Hindi Auf Wiedersehen

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Hindi Auf Wiedersehen bedeutet Namastē, नमस्ते, "Ich grüße das Göttliche in dir." oder Phir milēṅgē, फिर मिलेंगे, "Wir sehen uns." Am häufigsten wird in Hind Namaste benutzt, wobei man die Hände vor der Brust faltet. Namaste kann übersetzt werden mit "Ich grüße den göttlichen Geist in dir." Namaste stammt von dem Sanskritwort „nam“ ab, was mit "verneigen" oder "verbeugen" übersetzt wird.

Surya Namaskar - der Gruß an die Sonne

Wie verabschiede ich mich?

Abschied ist in Indien nicht so „populär“ wie in Deutschland, Inder zeigen öffentlich ungern tiefe Emotionen wie beispielsweise Abschiedstränen. Deshalb wird man beim Abschied oft gar nicht erst an den Flughafen oder zum Bahnhof begleitet. Ein einfaches "Namaste" oder "Phir milenge" und der Fahrer oder das Taxi bringt einen zum Flughafen. Ganz im Gegensatz zur Begrüßung, wo man oft überschwänglich von der ganzen Familie begrüßt und abgeholt wird.

Phir milenge (फिर मिलेंगे - phir millengee) bedeutet so viel wie ‚wir sehen uns wieder’ oder kolloquial ausgedrückt ,bis bald/später’. Phir bedeutet ‚dann’ und milenge ist der Futur Plural von ‚milna’ - d.h. treffen, gelangen, Verfügbar sein. Die Antwort lautet dann: ज़रूर मिलेंगे ‚zaroor milenge’ - (wir) werden uns mit Sicherheit wiedertreffen. Dabei heißt ‚zaroor’: ‚mit Sicherheit’. Phir Millenge ist auch der Titel eines Filmes der indischen Regisseurin Revathi aus dem Jahr 2004.

Eine weitere Variante für die Verabschiedung, aus dem Arabischen entlehnt, ist अलविदा (Alvida - allwi-dhaa). ‚Widhaa’ heißt ‚Abreise, Verlassen’. Es ist im alltäglichen Gebrauch jedoch nicht üblich und eher in lyrischen Texten, Liedern und Bollywoodfilmen anzutreffen.

Unterschiede beim Verabschieden zwischen Männern, alten Menschen und Geschäftspartnern

In Hindu wird man häufig mit "Namaste" verabschiedet. Wobei man sich grundsätzlich von alten Menschen und Respektspersonen zuerst verabschiedet. Beim Abschied von Geschäftspartnern wird öfter auch mit Händedruck verabschiedet, wobei der Gast den Händedruck annimmt und speziell bei Frauen nie selbst die Hand entgegenstreckt. Auch zu beachten gilt, dass in Indien die linke Hand als unrein gilt, da sie zur Reinigung auf der Toilette benutzt wird. Deshalb beim Händedruck generell nur die rechte Hand benutzen.

Was beim Abschied von Frauen zu beachten ist

Durch das Kastensystem in Indien steht die Frau unter dem Mann und wird als Besitz des Ehemannes, Vaters, Bruders oder ihres Sohnes betrachtet (besonders in sehr traditionellen Familien). Deshalb beim Abschied kein besonderes Augenmerk auf die Frau des Gastgebers legen, das wird als unhöflich empfunden.

Tod im Hinduismus

Im Hinduismus wird der Tod nicht wie im Christentum als endgültig gesehen, sondern als eine Chance, sich mit dem Göttlichen wieder zu vereinen. Weshalb ein Sterbender in Indien nicht klagt oder fragt warum ich, sondern sein Leid mit würde trägt und sich auf den Tod mit Gebeten, Mantra-Singen oder Meditation vorbereitet. Auch die Angehörigen nehmen den Tod ihres Familienmitgliedes ohne Verbitterung an.

In einer großen Zeremonie wird der Tote Zuhause gereinigt und aufgebart (mit dem Kopf nach Süden) und mit Opfergaben und Blumen geschmückt. Am darauffolgenden Tag gibt es eine öffentliche Verbrennungszeremonie. Zu Beginn wird der Kopf des Toten zerschlagen. Jetzt kann sich der Geist/Atman vom Leib lösen und die Person gilt als verstorben. Die Asche wird nach drei Tagen dem Ganges (oder einem anderem Heiligen Gewässer) übergeben. Der Abschied in den Tod gilt nicht als etwas, worüber man verzeifelnt, sondern als Befreiung!

Gruß einer indischen Tänzerin: das weitverbreitete Mudra Namaste

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Siehe auch

Literatur

Weblinks

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