Hindi Guten Tag

Aus Yogawiki

Hindi Guten Tag: In weiten Teilen Indiens ist Namaskar नमस्कार (na-ma-skaa-r) oder auch Namaste नमस्ते (namastē) die am häufigsten genutzte Grußformel. Dabei kann sie sowohl zur Begrüßung als auch zur Verabschiedung angewandt werden. 'Namaskar' stammt von dem Sanskrit-Wort ‘Namaha’ ab, welches soviel wie ‚Ergebenheit‘ bedeutet. Der Akt des Grüßens wird auch Namaskaram, Namaskara oder Namaskar genannt.

Gruß einer indischen Tänzerin: das weitverbreitete Mudra Namaste

Wie grüße ich

Hindi Guten Tag - "Namaste" wird im modernen Indien weiterhin verwendet.

Die richtige Haltung bei der Begrüßung bzw. Verabschiedung ist von entscheidender Bedeutung. Die Haltung ist aufrecht, die Hände werden kurz vor der Brust aufeinander gelegt, die Fingerspitzen zeigen dabei nach oben. Diese Handhaltung wird als Namaskar-Mudra (auch Anjali bzw. Maskara Mudra) bezeichnet. Mudra bedeutet soviel wie ,Geste‘. Im Westen werden dabei zumeist die beiden Worte ,Namaste‘ oder ,Namaskar‘ gesagt, während man sich leicht in Richtung seines Gegenüber verneigt. Die Augen sollten während der Begrüßung geschlossen sein und keine Gegenstände in den Händen gehalten werden. In ihrer oberflächlichen Erscheinung ist diese kontaktlose Grußform dem japanischen Verbeugen oder auch dem Winken sehr ähnlich. Sie unterscheidet sich jedoch in ihrem spirituellen Gehalt.

Spirituelle Bedeutung

Namaskar/Namaste entwickelte sich aus dem Sanskritwort für ‚Ergebenheit‘. Mit dem Gruß zeigt die Seele einer Person die Ehrerbietung für die Seele einer anderen Person. Einer Überlieferung zufolge soll Mahatma Gandhi auf die Frage von Albert Einstein, was er denn mit dem Gruß Namaste ausdrücken wolle, folgendes geantwortet haben: "Ich ehre den Platz in dir, in dem das gesamte Universum wohnt. Ich ehre den Platz des Lichts, der Liebe, der Wahrheit, des Friedens und der Weisheit in dir. Ich ehre den Platz in dir, wo, wenn du dort bist und auch ich dort bin, wir beide eins sind.“

Mit dem Grüßen der Seele des anderen soll das göttliche Bewusstsein (Chaitanya) angezogen und dadurch die spirituelle Kraft beider Grüßender gesteigert werden. Es fördert nach hinduistischem Glauben auch Hingabe und Dankbarkeit.

Auf lexemischer Ebene sind Namaste und Namaskar synonym zu verwenden, beinhalten aber einen spirituellen Unterschied: Namaskar ist energetisch bzw. spirituell reiner (damit sattvischer) als Namaste.

Das Fehlen des körperlichen Kontaktes ist darauf zurückzuführen, dass davon ausgegangen wird, dass auf feinstofflicher Ebene auf diese Weise weniger negative Energien von einer Person zur anderen übertragen werden können. Entscheidend für die Qualität des Schwingungsaustausches ist jedoch die spirituelle Emotion, mit der gegrüßt wird, die negative Energien verringern oder sogar eliminieren kann.

Soll die Grußformel tiefere Ehrerbietung ausdrücken, werden die Hände angehoben und die Fingerspitzen der Zeigefinger auf die Stelle zwischen den Augen gelegt. Dort befindet sich nach hinduistischer Lehre das 'Dritte Auge'.

Das Sprechen von Namaste/Namaskar aktiviert das Äther-Element (Akasha-Tattva), während das Mudra das Erd-Element (Pruthvi-Tattva) anregt. Werden mehrere kosmische Elemente auf einmal aktiviert, beginnt mehr spirituelle Energie zu fließen.

Dass die Augen beim Gruß geschlossen bleiben sollten, liegt daran, dass so die Introspektion eine größere Tiefe erreichen kann und es leichter wird, das Göttliche in sich selbst oder dem Begrüßten zu fokussieren. Gegenstände, die in den Händen gehalten werden, führen dazu, dass die Finger meist nicht ausgestreckt werden können. Hierdurch wird der Fluss von Sattva unterbrochen und die Energie zurückgesandt.

Quelle: http://www.spiritualresearchfoundation.org/de/namaskar-und-namaste Stand 27.08.2014

Surya Namaskar

Surya Namaskar - der Gruß an die Sonne

Das Anjali-Mudra ist auch Teil der ersten Stellung des Sonnengrußes, dem Surya Namaskar.

Siehe auch

Literatur

  • Ines Fornell und Gautam Liu, Hindi bolo!: Hindi für Deutschsprachige. Lehrbuch mit CD (2013)
  • Rainer Krack, Reise Know-How Kauderwelsch Hindi - Wort für Wort (2013)
  • Hedwig Nosbers und Daniel Krasa, Einstieg Hindi: für Kurzentschlossene (2009)

Weblinks

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