Neinsagertum

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Neinsagertum - Wortursprung, Synonyme, Antonyme. Neinsagertum ist eine Art Antihaltung, die wenig Positives bewirkt. Manche Menschen definieren sich dadurch, was sie sie alles nicht wollen. Es gibt ganze Gruppen von Menschen, die im Neinsagertum verhaftet sind: Wann immer man einen Vorschlag macht, eine Idee hat, sagen sie nein. Man kann Neinsager schimpfen, man kann sie bekämpfen, weiter kommt man so nicht. Manchmal hilft es, die Neinsager genauer zu fragen: Was wollt ihr überhaupt? Was sind eure Anliegen, was ist dein Anliegen? Wie würde für dich die ideale Zukunft aussehen, z.B. in 5 Jahren, in 10 Jahren? Neinsagertum hat aber auch seine Vorteile: Manchmal muss man die Bedenken der Neinsager auch beachten, um nicht in eine Fallgrube zu stürzen. Manchmal muss man sich aber auch lösen von allem Neinsagertum und einfach loslegen. Aus Fehlern wird man klug. Jeder Fehlschlag ist ein Schritt zum Erfolg.

Vertrauen ist ein Gegenpol zu Neinsagertum

Umgang mit Neinsagertum anderer

Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz

Es gibt manche Menschen, die scheinen in bestimmten Kontexten immer wieder Nein sagen zu wollen. Egal, was du ihnen vorschlägst – sie sagen nein. Egal, worum du sie bittest – nein. Egal, was du selbst machen willst und wo du um Erlaubnis bitten willst – sie sagen nein. Wie gehst du damit um?

Grundsätzlich haben Menschen normalerweise das Bedürfnis zuzustimmen. Menschen fühlen sich besser, wenn sie ja sagen, als wenn sie nein sagen. Eigentlich sind die Menschen von der Evolution her auf Ja-Sagen getrimmt. Nein sagen sie eher aus Angst, nein sagen sie aus der Bedrohung heraus, nein sagen sie manchmal auch eben aus guter Erfahrung. In diesem Sinne kannst du erst einmal überlegen: Sagt der andere wirklich so häufig nein? Vielleicht bist du jemand, der das nein übermäßig stark hört und eigentlich sagt der andere 80 mal ja oder besser: er sagt 5 mal ja, bevor er 1 mal nein sagt, aber du empfindest das ja als so selbstverständlich, dass du nur das nein hörst.

Zweiter Gesichtspunkt: vielleicht müsstest du dem anderen Mal etwas mehr zuhören. Vielleicht versteht er nicht, was du sagst – du müsstest einfach dem anderen zuhören. Wenn ein Mensch das Gefühl hat, dass man ihm zuhört, dass seine Anliegen ernst genommen werden, hat er eine größere Neigung, ja zu sagen.

Dritter Gesichtspunkt: Vielleicht trägst du, das was du willst, nicht gut genug vor. Vielleicht müsstest du lernen, das was du vorhast, etwas genauer zu beschreiben und vielleicht müsstest du es so beschreiben, dass derjenige, dem du es beschreibst, damit auch etwas anfangen kann. Vielleicht müsstest du lernen, deine Präsentation besser zu machen.

Ein weiterer Gesichtspunkt: es gibt manchmal Menschen, die viel nein sagen. Du darfst dich von den Nein-Sagern nicht abhalten lassen, das Gute zu tun. Manchmal musst du genügend Menschen auf deine Seite ziehen, um die Nein-Sager zu überstimmen. Und manchmal musst du auch einfach Dinge tun, auch ohne, dass zugestimmt wird. Es gibt die Aussage, es sei leichter, um Entschuldigung zu bitten als um Genehmigung. In manchen Situationen, wenn es erforderlich ist, und bei Dingen, die vielleicht nicht zu große Auswirkungen haben, kann man auch einfach mal probieren. Und wenn es erfolgreich ist, dann werden die Nein-Sager auch grummelnd zustimmen. Vor allem, wenn du es demütig sagst. Wenn es schief geht, dann bitte eben um Entschuldigung, dann werden die Nein-Sager zwar schimpfen, aber du hast auch um Entschuldigung gebeten und die meisten werden nun auch wieder zustimmen.

Das sind also ein paar Überlegungen zum Neinsagertum. Verschiedene Aspekte – und es gibt noch mehr. Manchmal hilft es einfach nachzudenken und zu überlegen, um dann geschickt und auch mitfühlend und demütig mit anderen umzugehen.

Neinsagertum in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Neinsagertum gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Neinsagertum - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Neinsagertum sind zum Beispiel Rebell, Widerständler, Andersdenker, Freigeist, Schöpfertum .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Neinsagertum - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Neinsagertum sind zum Beispiel Anhänger, Sympathisant, Freund, Jasagertum, Schleimer, Gesinnungslump, Wendehals . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Neinsagertum, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Neinsagertum, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Neinsagertum stehen:

Eigenschaftsgruppe

Neinsagertum kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Neinsagertum sind zum Beispiel das Adjektiv ablehnend, das Verb ablehnen, sowie das Substantiv Neinsager.

Wer Neinsagertum hat, der ist ablehnend beziehungsweise ein Neinsager.

Siehe auch

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