Shiva Puja mit Hrim Om Namah Shivaya Hrim nach dem Brihat Tantrasara

Aus Yogawiki

Shiva Puja mit Hrim Om Namah Shivaya Hrim nach dem Brihat Tantrasara beschreibt eine Ritualpraxis des Brihat Tantrasara, um Shiva in der von Hrim umschlossenen Mantraform zu verehren.

Voraussetzungen

Vorausgesetzt sind die Kenntnis von Puja und Sanskritrezitation sowie der zu dieser Gottheitsform gehörenden Reinigung, Nyasas und Mudras. Wo die Quelle auf die allgemeine Paddhati verweist, gehört diese Vorbereitung zur Durchführung. Die Besonderheiten und die konkret belegten Formeln folgen unten.

Vorbereitung und Ritualmittel

Shaivischer Kultsitz, Wasser und Arghya-Gefäß, Blumen, Duftstoff, Räucherwerk, Lampe und Speise.

Umfang und Überlieferung

Der sechssilbige Kern wird von Hrim umschlossen. Im Dhyana erscheint Shiva bandhuka-rot, lächelnd, mit Dreizack und Schädelschale.

Hauptmantra

hrīṃ oṃ namaḥ śivāya hrīṃ

Bedeutung und Funktion: Hrim Om, Verehrung Shiva, Hrim.

Durchführung

  1. Vollziehe die vorausgesetzten Morgenhandlungen bis zur Atemregelung. Setze die neun shaivischen Sitzkräfte nach P2-0586 ein und verehre den Sitz mit der dort ausgeschriebenen Formel.
  2. Berühre für den Rishi Nyasa Kopf, Mund und Herz: Ordne der Reihe nach Vamadeva, Pankti und Umapati zu (P2-0594). Sprich die jeweiligen Verehrungsformeln des Belegs.
  3. Vollziehe den Hand- und Gliedernyasa mit den unten ausgeschriebenen Formeln (P2-0595).
  4. Vergegenwärtige den bandhukaroten, dreiäugigen Shiva mit Dreizack und Schädelschale, dessen Gefährtin auf seinem linken Oberschenkel sitzt. Bringe Duft, Blumen, Räucherwerk, Licht und Speise zunächst geistig dar.
  5. Richte das Arghya in einem geeigneten Gefäß ein und verehre den äußeren Sitz. Meditiere erneut, rufe die Gottheit an und bringe die Gaben bis zu fünf Blumenhandvoll dar.
  6. Verehre die Glieder und Umkreise in der Reihenfolge von P2-0596. Die besonderen Namen und Positionen sind unmittelbar unter „Umkreis und Abschluss“ aufgelöst. Schließe mit Räucherwerk, Licht, Speise und der vorgeschriebenen Entlassung.
  7. Die gesonderte Purascharana umfasst 1.400.000 Japa und 140.000 Feueropfer mit süß benetzten Aragvadha-Hölzern (P2-0597).

Formeln und Zuordnungen

Ausgeschriebener Hand- und Gliedernyasa

Die folgende Auflösung folgt P2-0595. Sie ergänzt die dort ausgeschriebene Anfangsformel nach der ausdrücklich genannten Fortsetzungsregel. Sprich bei jeder Berührung die vollständige Formel. Der Handnyasa folgt der Fingerreihe; anschließend folgt der Gliedernyasa. Bei Schutzpanzer und Waffe wird die erlernte Schutzgebärde ausgeführt. Die Bijas sind Keimsilben. Sie haben hier keine Satzübersetzung. Die nachfolgenden Wörter benennen die Finger beziehungsweise Körperstellen; namaḥ ist die Verehrung, svāhā und vaṣaṭ sind Weihe- und Darbringungsrufe, huṃ, vauṣaṭ und phaṭ die jeweiligen rituellen Abschlüsse.

Handnyasa

Berührung / Zuordnung Vollständige Formel
beide Daumen oṃ aṃguṣṭhābhyāṃ namaḥ
beide Zeigefinger naṃ tarjanībhyāṃ svāhā
beide Mittelfinger maṃ madhyamābhyāṃ vaṣaṭ
beide Ringfinger śiṃ anāmikābhyāṃ huṃ
beide kleinen Finger vāṃ kaniṣṭhābhyāṃ vauṣaṭ
Handflächen und Handrücken yaṃ karatalapṛṣṭhābhyāṃ phaṭ

Gliedernyasa

Berührung / Zuordnung Vollständige Formel
Herz oṃ hṛdayāya namaḥ
Kopf naṃ śirase svāhā
Haarlocke / Scheitel maṃ śikhāyai vaṣaṭ
Schutzpanzer śiṃ kavacāya huṃ
drei Augen vāṃ netratrayāya vauṣaṭ
Waffe / Schutzkreis yaṃ astrāya phaṭ

Umkreis und Abschluss

Die Umkreisverehrung auf den Staubfäden in Südosten, Südwesten, Nordwesten, Nordosten, in der Mitte und in den Richtungen: oṃ am Herzen mit namaḥ, naṃ am Kopf mit svāhā, maṃ an der Haarlocke mit vaṣaṭ, śiṃ am Schutzpanzer mit huṃ, vāṃ an den drei Augen mit vauṣaṭ, yaṃ an der Waffe mit phaṭ. Danach, im Osten beginnend, Hṛllekhā, Gaganā, Raktā, Karālikā und Mahocchuṣmā. Auf den Blättern Vṛṣabha, Kṣetrapāla, Caṇḍeśvara, Durgā, Kārttikeya, Nandin, Vighnanāśaka und Senāpati; danach wie zuvor Umā und die übrigen auf den Blättern. Außen die Mütter Brāhmī, Māheśvarī, Kaumārī, Vaiṣṇavī, Vārāhī, Indrāṇī, Cāmuṇḍā und Mahālakṣmī. Weiter außen Indra und die übrigen Richtungshüter sowie Donnerkeil und die übrigen Waffen. Dann vollendet man die Handlungen vom Räucherwerk bis zur Entlassung. [Der Meditationsvers hat „hantena“ statt einer sicheren Handbezeichnung; die Umarmung ist erkennbar.] (P2-0596; deutsche Auflösung der Vorschrift.)

Arghya-Gefäß

Für Shiva und Surya schließt P2-0590 die Muschel als Arghya-Gefäß ausdrücklich aus. Verwende hier ein anderes geeignetes Arghya-Gefäß. Der Nachweis steht im Abschnitt P2-0590 der Gesamtausgabe; dies ist eine Gefäßregel, kein zusätzlicher Ritus.

Sanskrit und deutsche Übersetzung

P2-0593 · 13
mantrāntaram
bhuvaneśo praṇavaṃ namaḥ śivāya bhuvaneśī punaraṣṭākṣaro
manuḥ
|| 13 ||

Ein anderes Mantra: Bhuvaneśī, oṃ, „namaḥ śivāya“ und erneut Bhuvaneśī ergeben das achtsilbige Mantra hrīṃ oṃ namaḥ śivāya hrīṃ – Verehrung Śiva.


P2-0594 · 14
tathā ca nibandhe:
ṣaḍakṣaraḥ śaktiruddhaḥ kathito'ṣṭākṣaro manuḥ |
asya pūjā:
prātaḥkṛtyādi-śauvoktapīṭhamanvantaṃ pīṭhanyāsaṃ vidhāya
ṛṣyādinyāsaṃ kuryāt |
śirasi vāmadevāya ṛṣaye namaḥ, mukhe paṃkticchandase namaḥ, hṛdi
umāpataye devatāyai namaḥ
|| 14 ||

Im Nibandha heißt es: Das sechssilbige Mantra, von Śakti umschlossen, wird als achtsilbig bezeichnet. Seine Verehrung: Nach den morgendlichen Handlungen und dem śaivischen Sitznyāsa bis zum Sitzmantra folgt der Sehernyāsa: Vāmadeva auf dem Kopf, Paṅkti am Mund und Umāpati am Herzen, jeweils mit der Verehrungsformel.


P2-0595 · 15
tataḥ karāṅganyāsau:
oṃ aṃguṣṭhābhyāṃ namaḥ |
naṃ tarjanībhyāṃ svāhā |
maṃ madhyamābhyāṃ vaṣaṭ |
śiṃ anāmikābhyāṃ huṃ |
vāṃ kaniṣṭhābhyāṃ vauṣaṭ |
yaṃ karatalapṛṣṭhābhyāṃ phaṭ |
evaṃ hṛdayādiṣu
|| 15 ||

Der Handnyāsa: oṃ an den Daumen mit namaḥ; naṃ an den Zeigefingern mit svāhā; maṃ an den Mittelfingern mit vaṣaṭ; śiṃ an den Ringfingern mit huṃ; vāṃ an den kleinen Fingern mit vauṣaṭ; yaṃ an Handflächen und Handrücken mit phaṭ. Ebenso am Herzen und den weiteren Gliedern.


P2-0596 · 16
tato dhyānam:
vandhūkābhaṃ trinetraṃ śaśiśakaladharaṃ smeravaktraṃ vahantaṃ,
hastaiḥ śūlaṃ kapālaṃ varadamabhayadaṃ cāruhāsaṃ namāmi |
vāmorustambhagāyāḥ karatalavilasaccāruraktotpalāya,
hantenāśliṣṭadehaṃ maṇimaya- vilasadbhūṣaṇāyāḥ priyāyāḥ ||
evaṃ dhyātvā mānasaiḥ sampūjyārghyasthāpanaṃ kṛtvā
śaivoktapīṭhapūjāṃ vidhāya punardhyātvā
āvāhanādipañcapuṣpāñjalidānaparyantaṃ
vidhāyāvaraṇapūjāmārabhet |
yathā:
keśareṣvagninir-ṛtivāyavyīśānakoṇeṣu madhye dikṣu ca oṃ hṛdayāya
namaḥ, naṃ śirase svāhā, maṃ śikhāyai vaṣaṭ, śiṃ kavacāya huṃ,
vāṃ netratrayāya vauṣaṭ, yaṃ astrāya phaṭ |
tato pūrvādidikṣu ca oṃ hṛllekhāyai namaḥ, evaṃ gaganāyai raktāyai
karālikāyai mahocchuṣmāyai |
tataḥ patreṣu pūrvādi vṛṣabhādīnpūjayet |
oṃ vṛṣabhāya namaḥ evaṃ kṣetrapālāya caṇḍeśvarāya durgāyai
kārtikeyāya nandine vighnanāśakāya senāpataye |
tataḥ pūrvavatpatreṣu umādīnpūjayet |
tadbāhye brahmyādyā mātaraḥ pūjyāḥ |
brāhmī māheśvarī kaumārī vaiṣṇavī vārāhī indrāṇī cāmuṇḍā
mahālakṣmīḥ |
tadbahirindrādīnvajrādīṃśca pūjayet |
tato dhūpādivisarjanāntaṃ karma samāpayet
|| 16 ||

Die Meditation: Ich verneige mich vor ihm, rot wie die Bandhūkablüte, mit drei Augen, Mondsichel, lächelndem Gesicht und schönem Lachen. Seine Hände tragen Dreizack und Schädelschale und zeigen Gabe und Furchtlosigkeit. Die mit leuchtendem Edelsteinschmuck gezierte Geliebte sitzt auf seinem linken Oberschenkel; ihre Hand trägt einen schönen roten Lotus, und mit ihrer anderen Hand umarmt sie seinen Körper. Nach dieser Meditation verehrt man mit geistigen Gaben, richtet das Arghya ein und vollzieht die śaivische Sitzverehrung. Erneut folgen Meditation, Anrufung und die weiteren Handlungen bis zu den fünf Handvoll Blumen. Die Umkreisverehrung auf den Staubfäden in Südosten, Südwesten, Nordwesten, Nordosten, in der Mitte und in den Richtungen: oṃ am Herzen mit namaḥ, naṃ am Kopf mit svāhā, maṃ an der Haarlocke mit vaṣaṭ, śiṃ am Schutzpanzer mit huṃ, vāṃ an den drei Augen mit vauṣaṭ, yaṃ an der Waffe mit phaṭ. Danach, im Osten beginnend, Hṛllekhā, Gaganā, Raktā, Karālikā und Mahocchuṣmā. Auf den Blättern Vṛṣabha, Kṣetrapāla, Caṇḍeśvara, Durgā, Kārttikeya, Nandin, Vighnanāśaka und Senāpati; danach wie zuvor Umā und die übrigen auf den Blättern. Außen die Mütter Brāhmī, Māheśvarī, Kaumārī, Vaiṣṇavī, Vārāhī, Indrāṇī, Cāmuṇḍā und Mahālakṣmī. Weiter außen Indra und die übrigen Richtungshüter sowie Donnerkeil und die übrigen Waffen. Dann vollendet man die Handlungen vom Räucherwerk bis zur Entlassung. [Der Meditationsvers hat „hantena“ statt einer sicheren Handbezeichnung; die Umarmung ist erkennbar.]


P2-0597 · 17
asya puraścaraṇaṃ caturdaśalakṣajapaḥ |
tathā ca:
manulakṣaṃ japenmantraṃ taddaśāṃśaṃ yathāvidhi |
juhuyānmadhurāsiktairāragvadhasamidvaraiḥ |
āragvadhaḥ śoṇāluḥ
|| 17 ||

Das Puraścaraṇa beträgt vierzehn Lakh, also 1.400.000 Wiederholungen. Dazu heißt es: Man wiederholt das Mantra vierzehn Lakh-mal und opfert vorschriftsmäßig ein Zehntel mit vorzüglichen Āragvadhahölzern, die mit süßen Stoffen benetzt sind. Āragvadha ist Śoṇālu.


Ergänzungen zu ausdrücklichen Rückverweisen

Die folgenden Stellen erläutern die im Ablauf vorausgesetzten Mantras oder Teilhandlungen. Sie bilden hier keine zusätzliche, vollständig zu wiederholende Puja.

P2-0586 · 6
tataḥ sāmānyapūjāpaddhatyuktapīṭhanyāsaṃ kṛtvā
pīṭhaśaktirnyaset |
yathā:
oṃ vāmāyai namaḥ evaṃ jyeṣṭhāyai raudryaṃ kālyai kalavikariṇyai
valavikariṇyai balaprathamanyai sarvabhūtadamanyai |
etā hṛtpadmasya pūrvādikeśareṣu vinyasya madhye oṃ manonmanyai
namaḥ, tadupari oṃ namo bhagavate sakalaguṇātma
śaktiyuktāyānantāya yogapīṭhātmane namaḥ |
tathā ca śāradāyām:
vāmā jyeṣṭhā tathā raudrī kālī kalapadādikā vikariṇyāhvayā
proktā balādivikariṇyatha |
balapramathanī paścāt sarvabhūtadamanyapi |
manonmanīti saṃproktā śivasya pīṭhaśaktayaḥ |
namo bhagavate paścātsakalādi vadettataḥ |
guṇādiśaktiyuktāya tato'nantāya tatparam |
yogapīṭhātmane bhūyo namontarādiko manuḥ |
amunā manunā paścādāsanaṃ girijāpateḥ |
mūrtiṃ mūlena saṅkalpya tatrāvāhya yajecchivam |
tata ṛṣyādinyāsaḥ:
śirasi vāmadevāya ṛṣaye namaḥ, mukhe paṃkticchandase namaḥ, hṛdi
sadāśivāya devatāyai namaḥ |
śāradāyām:
vāmadevo muniśchandaḥ paṃktirdevaḥ sadāśivaḥ
|| 6 ||

Dann vollzieht man den im allgemeinen Pūjāverfahren beschriebenen Sitznyāsa und setzt die Sitzkräfte ein. Mit oṃ und namaḥ setzt man auf die im Osten beginnenden Staubfäden des Herzlotus Vāmā, Jyeṣṭhā, Raudrī, Kālī, Kalavikariṇī, Balavikariṇī, Balaprathamanī und Sarvabhūtadamanī. In die Mitte setzt man Manonmanī. Darüber: „oṃ namo bhagavate sakalaguṇātmaśaktiyuktāyānantāya yogapīṭhātmane namaḥ – Verehrung dem Erhabenen, dem Unendlichen, verbunden mit der Kraft, deren Wesen alle Eigenschaften sind, dessen Wesen der Yogasitz ist“. Die Śāradā nennt dieselben Sitzkräfte, jedoch Balapramathanī statt Balaprathamanī, und erklärt die Wortfolge des Sitzmantras mit oṃ am Anfang und namaḥ am Schluss. Mit ihm reicht man Girijāpati den Sitz, bildet mit dem Grundmantra die Gestalt, ruft Śiva darin an und verehrt ihn. Dann der Sehernyāsa: Vāmadeva auf dem Kopf, Paṅkti am Mund, Sadāśiva am Herzen, jeweils mit der Verehrungsformel; die Śāradā bestätigt diese Zuordnungen. [Die abweichenden Namensformen der Prosa bleiben verzeichnet.]


Sanskrit in Devanagari

Die Schriftfassung deckt dieselben ausgewählten Textstellen wie die IAST-Fassung ab.

P2-0593 · 13
मन्त्रान्तरम्
भुवनेशो प्रणवं नमः शिवाय भुवनेशी पुनरष्टाक्षरो
मनुः
॥ १३ ॥

P2-0594 · 14
तथा च निबन्धे:
षडक्षरः शक्तिरुद्धः कथितोऽष्टाक्षरो मनुः ।
अस्य पूजा:
प्रातःकृत्यादि-शौवोक्तपीठमन्वन्तं पीठन्यासं विधाय
ऋष्यादिन्यासं कुर्यात् ।
शिरसि वामदेवाय ऋषये नमः, मुखे पंक्तिच्छन्दसे नमः, हृदि
उमापतये देवतायै नमः
॥ १४ ॥

P2-0595 · 15
ततः कराङ्गन्यासौ:
ॐ अंगुष्ठाभ्यां नमः ।
नं तर्जनीभ्यां स्वाहा ।
मं मध्यमाभ्यां वषट् ।
शिं अनामिकाभ्यां हुं ।
वां कनिष्ठाभ्यां वौषट् ।
यं करतलपृष्ठाभ्यां फट् ।
एवं हृदयादिषु
॥ १५ ॥

P2-0596 · 16
ततो ध्यानम्:
वन्धूकाभं त्रिनेत्रं शशिशकलधरं स्मेरवक्त्रं वहन्तं,
हस्तैः शूलं कपालं वरदमभयदं चारुहासं नमामि ।
वामोरुस्तम्भगायाः करतलविलसच्चारुरक्तोत्पलाय,
हन्तेनाश्लिष्टदेहं मणिमय- विलसद्भूषणायाः प्रियायाः ॥
एवं ध्यात्वा मानसैः सम्पूज्यार्घ्यस्थापनं कृत्वा
शैवोक्तपीठपूजां विधाय पुनर्ध्यात्वा
आवाहनादिपञ्चपुष्पाञ्जलिदानपर्यन्तं
विधायावरणपूजामारभेत् ।
यथा:
केशरेष्वग्निनिर्-ऋतिवायव्यीशानकोणेषु मध्ये दिक्षु च ॐ हृदयाय
नमः, नं शिरसे स्वाहा, मं शिखायै वषट्, शिं कवचाय हुं,
वां नेत्रत्रयाय वौषट्, यं अस्त्राय फट् ।
ततो पूर्वादिदिक्षु च ॐ हृल्लेखायै नमः, एवं गगनायै रक्तायै
करालिकायै महोच्छुष्मायै ।
ततः पत्रेषु पूर्वादि वृषभादीन्पूजयेत् ।
ॐ वृषभाय नमः एवं क्षेत्रपालाय चण्डेश्वराय दुर्गायै
कार्तिकेयाय नन्दिने विघ्ननाशकाय सेनापतये ।
ततः पूर्ववत्पत्रेषु उमादीन्पूजयेत् ।
तद्बाह्ये ब्रह्म्याद्या मातरः पूज्याः ।
ब्राह्मी माहेश्वरी कौमारी वैष्णवी वाराही इन्द्राणी चामुण्डा
महालक्ष्मीः ।
तद्बहिरिन्द्रादीन्वज्रादींश्च पूजयेत् ।
ततो धूपादिविसर्जनान्तं कर्म समापयेत्
॥ १६ ॥

P2-0597 · 17
अस्य पुरश्चरणं चतुर्दशलक्षजपः ।
तथा च:
मनुलक्षं जपेन्मन्त्रं तद्दशांशं यथाविधि ।
जुहुयान्मधुरासिक्तैरारग्वधसमिद्वरैः ।
आरग्वधः शोणालुः
॥ १७ ॥

P2-0586 · 6
ततः सामान्यपूजापद्धत्युक्तपीठन्यासं कृत्वा
पीठशक्तिर्न्यसेत् ।
यथा:
ॐ वामायै नमः एवं ज्येष्ठायै रौद्र्यं काल्यै कलविकरिण्यै
वलविकरिण्यै बलप्रथमन्यै सर्वभूतदमन्यै ।
एता हृत्पद्मस्य पूर्वादिकेशरेषु विन्यस्य मध्ये ॐ मनोन्मन्यै
नमः, तदुपरि ॐ नमो भगवते सकलगुणात्म
शक्तियुक्तायानन्ताय योगपीठात्मने नमः ।
तथा च शारदायाम्:
वामा ज्येष्ठा तथा रौद्री काली कलपदादिका विकरिण्याह्वया
प्रोक्ता बलादिविकरिण्यथ ।
बलप्रमथनी पश्चात् सर्वभूतदमन्यपि ।
मनोन्मनीति संप्रोक्ता शिवस्य पीठशक्तयः ।
नमो भगवते पश्चात्सकलादि वदेत्ततः ।
गुणादिशक्तियुक्ताय ततोऽनन्ताय तत्परम् ।
योगपीठात्मने भूयो नमोन्तरादिको मनुः ।
अमुना मनुना पश्चादासनं गिरिजापतेः ।
मूर्तिं मूलेन सङ्कल्प्य तत्रावाह्य यजेच्छिवम् ।
तत ऋष्यादिन्यासः:
शिरसि वामदेवाय ऋषये नमः, मुखे पंक्तिच्छन्दसे नमः, हृदि
सदाशिवाय देवतायै नमः ।
शारदायाम्:
वामदेवो मुनिश्छन्दः पंक्तिर्देवः सदाशिवः
॥ ६ ॥

Quellen und Textstand

  • Krishnananda Agamavagisha: Brihat Tantrasara. Grundlage ist die gespeicherte deutsche Gesamtausgabe mit den zugehörigen IAST- und Devanagari-Dateien, Bearbeitungsstand 4. Oktober 2026.
  • Die Kennungen P1 bis P5 mit vierstelliger Nummer bezeichnen die Fundstellen der Gesamtausgabe. Die daneben stehende Verszählung einschließlich Zusatznummern bleibt erhalten.
  • Lokale Hinweise in eckigen Klammern kennzeichnen Lesarten, Textlücken und Übersetzungsprobleme. Ein neuer Vergleich mit einer gedruckten Sanskritedition wurde für diese Ritualredaktion nicht vorgenommen.
  • Brihat Tantrasara Übersetzung 2: P2-0593–P2-0597; ergänzend P2-0586


Ergänzendes Praxisvideo

Shiva Puja Mantras von Yoga Vidya. Das Video dient der allgemeinen Einführung beziehungsweise Rezitationspraxis. Es zeigt eine andere oder vereinfachte Fassung; für diesen Artikel gelten die oben belegten Mantras und die jeweilige Ritualordnung.

Siehe auch

Seminare

Kundalini Yoga

06.11.2026 - 08.11.2026 Kundalini Yoga Einführung

Gründliche Einführung in die Theorie und Praxis des Kundalini Yoga, Yoga der Energie. Die praktischen Übungen des Kundalini Yoga umfassen Pranayama (…
Arjuna Wingen
13.11.2026 - 15.11.2026 Kundalini Yoga Mittelstufe

Intensives Kundalini Yoga Seminar zur Erweckung der inneren Kundalini Energie, Erweiterung des Bewusstseins und Entfaltung des vollen Potentials. Yoga A…
Manuel Hirning

Indische Schriften

26.12.2026 - 02.01.2027 Indische Rituale Ausbildung

Du interessierst dich für indische Rituale? Du hast die einzigartige Gelegenheit, in dieser Rituale Ausbildung bei Yoga Vidya die kleine Puja, große P…
Sukadev Bretz, Shankari Winkelbauer
01.01.2027 - 10.01.2027 Yogalehrer Weiterbildung Intensiv A1 - Jnana Yoga und Vedanta

Kompakte, vielseitige Weiterbildung für Yogalehrer rund um Jnana Yoga und Vedanta.
Tauche tief ein ins Jnana Yoga und Vedanta, studiere die indischen S…
Vedamurti Dr Olaf Schönert

Chakras

20.11.2026 - 22.11.2026 Heilreise durch die Chakren

Tauche ein in eine transformative Reise durch die sieben Hauptchakren und erfahre, wie du deine Energiezentren aktivieren, ausbalancieren und für dein …
Nese Niekrens, Gajendra Sebastian Niekrens
26.12.2026 - 01.01.2027 Kundalini Yoga Intensiv Praxis - Live Online

Intensives Praktizieren der im Mittelstufen-Seminar gelernten Übungen für noch tiefere Erfahrung und Erweiterung des Bewusstseins ohne viel Theorie. L…
Sukadev Bretz, Shaktipriya Vogt, Radharani Birkner

Energiearbeit

06.11.2026 - 08.11.2026 Kundalini Yoga Einführung

Gründliche Einführung in die Theorie und Praxis des Kundalini Yoga, Yoga der Energie. Die praktischen Übungen des Kundalini Yoga umfassen Pranayama (…
Arjuna Wingen
13.11.2026 - 15.11.2026 Kundalini Yoga Mittelstufe

Intensives Kundalini Yoga Seminar zur Erweckung der inneren Kundalini Energie, Erweiterung des Bewusstseins und Entfaltung des vollen Potentials. Yoga A…
Manuel Hirning