Niruddha

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Niruddha ist im Raja Yoga der Zustand der völligen Ruhe des Geistes bei vollkommener Bewusstheit. Patanjali sagt im Yoga Sutra, dass Nirodha, die Zügelung des Geistes, wahrer Yoga ist. Wenn Niruddha erreicht ist, erfährt der Übende sein wahres Wesen, erreicht seine wahre Natur.

Niruddha ist eine der Chitta Bhumis, der 5 Zustände des Geistes. Die anderen sind Mudha, Kshipta, Vikshipta, Ekagrata.

Das Sanskritwort Niruddha

Niruddha (Sanskrit: निरुद्ध niruddha adj.) zurückgehalten, festgehalten, aufgehalten, angehalten, gehemmt, behindert; abgehalten, abgewehrt; zurückbehalten, nicht herausgegeben; eingeschlossen, eingesperrt, versperrt, verschlossen; unterdrückt, verhindert; gehalten; verstoßen; verhüllt, verdeckt; erfüllt, angefüllt.

Himmel Wasser Blatt MP900427598.JPG

Niruddha ist ein Adjektiv, das Adjektiv zu Nirodha. Niruddha kann heißen Zur-Ruhe-Gebracht, beherrscht, beruhigt.

Niruddha निरुद्ध niruddha Aussprache

Hier kannst du hören, wie das Sanskritwort Niruddha, निरुद्ध, niruddha ausgesprochen wird:

Sukadev über Niruddha

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Niruddha

Nirodha heißt, das Kontrollieren, das Beruhigen, das Zur-Ruhe-Bringen. Und Niruddha ist, wenn der Geist zur Ruhe gebracht ist, kontrolliert, beherrscht, beruhigt, ausgesetzt. Niruddha ist dann einer der fünf Zustände des Geistes. Die fünf Zustände des Geistes sind: Mudha – Trägheit und dumpf. Kshipta – unruhig. Vikshipta – konzentriert. Ekagrata – einpünktig. Niruddha – vollständige Geistesruhe. Nirodha ist das Bemühen, den Geist zur Ruhe zu bringen.

Niruddha ist, wenn der Geist zur Ruhe gebracht ist. Ist der Geist zur Ruhe gebracht, dann erfährst du deine wahre Natur. Deine wahre Natur ist Sein, Wissen und Glückseligkeit. Wenn du dich nicht gut fühlst, dann hast du deinen Geist nicht zur Ruhe gebracht. Letztlich, Vergnügen und Schmerz, Freude und Leid, all das hängt nicht mit den Umständen zusammen. Letztlich hängt es damit zusammen, wie sehr gelingt es dir, deinen Geist zur Ruhe zu bringen, wie sehr gelingt es dir, Freude in dir selbst zu finden oder auch Freude in dem, was auf dich zukommt.

Denn Atman, das Selbst, Purusha, ist überall. Du kannst das Göttliche in dir erfahren, du kannst es in deinem Gegenüber erfahren, du kannst es überall erfahren. Es sind die Vrittis, die Gedanken, die Vorstellungen, die Emotionen, die sich zwischen die Erfahrung des Glücks und deiner momentanen Bewusstheit stellen. In der Tiefe bist du Glück, Ananda. In der Tiefe bist du mit allem verbunden, Sat.

Alle möglichen Vorstellungen verhindern, dass du das erfährst. Aber du kannst Niruddha erreichen, und dann ist diese vollkommene Freude da, die unabhängig ist von allem Äußeren. Übe Nirodha, das Zur-Ruhe-Bringen des Geistes, und beherrsche deinen Geist. Ist dein Geist zur Ruhe gebracht, Niruddha, erfährst du höchstes Glück.

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