Jaina

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Jaina (Sanskrit: जैन jaina adj. u. m.) zu den Jina in Beziehung stehend; ein Anhänger Jinas; ein Angehöriger der Jaina-Religion. Als Begründer dieser Religion gilt Mahavira.

Mahatma Gandhi (re.) zusammen mit Nehru - Gandhi bezeichnete sich selber als Jaina

Ein Jain, auch Jaina genannt, ist jemand der zu Jina bzw. zu den Jinas gehört. Ein Jaina ist ein Angehöriger des Jainismus. Jina bedeutet siegreich und triumphierend. Wortverwandt ist Jaya. Jina ist die Bezeichnung der Heiligen, der Arhats der Jaina Religion. Der bekannteste Jina war Mahavira, der als der Begründer des Jainismus gilt – auch wenn er der 24. Tirthankara der Jain Religion war.

Sukadev über Jaina

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Jaina

Jaina ist der Name eines Angehörigen einer bestimmten Weltreligion, nämlich des Jainismus. Jaina kommt von Jina, Jina ist ein Beiname von Mahavira. Mahavira war der Begründer des Jainismus und Mahavira wurde Jina genannt. Und Jina heißt "der Siegreiche", "der Triumphierende". Er war siegreich über den eigenen Geist, er hat seine eigenen Emotionen, Gedanken, Gefühle beherrscht und hatte so Zugang bekommen zu einer höheren Wirklichkeit, so wurde er Jina. Und diejenigen, die sich auf Jina beziehen, werden dann eben Jaina genannt. Und die Jainas, oft wird auch gesagt "Jains", im Englischen wird von "the Jains" geschrieben, sind sehr friedliebende Menschen.

Jainismus und damit die Jainas, die Religion der Jainas, ist die, man kann sagen, gewaltloseste Religion überhaupt. Auf eine gewisse Weise kann man sagen, Mahatma Gandhi hat sein Konzept des Ahimsa nicht nur aus dem Hinduismus bekommen, er hat es auch teilweise aus dem Christentum und teilweise aus dem Jainismus bekommen. Die Jains haben das große Ideal, keinem Lebewesen etwas zu tun. Natürlich muss man sagen, in jeder Religion, jeder Spiritualität ist es nicht immer möglich, die hohen Ansprüche wirklich umzusetzen, aber charakteristisch für Jaina-Mönche zum Beispiel ist, dass sie natürlich bedingungslose Vegetarier sind, dass dann, wenn Insekten da sind, sie sogar ein Tuch über den Mund und Nase geben, um nicht versehentlich ein Insekt einzuatmen oder zu verschlucken und damit zu töten, dass sie genau schauen auf dem Weg, ob da ein Insekt ist. Und so ist eine sehr starke Ahimsa als Gedanke. Und Mahatma Gandhi hat sich davon beeinflussen lassen, hat sich von der christlichen Bergpredigt beeinflussen lassen, hat das verbunden mit dem Ahimsa, wie es im Yoga Sutra steht, und dann auch mit dem Pflichtbewusstsein und der Gotteshingabe, wie er es in der Bhagavad Gita gefunden hat, und eben auch mit dem Darbringen aller Handlungen an Gott, wie man es auch im Islam findet.

Der Asket Mahavira bittet um Almosen

So ist der Jainismus eine sehr wichtige Weltreligion, auch wenn er gar nicht so viele Anhänger hat. Und die Jainas sind, man kann sagen, Beispiele für Ahimsa. In Indien übrigens sind die Jainas durchaus wohlhabend, weil sie eben in frühesten Zeiten eben keine kriegerischen Berufe ergriffen hatten, sondern Gott dienen wollten und auch sehr ehrlich sein wollten. So haben die Jainas den Ruf bekommen von ehrlichen Kaufleuten, die niemanden verletzen wollten, und das hat ihnen auch zu einem gewissen Wohlstand verholfen. Jaina-Tempel in Indien siehst du übrigens daran, dass sie meistens weiß sind, oft aus weißem Marmor. Aber ich kenne einige sehr schöne Jaina-Tempel, die sehr weiß und strahlend sind, ohne die kunterbunten Murtis und Bilder, die es oft in Hindu-Tempel gibt, aber von großer Erhabenheit und oft natürlich auch mit vielen Dekorationen, Ornamenten und vielem mehr.

Wenn du mehr wissen willst über Jainas, dann schaue am besten nach unter dem Hauptstichwort im Yoga Wiki, auf wiki.yoga-vidya.de und gib ein, "Jainismus". So erfährst du mehr über den Jainismus. Und natürlich findest du auch unter dem Stichwort "Jain" etwas mehr darüber, was einen Jaina ausmacht, eben einen Angehörigen dieser Jain-Religion, im Deutschen meist genannt, Jainismus.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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