Phanta

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Phanta (Sanskrit: फाण्ट phāṇṭa adj., m. und n.) ist ein Aufguss und eines der fünf grundsätzlichen Verfahren zur Herstellung pflanzlicher Auszüge (Kashaya) im Ayurveda. Phanta wird durch bloßes Übergießen und Abseihen gewonnen.

Tulsi - in Indien ein heilige Pflanze, die "Königin der Kräuter"

Phanta im Ayurveda

In der Charaka Samhita (Sutra Sthana 4.7) bezeichnet Phanta einen Aufguss, der wie folgt beschrieben wird:

क्षिप्त्वोष्नतोये मृदितं तत्फाण्टं परिकीर्तितम्|

kṣiptvoṣna-toye mṛditaṁ tat phāṇṭaṁ parikīrtitam |

Eine Substanz, die zerstoßen (Mridita), in heißes (Ushna) Wasser (Toya) geworfen und nach einiger Zeit abgeseiht wird, heißt Phanta (Aufguss). So entsteht eine heiße Infusion.

Phanta zählt zu den im Ayurveda verwendeten fünf Hauptmethoden der Pflanzenzubereitung. Diese sind:

  • Svarasa (Saft der Pflanze, der durch Stampfen und Mahlen in einer Mühle gewonnen wird)
  • Kalka (Paste: Die Kräuter werden zerkleinert und unter Beigabe von Wasser zu einem Brei zermalmt.)
  • Kvatha (Die Kräuter werden in Wasser gekocht – bis nur noch ein Viertel der ursprünglichen Menge übrig ist.)
  • Phanta
  • Hima (kalter Auszug: Kräuter werden in kaltem Wasser ziehen gelassen)

Herstellung von Phanta

Phanta kann man zwei- bis dreimal täglich trinken.

Phanta ist eine heiße Infusion (Aufguss). Dafür werden die Blätter und Samen eines oder mehrerer Kräuter mit kochendem Wasser übergossen – im Verhältnis 1:4, 1:6 oder 1:8 (ein Teil Kräuter und vier, sechs oder acht Teile Wasser). Diese Mischung lässt man ca. 12 Stunden ziehen, bevor man sie filtriert. Dies entspricht einer Dosierung von zwei Palas. Die Verwendung von Phanta eignet sich am Besten bei Beschwerden, die von Vata- und Kapha-Störungen verursacht wurden, wie etwa ein schwaches Agni (Verdauungsfeuer).

Man kann auch getrocknete Blätter und Samen verwenden, die zu einem feinen Pulver (Churna) zerstoßen werden, und dies mit kochendem Wasser übergießen. Dadurch verkürzt sich die Zeit, in der man Phanta ziehen lässt, auf zwei bis drei Stunden.

Aromatische Kräuter, nichthölzerne Pflanzenteile, Blätter und Blüten sind am Besten für die Herstellung von Phanta geeignet, da sie ihre Wirkstoffe leicht ans Wasser abgeben. Wenn ein Ayurveda Heilmittel die Wirkstoffe der Wurzeln benötigt, dann werden diese gekocht, während Blüten, Blätter usw. nur mit aufgekochtem Wasser übergossen werden, damit deren empfindlichere Wirkstoffe nicht zerstört werden.

Dosierung und Beispiel

  • 60 bis 120 ml Phanta täglich zwei- bis dreimal trinken
  • Haritaki Phanta beispielsweise findet bei Hämorrhoiden, Verstopfung und bei Verschleimungen des Dickdarms Anwendung.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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