Shiva Puja mit Om Hrim Haum Namah Shivaya nach dem Brihat Tantrasara
Shiva Puja mit Om Hrim Haum Namah Shivaya nach dem Brihat Tantrasara beschreibt eine Ritualpraxis des Brihat Tantrasara, um die mit drei Anfangsbijas gebildete Shiva-Form zu verehren.
Voraussetzungen
Vorausgesetzt sind die Kenntnis von Puja und Sanskritrezitation sowie der zu dieser Gottheitsform gehörenden Reinigung, Nyasas und Mudras. Wo die Quelle auf die allgemeine Paddhati verweist, gehört diese Vorbereitung zur Durchführung. Die Besonderheiten und die konkret belegten Formeln folgen unten.
Vorbereitung und Ritualmittel
Shaivischer Kultsitz, Wasser und Arghya-Gefäß, Blumen, Duftstoff, Räucherwerk, Lampe und Speise.
Umfang und Überlieferung
Die achtsilbige Formel lautet Om Hrim Haum Namah Shivaya. P2-0599 übernimmt Rishi-, Hand- und Gliedernyasa aus der vorigen Form; Dhyana, Umkreis und Purascharana stehen dagegen in P2-0600–0601. Die eigene Zahl beträgt 800.000 Japa und 8.000 Homa mit buttergetränktem Milchreis.
Hauptmantra
oṃ hrīṃ hauṃ namaḥ śivāya
Bedeutung und Funktion: Om Hrim Haum, Verehrung Shiva.
Durchführung
- Vollziehe die vorausgesetzten Morgenhandlungen bis zur Atemregelung. Setze die neun shaivischen Sitzkräfte nach P2-0586 ein und verehre den Sitz mit der dort ausgeschriebenen Formel.
- Berühre für den Rishi Nyasa Kopf, Mund und Herz: Ordne der Reihe nach Vamadeva, Pankti und Umapati zu (P2-0599 / P2-0594). Sprich die jeweiligen Verehrungsformeln des Belegs.
- Vollziehe den Hand- und Gliedernyasa mit den unten ausgeschriebenen Formeln (P2-0595).
- Vergegenwärtige den zinnoberroten Shiva mit Mondsichel, Stirnauge und strahlender Edelsteinkrone (P2-0600). Bringe Duft, Blumen, Räucherwerk, Licht und Speise zunächst geistig dar.
- Richte das Arghya in einem geeigneten Gefäß ein und verehre den äußeren Sitz. Meditiere erneut, rufe die Gottheit an und bringe die Gaben bis zu fünf Blumenhandvoll dar.
- Verehre die Glieder und Umkreise in der Reihenfolge von P2-0601. Die besonderen Namen und Positionen sind unmittelbar unter „Umkreis und Abschluss“ aufgelöst. Schließe mit Räucherwerk, Licht, Speise und der vorgeschriebenen Entlassung.
- Die gesonderte Purascharana umfasst 800.000 Japa und 8.000 Feueropfer mit buttergetränktem Milchreis. Diese ausdrücklich genannten Zahlen werden nicht auf ein Zehntel-Verhältnis geändert (P2-0601).
Formeln und Zuordnungen
Ausgeschriebener Hand- und Gliedernyasa
Die folgende Auflösung folgt P2-0599 mit Rückverweis auf P2-0595. Sie ergänzt die dort ausgeschriebene Anfangsformel nach der ausdrücklich genannten Fortsetzungsregel. Sprich bei jeder Berührung die vollständige Formel. Der Handnyasa folgt der Fingerreihe; anschließend folgt der Gliedernyasa. Bei Schutzpanzer und Waffe wird die erlernte Schutzgebärde ausgeführt. Die Bijas sind Keimsilben. Sie haben hier keine Satzübersetzung. Die nachfolgenden Wörter benennen die Finger beziehungsweise Körperstellen; namaḥ ist die Verehrung, svāhā und vaṣaṭ sind Weihe- und Darbringungsrufe, huṃ, vauṣaṭ und phaṭ die jeweiligen rituellen Abschlüsse.
Handnyasa
| Berührung / Zuordnung | Vollständige Formel |
|---|---|
| beide Daumen | oṃ aṃguṣṭhābhyāṃ namaḥ |
| beide Zeigefinger | naṃ tarjanībhyāṃ svāhā |
| beide Mittelfinger | maṃ madhyamābhyāṃ vaṣaṭ |
| beide Ringfinger | śiṃ anāmikābhyāṃ huṃ |
| beide kleinen Finger | vāṃ kaniṣṭhābhyāṃ vauṣaṭ |
| Handflächen und Handrücken | yaṃ karatalapṛṣṭhābhyāṃ phaṭ |
Gliedernyasa
| Berührung / Zuordnung | Vollständige Formel |
|---|---|
| Herz | oṃ hṛdayāya namaḥ |
| Kopf | naṃ śirase svāhā |
| Haarlocke / Scheitel | maṃ śikhāyai vaṣaṭ |
| Schutzpanzer | śiṃ kavacāya huṃ |
| drei Augen | vāṃ netratrayāya vauṣaṭ |
| Waffe / Schutzkreis | yaṃ astrāya phaṭ |
Umkreis und Abschluss
Bei der Umkreisverehrung verehrt man die Glieder wie zuvor, auf den Blättern Ananta und die übrigen, an den Blattspitzen Umā und die übrigen, außen Indra und die übrigen Richtungshüter sowie Donnerkeil und die übrigen Waffen. Dann vollendet man die Handlungen vom Räucherwerk bis zur Entlassung. Das Puraścaraṇa beträgt acht Lakh, also 800.000 Wiederholungen. Das Zitat bestätigt diese Zahl und achttausend Feueropfer mit buttergetränktem Milchreis. (P2-0601; deutsche Auflösung der Vorschrift.)
Arghya-Gefäß
Für Shiva und Surya schließt P2-0590 die Muschel als Arghya-Gefäß ausdrücklich aus. Verwende hier ein anderes geeignetes Arghya-Gefäß. Der Nachweis steht im Abschnitt P2-0590 der Gesamtausgabe; dies ist eine Gefäßregel, kein zusätzlicher Ritus.
Sanskrit und deutsche Übersetzung
P2-0598 · 18
mantrāntaram
tāro māyā prāsādaṃ namaḥ śivāyāṣṭākṣaroḥ manuḥ |
tathā ca nibandhe:
tāro māyā viyadvindumanusvārasamanvitam |
pañcākṣarasamāyukto vasuvarṇo manurmataḥ
|| 18 ||
Ein anderes Mantra: Tārā, Māyā, Prāsāda und „namaḥ śivāya“ ergeben das achtsilbige Mantra oṃ hrīṃ hauṃ namaḥ śivāya. Im Nibandha heißt es: Tārā, Māyā, der Raumlaut mit Bindu, Manu und Anusvāra, verbunden mit dem fünfsilbigen Mantra, bilden das achtsilbige Mantra. [Die Verschlüsselung des Prāsādabījas ist beschädigt; die Prosa nennt es eindeutig.]
P2-0599 · 19
asya pūjā:
prātaḥkṛtyādiśaivoktapiṭhanyāsāntaṃ vidhāya pūrvokta
ṛṣyādinyāsa - karāṅganyāsānkuryāt
|| 19 ||
Seine Verehrung: Nach den morgendlichen Handlungen bis zum śaivischen Sitznyāsa vollzieht man die zuvor beschriebenen Seher-, Hand- und Gliedernyāsas.
P2-0600 · 20
tato dhyānam:
vande sindūravarṇaṃ maṇimukuṭalasaccārucandrāvataṃsaṃ,
bhālodyannetramīśaṃ smitamukhakamalaṃ divyabhūṣāṅgarāgam |
vāmorunyastapāṇeraruṇakuvalayaṃ saṃdadhatyāḥ priyāyā,
vṛttottuṅgastanāgrenihitakaratalaṃ vedaṭaṅkeṣṭahastam
|| 20 ||
Die Meditation: Ich verehre den zinnoberroten Herrn, dessen Edelsteinkrone mit der schönen Mondsichel leuchtet. Auf seiner Stirn öffnet sich ein Auge; sein Gesichtslotus lächelt. Er trägt himmlischen Schmuck und Körpersalbe. Die Geliebte auf seinem linken Oberschenkel trägt einen roten Lotus; er legt seine Hand auf die Spitze ihrer runden, hohen Brust. Seine übrigen Hände tragen den Veda, das Beil und die Geste der Wunscherfüllung. [Die letzte Verbindung „vedaṭaṅkeṣṭahastam“ ist knapp; die drei erkennbaren Bestandteile bleiben so wiedergegeben.]
P2-0601 · 21
evaṃ dhyātvā mānasaiḥ sampūjya,
arghyasthāpanādipīṭhapūjāntaṃ vidhāya,
āvāhanādipañcapuṣpāñjalidānaparyantaṃ vidhāyāvaraṇapūjāṃ
kuryāt |
pūrvavadaṅgādi sampūjya patreṣvanantādīnpatrāgreṣu
umādīnpūjayet |
tadbahirindrādīnvajrādīṃśca pūjayet |
tato dhūpādivisarjanāntaṃ karma samāpayet |
asya puraścaraṇamaṣṭalakṣajapaḥ ||
tathā ca:
aṣṭalakṣaṃ japedenaṃ manuṃ mantravidāṃ varaḥ |
tatsahasraṃ prajuhayātpāyasānnerghṛtaplutaiḥ
|| 21 ||
Nach dieser Meditation verehrt man mit geistigen Gaben, vollzieht Arghyaeinrichtung und die weiteren Handlungen bis zur Sitzverehrung und danach Anrufung und die weiteren Handlungen bis zu den fünf Handvoll Blumen. Bei der Umkreisverehrung verehrt man die Glieder wie zuvor, auf den Blättern Ananta und die übrigen, an den Blattspitzen Umā und die übrigen, außen Indra und die übrigen Richtungshüter sowie Donnerkeil und die übrigen Waffen. Dann vollendet man die Handlungen vom Räucherwerk bis zur Entlassung. Das Puraścaraṇa beträgt acht Lakh, also 800.000 Wiederholungen. Das Zitat bestätigt diese Zahl und achttausend Feueropfer mit buttergetränktem Milchreis.
Ergänzungen zu ausdrücklichen Rückverweisen
Die folgenden Stellen erläutern die im Ablauf vorausgesetzten Mantras oder Teilhandlungen. Sie bilden hier keine zusätzliche, vollständig zu wiederholende Puja.
P2-0586 · 6
tataḥ sāmānyapūjāpaddhatyuktapīṭhanyāsaṃ kṛtvā
pīṭhaśaktirnyaset |
yathā:
oṃ vāmāyai namaḥ evaṃ jyeṣṭhāyai raudryaṃ kālyai kalavikariṇyai
valavikariṇyai balaprathamanyai sarvabhūtadamanyai |
etā hṛtpadmasya pūrvādikeśareṣu vinyasya madhye oṃ manonmanyai
namaḥ, tadupari oṃ namo bhagavate sakalaguṇātma
śaktiyuktāyānantāya yogapīṭhātmane namaḥ |
tathā ca śāradāyām:
vāmā jyeṣṭhā tathā raudrī kālī kalapadādikā vikariṇyāhvayā
proktā balādivikariṇyatha |
balapramathanī paścāt sarvabhūtadamanyapi |
manonmanīti saṃproktā śivasya pīṭhaśaktayaḥ |
namo bhagavate paścātsakalādi vadettataḥ |
guṇādiśaktiyuktāya tato'nantāya tatparam |
yogapīṭhātmane bhūyo namontarādiko manuḥ |
amunā manunā paścādāsanaṃ girijāpateḥ |
mūrtiṃ mūlena saṅkalpya tatrāvāhya yajecchivam |
tata ṛṣyādinyāsaḥ:
śirasi vāmadevāya ṛṣaye namaḥ, mukhe paṃkticchandase namaḥ, hṛdi
sadāśivāya devatāyai namaḥ |
śāradāyām:
vāmadevo muniśchandaḥ paṃktirdevaḥ sadāśivaḥ
|| 6 ||
Dann vollzieht man den im allgemeinen Pūjāverfahren beschriebenen Sitznyāsa und setzt die Sitzkräfte ein. Mit oṃ und namaḥ setzt man auf die im Osten beginnenden Staubfäden des Herzlotus Vāmā, Jyeṣṭhā, Raudrī, Kālī, Kalavikariṇī, Balavikariṇī, Balaprathamanī und Sarvabhūtadamanī. In die Mitte setzt man Manonmanī. Darüber: „oṃ namo bhagavate sakalaguṇātmaśaktiyuktāyānantāya yogapīṭhātmane namaḥ – Verehrung dem Erhabenen, dem Unendlichen, verbunden mit der Kraft, deren Wesen alle Eigenschaften sind, dessen Wesen der Yogasitz ist“. Die Śāradā nennt dieselben Sitzkräfte, jedoch Balapramathanī statt Balaprathamanī, und erklärt die Wortfolge des Sitzmantras mit oṃ am Anfang und namaḥ am Schluss. Mit ihm reicht man Girijāpati den Sitz, bildet mit dem Grundmantra die Gestalt, ruft Śiva darin an und verehrt ihn. Dann der Sehernyāsa: Vāmadeva auf dem Kopf, Paṅkti am Mund, Sadāśiva am Herzen, jeweils mit der Verehrungsformel; die Śāradā bestätigt diese Zuordnungen. [Die abweichenden Namensformen der Prosa bleiben verzeichnet.]
P2-0594 · 14
tathā ca nibandhe:
ṣaḍakṣaraḥ śaktiruddhaḥ kathito'ṣṭākṣaro manuḥ |
asya pūjā:
prātaḥkṛtyādi-śauvoktapīṭhamanvantaṃ pīṭhanyāsaṃ vidhāya
ṛṣyādinyāsaṃ kuryāt |
śirasi vāmadevāya ṛṣaye namaḥ, mukhe paṃkticchandase namaḥ, hṛdi
umāpataye devatāyai namaḥ
|| 14 ||
Im Nibandha heißt es: Das sechssilbige Mantra, von Śakti umschlossen, wird als achtsilbig bezeichnet. Seine Verehrung: Nach den morgendlichen Handlungen und dem śaivischen Sitznyāsa bis zum Sitzmantra folgt der Sehernyāsa: Vāmadeva auf dem Kopf, Paṅkti am Mund und Umāpati am Herzen, jeweils mit der Verehrungsformel.
P2-0595 · 15
tataḥ karāṅganyāsau:
oṃ aṃguṣṭhābhyāṃ namaḥ |
naṃ tarjanībhyāṃ svāhā |
maṃ madhyamābhyāṃ vaṣaṭ |
śiṃ anāmikābhyāṃ huṃ |
vāṃ kaniṣṭhābhyāṃ vauṣaṭ |
yaṃ karatalapṛṣṭhābhyāṃ phaṭ |
evaṃ hṛdayādiṣu
|| 15 ||
Der Handnyāsa: oṃ an den Daumen mit namaḥ; naṃ an den Zeigefingern mit svāhā; maṃ an den Mittelfingern mit vaṣaṭ; śiṃ an den Ringfingern mit huṃ; vāṃ an den kleinen Fingern mit vauṣaṭ; yaṃ an Handflächen und Handrücken mit phaṭ. Ebenso am Herzen und den weiteren Gliedern.
P2-0597 · 17
asya puraścaraṇaṃ caturdaśalakṣajapaḥ |
tathā ca:
manulakṣaṃ japenmantraṃ taddaśāṃśaṃ yathāvidhi |
juhuyānmadhurāsiktairāragvadhasamidvaraiḥ |
āragvadhaḥ śoṇāluḥ
|| 17 ||
Das Puraścaraṇa beträgt vierzehn Lakh, also 1.400.000 Wiederholungen. Dazu heißt es: Man wiederholt das Mantra vierzehn Lakh-mal und opfert vorschriftsmäßig ein Zehntel mit vorzüglichen Āragvadhahölzern, die mit süßen Stoffen benetzt sind. Āragvadha ist Śoṇālu.
Sanskrit in Devanagari
Die Schriftfassung deckt dieselben ausgewählten Textstellen wie die IAST-Fassung ab.
P2-0598 · 18
मन्त्रान्तरम्
तारो माया प्रासादं नमः शिवायाष्टाक्षरोः मनुः ।
तथा च निबन्धे:
तारो माया वियद्विन्दुमनुस्वारसमन्वितम् ।
पञ्चाक्षरसमायुक्तो वसुवर्णो मनुर्मतः
॥ १८ ॥
P2-0599 · 19
अस्य पूजा:
प्रातःकृत्यादिशैवोक्तपिठन्यासान्तं विधाय पूर्वोक्त
ऋष्यादिन्यास - कराङ्गन्यासान्कुर्यात्
॥ १९ ॥
P2-0600 · 20
ततो ध्यानम्:
वन्दे सिन्दूरवर्णं मणिमुकुटलसच्चारुचन्द्रावतंसं,
भालोद्यन्नेत्रमीशं स्मितमुखकमलं दिव्यभूषाङ्गरागम् ।
वामोरुन्यस्तपाणेररुणकुवलयं संदधत्याः प्रियाया,
वृत्तोत्तुङ्गस्तनाग्रेनिहितकरतलं वेदटङ्केष्टहस्तम्
॥ २० ॥
P2-0601 · 21
एवं ध्यात्वा मानसैः सम्पूज्य,
अर्घ्यस्थापनादिपीठपूजान्तं विधाय,
आवाहनादिपञ्चपुष्पाञ्जलिदानपर्यन्तं विधायावरणपूजां
कुर्यात् ।
पूर्ववदङ्गादि सम्पूज्य पत्रेष्वनन्तादीन्पत्राग्रेषु
उमादीन्पूजयेत् ।
तद्बहिरिन्द्रादीन्वज्रादींश्च पूजयेत् ।
ततो धूपादिविसर्जनान्तं कर्म समापयेत् ।
अस्य पुरश्चरणमष्टलक्षजपः ॥
तथा च:
अष्टलक्षं जपेदेनं मनुं मन्त्रविदां वरः ।
तत्सहस्रं प्रजुहयात्पायसान्नेर्घृतप्लुतैः
॥ २१ ॥
P2-0586 · 6
ततः सामान्यपूजापद्धत्युक्तपीठन्यासं कृत्वा
पीठशक्तिर्न्यसेत् ।
यथा:
ॐ वामायै नमः एवं ज्येष्ठायै रौद्र्यं काल्यै कलविकरिण्यै
वलविकरिण्यै बलप्रथमन्यै सर्वभूतदमन्यै ।
एता हृत्पद्मस्य पूर्वादिकेशरेषु विन्यस्य मध्ये ॐ मनोन्मन्यै
नमः, तदुपरि ॐ नमो भगवते सकलगुणात्म
शक्तियुक्तायानन्ताय योगपीठात्मने नमः ।
तथा च शारदायाम्:
वामा ज्येष्ठा तथा रौद्री काली कलपदादिका विकरिण्याह्वया
प्रोक्ता बलादिविकरिण्यथ ।
बलप्रमथनी पश्चात् सर्वभूतदमन्यपि ।
मनोन्मनीति संप्रोक्ता शिवस्य पीठशक्तयः ।
नमो भगवते पश्चात्सकलादि वदेत्ततः ।
गुणादिशक्तियुक्ताय ततोऽनन्ताय तत्परम् ।
योगपीठात्मने भूयो नमोन्तरादिको मनुः ।
अमुना मनुना पश्चादासनं गिरिजापतेः ।
मूर्तिं मूलेन सङ्कल्प्य तत्रावाह्य यजेच्छिवम् ।
तत ऋष्यादिन्यासः:
शिरसि वामदेवाय ऋषये नमः, मुखे पंक्तिच्छन्दसे नमः, हृदि
सदाशिवाय देवतायै नमः ।
शारदायाम्:
वामदेवो मुनिश्छन्दः पंक्तिर्देवः सदाशिवः
॥ ६ ॥
P2-0594 · 14
तथा च निबन्धे:
षडक्षरः शक्तिरुद्धः कथितोऽष्टाक्षरो मनुः ।
अस्य पूजा:
प्रातःकृत्यादि-शौवोक्तपीठमन्वन्तं पीठन्यासं विधाय
ऋष्यादिन्यासं कुर्यात् ।
शिरसि वामदेवाय ऋषये नमः, मुखे पंक्तिच्छन्दसे नमः, हृदि
उमापतये देवतायै नमः
॥ १४ ॥
P2-0595 · 15
ततः कराङ्गन्यासौ:
ॐ अंगुष्ठाभ्यां नमः ।
नं तर्जनीभ्यां स्वाहा ।
मं मध्यमाभ्यां वषट् ।
शिं अनामिकाभ्यां हुं ।
वां कनिष्ठाभ्यां वौषट् ।
यं करतलपृष्ठाभ्यां फट् ।
एवं हृदयादिषु
॥ १५ ॥
P2-0597 · 17
अस्य पुरश्चरणं चतुर्दशलक्षजपः ।
तथा च:
मनुलक्षं जपेन्मन्त्रं तद्दशांशं यथाविधि ।
जुहुयान्मधुरासिक्तैरारग्वधसमिद्वरैः ।
आरग्वधः शोणालुः
॥ १७ ॥
Quellen und Textstand
- Krishnananda Agamavagisha: Brihat Tantrasara. Grundlage ist die gespeicherte deutsche Gesamtausgabe mit den zugehörigen IAST- und Devanagari-Dateien, Bearbeitungsstand 4. Oktober 2026.
- Die Kennungen P1 bis P5 mit vierstelliger Nummer bezeichnen die Fundstellen der Gesamtausgabe. Die daneben stehende Verszählung einschließlich Zusatznummern bleibt erhalten.
- Lokale Hinweise in eckigen Klammern kennzeichnen Lesarten, Textlücken und Übersetzungsprobleme. Ein neuer Vergleich mit einer gedruckten Sanskritedition wurde für diese Ritualredaktion nicht vorgenommen.
- Brihat Tantrasara Übersetzung 2: P2-0598–P2-0601; ergänzend P2-0586, P2-0594–P2-0595, P2-0597
Ergänzendes Praxisvideo
Shiva Puja Mantras von Yoga Vidya. Das Video dient der allgemeinen Einführung beziehungsweise Rezitationspraxis. Es zeigt eine andere oder vereinfachte Fassung; für diesen Artikel gelten die oben belegten Mantras und die jeweilige Ritualordnung.
Siehe auch
- Brihat Tantrasara Ritualartikel Übersicht
- Shiva Puja mit Hrim Om Namah Shivaya Hrim nach dem Brihat Tantrasara
- Shiva Puja mit dem Prasada-Bija nach dem Brihat Tantrasara
- Shiva Puja mit Om Namah Shivaya nach dem Brihat Tantrasara
- Shiva Trageyantra Weihe nach dem Brihat Tantrasara
- Mrityunjaya Puja mit Om Jum Sah nach dem Brihat Tantrasara
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