Enthaltsamheit

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Enthaltsamkeit ist die Fähigkeit zu einem einfachen Leben. Enthaltsamkeit ist die Fähigkeit auf Luxus, auf Wunscherfüllung zu verzichten.

Mönche in Thailand

In einem engeren Sinn ist Enthaltsamkeit der Verzicht auf Sexualität. Enthaltsamkeit kann auch heißen, auf üppiges Essen zu verzichten. Ein synonym für Enthaltsamkeit ist Mäßigkeit.In einem speziellen Kontext ist Enthaltsamkeit das Gelübde der Entsagung, das Möchsgelübde.

Yoga und Enthaltsamkeit

Im Yoga spielt Enthaltsamkeit eine gewisse Rolle. Im Yoga wird empfohlen, seine Sinne zu beherrschen, nicht jeder Sinnesregung nachzugehen. Die Fähigkeit, seine Sinne zu beherrschen, also die Fähigkeit zur Sinnesbeherrschung, wird als Enthaltsamkeit, als Brahmacharya oder auch als Dama bezeichnet. Wer in Harmonie leben will, was ja zum Yoga dazu gehört, der braucht die Fähigkeit zur Enthaltsamkeit. Darum ist Brahmacharya eine der fünf ethischen Prinzipien (Yamas) im Yoga.

Nicht nur der Mönch, die Nonne, braucht Enthaltsamkeit. Allgemein ist es sinnvoll, seinen Sinnen und Emotionen nicht hilflos ausgeliefert zu sein. Wünsche sind Handlungsempfehlungen des Unterbewusstseins ausgestattet mit Energie. Emotionen sind Informationen ausgestattet mit Energie. Wer die Fähigkeit zu Selbstbeherrschung hat, ist ein innerer Raja, ein innerer Herrscher. Er kann die Handlungsempfehlungen der Wünsche wahrnehmen und in Betracht ziehen, die Informationen der Emotionen zur Kenntnis nehmen. Er kann dann darauf verzichten, diesen Handlungsempfehlungen zu folgen und so immer wieder Enthaltsamkeit üben.

Die Fähigkeit zur Enthaltsamkeit gehört auch zu den Grundbedingungen für Gelassenheit, Contenance, Gemütsruhe und auch der Coolness.

Gelübde der Enthaltsamkeit

Es gibt im Yoga auch Brahmacharya als Gelübde der Enthaltsamkeit, als Vorstufe von Sannyasa. In diesem Sinne ist Enthaltsamkeit die Vorbereitung für das Mönchsleben, bzw. das Leben als Mönch, als Nonne. Dazu findest du mehr unter den Begriffen Sannyasa und Swami.

Enthaltsamkeit und Eheleben

Liebende

Auch im Eheleben spielt Enthaltsamkeit eine gewisse Rolle. Wenn ein Paar sich verspricht, dauerhaft zusammen zu bleiben, ist das typischerweise auch mit einem Treuegelübde verbunden. Dazu gehört dann eben auch die Verpflichtung zur Selbstbeherrschung, wenn Wünsche auftauchen, die sich auf jemand anderes beziehen.

In einer langjährigen Partnerschaft geschieht es manchmal, dass die sexuellen Bedürfnisse eines der Partner sich wandeln, vielleicht auch eine gewisse Zeitlang sich reduzieren. Dann gehört zu einer guten Partnerschaft, dass der andere für eine gewisse Periode sich in Enthaltsamkeit übt. Allerdings gilt auch: Eine gute Beziehung muss gepflegt werden. Manchmal können beide Partner lernen, wieder aufeinander zu zu gehen, sich neu zu begegnen, ihre Liebe neu zu beleben. Nicht immer ist Enthaltsamkeit die richtige Lösung.

Siehe auch

Weblinks

Literatur

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