Ganesha-Hauspuja in der Shaiva-Siddhanta-Tradition
Ganesha-Hauspuja in der Shaiva-Siddhanta-Tradition ist eine häusliche Verehrung Ganeshas, des gütigen Herrn des Anfangs. Sie bittet um Klarheit, Herzensgüte und Ganeshas Segen für das gemeinsame Leben. Ganesha wird als geliebter göttlicher Gast im eigenen Zuhause empfangen: Du bietest ihm Wasser und Blumen, schmückst seine Gestalt, reichst ein Mahl und legst ihm mit 108 Namen deine Verehrung zu Füßen. Am Ende wird das Licht zu allen Anwesenden getragen; so verbindet sich die äußere Gabe mit der inneren Bitte.

Die Anleitung folgt einer häuslichen Puja der Shaiva-Siddhanta-Tradition. Sie lässt sich allein oder gemeinsam mit der Familie feiern. Eine Person übernimmt die Handlungen und Rezitationen; die anderen können die Namen mitsprechen oder still im Geist der Hingabe teilnehmen. Die vorliegende Form ist als Morgenpuja ausgeschrieben; die klar begrenzte Abendvariante steht nach dem Ablauf.
Vorbereitung und innere Haltung
Den Altar bereiten
Stelle eine Murti oder ein Bild Ganeshas auf einen sauberen Altar. Für ein wirkliches Bad braucht die Figur ein wasserfestes Material und ein Auffanggefäß. Lege ein eigenes Tuch zum Trocknen daneben. Reinige den Platz vor Beginn und ordne die Gaben so, dass du während der Puja nicht suchen musst. Wer vor Ganesha sitzt, soll den Blick der anderen auf ihn freilassen.
Alles griffbereit
- Frisches Trinkwasser in einem Vorratsgefäß, ein kleiner Wasserbecher mit Löffel, eine Schale für dargebrachtes Wasser sowie eine getrennte Schale für Handwaschwasser. Bewahre eine kleine Portion reinen Trinkwassers für das spätere Tirtha auf.
- Eine kleine Schale ungebrochenen, ungekochten Reises und genügend einzelne Blüten, Blütenblätter oder Reisportionen für die 108 Namen und die weiteren Gaben; außerdem Blätter und Blumen für Schmuck und Schlussgabe.
- Heilige Asche, Sandelholzpaste und Kumkum; ein kleines Gewand oder ein sauberes Tuch für die Figur, soweit geeignet.
- Ein standsicherer Räucherhalter, Räucherwerk und Streichhölzer; eine Glocke.
- Eine tragbare Lampe mit drei Dochten, Ghee (bzw. Pflanzenöl), eine feuerfeste Unterlage und ein Lampenlöscher. Eine zweite kleine Lampe kann als ruhiges Altarlicht dienen.
- Ein abgedeckter Teller mit frisch zubereitetem Reis oder geschnittenem Obst und kleine Teller zum Verteilen des Prasad. Die gewählte Hauspuja verlangt weder Milchbad noch zusätzliche Milchprodukte.
Pflanzenöl ist die hier angebotene heutige vegane Materialalternative. Die überlieferten Lichtverse nennen Ghee; ihr Wortlaut und ihre Bedeutung bleiben erhalten.
Mit einem friedlichen Herzen beginnen
Komme gewaschen, in sauberer Kleidung und mit der Bereitschaft zu dienen. Lass die Vorbereitung selbst schon ein Gebet werden. Wenn du innerlich sehr aufgewühlt bist, sammle dich zunächst, versöhne dich soweit möglich und überlasse das Leiten gegebenenfalls einer anderen Person. Die benutzte Shaiva-Hausordnung verbindet die Ausführung darüber hinaus mit eigenen Reinheitsbräuchen: Sie sieht nach schwerem Zorn eine längere Pause der leitenden Person vor und kennt Pausen bei Menstruation und blutenden Wunden. Solche Regeln gehören zur konkreten Überlieferung; die häusliche Gemeinschaft richtet ihre Praxis nach ihrer eigenen geistlichen Führung aus. Für diese einfache Hauspuja wird in der Quelle keine förmliche Einweihung verlangt.
Nimm dir für den vollständigen Ablauf und einige Minuten Stille ausreichend Zeit. Stelle dir vor, dass Ganesha sich über deine Gegenwart freut. Nicht die Kostbarkeit der Gaben, sondern deine liebevolle Aufmerksamkeit macht die Begegnung lebendig.
Die vollständige Puja
1. Achamana – sich zum Gottesdienst sammeln
Wasche dich und kleide dich frisch. Verneige dich vor Ganesha und sitze so, dass die anderen den Altar sehen können. Gib mit dem Löffel in der linken Hand etwas Wasser in deine rechte Hand, spüle sie über der getrennten Handwaschschale und lasse das Wasser ablaufen. Gib für jede der folgenden drei Anrufungen frisches Trinkwasser in die rechte Hohlhand und trinke je einen kleinen Schluck. Spüle die rechte Hand anschließend wieder.
oṃ sumukhāya svāhā |
oṃ ekadantāya svāhā |
oṃ gajakarṇakāya svāhā |
Bedeutung: Om, Verehrung dem Schöngesichtigen. Om, Verehrung dem Einzähnigen. Om, Verehrung dem Elefantenohrigen.
2. Bitte um die Beseitigung der Hindernisse
Falte die Hände zum Anjali Mudra. Berühre während des Verses mit den Fingerknöcheln dreimal leicht die Schläfen; führe die Hände zum Schluss wieder vor der Brust zusammen. Schaue auf Ganeshas freundliches Gesicht: So darf auch deine innere Haltung werden.
oṃ śuklāmbaradharaṃ viṣṇuṃ śaśivarṇaṃ caturbhujam |
prasannavadanaṃ dhyāyet sarvavighnopaśāntaye ||
Bedeutung: Om. Man meditiere über den Weißgekleideten, den Alldurchdringenden, den Mondfarbenen mit vier Armen und heiterem Angesicht, damit alle Hindernisse zur Ruhe kommen.
3. Sankalpa – die Puja dem Herrn widmen
Halte etwas ungekochten, ungebrochenen Reis in der geschlossenen rechten Hand auf Brusthöhe; die linke stützt sie von unten. Setze an {Ort} den Namen deines Ortes ein. Diese durchgehende Fassung ist eine Morgenpuja und verwendet prātaḥ kāla. Auf kariṣye lege den Reis vor Ganesha. Für die letzte Zeile gib mit der linken Hand einen Löffel Wasser in die rechte und streiche beide Handflächen leicht aneinander.
oṃ adya pūrvokta evaṃguṇasakalaviśeṣeṇa viśiṣṭāyām asyāṃ śubhatithau |
oṃ mahāgaṇeśvaram uddiśya mahāgaṇeśvaraprītyarthaṃ mahāgaṇeśvaraprasādasiddhyarthaṃ yathāśakti {Ort} deśe prātaḥ kāla dhyānāvāhanādi gaṇeśapūjāṃ kariṣye |
oṃ apa upaspṛśya |
Bedeutung: Om. An diesem glückverheißenden Tag mit seinen besonderen Eigenschaften will ich hier in {Ort} am Morgen nach meinen Kräften die Puja Ganeshas vollziehen, beginnend mit Meditation und Einladung: dem großen Herrn Ganesha gewidmet, zu seiner Freude und um seine Gnade zu empfangen. Om – das Wasser berührend.
4. Einladen und einen Sitz anbieten
Lege bei dhyāyāmi, āvāhayāmi und ratnasiṃhāsanaṃ jeweils etwas Reis vor die Murti. Stelle dir Ganesha leuchtend gegenwärtig vor: Du bereitest ihm einen königlichen Sitz und empfängst ihn von Herzen.
dhyāyāmi | āvāhayāmi |
ratnasiṃhāsanaṃ samarpayāmi |
Bedeutung: Ich meditiere über dich. Ich lade dich ein. Ich bringe dir einen mit Edelsteinen geschmückten Löwenthron dar.
5. Wasser für Füße und Hände
Nimm mit der rechten Hand einen Löffel frisches Wasser, halte ihn kurz vor Ganesha und gieße ihn dann in die für dargebrachtes Wasser bestimmte Schale. Wiederhole dies für die zweite Zeile. Dieses symbolische Darbringen gilt im Folgenden bei jeder Wasserformel; das ausdrücklich genannte Bad wird über die Figur gegeben. Für Schritt 6 halte einen eigenen sauberen Tirtha-Becher bereit.
pādayoḥ pādyaṃ samarpayāmi |
hastayoḥ arghyaṃ samarpayāmi |
Bedeutung: Ich bringe Wasser für deine Füße dar. Ich bringe Ehrenwasser für deine Hände dar.
6. Wasser zum Trinken
Halte den eigens sauberen Tirtha-Becher mit Trinkwasser vor Ganesha und bringe seinen Inhalt mit dieser Formel als Trinkwasser dar. Stelle ihn anschließend bedeckt neben die übrigen Gefäße; hinein gelangen weder Blumen noch Asche oder Paste. Aus diesem so dargebrachten Wasser wird später das Tirtha verteilt. Diese Trennung der Gefäße ist eine praktische Ergänzung für die gemeinsame Hauspuja. In deiner Vorstellung nimmt Ganesha das Wasser entgegen.
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ ācamanīyaṃ samarpayāmi |
Bedeutung: Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Ich bringe Wasser zum Trinken dar.
7. Das Bad
Läute mit der linken Hand die Glocke. Tauche eine Blüte in das bereitgestellte reine Badewasser und besprenge die Figur während des Verses dreimal oder öfter behutsam. Halte den Stiel zwischen Mittel- und Ringfinger. Bei einer wasserfesten Murti kannst du das Wasser stattdessen langsam über die Figur in das Badegefäß gießen. Trockne sie danach mit dem dafür bestimmten sauberen Tuch. Ein Bild wird nur leicht vor seinem Rahmen besprengt.
oṃ surasindhusamānītaṃ suvarṇakalaśāsthitam |
snānārthaṃ gṛhyatāṃ śambho salilaṃ vimalaṃ gaṇeśa ||
gaṅgāsnānaṃ samarpayāmi |
Bedeutung: Om. Aus dem göttlichen Strom herbeigebrachtes, im goldenen Gefäß befindliches reines Wasser nimm für dein Bad entgegen, du Heilvoller, Ganesha. Ich bringe dir das Bad der Ganga dar.
8. Kleidung, heiliger Faden und Schmuck
Bei den ersten beiden Zeilen bringe je etwas Reis als Zeichen für Gewand und heiligen Faden dar. Du kannst Ganesha außerdem ein kleines Tuch umlegen. Während du ihn mit Blumen schmückst, wiederhole den Vers von oṃ gandhaṃ bis kulācalaniketana. Mit der letzten Zeile bringe Vibhuti, Sandelholzpaste und Kumkum an der dafür geeigneten Figur an. Die Shaiva-Anrufung des Andhaka-Überwinders verbindet Ganeshas Verehrung mit Shiva.
vastrārthaṃ maṅgalākṣatān samarpayāmi |
upavītārthaṃ maṅgalākṣatān samarpayāmi |
oṃ gandhaṃ gṛhāṇa surabhim andhakāsurasūdana |
kuṅkumādisamāyuktaṃ kulācalaniketana ||
divyaparimalavibhūticandanakuṅkumaṃ samarpayāmi |
Bedeutung: Als Gewand bringe ich glückverheißenden ungebrochenen Reis dar; als heiligen Faden bringe ich glückverheißenden ungebrochenen Reis dar. Om. Nimm den wohlriechenden Duft entgegen, Überwinder des Asura Andhaka, du in den großen Bergen Wohnender: Er ist mit Kumkum und weiteren Gaben verbunden. Ich bringe heilige, duftende Asche, Sandelholz und Kumkum dar.
9. Blätter und Blüten
Lege zunächst etwas Reis und dann Blätter und Blumen vor Ganesha. Jede Blüte darf Ausdruck einer guten Eigenschaft sein, die du in dir pflegen möchtest: Geduld, Freundlichkeit, Aufrichtigkeit und freudigen Dienst.
tadupari maṅgalākṣatān samarpayāmi |
pūjārthaṃ nānāvidhapatrapuṣpāṇi samarpayāmi |
Bedeutung: Darüber bringe ich glückverheißenden ungebrochenen Reis dar. Zur Verehrung bringe ich vielerlei Blätter und Blüten dar.
10. Räucherwerk
Nimm den sicheren Räucherhalter in die rechte, die Glocke in die linke Hand. Ziehe vor Ganesha drei ruhige Kreise im Uhrzeigersinn. Bei dhūpamāghrāpayāmi zeichne nach dem dritten Kreis ein Om in die Luft und hebe den Duft kurz höher. Stelle das Räucherwerk sicher ab. Bringe zu den letzten beiden Zeilen einen Löffel Wasser und etwas Reis dar.
oṃ vanaspatyudbhavair divyair nānāgandhasamanvitaiḥ |
āghreyadhūpadīpānāṃ dhūpo ’yaṃ pratigṛhyatām ||
daśāṅgaṃ guggulopetaṃ sugandhaṃ sumanoharam |
āghreyaḥ sarvadevānāṃ dhūpo ’yaṃ pratigṛhyatām ||
dhūpamāghrāpayāmi |
dhūpānantaram ācamanīyaṃ samarpayāmi |
maṅgalākṣatān samarpayāmi |
Bedeutung: Om. Diesen Rauch aus göttlichen Pflanzenstoffen mit vielerlei Düften nimm entgegen, den wohlriechenden Opferduft. Diesen aus zehn Bestandteilen bereiteten, mit Guggulu versehenen, angenehm duftenden und das Herz erfreuenden Rauch mögen alle Gottheiten entgegennehmen. Ich lasse dich den Duft genießen. Nach der Räuchergabe bringe ich Trinkwasser dar. Ich bringe glückverheißenden Reis dar.
11. Das Licht darbringen
Führe die angezündete Lampe mit drei Dochten und Ghee (bzw. Pflanzenöl) mit der rechten Hand dreimal im Uhrzeigersinn vor der Gottheit; läute links die Glocke. Zeichne nach dem dritten Kreis ein Om mit dem Licht, hebe die Lampe kurz und stelle sie ab. Auf die beiden letzten Formeln folgen Wasser und Reis. Das Licht erinnert an Ganeshas wache Unterscheidungskraft, die Dunkelheit in Klarheit verwandelt.
oṃ sājyavartitrayopetaṃ prājyamaṅgaladāyakam |
dīpaṃ paśya dayārāśe dīnabandho namo ’stu te ||
oṃ āvāhitābhyaḥ sarvābhyo devatābhyo namaḥ |
divyamaṅgaladīpaṃ sandarśayāmi |
dīpānantaram ācamanīyaṃ samarpayāmi |
maṅgalākṣatān samarpayāmi |
Bedeutung: Om. Sieh diese Lampe mit drei in Ghee getränkten Dochten, die reiches Heil verleiht, du Fülle des Mitgefühls, Freund der Bedürftigen; dir sei Verehrung. Om, Verehrung allen eingeladenen Gottheiten. Ich zeige das göttliche glückverheißende Licht. Nach der Lichtgabe bringe ich Trinkwasser und glückverheißenden Reis dar.
12. Die Speise darbringen
Decke die vorbereitete Speise auf. Führe einen Löffel Wasser im Uhrzeigersinn um den Teller und gib das Wasser in die Auffangschale. Läute sanft. Bei den drei svāhā-Anrufungen führe mit einer Blüte zwischen den Fingern den Duft der Speise zu Ganesha: Die Handfläche zeigt zunächst über dem Teller nach unten und wendet sich zur Gottheit hin nach oben. Lege die Blüte am Schluss vor ihn.
satyaṃ tvartena pariṣiñcāmi |
oṃ amṛtam astu amṛtopastaraṇam asi svāhā |
oṃ gaṇeśāya svāhā |
oṃ gaṇeśāya svāhā |
oṃ gaṇeśāya svāhā |
Bedeutung: Mit der kosmischen Wahrheit umgieße ich dich, Wahrheit. Om, möge es Nektar sein; du bist die Unterlage des Nektars, Svaha. Om, Ganesha sei diese Gabe geweiht. Om, Ganesha sei diese Gabe geweiht. Om, Ganesha sei diese Gabe geweiht.
13. Ganesha zum Mahl bitten
Halte eine Blüte oder etwas Reis vor der Brust, läute und lege die Gabe bei svīkuru vor die Gottheit. Stelle die Glocke ab, hebe beide Hände in inniger Verehrung über den Kopf und verweile: Ganesha nimmt dein Mahl an. Senke dann die Hände und sprich leise Om.
oṃ āvāhitābhyaḥ sarvābhyo devatābhyo namaḥ |
nānāvidhamahānaivedyaṃ nivedayāmi |
yathāśaktisamarpitamahānaivedyaṃ kṛpayā svīkuru |
oṃ |
Bedeutung: Om, Verehrung allen eingeladenen Gottheiten. Ich bringe diese mannigfaltige große Speisegabe dar. Nimm bitte gnädig das Mahl an, das ich nach meinen Kräften dargebracht habe. Om.
14. Ganeshas 108 Namen
Lege zu jeder vollständig gesprochenen Anrufung eine Blüte, ein Blütenblatt oder etwas Reis vor Ganesha. Die Namensfolge ist eine Girlande: Betrachte bei jedem Namen eine weitere Seite seiner Gegenwart. Gleichlautende Namen an verschiedenen Stellen gehören zur gewählten Folge und werden mitgesprochen.
| Nr. | Anrufung | Bedeutung |
|---|---|---|
| 1 | oṃ vināyakāya namaḥ | |
Verehrung dem Führer, der Hindernisse überwindet. |
| 2 | oṃ vighnarājāya namaḥ | |
Verehrung dem Herrn der Hindernisse. |
| 3 | oṃ gaurīputrāya namaḥ | |
Verehrung dem Sohn Gauris. |
| 4 | oṃ gaṇeśvarāya namaḥ | |
Verehrung dem Herrn der göttlichen Scharen. |
| 5 | oṃ skandāgrajāya namaḥ | |
Verehrung dem älteren Bruder Skandas. |
| 6 | oṃ avyayāya namaḥ | |
Verehrung dem Unvergänglichen. |
| 7 | oṃ pūtāya namaḥ | |
Verehrung dem Reinen. |
| 8 | oṃ dakṣāya namaḥ | |
Verehrung dem Geschickten. |
| 9 | oṃ adhyakṣāya namaḥ | |
Verehrung dem wachsamen Vorsteher. |
| 10 | oṃ dvijapriyāya namaḥ | |
Verehrung dem Freund der Zweimalgeborenen. |
| 11 | oṃ agnigarvacchide namaḥ | |
Verehrung dem Brecher von Agnis Stolz. |
| 12 | oṃ indraśrīpradāya namaḥ | |
Verehrung dem Geber von Indras Herrlichkeit. |
| 13 | oṃ vāṇīpradāya namaḥ | |
Verehrung dem Geber der Rede. |
| 14 | oṃ avyayāya namaḥ | |
Verehrung dem Unvergänglichen. |
| 15 | oṃ sarvasiddhipradāya namaḥ | |
Verehrung dem Geber aller Vollendungen. |
| 16 | oṃ śarvatanayāya namaḥ | |
Verehrung dem Sohn Sharvas. |
| 17 | oṃ śarvarīpriyāya namaḥ | |
Verehrung dem Freund der Nacht. |
| 18 | oṃ sarvātmakāya namaḥ | |
Verehrung dem Selbst aller Wesen. |
| 19 | oṃ sṛṣṭikartre namaḥ | |
Verehrung dem Schöpfer. |
| 20 | oṃ devāya namaḥ | |
Verehrung dem Leuchtenden. |
| 21 | oṃ anekārcitāya namaḥ | |
Verehrung dem von Vielen Verehrten. |
| 22 | oṃ śivāya namaḥ | |
Verehrung dem Heilvollen. |
| 23 | oṃ śuddhāya namaḥ | |
Verehrung dem Reinen. |
| 24 | oṃ buddhipriyāya namaḥ | |
Verehrung dem Freund der Einsicht. |
| 25 | oṃ śāntāya namaḥ | |
Verehrung dem Friedvollen. |
| 26 | oṃ brahmacāriṇe namaḥ | |
Verehrung dem in Brahmacharya Lebenden. |
| 27 | oṃ gajānanāya namaḥ | |
Verehrung dem Elefantengesichtigen. |
| 28 | oṃ dvaimāturāya namaḥ | |
Verehrung dem Zweimütterlichen. |
| 29 | oṃ munistutāya namaḥ | |
Verehrung dem von Weisen Gepriesenen. |
| 30 | oṃ bhaktavighnavināśanāya namaḥ | |
Verehrung dem Beseitiger der Hindernisse seiner Verehrer. |
| 31 | oṃ ekadantāya namaḥ | |
Verehrung dem Einzähnigen. |
| 32 | oṃ caturbāhave namaḥ | |
Verehrung dem Vierarmigen. |
| 33 | oṃ caturāya namaḥ | |
Verehrung dem Gewandten. |
| 34 | oṃ śaktisaṃyutāya namaḥ | |
Verehrung dem mit Shakti Verbundenen. |
| 35 | oṃ laṃbodarāya namaḥ | |
Verehrung dem mit großem Bauch. |
| 36 | oṃ śūrpakarṇāya namaḥ | |
Verehrung dem mit Ohren wie Worfelkörbe. |
| 37 | oṃ haraye namaḥ | |
Verehrung dem Hinwegnehmenden. |
| 38 | oṃ brahmaviduttamāya namaḥ | |
Verehrung dem Besten der Brahman-Kenner. |
| 39 | oṃ kālāya namaḥ | |
Verehrung dem Herrn der Zeit. |
| 40 | oṃ grahapataye namaḥ | |
Verehrung dem Herrn der Gestirne. |
| 41 | oṃ kāmine namaḥ | |
Verehrung dem Liebenden. |
| 42 | oṃ somasūryāgnilocanāya namaḥ | |
Verehrung dem mit Mond, Sonne und Feuer als Augen. |
| 43 | oṃ pāśāṅkuśadharāya namaḥ | |
Verehrung dem Träger von Schlinge und Elefantenhaken. |
| 44 | oṃ caṇḍāya namaḥ | |
Verehrung dem Gewaltigen. |
| 45 | oṃ guṇātītāya namaḥ | |
Verehrung dem über die Eigenschaften Hinausgehenden. |
| 46 | oṃ nirañjanāya namaḥ | |
Verehrung dem Makellosen. |
| 47 | oṃ akalmaṣāya namaḥ | |
Verehrung dem Unbefleckten. |
| 48 | oṃ svayaṃsiddhāya namaḥ | |
Verehrung dem aus sich selbst Vollendeten. |
| 49 | oṃ siddhārcitapadāmbujāya namaḥ | |
Verehrung dem, dessen Lotusfüße die Vollendeten verehren. |
| 50 | oṃ bījapūraphalāsaktāya namaḥ | |
Verehrung dem Liebhaber der Zitronatzitronenfrucht. |
| 51 | oṃ varadāya namaḥ | |
Verehrung dem Segenspender. |
| 52 | oṃ śāśvatāya namaḥ | |
Verehrung dem Ewigen. |
| 53 | oṃ kṛtine namaḥ | |
Verehrung dem Tatkräftigen. |
| 54 | oṃ dvijapriyāya namaḥ | |
Verehrung dem Freund der Zweimalgeborenen. |
| 55 | oṃ vītabhayāya namaḥ | |
Verehrung dem Furchtlosen. |
| 56 | oṃ gadine namaḥ | |
Verehrung dem Keulenträger. |
| 57 | oṃ cakriṇe namaḥ | |
Verehrung dem Diskusträger. |
| 58 | oṃ ikṣucāpadhṛte namaḥ | |
Verehrung dem Träger des Zuckerrohrbogens. |
| 59 | oṃ śrīdāya namaḥ | |
Verehrung dem Geber des Gedeihens. |
| 60 | oṃ ajāya namaḥ | |
Verehrung dem Ungeborenen. |
| 61 | oṃ utpalakarāya namaḥ | |
Verehrung dem Träger einer blauen Lotusblume. |
| 62 | oṃ śrīpataye namaḥ | |
Verehrung dem Herrn der Herrlichkeit. |
| 63 | oṃ stutiharṣitāya namaḥ | |
Verehrung dem durch Lob Erfreuten. |
| 64 | oṃ kulādribhṛte namaḥ | |
Verehrung dem Träger des großen Berges. |
| 65 | oṃ jaṭilāya namaḥ | |
Verehrung dem mit verfilztem Haar. |
| 66 | oṃ kalikalmaṣanāśanāya namaḥ | |
Verehrung dem Beseitiger der Verfehlungen des Kali Yuga. |
| 67 | oṃ candracūḍāmaṇaye namaḥ | |
Verehrung dem, dessen Kopfschmuck der Mond ist. |
| 68 | oṃ kāntāya namaḥ | |
Verehrung dem Lieblichen. |
| 69 | oṃ pāpahāriṇe namaḥ | |
Verehrung dem Tilger der Verfehlungen. |
| 70 | oṃ samāhitāya namaḥ | |
Verehrung dem in Samadhi Gesammelten. |
| 71 | oṃ āśritāya namaḥ | |
Verehrung dem, bei dem man Zuflucht nimmt. |
| 72 | oṃ śrīkarāya namaḥ | |
Verehrung dem Schöpfer des Wohlergehens. |
| 73 | oṃ saumyāya namaḥ | |
Verehrung dem Gütigen. |
| 74 | oṃ bhaktavāñchitadāyakāya namaḥ | |
Verehrung dem Erfüller der Wünsche der Gottesverehrer. |
| 75 | oṃ śāntāya namaḥ | |
Verehrung dem Friedvollen. |
| 76 | oṃ kaivalyasukhadāya namaḥ | |
Verehrung dem Spender der Freude der Befreiung. |
| 77 | oṃ saccidānandavigrahāya namaḥ | |
Verehrung dem, dessen Gestalt Sein, Bewusstsein und Wonne ist. |
| 78 | oṃ jñānine namaḥ | |
Verehrung dem Wissenden. |
| 79 | oṃ dayāyutāya namaḥ | |
Verehrung dem Mitfühlenden. |
| 80 | oṃ dāntāya namaḥ | |
Verehrung dem Selbstbeherrschten. |
| 81 | oṃ brahmadveṣavivarjitāya namaḥ | |
Verehrung dem, der ohne Abneigung gegen Brahman ist. |
| 82 | oṃ pramattadaityabhayadāya namaḥ | |
Verehrung dem, der übermütigen Dämonen Furcht bereitet. |
| 83 | oṃ śrīkaṇṭhāya namaḥ | |
Verehrung dem mit schönem Hals. |
| 84 | oṃ vibudheśvarāya namaḥ | |
Verehrung dem Herrn der Weisen. |
| 85 | oṃ rāmārcitāya namaḥ | |
Verehrung dem von Rama Verehrten. |
| 86 | oṃ vidhaye namaḥ | |
Verehrung dem Ordner. |
| 87 | oṃ nāgarājayajñopavītavate namaḥ | |
Verehrung dem, der den Schlangenkönig als heiligen Faden trägt. |
| 88 | oṃ sthūlakaṇṭhāya namaḥ | |
Verehrung dem mit kräftigem Hals. |
| 89 | oṃ svayaṃkartre namaḥ | |
Verehrung dem aus sich selbst Schaffenden. |
| 90 | oṃ sāmaghoṣapriyāya namaḥ | |
Verehrung dem Freund des Samaveda-Gesangs. |
| 91 | oṃ parasmai namaḥ | |
Verehrung dem Höchsten. |
| 92 | oṃ sthūlatuṇḍāya namaḥ | |
Verehrung dem mit mächtigem Rüssel. |
| 93 | oṃ agraṇye namaḥ | |
Verehrung dem Voranschreitenden. |
| 94 | oṃ dhīrāya namaḥ | |
Verehrung dem Standhaften. |
| 95 | oṃ vāgīśāya namaḥ | |
Verehrung dem Herrn der Rede. |
| 96 | oṃ siddhidāyakāya namaḥ | |
Verehrung dem Geber der Vollendung. |
| 97 | oṃ dūrvābilvapriyāya namaḥ | |
Verehrung dem Freund von Durva-Gras und Bilva-Blättern. |
| 98 | oṃ avyaktamūrtaye namaḥ | |
Verehrung dem, dessen Gestalt unoffenbar ist. |
| 99 | oṃ adbhutamūrtimate namaḥ | |
Verehrung dem von wunderbarer Gestalt. |
| 100 | oṃ śailendratanujotsaṅgakhelanotsukamānasāya namaḥ | |
Verehrung dem, der freudig im Schoß der Tochter des Bergkönigs spielt. |
| 101 | oṃ svalāvaṇyasudhāsārajitamanmathavigrahāya namaḥ | |
Verehrung dem, dessen Schönheit selbst Kamadeva übertrifft. |
| 102 | oṃ samastajagadādhārāya namaḥ | |
Verehrung dem Träger der ganzen Welt. |
| 103 | oṃ māyine namaḥ | |
Verehrung dem Herrn der Maya. |
| 104 | oṃ mūṣikavāhanāya namaḥ | |
Verehrung dem auf der Maus Reitenden. |
| 105 | oṃ hṛṣṭāya namaḥ | |
Verehrung dem Freudigen. |
| 106 | oṃ tuṣṭāya namaḥ | |
Verehrung dem Zufriedenen. |
| 107 | oṃ prasannātmane namaḥ | |
Verehrung dem mit heiterem Wesen. |
| 108 | oṃ sarvasiddhipradāyakāya namaḥ | |
Verehrung dem Geber aller Vollendungen. |
15. Mantra Pushpam – Blumen aus beiden Händen
Halte Blumen in beiden zur Schale gefalteten Händen vor der Brust. Sprich den Wasser- und Blütenvers. Senke am Ende die Hände etwas und lasse die Blumen sanft über die Figur fallen, sodass sich deine Dankbarkeit in einer Blütengabe ausdrückt.
oṃ yo ’pāṃ puṣpaṃ veda | puṣpavān prajāvān paśumān bhavati |
candramā vā apāṃ puṣpam | puṣpavān prajāvān paśumān bhavati |
ya evaṃ veda | yo ’pām āyatanaṃ veda | āyatanavān bhavati |
oṃ śrīmahāgaṇeśvarāya namaḥ | mantrapuṣpāñjaliṃ samarpayāmi |
Bedeutung: Om. Wer die Blüte der Wasser kennt, wird reich an Blüten, Nachkommen und Vieh. Der Mond ist die Blüte der Wasser. Wer dies erkennt, wird reich an Blüten, Nachkommen und Vieh. Wer den Grund der Wasser kennt, gewinnt festen Grund. Om, Verehrung dem großen Herrn Ganesha. Ich bringe die mit dem Mantra verbundene Blumengabe dar.
16. Arati – im Licht der Gegenwart
Nimm die Lampe mit drei Dochten und Ghee (bzw. Pflanzenöl) rechts und die Glocke links. Führe das Licht dreimal im Uhrzeigersinn vor Ganesha, zeichne mit der Flamme ein Om und hebe sie kurz an. Stelle Lampe und Glocke ab. Bringe zu den letzten zwei Formeln Wasser und Reis dar.
oṃ sājyaṃ trivartisaṃyuktaṃ vahninā yojitaṃ mayā |
gṛhāṇa maṅgalāratim īśaputra namo ’stu te ||
oṃ āvāhitābhyaḥ sarvābhyo devatābhyo namaḥ |
divyamaṅgaladīpaṃ sandarśayāmi |
ācamanīyaṃ samarpayāmi |
maṅgalākṣatān samarpayāmi |
Bedeutung: Om. Nimm diese glückverheißende Arati entgegen, die ich mit Ghee, drei Dochten und Feuer bereitet habe, Sohn des Herrn; dir sei Verehrung. Om, Verehrung allen eingeladenen Gottheiten. Ich zeige das göttliche glückverheißende Licht und bringe Trinkwasser und glückverheißenden Reis dar.
17. Den Segen des Lichtes weiterreichen
Führe eine Blüte dreimal über der brennenden Lampe im Kreis und lege sie mit den letzten Worten vor Ganesha. Falte die Hände. Reiche anschließend das Licht den Teilnehmenden, zuerst besonders geehrten Anwesenden wie Guru, Eltern oder Lehrenden, dann im Uhrzeigersinn weiter. Sie führen die Hände dreimal über die Wärme und anschließend zu den Augen, ohne die Flamme zu berühren. Wenn du allein bist, empfange den Segen selbst. Führe das Licht zuletzt noch einmal vor Ganesha und lösche die bewegliche Arati-Lampe mit einem geeigneten Löscher.
indrastomena pañcadaśena madhyam idaṃ vātena sagareṇa |
rakṣa rakṣāṃ dhārayāmi |
Bedeutung: Mit dem fünfzehnfachen Lobpreis Indras, mit dem Wind und dem Meer: Beschütze diesen mittleren Bereich. Ich nehme den Schutz an.
18. Arpanam – das Ganze Gott übergeben
Nimm etwas Reis zuerst in die linke, dann in die rechte Hand. Gib drei Löffel Wasser dazu, halte die rechte Hand über der Auffangschale und stütze sie mit der linken. Sprich die Widmung und lasse am Ende Wasser und Reis in die Schale gleiten.
anayā yathāśaktyā kṛta prātaḥ kāla pūjayā bhagavān sarvadevātmakaḥ śrīmahāgaṇeśvaraḥ suprītaḥ suprasanno varado bhavatu |
Bedeutung: Möge durch diese nach meinen Kräften vollzogene Morgenpuja der erhabene große Herr Ganesha, dessen Wesen alle Gottheiten umfasst, hocherfreut, voller Gnade und segenspendend sein.
19. Vergebung, Verneigung und innerer Abschluss
Verteile vor dem Schlussgebet die gesegneten Gaben in dieser Reihenfolge: heilige Asche, Tirtha, Sandelholzpaste, Kumkum, Speise und Blumen. Die Asche reicht die ausführende Person selbst; bei den übrigen Gaben darf jemand helfen. Verwende zum Trinken nur das eigens sauber gehaltene Trinkwasser. In dieser häuslichen Shaiva-Ordnung dient der Pujari zuerst den Anwesenden; wer allein verehrt, empfängt die Gaben selbst. Falte danach die Hände und sprich die folgenden Verse. Bei oṃ tat sat oṃ klatsche dreimal sanft in die Hände; anschließend verneigen sich alle.
oṃ āvāhanaṃ na jānāmi na jānāmi visarjanam |
pūjāṃ caiva na jānāmi kṣamyatāṃ parameśvara ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ sureśvara |
yat pūjitaṃ mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||
anyathā śaraṇaṃ nāsti tvam eva śaraṇaṃ mama |
tasmāt kāruṇyabhāvena rakṣa rakṣa gaṇeśvara ||
oṃ tat sat oṃ |
Bedeutung: Om. Ich weiß die Einladung nicht vollkommen zu vollziehen und auch nicht den Abschied; auch die Puja kenne ich nicht vollkommen. Vergib mir, höchster Herr. Was ich dir an Verehrung dargebracht habe, mag an Mantra, Handlung und Hingabe unvollständig sein: Lass es für dich vollkommen sein, göttlicher Herr. Ich habe keine andere Zuflucht; du allein bist meine Zuflucht. Darum beschütze, beschütze mich in deinem Mitgefühl, Herr Ganesha. Om, das ist das Wahre, Om.
Nach der Verneigung
Bleibe einige Minuten in stiller Meditation. Lass die Folge der Gaben nun im Herzen weiterklingen: Du hast Wasser gereicht – bringe Klarheit in deine Begegnungen; du hast Licht gezeigt – höre und handle wach; du hast Nahrung geteilt – nähre die Menschen um dich mit Freundlichkeit. So führt die Puja unmittelbar in den gelebten Yoga.
Teile das Prasad achtsam. Frische, unverdorbene essbare Gaben werden gegessen; Asche und Farbpulver bleiben davon getrennt. Das mit Blumen, Reis oder Paste vermischte Darbringungs- und Badewasser wird nicht als Trinkwasser verwendet. Gib es nach der Puja an eine geeignete Pflanze oder an einen sauberen Platz, soweit die Bestandteile dafür geeignet sind. Nimm welkende Blumen rechtzeitig ab, reinige die Gefäße und lösche alle Flammen, bevor du den Raum unbeaufsichtigt lässt. Ganeshas Bild oder Murti bleibt auf dem Altar.
Am Abend feiern
Für eine Abendpuja ersetze in Sankalpa und Schlusswidmung prātaḥ kāla durch sāyaṅkāla (सायङ्काल). Bei der Speisegabe lautet ausschließlich die erste Zeile dann:
ṛtaṃ tvā satyena pariṣiñcāmi |
ऋतं त्वा सत्येन परिषिञ्चामि।
Bedeutung: Mit der Wahrheit umgieße ich dich, kosmische Ordnung. Die übrigen Handlungen und Rezitationen bleiben gleich.
Zusammenhängende Rezitationsfassungen
Die folgenden Texte enthalten sämtliche Rezitationen der oben ausgeschriebenen Morgenpuja. Die Nummern entsprechen den Handlungsschritten. Die deutsche Bedeutung kann vor der Puja gelesen oder zwischen den Sanskritabschnitten gesprochen werden; beim Darbringen selbst führt die jeweilige Handlungserklärung.
IAST
1. Achamana – sich zum Gottesdienst sammeln
oṃ sumukhāya svāhā |
oṃ ekadantāya svāhā |
oṃ gajakarṇakāya svāhā |
2. Bitte um die Beseitigung der Hindernisse
oṃ śuklāmbaradharaṃ viṣṇuṃ śaśivarṇaṃ caturbhujam |
prasannavadanaṃ dhyāyet sarvavighnopaśāntaye ||
3. Sankalpa – die Puja dem Herrn widmen
oṃ adya pūrvokta evaṃguṇasakalaviśeṣeṇa viśiṣṭāyām asyāṃ śubhatithau |
oṃ mahāgaṇeśvaram uddiśya mahāgaṇeśvaraprītyarthaṃ mahāgaṇeśvaraprasādasiddhyarthaṃ yathāśakti {Ort} deśe prātaḥ kāla dhyānāvāhanādi gaṇeśapūjāṃ kariṣye |
oṃ apa upaspṛśya |
4. Einladen und einen Sitz anbieten
dhyāyāmi | āvāhayāmi |
ratnasiṃhāsanaṃ samarpayāmi |
5. Wasser für Füße und Hände
pādayoḥ pādyaṃ samarpayāmi |
hastayoḥ arghyaṃ samarpayāmi |
6. Wasser zum Trinken
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ ācamanīyaṃ samarpayāmi |
7. Das Bad
oṃ surasindhusamānītaṃ suvarṇakalaśāsthitam |
snānārthaṃ gṛhyatāṃ śambho salilaṃ vimalaṃ gaṇeśa ||
gaṅgāsnānaṃ samarpayāmi |
8. Kleidung, heiliger Faden und Schmuck
vastrārthaṃ maṅgalākṣatān samarpayāmi |
upavītārthaṃ maṅgalākṣatān samarpayāmi |
oṃ gandhaṃ gṛhāṇa surabhim andhakāsurasūdana |
kuṅkumādisamāyuktaṃ kulācalaniketana ||
divyaparimalavibhūticandanakuṅkumaṃ samarpayāmi |
9. Blätter und Blüten
tadupari maṅgalākṣatān samarpayāmi |
pūjārthaṃ nānāvidhapatrapuṣpāṇi samarpayāmi |
10. Räucherwerk
oṃ vanaspatyudbhavair divyair nānāgandhasamanvitaiḥ |
āghreyadhūpadīpānāṃ dhūpo ’yaṃ pratigṛhyatām ||
daśāṅgaṃ guggulopetaṃ sugandhaṃ sumanoharam |
āghreyaḥ sarvadevānāṃ dhūpo ’yaṃ pratigṛhyatām ||
dhūpamāghrāpayāmi |
dhūpānantaram ācamanīyaṃ samarpayāmi |
maṅgalākṣatān samarpayāmi |
11. Das Licht darbringen
oṃ sājyavartitrayopetaṃ prājyamaṅgaladāyakam |
dīpaṃ paśya dayārāśe dīnabandho namo ’stu te ||
oṃ āvāhitābhyaḥ sarvābhyo devatābhyo namaḥ |
divyamaṅgaladīpaṃ sandarśayāmi |
dīpānantaram ācamanīyaṃ samarpayāmi |
maṅgalākṣatān samarpayāmi |
12. Die Speise darbringen
satyaṃ tvartena pariṣiñcāmi |
oṃ amṛtam astu amṛtopastaraṇam asi svāhā |
oṃ gaṇeśāya svāhā |
oṃ gaṇeśāya svāhā |
oṃ gaṇeśāya svāhā |
13. Ganesha zum Mahl bitten
oṃ āvāhitābhyaḥ sarvābhyo devatābhyo namaḥ |
nānāvidhamahānaivedyaṃ nivedayāmi |
yathāśaktisamarpitamahānaivedyaṃ kṛpayā svīkuru |
oṃ |
14. Ganeshas 108 Namen
oṃ vināyakāya namaḥ |
oṃ vighnarājāya namaḥ |
oṃ gaurīputrāya namaḥ |
oṃ gaṇeśvarāya namaḥ |
oṃ skandāgrajāya namaḥ |
oṃ avyayāya namaḥ |
oṃ pūtāya namaḥ |
oṃ dakṣāya namaḥ |
oṃ adhyakṣāya namaḥ |
oṃ dvijapriyāya namaḥ |
oṃ agnigarvacchide namaḥ |
oṃ indraśrīpradāya namaḥ |
oṃ vāṇīpradāya namaḥ |
oṃ avyayāya namaḥ |
oṃ sarvasiddhipradāya namaḥ |
oṃ śarvatanayāya namaḥ |
oṃ śarvarīpriyāya namaḥ |
oṃ sarvātmakāya namaḥ |
oṃ sṛṣṭikartre namaḥ |
oṃ devāya namaḥ |
oṃ anekārcitāya namaḥ |
oṃ śivāya namaḥ |
oṃ śuddhāya namaḥ |
oṃ buddhipriyāya namaḥ |
oṃ śāntāya namaḥ |
oṃ brahmacāriṇe namaḥ |
oṃ gajānanāya namaḥ |
oṃ dvaimāturāya namaḥ |
oṃ munistutāya namaḥ |
oṃ bhaktavighnavināśanāya namaḥ |
oṃ ekadantāya namaḥ |
oṃ caturbāhave namaḥ |
oṃ caturāya namaḥ |
oṃ śaktisaṃyutāya namaḥ |
oṃ laṃbodarāya namaḥ |
oṃ śūrpakarṇāya namaḥ |
oṃ haraye namaḥ |
oṃ brahmaviduttamāya namaḥ |
oṃ kālāya namaḥ |
oṃ grahapataye namaḥ |
oṃ kāmine namaḥ |
oṃ somasūryāgnilocanāya namaḥ |
oṃ pāśāṅkuśadharāya namaḥ |
oṃ caṇḍāya namaḥ |
oṃ guṇātītāya namaḥ |
oṃ nirañjanāya namaḥ |
oṃ akalmaṣāya namaḥ |
oṃ svayaṃsiddhāya namaḥ |
oṃ siddhārcitapadāmbujāya namaḥ |
oṃ bījapūraphalāsaktāya namaḥ |
oṃ varadāya namaḥ |
oṃ śāśvatāya namaḥ |
oṃ kṛtine namaḥ |
oṃ dvijapriyāya namaḥ |
oṃ vītabhayāya namaḥ |
oṃ gadine namaḥ |
oṃ cakriṇe namaḥ |
oṃ ikṣucāpadhṛte namaḥ |
oṃ śrīdāya namaḥ |
oṃ ajāya namaḥ |
oṃ utpalakarāya namaḥ |
oṃ śrīpataye namaḥ |
oṃ stutiharṣitāya namaḥ |
oṃ kulādribhṛte namaḥ |
oṃ jaṭilāya namaḥ |
oṃ kalikalmaṣanāśanāya namaḥ |
oṃ candracūḍāmaṇaye namaḥ |
oṃ kāntāya namaḥ |
oṃ pāpahāriṇe namaḥ |
oṃ samāhitāya namaḥ |
oṃ āśritāya namaḥ |
oṃ śrīkarāya namaḥ |
oṃ saumyāya namaḥ |
oṃ bhaktavāñchitadāyakāya namaḥ |
oṃ śāntāya namaḥ |
oṃ kaivalyasukhadāya namaḥ |
oṃ saccidānandavigrahāya namaḥ |
oṃ jñānine namaḥ |
oṃ dayāyutāya namaḥ |
oṃ dāntāya namaḥ |
oṃ brahmadveṣavivarjitāya namaḥ |
oṃ pramattadaityabhayadāya namaḥ |
oṃ śrīkaṇṭhāya namaḥ |
oṃ vibudheśvarāya namaḥ |
oṃ rāmārcitāya namaḥ |
oṃ vidhaye namaḥ |
oṃ nāgarājayajñopavītavate namaḥ |
oṃ sthūlakaṇṭhāya namaḥ |
oṃ svayaṃkartre namaḥ |
oṃ sāmaghoṣapriyāya namaḥ |
oṃ parasmai namaḥ |
oṃ sthūlatuṇḍāya namaḥ |
oṃ agraṇye namaḥ |
oṃ dhīrāya namaḥ |
oṃ vāgīśāya namaḥ |
oṃ siddhidāyakāya namaḥ |
oṃ dūrvābilvapriyāya namaḥ |
oṃ avyaktamūrtaye namaḥ |
oṃ adbhutamūrtimate namaḥ |
oṃ śailendratanujotsaṅgakhelanotsukamānasāya namaḥ |
oṃ svalāvaṇyasudhāsārajitamanmathavigrahāya namaḥ |
oṃ samastajagadādhārāya namaḥ |
oṃ māyine namaḥ |
oṃ mūṣikavāhanāya namaḥ |
oṃ hṛṣṭāya namaḥ |
oṃ tuṣṭāya namaḥ |
oṃ prasannātmane namaḥ |
oṃ sarvasiddhipradāyakāya namaḥ |
15. Mantra Pushpam – Blumen aus beiden Händen
oṃ yo ’pāṃ puṣpaṃ veda | puṣpavān prajāvān paśumān bhavati |
candramā vā apāṃ puṣpam | puṣpavān prajāvān paśumān bhavati |
ya evaṃ veda | yo ’pām āyatanaṃ veda | āyatanavān bhavati |
oṃ śrīmahāgaṇeśvarāya namaḥ | mantrapuṣpāñjaliṃ samarpayāmi |
16. Arati – im Licht der Gegenwart
oṃ sājyaṃ trivartisaṃyuktaṃ vahninā yojitaṃ mayā |
gṛhāṇa maṅgalāratim īśaputra namo ’stu te ||
oṃ āvāhitābhyaḥ sarvābhyo devatābhyo namaḥ |
divyamaṅgaladīpaṃ sandarśayāmi |
ācamanīyaṃ samarpayāmi |
maṅgalākṣatān samarpayāmi |
17. Den Segen des Lichtes weiterreichen
indrastomena pañcadaśena madhyam idaṃ vātena sagareṇa |
rakṣa rakṣāṃ dhārayāmi |
18. Arpanam – das Ganze Gott übergeben
anayā yathāśaktyā kṛta prātaḥ kāla pūjayā bhagavān sarvadevātmakaḥ śrīmahāgaṇeśvaraḥ suprītaḥ suprasanno varado bhavatu |
19. Vergebung, Verneigung und innerer Abschluss
oṃ āvāhanaṃ na jānāmi na jānāmi visarjanam |
pūjāṃ caiva na jānāmi kṣamyatāṃ parameśvara ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ sureśvara |
yat pūjitaṃ mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||
anyathā śaraṇaṃ nāsti tvam eva śaraṇaṃ mama |
tasmāt kāruṇyabhāvena rakṣa rakṣa gaṇeśvara ||
oṃ tat sat oṃ |
Devanagari
1. Achamana – sich zum Gottesdienst sammeln
ॐ सुमुखाय स्वाहा ।
ॐ एकदन्ताय स्वाहा ।
ॐ गजकर्णकाय स्वाहा ।
2. Bitte um die Beseitigung der Hindernisse
ॐ शुक्लाम्बरधरं विष्णुं शशिवर्णं चतुर्भुजम् ।
प्रसन्नवदनं ध्यायेत् सर्वविघ्नोपशान्तये ॥
3. Sankalpa – die Puja dem Herrn widmen
ॐ अद्य पूर्वोक्त एवंगुणसकलविशेषेण विशिष्टायाम् अस्यां शुभतिथौ ।
ॐ महागणेश्वरम् उद्दिश्य महागणेश्वरप्रीत्यर्थं महागणेश्वरप्रसादसिद्ध्यर्थं यथाशक्ति {Ort} देशे प्रातः काल ध्यानावाहनादि गणेशपूजां करिष्ये ।
ॐ अप उपस्पृश्य ।
4. Einladen und einen Sitz anbieten
ध्यायामि । आवाहयामि ।
रत्नसिंहासनं समर्पयामि ।
5. Wasser für Füße und Hände
पादयोः पाद्यं समर्पयामि ।
हस्तयोः अर्घ्यं समर्पयामि ।
6. Wasser zum Trinken
ॐ भूर् भुवः सुवः आचमनीयं समर्पयामि ।
7. Das Bad
ॐ सुरसिन्धुसमानीतं सुवर्णकलशास्थितम् ।
स्नानार्थं गृह्यतां शम्भो सलिलं विमलं गणेश ॥
गङ्गास्नानं समर्पयामि ।
8. Kleidung, heiliger Faden und Schmuck
वस्त्रार्थं मङ्गलाक्षतान् समर्पयामि ।
उपवीतार्थं मङ्गलाक्षतान् समर्पयामि ।
ॐ गन्धं गृहाण सुरभिम् अन्धकासुरसूदन ।
कुङ्कुमादिसमायुक्तं कुलाचलनिकेतन ॥
दिव्यपरिमलविभूतिचन्दनकुङ्कुमं समर्पयामि ।
9. Blätter und Blüten
तदुपरि मङ्गलाक्षतान् समर्पयामि ।
पूजार्थं नानाविधपत्रपुष्पाणि समर्पयामि ।
10. Räucherwerk
ॐ वनस्पत्युद्भवैर् दिव्यैर् नानागन्धसमन्वितैः ।
आघ्रेयधूपदीपानां धूपो ’यं प्रतिगृह्यताम् ॥
दशाङ्गं गुग्गुलोपेतं सुगन्धं सुमनोहरम् ।
आघ्रेयः सर्वदेवानां धूपो ’यं प्रतिगृह्यताम् ॥
धूपमाघ्रापयामि ।
धूपानन्तरम् आचमनीयं समर्पयामि ।
मङ्गलाक्षतान् समर्पयामि ।
11. Das Licht darbringen
ॐ साज्यवर्तित्रयोपेतं प्राज्यमङ्गलदायकम् ।
दीपं पश्य दयाराशे दीनबन्धो नमो ’स्तु ते ॥
ॐ आवाहिताभ्यः सर्वाभ्यो देवताभ्यो नमः ।
दिव्यमङ्गलदीपं सन्दर्शयामि ।
दीपानन्तरम् आचमनीयं समर्पयामि ।
मङ्गलाक्षतान् समर्पयामि ।
12. Die Speise darbringen
सत्यं त्वर्तेन परिषिञ्चामि ।
ॐ अमृतम् अस्तु अमृतोपस्तरणम् असि स्वाहा ।
ॐ गणेशाय स्वाहा ।
ॐ गणेशाय स्वाहा ।
ॐ गणेशाय स्वाहा ।
13. Ganesha zum Mahl bitten
ॐ आवाहिताभ्यः सर्वाभ्यो देवताभ्यो नमः ।
नानाविधमहानैवेद्यं निवेदयामि ।
यथाशक्तिसमर्पितमहानैवेद्यं कृपया स्वीकुरु ।
ॐ ।
14. Ganeshas 108 Namen
ॐ विनायकाय नमः ।
ॐ विघ्नराजाय नमः ।
ॐ गौरीपुत्राय नमः ।
ॐ गणेश्वराय नमः ।
ॐ स्कन्दाग्रजाय नमः ।
ॐ अव्ययाय नमः ।
ॐ पूताय नमः ।
ॐ दक्षाय नमः ।
ॐ अध्यक्षाय नमः ।
ॐ द्विजप्रियाय नमः ।
ॐ अग्निगर्वच्छिदे नमः ।
ॐ इन्द्रश्रीप्रदाय नमः ।
ॐ वाणीप्रदाय नमः ।
ॐ अव्ययाय नमः ।
ॐ सर्वसिद्धिप्रदाय नमः ।
ॐ शर्वतनयाय नमः ।
ॐ शर्वरीप्रियाय नमः ।
ॐ सर्वात्मकाय नमः ।
ॐ सृष्टिकर्त्रे नमः ।
ॐ देवाय नमः ।
ॐ अनेकार्चिताय नमः ।
ॐ शिवाय नमः ।
ॐ शुद्धाय नमः ।
ॐ बुद्धिप्रियाय नमः ।
ॐ शान्ताय नमः ।
ॐ ब्रह्मचारिणे नमः ।
ॐ गजाननाय नमः ।
ॐ द्वैमातुराय नमः ।
ॐ मुनिस्तुताय नमः ।
ॐ भक्तविघ्नविनाशनाय नमः ।
ॐ एकदन्ताय नमः ।
ॐ चतुर्बाहवे नमः ।
ॐ चतुराय नमः ।
ॐ शक्तिसंयुताय नमः ।
ॐ लंबोदराय नमः ।
ॐ शूर्पकर्णाय नमः ।
ॐ हरये नमः ।
ॐ ब्रह्मविदुत्तमाय नमः ।
ॐ कालाय नमः ।
ॐ ग्रहपतये नमः ।
ॐ कामिने नमः ।
ॐ सोमसूर्याग्निलोचनाय नमः ।
ॐ पाशाङ्कुशधराय नमः ।
ॐ चण्डाय नमः ।
ॐ गुणातीताय नमः ।
ॐ निरञ्जनाय नमः ।
ॐ अकल्मषाय नमः ।
ॐ स्वयंसिद्धाय नमः ।
ॐ सिद्धार्चितपदाम्बुजाय नमः ।
ॐ बीजपूरफलासक्ताय नमः ।
ॐ वरदाय नमः ।
ॐ शाश्वताय नमः ।
ॐ कृतिने नमः ।
ॐ द्विजप्रियाय नमः ।
ॐ वीतभयाय नमः ।
ॐ गदिने नमः ।
ॐ चक्रिणे नमः ।
ॐ इक्षुचापधृते नमः ।
ॐ श्रीदाय नमः ।
ॐ अजाय नमः ।
ॐ उत्पलकराय नमः ।
ॐ श्रीपतये नमः ।
ॐ स्तुतिहर्षिताय नमः ।
ॐ कुलाद्रिभृते नमः ।
ॐ जटिलाय नमः ।
ॐ कलिकल्मषनाशनाय नमः ।
ॐ चन्द्रचूडामणये नमः ।
ॐ कान्ताय नमः ।
ॐ पापहारिणे नमः ।
ॐ समाहिताय नमः ।
ॐ आश्रिताय नमः ।
ॐ श्रीकराय नमः ।
ॐ सौम्याय नमः ।
ॐ भक्तवाञ्छितदायकाय नमः ।
ॐ शान्ताय नमः ।
ॐ कैवल्यसुखदाय नमः ।
ॐ सच्चिदानन्दविग्रहाय नमः ।
ॐ ज्ञानिने नमः ।
ॐ दयायुताय नमः ।
ॐ दान्ताय नमः ।
ॐ ब्रह्मद्वेषविवर्जिताय नमः ।
ॐ प्रमत्तदैत्यभयदाय नमः ।
ॐ श्रीकण्ठाय नमः ।
ॐ विबुधेश्वराय नमः ।
ॐ रामार्चिताय नमः ।
ॐ विधये नमः ।
ॐ नागराजयज्ञोपवीतवते नमः ।
ॐ स्थूलकण्ठाय नमः ।
ॐ स्वयंकर्त्रे नमः ।
ॐ सामघोषप्रियाय नमः ।
ॐ परस्मै नमः ।
ॐ स्थूलतुण्डाय नमः ।
ॐ अग्रण्ये नमः ।
ॐ धीराय नमः ।
ॐ वागीशाय नमः ।
ॐ सिद्धिदायकाय नमः ।
ॐ दूर्वाबिल्वप्रियाय नमः ।
ॐ अव्यक्तमूर्तये नमः ।
ॐ अद्भुतमूर्तिमते नमः ।
ॐ शैलेन्द्रतनुजोत्सङ्गखेलनोत्सुकमानसाय नमः ।
ॐ स्वलावण्यसुधासारजितमन्मथविग्रहाय नमः ।
ॐ समस्तजगदाधाराय नमः ।
ॐ मायिने नमः ।
ॐ मूषिकवाहनाय नमः ।
ॐ हृष्टाय नमः ।
ॐ तुष्टाय नमः ।
ॐ प्रसन्नात्मने नमः ।
ॐ सर्वसिद्धिप्रदायकाय नमः ।
15. Mantra Pushpam – Blumen aus beiden Händen
ॐ यो ’पां पुष्पं वेद । पुष्पवान् प्रजावान् पशुमान् भवति ।
चन्द्रमा वा अपां पुष्पम् । पुष्पवान् प्रजावान् पशुमान् भवति ।
य एवं वेद । यो ’पाम् आयतनं वेद । आयतनवान् भवति ।
ॐ श्रीमहागणेश्वराय नमः । मन्त्रपुष्पाञ्जलिं समर्पयामि ।
16. Arati – im Licht der Gegenwart
ॐ साज्यं त्रिवर्तिसंयुक्तं वह्निना योजितं मया ।
गृहाण मङ्गलारतिम् ईशपुत्र नमो ’स्तु ते ॥
ॐ आवाहिताभ्यः सर्वाभ्यो देवताभ्यो नमः ।
दिव्यमङ्गलदीपं सन्दर्शयामि ।
आचमनीयं समर्पयामि ।
मङ्गलाक्षतान् समर्पयामि ।
17. Den Segen des Lichtes weiterreichen
इन्द्रस्तोमेन पञ्चदशेन मध्यम् इदं वातेन सगरेण ।
रक्ष रक्षां धारयामि ।
18. Arpanam – das Ganze Gott übergeben
अनया यथाशक्त्या कृत प्रातः काल पूजया भगवान् सर्वदेवात्मकः श्रीमहागणेश्वरः सुप्रीतः सुप्रसन्नो वरदो भवतु ।
19. Vergebung, Verneigung und innerer Abschluss
ॐ आवाहनं न जानामि न जानामि विसर्जनम् ।
पूजां चैव न जानामि क्षम्यतां परमेश्वर ॥
मन्त्रहीनं क्रियाहीनं भक्तिहीनं सुरेश्वर ।
यत् पूजितं मया देव परिपूर्णं तद् अस्तु ते ॥
अन्यथा शरणं नास्ति त्वम् एव शरणं मम ।
तस्मात् कारुण्यभावेन रक्ष रक्ष गणेश्वर ॥
ॐ तत् सत् ॐ ।
Deutsche Bedeutung
1. Achamana – sich zum Gottesdienst sammeln
Om, Verehrung dem Schöngesichtigen. Om, Verehrung dem Einzähnigen. Om, Verehrung dem Elefantenohrigen.
2. Bitte um die Beseitigung der Hindernisse
Om. Man meditiere über den Weißgekleideten, den Alldurchdringenden, den Mondfarbenen mit vier Armen und heiterem Angesicht, damit alle Hindernisse zur Ruhe kommen.
3. Sankalpa – die Puja dem Herrn widmen
Om. An diesem glückverheißenden Tag mit seinen besonderen Eigenschaften will ich hier in {Ort} am Morgen nach meinen Kräften die Puja Ganeshas vollziehen, beginnend mit Meditation und Einladung: dem großen Herrn Ganesha gewidmet, zu seiner Freude und um seine Gnade zu empfangen. Om – das Wasser berührend.
4. Einladen und einen Sitz anbieten
Ich meditiere über dich. Ich lade dich ein. Ich bringe dir einen mit Edelsteinen geschmückten Löwenthron dar.
5. Wasser für Füße und Hände
Ich bringe Wasser für deine Füße dar. Ich bringe Ehrenwasser für deine Hände dar.
6. Wasser zum Trinken
Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Ich bringe Wasser zum Trinken dar.
7. Das Bad
Om. Aus dem göttlichen Strom herbeigebrachtes, im goldenen Gefäß befindliches reines Wasser nimm für dein Bad entgegen, du Heilvoller, Ganesha. Ich bringe dir das Bad der Ganga dar.
8. Kleidung, heiliger Faden und Schmuck
Als Gewand bringe ich glückverheißenden ungebrochenen Reis dar; als heiligen Faden bringe ich glückverheißenden ungebrochenen Reis dar. Om. Nimm den wohlriechenden Duft entgegen, Überwinder des Asura Andhaka, du in den großen Bergen Wohnender: Er ist mit Kumkum und weiteren Gaben verbunden. Ich bringe heilige, duftende Asche, Sandelholz und Kumkum dar.
9. Blätter und Blüten
Darüber bringe ich glückverheißenden ungebrochenen Reis dar. Zur Verehrung bringe ich vielerlei Blätter und Blüten dar.
10. Räucherwerk
Om. Diesen Rauch aus göttlichen Pflanzenstoffen mit vielerlei Düften nimm entgegen, den wohlriechenden Opferduft. Diesen aus zehn Bestandteilen bereiteten, mit Guggulu versehenen, angenehm duftenden und das Herz erfreuenden Rauch mögen alle Gottheiten entgegennehmen. Ich lasse dich den Duft genießen. Nach der Räuchergabe bringe ich Trinkwasser dar. Ich bringe glückverheißenden Reis dar.
11. Das Licht darbringen
Om. Sieh diese Lampe mit drei in Ghee getränkten Dochten, die reiches Heil verleiht, du Fülle des Mitgefühls, Freund der Bedürftigen; dir sei Verehrung. Om, Verehrung allen eingeladenen Gottheiten. Ich zeige das göttliche glückverheißende Licht. Nach der Lichtgabe bringe ich Trinkwasser und glückverheißenden Reis dar.
12. Die Speise darbringen
Mit der kosmischen Wahrheit umgieße ich dich, Wahrheit. Om, möge es Nektar sein; du bist die Unterlage des Nektars, Svaha. Om, Ganesha sei diese Gabe geweiht. Om, Ganesha sei diese Gabe geweiht. Om, Ganesha sei diese Gabe geweiht.
13. Ganesha zum Mahl bitten
Om, Verehrung allen eingeladenen Gottheiten. Ich bringe diese mannigfaltige große Speisegabe dar. Nimm bitte gnädig das Mahl an, das ich nach meinen Kräften dargebracht habe. Om.
14. Ganeshas 108 Namen
Verehrung dem Führer, der Hindernisse überwindet.
Verehrung dem Herrn der Hindernisse.
Verehrung dem Sohn Gauris.
Verehrung dem Herrn der göttlichen Scharen.
Verehrung dem älteren Bruder Skandas.
Verehrung dem Unvergänglichen.
Verehrung dem Reinen.
Verehrung dem Geschickten.
Verehrung dem wachsamen Vorsteher.
Verehrung dem Freund der Zweimalgeborenen.
Verehrung dem Brecher von Agnis Stolz.
Verehrung dem Geber von Indras Herrlichkeit.
Verehrung dem Geber der Rede.
Verehrung dem Unvergänglichen.
Verehrung dem Geber aller Vollendungen.
Verehrung dem Sohn Sharvas.
Verehrung dem Freund der Nacht.
Verehrung dem Selbst aller Wesen.
Verehrung dem Schöpfer.
Verehrung dem Leuchtenden.
Verehrung dem von Vielen Verehrten.
Verehrung dem Heilvollen.
Verehrung dem Reinen.
Verehrung dem Freund der Einsicht.
Verehrung dem Friedvollen.
Verehrung dem in Brahmacharya Lebenden.
Verehrung dem Elefantengesichtigen.
Verehrung dem Zweimütterlichen.
Verehrung dem von Weisen Gepriesenen.
Verehrung dem Beseitiger der Hindernisse seiner Verehrer.
Verehrung dem Einzähnigen.
Verehrung dem Vierarmigen.
Verehrung dem Gewandten.
Verehrung dem mit Shakti Verbundenen.
Verehrung dem mit großem Bauch.
Verehrung dem mit Ohren wie Worfelkörbe.
Verehrung dem Hinwegnehmenden.
Verehrung dem Besten der Brahman-Kenner.
Verehrung dem Herrn der Zeit.
Verehrung dem Herrn der Gestirne.
Verehrung dem Liebenden.
Verehrung dem mit Mond, Sonne und Feuer als Augen.
Verehrung dem Träger von Schlinge und Elefantenhaken.
Verehrung dem Gewaltigen.
Verehrung dem über die Eigenschaften Hinausgehenden.
Verehrung dem Makellosen.
Verehrung dem Unbefleckten.
Verehrung dem aus sich selbst Vollendeten.
Verehrung dem, dessen Lotusfüße die Vollendeten verehren.
Verehrung dem Liebhaber der Zitronatzitronenfrucht.
Verehrung dem Segenspender.
Verehrung dem Ewigen.
Verehrung dem Tatkräftigen.
Verehrung dem Freund der Zweimalgeborenen.
Verehrung dem Furchtlosen.
Verehrung dem Keulenträger.
Verehrung dem Diskusträger.
Verehrung dem Träger des Zuckerrohrbogens.
Verehrung dem Geber des Gedeihens.
Verehrung dem Ungeborenen.
Verehrung dem Träger einer blauen Lotusblume.
Verehrung dem Herrn der Herrlichkeit.
Verehrung dem durch Lob Erfreuten.
Verehrung dem Träger des großen Berges.
Verehrung dem mit verfilztem Haar.
Verehrung dem Beseitiger der Verfehlungen des Kali Yuga.
Verehrung dem, dessen Kopfschmuck der Mond ist.
Verehrung dem Lieblichen.
Verehrung dem Tilger der Verfehlungen.
Verehrung dem in Samadhi Gesammelten.
Verehrung dem, bei dem man Zuflucht nimmt.
Verehrung dem Schöpfer des Wohlergehens.
Verehrung dem Gütigen.
Verehrung dem Erfüller der Wünsche der Gottesverehrer.
Verehrung dem Friedvollen.
Verehrung dem Spender der Freude der Befreiung.
Verehrung dem, dessen Gestalt Sein, Bewusstsein und Wonne ist.
Verehrung dem Wissenden.
Verehrung dem Mitfühlenden.
Verehrung dem Selbstbeherrschten.
Verehrung dem, der ohne Abneigung gegen Brahman ist.
Verehrung dem, der übermütigen Dämonen Furcht bereitet.
Verehrung dem mit schönem Hals.
Verehrung dem Herrn der Weisen.
Verehrung dem von Rama Verehrten.
Verehrung dem Ordner.
Verehrung dem, der den Schlangenkönig als heiligen Faden trägt.
Verehrung dem mit kräftigem Hals.
Verehrung dem aus sich selbst Schaffenden.
Verehrung dem Freund des Samaveda-Gesangs.
Verehrung dem Höchsten.
Verehrung dem mit mächtigem Rüssel.
Verehrung dem Voranschreitenden.
Verehrung dem Standhaften.
Verehrung dem Herrn der Rede.
Verehrung dem Geber der Vollendung.
Verehrung dem Freund von Durva-Gras und Bilva-Blättern.
Verehrung dem, dessen Gestalt unoffenbar ist.
Verehrung dem von wunderbarer Gestalt.
Verehrung dem, der freudig im Schoß der Tochter des Bergkönigs spielt.
Verehrung dem, dessen Schönheit selbst Kamadeva übertrifft.
Verehrung dem Träger der ganzen Welt.
Verehrung dem Herrn der Maya.
Verehrung dem auf der Maus Reitenden.
Verehrung dem Freudigen.
Verehrung dem Zufriedenen.
Verehrung dem mit heiterem Wesen.
Verehrung dem Geber aller Vollendungen.
15. Mantra Pushpam – Blumen aus beiden Händen
Om. Wer die Blüte der Wasser kennt, wird reich an Blüten, Nachkommen und Vieh. Der Mond ist die Blüte der Wasser. Wer dies erkennt, wird reich an Blüten, Nachkommen und Vieh. Wer den Grund der Wasser kennt, gewinnt festen Grund. Om, Verehrung dem großen Herrn Ganesha. Ich bringe die mit dem Mantra verbundene Blumengabe dar.
16. Arati – im Licht der Gegenwart
Om. Nimm diese glückverheißende Arati entgegen, die ich mit Ghee, drei Dochten und Feuer bereitet habe, Sohn des Herrn; dir sei Verehrung. Om, Verehrung allen eingeladenen Gottheiten. Ich zeige das göttliche glückverheißende Licht und bringe Trinkwasser und glückverheißenden Reis dar.
17. Den Segen des Lichtes weiterreichen
Mit dem fünfzehnfachen Lobpreis Indras, mit dem Wind und dem Meer: Beschütze diesen mittleren Bereich. Ich nehme den Schutz an.
18. Arpanam – das Ganze Gott übergeben
Möge durch diese nach meinen Kräften vollzogene Morgenpuja der erhabene große Herr Ganesha, dessen Wesen alle Gottheiten umfasst, hocherfreut, voller Gnade und segenspendend sein.
19. Vergebung, Verneigung und innerer Abschluss
Om. Ich weiß die Einladung nicht vollkommen zu vollziehen und auch nicht den Abschied; auch die Puja kenne ich nicht vollkommen. Vergib mir, höchster Herr. Was ich dir an Verehrung dargebracht habe, mag an Mantra, Handlung und Hingabe unvollständig sein: Lass es für dich vollkommen sein, göttlicher Herr. Ich habe keine andere Zuflucht; du allein bist meine Zuflucht. Darum beschütze, beschütze mich in deinem Mitgefühl, Herr Ganesha. Om, das ist das Wahre, Om.
Quellen und weiterführende Praxis
- Himalayan Academy: Home Puja, überlieferte Mantras und häuslicher Ablauf; vorbereitende Hinweise im zugehörigen Kapitel „Instructions for Establishing a Home Shrine and Performing Puja to Lord Ganesha“.
- Home Puja, PDF, insbesondere die als Abbildungen gesetzten Texte zu Mantra Pushpam und Rakshadharanam. Die hier verwendete IAST-Schreibung vereinheitlicht die lautbezogene Umschrift des Heftes; die deutschen Bedeutungen und praktischen Erläuterungen sind eigenständig formuliert.
- Vighneshvara-Namavali, Vergleichstext zur Lesart śarvatanayāya, „dem Sohn Sharvas“. Die 108 Namen folgen ansonsten der konkreten Hauspuja einschließlich ihrer Wiederholungen. Bījapūra wird seinem Sanskritsinn entsprechend als Zitronatzitrone wiedergegeben.
Die Segensverse verbinden den Gottesdienst mit Gedeihen, Dharma und Befreiung. Pflege Ganeshas Nähe im Alltag durch ein freundliches Wort vor einer schwierigen Aufgabe, einen stillen Moment vor einem Neubeginn und die Freude, anderen ein Hindernis aus dem Weg zu räumen.
Siehe auch
Video und Seminare
Als weitere Inspiration: eine kleine Ganesha Puja mit Sukadev in der Yoga-Vidya-Tradition.
Bhakti Yoga
- 15.11.2026 - 20.11.2026 HerzKraft - Mantrasingen, Harmoniumspiel und Trommeln lernen
Wir begehen den uralten Pfad des Bhakti-Yoga, den Yoga der Hingabe, und singen gemeinschaftlich herzstärkende Mantren aus eigener Komposition sowie and…- Shankara Stefan Maune, Sven Helbig
- 01.12.2026 - 01.12.2026 Mantra-Konzert
Aleah Gandarvika & Friends
18:45-19:45 Uhr- Aleah Gandarvika
Hinduistische Rituale
- 20.12.2026 - 20.12.2026 Gita Jayanti
Die Bhagavad Gita hat Geburtstag. Immer Ende November bis Mitte Dezember, abhängig von der Mondphase, wird Gita Jayanti gefeiert. Wir wollen den Geburt…- Vani Devi Beldzik
- 26.12.2026 - 02.01.2027 Indische Rituale Ausbildung
Du interessierst dich für indische Rituale? Du hast die einzigartige Gelegenheit, in dieser Rituale Ausbildung bei Yoga Vidya die kleine Puja, große P…- Sukadev Bretz, Shankari Winkelbauer