Bala

Aus Yogawiki

1. Bala (Sanskrit: बाल bāla adj. und m.) jung, kindlich; geistig unreif, einfältig; Kind, Knabe (oft ist damit Gott Krishna in jungen Jahren gemeint); Tor, Einfaltspinsel.

2. Bala (Sanskrit: बल bala adj. u. n.) kräftig, stark; Gewalt, Stärke, Mut, Kraft, Macht; Ausdauer; physische und psychische Gesundheit.

Das Spiel des Kindes.

3. Bala (Sanskrit]]: बला balā f.) eine Heilpflanze aus der Familie der Malvengewächse (Malvaceae): Indische Sandmalve (Sida cordifolia), wörtl. "die Starke, Stärkende", was auf die tonisierende Wirkung der Pflanze hinweist.

Bala hat zwei verschiedene Bedeutungen, je nachdem, ob das "a" kurz oder lang ist. Ist das "a" kurz, Bala, dann heißt es Stärke. Du kannst große Stärke haben, damit bist du Bala. Oder du kannst ein Kind sein, mindestens warst du ein Kind, Bala. In diesem Sinne, Bala Rama, also Rama als Kind. Oder Bala Krishna – Krishna als Kind. Aber es gibt eben auch mit großem Bala, mit großer Stärke. Beides sind spirituelle Ausdrücke. Jesus hat gesagt: "Nur wenn wir werdet wie die Kinder, geht ihr in das Himmelsreich ein."

Werden wie die Kinder, heißt offen, heißt neugierig sein, heißt, offenen Herzens zu sein. In diesem Sinne ist es gut, Bala zu sein, wie ein Kind, ganz offen. Und es ist auch gut, in Kindern das Göttliche zu sehen. Bala ist aber auch etwas Wichtiges, Stärke zu haben, Stärke zu zeigen. Deine Stärke kannst du von innen heraus bekommen, Stärke kannst du von Gott bekommen. Stärke kannst du auch bekommen, indem du dich öffnest für Prana, welches in dich hineinströmt. Stärke kannst du bekommen, wenn du dich mit anderen verbindest. Yoga heißt auch, Stärke zu zeigen. Yoga heißt auch, mal verletzlich zu sein. Aber gerade in Kundalini und Raja Yoga geht es auch darum, Stärke zu bekommen, Bala. Mit Stärke kannst du dich für das Gute einsetzen. Natürlich, Stärke tust du nicht für dich selbst, sonst wirst du zu Asura, sondern du entwickelst die Stärke, um mehr Gutes zu bewirken.

Die Yoga Sutras von Patanjali

मैत्र्यादिषु बलानि || 3.23 ||

maitryādiṣu balāni || 3.23 ||

Wendet man die Sammlung (Samyama) auf Liebe (Maitri) usw. an, so erlangt man die (seelischen) Kräfte (Bala).


बलेषु हस्तिबलादीनि || 3.24 ||

baleṣu hasti-balādīni || 3.24 ||

Wendet man die Sammlung (Samyama) auf (diese) Kräfte (Bala) an, so erlangt man Stärke (Bala) wie die eines Elefanten (Hasti) usw.


Bala im Ayurveda

Im Ayurveda werden verschiedene Malvengewächse, wie z.B. Bala, Mahabala, Atibala und Bhumibala angewendet. Bala (balā f.) ist ein wichtiges Herztonikum, Atibala hat stark diuretische Wirkung. Bala erzielt gute Erfolge bei Vata-Störungen.

In der Charaka Samhita (Sutra Sthana 4.10, 18) gilt Bala (Sida cordifolia), Vatyapushpi) im Rahmen der Aufzählung der 50 Mahakashayas als Balya und Prajasthapana.

Verwandte Pflanzenteile

Wurzel (Mula)

Anwendungsgebiete

Herzkrankheiten, Ischias, Neuralgien, Rheumatismus, Asthma, Erschöpfung und Schwächezustände, Zystitis, chronisches Fieber.

Wirkung auf die Doshas

Harmonisiert alle drei Doshas. Erhöht bei übermäßigem Gebrauch Kapha und Ama.

Namen und Synonyme

  • deutsche Namen: Indische Sandmalve, Sandmalve
  • englische Namen: country mallow, heart-leaf sida, flannel weed
  • lateinische Namen: Sida cordifolia, Sida herbacea, Sida holosericea
  • Marathi: बला balā, चिकणा cikṇā

Literatur

Siehe auch

Weblinks

Seminare

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