Mrityunjaya Puja mit Om Jum Sah nach dem Brihat Tantrasara
Mrityunjaya Puja mit Om Jum Sah nach dem Brihat Tantrasara beschreibt eine Ritualpraxis des Brihat Tantrasara, um Mrityunjaya in seiner dreisilbigen Mantraform zu verehren.
Voraussetzungen
Vorausgesetzt sind die Kenntnis von Puja und Sanskritrezitation sowie der zu dieser Gottheitsform gehörenden Reinigung, Nyasas und Mudras. Wo die Quelle auf die allgemeine Paddhati verweist, gehört diese Vorbereitung zur Durchführung. Die Besonderheiten und die konkret belegten Formeln folgen unten.
Vorbereitung und Ritualmittel
Shaivischer Kultsitz, Wasser und Arghya-Gefäß, Blumen, Duftstoff, Räucherwerk, Lampe und Speise.
Umfang und Überlieferung
Rishi Kahola, Metrum Devigayatri, Gottheit Mrityunjaya. Der Handnyasa arbeitet mit Sam, Sim, Sum, Saim, Saum, Sah.
Hauptmantra
oṃ jūṃ saḥ
Bedeutung und Funktion: Om Jum Sah, die dreisilbige Vidya des Todesüberwinders.
Durchführung
- Vollziehe die vorausgesetzten Morgenhandlungen bis zur Atemregelung. Setze die neun shaivischen Sitzkräfte nach P2-0586 ein und verehre den Sitz mit der dort ausgeschriebenen Formel.
- Berühre für den Rishi Nyasa Kopf, Mund und Herz: Ordne der Reihe nach Kahola, Devigayatri und Mrityunjaya Mahadeva zu (P2-0603). Sprich die jeweiligen Verehrungsformeln des Belegs.
- Vollziehe den Hand- und Gliedernyasa mit den unten ausgeschriebenen Formeln (P2-0604).
- Vergegenwärtige Mrityunjaya zwischen zwei Lotussen: mit Mond-, Sonnen- und Feuerauge, Schlinge, Antilope, Gebetskette und Mudra; aus dem Mond seiner Krone durchströmt ihn Nektar. Bringe Duft, Blumen, Räucherwerk, Licht und Speise zunächst geistig dar.
- Richte das Arghya in einem geeigneten Gefäß ein und verehre den äußeren Sitz. Meditiere erneut, rufe die Gottheit an und bringe die Gaben bis zu fünf Blumenhandvoll dar. Die Quelle wiederholt Arghyaeinrichtung, Sitzverehrung und Meditation ausdrücklich; diese Wiederholung bleibt bestehen (P2-0605).
- Verehre die Glieder und Umkreise in der Reihenfolge von P2-0605. Die besonderen Namen und Positionen sind unmittelbar unter „Umkreis und Abschluss“ aufgelöst. Schließe mit Räucherwerk, Licht, Speise und der vorgeschriebenen Entlassung.
- Die gesonderte Purascharana umfasst 300.000 Japa und 30.000 Feueropfer mit Amrita-Stücken, reiner Milch und geklärter Butter (P2-0606).
Formeln und Zuordnungen
Ausgeschriebener Hand- und Gliedernyasa
Die folgende Auflösung folgt P2-0604. Sie ergänzt die dort ausgeschriebene Anfangsformel nach der ausdrücklich genannten Fortsetzungsregel. Sprich bei jeder Berührung die vollständige Formel. Der Handnyasa folgt der Fingerreihe; anschließend folgt der Gliedernyasa. Bei Schutzpanzer und Waffe wird die erlernte Schutzgebärde ausgeführt. Die Bijas sind Keimsilben. Sie haben hier keine Satzübersetzung. Die nachfolgenden Wörter benennen die Finger beziehungsweise Körperstellen; namaḥ ist die Verehrung, svāhā und vaṣaṭ sind Weihe- und Darbringungsrufe, huṃ, vauṣaṭ und phaṭ die jeweiligen rituellen Abschlüsse.
Handnyasa
| Berührung / Zuordnung | Vollständige Formel |
|---|---|
| beide Daumen | sāṃ aṃguṣṭhābhyāṃ namaḥ |
| beide Zeigefinger | sīṃ tarjanībhyāṃ svāhā |
| beide Mittelfinger | sūṃ madhyamābhyāṃ vaṣaṭ |
| beide Ringfinger | saiṃ anāmikābhyāṃ huṃ |
| beide kleinen Finger | sauṃ kaniṣṭhābhyāṃ vauṣaṭ |
| Handflächen und Handrücken | saḥ karatalapṛṣṭhābhyāṃ phaṭ |
Gliedernyasa
| Berührung / Zuordnung | Vollständige Formel |
|---|---|
| Herz | sāṃ hṛdayāya namaḥ |
| Kopf | sīṃ śirase svāhā |
| Haarlocke / Scheitel | sūṃ śikhāyai vaṣaṭ |
| Schutzpanzer | saiṃ kavacāya huṃ |
| drei Augen | sauṃ netratrayāya vauṣaṭ |
| Waffe / Schutzkreis | saḥ astrāya phaṭ |
Umkreis und Abschluss
Die Meditation: Man vergegenwärtigt sich Paśupati Mṛtyuñjaya: Seine Augen sind Mond, Sonne und Feuer; er lächelt und steht zwischen zwei Lotussen. Seine Hände glänzen mit Mudrā, Schlinge, Antilope und Gebetskette. Er leuchtet wie der Mond, und sein Körper ist vom Nektar durchtränkt, der aus dem Mond seiner Krone fließt. Halsketten und weiterer Schmuck lassen ihn strahlen; mit seiner Schönheit verzaubert er die Welt. Nach dieser Meditation verehrt man mit geistigen Gaben, vollzieht Arghyaeinrichtung und Sitzverehrung, meditiert erneut, vollzieht nochmals Arghyaeinrichtung und Sitzverehrung und meditiert erneut. [Diese Wiederholung steht ausdrücklich in der Vorlage.] Nach Anrufung und den weiteren Handlungen bis zu den fünf Handvoll Blumen folgt die Umkreisverehrung: auf den Staubfäden in den Ecken, beginnend im Südosten, in der Mitte und in den Richtungen die sechs Glieder mit „sāṃ hṛdayāya namaḥ“ und den weiteren Formeln; außen Indra und die übrigen Richtungshüter sowie Donnerkeil und die übrigen Waffen. Dann vollendet man die Handlungen vom Räucherwerk bis zur Entlassung. (P2-0605; deutsche Auflösung der Vorschrift.)
Arghya-Gefäß
Für Shiva und Surya schließt P2-0590 die Muschel als Arghya-Gefäß ausdrücklich aus. Verwende hier ein anderes geeignetes Arghya-Gefäß. Der Nachweis steht im Abschnitt P2-0590 der Gesamtausgabe; dies ist eine Gefäßregel, kein zusätzlicher Ritus.
Sanskrit und deutsche Übersetzung
P2-0602 · 22
mṛtyuñjayamantra :
tāraṃ sthirā sakarṇendurbhṛguḥ sargasamanvitaḥ |
tryakṣarātmā nigadito mantro mṛtyuñjayātmakaḥ |
sthirā jakāraḥ karṇa ūkāraḥ bhṛguḥ sakāraḥ
|| 22 ||
Das Mṛtyuñjayamantra: Tārā, Sthirā mit Ohr und Bindu und Bhṛgu mit Ausstoß bilden das dreisilbige Mantra des Todesüberwinders. Sthirā ist ja, Ohr ū, Bhṛgu sa. Daraus ergibt sich oṃ jūṃ saḥ.
P2-0603 · 23
asya pūjā:
prātaḥkṛtyādi - śaivoktaṃ pīṭhanyāsāntaṃ vidhāya ṛṣyādi
nyāsaṃ kuryāt |
śirasi kahola-ṛṣaye namaḥ |
mukhe devīgāyatrīcchandase namaḥ |
hṛdi mṛtyuñjayāya mahādevāya devatāyai namaḥ |
tathā ca:
ṛṣiḥ kaholo - devyādi - gāyatrīcchanda īritam |
mṛtyuñjayo mahādevo devatāsya prakīrtitā
|| 23 ||
Seine Verehrung: Nach den morgendlichen Handlungen bis zum śaivischen Sitznyāsa folgt der Sehernyāsa: Kahola auf dem Kopf, Devīgāyatrī am Mund und Mṛtyuñjaya Mahādeva am Herzen, jeweils mit der Verehrungsformel. Das Zitat bestätigt diese drei Zuordnungen.
P2-0604 · 24
tataḥ karāṅganyāsau:
sāṃ aṃguṣṭhābhyāṃ namaḥ |
sīṃ tarjanībhyāṃ svāhā sūṃ madhyamābhyāṃ vaṣaṭ |
saiṃ anāmikābhyāṃ huṃ |
sauṃ kaniṣṭhābhyāṃ vauṣaṭ |
saḥ karatalapṛṣṭhābhyāṃ phaṭ |
evaṃ hṛdayādiṣu ṣaḍdīrghabhājā sakāreṇa kuryāt |
tathā ca nibandhe:
bhṛguṇā dīrghayuktena kuryādaṅgakriyāṃ manoḥ
|| 24 ||
Der Handnyāsa: sāṃ an den Daumen mit namaḥ; sīṃ an den Zeigefingern mit svāhā; sūṃ an den Mittelfingern mit vaṣaṭ; saiṃ an den Ringfingern mit huṃ; sauṃ an den kleinen Fingern mit vauṣaṭ; saḥ an Handflächen und Handrücken mit phaṭ. Ebenso am Herzen und den weiteren Gliedern, mit sa und den sechs langen Vokalen. Der Nibandha bestätigt die Gliederhandlung mit Bhṛgu, dem sa-Laut, verbunden mit den langen Vokalen.
P2-0605 · 25
tato dhyānam:
candrārkāgnivilocanaṃ smitamukhaṃ padmadvayāntaḥsthitaṃ,
mudrāpāśamṛgākṣasūtravilasatpāṇiṃ himāṃśuprabham |
koṭīrendugalatsudhāplutatanuṃ hārādibhūṣojjvalaṃ kāntyā
viśvavimohanaṃ paśupatiṃ mṛtyuñjayaṃ bhāvayet ||
evaṃ dhyātvā mānasaiḥ sampūjya arghyasthāpanādi - pīṭhapūjāṃ
vidhāya punardhyātvā arghyasthāpanādi - pīṭhapūjāṃ vidhāya
punardhyātvā āvāhanādipañcapuṣpāñjalidānaparyantaṃ
vidhāyāvaraṇapūjāṃ kuryāt |
tadyathā:
keśareṣu agnyādikoṇeṣu madhye dikṣu ca sāṃ hṛdayāya namaḥ
ityādinā ṣaḍaṅgāni sampūjya, tadbahirindrādīnvajrādīṃśca
pūjayet |
tato dhūpādivisarjanāntaṃ karma samāpayet
|| 25 ||
Die Meditation: Man vergegenwärtigt sich Paśupati Mṛtyuñjaya: Seine Augen sind Mond, Sonne und Feuer; er lächelt und steht zwischen zwei Lotussen. Seine Hände glänzen mit Mudrā, Schlinge, Antilope und Gebetskette. Er leuchtet wie der Mond, und sein Körper ist vom Nektar durchtränkt, der aus dem Mond seiner Krone fließt. Halsketten und weiterer Schmuck lassen ihn strahlen; mit seiner Schönheit verzaubert er die Welt. Nach dieser Meditation verehrt man mit geistigen Gaben, vollzieht Arghyaeinrichtung und Sitzverehrung, meditiert erneut, vollzieht nochmals Arghyaeinrichtung und Sitzverehrung und meditiert erneut. [Diese Wiederholung steht ausdrücklich in der Vorlage.] Nach Anrufung und den weiteren Handlungen bis zu den fünf Handvoll Blumen folgt die Umkreisverehrung: auf den Staubfäden in den Ecken, beginnend im Südosten, in der Mitte und in den Richtungen die sechs Glieder mit „sāṃ hṛdayāya namaḥ“ und den weiteren Formeln; außen Indra und die übrigen Richtungshüter sowie Donnerkeil und die übrigen Waffen. Dann vollendet man die Handlungen vom Räucherwerk bis zur Entlassung.
P2-0606 · 25ka
asya puraścaraṇaṃ lakṣatrayajapaḥ ||
tathā ca:
guṇalakṣaṃ japenmantraṃ taddaśāṃśaṃ viśāladhīḥ |
juhuyādamṛtākhaṇḍaiḥ śuddhadugdhājyaloḍitaiḥ
|| 25ka ||
Das Puraścaraṇa beträgt drei Lakh, also 300.000 Wiederholungen. Dazu heißt es: Der weitsichtige Praktizierende wiederholt das Mantra 300.000-mal und opfert ein Zehntel mit Stücken von Amṛtā, vermischt mit reiner Milch und geklärter Butter.
Ergänzungen zu ausdrücklichen Rückverweisen
Die folgenden Stellen erläutern die im Ablauf vorausgesetzten Mantras oder Teilhandlungen. Sie bilden hier keine zusätzliche, vollständig zu wiederholende Puja.
P2-0586 · 6
tataḥ sāmānyapūjāpaddhatyuktapīṭhanyāsaṃ kṛtvā
pīṭhaśaktirnyaset |
yathā:
oṃ vāmāyai namaḥ evaṃ jyeṣṭhāyai raudryaṃ kālyai kalavikariṇyai
valavikariṇyai balaprathamanyai sarvabhūtadamanyai |
etā hṛtpadmasya pūrvādikeśareṣu vinyasya madhye oṃ manonmanyai
namaḥ, tadupari oṃ namo bhagavate sakalaguṇātma
śaktiyuktāyānantāya yogapīṭhātmane namaḥ |
tathā ca śāradāyām:
vāmā jyeṣṭhā tathā raudrī kālī kalapadādikā vikariṇyāhvayā
proktā balādivikariṇyatha |
balapramathanī paścāt sarvabhūtadamanyapi |
manonmanīti saṃproktā śivasya pīṭhaśaktayaḥ |
namo bhagavate paścātsakalādi vadettataḥ |
guṇādiśaktiyuktāya tato'nantāya tatparam |
yogapīṭhātmane bhūyo namontarādiko manuḥ |
amunā manunā paścādāsanaṃ girijāpateḥ |
mūrtiṃ mūlena saṅkalpya tatrāvāhya yajecchivam |
tata ṛṣyādinyāsaḥ:
śirasi vāmadevāya ṛṣaye namaḥ, mukhe paṃkticchandase namaḥ, hṛdi
sadāśivāya devatāyai namaḥ |
śāradāyām:
vāmadevo muniśchandaḥ paṃktirdevaḥ sadāśivaḥ
|| 6 ||
Dann vollzieht man den im allgemeinen Pūjāverfahren beschriebenen Sitznyāsa und setzt die Sitzkräfte ein. Mit oṃ und namaḥ setzt man auf die im Osten beginnenden Staubfäden des Herzlotus Vāmā, Jyeṣṭhā, Raudrī, Kālī, Kalavikariṇī, Balavikariṇī, Balaprathamanī und Sarvabhūtadamanī. In die Mitte setzt man Manonmanī. Darüber: „oṃ namo bhagavate sakalaguṇātmaśaktiyuktāyānantāya yogapīṭhātmane namaḥ – Verehrung dem Erhabenen, dem Unendlichen, verbunden mit der Kraft, deren Wesen alle Eigenschaften sind, dessen Wesen der Yogasitz ist“. Die Śāradā nennt dieselben Sitzkräfte, jedoch Balapramathanī statt Balaprathamanī, und erklärt die Wortfolge des Sitzmantras mit oṃ am Anfang und namaḥ am Schluss. Mit ihm reicht man Girijāpati den Sitz, bildet mit dem Grundmantra die Gestalt, ruft Śiva darin an und verehrt ihn. Dann der Sehernyāsa: Vāmadeva auf dem Kopf, Paṅkti am Mund, Sadāśiva am Herzen, jeweils mit der Verehrungsformel; die Śāradā bestätigt diese Zuordnungen. [Die abweichenden Namensformen der Prosa bleiben verzeichnet.]
Sanskrit in Devanagari
Die Schriftfassung deckt dieselben ausgewählten Textstellen wie die IAST-Fassung ab.
P2-0602 · 22
मृत्युञ्जयमन्त्र :
तारं स्थिरा सकर्णेन्दुर्भृगुः सर्गसमन्वितः ।
त्र्यक्षरात्मा निगदितो मन्त्रो मृत्युञ्जयात्मकः ।
स्थिरा जकारः कर्ण ऊकारः भृगुः सकारः
॥ २२ ॥
P2-0603 · 23
अस्य पूजा:
प्रातःकृत्यादि - शैवोक्तं पीठन्यासान्तं विधाय ऋष्यादि
न्यासं कुर्यात् ।
शिरसि कहोल-ऋषये नमः ।
मुखे देवीगायत्रीच्छन्दसे नमः ।
हृदि मृत्युञ्जयाय महादेवाय देवतायै नमः ।
तथा च:
ऋषिः कहोलो - देव्यादि - गायत्रीच्छन्द ईरितम् ।
मृत्युञ्जयो महादेवो देवतास्य प्रकीर्तिता
॥ २३ ॥
P2-0604 · 24
ततः कराङ्गन्यासौ:
सां अंगुष्ठाभ्यां नमः ।
सीं तर्जनीभ्यां स्वाहा सूं मध्यमाभ्यां वषट् ।
सैं अनामिकाभ्यां हुं ।
सौं कनिष्ठाभ्यां वौषट् ।
सः करतलपृष्ठाभ्यां फट् ।
एवं हृदयादिषु षड्दीर्घभाजा सकारेण कुर्यात् ।
तथा च निबन्धे:
भृगुणा दीर्घयुक्तेन कुर्यादङ्गक्रियां मनोः
॥ २४ ॥
P2-0605 · 25
ततो ध्यानम्:
चन्द्रार्काग्निविलोचनं स्मितमुखं पद्मद्वयान्तःस्थितं,
मुद्रापाशमृगाक्षसूत्रविलसत्पाणिं हिमांशुप्रभम् ।
कोटीरेन्दुगलत्सुधाप्लुततनुं हारादिभूषोज्ज्वलं कान्त्या
विश्वविमोहनं पशुपतिं मृत्युञ्जयं भावयेत् ॥
एवं ध्यात्वा मानसैः सम्पूज्य अर्घ्यस्थापनादि - पीठपूजां
विधाय पुनर्ध्यात्वा अर्घ्यस्थापनादि - पीठपूजां विधाय
पुनर्ध्यात्वा आवाहनादिपञ्चपुष्पाञ्जलिदानपर्यन्तं
विधायावरणपूजां कुर्यात् ।
तद्यथा:
केशरेषु अग्न्यादिकोणेषु मध्ये दिक्षु च सां हृदयाय नमः
इत्यादिना षडङ्गानि सम्पूज्य, तद्बहिरिन्द्रादीन्वज्रादींश्च
पूजयेत् ।
ततो धूपादिविसर्जनान्तं कर्म समापयेत्
॥ २५ ॥
P2-0606 · 25ka
अस्य पुरश्चरणं लक्षत्रयजपः ॥
तथा च:
गुणलक्षं जपेन्मन्त्रं तद्दशांशं विशालधीः ।
जुहुयादमृताखण्डैः शुद्धदुग्धाज्यलोडितैः
॥ २५क ॥
P2-0586 · 6
ततः सामान्यपूजापद्धत्युक्तपीठन्यासं कृत्वा
पीठशक्तिर्न्यसेत् ।
यथा:
ॐ वामायै नमः एवं ज्येष्ठायै रौद्र्यं काल्यै कलविकरिण्यै
वलविकरिण्यै बलप्रथमन्यै सर्वभूतदमन्यै ।
एता हृत्पद्मस्य पूर्वादिकेशरेषु विन्यस्य मध्ये ॐ मनोन्मन्यै
नमः, तदुपरि ॐ नमो भगवते सकलगुणात्म
शक्तियुक्तायानन्ताय योगपीठात्मने नमः ।
तथा च शारदायाम्:
वामा ज्येष्ठा तथा रौद्री काली कलपदादिका विकरिण्याह्वया
प्रोक्ता बलादिविकरिण्यथ ।
बलप्रमथनी पश्चात् सर्वभूतदमन्यपि ।
मनोन्मनीति संप्रोक्ता शिवस्य पीठशक्तयः ।
नमो भगवते पश्चात्सकलादि वदेत्ततः ।
गुणादिशक्तियुक्ताय ततोऽनन्ताय तत्परम् ।
योगपीठात्मने भूयो नमोन्तरादिको मनुः ।
अमुना मनुना पश्चादासनं गिरिजापतेः ।
मूर्तिं मूलेन सङ्कल्प्य तत्रावाह्य यजेच्छिवम् ।
तत ऋष्यादिन्यासः:
शिरसि वामदेवाय ऋषये नमः, मुखे पंक्तिच्छन्दसे नमः, हृदि
सदाशिवाय देवतायै नमः ।
शारदायाम्:
वामदेवो मुनिश्छन्दः पंक्तिर्देवः सदाशिवः
॥ ६ ॥
Quellen und Textstand
- Krishnananda Agamavagisha: Brihat Tantrasara. Grundlage ist die gespeicherte deutsche Gesamtausgabe mit den zugehörigen IAST- und Devanagari-Dateien, Bearbeitungsstand 4. Oktober 2026.
- Die Kennungen P1 bis P5 mit vierstelliger Nummer bezeichnen die Fundstellen der Gesamtausgabe. Die daneben stehende Verszählung einschließlich Zusatznummern bleibt erhalten.
- Lokale Hinweise in eckigen Klammern kennzeichnen Lesarten, Textlücken und Übersetzungsprobleme. Ein neuer Vergleich mit einer gedruckten Sanskritedition wurde für diese Ritualredaktion nicht vorgenommen.
- Brihat Tantrasara Übersetzung 2: P2-0602–P2-0606; ergänzend P2-0586
Ergänzendes Praxisvideo
Shiva Puja Mantras von Yoga Vidya. Das Video dient der allgemeinen Einführung beziehungsweise Rezitationspraxis. Es zeigt eine andere oder vereinfachte Fassung; für diesen Artikel gelten die oben belegten Mantras und die jeweilige Ritualordnung.
Siehe auch
- Brihat Tantrasara Ritualartikel Übersicht
- Mrityunjaya Japa mit der Palaya-Erweiterung nach dem Brihat Tantrasara
- Mrityunjaya Trageyantra Herstellung nach dem Brihat Tantrasara
- Mrityunjaya Homa mit Guduchi nach dem Brihat Tantrasara
- Mrityunjaya Homa mit sieben Gaben nach dem Brihat Tantrasara
- Mrityunjaya Homa mit elf Durva-Gaben nach dem Brihat Tantrasara
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