Ram, dies gehört Agni, nicht mir. Was ich bewusst oder unbewusst dargebracht habe, alles Fehlende und Übermäßige verzeihe, Herr. Svaha; Ram, dies gehört Agni, nicht mir. Höchstes Brahman, Allgegenwärtiger, zur Befriedung dessen, was bei diesem Ritus unangemessen geschah, und zu seiner Vollendung werden die Weltensprüche geopfert. Svaha; Ram, dies gehört Agni, nicht mir.

97. Vier abschließende Vyahriti-Gaben

Om, Erde: Svaha. Dies gehört Agni, nicht mir. Om, Zwischenraum: Svaha. Dies gehört Vayu, nicht mir. Om, Himmel: Svaha. Dies gehört Surya, nicht mir. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Svaha. Dies gehört Prajapati, nicht mir.

98. Purnahuti – das Ganze dem Ganzen geben

Jenes ist die Fülle, dieses ist die Fülle. Aus der Fülle geht Fülle hervor. Wird der Fülle Fülle entnommen, bleibt Fülle allein. Om, Herr des Opfers, mein Opfer werde ganz. Mögen die Gottheiten des Opfers sich freuen und seine Früchte in rechter Weise schenken. Svaha.

99. Vasodhara – der feine Strom der Hingabe

Hundertströmig, tausendströmig, unermesslich strömend, ungeteilt und unerschöpflich sei die höchste Läuterung. Göttlicher Herr, sie möge Agni läutern. Svaha.

100. Das begleitende Wasser verabschieden und verteilen

Om, Varuna, ich geleite Dich an Deinen eigenen Ort. Verehrung bei der Reinigung in östlicher, südlicher, westlicher, nördlicher und oberer Richtung.

101. Agni ehren und ins Herz zurücknehmen

Aus Rudras Glanz entsprungen, Gaben schenkend und Opfergaben tragend, ist Agni unmittelbar Vaishvanara; ihm sei immer wieder Verehrung. Opferfeuer, gehe zum Herrn des Opfers, gehe in das Opfer ein, Empfänger der Gaben. Gehe an Deinen eigenen Ursprung, Herr des Opfers, und erfülle unsere Herzensanliegen. Om. Verehrung Agni; ich nehme Agnis besondere Gegenwart in mein Selbst zurück.

103. Agni-Prarthana – die Hingabe vertiefen

Verehrung dem Garhapatya-Feuer, dem südlichen Feuer, dem Ahavaniya-Feuer und dem großen Altar. Verehrung dem Herrn des Opfers, der sich in den beiden Bereichen heiligen Wissens als Handeln und Erkenntnis zeigt und zu himmlischer Freude und Befreiung führt. Herr des Opfers, Achyuta, Govinda, Madhava, Ananta, Keshava, Krishna, Vishnu, Hrishikesha und Vasudeva, Dir sei Verehrung. Was an Mantra, Handlung und Hingabe unvollständig war, möge als ganz angenommen werden. Über alle ergänzenden Buß- und Askesehandlungen hinaus steht die Erinnerung an Krishna. Was im Opfer aus Unachtsamkeit fehlging, wird durch Gedenken an Vishnu ergänzt – so lehrt die Shruti. Ich verehre Achyuta, dessen Erinnerung und Namensanrufung das Fehlende in Tapas, Opfer und heiligem Tun sogleich zur Ganzheit führen.

104. Frieden für das Land und alle Wesen

Verehrung Vasudeva. Du bist Ziel und höchste Zuflucht; bei Dir suche ich Schutz, Herr, der über den Ozean des Samsara führt. Gütig und gleichmütig bist Du gekommen; schaue in alle Richtungen und nach unten und behüte uns stets vor Krankheit. Sei dem Land, seinen Regierenden und seinen Kräften gnädig; schenke Frieden und Gutes den Schwangeren, Alten, dem Reis, den Kühen und allen rechtschaffenen Menschen. Gib Nahrung, guten Regen, Versorgung und Furchtlosigkeit; das Land gedeihe, Friede sei beständig. Friede sei bei den Göttern, Brahmanen, Verehrern, Mädchen, Tieren und allen Wesen.

105. Den Feuerabschluss im Frieden vollenden

Friede sei im Himmel, Friede im Zwischenraum, Friede auf der Erde, Friede in den Wassern, Friede in den Pflanzen. Friede sei in den Bäumen, Friede in allen Göttern, Friede im Brahman, Friede in allem. Friede allein sei Friede; dieser Friede sei in mir. Om, Friede, Friede, Friede.

106. Dakshina – Dank an die Ritualleitung

Govinda empfängt, Govinda gibt, Govinda trägt beide: Verehrung Govinda. Die goldene Gabe ruht im goldenen Weltenschoß, als leuchtender Same; sie schenke heilige Frucht und Frieden. Hari, Om, das ist die Wahrheit. An diesem guten Tag überreiche ich Dir, dem geehrten Brahmanen, diese Dakshina mit Tambula und Frucht: zur Bekräftigung dieses Ritus, zur Freude Lakshmi-Narayanas und zur Vollendung seiner Frucht.

108. Den göttlichen Gästen danken

Verehrung der im Hauptgefäß angerufenen göttlichen Gegenwart; die besondere Einladung wird dankbar aufgehoben. Om. Verehrung dem großen Ganapati; ich geleite Dich an Deinen eigenen Ort. Om. Verehrung Brahma; ich geleite Dich an Deinen eigenen Ort.

109. Den Segen empfangen

Wohlergehen und Heil seien dir beschieden; Mahalakshmi sei dir gnädig. Alle Götter mögen dich schützen; deine Güter seien beständig. Schulden, Krankheit, Armut, Unheil, Hunger, vorzeitiger Tod, Furcht, Kummer und Herzensqual mögen von dir weichen. Gesundheit, körperliche Festigkeit, Schuldenfreiheit und Befreiung von Fehlhandlungen, weitreichender Einfluss, Sorgenfreiheit und gläubiges Vertrauen mögen dir zuteilwerden. Mit gesundem Leib und unbelastetem Geist, den Hoffnungen der Bittenden entgegenkommend, mögest du hundert Herbste leben. Alle Götter mit den Gandharvas, Brahma, Vishnu und Shiva mögen dich im Gehen, Verweilen und Schlafen schützen. Dein Verdienst bleibe unversehrt; langes Leben, Ansehen und Kraft sowie alles, was in der Welt zum Wohle führt, seien stets bei dir.

110. Den Frieden gemeinsam tragen

Friede sei im Himmel, Friede im Zwischenraum, Friede auf der Erde, Friede in den Wassern, Friede in den Pflanzen. Friede sei in den Bäumen, Friede in allen Göttern, Friede im Brahman, Friede in allem. Friede allein sei Friede; dieser Friede sei in mir. Om, Friede, Friede, Friede.

Quellen und weiterführende Praxis

  • Pandit Sri Rama Acharya / Sri Rama Ramanuja Achari: Puranokta Purva Prayogam. Non-Vedic form of Hindu Sacraments, Ausgabe vom 3. November 2024, Srimatham. Hauptfolge S. 49–50; allgemeine Vorhandlungen S. 20–23, Ganesha-Gebete S. 23–24, Wasserweihe S. 26–30, zweite Svasti-Fassung S. 33–34, Nandimukha S. 35–36, Feuerbereitung und Feuerabschluss S. 37–43, Dakshina und ausgewählter vollständiger puranischer Segensblock S. 134 und 136–137. Puranokta Purva Prayoga.
  • Ergänzende Handstellungen: Tariniparijata, Anhang Atha mudrah; Sanskrit Documents, Puja-Mudras; Mantrakaumudi, Homa-Abschnitt, Verse 44–46; Vedanta Society of Southern California, Worship of Sri Ramakrishna, S. 8. Diese Belege erläutern die im Prayoga genannten Gesten.

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