Eigensucht

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Eigensucht - was ist das? Wie geht man damit um? Eigensucht ist eine Form des Egoismus. Eigensucht heißt die große Gier, sich selbst zu verschaffen. Eigensucht ist ein anderer Name für Selbstsucht. Bekannter als das Substantiv ist das Adjektiv eigensüchtig. In seiner Verneinung ist eigensüchtig das Adjektiv uneigennützig. Uneigennütziges Dienen gilt in vielen spirituellen Traditionen als wichtiges Mittel, Ego und Getrenntheit zu überwinden, Gott zu erfahren. Letztlich ist Eigensucht auch eine Sucht, die gar nicht so leicht zu überwinden ist und die irgendein Loch im Inneren zustopfen soll. Dasein für andere, Gutes bewirken für andere, das ist für den Menschen sehr viel natürlicher als Eigensucht.

Liebe ist die Sehnsucht aller, auch bei Eigensucht

Umgang mit Eigensucht anderer

Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz

Eigensucht ist ein interessantes Wort, man sucht etwas für sich selbst. Als Eigensucht wird oft eine Form des Egoismus bezeichnet, wo jemand seinen eigenen Vorteil immer mehr sucht und immer mehr selbst ansammeln will. Der Mensch hat verschiedene Fähigkeiten in sich, in Wahrheit will der Mensch etwas Sinnvolles tun. Der Mensch will für andere da sein, der Mensch will ein wertvolles Mitglied der Gemeinschaft sein.

Um das tun zu können, kümmert er sich auch um sich selbst. Menschen wissen dass wenn sie langfristig etwas tun wollen, für die Gesellschaft, brauchen Sie auch etwas für sich. Man kann auch sagen der Mensch hat in den Fortpflanzungsinstinkt, der Mensch hat den Gemeinschaftsinstinkt und der Mensch hat den Überlebensinstinkt. Sie alle haben ihre Funktion und auch auf spirituellem gebiet. Menschen wollen Gott dienen, Menschen wollen den Menschen dienen, aber auf dem Weg dorthin müssen sie sich auch um sich selbst kümmern.

Wenn dieses um sich selbst Kümmern überhandnimmt, dann kann man dies auch als Eigensucht bezeichnen. Aber Eigensucht ist meistens eine Zuschreibung von außen, kaum ein Mensch würde sich als eigensüchtig bezeichnen. Die meisten Menschen würden durchaus sagen, dass sie tätig sind zum Wohl anderer. Ob es ihre Kinder sehen, ob es ihre Frau ist, ihr Mann ist oder ob es jemand irgendwo sonst ist. Ob es ein wichtiges Anliegen ist, ob es für die Mitarbeiter ist, die meisten Menschen denken an das Gemeinwohl.

Und so kann es manchmal auch helfen Menschen die man als eigensüchtig bezeichnen würde, an das Gemeinwohl zu erinnern. Und man kann auch öfters darauf aufmerksam machen, dass zum Wohl der guten Sache das und das notwendig ist. Menschen Eigensucht vorzuwerfen hilft selten weiter. Sie aufmerksamzumachen auf übergeordnete Ziele und an ihren Gerechtigkeitssinn zu appellieren und auch mal mit anderen zu sprechen und Vereinbarungen zu treffen, dies ist sehr viel besser.

Natürlich gibt es auch Menschen, die sehr viel für sich raus schlagen, weil sie denken, sie brauchen das. Und ja, Menschen können auch irgendwo in einer Art Rausch kommen, eine Art Sucht kommen. Dazu braucht es dann Regeln, Gesetze und dazu braucht es auch letztlich die Gemeinschaft, die Gruppe, die verhindert, dass jemand etwas über das Ziel hinaus schießt, das er eigentlich haben will. Nämlich, sich um sich selbst soweit zu kümmern, dass er Gutes für andere beitragen kann.

Eigensucht in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Eigensucht gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Eigensucht - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Eigensucht sind zum Beispiel Selbstsucht, Narzissmus, Eigenliebe, Selbstverliebtheit .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Eigensucht - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Eigensucht sind zum Beispiel Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft, Opfermentalität, Jasager, . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Eigensucht, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Eigensucht, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Eigensucht stehen:

Eigenschaftsgruppe

Eigensucht kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Eigensucht sind zum Beispiel das Adjektiv eigensüchtig , sowie das Substantiv Eigensüchtiger.

Wer Eigensucht hat, der ist eigensüchtig beziehungsweise ein Eigensüchtiger.

Siehe auch

Entwicklung von Positivem Denken Yoga Vidya Seminare

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