Ramanama

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Ramanama (Sanskrit रामनाम rāmanāma m.) ist ein Name von Rama. Ramanama, auch geschrieben "Rama Nama", gilt als machtvolle spirituelle Praxis. Innerhalb des Hinduismus gibt es eine Strömung, die besonders Rama verehrt. Dabei spielt Ramanama, der Name Ramas, eine besondere Rolle. Insbesondere Tulsidas, der große Dichter, Heilige und Schriftsteller, preist in seinem Hauptwerk Ramcharitmanas Ramanama, die Rezitation des Heiligen Namens als wertvolle spirituelle Praxis.

Rama, der freudvoll Strahlende

In unserer Zeit haben besonders Neem Karoli Baba und Papa Ramdas (Swami Ramdas) Rama Nama gelebt, verwirklicht und gelehrt. Was aber heißt Ramanama? Ramanama ist ein Sanskritwort und besteht aus zwei Wörtern, "Rama" und "Nama". Rama heißt Freude, bezieht sich hier auf Rama als Inkarnation Gottes, als Avatar, als Manifestation des Göttlichen, 7. Avatar von Vishnu. "Nama" heißt Name. Rama ist der Name Gottes, Rama Nama. Die spirituelle Praxis von Ramanama heißt den Namen Rama immer wieder zu wiederholen oder auch ein Mantra von Rama wie "Om Shri Ram Jaya Ram Jaya Jaya Ram" oder auch "Om Shri Ramaya Namaha". Auch das Singen von Rama Kirtans wird als Rama Nama bezeichnet.

Sukadev über Ramanama

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Ramanama

Ramanama ist ein Ausdruck, der gerade in der Rama-Tradition, in der Rama-Spiritualität von besonderer Wichtigkeit ist. Rama ist zum einen der Name der siebten Inkarnation Gottes auf Erden, Rama ist aber auch ein Mantra an sich. Du kannst einfach sagen: „Rama Rama Rama.“ Und es gibt eine große Menge an Meistern, die allein durch „Rama“, sogar in der Verkürzung „Ram“, die höchste Verwirklichung erreicht haben. Und gerade in der Rama-Spiritualität, der Rama-Bhakti-Bewegung, hat der Gottesname eine besondere Bedeutung.

Im Shaivismus z.B., da ist Shiva zwar auch schon wichtig, aber das Wichtigste ist: „Om Nama Shivaya.“ Oder auch in der Krishna-Verehrung gibt es zwar den Namen Krishna, aber das Mantra ist: „Om Namo Bhagavate Vasudevaya.“ Oder auch: „Hare Rama Hare Rama Rama Rama Hare Hare, Hare Krishna Hare Krishna, Krishna Krishna Hare Hara.“ Währenddessen, bei Rama reicht einfach "Rama" aus. Und so gibt es z.B. die Ramcharitmanas, die den Namen "Ramanama" lobpreist, den Namen von Rama, über alle Maßen.

Und da gibt es auch die Frage: „Was ist wichtiger, Gott oder der Name Gottes?“ Das ist jetzt paradox. Da wird auch gefragt: „Was ist machtvoller, Gott oder der Name Gottes?“ Und Tulsidas behauptet, dass der Name Gottes noch wichtiger ist als Gott selbst. Das klingt jetzt etwas eigenartig. Aber da gibt es eine ganze Philosophie dahinter, und es gibt auch gute Gründe dafür, denn wenn du von Gott sprichst, machst du dir immer eine Vorstellung von Gott, und du stellst ihn dir vor. Und das ist letztlich begrenzt. Wenn du aber den Namen Gottes rufst, dann rufst du Gott so, wie er ist, ohne ihn dir vorzustellen. Das ist so ähnlich, wie wenn du einen Menschen nicht kennst, und jetzt würdest du probieren, diesen Menschen zu beschreiben und wie er ist. Das ist schwierig. Du kannst aber einfach den Menschen rufen, und dann kommt er her, und dann ist er da.

Angenommen, es ist jemand im Raum, und du willst jetzt überlegen: „Wer ist das überhaupt usw.?“ Und du machst dir eine Vorstellung. Oder du rufst ihn einfach und sagst: „Her XY, könnten Sie bitte mal herkommen.“ Da ist also der Name von jemandem machtvoller als er selbst, solange du ihn nicht kennst. In diesem Sinne, Gott ist da, aber du kennst ihn nicht, zumindests nicht vollkommen, zumindest nicht ganz. Vielleicht kennst du ihn ja, und du bist ein Gottverwirklichter, aber ich nehme jetzt einmal an, die Mehrheit derjenigen, die diese Vorträge lesen, sind in diesem Moment sich nicht vollständig ihrer höchsten Verwirklichung bewusst.

Aber du kannst Gottes Namen sagen, du kannst sagen: „Rama Rama Rama.“ Und Gott kommt, so wie du ihn anrufst. Deshalb, sobald du den Namen Gott wiederholst, ist Gott gegenwärtig. Wenn du nur eine Vorstellung von Gott hast, ist Gott in der beschränkten Vorstellung gegenwärtig. Daher ist es gut, den Namen Gottes zu wiederholen. Und so wird gerade im Rama-Bhakti Ramanama über alle Maßen gepriesen. Es wird auch gesagt, der Name ist das Entscheidende. Daher, wiederhole Gottes Name. Wenn du Gottes Name wiederholst, ist Gott da. Bei Rama ganz besonders, aber auch wenn du einen anderen Namen Gottes wiederholst, sei dir dessen bewusst, dass du mit seinem Namen Gott rufst. Und weil Gott da ist, wird er gegenwärtig und erfahrbar, einfach indem du Gottes Namen nennst. Rama Rama Rama. Ram Ram Ram.

Siehe auch

Literatur

  • Swami Sivananda, Inspirierende Geschichten (2005)
  • Swami Sivananda, Japa Yoga (2003)
  • Swami Sivananda, Göttliche Erkenntnis (2001)
  • Swami Sivananda, Shrimad Bhagavad Gita. Erläuternder Text und Kommentar von Swami Sivananda (1998)
  • Swami Sivananda, Gedanken zur Kontemplation (1996)
  • Swami Sivananda: Beauties of Ramayana Divine Life Society, 1996
    • Swami Sivananda, Sadhana – Ein Lehrbuch mit Techniken zur spirituellen Vollkommenheit
  • Swami Sivananda: Feste und Fastentage im Hinduismus, Yoga Vidya Verlag
  • Ramayana

Weblinks

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